Di

03

Sep

2013

ÖBB-Flotte wird ab 2015 schrittweise mit 100 neuen Nah- und Regionalverkehrszügen Desiro ML erweitert

Verkehrsministerin Doris Bures und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern präsentierten heute das Außen- und Innendesign für die nächste Generation der ÖBB-Flotte im Nah- und Regionalverkehr. Im Jänner bestellten die ÖBB bei Siemens 100 Züge für S-Bahn und Regionalbahnen. Die neuen Desiro ML werden unter dem Namen „ÖBB cityjet“ unterwegs sein, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und zeichnen sich durch einen besonders hohen Komfort aus. Ab Ende 2015 wird der cityjet schrittweise in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark eingesetzt. Die Endfertigung wird in den eigenen ÖBB-Werkstätten durchgeführt.

ÖBB Nah- & Regionalverkehr bekommt „cityjet“                      Foto: ÖBB © Marek Knopp

 

 

„Bahnfahren liegt eindeutig im Trend. Die Bahn wird immer mehr zum Rückgrat für den Pendlerverkehr in den Ballungsräumen. In keinem anderen EU-Staat wird so viel mit der Bahn gefahren wie in Österreich, und die Österreicherinnen und Österreicher gehören zu den zufriedensten Bahnfahrern in Europa. Deshalb investieren wir in noch mehr umweltfreundlichen Verkehr, für mehr Komfort und Qualität für die Pendlerinnen und Pendler“, so Verkehrsministerin Doris Bures. Das Verkehrsministerium und die Länder Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Wien investieren für diese Qualitätsoffensive für Pendlerinnen und Pendler insgesamt 550 Millionen Euro, 90 % davon kommen aus dem Verkehrsministerium.

 

 

Aufwärtstrend im 1. Halbjahr: Rund 4 % mehr Fahrgäste

 

„Die steigenden Fahrgastzahlen im ersten Halbjahr 2013 von rund 4 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 sind unter anderem auf die Qualitätsverbesserungen des Wagenmaterials zurückzuführen. Deshalb setzen wir die Modernisierung der ÖBB-Fahrzeugflotte fort. Was der railjet für den Fernverkehr ist, das wird der cityjet für den Nahverkehr sein“, so Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG.

 

 

Auch bei den ÖSTERREICHcard-Verkäufen konnten die ÖBB Zuwächse verzeichnen. Wurden 2012 um 64 % mehr ÖSTERREICHcards verkauft, so waren es im ersten Halbjahr 2013 weitere plus 35 %. Die stärksten Zuwächse gibt es bei der ÖSTERREICHcard Senior und <26. Ein 5 %-Plus wurde heuer auch beim Verkauf der SparSchiene-Tickets verzeichnet.

 

 

Designkonzept schafft neue Standards im europäischen Nahverkehr

 

In den Rot-Weiß-Rot gehaltenen Garnituren werden durch Lichtgestaltung und Einrichtungsakzente verschiedene Nutzungsmöglichkeiten wie Kommunikation, Arbeit, Entspannung geschaffen. Eine Servicezone bietet Raum für Rollstuhlfahrer, Kinderwägen und Fahrräder. Damit gehen die ÖBB auf unterschiedliche Bedürfnisse der Fahrgäste ein.

 

Jeder Sitzplatz wird mit einer Leselampe, Steckdose und ausklappbarem Laptop-Tisch ausgestattet. Mit den Komfortsitzen, die auf Basis der Ergebnisse des ÖBB-Sitztests gefertigt werden, wird genügend Beinfreiheit geschaffen. Die Sitze verfügen über eine verstellbare Sitzfläche, ergonomische Kopfstützen und Armlehnen. Darüber hinaus werden die Züge mit bis zu 26“ großen Info-Screens ausgestattet sein, die den Fahrgästen wichtige Informationen zu ihrer Fahrt geben werden.

 

Generell wurde bei der gesamten Gestaltung besonderes Augenmerk auf frische Farben, hochwertige Materialien und das Lichtdesign gelegt. Das Branding und Innendesign wurden vom Wiener Designunternehmen Spirit Design konzipiert.

 

 

ÖBB cityjet in zwei Versionen

 

Beim ÖBB cityjet handelt es sich um ein dreiteiliges Elektrotriebfahrzeug, das in der S-Bahn-Version über 244 Sitzplätze und in der Regionalbahnversion über 259 Sitzplätze verfügt. Von den 100 bestellten Zuggarnituren sind 30 für den S-Bahn-Verkehr in und um Wien und Niederösterreich und 70 für den Regionalverkehr in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark vorgesehen. Besonderer Wert wurde auf die Barrierefreiheit des Fahrzeugs gelegt – sei es durch breite Portale, offene und ruhige Übergänge oder stärkere Farbkontraste für Sehbehinderte. Bequeme Niederflureinstiege garantieren einen einfachen Zugang ohne Rampen auch für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen. Die S-Bahnen erhalten sechs, die Regionalzüge vier Türen pro Einstiegsseite. Durch seine Bauweise kann der Zug später im Bedarfsfall um einen zusätzlichen Wagen erweitert werden.

 

ÖBB Präsentation Cityjet

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