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09

Feb

2013

Parkhaus am ÖBB-Bahnhof Jenbach ist keine Utopie

Die Parkplatznot am Jenbacher Bahnhof ist seit vielen Jahren eklatant. Rund 4,3 Mio. Euro würde laut vorliegendem Konzept ein Parkhaus kosten. 25 Prozent der Kosten entfielen auf Jenbach samt Nachbargemeinden. Der Nationalrat behandelte eine Petition um ein Parkhaus am Jenbacher Bahnhof positiv. Hunderte Unterschriften waren die Basis.

 

Von Walter Zwicknagl - Tiroler Tageszeitung vom 08. Februar 2013

Park+Ride am Bahnhof Jenbach                                                       Foto: Marcel Manhart

 

Unter der Parkplatzmisere am Jenbacher Bahnhof leiden nach wie vor jeden Morgen viele Pendler. 220 Parkplätze stehen zur Verfügung, laut einer Studie würden längerfristig 350 weitere Parkplätze benötigt. Schon vor mehr als einem Jahr sammelten Vizebürgermeister Dietmar Wallner und Gemeinderat Bernhard Stöhr (beide VP) Unterschriften und übergaben im Juni des Vorjahres dem Nationalratsabgeordneten Hermann Gahr (VP) eine Petition. „Nach intensiver Diskussion hat der Nationalrat die Petition behandelt. Damit werden auf politischer Ebene die Weichen für den Bau eines Parkhauses gestellt“, freut sich Gahr als Bezirksobmann des Forum Land.

 

„Ein Parkhaus ist die Ideallösung“, sagt der Jenbacher Vizebürgermeister Dietmar Wallner, der sich am 17. Februar der Bürgermeisterwahl stellt. Derzeit liegt ein Projekt mit Kosten von 4,3 Millionen Euro am Tisch. 50 Prozent entfallen dabei auf den Bund – sprich die ÖBB, bei 25 Prozent liegt der Landesanteil und weitere 25 Prozent haben Jenbach und die Anwohnergemeinden zu tragen. „Laut neuester Analyse liegt der Jenbacher Parkeranteil bei 16 Prozent. Vom Verkehrsverbund Tirol wurde bereits ein Aufteilungsschlüssel ausgearbeitet“, sagt Wallner.

 

„Wenn wir wissen, wer der neue Jenbacher Bürgermeister ist, können wir loslegen. Im Hintergrund laufen seit einiger Zeit gute Gespräche. Schließlich wollen wir Nägel mit Köpfen machen. Die Kosten müssen für alle verträglich sein“, verrät Jörg Angerer, der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Tirol. Wie berichtet sprach sich auch der SP-Bürgermeister-Kandidant Dietmar Lachner beim TT-Forum sich für die Errichtung eines Parkdecks aus.

 

„Die ÖBB werden sich nicht aus der Verantwortung stehlen“, erklärt Günter Oberhauser als Projektleiter der ÖBB Infrastruktur. Und im Nachsatz: „Gerade Jenbach ist für die ÖBB im Unterland der größte Druckpunkt. Wir bekommen ständig Beschwerden wegen der Parkplatzmisere. Das Geld für dieses Projekt ist von unserer Seite für Jenbach reserviert.“ Eine Projektstudie liege längst am Tisch.

 

„Wir wollen die nötigen Allianzen für dieses Gemeinschaftprojekt suchen“, ist der Tenor von Wallner und Gahr. Beide wissen, dass ohne ein klares Ja der Standortgemeinde nichts läuft.

 

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