Mo

12

Mär

2012

Der Bahnverkehr rollt am Gotthard wieder durchgehend

Seit heute Mittag rollt der Verkehr wieder vollständig über den Gotthard. Nachdem sich gestern Sonntagnachmittag die während mehrerer Tage abgestellten Transitgüterzüge nach ihren Zieldestinationen im Norden und Süden Europas aufmachten, gesellten sich heute Montag auch die Personenzüge dazu.

Die wichtigste Alpentransversale Europas blieb wegen eines Felssturzes während gut vier Tagen für jeglichen Zugverkehr gesperrt. Verletzte waren nicht zu beklagen, die Schutzbauwerke entfalteten ihre Wirkung.

Auch die ICN Züge verkehren wieder durchgehend von Zürich bzw. Basel - Luzern über den Gotthard nach Lugano                                                                Foto: Marcel Manhart

 

Die SBB konnte ihren Fahrplan zur Wiederinbetriebnahme der Gotthardstrecke nach einem Felssturz bei Gurtnellen am vergangenen Mittwochnachmittag umsetzen. Nach der erfolgreichen Sprengung am Samstag kurz vor dem Mittag und der anschliessenden Bestätigung der Geologen, der betroffene Hang oberhalb des Bahntrassees sei nun sicher, machten sich in der Nacht Samstag/Sonntag gegen 50 SBB Mitarbeitende an die Räumungs- und Instandsetzungsarbeiten. Sie räumten hunderte Tonnen Gestein und Geröll weg, ersetzten zehn Meter Gleis, reparierten geknickte Fahrleitungen etc.


Ab Sonntagmittag verkehrten als erste die rund ein Dutzend nördlich und südlich des Gotthards abgestellten Transitgüterzüge über die in Stand gestellte Strecke. Heute Montag nimmt als erster Personenzug ein Intercity Zürich–Lugano um ca. 12.15 Uhr die wieder voll funktionsfähige Strecke unter seine Räder.


Während des Unterbruchs setzte die SBB zwischen Flüelen resp. Erstfeld und Göschenen bis zu 15 Busse ein, die während des Unterbruchs gegen 340 Züge ersetzten. Die Kapazitäten über den Gotthard betrugen etwa einen Viertel des normalen Angebots, die Reisezeiten von und nach dem Tessin verlängerten sich um bis zu 60 Minuten. Über die aufgeschaltete Gratis-Hotline der SBB erkundigten sich gegen 2600 Anrufende nach Reisealternativen. Die SBB dankt den betroffenen Reisenden für ihr Verständnis und ihre Geduld.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0