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2011

S-Bahn SG 2013: Baustart für mehr Bahn in und um St.Gallen

Vertreter des Kantons St.Gallen, des Bundesamts für Verkehr (BAV), der SBB, Südostbahn (SOB) und Thurbo feierten am 17. November 2011 in Oberriet den Baustart für die S-Bahn St.Gallen 2013. Sie bringt den Pendlerinnen und Pendlern in der Region mehr Bahnangebot, bessere Verbindungen, optimale Anschlüsse auf Bahn und Bus, modernes Rollmaterial sowie eine verbesserte Bahninfrastruktur.

Die heutigen Kompositionen des Rheintal-Express (links)  werden  durch Doppelstock-triebzüge der neusten Generation (KISS) ersetzt                           Foto: Marcel Manhart

 

Am 17. November 2011 lancierten die Vertreter des Kantons St.Gallen, des BAV, der SBB, SOB und Thurbo den Baustart für die S-Bahn St.Gallen 2013 mit einem symbolischen Akt. Mit dem offiziellen Spatenstich legten alle Beteiligten den Grundstein für die Infrastrukturausbauten, welche wesentlich zur Verbesserung des öV-Angebots für die Ostschweizerinnen und Ostschweizer beitragen werden. Die S-Bahn St.Gallen 2013 bringt schnelle Verbindungen zwischen allen Regionen im 30-Minuten-Takt sowie optimale Anschlüsse auf Bahn und Bus in den Knotenbahnhöfen.

Quantensprung im öffentlichen Verkehr

Der St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth freut sich auf die Neuerungen: «Es ist für den Kanton St.Gallen von grosser Bedeutung, dass dieser Quantensprung im öffentlichen Verkehr nun erfolgt. Die Verkehrsverbindungen werden deutlich gestärkt», sagte er anlässlich des Spatenstichs. Toni Eder, Vizedirektor im Bundesamt für Verkehr, betonte: «Der heutige Tag ist auch deshalb ein Meilenstein, weil mit der S-Bahn St.Gallen 2013 das Angebot im Regionalverkehr um rund 30 Prozent gesteigert werden kann.» So wird beispielsweise eine zusätzliche S-Bahn-Linie zwischen Herisau und St. Margrethen sowie eine zweite, beschleunigte Verbindung Ziegelbrücke–Sargans geschaffen. Zwischen Rorschach und St.Gallen wird der Halbstundentakt eingeführt. Zum neuen Angebot sagte Ernst Boos, Geschäftsführer Thurbo: «Der Kundschaft wird ein systematisiertes Bahnangebot mit deutlich mehr Zügen gegenüber heute zur Verfügung stehen.»

Besseres Bahnangebot dank Infrastrukturausbauten

Die Kundinnen und Kunden der S-Bahn St.Gallen reisen ab Dezember 2013 nicht nur schneller, sondern auch bequemer durch die Ostschweiz. Alle Züge der S-Bahn St.Gallen 2013 verkehren mit neuen, modernen und klimatisierten Fahrzeugen. Für den Rheintal-Express werden Doppelstocktriebzüge der neusten Generation eingesetzt. «Neben den Investitionen und Vorbereitungen beim Rollmaterial werden auch gewichtige Ausbauten an der Infrastruktur vorgenommen», sagte Thomas Küchler, CEO SOB. Es sind, verteilt über den ganzen Kanton St.Gallen, diverse Infrastrukturvorhaben wie Bahnhofausbauten, Erweiterungen von Gleisanlagen und Anpassungen an der Signalisierung notwendig. Zusätzlich werden die Bahnhöfe behindertengerecht gestaltet. Nicolas Germanier, Mitglied der Geschäftsleitung von SBB Infrastruktur, freut sich, dass die SBB mit ihren Ausbauten ein starkes Zeichen setzen kann: «Innerhalb der nächsten zwei Jahre modernisieren und erweitern wir sechs Bahnhöfe und ermöglichen mit zusätzlichen Signalanlagen auf der Strecke Wil–Gossau attraktive und schnelle Bahnverbindungen innerhalb des Kantonsgebiets und darüber hinaus.»

Die Ausbauten für die S-Bahn St.Gallen 2013 kosten rund 54 Millionen Franken und werden durch den Kanton St.Gallen und den Infrastrukturfonds des Bundes finanziert. Weitere Ausbauten in der Ostschweiz von rund 150 Millionen Franken werden bis 2013 im Rahmen der Bundesprojekte für den verbesserten Anschluss an das europäische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz (HGV-A), der zukünftigen Entwicklung Bahninfrastruktur (ZEB) und den Zuläufen zur NEAT realisiert.

 

Das wird für die S-Bahn St.Gallen 2013 gebaut

Für den Halb- und Viertelstundentakt:
- Bahnhöfe Rebstein–Marbach, Oberriet, Rüthi, Sevelen:

   Erneuerung der Publikumsanlagen (Bahnzugänge, Perrons, Beleuchtung, Möblierung)
- Strecke Wil–Gossau: Kapazitätserhöhung durch zusätzliche Signale
- Bahnhof St.Gallen: Neubau Perron Gleis 6/7
- Bahnhof Uznach: Perronverlängerung Gleis 1

Für die Beschleunigung der Schnellzugsverbindungen in der Ostschweiz (Rheintalexpress, Voralpenexpress, Schnellzug St.Gallen-Konstanz):
- St.Gallen–St.Margrethen: fünf Ausbauten, z.B. neue Doppelspur St.Fiden–Engwil
- Sargans–St.Margrethen: vier Ausbauten, z.B. Geschwindigkeitserhöhung Neugrüt–Rüthi

   und Bahnhof Sargans
- Sargans–St.Margrethen: Ausbau Bahnhof Salez
- Roggwil–Berg: Ausbau des Bahnhofs zu einer Kreuzungsstation,

   Erneuerung der Bahntechnik und Ersatz des Stellwerks
- St.Gallen–Art-Goldau: diverse Projekte zum Teil bereits erstellt oder in Ausführung,

   z.B. Schachen–Schachen West, Bau einer 2 Kilometer langen Doppelspur,

   Erneuerung der Publikumsanlagen sowie der Gleis- und Bahntechnikanlagen

 

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