Sa

05

Jan

2013

15-jähriger Täter nach der Bombendrohung von Uster verhaftet

Aufgrund einer Bombendrohung durch einen zunächst unbekannten Täter ist eine Komposition der S9 am Freitagabend, 04. Januar 2013 im Bahnhof Uster evakuiert worden. Die Durchsuchung durch Spezialisten der Polizei verlief negativ. Der Täter ist noch gleichentags aufgrund eines Hinweises verhaftet worden.

 

Bericht bahnONLINE.ch

Eine S9 und eine S15 am Bahnhof Uster                                          Foto: Marcel Manhart

 

Kurz nach 18.15 Uhr meldeten Zugspassagiere den SBB, dass ein zu diesem Zeitpunkt nicht näher bekannter Mann in der S9 18971 Zug – Uster zwischen Zürich und Uster eine Bombendrohung geäussert habe und dann verschwunden sei. Die alarmierte Kantonspolizei Zürich rückte sofort aus und veranlasste, dass der Zug in Uster blockiert und das Bahnhofareal sowie die umliegenden Gebäude evakuiert wurden. Spezialisten des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes sowie der Kantonspolizei Zürich durchsuchten die aus drei DPZ-Kompositionen bestehende S-Bahn-Einheit, fanden jedoch keine verdächtigen Gegenstände. Das Bahnhofareal sowie der Zugsverkehr konnten aufgrund dessen um 20.00 Uhr wieder freigegeben werden. Die zuvor evakuierten Bewohner konnten wieder in ihre Wohnung zurückkehren.

 

Noch am Freitagabend, 04. Januar 2012 meldete sich eine Frau bei der Stadtpolizei Uster und erklärte, dass es sich beim Gesuchten um ihren Sohn handeln könnte. Eine Patrouille der Kantonspolizei Zürich konnte ihn in der Folge an seinem Wohnort verhaften. Bei ihm wurden keinerlei verdächtige Gegenstände gefunden. In der polizeilichen Befragung war er geständig, für die Bombendrohung verantwortlich zu sein. Beim Verhafteten handelt es sich um einen 15-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der im Bezirk Uster wohnhaft ist. Der Jugendliche dürfte psychische Probleme haben und ist nach den polizeilichen Abklärungen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Im Zusammenhang mit der Bombendrohung erfolgt gegen ihn eine Strafanzeige an die zuständige Jugendanwaltschaft.

 

Für die Dauer der Sperrung des Bahnhofes Uster wurde durch die SBB zwischen Schwerzenbach ZH und Wetzikon ein Ersatzbusse eingesetzt, zahlreiche Züge mussten vorzeitig wenden oder umgeleitet werden:

 

- Die S-Bahnzüge S5 Niederweningen / Rafz - Pfäffikon SZ

  fielen zwischen Zürich HB und Wetzikon aus.

- Die S-Bahnzüge S9 Zug – Uster fielen zwischen Schwerzenbach ZH und Uster aus.

- Die S-Bahnzüge S14 Zürich HB – Hinwil fielen zwischen Schwerzenbach ZH und Wetzikon aus.

- Die S-Bahnzüge S15 Affoltern am Albis – Rapperswil wurden via Pfäffikon ZH umgeleitet

  und hielten zusätzlich in Stettbach – der Bahnhof Uster wurde nicht bedient.

 

Im Einsatz standen nebst verschiedenen Spezialisten der Kantonspolizei Zürich die Kommunalpolizeien von Uster sowie Illnau-Effretikon, die Transportpolizei, die Stützpunktfeuerwehr Uster, Ambulanzfahrzeuge aus Uster sowie von Schutz & Rettung

Zürich und die SBB.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0