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20

Apr

2011

Bahnersatzbusse wegen Verladearbeiten in Wetzikon

Für die S14 verkehren am 27. April 2011 ab 19.45 Uhr bis Betriebsschluss auf der Strecke Wetzikon–Hinwil Bahnersatzbusse. Zudem fährt die S3 in Wetzikon von 20.00 Uhr bis Betriebsschluss ab Gleis 2 statt 1. Grund dafür sind Verladearbeiten des Circus Knie am Bahnhof Wetzikon.

Statt der S14 fährt dann die S3 ab Gleis 2 in Wetzikon                   Foto: Marcel Manhart

 

Am Abend des 27. April 2011 verlädt der Circus Knie nach dem Gastspiel in Wetzikon seine Kleintiere, Zelte und Zirkuswagen wieder auf die Bahn. Aufgrund dieser Verladearbeiten sind die Strecke Wetzikon–Hinwil sowie das Gleis 1 am Bahnhof Wetzikon für Personenzüge abends nicht befahrbar. Für die Reisenden ergeben sich folgende Auswirkungen:


- Zwischen Wetzikon und Hinwil verkehren für die Züge der S14 ab 19.45 Uhr bis Betriebsschluss     Bahnersatzbusse. In Wetzikon werden die Anschlüsse der Busse auf die S14 abgewartet.

  Die weiteren Anschlüsse auf die S3 und S5 können nicht garantiert werden.


- Die S3 verkehrt am Bahnhof Wetzikon von 20.00 Uhr bis Betriebsschluss ab Gleis 2 statt 1.

Die SBB informiert die Reisenden mit Durchsagen in den Zügen und an den Bahnhöfen. Auf den Perrons geben Aushänge Auskunft über die Bahnersatzbusse und die Gleisänderungen.

Weitere Auskünfte erhalten die Kundinnen und Kunden zudem an den Bahnschaltern, im Internet (www.sbb.ch/fahrplan) sowie 24 Stunden am Tag über den Rail-Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min./Festnetz).

 

Der Verlad der Zirkuswagen auf die Bahn

Seit anfangs März ist der gesamte Zirkus Knie wieder auf Tournee. Zum Bereisen der 42 Städte in insgesamt 243 Tagen muss ein grosser Teil des Materials auf die Bahn verladen werden.

Ca. 1‘400 Tonnen Material reisen so in einer 2‘846 Kilometer langen Zugfahrt quer durch das Land. An einigen Orten wird der Zirkus am Tag nach der Ankunft bereits wieder abgebaut. Dass dabei der Verlad strategisch wichtig ist, leuchtet ein.

Der Bahn-Tross, welcher etwa die Hälfte des gesamten Materials ausmacht, besteht aus Mannschaftswagen, Transportwagen und Kleintierwagen. Die SBB Cargo verteilt diese rund 90 Wagen auf zwei Extrazugkompositionen. Im Ersten kommen die Mitarbeiter an, welche beim Aufbau beteiligt sind sowie auch das Zeltmaterial; mit dem zweiten dann das restliche Material, die übrigen Mitarbeiter sowie die Kleintiere für den Zirkuszoo.

Der Ablauf
Bereits eine halbe Stunde nach dem Beginn der letzten Vorstellung an einem Ort werden die ersten Wagen an den Güterbahnhof gebracht. Markus Schütz, verantwortlich für den gesamten Verlad, muss nun gut darauf achten, dass die Reihenfolge der Komposition genau den Bedürfnissen des folgenden Aufbautages entspricht. Später werden fortlaufend vollbepackte Wagen an den Bahnhof gebracht, welche dort von Markus Schütz selektioniert werden. Jeweils 3-4 Cargo-Wagen, sogenannte Loren, werden gleichzeitig mit den Traktoren beladen. Es kommt immer auf die Grösse der Rampe drauf an. Sobald die Loren voll sind, werden sie auf benachbarte Abstellgeleise gebracht, damit es Platz für neue, leere gibt. Am Schluss werden die beladenen Loren, insgesamt 53, zu den zwei finalen Zugformationen zusammengesetzt.

Die Truppe an der Rampe besteht aus einem Vorgesetzten, Markus Schütz, sowie acht Mitarbeitern. Zwei davon fahren mit je einem Assistenten - welcher die Wagen an- und abhängt - die Traktoren. Zwei weitere Knie-Arbeiter steuern die Wagen präzise an den richten Platz und die zwei letzten arretieren die Anhänger, damit sie während der Zugfahrt nicht in Bewegung kommen.Dank dieser Arbeit, welche in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der SBB Cargo bei Wind und Wetter geleistet wird, ist es überhaupt möglich, den strengen Tournee-Rhythmus einzuhalten.

Zahlen und Fakten
Die zwei SBB Cargo Spezialzüge messen zusammen 804 Meter und wiegen samt dem Material 1‘360 Tonnen. Sie bestehen aus insgesamt 53 Loren, auf welchen wiederum 88 Zirkuswagen und 8 motorisierte Fahrzeuge transportiert werden. Der erste Zug umfasst 30 Loren, ist 455 Meter lang und 770 Tonnen schwer. Der zweite Zug hat 23 Loren, welche 349 Meter lang und 590 Tonnen schwer sind. Insgesamt legt dieser Extrazug während der Tournee eine Distanz von 2‘846 km quer durch die Schweiz zurück.

Zusammenarbeit Knie - SBB ist über 90-jährig

Seit 1919 arbeitet das Familienunternehmen des Zirkus Knie mit den SBB zusammen. Schnell entwickelte er sich zu einem Grossunternehmen. Bereits Jahr 1926 wurden über 80 eigene Wohn-, Transport-, Menagerie- und Bürowagen transportiert. Es brauchte dafür einen Extrazug mit 42 Bahnwaggons.

 

Bis heute konnte die Partnerschaft mit der Güterverkehrstochter SBB Cargo weder durch Weltkriege noch durch Wirtschaftskrisen getrübt werden. Bei 93 Tourneen hat der Zirkus Knie mit der Bahn zusammengearbeitet. Ein Ende scheint nicht in Sicht, denn die Zusammenarbeit stösst allseits auf Zufriedenheit: „Bezeichnend ist die hohe Zuverlässigkeit der Bahn und die hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter von SBB Cargo“, sagt Franco Knie, technischer Direktor und Verwaltungsratspräsident von Zirkus Knie. Auch SBB Cargo zeigt sich sehr erfreut über die nun fast hundertjährige Partnerschaft. Markus Gantner, 2010 bei der SBB Cargo für den Nationalzirkus Knie zuständig, redet gar von Stolz, wenn er über die Zusammenarbeit spricht: „Der Zirkus Knie ist ein sympathischer und gern gesehener Gast in der ganzen Schweiz.“

 

    Zusätzliche Informationen zum Verlad der 

    Infrastruktur des Circus Knie auf die Bahn

                        finden Sie hier

Zur Zeit (18.-25. April) ist der Circus Knie in Winterthur                Foto: Marcel Manhart

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