Erinnerung an das Bauunglück "Val Mela" vor 100 Jahren

Der Bau der Unterengadinerlinie der Rhätischen Bahn (RhB) von Bever nach Scuol-Tarasp dauerte von 1909 bis 1913. Während der Konstruktion des Val Mela- Viadukts zwischen Cinuos-chel-Brail und Zernez ereignete sich am 29. August 1911 ein tragisches Bauunglück, bei welchem 12 Bauarbeiter ums Leben kamen.

Eine Gedenktafel erinnert heute noch an dieses schreckliche Ereignis.

Die Gedenktafel beim Val Mela-Viadukt                                 Foto: Rhätische Bahn (RhB)

 

Die erste Teilstrecke von Bever bis nach Cinuos-chel-Brail weist nur wenige Kunstbauten auf und war entsprechen auch bautechnisch keine grosse Herausforderung. Nach der Überquerung des Inns auf die rechte Talseite folgen sich Brücken- und Tunnelbauwerke Schlag auf Schlag. Eines der imposantesten Brückenbauwerke ist der Val Mela-Viadukt.

 

Ein schweres Unglück überschattete den Bau dieser Brücke: Das Holzlehrgerüst stürzte am 29. August 1911 30 Meter in die Tiefe forderte dabei den Tod von 12 Arbeitern.Eine eindeutige Unfallursache konnte nicht ausgemacht werden. Um den Zeitplan einhalten zu können wurde von der beteiligten Baufirma noch im Herbst 1911 ein neues Lehrgerüst aufgestellt und im darauffolgenden Frühjahr konnte die Mauerung des Hauptbogens rechtzeitig durchgeführt werden.


In Erinnerung an das Unglück und zu Ehren der dabei ums Leben gekommenen italienischen Arbeiter hat die RhB eine Erinnerungstafel beim Portaleingang des Brail 1- Tunnels in unmittelbarer Nähe des Val Mela-Viadukts platziert. Diese Gedenktafel wurde 2003 restauriert.

 

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