Fr

05

Okt

2012

Russische Eisenbahn soll nach Europa rollen

Die russische Breitspur-Eisenbahn könnte künftig durch das Burgenland fahren. Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) wird darüber verhandeln. Durch den Ausbau der russischen Bahn wäre Österreich per Eisenbahn sogar mit China verbunden.

 

Bericht ORF Burgenland

Ein Zug der Russischen Eisenbahn                                                   Foto: Marcel Manhart

 

Die russische Breitspur-Bahn fährt - wie der Name schon sagt - auf einem breiten Schienennetz als die Bahn in Europa. Derzeit werden wegen der unterschiedlichen Spurbreite nur fünf Prozent aller Waren von Asien nach Europa per Bahn transportiert.

 

Bei dem jetzt diskutierten Projekt geht es konkret um den Neubau von 400 Kilometern dieser breiten Eisenbahnschienen von der Ostslowakei bis nach Ostösterreich. Wo genau die Route in Österreich verlaufen könnte, steht noch nicht fest. Verkehrsministerin Bures sprach von Wien, Niederösterreich, Burgenland.

 

 

Machbarkeitsstudie in Auftrag

 

Die Strecke würde jedenfalls den Anschluss an den 10.000 Kilometer langen Eisenbahn-Korridor von China über Russland bis nach Europa bilden. Bures kündigte Gespräche zunächst mit Russland, der Ukraine, der Slowakei und dann mit den drei Bundesländern an: „Wir haben in der Bundesregierung beschlossen, dass ich beauftragt werde, jetzt einmal Machbarkeitsstudien zu erheben“, so Bures.

 

 

Niessl fordert genaue Prüfung

 

Im Burgenland steht Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings müssten die Fakten genau geprüft werden und ob das Projekt überhaupt machbar und sinnvoll sei, so Niessl. Bis zur einer definitven Entscheidung wird es jedenfalls noch dauern.

 

Burgenland's Landeshauptmann Hans Niessl (hier rechts im Bild) steht dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber.                                                   Foto: Marcel Manhart

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Kommentare: 1
  • #1

    Hobbygeograph (Donnerstag, 10 Januar 2013 12:14)

    Aha, die Russische Eisenbahn soll also zukünftig bis nach Europa rollen. Dazu eine 1 Million Euro Frage an den Autoren:
    Auf welchem Kontinent liegt Moskau?
    A: Amerika
    B: Asien
    C: Afrika
    D: Europa

    Im Ernst, könnte man bitte ein ganz kleines bisschen nachdenken, bevor man irgendeien Schwachsinn abschreibt, den man von der Baulobby zugeschickt bekommen hat? Wenn das Ziel eines Transports nicht unmittelbar an der geplanten Strecke liegt, dann bleibt das Spurwechselproblem bestehen! Eine Systemvermischung bringt neue, zusätzliche Probleme, z.B. weil Züge bei Bedarf nicht über eine andere Strecke umgeleitet werden können. Aktuelle Planungen sehen vor, dass entlang der bestehenden eingleisigen südlichen Hauptstrecke durch die Slowakei eine eingleisige Breitspurstrecke gebaut werden soll. Das bedeutet, man hat dann 2 Gleise und trotzdem eingleisigen Betrieb. Vernetzt man 2 unterschiedliche Systeme, dann wird die Zahl der Systemgrenzen nicht kleiner sondern größer.