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07

Mai

2010

ÖBB: Kein Pardon mehr für Schwarzfahrer

"Ein einstelliger Millionenbetrag" geht laut ÖBB dem Unternehmen pro Jahr durch Schwarzfahrer verloren. Mit mehr Kontrollteams und Polizeiverstärkung gegen Fahrgäste ohne Tickets soll nun eine Aktion gegen Schwarzfahrer starten: aus "Fairness" gegenüber zahlenden Kunden und für die Sicherheit der Mitarbeiter, die immer wieder mit Fahrgästen über fehlende Fahrscheine in Streit geraten. In Paris haben notorische Schwarzfahrer mittlerweile eine Alternative gefunden.

 

Bericht news.ORF.at 

Mit Schwarzfahrern zeigen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nun kein Nachsehen mehr. Pro Jahr entgeht dem Unternehmen laut ÖBB-Sprecher Thomas Berger dadurch "ein hoher einstelliger Millionenbetrag". Unter dem Titel "Aktion Fairness" werden nun verstärkt Fahrkartenkontrollen durchgeführt. Das wird als "Bringschuld gegenüber Mitarbeitern und zahlenden Kunden" gesehen.

 

Mehr Polizei
In Zügen und Bahnhöfen werden Kontrollteams mehr Schwerpunktaktionen durchführen. Auch die Polizeipräsenz soll verstärkt werden, wie "Die Presse" berichtete. Reisende ohne gültigen Fahrausweis müssen sofort 65 Euro zahlen. Bei nachträglicher Bezahlung mit Erlagschein liegt die Strafe bei 95 Euro, hieß es vonseiten der ÖBB.

 

Zugsbegleiter verprügelt
Die Aktion gegen Schwarzfahrer soll nicht nur fehlende Einnahmen eintreiben. Auch die Sicherheit ist ein Thema. Immer wieder kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen und Beschimpfungen zwischen Schwarzfahrern und Zugsbegleitern.

Erstere seien eine vergleichsweise kleine Gruppe, die aber nach Angaben der ÖBB für 70 Prozent aller tätlichen Angriffe auf Zugsbegleiter verantwortlich sei. Laut Berger gab es im vergangenen Jahr 76 derartige Angriffe.

 

Erst vergangene Woche wurde ein ÖBB-Mitarbeiter von einem Fahrgast verprügelt. Der Zugsbegleiter drängte den Schwarzfahrer, ein Ticket zu kaufen oder bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. Der Mann kaufte sich zwar nach Aufforderung der verständigten Polizei ein Ticket, beschimpfte und verprügelte aber nach dem Abgang der Polizisten den ÖBB-Mitarbeiter.

 

"Versicherung" gegen Schwarzfahren
In Paris haben Schwarzfahrer mittlerweile eine Alternative gefunden, mit teuren Strafen umzugehen. In eine Gruppenkasse werden monatlich zwischen fünf und sieben Euro investiert. Aus dieser werden dann die Strafzettel aller Mitglieder bezahlt. Wer im Pariser Nahverkehr kein Ticket hat, muss 50 Euro Strafe zahlen.

Wie die Zeitung "Le Parisien" berichtete, gebe es derzeit ein Dutzend dieser Schwarzfahrervereine. Damit entgingen den Verkehrsbetrieben rund 80 Millionen Euro pro Jahr.

 

Durchschnittlich 2.000 Schwarzfahrer im Jahr

Bericht ORF-Vorarlberg

 

Die ÖBB starten bundesweit die "Aktion Fairness". Ziel ist es, die Zahl der Schwarzfahrer zu verringern. In Vorarlberg sind im vergangenen Jahr 2.000 Zugfahrer ohne Ticket erwischt worden. Diese Zahl ist seit Jahren annähernd gleich.

Seit längerem Kontrollen in Vorarlberg
"Ein einstelliger Millionenbetrag" geht laut ÖBB dem Unternehmen pro Jahr durch Schwarzfahrer verloren. Mit mehr Kontrollteams und Polizeiverstärkung gegen Fahrgäste ohne Tickets soll nun eine Aktion gegen Schwarzfahrer starten.

In Vorarlberg sind bereits seit längerer Zeit verstärkt Kontrollteams unterwegs. Im vergangenen Jahr wurden 2.000 Schwarzfahrer erwischt. Damit würden sich die Kontrollen rentieren, so ÖBB-Sprecher Gerhard Mayer. Allerdings sei die Zahl seit Jahren annähernd stabil.

Den klassischen Schwarzfahrer gibt es laut Mayer nicht. Das Phänomen ziehe sich durch alle Alters- und Bildungsschichten.

Security-Personal und Polizisten in Zivil
Im vergangenen Jahr gab es in Österreich 76 tätliche Angriffe gegen Zugbegleiter. In Vorarlberg waren es drei Attacken. Mayer betont, dass Security-Personal und Polizisten in Zivil, die auf Problemstrecken mitfahren, positive Wirkung zeigen.

Positiv wirke sich auch das Alkoholverbot in den Zügen aus, so Mayer. In den Zügen sei es am Abend und an den Wochenenden dadurch wesentlich ruhiger geworden.

 

 

Aktion scharf gegen Schwarzfahrer

Bericht Tiroler Nachrichten -  tt.com 

 

Die ÖBB führen ab sofort verstärkte Ticket-Kontrollen durch. „Ein hoher einstelliger Millionenbetrag“ geht der Bahn durch Schwarzfahrer durch die Lappen. 

Die ÖBB führen unter dem Titel „Aktion Fairness“ nun verstärkte Kontrollen der Fahrkarten durch. Durch Schwarzfahrer entgeht den Bundesbahnen pro Jahr „ein hoher einstelliger Millionenbetrag“ an Einnahmen, wie ÖBB-Sprecher Thomas Berger sagte.

 

Kontrollteams werden ab sofort in allen Zügen und Bahnhöfen der ÖBB Schwerpunktaktionen durchführen. Die Gebühr für Reisende ohne gültigen Fahrausweis beträgt 65 Euro bei sofortiger, 95 Euro bei nachträglicher Bezahlung mit Erlagschein, erläuterten die Bundesbahnen am Dienstag in einer Aussendung.

„Auch in Sachen Sicherheit fallen Schwarzfahrer unangenehm auf. Sie sind jene vergleichsweise kleine Gruppe, die immerhin für 70 Prozent aller tätlichen Angriffe auf Zugbegleiter verantwortlich sind“, hieß es in der Aussendung. Laut Berger gab es im vergangenen Jahr 76 derartige Angriffe.

 

 

Schwarzfahrer: ÖBB starten Aktion scharf
Bericht: wienweb.at

 

Gratisblitzer in der Schnellbahn sollten auf der Hut sein: Die ÖBB starten nun auch in Wien verstärkte Fahrkartenkontrollen. Vor allem die stark genutzte S-Bahn-Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Meidling sowie die S45 nehmen die "Schwarzkappler" der ÖBB ins Visier.

Wer ohne gültigen Fahrausweis erwischt wird, muss an Ort und Stelle mit einer Strafgebühr von 65 Euro rechnen. Wird das Strafticket mit Erlagschein bezahlt, wird der "Spass" gleich noch einmal um 30 Euro teurer. 

Im ersten Quartal 2010 wurden allein in der Ostregion tausende Schwarzfahrer ertappt, begründen die ÖBB ihre neue "Aktion scharf". Österreichweit geht der Bahn jährlich ein einstelliger Millionenbetrag durch Schwarzfahrer verloren.

 

 

Gegen Schwarzfahrer: ÖBB starten Aktion Fairness

Bericht heute.at

 

Die Bundesbahnen rücken Schwarzfahrern zuleibe. Im Rahmen der "Aktion Fairness" werden ab sofort in Nahverkehrszügen verstärkte Kontrollen durchgeführt. 65 bzw. 95 Euro beträgt die Strafe für all jene, die in der Schnellbahn ohne gültigen Fahrausweis erwischt werden.

 

„Wer nicht zahlt, zahlt drauf!“, lautet das offizielle Motto der neuen ÖBB-Initiative gegen Schwarzfahrer. Deshalb werden jetzt Kontrollteams in ganz Österreich in allen Zügen und Bahnhöfen Schwerpunktaktionen durchführen. Wer kein gültiges Ticket vorzuweisen hat,muss sofort 65 Euro Strafe zahlen– oder sogar 95 Euro bei einer späteren Bezahlung per Erlagschein!

Ein hoher einstelliger Millionenbetrag entgeht den ÖBB nach eigenen Angaben jedes Jahr wegen der Ticketsünder. Dagegen soll nun die "Aktion Fairness" helfen. In Wirklichkeit laufen die Zug-Razzien unter der Parole „Das Geld liegt auf der Straße“, denn bei Schulden von mehr als 17 Milliarden Euro hat die Bahn die „blinden Passagiere“ als neue Geldquelle entdeckt. „Die ÖBB müssen wirtschaftlich denken und handeln.Es geht immerhin um einen einstelligen Millionenbetrag“, gibt Sprecher Thomas Berger zu.

Und tatsächlich sollen mit den Aktionen mehr als fünf Millionen Euro eingenommen werden, die natürlich nur „in mehr Kundenservice und in die Modernisierung der Zugflotte“ fließen. Aber auch die Konkurrenz rüstet auf:Nach dem Vorbild Paris haben sich in Wien und Graz Schwarzfahrer zusammengeschlossen – die Beiträge in eine Gemeinschaftskassa einbezahlen und damit ihre Strafen begleichen.

Sicherheitsrisiko
Von den Kontrollen betroffen seien jene Strecken, bei denen Selbstbedienung herrsche, sagt ÖBB-Sprecher Thomas Berger auf Heute.at-Anfrage. In Fernverkehrszügen könne man Tickets nach wie vor beim Schaffner kaufen.

Die Fahrkarten-Verweigerer sind laut ÖBB-Aussendung nicht nur schlecht für die Einnahmen, sondern auch für die Sicherheit. 76 Übergriffe auf Zugbegleiter gab es im Vorjahr, 70 Prozent davon gingen auf das Konto von Ticketsündern.

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