Wissen & Technik - SWI swissinfo.ch

Grösster Schweizer Flughafen bläst 70 Kerzen aus (Do, 21 Jun 2018 14:00:00 GMT)
Vor 70 Jahren fand die erste Flugbewegung auf dem brandneuen Rollfeld des internationalen Flughafens Zürich statt. Ein Blick zurück auf den Bau des heute grössten Flughafens der Schweiz. Am 14. Juni 1948 fand auf dem Flughafen Zürich-Kloten eine Zeremonie statt. Auf dem Rollfeld wurden vor einem Flugzeug mit der Aufschrift "Swiss Air Lines" Reden gehalten. An jenem Tag wurde die erste Piste des Flughafens mit einer Länge von 1900 Metern offiziell eröffnet, nach zweijährigen Bauarbeiten. Die Grösse des Flughafens war damals recht bescheiden. Erst in verschiedenen Ausbauschritten in den folgenden Jahrzehnten fand er zu seinem heutigen Umfang. Heute ist er der grösste Flughafen der Schweiz – weit vor Genf-Cointrin. Die Zahlen sprechen für sich: Im Mai 2018 benutzten 2,71 Millionen Passagiere (rund 2 Millionen starteten oder landeten von hier, der Rest befand sich im Transit) den Flughafen Zürich-Kloten. In jenem Monat wurden 24'463 Flugbewegungen registriert und 40'800 Tonnen Waren ...
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Der Wolf erhitzt die Politik (Mi, 13 Jun 2018 09:00:00 GMT)
Der Wolf ist durch die Berner Konvention geschützt. Doch gleichwohl hat seine Rückkehr in den Alpenraum sowie nach Mittel- und Nordeuropa heftige Diskussionen ausgelöst. Obwohl selbst Experten wenig über das Raubtier wissen, müssen Staaten wichtige Entscheidungen im Umgang mit dem Wolf treffen.  „Manchmal hat man den Eindruck, dass das einzige Problem des Landes der Wolf ist.“ Diesen Satz sagte die Schweizer Umweltministerin Doris Leuthard kürzlich während der Debatte zur Revision des Jagdgesetzes. Die kleine Parlamentskammer lockerte dabei die Bestimmungen zum Schutz des Wolfes. Die mehrstündige Aussprache bestätigte, dass es diesem Raubtier immer wieder gelingt, die öffentliche Meinung zu spalten. Und dies gilt nicht nur für die Eidgenossenschaft. Der Wolf im Parlament Der Ständerat hat entschieden, bei der Regulierung des Wolfbestandes den Kantonen mehr Kompetenzen zu geben. Der Ständerat hob beispielsweise die Vorschrift auf, eine Bewilligung vom Bundesamt für Umwelt ...
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Wer gewinnt die Fussball-WM? (So, 10 Jun 2018 08:00:00 GMT)

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Seltene Ehre für Schweizer Physikerin (Fr, 8 Jun 2018 06:15:00 GMT)
ETH-Professorin Ursula Keller erhält vom Europäischen Patentamt in Paris den Europäischen Erfinderpreis 2018. Keller wird für ihre revolutionären Erfindungen in der Lasertechnik ausgezeichnet.
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Wissen in Gefahr (Do, 7 Jun 2018 09:00:00 GMT)
Zeitungssterben und Konzentration in der Schweizer Medienlandschaft treffen eine Sparte besonders hart: den Wissenschafts-Journalismus. Was dagegen tun? Wie könnten neue Fördermodelle aussehen? Darüber diskutierten Journalisten und Wissenschaftler an einer Konferenz in Bern. Wer durch Schweizer Zeitungen blättert, dem fällt eines schnell auf: Zunehmende Einfalt. Dieselben Texte erscheinen in mehreren Zeitungen gleichzeitig. Das ist auch auf den Wissenschafts-Seiten der Fall, sofern es solche überhaupt noch gibt. Die Schweizer Perspektive, gerichtet auf Schweizer Forschende und geschildert von Schweizer Journalisten, fällt zunehmend weg. Wo führt diese Entwicklung hin? Und was kann dagegen gemacht werden? Mit diesen beiden Fragen beschäftigte sich jüngst eine öffentliche Konferenz in Bern, zu der die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz geladen hatte. "Wissenschaftsressorts fallen dem Spardruck in der Medienbranche besonders rasch zum Opfer." Mark ...
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Der WM-Ball Telstar im Härtetest (Mi, 6 Jun 2018 13:37:00 GMT)
(SRF, swissinfo.ch)
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Sparen bei Agrarforschung (Mo, 4 Jun 2018 06:56:00 GMT)
In der Schweiz haben die Bauern und der Volkswirtschaftsminister das Heu derzeit nicht auf der gleichen Bühne. Bundesrat Johann Schneider-Ammann möchte mehr Freihandel, und die Gesamtregierung hat ihn beauftragt zu sparen. Am Montag beginnt die grosse Agrardebatte im Parlament. Vom Sparen betroffen wäre auch die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscop. Die bestehenden sieben Forschungsstandorte sollen an einem Standort im freiburgischen Posieux konzentriert werden. Schneider-Ammann schwebt ein neuer Forschungscampus vor.
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Swissnex hilft Schweizer Startups im Silicon Valley (Fr, 1 Jun 2018 13:30:00 GMT)
Für ambitionierte Startups gleicht das Silicon Valley dem gelobten Land. Hier, nahe San Francisco, bündeln sich Know-how, Kontakte und vor allem Investoren. Vor Ort hilft Swissnex jungen Schweizer Gründern, ihre Chance zu ergreifen. Vielleicht ist ja das nächste Facebook unter ihnen. In Kalifornien weht ein härterer Wind als in der behaglichen Schweiz. Das erfahren die Startups hier hautnah. Wer Erfolg haben will, muss die Regeln und die richtigen Leute kennen. 71 Startups hat Swissnex San Francisco bereits mit dem Silicon Valley vernetzt. Die meisten kommen nach einem Auswahlverfahren über den Swissnex-Partner Innosuisse sowie aus den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Lausanne (EPFL) und Zürich (ETH). Im Rahmen eines mehrwöchigen sogenannten Startup-Camps werden sie gecoacht, betreut und die Chancen eines potenziellen Markteinstiegs abgeklopft. Doch in San Francisco wartet auf die Schweizer Startups nicht nur Know-how, sondern auch ein traumhafter Arbeitsort für die Dauer ...
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Schweizer Forscher zweifeln die dunkle Materie an (So, 27 Mai 2018 09:00:00 GMT)
Seit 30 Jahren suchen Astronomen nach dunkler Materie, die niemand finden kann. Experten zweier verschiedener Schweizer Institute haben kürzlich Arbeiten veröffentlicht, die das Standardmodell des Kosmos und dessen Eigenschaften in Frage stellen. Mehr als ein Jahrzehnt lang ist André Maeder bereits im Ruhestand. Doch das konnte seine Jagd auf kosmologische Rätsel nicht bremsen. Maeder war Professor an der Abteilung für Astronomie der Universität Genf, wo er sich mit der Physik der Sterne beschäftigte. Tatsächlich hat er heute mehr Zeit, um sich mit Fragen zu beschäftigen, die ihn seit dem Anfang seiner Karriere beschäftigten: Fragen wie: "Brauchen wir wirklich dunkle Materie, um das Universum zu erklären?" "Ich arbeitete als junger Assistent einige Jahre daran. Aber damals lag das nicht auf der Forschungslinie des Observatoriums", sagt Maeder. Kürzlich sprach swissinfo.ch mit ihm an jenem Observatorium, das zwischen Feldern und Wäldern in der Genfer Landschaft einige ...
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TV-Antenne nach 60 Jahren gesprengt (Fr, 25 Mai 2018 08:00:00 GMT)
Der 122 Meter hohe Swisscom-Sendeturm "La Barillette" im Waadtland ist am Donnerstag gesprengt worden. Acht Kilogramm Sprengstoff waren nötig um das 60-jährige Metallkonstrukt zu Fall zu bringen. Der 97 Tonnen schwere Metallturm fiel am späten Donnerstagabend in die vorgesehene Richtung, wie der Chef der für die Sprengung zuständigen Firma sagte. Bis 1958 hatte die Antenne in Sottens im Kanton Waadt gestanden, danach wurde sie auf dem La Dôle im Waadtländer Jura wieder errichtet. Über die Anlage wurden Fernseh- und UKW-Radioprogramme verbreitet. Im vergangenen Jahr hat die Eigentümerin Swisscom eine neue Anlage erstellt. (SDA-ATS/swissinfo.ch)
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Schweiz will sich als Drohnen-Hochburg positionieren (Do, 24 Mai 2018 13:38:00 GMT)
80 Firmen sind in der Schweiz im Bereich der Flugrobotik tätig, unterstützt durch die Eidgenössischen Technischen Hochschulen. Nun lanciert Präsenz Schweiz in Paris die Kampagne "Switzerland – home of drones". Mit einer Voliere präsentiert sich die Schweiz am Salon "Viva Tech" in Paris, der am Freitag seine Tore öffnet. Darin schwirren seltene "Vögel" herum. Der älteste ist bereits 14-jährig und heisst OS4. Entwickelt wurde die Mini-Drohne vom Autonomous Systems Lab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). OS4 fliegt am liebsten in Innenräumen und macht dort Erfahrungen, von denen die jüngeren Drohnen profitieren können. Die jüngste, Ebee Plus von der Firma "SenseFly", fliegt draussen herum und steht im Dienst der Kartografie. Schweizer Drohnen haben keine grosse Medienpräsenz. Sie seien weder Spielzeug noch Kriegswaffen, doch sie repräsentierten "ein grosses Ökosystem im kommerziellen Bereich", sagt Nicolas Bideau, Leiter von Präsenz Schweiz, der für den ...
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Der Schweizer, der Berlusconi die Ehrendoktorwürde verlieh (Mi, 23 Mai 2018 12:15:00 GMT)
Der Waadtländer Jacques Guenot war einer der Gründer der Universität von Kalabrien. Der 2015 verstorbene "Schweizer Pythagoras" lebte während 40 Jahren in dieser italienischen Region, wo er deutliche Spuren hinterliess. "Er hat mir viel beigebracht", sagt Vita Lentini. "Darunter etwa, seine Macht nicht zu missbrauchen, um andere beim Sprechen zu übergehen. 'Du musst auch zuhören', sagte er mir immer wieder. Für mich war er wie eine Vaterfigur. Er war ein aussergewöhnlicher Mann." Lentini, eine Sizilianerin, die in Kalabrien lebt, hat Tränen in den Augen. Während acht Jahren war sie Assistentin von Jacques Guenot. Wir treffen sie etwas ausserhalb von Cosenza, in der Nähe der Università della Calabria (Unical). Der Professor aus der Schweiz habe diese Universität "in die Welt bringen wollen", erzählt Lentini. "Er war ein Visionär, dessen Ideen vielleicht zu gross für unsere kleine Region waren." "Neben seinem Studium sowie der Wertschätzung und dem Ansehen, das er in der ...
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Wie karg Schweizer früher lebten (Mi, 23 Mai 2018 09:00:00 GMT)
Die Schweiz gehört heute zu den reichsten Ländern der Welt. Das war nicht immer so. Im Freilichtmuseum Ballenberg im Berner Oberland erleben Besucher, wie karg Schweizer im 18. und 19. Jahrhundert lebten. Nicht weit vom Brienzer See, umgeben von hohen Bergen, liegen auf einem hügelig-waldigen Gebiet rund 110 ländliche Bauten verstreut auf 66 Hektaren: Prächtige Bauernhäuser mit verschindelten Fassaden oder mit Strohdächern, holzgezimmerte Chalets, Fachwerkbauten, unvermörtelte Steinbauten mit Dächern aus Gneisplatten, ein südländischer Gutshof, alpine Sennenhütten sowie ein Weinbauernhaus – man könnte meinen, hier seien die Bautraditionen verschiedener Länder abgebildet. Freilichtmuseum Ballenberg Das Freilichtmuseum auf dem Ballenberg in der Nähe von Brienz ist vom 14. April bis 31. Oktober 2018 geöffnet. Die Stiftung feiert 2018 ihr 50-jähriges Bestehen mit zusätzlichen Veranstaltungen. Eine Sonderausstellung widmet sich dem Thema der Kuh, die für die Schweizer Wirtschaft ...
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Freilichtmuseum Ballenberg (Mi, 23 Mai 2018 08:43:00 GMT)

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Beeinflusst Facebook auch die Wahlen 2019 in der Schweiz? (Mo, 21 Mai 2018 12:00:00 GMT)
Der stark in die Kritik geratene Social-Media-Gigant Facebook plant offenbar, seinen höchst umstrittenen "I'm a voter"-Button auch in der Schweiz einzusetzen: Bei den Parlamentswahlen im nächsten Jahr. Die Schweizer Behörden sind laut Medienberichten nicht offiziell von der US-Firma informiert worden. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Das Thema ist brisant. Ausgangspunkt war ein Bericht in der Zeitung Schweiz am Wochenende vom April. Demnach führte Anika Geisel, Politics and Government Outreach Manager von Facebook in Berlin, am 11. April in Zürich einen Workshop durch. Das Publikum: 20 Politikerinnen und Politiker aller Schweizer Parteien. Konkrete Pläne Nun griff das Schweizer Online-Magazin Republik das Thema auf. Laut Republik ging es um die Frage, wie Kandidaten für ...
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Wenn eine Speichelprobe das Leben verändern kann (Mi, 16 Mai 2018 08:30:00 GMT)
Die Zahl der Gentests nimmt weltweit zu – auch in der Schweiz. Solche genetischen Analysen werden häufig gemacht, um mehr über die eigene Herkunft zu erfahren, Verwandte ausfindig zu machen, Krankheiten zu diagnostizieren oder um persönliche Fitness-Programme und Diäten festzulegen. Die DNA-Tests versprechen viele Antworten. Doch es stellen sich auch zahlreiche Fragen. "Auf diese Nachricht habe ich lange gewartet. Nun habe ich endlich die Antwort auf ein Rätsel, das mich mein Leben lang beschäftigt hat", hiess es in der Mail. Als Damien (Name von der Redaktion geändert) diese Nachricht auf dem Rechner vorfand, blieb er wie versteinert. Denn er hatte nicht damit gerechnet, dass eine Geschichte, die fast scherzhaft begann, sein Leben verändern würde. "Ich habe ein Familiengeheimnis herausgefunden", vertraut uns der Mann an, der beruflich als Sicherheitsinformatiker tätig ist und anonym bleiben will. DNA-Test in der Schweiz In der Schweiz gibt es 14 Unternehmungen, die im Bereich ...
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Das traurige Schicksal des ersten Schweizer Piloten (Mi, 9 Mai 2018 08:30:00 GMT)
Ernest Failloubaz, der erste Schweizer Pilot, hatte ein ausserordentliches, aber tragisches Leben. Zuerst reich und bewundert, starb er mit nur 26 Jahren ruiniert und von allen verlassen. Als Pionier der Schweizer Luftfahrt fand Failloubaz aber Eingang in die Geschichte. Anfang Oktober 1910 fanden die Flugtage von Bern statt. Dabei ragte vor allem ein Pilot heraus: Der damals erst 18 Jahre alte Ernest Failloubaz. Seine herausragende Leistung – er blieb mit seinem Flugzeug 58 Minuten und 17 Sekunden in der Luft und brach damit einen Rekord für Flugdauer. Vom Bundesrat (Regierung) erhielt er zur Belohnung die Pilotenlizenz Nr. 1 und eine goldene Uhr mit der Widmung "Die Schweizer Eidgenossenschaft an Ernest Failloubaz. Lizenz Nr. 1, Oktober 1910". Waise mit einer Leidenschaft für Mechanik Die frühen Lebensjahre von Ernest Failloubaz waren schwierig. Sein Vater starb, als er erst vier Jahre alt war, sechs Jahre später auch die Mutter. Danach wird der Junge von seiner Grossmutter ...
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Seismograf entlockt dem Mars Geheimnisse (Mi, 2 Mai 2018 13:30:00 GMT)
Dank Sonden, Rovern und Satelliten haben Wissenschaftler schon viel über die Marsoberfläche und -atmosphäre gelernt. Doch das Innere des roten Planeten blieb bis heute ein Geheimnis. Ein Gerät, das zum Teil Schweizer Technologie an Bord hat, soll nun diese Wissenslücken schliessen. Der kleine rote Planet Mars gleicht seinen Nachbarn Erde, Venus und Merkur relativ stark. Das Studium seiner Struktur soll helfen, besser zu verstehen, wie diese Art von Planeten entstanden ist. Dazu wird besonders mit den Erkenntnissen verglichen, die wir über die Erde haben. 485 Millionen Kilometer in 6 Monaten Die Mission "Mars InSight" soll am 5. Mai 2018 von der US Air-Force-Basis Vandenberg, Kalifornien, in der Spitze einer Atlas V-401 Rakete starten. Die Ankunft auf dem Mars ist für den 26. November 2018 vorgesehen. Die Landung wird gegen Ende des Abstiegs durch einen Fallschirm abgebremst, schliesslich durch Umkehrschub (eine Phase, die immer sehr heikel ist). Der Lander und seine ...
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Wenn Bergler Hilfe brauchen, spenden Städter gerne (Di, 1 Mai 2018 12:00:00 GMT)
Die Schweizer Berghilfe entstand zu Krisenzeiten, 1943. Heute, nach 75 Jahren, geht es der Stiftung blendend: Viele Städter spenden grosszügig. Warum ist die Schweizer Bevölkerung heute noch so solidarisch mit ihren Bergbauern? Das Leben in den Schweizer Bergen ist hart und karg: Klima und Topographie eignen sich nur bedingt für die Landwirtschaft. Die Bergbevölkerung lebte lange Zeit in bitterer Armut. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts vermieteten manche Bergbauern aus der Not sogar ihre Kinder als Saisonarbeiter an deutsche Bauern. Im Kriegsjahr 1943, als die meisten Bergbauern im Aktivdienst waren und Frauen, Kinder und Grosseltern die Höfe allein bewirtschaften mussten, sammelte eine Kommission unter dem Begriff "Berg-Hilfe" erstmals Spenden für die Bergbevölkerung. Die Idee war, dass die Städter den armen Berglern helfen. Später entstand daraus ein Verein, der schliesslich in eine Stiftung umgewandelt wurde mit dem Zweck, die Existenzgrundlagen und Lebensbedingungen der ...
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Wasserstoff – das Benzin von morgen? (Mo, 30 Apr 2018 08:30:00 GMT)
Er gilt als eines der zentralen Elemente der Energiewende. Doch in der Schweiz ist der Einsatz von Wasserstoff zur Speicherung von Strom und zum Betrieb von Fahrzeugen noch gering. Die Herausforderung ist, diesen nachhaltig und sicher zu produzieren. "Pack den Tiger in den Tank", warb früher ein grosser US-Ölkonzern für sein Benzin. Die Kunden sollten ihre Tanks mit der Kraft und Explosivität eines Tigers füllen. Heute, in Zeiten der Bekämpfung von Umweltverschmutzung und Klimawandel sind Benzin und Diesel unter Druck geraten. Wie auch der Tiger in seinem natürlichen Lebensraum, könnten fossile Brennstoffe früher oder später aussterben. An ihre Stelle treten könnten ein anderer Treibstoff, Wasserstoff, und ein anderes Tier, die Ameise. + Düstere Zukunftsaussichten für Diesel Ein Fünftel der Energie aus Wasserstoff Wasserstoff könnte 2050 fast einen Fünftel der weltweit verbrauchten Energie abdecken, heisst es in einer Studie des Hydrogen Council (HC). Diese Entwicklung könnte ...
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Die Ingenieurin, die am CERN den Höllenmagnet baut (Mi, 25 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Sie ist keine der gehypten CERN-Physiker, die Theorien erstellen, was Nanosekunden nach dem Urknall passiert sein könnte. Aber ohne Ingenieurinnen wie Marta Bajko, welche die gigantischen Magneten für den Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) bauen, könnten die Physiker ihre Theorien nicht testen. Bei Rockkonzerten gibt es die Rockstars, die auf der Bühne im Rampenlicht stehen – und die Roadies, die dafür sorgen, dass die Stars ihre Musik abrocken und ihre Show abziehen können: Sie bauen das Equipment auf der Bühne auf, stimmen die Instrumente, schliessen die Verstärker und Lautsprecher an und checken, dass der Strom fliesst. Die Rockstars im CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung in Genf, sind die Teilchenphysiker- und physikerinnen.  Im Schatten der Stars Sie erhalten jeweils am meisten Aufmerksamkeit, wenn in diesem Superlabor ein neues subatomares Teilchen entdeckt wird, das uns dabei hilft zu verstehen, wie das Universum bei seiner Geburt ...
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Die wichtige Rolle der Schweiz (Mo, 23 Apr 2018 07:00:00 GMT)
Jedes Jahr sterben eine halbe Million Menschen an Malaria. Unter den Todesopfern sind besonders viele Kinder. In der Forschung ist die Schweiz weltweit führend. Über 200 Millionen Menschen erkranken jährlich an Malaria. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Malaria bis 2030 um 90 Prozent reduzieren. Ein hochgestecktes Ziel, da sind sich die Experten einig. Vor allem, weil die Zahl der Malaria-Infektionen jüngst wieder zugenommen hat. Der genau Grund dafür ist unklar. Der Vize-Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Thomas Gass, glaubt, dass die zunehmende Reisetätigkeit weltweit dafür verantwortlich sein könnte. Der Malaria-Erreger könnte so wieder in Gebiete transportiert worden sein, welche zuvor als malariabefreit galten. Die Schweiz spielt im weltweiten Kampf gegen Malaria eine wichtige Rolle. Zum Beispiel mit den Anti-Malaria-Projekten des DEZA. Aufklärung, Prävention und Unterstützung der medizinischen Infrasruktur vor Ort stünden im ...
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Urban Mining oder das zweite Leben für Baumaterial (So, 22 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Enrico Marchesi, Innovation Manager "NEST" an der Empa, erklärt das Konzept von Urban Mining und zeigt einige Beispiele.
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Guten Appetit! Teile dieser Wohnung können Sie essen (So, 22 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Eine moderne Wohnung dient in der Region Zürich zur Erforschung von neuartigen Materialien und Technologien, um in Zukunft ressourcenschonender zu bauen. Zentral an der Bauweise ist der Kreislaufgedanke. Nach ein paar Jahren soll die Wohnung komplett zurückgebaut und alle Materialen weiterverwendet werden. Es ist wohl das verrückteste Haus der Schweiz, das "NEST" in Dübendorf. Darin hat die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) einige Büros und verschiedene Forschungsprojekte untergebracht. Mit Filzüberziehern an den Schuhen betreten wir eine topmodern eingerichtete Wohnung, eine so genannte Unit. Das erste, was auffällt, ist ein angenehmer Geruch nach mit natürlichen Ölen behandeltem Holz. Die Wohnung im dritten Stock wird "UMAR" genannt. "UMAR" steht für "Urban Mining and Recycling". Im Mai sollen zwei Studierende einziehen. "Wir haben hier eine reale Umgebung. Das sind keine Ausstellungen, keine Labors", sagt Enrico Marchesi, Innovation Manager im "NEST".
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Wenn die Spinne der Pflanze zu Hilfe eilt (Fr, 20 Apr 2018 14:38:00 GMT)
Es war lange Zeit eine schlechte Nachricht aus der Natur: Krabbenspinnen, die auf blühenden Pflanzen Insekten fangen und fressen, die landen, um die Blüten zu bestäuben. Doch jetzt ist das räuberische Insekt rehabilitiert: Weil es auch Schädlinge frisst, ist die Krabbenspinnen auch ein Freund der Pflanzen. Die Entdeckung von Forschern der Universität Zürich ist wichtiger, als sie auf den erst Blick scheint. Sie hatten lange Zeit einen schlechten Ruf: Krabbenspinnen, die auf blühenden Pflanzen ihre Netze spannen und darin Insekten fangen und fressen.  Doch jetzt ist das räuberische Insekt rehabilitiert: Weil die Krabbenspinne auch Schädlinge frisst, ist sie nicht nur eine Freundin, sondern sogar auch eine Retterin der Blumen. Verbreitete Strategie der Natur Symbiotische Beziehungen zwischen verschiedenen Arten sind in der Natur weit verbreitet. Denken wir an den Elefanten, der mit Vögeln auf dem Rücken durch die Savanne streift, die ihm Ungeziefer aus der dicken Haut picken.
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Die Einsteins der Welt versammeln sich in Genf (Fr, 13 Apr 2018 15:00:00 GMT)
In Genf findet zurzeit die 46. Internationale Erfindermesse statt. Während vier Tagen können Erfinder aus aller Welt die Früchte ihrer Arbeit präsentieren und vor allem auf Möglichkeiten hoffen, ihre Entdeckungen zu vermarkten. Wie üblich findet die Messe im Palexpo in Genf statt, einem Gebäude in der Nähe des Genfer Flughafens, in der jeweils Grossveranstaltungen wie der Automobilsalon, die Buchmesse, Konzerte etc. stattfinden. Und natürlich ist auch die Internationale Erfindermesse ein grosses Ereignis - sogar das wichtigste seiner Art in der Welt. 2018 stellen 700 Erfinder aus 45 Ländern insgesamt tausend Erfindungen vor. Die Internationale Erfindermesse ist beliebt und verhilft den Ausstellern zu Visibilität: Im vergangenen Jahr kamen mehr als 30'000 Besucher (davon ca. 40% Berufsleute) und 650 Journalisten. Die Messe bietet Erfindern auch die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Geschäfte zu machen. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Ausstellerbefragung ergab, dass ...
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Trotz neuer Regeln: Kühe leiden für "Schönheitsideale" (Do, 12 Apr 2018 14:30:00 GMT)
Eine Kuhausstellung ist in der Schweiz ein Volksfest. Jeder will die schönste Kuh in den Ring führen, frisiert sie, cremt sie ein, bringt sie mit Sprays zum Glänzen. Doch dieses Jahr ist an der nationalen Holstein- und Red-Holstein-Ausstellung in Bulle Nervosität spürbar. Grund dafür sind neue Regeln, die zum Schutz der Kühe eingeführt worden sind. Anlass dazu gaben die riesigen Euter der Tiere, die an der Milchkuh-Ausstellung im Zentrum stehen: Besitzer dehnen die Melkzeiten aus und verkleben die Zitzen, damit keine Milch tropft. Doch eine Kuh, die zu lange nicht gemolken wurde, leidet. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Studie zeigt: Rund ein Viertel der an Ausstellungen getesteten Kühe wies Euter-Ödeme auf. Diese können schmerzhaft sein und sind ein sichtbares Indiz für überfüllte Euter. Neu kontrollieren Tierärzte seit Anfang Jahr bei jedem Wettbewerb die Euter der beiden erst platzierten Kühe direkt nach der Vorführung mit Ultraschall. Finden sie Ödeme, hat das je ...
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Superprothesen und Realität (Mo, 9 Apr 2018 14:43:00 GMT)
Dank Assistenzgeräten könnten Menschen bald beinahe übermenschliche Leistungen erbringen. Laut ETH-Professor Robert Riener gibt es allerdings dringendere Ziele als die Entwicklung von Supermenschen. Was bis vor kurzem als Vision beschrieben wurde, ist Wirklichkeit geworden: Die ersten selbsternannten "Cyborgs" [Mischwesen zwischen Mensch und Maschine, N.d.R.] liessen sich Chips in den Körper einpflanzen, um damit Türen zu öffnen und bargeldlos zu bezahlen. Die neusten robotischen Handprothesen ermöglichen sämtliche Griffarten und Fingerfertigkeiten. Parathleten treten mit ihren Lauf- und Sprungprothesen gegen die besten, nicht-beeinträchtigen Athleten an – und gewinnen. Und robotische Haustiere und sprechende humanoide Roboter sorgen für Aufheiterung in Pflegeheimen. "Im Vergleich zur heute verfügbaren Technologie ist unser Körper ein Wunderwerk." Medien prophezeien gar, dass die Hochtechnologie eine physiologische Erweiterung und Verbesserung ermöglicht, die alle ...
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Schweizer ICO-Markt ist nicht der Wilde Westen (Do, 29 Mär 2018 14:00:00 GMT)
Im vergangenen Jahr haben Firmen in der Schweiz schätzungsweise 850 Millionen Franken mit "Initial Coin Offerin" (ICO) beschafft. Das ist eine neuartige Form der Kapitalbeschaffung durch Nutzung von Blockchain. Ein hochrangiger Schweizer Beamter weist Befürchtungen zurück, wonach diese neue Finanzierungsmethode für Krypto-Start-ups ausser Kontrolle geraten sei. Jörg Gasser, Staatssekretär für internationale Finanzfragen im Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD), bestreitet, dass sich die ICO-Branche in ein "free for all" verwandelt hat. Er ist überzeugt, dass die geplanten Regulierungen den Ruf der Schweizer Finanzindustrie schützen können. Gasser leitet die Arbeitsgruppe Blockchain/ICO des Bundes, in der die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) zusammen mit dem Bundesamt für Justiz und Vertretern der Privatwirtschaft die ICO-Landschaft unter die Lupe nimmt. Die Arbeitsgruppe wird der Regierung bis Ende des Jahres Bericht erstatten. swissinfo.ch: Einige Beobachter ...
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Bei komplexen Entscheiden werden Bürger zu Beratern (Mi, 28 Mär 2018 09:00:00 GMT)
Wie kann die direkte Demokratie der Schweiz noch demokratischer werden? Indem man einfache Bürgerinnen und Bürger, die durch das Los gezogen werden, in einen Beratungsprozess einbezieht. Ein Forschungsprojekt will diese Praxis aus Oregon in der Schweiz erproben. Das Projekt trägt den Titel "Eine nicht-populistische Theorie der direkten Demokratie". Es wird von Nenad Stojanovic geleitet und durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützt. Der Politologe, ein überzeugter Befürworter der direkten Demokratie, erklärt, er wolle sich nicht auf ein theoretisches Projekt beschränken. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Mit seiner Forschungsgruppe will der Professor auch konkret "eine Innovation im Zusammenhang mit der direkten Demokratie" erforschen, "die ein nicht-populistisches Potenzial hat". Es geht dabei um das Modell aus dem US-Bundesstaat Oregon von 2010, die "Citizens’ Initiative Review" (CIR), buchstäblich:
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Schweizer Kamera sucht nach Leben auf dem Mars (Di, 27 Mär 2018 14:30:00 GMT)
Im Jahr 2021 soll ein europäischer Rover über den Boden des Planeten Mars rollen und nach Spuren von Leben suchen. Herzstück des Fahrzeugs ist eine Schweizer Kamera, die derzeit unter (fast) realen Bedingungen getestet wird. In einer Lagerhalle bei Basel haben Wissenschaftler einen Marsgarten angelegt, also Aspekte des Planeten Mars auf der Erde simuliert. An einem Prototyp des zukünftigen Mars-Rovers testen sie eine vom Neuenburger Weltraumforschungsinstitut entwickelte Hightech-Kamera, die auch aus einer Distanz von weniger als 15 Zentimetern hochauflösende 3D-Bilder liefert. Ursprünglich war das Projekt mit der NASA geplant, doch diese zog sich aus finanziellen Gründen zurück. Nun wird die ExoMars-Mission in Partnerschaft mit der russischen Raumfahrtbehörde durchgeführt. Im Jahr 2016 startete eine Proton-Rakete die Sonde "ExoMars Trace Gas Orbiter", die sich um den Mars dreht und nach Methan und anderen Gasen in der Atmosphäre sucht, die möglicherweise von lebenden Organismen ...
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Forschung aus Basel könnte Malaria stoppen (Di, 27 Mär 2018 13:45:00 GMT)
In Basel geben neue Ergebnisse aus der Malaria-Forschung Grund zur Hoffnung: Die Übertragung der Krankheit könnte vielleicht bald gestoppt werden. Am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH) in Basel befassen sich über 200 Mitarbeitende und Studierende mit der Frage, wie die Übertragung von Malaria zu bekämpfen sei. Nun ist laut Swiss TPH die Aufklärung der Infektionskrankheit einen wichtigen Schritt vorwärts gekommen.  Gemäss einer Medienmitteilung konnten die Basler Forschenden ein Protein namens GDV1 identifizieren. Es ist entscheidend bei der Aktivierung des "Schalters", der Parasiten im Körper der Malaria übertragenden Anopheles-Mücke zu Gametozyten umwandelt.  Hoffnung für Millionen Kranke Nur ein kleiner Teil der Malaria-Parasiten entwickelt sich nämlich in diese infektiösen Gametozyten, die für die Übertragung der Krankheit verantwortlich sind. "Wenn wir diesen Mechanismus blockieren oder Gametozyten ganz eliminieren können, würden wir dem ...
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Von der zeitlosen Diskussion um die Sommerzeit (Sa, 24 Mär 2018 14:00:00 GMT)
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Vielleicht zum letzten Mal: Denn sowohl in der EU als auch in der Schweiz beraten Parlamentarier über die Zeitumstellung. Wird die Sommerzeit nach beinahe vierzig Jahren wieder abgeschafft? In der Nacht von Samstag auf Sonntag muss die Uhr von zwei auf drei Uhr umgestellt werden. Doch auch fast vierzig Jahre nach ihrer Einführung wird die Sommerzeit noch bekämpft. Im Schweizer Parlament ist seit Dezember 2016 eine Motion hängig, die die Abschaffung der Sommerzeit fordert - viele frühere sind bereits gescheitert. Der Bundesrat hält an seinem Standpunkt fest: Wenn die Schweiz auf die Umstellung verzichten würde, schade dies den Beziehungen zum Ausland. Die Nachbarstaaten der Schweiz seien deren wichtigste Handelspartner. Eine von ihnen abweichende Zeitregelung würde sich im täglich Austausch bemerkbar machen. Zudem würde dies hohe Überprüfungs- und Umrüstungskosten mit sich bringen. Auch in der EU ist die Umstellung derzeit ein Thema.
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Auch Schweiz anfällig für Facebook-Manipulation (Do, 22 Mär 2018 14:57:00 GMT)
Wegen seines Umgangs mit Kundendaten und Manipulationen durch die Firma Cambridge Analytica bläst Facebook gegenwärtig ein kalter Wind entgegen. Kürzlich sagte der Datenschützer des Kantons Zürich, ein solches Szenario wäre auch in der Schweiz möglich. Wirklich? "Nach der Obama- und der Trump-Kampagne kamen verschiedene Berater aus den USA in die Schweiz und zeigten auch an öffentlichen Referaten die neuen Möglichkeiten des 'Campaigning' auf", sagte der Zürcher Datenschützer Bruno Baeriswyl kürzlich in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger. "Es würde mich nicht wundern, wenn wir in den nächsten nationalen Wahlen 2019 solche Phänomene sehen." Baeriswyl zeigte sich "erstaunt", wie systematisch mit Facebook-Daten in politische Kampagnen eingegriffen worden sei, und kritisierte die fehlende Transparenz für die Nutzerinnen und Nutzer betreffend deren Daten sowie die langen, unklaren Nutzungsbedingungen: "Wer nicht einwilligt, kann keinen Account eröffnen." In einem solchen Fall ...
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Die Schweiz tut sich schwer mit Geostrukturen (Di, 20 Mär 2018 10:00:00 GMT)
Ein Schweizer Wissenschaftler gewinnt einen internationalen Preis für ein avantgardistisches Buch über Bodenmechanik. Doch in der Schweiz fasst die neue Technologie nur schwer Fuss. Was ist das Besondere an diesem Buch? "Das müsste man die Jury für den Prix Roberval fragen." Lyesse Laloui, der Direktor des Labors für Bodenmechanik (LSM) der EPFL, bleibt bescheiden – trotz seines Erfolgs: Im Januar hat er zusammen mit seinen Kollegen Laurent Vuillet und Jian Zhao in Paris einen internationalen Preis für die Förderung und Verbreitung von Wissenschaft und Technologie in der französischen Sprache gewonnen. Eine Auszeichnung, die vor ihm auch schon Nobelpreisträger erhalten haben. Das Werk trägt den nüchternen Titel Mécanique des sols et des roches. [Boden- und Felsmechanik]. Das Besondere an diesem Buch ist die Kombination von Boden- und Felsmechanik, die normalerweise getrennt behandelt werden. Vor allem aber beleuchtet es Themen, die bisher eher auf hochspezialisierte Publikationen ...
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Warum Demokratie die Bildung braucht (Mo, 19 Mär 2018 14:00:00 GMT)
Starke öffentliche Bildungsinstitutionen sind in einer liberalen Demokratie essenziell. Ohne sie wäre die politische Öffentlichkeit gar nicht denkbar. Wie fragil und unentbehrlich sie sind, erklärte Professor Jürgen Oelkers in seinem Referat an den Aarauer Demokratietagen. Ohne mündige Bürger geht in einer liberalen Demokratie nichts. Doch wie wird man dies? Man lernt es – und man wird, bis zu einem gewissen Grad zumindest, dazu erzogen. Die Herstellung einer kritischen, politischen Öffentlichkeit wäre ohne starke Bildungsinstitutionen undenkbar. Dies ist die Überzeugung des emeritierten Professors für Erziehungswissenschaften der Universität Zürich, Jürgen Oelkers. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Aarauer Demokratietage referierte er zum Thema "Populismus und Autoritarismus: Herausforderungen für die öffentliche Bildung" (das Referat ist auch online greifbar). Als die Bildung den Mächtigen gehörte Seinen Ausführungen zufolge sind Bildung, Öffentlichkeit und ...
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Forschergemeinde trauert um Stephen Hawking (Mi, 14 Mär 2018 09:36:00 GMT)
Seine Computerstimme war weltbekannt. In seiner Forschung befasste er sich mit dem Ursprung des Universums. Der als Jahrhundert-Genie bezeichnete britische Astrophysiker Stephen Hawking ist am Mittwochmorgen mit 76 Jahren in Cambridge gestorben. Er war auch in der Schweiz geehrt worden. (SRF/swissinfo.ch) Hawking war den grössten Teil seines Lebens an den Rollstuhl gefesselt und konnte sich kaum mehr bewegen. Er litt an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), auch MND (Motor Neuron Disease) genannt. Bei der Diagnose mit 21 Jahren im Jahr 1963 hatten ihm die Ärzte gesagt, er habe nur noch wenige Jahre zu leben. Trotz seiner schweren Beeinträchtigung reiste Hawking viel herum. In der Schweiz wurde er am 4. September 1987 an einer Spezialvorlesung zum Thema "Der Ursprung des Universums" an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) als Schirmherr einer Stiftung zur Erforschung seiner Krankheit geehrt. Darüber berichtete das ...
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Autonomes Fahren: Die Zukunft ist bereits Realität (So, 11 Feb 2018 10:00:00 GMT)
Reisen im Stadtverkehr mit einem selbstfahrenden Auto oder Bus: Das ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits Realität. In Singapur wird ab 2018 ein unbemannter Taxidienst angeboten. Auch in der Schweiz wird diese Art von Mobilität an einigen Standorten erprobt. In der Gemeinde Marly beispielsweise fährt ein Shuttlebus durch die Strassen eines Industriegebietes. Eine Tankstelle, eine verkehrsreiche Strasse, ein Restaurant und ein Dorfladen. Das ist das Bild, das man von Marly hat, eine anonyme Gemeinde, etwa zehn Busminuten vom Zentrum Freiburgs entfernt. Nichts deutet darauf hin, dass gerade hier die Zukunft geplant wird. Und doch sieht man etwas Zukunftsträchtiges auf sich zurollen: Es handelt sich um den selbstfahrenden Shuttle-Bus, der seit September 2017 zwischen dem Innovationszentrum der Gemeinde Marly und der Haltestelle Epinettes verkehrt. Der Elektrobus fährt mit einer Geschwindigkeit von rund 10 Stundenkilometern auf einer 1300 Meter langen Strecke und kann bis zu ...
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Die neue Erde könnte Trappist 1e heissen (Mi, 7 Feb 2018 15:40:00 GMT)
Seit einem Jahr ist er der Star unter den weit entfernten Planetensystemen. Nun haben die sieben Planeten von Trappist 1 etwas mehr von ihren Geheimnissen preisgegeben. Die Ähnlichkeiten mit der Erde sind frappant. "Diese Planeten sind die ersten, bei denen man bestimmen könnte, ob es Leben auf ihnen gibt. Und das innerhalb von zehn Jahren", sagt Brice-Olivier Demory begeistert. Der Astronomie-Professor arbeitet am Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern und beim Nationalen Forschungsschwerpunkt "PlanetS". Diese beiden Institutionen meldeten kürzlich, dass unter den sieben Planeten des Sternes Trappist 1, in 39 Lichtjahren Entfernung von der Erde, der vierte Planet Trappist 1e der erdähnlichste ist, der je beobachtet wurde. Er ist felsig, hat ein gemässigtes Klima und muss über flüssiges Wasser und eine gute Atmosphäre verfügen. Das ist aber noch nicht alles: Während die drei äussersten Planeten dieses Systems wahrscheinlich von Eisschichten bedeckt sind, ...
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Alpenblumen kämpfen um Nahrung und Raum (Mi, 7 Feb 2018 12:45:00 GMT)
Die globale Erwärmung beeinflusst die Alpenflora. Dabei gibt es unter den Pflanzen Gewinner und Verlierer, wie eine gemeinsame Studie von Schweizer und österreichischen Wissenschaftlern zeigt. Es droht ein Verlust der Biodiversität. Alpenpflanzen geraten in höheren Lagen zunehmend unter Druck, wie Forscher der Universität Wien und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) herausgefunden haben. Wenn die Temperaturen steigen, steigen auch die Pflanzen. Im Vergleich zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts liegt ihre obere Verbreitungsgrenze heute im Durchschnitt 20-35 Meter höher. Die Studie, die in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA" erschien, kommt zudem zum Ergebnis, dass die untere Verbreitungsgrenze vieler Arten schneller ansteigt als die obere Grenze, so dass gesamthaft ein schmaleres Höhenband besiedelt wird als früher. Die Folge: In grösseren Höhen wird es eng, die nach oben vorstossenden ...
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Das Phantom am Rand unseres Sonnensystems (Di, 6 Feb 2018 10:00:00 GMT)
Himmelsgucker weltweit fahnden fieberhaft nach einem bisher unbekannten Riesenplaneten. So auch der Schweizer Astrophysiker Christoph Mordasini von der Universität Bern. Die Entdeckung wäre eine wissenschaftliche Sensation. Woran liegt es, dass unsere Sonne in einem schiefen Winkel rotiert? Und warum kreisen einige Himmelskörper am Rand unseres Sonnensystems auf seltsamen Bahnen? Irgendetwas bringt unser Sonnensystem ins Ungleichgewicht. Doch was ist es? Einige Astronomen denken, dass ein bislang unentdeckter grosser Planet für die Störungen verantwortlich sein könnte. Vor allem zwei sind überzeugt von dieser These: Die beiden Astrophysiker Konstantin Batygin und Mike Brown vom California Institute of Technology. 2016 schrieben sie in einem Fachartikel, dass sie Hinweise für einen neunten Planeten gefunden hätten. Sie hätten die unregelmässigen Umlaufbahnen kleiner Körper jenseits des Neptuns analysiert und dabei festgestellt, dass diese womöglich von einem grossen Planeten ...
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