Wirtschaft - SWI swissinfo.ch

Würden Sie für 25'000 Franken ins Walliser Dorf Albinen ziehen? (Do, 23 Nov 2017 11:58:00 GMT)
Seit Jahren sind Bergdörfer in der Schweiz und im übrigen Europa von der Abwanderung betroffen. Schulen müssen schliessen, weil Schüler fehlen, und Wohnhäuser werden zu Ferienhäusern. An Ideen gegen dieses Phänomen mangelt es nicht, wie das Beispiel von Albinen zeigt. Das auf 1300 Metern über dem Meer gelegene Albinen über dem Rhonetal erfüllt das Klischee eines idyllischen Schweizer Bergdorfes. Viele seiner Häuser sind jedoch zu Ferienhäusern umfunktioniert worden. Und wie Gemeindepräsident Beat Jost erklärt, musste die Schule kürzlich schliessen, weil es zu wenig Schüler hat. Seit vor Kurzem zwei Familien weggezogen sind, gibt es nur noch fünf Kinder im Schulalter, die jeden Tag per Bus ins 20 Minuten entfernte Leuk zur Schule fahren. Und doch, so Jost, habe Albinen viel zu bieten: ein aussergewöhnliches Panorama, gute Luft, viel Sonne. Zudem liege der Ort nur sechs Kilometer vom Thermalkurort Leukerbad entfernt. Und die Stadt Sion sowie das Industriezentrum Visp seien in ...
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Zug um Zug (Do, 23 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Man kauft es nun auch an der Tankstelle oder im Lebensmittelladen: Cannabis erlebt in der Schweiz eine noch nie dagewesene Blüte, dank Sorten, die nicht berauschen. Der Boom könnte der Anfang der totalen Liberalisierung sein – die auch den Staat beglücken würde. Täglich fit mit zwei Gramm Shit. Das steht auf der Werbetafel vor dem Laden Cannaflora in Zürich. Und auf der Hinterseite: Smoke some haze, chill the days. Zu Deutsch: Rauche Gras und geniess die Tage. Kein Zweifel, in diesem schmalen Lädelchen an der Zürcher Ausgangsmeile gibts Cannabis à gogo. Und nicht nur hier, sondern an immer mehr Orten in der Schweiz. In Tabakläden, Kiosken und grossen Lebensmittelläden wie Coop oder Denner. Man kauft Marihuana vermischt mit Tabak in industriell gerollten Zigaretten, die im Regal neben Marlboro & Co. stehen. Oder auch gleich pur, in verschweissten Tütchen mit grünem Hanfblatt. Spezialisierte Lädelchen wie Cannaflora entstanden in diesem Jahr in jeder Stadt, in fast jedem Dorf. 370 ...
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Leuthard: "Diskussion ist stark von Angst geprägt" (Mi, 22 Nov 2017 14:51:00 GMT)
Am 20. November 2017 haben an einer nationalen Konferenz in Biel rund 700 Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft darüber diskutiert, wie die Chancen der Digitalisierung genutzt werden können. Bundespräsidentin Doris Leuthard eröffnete die Veranstaltung. Wir veröffentlichen die Rede der Bundespräsidentin in leicht abgeänderter Form. Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, meine Damen und Herren Wir treffen uns hier zur ersten Nationalen Konferenz "Digitale Schweiz". Diese Konferenz ist nötig, damit wir gemeinsam die Chancen dieser rasanten Entwicklung erkennen – und diese Chancen auch packen.  Die Schweiz hat im Rennen um die digitale Zukunft viele Trümpfe in der Hand: Wir sind das wettbewerbsfähigste und das innovativste Land der Welt. Davon zeugen mehrere Ratings. Bei der Digitalisierung stehen wir weltweit auf Platz 8, wie der World digital Competitiveness Index zeigt. Wir haben innovative, agile und wettbewerbsfähige ...
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Willkommen in der Digitalen Schweiz (Mi, 22 Nov 2017 10:51:00 GMT)
Die digitale Elite der Schweiz geht in die Offensive. Am 20. November 2017 trafen sich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an der ersten "Nationalen Konferenz Digitale Schweiz". Am 21. November machte die Branchenorganisation digitalswitzerland die Chancen der Digitalisierung für die Bevölkerung greifbar. Diese Dynamik ist zu begrüssen, auf die folgenden Taten kann man gespannt sein. An der nationalen Konferenz stimmte die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard die Gäste auf den Tag ein. Es gelte, Vor- und Nachteile der Digitalisierung abzuwägen. Wer profitiert? Insgesamt sei die Digitalisierung – richtig umgesetzt – eine Chance. Wie das gehen sollte, verriet sie noch nicht. Der Politikwissenschaftler Stefan Klauser ist Projektleiter für "Digital Society" an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. In Estland wird online geheiratet, Steuern bezahlt und Firmen gegründet Anschliessend zeigte Taavi Kotka, der frühere Informationsbeauftragte der estnischen ...
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Das Gute am Kantönligeist? Er macht die Wirtschaft flink (Mi, 22 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Die Schweiz verfügt über beneidenswerte wirtschaftliche Bedingungen und belegt auf Ranglisten zur Wettbewerbsfähigkeit immer wieder Spitzenplätze. Wie viel davon ist auf das politische System des Landes zurückzuführen? Der wirtschaftliche Erfolg der Schweiz ist leicht zu quantifizieren, aber schwierig zu erklären. Wie kommt es, dass ein Land mit einem derart kleinen Binnenmarkt und einigen der höchsten Durchschnittseinkommen weltweit regelmässig solch stabile BIP-Zahlen vorlegen und nahezu Vollbeschäftigung aufrecht erhalten kann, und (am verblüffendsten) auf internationalen Länderranglisten zur Wettbewerbsfähigkeit regelmässig Spitzenpositionen belegt? Wer nach einer einzigen, geheimen Zutat sucht, könnte genau so gut nach dem Sinn des Lebens fragen. Dies hält die Leute aber nicht davon ab, sich dennoch Fragen zu stellen. Eine mögliche Verbindung, über die jüngst im Rahmen einer Konferenz in Montreux am Genfersee diskutiert wurde, ist die Verbindung zwischen dem ...
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"Als Schweizer sage ich: kein Grund zur Sorge" (Di, 21 Nov 2017 10:15:00 GMT)
Nach dem Beben in Deutschland lautet die Frage: Wie weiter – und welche Wellen wirft das Ereignis? swissinfo.ch hat zusammengetragen, wie Experten die Wirkung der Übergangssituation in Deutschland auf Europa, die Schweiz und die Schweizer Wirtschaft einschätzen.    Deutschland steckt politisch in der Sackgasse. Nach dem Scheitern der Koalitionsgespräche ist die Situation bis auf weiteres blockiert. Zwischen Neuwahlen, einem Rücktritt Merkels und monatelanger Lähmung scheint alles möglich. Die Analyse aus Schweizer Optik. Steckt Deutschland in einer Staatskrise? Peter Voegeli, Deutschland-Korrespondent des Schweizer Radios SRF: "Den Begriff Staatskrise finde ich übertrieben. Der Staat funktioniert noch, und er hat auch Instrumente für diese Krise. Aber es ist eine politische Krise, die es so in den 68 Jahren der Bundesrepublik noch nicht gegeben hat. Ausgerechnet jetzt ist das wirtschaftlich prosperierende Land über Nacht politisch instabil geworden. Die Krise hat es deshalb ...
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Schuss ins eigene Bein (Sa, 18 Nov 2017 08:49:00 GMT)
​​​​​​​ Am Mittwoch hat er seinen "Salvator Mundi", gemalt von Leonardo da Vinci, versteigern lassen und damit einen Mehrwert von 322,8 Millionen Dollar erzielt. Aber damit hat der Oligarch Dmitri Rybolovlev einen Trumpf im Streit mit dem Kunsthändler Yves Bouvier aus der Hand gegeben. Seit 2015 beschuldigt der Russe den Schweizer, ihn beim Verkauf von Bildern betrogen zu haben. Es ist ein Pyrrhus-Sieg, benannt nach dem König Pyrrhos von Epirus, dessen Truppen nach einer siegreichen Schlacht gegen die Römer so geschwächt waren, dass sie den Krieg schliesslich verloren. Sein "Salvator Mundi" (Retter der Welt), der am Mittwoch für 450,3 Millionen Dollar versteigert wurde, ist zum weltweit teuersten Bild geworden. Dmitri Rybolovlev hat dafür etwas mehr als 300 Millionen kassiert. Die Versteigerung von Christie's in New York dauerte 19 Minuten. Der Milliardär hatte das Bild 2013 für "nur" 127,5 Millionen Dollar gekauft. Es war Yves Bouvier, die ehemalige Nummer 1 des weltweiten ...
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Das sind die 20 einflussreichsten Instagrammer der Schweiz (Fr, 17 Nov 2017 13:00:00 GMT)
Die Bilder-Plattform Instagram hat weltweit 800 Millionen aktive User. Eine der grössten Communities interessiert sich für atemberaubende Landschaftsaufnahmen. Dabei mischen auch Schweizerinnen und Schweizer gross mit – und kurbeln dadurch den Tourismus im kleinen Alpenland an. Posts auf Social Media können nicht nur Abstimmungen und Wahlen beeinflussen, sie können auch die Reiselust wecken. Und genau das machen sich immer mehr Tourismus-Destinationen zunutze. Sie tun dies jedoch nicht ganz freiwillig. Welche Zwänge dahinterstecken, haben wir im folgenden Artikel beschrieben: Dank dem Wandel in der Reise- und Tourismuswerbung können inzwischen ein paar wenige Schweizer Instagrammer als Influencer ihren Lebensunterhalt bestreiten. Trotzdem werden nach wie vor viele Landschaftsbilder aus der Schweiz ohne finanzielle Gegenleistungen auf Instagram geteilt.  Für den Schweizer Tourismus ist jedes Ferien-Bild, das auf Social Media geteilt wird, wertvoll. Gerade die Bilder, die im ...
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Weihnachtliches Lichtspektakel (Fr, 17 Nov 2017 09:04:00 GMT)
Im Innenhof des Landesmuseums Zürich findet derzeit das Lichtfestival Illuminarium statt. Versprochen wird ein Wintererlebnis.  Illuminarium projiziert ab dem 16. November jeden Abend ab 17 Uhr eine 3D-Winterwelt auf die Fassaden des Innenhofs des Landesmuseums Zürich. Mit einem Konzert von Giuseppe Verdis "La traviata" erschaffen die Veranstalter so eine Umgebung von Licht und Klang. ​​​​​​​
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Schweizer Regierung schweigt über EU-Verhandlungsstrategie (Do, 16 Nov 2017 15:04:00 GMT)
Der Bundesrat weigert sich, seine Position zu den künftigen Verhandlungen mit der Europäischen Union darzulegen. Er lässt offen, ob die Schweiz einen weiteren Kohäsionsbeitrag zu Gunsten der neuen EU-Länder leisten wird. Am Mittwoch debattierte die Regierung im Vorfeld des Besuchs von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker über die Position der Schweiz gegenüber der EU. Trotz mehrmaligem Nachfragen von Journalisten wurden an einer anschliessenden Medienkonferenz keine Informationen über die Kohäsionszahlungen preisgegeben. Ob der Bundesrat eine neue "Kohäsionsmilliarde" an Zugeständnisse Junckers knüpfen wird, bleibt damit offen. "Wenn wir in den Gesprächen Ergebnisse erzielen wollen, können wir sie nicht öffentlich führen", sagte Bundesratssprecher André Simonazzi. Informieren will der Bundesrat erst anlässlich des Besuchs von Juncker in Bern. Dieser ist für den 23. November geplant. Die Zahlungen der letzten zehn Jahre wurden für die Verbesserung der Altenpflege, ...
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"swiss made" bis zur Gartenschere (Do, 16 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Seit mehr als 70 Jahren produziert Felco Gartenscheren und andere Schneidewerkzeuge für Baumpfleger, Weinbauern oder professionelle Gärtner auf der ganzen Welt. Wie lässt sich der Erfolg dieses Schweizer Unternehmens erklären?
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Wie eine Schweizer Firma den Markt für Gartenscheren eroberte (Do, 16 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Die helvetische Industrie konnte ihre Vitalität behaupten, indem sie auf Produkte der oberen Preisklasse in den Bereichen Chemie, Uhren, Maschinen, Präzisionsinstrumente oder Medizinaltechnik setzte. Aber sie ist auch mit einigen Nischenprodukten Weltmarktführerin: Dies trifft zum Beispiel auf die Neuenburger Firma Felco zu, die Gartenscheren produziert. Von Genevey-sur-Coffrane aus – das 1600-Seelendorf ist eingebettet in einer grünen Oase auf halbem Weg zwischen Neuenburg und der Jurakette – hat man freie Sicht auf die Alpen. "Wenn der Himmel wolkenlos ist, kann man sogar den Mont-Blanc von hier aus sehen", sagt Michèle Charpié und zeigt durch die grossen Glasfenster der Fabrik Richtung Süd-Westen. Sie ist bei Felco verantwortlich für Kommunikation. Die Werkstätten im Herzen von Geneveys-sur-Coffrane haben sich im Lauf der Zeit mit dem Wachstum der Firma ausgeweitet. Sie sind seit mehr als 70 Jahren ein fester Bestandteil des lokalen Lebens. Die meisten der 200 Angestellten ...
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Kohäsionsmilliarde: Bundesrat gibt sich bedeckt (Do, 16 Nov 2017 07:36:00 GMT)
Sie gilt als Pfand in den Verhandlungen mit der EU – die Kohäsionsmilliarde. Am Mittwoch verriet der Bundesrat nicht, ob er einem weiteren finanziellen Beitrag zugunsten der neuen EU-Länder zustimmen wird. Man wolle den Besuch von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nächste Woche abwarten. Es geht um viel Geld: Die Schweiz bezahlte in den vergangenen zehn Jahren insgesamt über eine Milliarde Franken zugunsten der zehn Staaten, die 2004 der EU beigetreten waren, sowie für Bulgarien, Rumänien und Kroatien. Rund 300 Projekte in 13 Ländern wurden lanciert. Die gesetzliche Grundlage für diese erste Kohäsionsmilliarde hatte das Stimmvolk 2006 gutgeheissen. Die gesetzliche Grundlage für einen neuen Kohäsionsbeitrag in Höhe von 1,04 Milliarden Franken für die Jahre 2017-2020 verabschiedete das Parlament bereits vergangenes Jahr mit deutlicher Mehrheit. Seit diesem Sommer ist sie in Kraft, ein Referendum wurde nicht ergriffen. 
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Unterstützung durch die Paradise Papers? (Mi, 15 Nov 2017 15:30:00 GMT)
Multinationale Konzerne dazu verpflichten, die Menschenrechte und die Umwelt überall zu respektieren. Darüber stimmt die Schweiz demnächst ab. Die neue Enthüllungssalve der Paradise Papers verschafft der Vorlage zusätzliche Aufmerksamkeit. Einen Gegenvorschlag zur Initiative lehnte die Regierung ab. Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerats (kleinen Parlamentskammer) hingegen forderte einen. Wenn dies auch die Schwesterkommission des Nationalrats (grossen Parlamentskammer) tut, wird das Parlament beauftragt, einen Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative zu erarbeiten. Das bedeutete zuerst einmal, dass die Parlamentarier den Anliegen der Initianten damit mehr Gewicht verleihen würden als die Minister und – im Fall einer Ablehnung der Initiative und Annahme des Gegenvorschlags – zumindest einige davon retten möchten. Das am 10. Oktober 2016 mit 120'00 gültigen Unterschriften eingereichte Volksbegehren verlangt verbindliche Regeln für in der Schweiz ...
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Schweiz müsse produktiver werden (Mi, 15 Nov 2017 07:23:00 GMT)
Die Arbeitslosigkeit ist in der Schweiz mit 3 Prozent vergleichsweise tief. In internationalen Ranglisten schafft es die Schweiz regelmässig unter die wettbewerbsfähigsten und innovativsten Volkswirtschaften der Welt. In ihrem jüngsten Bericht gibt die OECD der Schweiz zwar gute Noten. Mehr Wettbewerb und der Abbau von Handelsschranken seien aber nötig, um das bescheidene Produktionswachstum anzukurbeln.
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"Man muss mit der Technik seiner Zeit gehen" (Di, 14 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Kürzlich haben die Schweizer Behörden bestätigt, dass das analoge UKW-Radio Ende 2024 definitiv abgeschaltet wird. Herkömmliche Radios werden durch digitale DAB+-Geräte ersetzt. Laut Xavier Studer, Spezialist für neue Technologien, ist diese Entwicklung unausweichlich, auch wenn der DAB+-Standard nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Seit einigen Jahren ist bereits davon die Rede, doch nun wird das Ende des UKW-Radios (auch FM genannt) immer greifbarer. Der Wendepunkt kam im Frühling 2016, als Radio zum ersten Mal stärker digital (DAB+ und Internet) als analog genutzt wurde. Laut Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat der Anteil der digitalen Nutzung letzten Frühling 57% erreicht. Es gibt Anzeichen, dass sich der Wandel sehr wohl fortsetzt. Beispielsweise sind neue Autos, mit einem DAB+-Gerät statt mit einem FM-Radio ausgestattet. Auch für Privathaushalte empfiehlt es sich, die alten Radiogeräte auszutauschen, weil sie in sechs Jahren nutzlos sein werden. Etwa ein Drittel der ...
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Die Zeit im Dorf steht still (Sa, 11 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Die Zifferblätter am Turm der protestantischen Kirche in Möriken glänzen wieder. Das Dorf im Kanton Aargau war die vergangenen Monate ohne Zeit, ohne Ziffern, ohne Zeiger, und auch die Glocken läuteten nicht. Der gewohnt schnelle Blick zur Kirchturmuhr auf dem Weg zum Bahnhof blieb ein Blick ins Leere. Die Geschichte der mechanischen Turmuhren reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Eines der ersten Werke der Schweiz wurde in Luzern 1385 durch den Basler Uhrmacher Heinrich Halder montiert. 1408 wurde dieselbe Uhr in den Zeitturm auf der Musegg verlegt, und die Schiffe auf dem Vierwaldstättersee konnten ihre Fahrzeiten fortan nach der Uhr richten.  Die Turmuhr in Möriken ist aber nicht nahezu so alt. Die Kirche wurde am 15. Oktober 1950 eingeweiht, und das ursprüngliche Erscheinungsbild blieb bis heute erhalten. Das Uhrwerk stammt von der Firma J.G. Baer aus Sumiswald im Emmental, Werk Nummer 790, Jahrgang 1950. Anlässlich umfassender Renovations-Arbeiten hatte die Kirchgemeinde ...
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Nur noch halb so viele Aussteller an Uhrenmesse (Fr, 10 Nov 2017 13:00:00 GMT)
Die fetten Jahre der Baselworld sind vorbei: Die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse hat 2018 nur noch 600-700 Aussteller. 2017 waren es noch 1300. Obwohl die Ausstellungsfläche um einen Drittel verkleinert wird, seien die wichtigsten Aussteller immer noch vor Ort, versicherte Pressesprecher Christian Jecker am Mittwoch. Zudem würden die Standmieten um 10% gesenkt, wie er gegenüber Radio SRF sagte. Bereits dieses Jahr – übrigens das 100-Jahr-Jubiläum – waren 200 Aussteller weniger an der Baselworld als 2016. Die Messe zog 106'000 Besucher an, das sind 4% weniger als im Vorjahr. Die Organisatoren begründen die Krise mit den allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen für die Uhrenindustrie sowie der Konkurrenz durch SIHH, einer ähnlichen Veranstaltung in Genf. Doch Kritiker sagen, die Krise der Messe sei auch hausgemacht: Laut der Basler Zeitung ärgern sich ehemalige Aussteller über zu hohe Standmieten, fehlende Kommunikation seitens der Messeleitung sowie über ...
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Nationalheld auf Zeit (Mi, 8 Nov 2017 15:00:00 GMT)
Seine Punktebilanz macht ihn zum erfolgreichsten Trainer in der Geschichte der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. Doch es steht viel auf dem Spiel in den nächsten Tagen. Für die Schweizer Nationalmannschaft. Und für den Coach. Vladimir Petkovic weiss, wie schnell der Wind drehen kann in diesem unerbittlichen Geschäft. Ein Porträt. Vielleicht muss man diese Aussage erwähnen, um sich Vladimir Petkovic zu nähern. "Das Misstrauische steckt tief in mir drin", sagte Petkovic vor ein paar Jahren.  Der 54-Jährige ist sehr weit gekommen mit dieser Einstellung, er ist oberster Schweizer Fussballtrainer, seine Entscheidungen werden in den Medien, an jedem Stammtisch und in vielen Wohnzimmern des Landes debattiert und kritisiert.  Als Nationalcoach steht er genau dort, wo er sich nicht besonders wohlfühlt: im Mittelpunkt. "Ich habe lernen müssen, was es bedeutet, Schweizer Nationaltrainer zu sein", sagt Petkovic. Und: "Das war ein längerer Prozess." Start im Gegenwind Seit etwas mehr ...
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China hängt Schweizer Solarindustrie ab (Mi, 8 Nov 2017 13:00:00 GMT)
China hat die Schweizer Solarindustrie überholt: Das Reich der Mitte kontrolliert heute 80% des Weltmarktes. In der Schweiz ist die Zahl der Beschäftigten im Solarindustrie-Sektor in den letzten fünf Jahren fast um die Hälfte eingebrochen. Meyer Burger, das Flaggschiff der Schweizer Solarindustrie, gab letzte Woche bekannt, dass 180 Arbeitsplätze in Thun im Kanton Bern nach China verlegt werden. Diese Arbeitsplätze betreffen vor allem die Herstellung von Solarpanel-Maschinen – ein schwerer Schlag für die Schweizer Photovoltaik. Diese Auslagerung mag überraschen, versteht sich die Schweiz auf diesem Gebiet doch als Vorreiterin. Doch zeichnete sich dieser Trend bereits vor fünf Jahren ab. 2011 beschäftigte die Photovoltaik-Industrie in der Schweiz 10'000 Personen. Letztere arbeiteten in der Produktion, der Installation, oder in der Forschung und Entwicklung. Nur fünf Jahre später waren es nur noch 5500 Personen. José Martin ist bei Swissolar verantwortlich für die Solarwärme.
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Gewerbeverband fordert erstmals 50-Stunden-Woche (Mi, 8 Nov 2017 08:00:00 GMT)
50 Stunden pro Woche arbeiten: Künftig soll das möglich sein, wie der Schweizer Gewerbeverband erstmals fordert. Er geht damit weiter als verschiedene im Parlament hängige Vorstösse zur Lockerung des Arbeitsgesetzes. Am Ende solle aber nicht mehr, sondern nur flexibler gearbeitet werden, heisst es. Der Aufschrei bei den Gewerkschaften ist dennoch gross. Die Rede ist von einem "Frontalangriff" auf den Arbeitnehmerschutz.
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Wen die Schweizer mögen (und wen nicht) (Di, 7 Nov 2017 12:46:00 GMT)
Der Gemeinwohl-Atlas zeigt jedes Jahr, welche Unternehmen und Organisationen die Schweizer Bevölkerung für gesellschaftlich wertvoll hält. Die Schweizerische Rettungsflugwacht geniesst in der Bevölkerung die höchste Wertschätzung, gefolgt von fünf gemeinnützigen Organisationen, die im Gesundheitssektor tätig sind. Ein Imageproblem hingegen haben die ehemals libysche Tankstellenkette Tamoil sowie die Fussballverbände Uefa und Fifa. Sie belegen die hintersten drei Ränge. Die Universität St. Gallen befragte dieses Jahr 14'502 in der Schweiz wohnhafte Personen im Alter zwischen 18 und 92 Jahren. Vorgelegt wurde ihnen eine Liste der bedeutendsten Unternehmen und Organisationen, die zugleich in der Schweiz einen hohen Bekanntheitsgrad geniessen. Die Befragten bewerteten auf einer Skala von 1 (lehne ab) bis 6 (stimme zu), inwieweit eine Organisation zum Gemeinwohl beiträgt. Abgefragt wurden die jeweiligen Beiträge zur Lebensqualität und zum Zusammenhalt. Weitere Kriterien: Die ...
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"Ich sagte, eines Tages mache ich diesen Betruf auch" (Di, 7 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Schon als kleines Mädchen hütete Irene Jauch Ziegen. Heute sind es über 400 Tiere, die sie auf der Alp Oberberg im Kanton Uri betreut. Jeden Abend singt die 35-Jährige dort durch einen Holztrichter den Betruf.  People of Switzerland  ist ein multimediales Projekt von den Freelance-Journalisten Jennifer Greenland und Nora Hesse. Menschen aus allen Schweizer Städten, Dörfern und Tälern erzählen in den vier Landessprachen oder auf Englisch aus ihrem Leben. Wie fühlt es sich an, hier zu leben? Was inspiriert sie? Was macht ihnen Angst? Und was würden sie ändern? swissinfo präsentiert die Porträts in loser Folge als Videoblog. Sie war zwölf Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine Geburt alleine durchführte. "Meine Lieblingsziege war trächtig. Aber mit zwei Zicklein, die in ihrem Bauch ineinander verkeilt waren. Sie schaffte es nicht alleine und brauchte meine Hilfe." Irene war ganz alleine mit den Tieren im Stall, denn der Vater hatte sie damit beauftragt, den Ziegen zu schauen, ...
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Datenleck "Paradise Papers" betrifft auch Schweizer Firmen (Mo, 6 Nov 2017 08:54:00 GMT)
Die Panama Papers erleben eine Fortsetzung: Ein neues, riesiges Datenleck enthüllt brisante Informationen darüber, wie multinationale Unternehmen und die Reichsten der Welt mit Offshore-Konstrukten in der Karibik Steuern vermeiden. Betroffen sind vom Datenleck auch Rohstofffirmen mit Sitz in der Schweiz, darunter Glencore. Nach den "Panama Papers" gibt es eine neue Veröffentlichung zu Daten über Steuerschlupflöcher und über womöglich brisante Geschäftskontakte hochrangiger Persönlichkeiten. Die riesige Datenmenge kommt unter anderem von der Kanzlei Appleby aus den Bermudas. Mindestens drei Rohstofffirmen mit Sitz in der Schweiz sind von den Enthüllungen betroffen. Zum Beispiel Glencore. Glencore: Zu Applebys Kunden gehört auch der Schweizer Rohstoff-Riese Glencore. Über 30'000 Dokumente im Leck sollen das Unternehmen mit Sitz in Baar (ZG) betreffen. Sie legen laut den Rechercheuren den Verdacht nahe, dass bei einem Rohstoffdeal in Afrika Schmiergelder geflossen sein könnten.
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Denn sie wollen nicht wissen, was sie tun (Sa, 4 Nov 2017 08:00:00 GMT)
Ein Dorfmetzger verkündet, dass er für einmal nicht im weiss gefliesten Hinterzimmer schlachtet, sondern zwei Schweine öffentlich zerlegt. Tierschützer schreien auf, drohen mit Anwälten, drängen die Regierung den Anlass zu verbieten. Die Geschichte einer alten Tradition, die ihren Platz nicht mehr findet.  Ein Schuss. Innert Millisekunden zerstört der Bolzen das papayagrosse Schweinehirn. Noch sendet es seine letzten Signale in die Nervenbahnen. Die rosa Beine zucken im Heu. Zwei Männer halten den schweren Leib. Einer sticht in die Halsschlagader, Blut spritzt dunkelrot in einen weissen Kessel. Kleine Tropfen landen auf den Plastikschürzen der Metzger, und an den Kragen ihrer feingestreiften Hemden. In Sissach im Kanton Basel-Land, einem kleinen Dorf im Norden der Schweiz, werden an diesem feuchten Samstagmorgen öffentlich zwei Schweine geschlachtet. Eine sogenannte Hausmetzgete, ein alter Schweizer Brauch, der traditionellerweise dann stattfindet, wenn der Nebel schwer auf den ...
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Uhrengigant im neuen Holzbau (Fr, 3 Nov 2017 18:00:00 GMT)
Die Schweizer Uhrenindustrie durchlebt seit Anfang der 2000er-Jahre einen Boom. Das hat viele Uhrenfirmen dazu verleitet, massiv in ihre Infrastruktur zu investieren. Das gilt auch für Omega, hinter Rolex die zweitgrösste Uhrenmarke der Welt. In Biel wurde ihre futuristisch anmutende neue Produktionsstätte eingeweiht. Die neue Fabrik beherbergt alle Montage- und Prüfprozesse der Uhrenmarke unter einem Dach. Insbesondere wurde ein vollautomatisches Lagersystem installiert, das mehr als 30'000 Schachteln mit Uhrenkomponenten enthält. Um die Feuergefahr zu reduzieren, wurde der Sauerstoffgehalt in der Luft des Lagers reduziert. Architekt des 70 Meter langen, 30 Meter breiten und 30 Meter hohen Gebäudes ist der Japaner Shigeru Ban, der in der Schweiz schon verschiedene Gebäude entworfen hat, darunter auch der neue Sitz der Omega-Mutter Swatch Group. Ban zeichnet sich durch den Einsatz von viel Holz in seinen Bauten aus, so auch hier. Die neue Uhrenfabrik besteht in erster Linie aus ...
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Bundesrat will Rechts-Vorbeifahren auf Autobahn erlauben (Fr, 3 Nov 2017 07:48:00 GMT)
Um während Staus etwas Entlastung zu bringen, will der Bundesrat künftig das Rechts-Vorbeifahren auf der Autobahn erlauben.
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Laura Scholl: "Wie ich zur 'Heimweh-Japanerin' wurde" (Do, 2 Nov 2017 13:00:00 GMT)
Während ihres Studiums lebte die 34-jährige Laura Scholl mehrere Jahre in Japan – und wanderte danach in den Inselstaat aus. Für ein Nachdiplom-Studium ist sie nun während einem Jahr als "Heimweh-Japanerin" wieder in der Schweiz und blickt wehmütig auf ihre Zeit in Tokio zurück. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Laura Scholl: Ich habe ostasiatische Kunstgeschichte, Japanologie und Sinologie studiert. Während der Uni-Zeit war ich insgesamt drei Jahre in Japan. Bereits das erste Mal in Japan – ein Kurzaufenthalt von sechs Wochen an einer Sprachschule in Okazaki in der Präfektur Aichi – wusste ich, dass ich in Japan leben und arbeiten wollte. Direkt nach meinem Lizenziats-Abschluss im Frühling 2012 bin ich dann nach Japan ausgewandert, um im Bereich HR/Recruiting anzufangen. Schritt für Schritt habe ich meine Karriere weiterentwickelt, von einer vierköpfigen Boutique Headhunting-Firma zur Talent Acquisition Spezialistin bei Johnson & Johnson. Im ...
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Schweizer Züge, aber "Made in USA" (Do, 2 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Das Thurgauer Unternehmen Stadler Rail baut im US-Bundesstaat Utah eine eigene Fabrik auf. Dereinst könnten dort bis zu 1000 Mitarbeitende tätig sein. Stadler Rail sieht im US-Markt ein grosses Potenzial für seine Schienenfahrzeuge. Ein eigener US-Produktionsstandort ist nötig geworden, weil bei der Vergabe von Aufträgen im Personennahverkehr häufig amerikanische Bundesgelder fliessen. Nur Produkte "Made in USA" werden berücksichtigt. Bisher ist nur ausgedörrtes Brachland zu sehen. Der heisse Sommer hat seine Spuren hinterlassen. Doch schon bald werden hier Baumaschinen auffahren, um mit der Konstruktion der Fabrikhallen zu beginnen. 50 Millionen US-Dollar will Stadler investieren. "Ein sehr guter Standort", sagt Martin Ritter, Chef von Stadler Rail in den USA, als er uns das Gelände bei einer Besichtigungstour zeigt. In der Tat: Der Standort befindet sich nur wenige Minuten entfernt vom internationalen Flughafen von Salt Lake City und in direkter Nähe zur Autobahn "Interstate 80".
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Der erste Schweizer Geldautomat in Zürich (Mi, 1 Nov 2017 13:30:00 GMT)
Am 1. November 1967 wurde in Zürich der erste Bankomat in Betrieb genommen. Ab diesem Tag konnte man bis zu 200 Franken aufs Mal beziehen und dies zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ein Rückblick. Mit einer Geheimzahl und einer Lochkarte aus Papier schritt man Ende 1967 zum Bankomaten an der Zürcher Bahnhofstrasse, um sein Geld an einem Automaten zu beziehen. Nach zehn Bezügen mit maximal 200 Franken musste eine neue Karte her. Das Pilotprojekt, das am 1. November startete, erwies sich als Erfolg, und so wurden ab April 1968 die Bankomaten eingeführt.  Insbesondere die Anonymität und die Unabhängigkeit von Schalteröffnungszeiten stiessen bei den Menschen auf grossen Zuspruch. Heute sind die Geldautomaten nicht mehr wegzudenken. Der erste Bankomat ging am 27. Juni 1967 in London in Betrieb, entwickelt vom Schotten John Shepherd-Barron, der in einem Interview mit der BBC sagte: "I hit upon the idea of a chocolate bar dispenser, but replacing chocolate with cash" ("Ich kam auf die ...
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Berner Airline Skywork fliegt wieder (Mi, 1 Nov 2017 10:00:00 GMT)
Die Berner Airline Skywork fliegt wieder. Nach dreitägigem Unterbruch verliess die erste Maschine am Mittwoch um 06.30 Uhr den Flughafen Bern in Belp. Das ist der Website des Flughafens zu entnehmen. Die Maschine hob ab mit Ziel München. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hatte Skywork am späten Dienstagabend die Betriebsbewilligung erteilt. Zuvor war es der Fluggesellschaft gelungen, den erforderlichen Finanzierungsnachweis für den Winterflugplan vorlegen zu können. Zu möglichen Investoren oder Konsortien machte Skywork keine genauen Angaben. Skywork hat ein Grounding hinter sich. Seit Sonntag gab es keine Flüge mehr, weil die Betriebsbewilligung des Bundes fehlte. Die Gesellschaft hat fünf Flugzeuge und 120 Angestellte.
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Künstliche Intelligenz: Lugano bietet ersten Schweizer Masterstudiengang an (Mo, 30 Okt 2017 15:03:00 GMT)
Die Universität der italienischen Schweiz (USI) in Lugano bietet neu einen Masterlehrgang für künstliche Intelligenz an. Für die Schweiz eine Premiere. "Wissen Sie, was lustig ist? Wenn man mich vor fünf Jahren gefragt hätte, ob Autos jemals alleine fahren werden, hätte ich wahrscheinlich geantwortet, dass in zwanzig Jahren darüber gesprochen wird", sagt Luca Maria Gambardella. "Doch wenn sich neben den Forschern – welche die methodischen Grundlagen legen – auch die Industrie und die Wirtschaft bewegen, können beeindruckende Ergebnisse erzielt werden. Das selbstfahrende Auto ist heute Realität, und bis vor kurzem war es für uns noch gar nicht denkbar." Gambardella ist Direktor des Instituts Dalle Molle für künstliche Intelligenz (IDSIA), das 1988 von Angelo Dalle Molle gegründet wurde. Der Erfinder des Alkoholgetränks Cynar glaubte an den technologischen Fortschritt als Beitrag zu einer besseren Lebensqualität (er war beispielsweise ein Wegbereiter für die Elektromobilität). Er ...
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Für eine eigene Airline ist Bern kein Markt (Mo, 30 Okt 2017 09:50:00 GMT)
Am Sonntag groundete die Berner Fluggesellschaft Skywork ihre Flotte von fünf propellergetriebenen Kurzstreckenfliegern. Für Linienflüge bietet der kleine Flughafen Bern-Belpmoos vor den Toren der Schweizer Hauptstadt nicht Markt genug. Gleichzeitig mit dem Grounding der Berner Fluggesellschaft Skywork kündigte die slowenische Adria Airways am Sonntag an, mehrere wichtige Verbindungen zu übernehmen. Sie will ab 6. November ab Bern-Belp die Städte Berlin, Hamburg, München und Wien anfliegen.  Weiter unklar blieb auch am Montag, wie es mit der Skywork weitergeht. Flüge fanden nicht statt. Seit dem Jahr 2000 haben es in Bern rund ein Dutzend Fluggesellschaften versucht. Das Grounding von Skywork kommt also nicht überraschend. Denn Flüge anbieten ab Bern-Belp ist ein schwieriges Unterfangen. Bereits nach kurzer Zeit ist seit der Jahrtausendwende den Fluggesellschaften reihenweise das Geld ausgegangen oder sie haben von sich aus die Reissleine gezogen, weil das Geschäft nicht ...
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"Rätoromanisch findet nicht nur in den Bergen statt" (So, 29 Okt 2017 10:00:00 GMT)
Das rätoromanische Radio und Fernsehen bekommt einen neuen Chefredaktor. Dieser hat unorthodoxe Ideen: Der ehemalige Schweizer Gardist setzt auf Exilbündner, die kein Rätoromanisch sprechen. Am 1. November tritt Flavio Bundi seine Stelle als Chefredaktor des rätoromanischen Radios und Fernsehens (RTR) in Chur an. Bundi hat bisher als Papstgardist sowie als Programmleiter easyvote, einer Plattform zur Förderung der politischen Partizipation von jungen Erwachsenen, gearbeitet. In seiner Freizeit ist Bundi als Dirigent und Komponist tätig. swissinfo.ch hat mit ihm über junge Medienkonsumenten, Service Public, "No Billag"-Initiative sowie Sprachminderheiten in der direkten Demokratie gesprochen. swissinfo.ch: Sie sind 30 Jahre alt und haben noch nie auf einer Redaktion gearbeitet. Warum hat man Ihnen den Posten als Chefredaktor des rätoromanischen Radios und Fernsehens (RTR) gegeben? Flavio Bundi: Gute Frage (lacht). Die Verantwortlichen setzen wohl auf mich als Person, weniger ...
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Schweiz-Frankreich – ein ungleicher Warenkorb (Sa, 28 Okt 2017 07:56:01 GMT)
Unsere Stichprobe eines Einkaufs von 14 Grundnahrungsmitteln zeigt 30,38 Franken (€27.74) Unterschied zwischen der Schweiz (Coop Supermarkt in Lausanne) und Frankreich (Carrefour Supermarkt in Ferney Voltaire, nahe Genf). Der Schweizer Warenkorb war 91% teurer. Die Stichprobe fand Ende Juni 2017 statt.
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Tourismus wieder im Aufwind (Fr, 27 Okt 2017 06:39:00 GMT)
Mit dem Schweizer Tourismus geht es wieder bergauf. Die Konjunkturforschungsstelle KOF rechnet mit einem Anstieg der Übernachtungen sowohl in der Sommer- als auch in der bevorstehenden Wintersaison.
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Geldwäschereigesetz soll auch für Immobilien gelten (Do, 26 Okt 2017 11:08:00 GMT)
Die Schweizer Gesetzgebung zur Geldwäscherei enthält Schlupflöcher, die den Erwerb von Immobilien mit illegalem Geld ermöglichen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht von Transparency International, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Nichtregierungs-Organisation Transparency International (TI), die sich gegen Korruption engagiert, zeigt im Bericht drei gravierende Lücken der Schweizer Gesetzgebung auf:Der Geltungsbereich des aktuellen Geldwäschereigesetzes erstreckt sich nicht auf die zentralen Akteure einer Immobilientransaktion wie Notare und Immobilienmakler.Das Gesetz über den Kauf von Grundstücken durch Ausländer ("Lex Koller") bietet keine griffigen Instrumente, um Geldwäscherei beim Immobilienkauf durch ausländische Personen oder Firmen zu erkennen und zu sanktionieren.Drittens ist das Schweizer Grundbuch unvollständig und zu wenig transparent. Deshalb bleiben Geldwäschereifälle unentdeckt. Das Schweizer Geldwäschereigesetz ist seit 1998 in Kraft. Wesentliches ...
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Pressebilder aus der Dunkelkammer (Mi, 25 Okt 2017 13:30:00 GMT)
Pressebilder schockieren, informieren, vermitteln und überraschen – sie berühren uns. In der Ausstellung «Netzwerk Schweizer Pressefotografie» in Aarau wird dem Bild von der Auftragserteilung bis zur Veröffentlichung in der Zeitung nachgegangen. Der Blick hinter die Kulissen zeigt das Netzwerk der beteiligten Akteurinnen und Akteure, ihre unterschiedlichen Berufsfelder und ihre Zusammenarbeit für die Produktion. Mit der Digitalisierung hat die analoge Pressefotografie ausgedient und einen riesigen, vielfältigen Bilderschatz hinterlassen. Diese noch weitgehend unerforschten Fotobestände bilden neben der Kunst- und Autorenfotografie eine eigene Kategorie mit spezifischen Rahmenbedingungen und Produktionsformen.  Zeitlich fokussiert die Ausstellung auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und wirft so einen Blick zurück auf die Arbeitspraxis, als ein fotografisches Bild noch auf Film belichtet und im Labor vergrössert wurde, als die Retuscheurinnen nicht vor dem ...
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"Wir konnten uns das nicht vorstellen" (Mi, 25 Okt 2017 11:30:00 GMT)
Der Schweizer Automobilingenieur Marc Besch war Teil jener Gruppe, die als erste auffälliges Verhalten bei VW-Dieselmotoren gemessen hat. Dass ein Hersteller absichtlich das Messverfahren betrügt und Gesetze bricht, hielt er zuerst nicht für möglich. Bieler Tagblatt: Marc Besch, sind Sie ein Nerd? Marc Besch: (lacht) Vermutlich schon ein bisschen. Der "Spiegel" hat Sie so beschrieben. M.B.: Es ist schon so: In praktisch jeder Diskussion, die wir unter Kollegen haben, geht es um die Arbeit. Sind Sie ein dermassen leidenschaftlicher Abgastechniker? M.B.: Ich bin Forscher, habe eine grosse Faszination für die Technik. Ich mag es, auch selber mal was zu tun, nicht nur die Theorie anzuschauen. Ich lebe nun seit zehn Jahren auf dem Campus, mittlerweile zwar als Assistenzprofessor, doch ich verbringe jeden Tag mit den Studenten. Sie sind einer der drei Forscher, der den wohl grössten deutschen Industrieskandal der Nachkriegszeit aufgedeckt hat. Sie kommen gerade von einem Kongress ...
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Bauern sind wild auf Landschafts-Kosmetik (Mi, 25 Okt 2017 06:30:00 GMT)
Traditionelle Holzzäune oder Trockenmauern: Schweizer Bauern erhalten seit vier Jahren Geld vom Bund, wenn sie die Landschaft verschönern. Als es um die Einführung dieser sogenannten Landschaftsqualitäts-Beiträge ging, kritisierten die Bauern die Idee als "noch mehr bürokratischen Aufwand". Am Ende der ersten Finanzierungsperiode zeigt sich nun aber: Rund 70% der Bauern profitieren von solchen Beiträgen.
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Immer mehr informieren sich via Soziale Medien (Di, 24 Okt 2017 06:35:00 GMT)
Der Trend, dass sich immer mehr Menschen via Internet oder Soziale Medien informieren, setzt sich auch in der Schweiz fort. Die traditionellen Kanäle sind zwar noch wichtig, verlieren aber stetig. Das bestätigt das Jahrbuch "Qualität der Medien" der Universität Zürich, das am Montag vorgestellt wurde.
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