Prechiblog

Wenn die Fahrt plötzlich endet (So, 17 Jun 2012)
Hier noch die Fahrt mit dem leider sehr abrupten Abbruch
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Vom Bike geholt (Fr, 15 Jun 2012)
Weil mich vor drei Wochen ein unvorsichtiger und auch rücksichtsloser Autofahrer vom Bike geholt hat, humple ich nun immer noch mit Krückstöcken in  der Gegend rum. Ich möchte hier aber nicht in die Details des Unfalls gehen denn das weckt in mir nur ungute Erinnerungen und wer will auch noch von so einem Einzelschicksal lesen. Die Medien sind leider voll mit viel grösseren Katastrophen. Ich möchte hier aber stichwortartig ein paar Anregungen für Gedanken geben, die man sie vielleicht zwischendurch mal machen kann - solange im Leben alles rund läuft. Wenn Sie einen Unfall mit Personenschaden haben, lassen Sie die Polizei holen (sofern das geht). Ich habe es nicht getan in der Hoffnung, mir allzu lange Wartezeit und dem Autofahrer allzu viele Scherereien zu ersparen. Hätte er sich bei meinem Spitalaufenthalt oder auch danach mal nach meinem Wohlergehen erkundigt, wäre ich heute noch der Meinung es sei der richtige Entscheid gewesen. Er tat es aber nicht. Er interessiert sich scheinbar einen Dreck für andere. Ich bin im Spital Rorschach äusserst kompetent, freundlich und zuverlässig behandelt worden! Zumindest dort ist die sog. Misere im Spitalwesen noch nicht angekommen und ich hoffe das bleibt auch so. Halten wir also die Leute in Ehren, die einen sehr schwierigen Dienst in unseren Spitälern tun. Wenn man an Stöcken durch die Stadt läuft, merkt man erst, wie rücksichstslos viele Menschen durch die Strassen rennen. Andererseits hat man eher ein Auge dafür, wie viele Leute gehbehindert sind. Also, etwas mehr Rücksicht tut Not, es gibt mehr handicapierte Menschen als wir gemeinhin sehen. Müssen Sie irgendwann einmal an Stöcken eine Strasse überqueren lassen Sie sich Zeit, viel Zeit! Die Autofahrer kennen nämlich gar nichts. Rücksicht können Sie dort überhaupt nicht erwarten. Traurig aber wahr. Überlegen Sie sich ab und zu einmal, wie viele Sachen auf einmal Sie machen. Sind Sie nämlich irgendwie behindert, merken Sie plötzlich, wie Sie oft eines nach dem andern planen müssen. Der Mensch ist ein Mega-Multifunktionalitäts-Wesen. Aber nur, wenn er auch wirklich funktioniert. Denken Sie immer daran: An Stöcken dauert alles länger als Sie meinen; das Laufen, die Rekonvaleszenz, die tägliche Hausarbeit, die Wege die zurückgelegt werden müssen, die Erholung die wir brauchen...... Fazit: Sie brauchen mehr Zeit aber Sie haben auch mehr Zeit. Geniessen Sie das!
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SG-Heiden-Altenrhein-Rorschach-SG (Di, 01 Mai 2012)
Gleich auf der zweiten Outdoor-Runde des Jahres knapp zweieinhalb Stunden Fahrzeit.....ich bin zufrieden. Die genauen Daten hier   oder unter Trainingstagebuch. Ja, ich bin ein kleiner Statistikfan. Die Fahrt zur Stadt raus ist ziemlich einfach und fast flach. Das einzige Problem ist der Bus der St. Galler Verkehrsbetriebe, der auf der etwas schmalen Strasse plözlich hinter einem herrollt. (Für ihn bin natürlich ich das Problem.) Die Rehetobelstrasse bis Speicherschwendi ist jetzt sehr gut ausgebaut aber auch hier kanns mit den Postautos etwas eng werden. Eine kurze steile Abfahrt bis Zweibruggen (ein schattiges Loch) und es beginnt die Steigung nach Rehetobel. Auf halber Strecke kann man links abbiegen Richtung Grub-Heiden. Ein sehr schönes, ruhiges und flaches Stück. Danach folgt eine breite, gerade Strasse nach Heiden, erst leicht ansteigend und dann flach. Bei Bise kann es in Heiden selbst im Sommer manchmal recht kalt werden und vor allem hat man dauernd das Gefühl von Gegenwind. Auf der Abfahrt von Heiden nach Rheineck kann man wirklich brettern. Gestern hat mich zwar in einer Rechtskurve so ein Arschloch von Autofahrer überholt. Wäre dem etwas entgegen gekommen wohin wäre er wohl ausgewichen? Besser, es sich nicht vorstellen! Die Fahrt durchs Rheintal an einem Werktag ist einfach immer unangenehm. Verkehr wie die Hölle zu fast jeder Tageszeit. Zum Glück ging es mit Hilfe des Föhns ziemlich schnell und ich war nach ein paar Minuten am Flughafen Altenrhein. Dieser ist für ein Ausflüglein immer zu empfehlen. Man kann in die kleine Gartenwirtschaft sitzen und nur durch einen Zaun getrennt dem Flugverkehr zuschauen. (Leider war nicht besonders viel los.) Zurück in die Hölle von Altenrhein nach Rorschach. Dieses Städtchen selber ist auf der Hauptstrasse für Biker sogar die Doppelhölle - laut, stinkig und immer mit zuviel Verkehr. Aber es gibt Ausweichmöglichkeiten über Rorschacherberg. Vom Bodensee nach St. Gallen gibt es zwar verschiedene ruhige Wege aber ich habe die Hauptstrasse gewählt. Dort bläst einem der Föhn und noch viel mehr der Nordwind (Bise) so schön in den Rücken und man kann die regelmässige Steigung wie auf einem E-Bike nehmen. Ein kleiner Hinweis für Auswärtige. Etwas ausserhalb von St. Gallen wird eine Velospur durch die Stadt angezeigt. Nehmen Sie diese nie und nimmer. Sie fahren lediglich völlig blödsinnig rauf und runter durch die Quartiere. Eine absolute Fehlplanung und ich würde gerne einmal die zuständigen Stadträte auf dem Bike über diese Strecke jagen. Also, gerade über die Rorschacherstrasse, zwar mit viel Verkehr aber trotzdem angenehmer. Bis zu mir nach Hause. Trotz allem Lärm und Gestank, es war halt einfach wieder eine tolle Fahrt. Life on two wheels continues!
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20'000 Kilometer auf dem ergo_bike (Mo, 30 Apr 2012)
Ich muss zugeben, dass ich gerade ein bisschen stolz bin auf mich selber. Das ist ja sonst nicht so meine Art aber für einmal darf ich das, denn ich habe in den letzten Tagen den zwanzigtausensten Kilometer auf meinem ergo_bike abgespult. 20'000 Kilometer!! Das ist ja so etwa die Hälfte des Erdumfangs! Also schon ein Grund um etwas stolz zu sein. Als ich mich im September 2005 zum Kauf eines Hometrainers entschloss wusste ich eigentlich nur eins, es durfte kein einfaches Gerät sein! Ein solches wäre nämlich mit grosser Wahrscheinlichkeit nach einigen Wochen kaum benutzt in einer Ecke gestanden und hätte dort bestenfalls als Kleiderständer gedient. Nein, der neue Hometrainer musste ein paar Schikanen aufweisen wie Compunteranbindung, fest programmierte Strecken und Speicherung von verschiedenen Werten wie Geschwindigkeit, Puls, Watt, U/Min. usw. Das einzige Gerät, welches meine Wünsche damals erfüllte war das DAUM ergo_bike 8008 TRS zu einem noch einigermassen verkraftbaren Preis von ca. 1500 CHF. Lieferung und Montage des ergo_bikes gingen völlig problemlos vonstatten und mit der zusätzlichen ErgoWin-Software konnten die Anzahl Programme und die Trainingsstatistik schon um einiges erweitert werden. Zur selben Zeit entdeckte ich auch ein Forum (Bikeboard) von Gleichgesinnten, in welchem über Neuigkeiten berichtet wurde und mit Hilfe dessen mir bisher jede Frage zu Programmen, Geräten usw. in kürzester Zeit und äusserst Kompetent beantwortet wurden. Bald einmal wurde im Bikeboard von einer neuen Möglichkeit berichtet, den gemeinsamen Rennen. Die Firma DAUM hatte einen Server zur Verfügung gestellt mit vielen Strecken darauf, welche man mit anderen ergo_bike-Fahrern abfahren konnte. Ab sofort wurde fast nur noch gemeinsam gefahren und ab sofort wusste ich, dass ich meistens als einer der Letzten ins Ziel kam. Ich hatte aber den Vorteil, dass ich meine bescheidenen Leistungen dem Alter zuschreiben konnte. (Bis ich entdeckte, dass es unter den Siegern der Internetrennen einige noch ältere Cracks gab.) Was solls, das Ganze machte Spass, besonders da man über eine Webcam und Mikro auch während der Rennen untereinander in Kontakt war. Die Entwicklung war damit aber noch nicht zu Ende. Ein Programmier-Genie unter den ergo_bike-Fahrern lancierte vor wenigen Jahren etwas ganz Neues: ErgoPlanet, eine Trainigssoftware für sogenannte Ergonauten. Mit ErgoPlanet konnten Strecken auf den Karten von Google-Earth inklusive Streetview abgefahren werden wobei auch die Leistungswerte angezeigt und gespeichert wurden. Dabei kann man vorgefertigte Strecken verwenden oder auch über GPSies irgendwelche Phantasiestrecken selber programmieren. Das heisst, man fährt zuhause im Wohnzimmer virtuell in Hawaii herum oder über die Anden oder entlang der spanischen Küste. Der Phantasie sind dabei wörtlich keine Grenzen gesetzt. ErgoPlanet wurde auch noch erweitert durch RoadMovie. Dabei können Strecken abgefahren werden, welche vorab auf Video aufgenommen wurden. Das alles kommt der Realität schon sehr nahe. Ein Letztes hat noch wesentlich zu meinen 20'000 Kilometern beigetragen: Der Winterpokal. Seit vier Jahren versuchen die ergo_bike-Fahrer aber auch Radfahrer und Ausdauersportler anderer Art, in fünfer Teams während den Wintermonaten so viele Stunden wie möglich zu Trainieren. Die Stunden werden auf einer entsprechenden Homepage gespeichert und schon ist der Wettbewerb da. Es ist unglaublich, was da an Leistung zusammenkommt! Nun, all diese Möglichkeiten haben mich wesentlich zu meinen 20'000 Kilometern animiert. Der damalige Entscheid, ein etwas umfangreicheres Gerät zu kaufen, war einer der klügsten in meinem Leben (es gab genug andere). Was als Überbrückung für die Bikelose Winterzeit hätte dienen sollen begleitet mich nun seit sieben Jahren durchs ganze Jahr und macht immer noch gleich viel Freude wie am Anfang. Ich hoffe, das DAUM ergo_bike wird mir auch auf den nächsten 20'000 Kilometern bis zur Vollendung der ganzen Erdumrundung die gleich zuverlässigen Dienste leisten wie bis anhin.
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Die SBB halten mich flexibel (Fr, 21 Okt 2011)
Manchmal bringen mich die Schweizerischen Bundesbahnen an die Grenzen. Zwar nicht an die körperlichen, dies höchstens wenn ich Cisalpino fahren muss, aber das ist eine andere Geschichte (diese), sondern an die geistigen. Ich glaubte bisher, als einfacher Anwender mit der Technik mithalten zu können. Deshalb versuche ich auch, die von den SBB angebotenen Möglichkeiten zu nutzen. So zum Beispiel den Kauf von Billeten über das iPhone auf der entsprechenden App. Die Aufgabe ist ganz einfach: Ein Billet von St. Gallen nach Kreuzlingen, hin und zurück, 2. Klasse, Halbtax und ich bin im Besitz eines sog. Stadtpasses für St. Gallen (Zone 10). Und mit den „Zonen“ beginnt auch das Elend, sie sind mir irgendwie unheimlich, denn sie erinnern mich immer an Ost- und Westzone, welche eigentlich mittlerweile von der Geschichte bestraft worden sein sollten. Beim Schweizerischen ÖV gibt es sie nun aber und ich muss mich drein schicken. Mein erster Gedanke beim Billetkauf ist also, dass ich für die Zone 10 (St. Gallen) schon ein Billet habe und somit ein Anschlussbillet nach Kreuzlingen brauche. Auf der SBB-App kommt, schön der Reihe nach eingetippt, plötzlich diese Meldung Hä??? Liebe App, liebe SBB, ich habe St. Gallen RICHTIG geschrieben, ich schreibe dies schon sein bald 50 Jahren richtig (und ich habe es überprüft)! Flexibel wie ich bin, versuche ich es mit „Haggen“, einem Vorstadtbahnhof von St. Gallen …. und es funktioniert. Doch wenn ich das Angebot anschaue zeigt sich dies: Fr. 13.20, gültig 2 Stunden??? Schon wieder Hä??? Ich will länger bleiben! (Ja, ich gebe es zu, ich will in Konstanz einkaufen und schädige damit die Schweizer Wirtschaft….wer macht das heutzutage nicht?). Heisst das nun, dass ich für den Rückweg dasselbe Billet nochmals lösen muss? Also Fr. 26.40? Da kann ich die Einkäufe ja gleich in der Schweiz machen. (Vielleicht will „man“ mir das ja auch einfach schonend beibringen.) Da aber meine Flexibilität kaum Grenzen kenn, versuche ich es mit einem ganz normalen Billet: St. Gallen – Kreuzlingen, 2. Klasse, Halbtax, retour. Und ich erhalte…eine Tageskarte für Fr. 13.20. Zum dritten Mal Hä??? Ich kann damit also einen Tag lang wie ein Irrer zwischen den beiden Städten hin und her pendeln. Schön und gut, ich habe mein Ziel erreicht, aber ich weiss nicht ganz warum. Es stellen sich mir nämlich folgende Fragen: -Wieso fällt mein St. Galler Stadtpass bei diesem Billet nicht in Betracht? Ich habe damit ja freie Fahrt in der Zone 10. -Wie funktioniert das mit dem Anschlussbillet wenn ich etwas länger als 2 Stunden bleibe? -Wie machen das technisch nicht mehr ganz versierte und etwas weniger flexible Menschen? Wenn wir also nicht am Schalter anstehen wollen, was von den SBB propagiert wird, so kann es ohne weiteres sein, dass wir gleich viel Zeit brauchen um das richtige Billet aus der iPhone-App herauszukitzeln. Aber der Vorteil: Wir bleiben flexibel.
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Liebe SBB - so nicht! (Mo, 12 Sep 2011)
Zum vierten Mal hintereinander habe ich mich jetzt bei Badeferien mit Nichtstun, Essen und eben viel Baden an der Riviera bestens erholt. Aber nur dort, denn zum vierten Mal habe ich mich auf der Hin- und Rückfahrt mit der Bahn aufgeregt und geflucht wie ein Wald voller Affen. Zum vierten Mal war es nämlich dem Bahnreisebüro in St. Gallen nicht möglich mir die gewünschten zwei Plätze bei den Zweiersitzen zu buchen. Ein Platzschema am Bildschirm zu sehen und einen Sitz auszuwählen geht bei jeder besseren Airline und mittlerweile auch schon bei den meisten Provinzkinos, nicht so bei den SBB. Zum vierten Mal musste ich aber auch ein zweites Mal das Reisebüro konsultieren, da beim Billet etwas fehlte oder falsch gebucht war. Nun gut, das wären Details, wenn nicht die Reise selber wäre – die ist im Cisalpino nämlich schlichtweg eine Zumutung! Was habe ich da nicht schon alles erlebt in den vier Jahren: Dass alle, in vernünftiger Marschdistanz erreichbaren Toiletten offen waren gab es nie. War dann eine Toilette benützbar, dann war sie schlichtweg saudreckig und das schon nach der Abfahrt. Einen verklebten, feuchten Toilettenboden kenne ich aus der Dritten Welt und kann mich dort damit abfinden, hier aber nicht. Naja, man kann ja versuchen den Toilettenbesuch einigermassen zu reduzieren. Vielleicht aber kommt während der Fahrt auch etwas Hunger oder Durst auf, dann hat man im Cisalpino ebenfalls schlechte Karten denn auf den insgesamt 8 Fahrten hat nur ein Mal die Bedienung im Bistrowagen und „Wägelimaa“ geklappt. Sonst war entweder beides nicht vorhanden oder das eine oder andere. Freundlich war dabei gar niemand und die Getränke meist lauwarm, dabei hätte man Kühlung so nötig gehabt, denn die Klimaanlage hat auf allen Fahrten nie perfekt funktioniert. Also liebe Cisalpino-Passagiere, nehmt euer Futter sicherheitshalber besser selber mit – am besten in einer Kühlbox. Also wieder ein Problem, das man vielleicht noch irgendwie verkraften kann. Trauriger wird’s mit den Fahrzeiten. Auf den 8 Hin- und Rückfahrten musste ich zweimal in Mailand einen olympiareifen Spurt hinlegen, um den Anschluss nicht zu verpassen und einmal habe ich ihn ganz verpasst. Auf einer Rückfahrt wurden alle Passagiere am Bahnhof Arth Goldau von einem Gleisarbeiter im roten Arbeitsanzug aus dem Zug gescheucht „Sie müssen hier aussteigen, der Zug fährt nicht weiter!“ Das Zugteam war zu jenem Zeitpunkt verschwunden wie zur Zeit Gaddafi. Auf der diesjährigen Rückfahrt nun, stand in Mailand nicht einmal mehr ein Cisalpino sondern ein paar italienische Carrozze mit denen vermutlich schon Mussolini seine Soldaten transportiert hat. Aber immerhin kein Cisalpino! Dass der auf dem Billet aufgeführte Erstklasswagen Nr. 3 nicht vorhanden war gehörte natürlich dazu. Und wären die Passagiere im einzig vorhandenen Erstklasswagen Tiere gewesen, wäre der WWF wegen Tierquälerei eingeschritten – komplett überfüllt. Dass wir alle in Chiasso wieder umsteigen müssen, haben wir auch nur durch Zufall erfahren. Ok, man mag mich kleinlich schimpfen, dass ich all diese Details moniere, derart gehäuft und ohne jedes Anzeichen von Verbesserung in den letzten vier Jahren (die Situation hat sich nach meiner Erfahrung sogar verschlechtert) wird die Reise mit den Cisalpino von und nach Mailand einfach eine Zumutung. Wo meine Toleranz aber endgültig endet ist das hier: Es handelt sich um eine mit Klebeband reparierte Flickstelle der Verschalung beim Wagenfenster. Wenn für alle Passagiere sichtbare „Reparaturen“ schon so vorgenommen werden, wie sieht es dann wohl an den Punkten aus, die nicht so gut einsehbar sind. Der Cisalpino ist also nicht nur eine Belastung für die Nerven und eine Gefahr für die Gesundheit sondern auch einfach ein Sicherheitsrisiko. Liebe SBB – so nicht!
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Ehrgeiz gegen Vernunft (Do, 28 Jul 2011)
Irgendwie ist es schon merkwürdig, jedes Mal wenn ich für meine Feierabendrunde aufs Bike steige, sagt meine vernünftige, gelassene und mittlerweile schon etwas altersmilde Seite, dass ich es heute gemütlich nehmen werde. Es kommt nämlich überhaupt nicht drauf an, ob ich meine Hausrunde (von denen gibt es mehrere) ein paar Minuten schneller oder langsamer abfahre. Diese Gedanken halten auf den ersten paar Kilometern auch ganz schön an. Dann merke ich nämlich, dass Biken im Appenzellerland so oder so ziemlich anstrengend ist. Irgendwann aber macht sich plötzlich meine andere Seite bemerkbar. Es ist nicht der innere Schweinehund sondern vielmehr der innere Ehrgeizling. Eine Art Killerinstinkt macht sich bemerkbar, der Siegertyp ruft nach Befreiung. Ich habe bisher noch nicht herausgefunden wann genau das ist. Die Beine drehen wie ein Uhrwerk, die Lunge hat den letzten Rauchsündenfall vergessen, das Hirn schaltet von sinnlosem Grübeln auf Biken und nichts anderes. Es kann sein, dass genau in diesem Moment eine gehörige Ladung Endorphine freigesetzt werden. Es kann aber auch sein, dass mich einfach irgendein älterer Herr auf seiner Rostlaube überholt hat. Genau dann sagt ein Instinkt in mir: So nicht! Und ich drehe auf. Nicht dass ich den älteren Herrn einholen will, diesen Ehrgeiz habe ich nach ein paar schmerzlichen Erfahrungen schon vor Jahren begraben. (Hütet euch vor älteren Herren auf Bikes!) Nein, es ist sogar schlimmer, anstatt andere Biker will ich dann mich selber besiegen. Schneller sein als das letzte Mal auf derselben Strecke. Das geht jeweils auch eine ganze Weile recht gut. Ich schalte einen Gang hoch, die Trittfrequenz bleibt gleich und die Geschwindigkeit steigt. Mein neuer GARMIN edge 500 gibt mir darüber ganz genau Auskunft. Diese Euphorie hat ab und zu auch schon bis zum Ende der Fahrt angehalten, meistens aber kommt irgendwann auf der Strecke wieder die Vernunft die mich fragt: „Was machst du eigentlich hier? Du bist bald 60 und benimmst dich wie ein 30-jähriger! Wem willst du was beweisen?“ Das ist dann meistens der Moment wo die Fahrt zu Ende ist, auch wenn ich noch lange nicht am Ziel bin. Das Pulver ist verschossen, ich beginne auf dem Sattel hin und her zu rutschen und Stellen an meinem Körper beginnen zu schmerzen, von denen ich noch nicht einmal wusste, dass darin Nervenzellen vorhanden sind. Der Höhenflug ist fertig, Ikarus ist der Sonne zu nahe gekommen. Der Killer ist wieder das Weichei wie eh und je und dieses rollt gemütlich nach Hause (ein Vorteil, wenn man die Fahrt bergauf beginnt). Wobei, so ganz fertig ist der Höhenflug damit noch nicht. Zuhause wird erst einmal der GARMIN an den Computer angeschlossen, die Fahrt wird hochgeladen und mit den anderen verglichen. War die Fahrt schneller als das letzte Mal, schiesst nochmals eine Ladung Endorphin ins Gehirn, wenn nicht ist es auch nicht so schlimm, denn eine Zufriedenheit stellt sich nach jeder Bike-Runde ein, egal ob schnell oder langsam.
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Die Motivation des Bikers (Di, 07 Jun 2011)
Dieses Bild kennen wohl alle [Lauf]werkstatt Die Karotte als Motivation für den Esel, immer geradeaus zu laufen. Was aber ist die Motivation des Bikers immer wieder aufs Rad zu steigen? Bei den Profis dürfte die Sache wohl klar sein. Ein Sieg bei einem grossen Rennen und damit Ruhm, Ehre und ein gefüllter Geldbeutel sind wohl Motivation genug. Wobei sicher auch sie manchmal an sich zweifeln denn eine Karriere dauert ja nicht ewig. Die Motivation des ambitionierten Amateurs zu finden ist schon schwieriger. Daher verdient dieser auch meinen grössten Respekt. Er weiss, dass er kaum was verdient mit seinen Rennen, ja, oft noch Startgeld bezahlt. Aber er macht trotzdem mit, einfach um dabei zu sein und möglichst das Rennen unbeschadet durchzustehen. Das kann schon Motivation genug sein.Meine Motivation als „Gümmeler“ hingegen ist vielleicht etwas leichter zu finden. Es ist sicher einmal die Gesundheit (wenn ich das Biken denn nicht übertreibe). Ausserdem ist es ein einfach ein tolles Gefühl nach ein paar Trainingseinheiten mit gutem Gewissen beim Essen so richtig reinhauen zu können. Man bleibt trotzdem mehr oder weniger schlank und rank. Trotzdem aber muss ich mir meine Motivation manchmal erkämpfen oder ehrlich gesagt erkaufen. Natürlich gelänge dies am besten mit einem super Bike. Zum Beispiel so etwas. Leider übersteigt es die finanziellen Möglichkeiten und … seien wir realistisch, um ab und zu im Appenzellerland herumzukurven braucht es keine BMC-Rennmaschine. Also habe ich mich letzte Woche mit einem etwas bescheideneren Gadged motiviert, dem GARMIN Edge 500 Fahrradcomputer Nach langem Hin und Her ob es nicht doch der Edge 705 mit Kartenbildschirm oder gar der Edge 800 mit touch screen sein soll, kann ich sagen, der Edge 500 reicht vollend für mich aus. Das Gerät ist leicht zu verstehen und bedienen und ziemlich einfach zu montieren (wobei die Montage des Trittfrequenzsensors ein kleiner Bastel ist, aber wenn ich es kann, kann es jeder). Auch die erste kleine Fahrt mit dem Garmin hat mir gezeigt, dass das Gerät für meine Zwecke keine Wünsche offen lässt. Hier sind die gespeicherten Daten: GARMIN Connect Ich kann also ohne weiteres sagen: Der GARMIN Edge 500 ist meine Karotte, die mich motiviert ein paar Mal mehr auf das Bike zu steigen.
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Marktplatzumbau in St. Gallen eine Mogelpackung (Mi, 20 Apr 2011)
Obwohl die lokalen Medien in St. Gallen voll sind mit dem Thema Marktplatzumbau (zum Beispiel HIER) will ich auch noch kurz meinen Senf dazu geben denn jede NEIN-Stimme zählt! Der Marktplatzumbau in St. Gallen ist eine elende Mogelpackung! Es geht weder um einen schöneren Marktplatz noch um eine bessere Verkehrsführung sondern einzig und alleine um eine neue Parkgarage. Diese unterirdischen Löcher sind nämlich ein Riesengeschäft. Das St. Galler Zentrum ist mittlerweile schon fast unterhöhlt und eine weitere Parkgarage ist schlicht unnötig, da in den vorhandenen Garagen selbst zu Spitzenzeiten leere Parkplätze vorhanden sind (auch davon wurde schon in den Medien berichtet). Was mir aber nebst dem Widerwillen gegen neue Garagen am Herzen liegt ist die Calatrava-Halle am Bohl. (Copyright by earthmagnified) Diese soll einfach geopfert werden. Leute, Calatrava baut Architektur auf allerhöchstem Niveau! Zu sehen....und zu bestaunen zum Beispiel in Valencia. Wer das einmal gesehen hat zerstört nicht einfach ein Werk von ihm nur des schnöden Mammons willen. Also für die Abstimmung am 15. Mai 2011 gibt es für mich nur eins: Ein wuchtiges NEIN!
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Weckruf für die Bibliothek St. Gallen (Fr, 25 Mär 2011)
Natürlich ist es auch ein wenig Wahlkampf, wenn sich das Polit-Schwergewicht und Ständeratkandidat Paul Rechsteiner für eine St. Galler Volksbibliothek stark macht (Eine Volksinitiarive für eine Volksbibliothek). Auch bin ich nicht ganz sicher, ob eine Volksinitiative der richtige Weg ist, dass St. Gallen rasch aus dem Bibliotheksschlamassel heraus findet. Denn bekanntlich ist der Weg durch die politischen Instanzen nicht unbedingt kurz. Trotzdem freut mich Paul Rechsteiners Vorstoss und das nicht nur weil wir den selben Namen tragen. Es ist äusserst wichtig, die ganze Problematik immer wieder anzusprechen sonst besteht die Gefahr dass sie im Sand verläuft. Eine Art Politik der kleinen Nadelstiche. Die Kantonsregierung hat hinterrücks die Pläne für eine gemeinsame Bibliothek vom Tisch gewischt, begründet durch auf bürgerlichem Mist gewachsenem Sparwahn. Und es wäre den Verantwortlichen nun lieb, wenn einfach ein wenig Ruhe einkehren würde und in der Zwischenzeit das Geld üppig für Brücken, Strassen und Tunnels ausgegeben werden könnte. Aber nein, wir geben keine Ruhe! Wenn sich der eine oder andere Verantwortliche Kantons- oder Stadtpolitiker in die Vadiana oder die Freihandbibliothek bemühen würde, müsste auch er oder sie einsehen, dass dort unhaltbar beengende Zustände herrschen und dass die Angestellten ihr menschenmöglichstes tun, um trotz allem einigermassen geordnete Dienstleistungen zu bieten. Ausserdem wird heute doch "Benchmarking" so hoch gelobt. Wieso also nicht auch einmal einen Blick in eine andere Bibliothek werfen, zum Beispiel das Meidenhaus am See in Friedrichshafen? DAS ist eine Volksbibliothek! Zu so etwas muss doch auch die "Bücher-"Stadt St. Gallen in der Lage sein. Ich bin überzeugt, es fehlt weder am Geld noch am Platz sondern schlicht am Willen. Die neue Bibliothek St. Gallen lässt sich immer noch verwirklichen. Ob gemeinsam (Vadiana + Freihand) oder alleine (Freihand als reine Stadtbibliothek) sei dahingestellt. Wobei mir letztere Lösung lieber wäre, da die Chance, diese in vernünftiger Zeit zu verwirklichen ohne Kanton grösser wäre. Und wo? Nun, mit der Hauptpost kann ich mich auch in abgespeckter Version immer noch nicht anfreunden. Das Gebäude taugt als Bunker aber nicht als Bibliothek. Aber wenn schon Post, wieso denn nicht in dem Gebäude der Post Brühltor? Auf jeden Fall dürfen die Pläne für eine "Volks-"Bibliothek St. Gallen weder sanft entschlafen noch begraben werden. Wir wecken euch immer wieder auf!
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Bibliothek St. Gallen (Sa, 29 Jan 2011)
Was man zuerst gar nicht richtig für wahr hielt, scheint sich langsam in den Köpfen festzusetzen und findet auch seinen Platz in den Kommentaren der lokalen Medien. Die geplante „Grossbibliothek“ in St. Gallen ist sozusagen weg vom Fenster. Mit einem Federstrich von der Kantonsregierung gebodigt. Dem Sparen zum Opfer gefallen (wenn diese Übung denn überhaupt als Sparen bezeichnet werden kann). Hätte man im Mittelalter so gehandelt, hätten wir jetzt kein Weltkulturerbe in Form der Pfalz mit der Stiftsbibliothek. Nebenbei, mich würde interessieren, wie solche Entscheide in der Regierung vonstatten gehen. Wird über die Konsequenzen nachgedacht? Kommt vielleicht sogar auch etwas Bedauern auf? Ich wage zu zweifeln, denn wenn es nur um Zahlen geht, bleiben die Gefühle oft auf der Strecke. Und wo ist denn das Geld, welches plötzlich fehlt? Noch vor Kurzem hat man laut über Steuersenkungen nachgedacht und den Kanton als finanziellen Musterknaben bezeichnet. Aber zurück zur Bibliothek. Sowohl die Vadiana als auch die Freihandbibliothek platzen aus allen Nähten. Eine Lösung des Platzproblems tut Not und zwar dringend. Zu lange hat man die Suche nach Alternativen vor sich her geschoben denn Platzmangel herrscht schon seit Jahren in beiden Institutionen. Hochfliegend waren dann die Pläne, man sprach gar von der „Buchstadt“ St. Gallen. Dieses Buch-Kartenhaus ist nun zusammengefallen. Genug lamentiert! Jetzt muss in die Zukunft geschaut werden, wobei ein gewisser Groll der Kantonsregierung gegenüber bleibt. Die Grossbibliothek dürfte gestorben sein, also muss auf zwei Schienen weiter gefahren werden. Mit dem Kauf des Hauptpostgebäudes wurden ja schon gewisse Tatsachen geschaffen. (Übrigens kam mir das auch wie eine Nacht- und Nebelaktion vor.) Ich war und bin zwar ein bekennender Gegner der Hauptpost als Volksbibliothek. Das Gebäude ist abweisend und erinnert mehr an einen Bunker als an ein offenes Haus für weite Kreise der Bevölkerung. Eine Bibliothek braucht viel Licht und keine dicken Mauern mit vergitterten Fenstern, sie soll einladend sein. Als Standort für die Vadiana könnte man aber mit der Hauptpost leben. Sie würde aber ihr Schattendasein darin einfach weiter fristen, nur mit mehr Raum. Die Freihandbibliothek jedoch gehört ans Licht. Dort gehen Leute aller Altersklassen und Schichten ein und aus. Man soll gern hinein gehen und ebenso gern darin verweilen. Und sie gehört ins Zentrum, zu Fuss erreichbar denn auch Kinder sind ein grosses Kundensegment. In ihr sollen alle Arten von Medien, auch zukünftige, greifbar sein. Und nein, auch im Zeitalter von Multimedia, iPad und E-book stirbt die Bibliothek nicht. Das beweist, dass zum Beispiel die ETH in Lausanne soeben eine fantastische Bibliothek verwirklicht hat. Die Freihand muss aber auch Platz bieten für Begegnungen und Veranstaltungen. Eine moderne Bibliothek ist ein Multifunktionshaus. Aber wo wäre der Platz für so ein Haus? Meiner Meinung nach nur an einem neuen Standort. St. Katharinen ist zwar ein sehr schönes Gebäude aber es ist ein Kloster, keine Bibliothek. Eine moderne Bibliothek sollte als solche gebaut werden. Wo das aber sein könnte weiss ich im Moment auch nicht. Ich muss es aber auch nicht wissen denn dafür sind andere Stellen in der Stadtregierung und der Bibliotheksverwaltung zuständig. Ich muss dann einfach meinen Beitrag in Form von Steuern und dem Mitgliederbeitrag leisten. Den Planern der neuen Freihand- (besser wäre Stadtbibliothek) kann ich nur sagen, vergesst vorderhand den Kanton. Ihm scheinen zurzeit Strassenbauprojekte wichtiger zu sein als Volksbildung. Plant und verwirklich alleine eine grosszügige, einladende Stadtbibliothek und vor allem, plant zügig. Die Zeit drängt. Der Bestand der Freihandbibliothek wächst schnell und mit ihm die Besucherzahlen. Beides beweist, dass St. Gallen vielleicht nicht gerade eine „Buchstadt“ sein will aber zumindest eine Stadt in der gerne und viel gelesen wird. Breaking news! Die Ereignisse zur Bibliotheksproblematik in St. Gallen überschlagen sich ja geradezu. In der neuesten Ausgabe des Tagblatts werden mögliche Standorte zur Freihandbibliothek aufgelistet. Das ist an sich begrüssenswert. Wenn aber die Auflistung praktisch nur aus Alternativen besteht, welche im selben Artikel als nicht machbar bezeichnet werden, lässt sie doch sehr zu wünschen übrig. Aber zumindest hat man die Hausaufgaben durchgelesen. Und ein Standort, das Dreieck zwischen Bushaltestelle und St. Leonhardstrasse beim VBSG-Würfel, scheint mir doch sehr vielversprechend für einen Neubau.
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Silvesterkläuse (So, 02 Jan 2011)
Der berühmteste Ort für Silvesterkläuse ist wohl Urnäsch im Appenzeller Hinterland. Dort treiben sich die wilden Gesellen am 13. Januar auf den Strassen und Höfen herum. Der Grund für dieses Datum ist der Julianische Kalender. Die reformierten Hinterländer konnten sich offenbar einfach nicht für das "neumödige, katholische Zeugs" von Papst Gregor XIII erwärmen. So sind sie eben, die Appenzeller. Was für die ganze Welt gilt, also der Gregorianische Kalender, muss für sie noch lange nicht gelten. In einigen Dörfern im Appenzeller Mittelland aber machen die Gestalten schon am 31.12., also am Silvester die Strassen unsicher und zum Teil auch für den Verkehr unpassierbar. So wie zum Beispiel in Teufen wo dann über die Mittagszeit der Dorfkern gesperrt ist. Ich kann diese Orte sehr empfehlen, denn anders als in Urnäsch sind sie am Silvesterklausen nicht mit Touristen überlaufen. Nach meinen Kenntnissen gibt es übrigens drei Arten von Silvesterkläusen: die "Wüeschtä" die "Schöwüeschtä" die "Schönä"
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Das Gleichnis von Hansli, Fritzli und Seppli (Di, 07 Dez 2010)
Der Hansli hört in der Schule wie der Fritzli zum Seppli flüstert: "Unsere Lehrerin hat einen dicken Hintern." Daraufhin steht der Hansli auf und sagt: "Frau Lehrerin, der Seppli hat zum Fritzli gesagt sie hätten einen dicken Hintern." Die Lehrerin wird bleich und schickt den Hansli vor die Türe während der Fritzli zwar etwas errötet aber trotzdem hämisch grinst, da er ungeschoren davon kommt. Irgendwie ungerecht dem Hansli gegenüber, oder? Die Fortsetzung der Geschichte kann im Internet unter dem Thema "Wikileaks" weiter verfolgt werden.
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Bob Marley wirkt besser als Ritalin (Mi, 24 Nov 2010)
Hier ist der Beweis:
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"Reduce to the max" oder Deckel weg (Mi, 17 Nov 2010)
Kürzlich hat mein Computer beim ergo_bike Training mit ErgoPlanet zwei Mal hintereinander den Geist aufgegeben. Nein, er war natürlich nicht kaputt aber von einem Moment zum anderen ging nichts mehr. Bild eingefroren, Ton weg, Tastatur weg, Maus weg! Da hilft dann jeweils nur der RESET-Knopf, die OFF-Taste oder der Wurf des PCs aus dem Fenster. An eine Fortsetzung des Trainings ist dann auch nicht mehr zu denken, denn der Ärger über die Maschine bringt mich jeweils aus dem Tritt. Über die Ursache des Blackouts bin ich mir bis heute im Unklaren. Es kann ja sein, dass der Computer wirklich lebt und mich vor allzu grosser Anstrengung bewahren will. Zum Glück gibt es für solche Fälle das ergo_bike-Forum. Irgendein Ergonaut hat sicher schon Ähnliches erlebt oder zumindest eine gute Idee. Und sie kam auch, die Rettung. Von Thilo "schnelltreter" und "bogy66". Thilo ist übrigens das Genie, welches ErgoPlanet programmiert hat und dafür verantwortlich ist, dass etwa 150 „Verrückte“ aus ganz Europa ihre Hintern am liebsten nicht mehr vom ErgoBike heben wollen. Thilo schrieb in etwa: Öffne die Abdeckung des Computers! Wie bitte? Kann das Leben so einfach sein? Wenn der Computer zickt ziehe ihn aus, vielleicht hat er einfach zu heiss. Also, „reduce to the max“. Gesagt, getan und … es klappt! Ich habe mir inzwischen bei der ergo_bike-Trophy beinahe die Lunge aus dem Leib gehaucht, bin eine Teil von Mailand-San Remo auf RoadMovie und Key West auf ErgoPlanet sogar mit Google-Streeview gefahren. Und der PC funktioniert wie eine Schweizer Präzisionsuhr. Gefreute Sache! Mein Fazit: Bei Problemen einfach zuerst nach der allereinfachsten Lösung suchen wie z.B. Deckel weg, bevor man beginnt das Hirn zu zermartern oder gar Bedienungsanleitungen zu wälzen.
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Umbau Migros-Restaurant, Kapitel 2 (Mo, 08 Nov 2010)
Heureka! Migros hat auf meinen Brief geantwortet! Na, lieber spät als gar nicht. Die genaue Antwort will ich hier jetzt nicht weitergeben aber irgendwie kam sie mir wie ein Textbaustein vor. "...wir haben verschiedene Varianten geprüft und die beste verwirklicht..." Das hätte ich wahrscheinlich auch gesagt....wenn ich ein kleines Phantasiedefizit gehabt hätte. Da ich das aber fast nie habe, hätte ich dem langjährigen aber etwas unzufriedenen Kunden ein kleines Präsent gemacht (Einkaufsgutschein, Schöggeli, Betriebsbesichtigung, Kaderstelle in der Reklamationsabteilung.....) Egal was es ist, er könnte dann nicht mehr so ganz unzufrieden sein. Hätte, wäre, würde..... Liebe Migros, Chance mehr oder weniger verpasst! In jedem Sinne.
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Umbau Migros-Restaurant La Terrasse Bahnhof St. Gallen (Fr, 05 Nov 2010)
Am 20.10.2010 habe ich an m-infoline@migros.ch folgenden Brief geschrieben. Bis jetzt blieb er unbeantwortet. Mega-fail, liebe Migros!! Sehr geehrte Damen und Herren Als langjähriger Kunde des Restaurants der Migros-Klubschule St. Gallen (vor über zwanzig Jahren noch am Oberen Graben) denke ich, dass es mir zusteht, den kürzlich erfolgten Umbau des Restaurants La Terrasse im Bahnhof St. Gallen zu kommentieren. Um es gleich vorweg zu nehmen, der Umbau ist nicht in allen Teilen gelungen. Aber gehen wir den Weg eines fiktiven Mittagessen-Kunden. Die Tablett- und Besteckgestelle sowie die Getränkeausgaben sind gut platziert und übersichtlich. Ebenso die Vitrinen für das Dessert und die Kaffeemaschinen (übrigens erfreulich moderne und verständliche Geräte mit einer Kaffee-Qualität wie eh und je....ich überlasse die Beurteilung anderen Leuten. Die Essensausgaben jedoch sind zu nahe beieinander liegende Einbahnstrassen! Man steht zuerst in Schlange und tritt nachher mit dem vollen Tablett mit grosser Wahrscheinlichkeit beim Umdrehen jemandem auf die Füsse. Schlechter Personenfluss! Nun aber trifft man auf das grösste Ärgernis: Die Kassen. Es ist mir völlig unverständlich wieso diese aufs Geratewohl platziert mitten im Versorgungsteil liegen. Der Personenfluss ist völlig gestört! Man läuft nach dem Bezahlen gegen den Fluss der ankommenden Gäste (und auch denjenigen, welche die Kasse zuerst suchen müssen). Ausserdem sind die Ecken beim Tablettvorschub eine Fehlplanung, dies besonders im Zusammenhang mit den zu wenig tiefen Tablettvorschubstangen (diese sollten mindestens gleich tief sein wie die Tabletts). Heruntergefallene Tabletts, Teller und Gläser – also eine Sauerei – kann ich Ihnen garantieren. Eine planerischer Super-GAU! Der Vorschub darf keine Ecken haben und die Kassen müssen so gerichtet sein, dass die „abgefertigten“ Kunden aus diesem Bereich weg sind. Hier war der Ablauf vor dem Umbau zwar auch nicht perfekt aber um einiges besser! Dass man es ausserdem nicht geschafft hat, die elenden Waagen und Kumulusscanner auszuwechseln verstehe ich nicht. Auch weiterhin müssen die armen Kassiererinnen die Teller auf der Waage hin und her schieben bis das Gewicht angegeben wird. Dieser Zustand ist unhaltbar weil UNHYGIENISCH! (Niemand ausser dem Koch und mir sollten meinen Teller berühren!!) Die Kassiererinnen arbeiten mit Geld und die Kunden wedeln mit den Kumuluskarten auf der Waageplatte. Es wundert mich, dass dies vom Gesundheitsamt zugelassen ist und ich habe auch vor ein paar Jahren schon bei der Migros Gossau auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Mit einer unbefriedigenden Antwort. Nebenbei sind weiterhin auch noch die völlig unpraktischen Espresso-Tassen in Gebrauch. Der Schwerpunkt bei den Dingern ist viel zu hoch. Sie kommen daher wie „Models in High Heels“ jederzeit bereit umzufallen, besonders in gefülltem Zustand. Weg damit! Design muss nicht zwingend unpraktisch sein. Weiter: Wieso die Kuschelecken (auch Lounges genannt) im Kassenbereich liegen müssen ist mir ein Rätsel. Essensgäste müssen zu weit zu den normalen Sitzplätzen laufen, dies auch noch in einer Art Zick-Zack, die Speisen kühlen ab auf dem Weg. Wir wollen am Mittag rasch und vor allem warm essen und nicht kuscheln oder ein Lauftraining absolvieren! Das neue Mobiliar ist annehmbar aber die Stühle sind auf dem Holz-Boden ziemlich laut. Fazit: Der Umbau des Restaurants La Terrasse wurde offensichtlich von einem Architekten geplant, der nicht jeden Mittag dort essen geht. Es scheint mir, dass die Essensgäste in den Hintergrund gerückt sind und man vermehrt auf Klubschüler baut, welche sich Nachmittage lang bei einer Cola in den Lounges räkeln. Schade! Es tut mir Leid, dass ich den Umbau nicht besser beurteilen kann, aber Kritik ist ja auch eine Motivation zu lernen und zu ändern. Mit freundlichen Grüssen Peter Rechsteiner
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SBB stellt Essensservice in der Ersten Klasse ein - wie bitte? (So, 31 Okt 2010)
Gemäss den gestrigen Nachrichten stellt die SBB den Essensservice in der Ersten Klasse auf der Gotthardstrecke wieder ein. Wie war das? Ich bin in den letzten zwei Jahren vier Mal in der Ersten Klasse über den Gotthard gefahren (ok, im Cisalpino?!?) und das einzige Menu das mir serviert wurde bestand aus folgenden Gängen: 4x Verspätung 1x Anschluss in Mailand verpasst 2x Geschlossene Toiletten 1x Überhitzter Wagen 1x Speisewagen mit verschwundener Bedienung 2x Falsche Sitzplatzreservationen und als Dessert auf der letzten Heimfahrt Nach einstündiger Verspätung kommt kurz vor Arth Goldau ein SBB-Mechaniker im orangen Anzug der uns aus dem Zug befiehlt, da dieser in Arth Goldau ende. Vom üblichen Zugespersonal war nichts mehr zu sehen. Ich nehme an, die waren beim Abwasch der Teller des Menus, welches ich nie gesehen habe. Naja, man kann auch Werbung machen eine Dienstleistung, die in Realität gar nie richtig existierte. Etwas Gutes hat die Meldung aber. Ich hoffe, das Zugspersonal, welches an sich zu bedauern ist, wenn es die Grundlagen für einen effizienten Service nicht erhält, kann sich dadurch wieder mehr auf die Kernaufgabe konzentrieren, nämlich Personen von A nach B zu transportieren und nicht darauf, ob die Schnitzel-Pommes, wenn es sie dann gab, auch richtig gekocht sind.
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Winterpokal 2010/2011 (Fr, 29 Okt 2010)
Alle Jahre wieder! Am 1.11.2010 gehts los, zum dritten Mal WINTERPOKAL. winterpokal Das heisst: Sofort nach der Arbeit nach Hause stürmen, Tricot über, Polar-Brustgurt angeschnallt (so unbequem muss ein BH sein?), Wasserflaschen gefüllt, Compi an, ergo_bike an, DAUM-Seite aufstarten, wenn kein gutes Rennen läuft ErgoPlanet aufstarten, Fahrt suchen (viel Kilometer und wenig Höhenmeter oder umgekehrt oder beides?), Windows-Mediacenter mit Rolling Stones füttern und dann treten...treten...treten...schwitzen...stöhnen...treten...fluchen...schwitzen... hinterfragen...treten...saufen...treten...tausend Tode sterben... Ist die Fahrt endlich zu Ende geht der Stress aber weiter: Speichern der Daten in der Trainingsverwaltung und im Trainingstagebuch, vergleichen, unzufrieden den Kopf schütteln, Tastatur von den Schweisstropfen reinigen, duschen, dehnen, Beine hoch, chillen! Eigentlich ein Riesenstress wegen etwas Fitness, einem Paar strammen Wädlis und einem knackigen Hintern. Aber...und hier kommt ein ganz grosses ABER, wenn ich einmal nicht trainiere, dann meldet sich sofort einer in meinem Inneren. Monsieur le salaud intérieur. "Du Weichei, Flasche, Pumpe...." sein Vorwurfsrepertoir ist schier unendlich. Und das ist dann noch ein viel grösserer Stress. Also, am 1.11.2010 gehts los und ab dem 28.3.2011 bin ich dann wieder normal mit der Gewissheit, den Winter über viel Spass gehabt zu haben.
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Atomic Tom LIVE on NYC subway (Sa, 16 Okt 2010)
Und gleich noch eine Session. Da schlägt das Herz des IPhone-Besitzers höher. In den SBB würden die vier Herren jedoch sicher einige böse Blicke kassieren.
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Safety Instructions (Sa, 02 Okt 2010)
Es geht doch! Die safety instructions in Flugzeugen müssen nicht unbedingt todernst sein wie das Beispiel von Cebu Pacific zeigt.
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Fass ohne Boden (Fr, 27 Aug 2010)
Wenn ein St. Galler ausgerechnet heute von einem "Fass ohne Boden" schreibt dann ist schnell klar um was es geht, den Fussballclub St. Gallen FCSG. Die Stadt St. Gallen soll nämlich 2 und der Kanton 4 Millionen Franken in diesen Verein einschiessen. Oder müsste man besser sagen "in den Rachen werfen" oder "in den A... stopfen" oder "verlochen". Ich überlasse die Wortwahl der Fantasie der Leserschaft. Ich selber bin darob aber überhaupt nicht erfreut! "I am not amused!" In den letzten 20 Jahren, etwa so lange wohne ich hier, hat der FCSG doch schon etliche Male um Geld gebettelt, umgeschuldet und gejammert. Finanznot als Dauerzustand. Jede normale Firma die so wirtschaftet würde man schlichtwegs fallen lassen! Es sei denn es handelt sich dabei um eine Grossbank, aber das ist eine andere Geschichte. In diesen Jahren wurde aber auch noch eine überdimensionierte Arena hingeklotzt (auf geschenktem Boden, wohlgemerkt) und Spieler, Trainier und ein paar Offizielle haben sich dabei ein ziemlich goldenes Näschen verdient. In dieser Saison mit Resultaten übrigens unter allem Hund. Eine weitere andere Geschichte. Auf der anderen Seite mangelt es der Stadt St. Gallen schon seit Jahren an Turnhallen. Zur Zeit müssen die Gewerbeschüler für den Turnunterricht sogar mit Bussen durch die halbe Stadt gekarrt werden, da ja bei ihrer Turnhalle die Decke eingestürzt ist. Schon wieder eine andere Geschichte. Es scheint mir irgendwie eine Art Tendenz in unserer Stadt zu sein, für ein paar wenige "Randsportarten" wie Fussball und Pferdesport Millionen locker zu machen, während der Breitensport völlig vergessen geht. Ähnlich läuft es übrigens auch im kulturellen Bereich ab. Ich erinnere an die Lokremise wo Millionen hineingebuttert werden während eine, der Buchstadt würdige, Grossbibliothek immer noch ihrer Verwirklichung harrt. Und noch eine andere Geschichte. Es gibt also einige "Geschichten" in St. Gallen, einige Baustellen, einige Ungereimtheiten. Zurück zum FCSG kann ich nur sagen: "It's not too big to fail! Let it fall!"
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Hausrunde (Mi, 11 Aug 2010)
Also wenn die Aufzeichnung meiner Hausrunde schon so gut klappt muss ich sie natürlich auch hier veröffentlichen. Sie führt von St. Gallen Richtung Rehetobel, nach der Speicherschwendi wird rechts abgebogen Richtung Speicher. Es gibt übrigens noch vorher eine Abzweigung aber diese Strecke dürfte zwischendurch so um die 15% Steigung aufweisen. Auskotzen ist ja gut, aber Herzinfarkt schlecht. Über Speicher gelangt man zum Vögelinsegg (meine Zeit bis dorthin lag heute mit 40Min nur gerade 1Min unter meinem Rekord!) Vom Vögelinsegg gehts dann praktisch nur bergab bis nach St. Gallen. Auffällig heute: Viel mehr Verkehr nach den Ferien und die Appenzeller Bauern haben so ziemlich den ganzen Kanton zugegüllt (Bschötti) weil sie für Morgen Regen erwarten. LANDLUFT halt! Daten: Distanz: 16.06 km Dauer: 52,16 Min. Geschwindigkeit: 18,44 kmh Steigung: 426 M
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RunKeeper (Mo, 09 Aug 2010)
Auf einen indirekten Tipp von NFF (danke übrigens!) hin, habe ich mir das Programm RunKeeper aufs IPhone geladen. Wie meistens bei neuen Programmen vertippt man sich beim ersten mal und so ist meine Fahrt vom letzten Samstag nur teilweise aufgezeichnet. Sie ging von St. Gallen über Goldach an den Flughafen Altenrhein (zu Ehren des Tippgebers NFF). Ab da stimmt die Aufzeichnung und kann auf der nachstehenden Karte eingesehen werden. Hier noch ein paar von RunKeeper aufgezeichnete Daten zur Fahrt: Distanz: 41.64 km Dauer: 2:30 Std. Geschwindigkeit: 16,64 kmh Steigung: 1008 M RunKeeper scheint mir eine günstige Alternative zu einem Biker-Navi. In meinem Kopf aber schwirrt immer mehr ein Garmin-Gerät herum (zum Beispiel das Edge500, falls es mir jemand sponsoren will). Vermutlich aber erst auf die nächste Saison denn ich wohne ja in der Ostschweiz und da endet die Outdoorsaison meist schon so im September.
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Terabyte (Mi, 28 Apr 2010)
Ich bin heute zum ersten Mal mit dem Begriff „Terabyte“ konfrontiert worden. Es ging darum, eine externe Festplatte fürs Büro zu kaufen. Ich habe mich dann zwar für eine mit 500 Gigabyte entschieden aber das Ganze hat mich doch etwas nachdenklich gemacht. Mein erster Computer hatte einen Speicher mit 38 Kilobyte, es war, soviel ich mich erinnere, ein Epson HX20. Das war vor ca. 28 Jahren. Nun also bin ich im Terabyte-Bereich angelangt und arbeite immer noch mit Computern. Ist das eigentlich ein Fortschritt? Übringens, nein, ich will mir gar nicht vorstellen wie viel Byte ein Terabyte sind, ich glaube es übersteigt schlicht meine Denkfähigkeit. Ich frage mich aber, wie viele Bytes mir im Leben noch begegnen werden, bis ich nicht mehr in der Lage bin mit einem Computer zu arbeiten. Midlife crisis oder einfach Realismus? Nur so nebenbei, ich habe ca. 80 Gigabyte auf die neue externe Festplatte gespeichert, das dauerte etwa vier Stunden. Und die Festplatte selber ist nur etwas grösser als mein IPhone. Vor 28 Jahren hatten wir noch Telefone mit Wählscheiben und für die Datenübertragung den Telex … aber das ist eine andere Geschichte. Tatsache ist aber – ich werde alt!
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