Regionalzüge zwischen Berlin und Potsdam fahren wieder

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 wird der direkte Regionalverkehr zwischen Berlin und Potsdam wieder aufgenommen. Im Fernverkehr wird Prenzlau ausserdem ICE-Bahnhof.

Die Bauarbeiten in Berlin-Charlottenburg sind beendet                 Foto: Marcel Manhart

 

Nach erfolgter Komplettsanierung von Brücken und Gleisen zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Wannsee steht eine leistungsfähige Infrastruktur zur Verfügung, auf der auch das Zugangebot erweitert wird. Zwischen Berlin Friedrichstraße und Potsdam Hauptbahnhof verkehren in der Woche zur Hauptverkehrszeit nun 4 Züge pro Stunde. Zusätzlich verkehrt die S-Bahn weiterhin im 10-Minuten-Takt.

 

Die Regionalexpresslinie RE 1 verkehrt wieder durchgehend zwischen Magdeburg – Brandenburg (Havel) – Berlin – Frankfurt (Oder). Der Umleitungsverkehr über Golm entfällt. Im Rahmen des neu vergebenen Verkehrsvertrages setzt DB Regio auf dieser Strecke die ersten erneuerten Doppelstockzüge und spurtstarke Neubaulokomotiven der Bauart Taurus ein.

 

Die Linien RB 21 und RB 22 fahren montags bis freitags zur Hauptverkehrszeit über ihren bisherigen Endpunkt Potsdam Griebnitzsee weiter nach Berlin Friedrichstraße und halten zusätzlich in Wannsee, Charlottenburg, Zoologischer Garten und Berlin Hauptbahnhof. Es werden neue klimatisierte Fahrzeuge des Typs Talent 2 eingesetzt.

 

Auch die Linie RE 7 fährt wieder durchgehend zwischen Dessau – Berlin – Flughafen Schönefeld und Wünsdorf Waldstadt. Die bisherigen Altbau-Doppelstockzüge werden ebenfalls durch Neubauzüge des Typs Talent 2 ersetzt.

 

Auf den Linien RE 2 (Wismar – Berlin – Cottbus) und RE 4 (Rathenow – Jüterbog) muss sich DB Regio von ihren Fahrgästen verabschieden. Im Rahmen der Neuausschreibung sind die Leistungen vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) an die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) vergeben worden. Da dem neuen Betreiber noch nicht ausreichend eigene Fahrzeuge zur Verfügung stehen, wird DB Regio im Rahmen kollegialer Zusammenarbeit vorübergehend mit zehn Doppelstockgarnituren samt Lokpersonal aushelfen.

 

Auf den Linien RE 6 (Wittenberge – Neuruppin – Berlin) und RB 13 (Wustermark – Berlin Spandau) wird das Angebot reduziert.  Die Verlängerung der RE 6 in den Hauptverkehrszeiten von Spandau nach Gesundbrunnen wird vom VBB nicht mehr bestellt. Aus gleichem Grund verkehrt die RB 13 nur noch in den Hauptverkehrszeiten. Die Züge der Regionalbahnlinie RB 66 von Berlin nach Stettin verkehren künftig nicht mehr über die Berliner Stadtbahn, sondern beginnen und enden in Gesundbrunnen.

Neue Angebote im Fernverkehr gibt es für Prenzlau und Königs Wusterhausen: Nach der Modernisierung der Bahnsteiganlagen wird Prenzlau ICE-Halt. Montags bis freitags um 8.33 Uhr fährt der ICE 1609 über Berlin und Leipzig Richtung München. Umgekehrt erreicht ICE 1606 Prenzlau täglich außer samstags um 19.30 Uhr. In Königs Wusterhausen hält künftig montags bis samstags der Intercity Cottbus – Berlin – Norddeich Mole. Abfahrt Richtung Norddeich Mole ist um 6.52 Uhr. Die Rückfahrt erreicht Königs Wusterhausen um 19.02 Uhr.

 

Eine zusätzliche ICE-Verbindung zwischen Berlin und der Ostseeinsel Rügen gibt es an den Samstagen vom 16. März bis 2. November 2013. Der Zug verkehrt von München über Nürnberg und Jena. Abfahrt in Berlin Hauptbahnhof ist um 11.07 Uhr. Ankunft im Ostseebad Binz um 14.43 Uhr. In der Gegenrichtung startet der Zug um 12.45 Uhr in Binz und erreicht Berlin Hauptbahnhof um 16.23 Uhr.

 

Zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen setzt die DB wegen gestiegener Nachfrage zusätzliche InterCity-Züge an verschiedenen Wochentagen ein, diese halten zum Beispiel in Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund und Hannover.

 

Ebenso ergänzt ein zusätzliches IC-Zugpaar zwischen Berlin und Dresden am Wochenende das EC/IC-Angebot. Der IC 1918 nach Dresden startet freitags um 17.59 Uhr in Berlin Hauptbahnhof, in der Gegenrichtung fährt IC 1919 sonntags in Dresden Hauptbahnhof um 12.38 Uhr ab.

 

Der Eurocity Wawel von Berlin nach Krakau endet und beginnt wegen Bauarbeiten der polnischen Eisenbahngesellschaft PKP bereits in Breslau.

 

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