Wien Hetzendorf kämpft um Lärmschutz an ÖBB-Gleisen

In weitgehend unbesiedelten Gebieten wie Süßenbrunn, Albern oder zwischen dem Donaukai-Bahnhof und Kaiserebersdorf wachsen entlang der Bahngleise Lärmschutzwände in die Höhe, aber in Hetzendorf, wo die Südbahn durchbraust, gibt es keine. Seit 20 Jahren werden die Bewohner mit leeren Versprechungen vertröstet.

 

von Erich Vorrath - Kronen Zeitung 

Die Südbahn-Strecke in Wien Hetzendorf                                       Foto: Marcel Manhart

 

Der  Meidlinger  Stadtteil  Wien Hetzendorf  ist  ein  Wohnviertel,  aber  er  wird  von  zwei Hochleistungsstrecken der ÖBB durchquert, einerseits von der Südbahn und dann von der Verbindungsbahn, die bald durch den Lainzer Tunnel entlastet werden soll.


Anträge verhallten ergebnislos
Was die Bürger von Hetzendorf besonders ärgert: Von der Favoritner Bezirksgrenze bis Meidling und dann wieder im Liesinger Abschnitt ist die Südbahn von Lärmschutzwänden abgeschirmt, nur Hetzendorf ging bisher leer aus. Zahlreiche Anträge im Meidlinger Bezirksparlament – einstimmig angenommen – verhallten bei den Verantwortlichen im Rathaus und den ÖBB ergebnislos.


Bau von Lärmschutzwänden politisch motiviert?
Bezirksrat Franz Schodl will den Kampf um die Lärmschutzwände auch in der neuen Legislaturperiode fortsetzen: "Es gibt nur leere Versprechungen, Termin, wann die Wände kommen, wird keiner genannt." Schodl vermutet, dass beim Lärmschutz nicht der Bedarf ausschlaggebend ist, sondern dass der Bau politisch motiviert ist

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