Die ICE-T-Züge der DB müssen noch häufiger in die Werkstatt

Der Deutschen Bahn bereitet die regelmässige Untersuchung ihrer ICE-Züge schon jetzt Probleme. Künftig sollen die Schnellzüge mit Neigetechnik noch häufiger überprüft werden - das Eisenbahn-Bundesamt hat bisher vier Risse an Radsatzwellen festgestellt.

Eine  besonders beanspruchte Variante der Züge, die eigentlich zwischen Stuttgart 

und Zürich auf der Strecke Gäubahn unterwegs ist, soll sogar alle 14.000 Kilometer statt  bisher  alle  20.000  Kilometer getestet werden. Auf der Route werden bereits herkömmliche  Intercity-Waggons  der  Schweizerischen Bundesbahnen eingesetzt.                                                                                                           Foto: Marcel Manhart

 

Die ICE-Züge mit Neigetechnik der Deutschen Bahn müssen künftig noch öfter in die Werkstatt als bisher. Weil in den vergangenen eineinhalb Jahren vier Risse an Radsatzwellen entdeckt wurden, wies das Eisenbahn-Bundesamt das Unternehmen an, die Räder der Züge künftig alle 21.000 Kilometer statt alle 30.000 Kilometer mit Ultraschall auf Mängel zu untersuchen. Die Züge, die eigentlich zwischen Stuttgart und Zürich unterwegs sind, müssen sogar alle 14.000 Kilometer statt bisher alle 20.000 Kilometer getestet werden.

"Derartige Rissbildungen stellen, sofern sie nicht rechtzeitig erkannt werden, eine erhebliche Sicherheitsgefahr dar. Ein Bruch der betroffenen Radsatzwelle kann nicht ausgeschlossen werden", sagte der Sprecher der Behörde, Ralph Fischer, am Mittwoch der Nachrichtenagentur DAPD. Er bestätigte damit einen Bericht des Hessischen Rundfunks.

Die Deutsche Bahn geht nach eigenen Angaben davon aus, dass es trotz der häufigeren Werkstattbesuche keine unmittelbaren Einschränkungen für Fahrgäste geben wird. Man sei bemüht, Fahrzeugengpässe weitestgehend zu vermeiden, erklärte das Unternehmen. Allerdings müssten die Züge nun etwa alle zwei statt wie zuletzt alle drei Wochen in die Werkstatt.

Die Bahn hat von den ICE-Zügen mit Neigetechnik etwa 70 Modelle. Sie sollen Fahrzeiten auf kurvenreichen Strecken verkürzen, sind aber im Vergleich zu herkömmlichen Zügen störungsanfälliger. Ursprünglich war geplant, die Achsen nur alle 240.000 Kilometer und damit etwa zweimal im Jahr zu überprüfen.

ICE-T-Züge sind derzeit vor allem auf den Verbindungen Berlin-Leipzig-München, Dortmund-Frankfurt-Nürnberg-Passau-Wien und Frankfurt-Leipzig-Dresden im Einsatz.

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