Wirtschaft - SWI swissinfo.ch

Urban Mining oder das zweite Leben für Baumaterial (So, 22 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Enrico Marchesi, Innovation Manager "NEST" an der Empa, erklärt das Konzept von Urban Mining und zeigt einige Beispiele.
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Guten Appetit! Teile dieser Wohnung können Sie essen (So, 22 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Eine moderne Wohnung dient in der Region Zürich zur Erforschung von neuartigen Materialien und Technologien, um in Zukunft ressourcenschonender zu bauen. Zentral an der Bauweise ist der Kreislaufgedanke. Nach ein paar Jahren soll die Wohnung komplett zurückgebaut und alle Materialen weiterverwendet werden. Es ist wohl das verrückteste Haus der Schweiz, das "NEST" in Dübendorf. Darin hat die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) einige Büros und verschiedene Forschungsprojekte untergebracht. Mit Filzüberziehern an den Schuhen betreten wir eine topmodern eingerichtete Wohnung, eine so genannte Unit. Das erste, was auffällt, ist ein angenehmer Geruch nach mit natürlichen Ölen behandeltem Holz. Die Wohnung im dritten Stock wird "UMAR" genannt. "UMAR" steht für "Urban Mining and Recycling". Im Mai sollen zwei Studierende einziehen. "Wir haben hier eine reale Umgebung. Das sind keine Ausstellungen, keine Labors", sagt Enrico Marchesi, Innovation Manager im "NEST".
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Generation Netflix schmetterte "No Billag" am stärksten ab (Fr, 20 Apr 2018 08:51:00 GMT)
Die Angst vor dem Ende der SRG war einer der Hauptgründe für die klare Ablehnung der No-Billag-Initiative. Dies geht aus einer Nachwahlbefragung hervor. Ausgerechnet die Generation der "Digital Natives" stimmte am deutlichsten gegen die Abschaffung der Gebühren. Das Verdikt der Schweizer Stimmbürger war am vergangenen 4. März klar: 71,6% schickten die Volksinitiative bachab. Nur 28,4% stimmte für ein Verbot der Gebührenfinanzierung der SRG – in der Schweizer Abstimmungsdemokratie eine schon fast vernichtende Niederlage. Nun liefert eine Befragung genauere Hinweise, wie dieses Resultat zustande kam. 80% der 18- bis 29-Jährigen legten ein Nein in die Urne. Dies, obwohl im Abstimmungskampf oft von den veränderten Mediengewohnheiten der Jungen die Rede gewesen sei. Konkret: Die Generation Netflix habe kaum mehr einen Bezug zu den gebührenfinanzierten öffentlichen Medien und deren Sendungen. Quer durch alle Altergruppen Gleichzeitig lag die Stimmbeteiligung dieser Altersgruppe ...
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Unternehmer und Sportmäzen Andy Rihs gestorben (Fr, 20 Apr 2018 06:45:00 GMT)
Sein grosser Traum war es, die Tour de France gewinnen. Nicht als Radrennfahrer, – dazu war er etwas zu alt und wohl auch etwas zu schwer –   sondern als Teambesitzer: Der Schweizer Andy Rihs, Chef des Hörgeräteherstellers Phonak. Und er hat sie gewonnen: 2006 siegte der Amerikaner Floyd Landis für Rihs' Schweizer Phonak Team. Nur um vier Tage später als Dopingsünder entlarvt und von dannen gejagt zu werden. Nun starb einer der grössten Investoren im Schweizer Sport 75-jährig an den Folgen einer schweren Krankheit in Zürich. 2011 aber erfüllte sich sein Traum doch noch: Der Australier Cadel Evans gewann die Grande Boucle für BMC, das Nachfolgeteam von Phonak. Seit 13 Jahren war der Mäzen zusammen mit seinem Bruder auch Besitzer des Schweizer Fussballclubs Young Boys. Ironie des Schicksals: Die Berner stehen kurz vor ihrem ersten Meistertitel seit 32 Jahren – die Krönung seines Engagements, die Rihs jetzt mehr erleben sollte. Andy Rihs war aber in erster Linie Unternehmer, und ...
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Mädchen oder Junge? Kinder werden operiert, um ein Kästchen ankreuzen zu können (Do, 19 Apr 2018 12:00:00 GMT)
Angeblich kommen 1 bis 2% aller Kinder intersexuell zur Welt. Oft bleiben sie ihr Leben lang in schmerzlichem Schweigen gefangen. Der Dokumentarfilm "Ni d’Ève, Ni d’Adam. Une histoire intersexe" von Floriane Devigne gibt ihnen nun eine Stimme.   Die Westschweizer Regisseurin Floriane Devigne hinterfragt in dem Film die etablierten Geschlechter-Normen, für welche die Gesellschaft manchmal bereit ist, sehr weit zu gehen. Der französisch-schweizerische Dokumentarfilm läuft im Rahmen des Wettbewerbs am Festival Visions du Réel in Nyon. Das Geheimnis der Intersexualität ist meist schwer zu ertragen. Das Tabu ist oft beklemmend, zerstörerisch. Floriane Devigne wirft mit ihrem Film ein Schlaglicht auf diese Varianten der sexuellen Entwicklung und gibt Betroffenen eine Stimme. Film führt zur Gründung eines Vereins Aus der Freundschaft zwischen verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten des Films und deren Umfeld ist der Verein InterAction, l'Association Suisse pour les ...
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Folgen der US-Sanktionen für Schweizer Konzern Sulzer (Mi, 18 Apr 2018 06:28:00 GMT)
Die US-Sanktionen gegen den russischen Sulzer-Aktionär Viktor Vekselberg haben dem schweizerischen Konzern zugesetzt. Rein juristisch ist der Fall nun gelöst: Vekselberg hat seine Mehrheits-Beteiligung reduziert und die US-Behörden akzeptieren den Deal. Doch welche Folgen hat diese Episode für die Sulzer-Geschäfte?
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"Schweizer Industrie hat starken Franken ausserordentlich gut überstanden" (Di, 17 Apr 2018 14:00:00 GMT)
Diese Woche findet in Moutier im Kanton Bern eine der grössten Ausstellungen der Welt statt, die sich ausschliesslich den mikrotechnischen Produktionsmitteln SIAMS widmet. Ihr Direktor, Pierre-Yves Kohler, unterstreicht die unglaubliche Widerstandsfähigkeit der Schweizer Industriellen in einem schwierigen monetären Umfeld. Vom 17. bis 20. April präsentieren mehr als 450 Aussteller den rund 20'000 Besuchern aus über 40 Ländern ihre neuesten Innovationen im Zentrum des Jurabogens, dem Herzen der Schweizer Präzisionsindustrie. Im Unterschied zu den grossen Uhrenmessen gibt es hier keinen Platz für Glitzer und Topmodels: Die wahren Stars sind die Maschinen und die neueste Technologie. Und diese 16. Ausgabe von SIAMS scheint vielversprechend zu sein: Nach drei Jahren des Kampfes gegen den starken Franken können die Schweizer Industriellen endlich den Kopf über Wasser halten und wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken. swissinfo.ch: Kann man sagen, dass SIAMS für die ...
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"Volksvermögen gehört nicht renditeorientierten Privaten" (Di, 17 Apr 2018 09:30:00 GMT)
Staatsnahe Betriebe, die ganze Unternehmenseinheiten oder Teile ihres Vermögens an Private verkaufen, sorgen in der Schweiz für Aufsehen. Das ist ein Unding, sagt Jacqueline Badran im Interview mit swissinfo.ch. Die Nationalrätin der Sozialdemokratischen Partei SP kämpft an vorderster Front gegen diese "Veruntreuung von Volksvermögen". In einer modernen Gesellschaft braucht jede und jeder neben Wasser, Luft und Boden auch Strom, Bildung, Gesundheit, Post- oder Transportdienstleistungen. Die Nutzung dieser essentiellen Güter wurde in der Schweiz Staats- oder staatsnahen Betrieben übertragen. In jüngster Zeit häufen sich aber Meldungen, dass diese Betriebe Teile ihres Geschäfts oder Vermögens veräussern.  Letzten Monat verkaufte der grösste Schweizer Stromkonzern Alpiq sein Industriegeschäft für 850 Millionen Franken an den französischen Baukonzern Bouygues. Für Schlagzeilen sorgte auch, dass die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in den letzten zehn Jahren Grundstücke im Wert von ...
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Der Franken schwächelt (Di, 17 Apr 2018 06:35:00 GMT)
Die letzten vier Jahre waren turbulent für die Entwicklung des Schweizer Frankens. Nach der Aufhebung des Mindestkurses zum Euro, anfangs 2015, folgte eine Zeit der Unsicherheit. Nun kommt der Wechselkurs nahe an die damalige Untergrenze von 1 Franken und 20 Rappen zum Euro. Woran liegt das?
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Erleben Sie swissinfo.ch in 360 Grad (Mo, 16 Apr 2018 11:31:00 GMT)
Von den Alpengipfeln in die Säle der Schweizer Regierung und auf die Strassen der Städte während den Fasnachtsfeiern. Werfen Sie einen 360-Grad-Blick auf swissinfo.ch, den internationalen Dienst der SRG, und die Themen, über die wir berichten. (swissinfo.ch/concept360)
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Die Einsteins der Welt versammeln sich in Genf (Fr, 13 Apr 2018 15:00:00 GMT)
In Genf findet zurzeit die 46. Internationale Erfindermesse statt. Während vier Tagen können Erfinder aus aller Welt die Früchte ihrer Arbeit präsentieren und vor allem auf Möglichkeiten hoffen, ihre Entdeckungen zu vermarkten. Wie üblich findet die Messe im Palexpo in Genf statt, einem Gebäude in der Nähe des Genfer Flughafens, in der jeweils Grossveranstaltungen wie der Automobilsalon, die Buchmesse, Konzerte etc. stattfinden. Und natürlich ist auch die Internationale Erfindermesse ein grosses Ereignis - sogar das wichtigste seiner Art in der Welt. 2018 stellen 700 Erfinder aus 45 Ländern insgesamt tausend Erfindungen vor. Die Internationale Erfindermesse ist beliebt und verhilft den Ausstellern zu Visibilität: Im vergangenen Jahr kamen mehr als 30'000 Besucher (davon ca. 40% Berufsleute) und 650 Journalisten. Die Messe bietet Erfindern auch die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Geschäfte zu machen. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Ausstellerbefragung ergab, dass ...
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Müllheim – Gemeinde mit einem Staat im Dorf (Fr, 13 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Eigene Währung, Staatsbürgerschaft, ein palastähnlicher Bau – und die Ablehnung des demokratischen Staates Schweiz: Im thurgauischen Müllheim betreibt ein erfolgreicher Unternehmer seinen eigenen Fantasie-Staat namens Avalon. Im Dorf nimmt das zwar niemand wahr. Dennoch: Die obskure Parallelstruktur ist keineswegs nur harmlos. Es könnte eine Kathedrale sein. Oder ein Tempel. So gewichtig, wie dieser grosse Klotz aus hellgrauem Stein in Müllheim steht, in diesem ländlichen Thurgauer Dorf.  Der Modelhof, wie das steinerne Rechteck mit der goldenen Figur über dem Eingang heisst, ist jedoch keine Kirche – wenn hier auch durchaus Leute mit demselben Glauben zusammenkommen: Er ist vielmehr die Materialisierung des Gedankengebäudes von Avalon. Ein Fantasie-Staat mit eigenen Münzen, einer Staatsbürgerschaft, für die ein geheimer Eignungstest bestanden werden muss.  Und mit einer klaren Haltung, was die demokratische Gesellschaft im Staat Schweiz betrifft: Ablehnung. Ausgerufen ...
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Schweizer Bundespräsident in Japan (Fr, 13 Apr 2018 06:28:00 GMT)
Bundespräsident Alain Berset ist in Tokio vom japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe empfangen worden. Japan gehört zu den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz. Die Exporte beliefen sich im letzten Jahr auf 7,3 Milliarden Franken.  Mit Blick auf die intensiven Wirtschaftsbeziehungen habe Berset den Willen der Schweiz bekräftigt, das "erfolgreiche" bilaterale Freihandelsabkommen zu aktualisieren, teilte das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mit.
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Viktor Vekselberg: Der diskrete russische Oligarch in der Schweiz (Do, 12 Apr 2018 13:00:00 GMT)
Der öffentlichkeitsscheue russische Milliardär Viktor Vekselberg sorgt wieder für Schlagzeilen, auf die er lieber verzichten würde. Vekselberg und seine Investmentgruppe Renova wurden auf eine Sanktionsliste der USA gesetzt – eine schlechte Nachricht für seine Schweizer Firmen. Um den Schweizer Industriepumpen-Hersteller Sulzer vor US-Sanktionen zu schützen, musste Viktor Vekselbergs Gruppe Renova ihre Beteiligung auf unter 50% reduzieren. Wegen Vekselbergs Engagement bei Sulzer kam es zu Kursverlusten. Auch Oerlikon und Schmolz + Bickenbach, die sich ebenfalls im Besitz der Renova befinden, blieben nicht verschont. Wer ist Viktor Vekselberg, und was genau hat er mit der Schweiz zu tun? Der Russe besitzt gegenwärtig mehr als 13 Milliarden Dollar (12,4 Milliarden Franken), was ihn laut Forbes zur neuntreichsten Person in Russland macht. Er schaffte es vom Altmetallhändler in Russland zum Besitzer der weltweit grössten Sammlung von Fabergé-Eiern. Auf dem Papier wohnt er in der ...
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Grenzgänger träumen noch immer von der Schweiz (Do, 12 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Trotz Attacken populistischer Parteien gegen Grenzgänger in Genf ziehen die Schweizer Löhne nach wie vor Franzosen an. Manchmal kommen sie auf der Suche nach einer Stelle in der Schweiz von weit her. Der Traum entspricht aber nicht immer der Realität auf dem Arbeitsmarkt. "In Montpellier haben wir zwar Sonne, aber keine Arbeit", sagt Thibault Torres. Der Wartungstechniker hatte in der Produktion medizinischer Analysegeräte gearbeitet. Nachdem er aus wirtschaftlichen Gründen entlassen worden war, konnte er keine Stelle mehr finden. In seiner Verzweiflung entschied er sich, das milde Klima im Süden Frankreichs zu verlassen, um sein Glück auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zu versuchen. Seit zwei Wochen lebt er nun bei einer Freundin in Saint-Julien-en-Genevois, einer französischen Grenzgemeinde, und verschickt seine Bewerbungsunterlagen – bisher vergeblich. "Ich würde gerne in der Uhrenbranche arbeiten, denn ich liebe die schöne Mechanik. Aber alle Arbeitgeber verlangen entsprechende ...
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So wird ein Schweizer Düsenjet gebaut (Mi, 11 Apr 2018 13:30:00 GMT)
Die Arbeit am neuen Businessjet des Schweizer Flugzeugherstellers Pilatus hat rund zwölf Jahre gedauert. Nun werden die ersten PC-24 an Kunden ausgeliefert. Ein Blick in die Montagehalle zeigt, wie der Jet gebaut wird. Der PC-24 ist das erste Düsenflugzeug, das Pilatus Flugzeugwerke herstellt. Je nach Ausbau bietet der Businessjet Platz für bis zu zehn Personen. Er hat eine Reichweite von 3600 Kilometern, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 815 km/h. Pilatus investierte mehr als 500 Millionen Franken in die Entwicklungs- und Fertigungsarbeiten in Stans im Kanton Nidwalden. Für die Firma ist es ein grosser Wurf: Das 17 Meter lange Geschäftsflugzeug ist der einzige Businessjet, der auch auf kurzen Sand- und Schotterpisten starten und landen kann. Die dafür benötigten 820 Meter seien ein Rekord in diesem Segment, so Pilatus. In diesem Jahr sollen 23 der 84 bestellten PC-24 an Kunden ausgeliefert werden. Das erste Flugzeug des Typs geht an das US-Luftfahrtunternehmen PlaneSense, das ...
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Die Senioren haben das Wort (Mi, 11 Apr 2018 08:00:00 GMT)
Der 2001 gegründete Schweizerische Seniorenrat ermöglichte es, dass diesem wachsenden Bevölkerungsanteil Gehör geschenkt wird. Die Regierung muss ihn für alle Massnahmen anhören, die ältere Menschen betreffen. Seine Mitglieder verfügen zur Verteidigung ihrer Rechte über eine Plattform. Allerdings besteht noch kein Anlass zur Freude. "Früher entschieden die Politiker für die älteren Leute. Zwar bestanden verschiedene Rentner-Organisationen, jedoch kein Dachverband. Nun vertritt sie der Rat und kämpft für ihre Interessen bei der Bundesverwaltung, im Parlament und beim Bundesrat", sagt Michel Pillonel, einer der beiden Co-Präsidenten dieser föderativen Organisation. Der Schweizerische Seniorenrat (SSR) hat 200'000 Mitglieder, ist jedoch das Sprachrohr der 1,8 Mio. Schweizer Rentnerinnen und Rentner. Er sorgt sich um deren Würde, Lebensqualität und Beteiligung am gesellschaftlichen und politischen Leben, besonders im Zusammenhang mit sie betreffenden Entscheiden. Sein Leitmotiv: "Wir ...
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Vollgeld als umstrittenes Heilmittel gegen Finanzkrisen (Di, 10 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Geld wird heute vor allem von privaten Banken geschaffen, und nicht von Zentralbanken, obwohl diese Meinung weit verbreitet ist. Doch führt dieses System nicht zu Spekulation und Finanzkrisen? Die Befürworter der "Vollgeld-Initiative" sind davon überzeugt. Sie wollen mit einer radikalen Reform des Geldsystems den Schweizer Bankenplatz stabilisieren. Doch für Regierung und Parlament handelt es sich um eine gefährliche Hochrisikostrategie. Die Eidgenössische Volksinitiative "Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)" wurde von Ökonomen, Finanzfachleuten und Unternehmern lanciert. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ein stabileres Geldsystem zu verwirklichen. Die Initiative wurde im Nachgang zur grossen Finanzkrise lanciert, die vor 10 Jahren auch die Schweiz nicht verschonte. Regierung und Schweizerische Nationalbank mussten damals eingreifen, um die grösste Schweizer Bank, die UBS, zu retten. Die Befürworter der Initiative gehen von ...
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Vekselberg-Sanktionen – mögliche Folgen für die Schweiz (Mo, 9 Apr 2018 06:46:00 GMT)
Der Name des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg steht auf der Sanktionsliste der USA. Sein Vermögen wird in den USA eingefroren. Die Massnahme soll den inneren Machtzirkel des russischen Präsidenten Vladimir Putin treffen, als Retourkutsche für die mutmassliche Einmischung Russlands in den amerikanischen Wahlkampf. Die US-Sanktionen gegen Vekselberg könnten auch Schweizer Traditions-Firmen treffen.  Vekselberg ist an mehreren Konzernen beteiligt. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) steht deshalb im Kontakt mit US-Behörden.
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"Schweizer" Produkte sind in Nordamerika äusserst beliebt (So, 8 Apr 2018 14:00:00 GMT)
In den USA und in Kanada verkaufen sich Taschen und Rucksäcke mit dem Schweizerkreuz drauf wie warme Wecken. Ein gewinnbringendes Geschäft mit der Swissness. Nur: Mit der Schweiz hat das allerdings herzlich wenig zu tun. In der Schweiz kennt man sie kaum, aber die Nordamerikaner reissen sich darum: Von Quebec bis Kalifornien sind Taschen, Rucksäcke und Koffer mit dem Schweizerwappen schwer angesagt und verkaufen sich unter Studierenden und Geschäftsleuten zu Zehntausenden. Das weisse Kreuz auf rotem Grund, das die Marken benutzen, verspricht Praxistauglichkeit und Robustheit. Die Marken nennen sich Swiss Gear, Swiss Travel Products, Alpine Swiss, Swisswin oder sogar Swiss Alps. Trotzdem wurde dieses Erfolgsgepäck weder in der Schweiz noch von Schweizern noch für Schweizer hergestellt. Die Gepäckstücke stammen meist aus Asien und werden fast ausschliesslich in Nordamerika vertrieben. Dieses spezielle Geschäft der "Schweizer Taschen" läuft über mehrere Zwischenhändler und zeigt ...
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Der Zeichner des Heidi "Made in Japan" ist tot (Fr, 6 Apr 2018 09:30:00 GMT)
Isao Takahata, der japanische Altmeister des Zeichentrickfilms, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. In der Schweiz wurde er in den den 1970er-Jahren mit seiner TV-Animeserie "Heidi" bekannt. Die Heidi, die Takahata schuf, eroberte mit ihrem Lachen die Welt. Es gibt sie auf Tassen, T-Shirts und auf Schweizer Werbeplakaten. Mit der TV-Zeichentrickserie "Heidi, das kleine Mädchen aus den Alpen" landete Takahata einen Hit.  Das Titellied seiner Serie - eine Art Jodel à la Japonaise - wurde regelmässig in den Tokyoter Karaoke-Clubs gespielt. Heidi-Fans haben sich in Clubs zusammengeschlossen, die Kinder spielten mit Heidi-Puppen oder -Plüschfiguren.  Die Heidi-Originalvorlage stammte von der Kinderbuchautorin Johanna Spyri. Auch in der Schweiz hat Takahatas mit seiner Trickfilm-Serie viel bewegt. Dank ihm begaben sich unzählige Japaner auf Spurensuche ins Heididorf bei Maienfeld, das auf seiner Webseite noch immer mit Takahatas Zeichnungen wirbt.  Derzeit ist auch auf den ...
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Pilotin der ersten Stunde macht heute Millionenumsatz (Mi, 4 Apr 2018 09:02:00 GMT)
Helene Niedhart sorgte in den 80er Jahren für Schlagzeilen. Sie war eine der wenigen Berufspilotinnen der Schweiz. Und sie wollte fliegen.  Weil sie als Frau bei keiner Schweizer Airline einen Pilotenjob erhielt, gründete sie ihre eigene.    «Geht nicht, gibts nicht», sagt Helene Niedhart und lacht. Sie blickt im Verkehrshaus in Luzern auf die über ihrem Kopf an Drahtseilen hängenden Flugzeuge und Helikopter aus einer anderen Zeit. Über den Wolken gehe es ihr immer gut, sagte sie 1990 gegenüber der «Schaffhauser Zeitung».  Der erste Jet ist da Weil die Schweizer Fluggesellschaften in den 80er Jahren im Cockpit kaum Frauen anstellten, gründete die ausgebildete Linienpilotin ihre eigene Fluggesellschaft. Ihre Leidenschaft für die Fliegerei sei damals mit jedem Tag gewachsen, sagt sie rückblickend. Von der fixen Idee des Fliegens war sie nicht mehr abzubringen. Sie kaufte sich eine Cessna C421 und wurde Pilotin ihrer eigenen Airline. Drei Jahre später besass sie den ersten Jet, ...
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Der Mann, der die Schweiz billiger machen will (Mi, 4 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Die Schweiz hat einen offiziellen Preisüberwacher - jemand, der gegen unfaire Preise kämpft, die den Konsumenten schaden. Wer ist er und wo sieht er Sparpotenziale? Stefan Meierhans bekommt viel Post: Besorgte oder verärgerte Konsumenten schreiben ihm rund 2500 Briefe oder E-Mails pro Jahr. Einmal erhielt er sogar ein Pack Inkontinenz-Windeln. Meierhans klingt sachlich, wenn er sagt, sein Büro habe schon "alles erlebt". Nein, die Windeln seien "Gott sei Dank" nicht gebraucht gewesen, antwortet er, schaudert und schmunzelt dann über die Idee. Das Beispiel der Windeln steht aber für Konsumenten, die ihm manchmal im Ausland gekaufte Produkte schicken, um den Preisunterschied zum hiesigen Artikel zu illustrieren, wobei es sich oftmals um den genau gleichen Artikel handelt – oder zumindest um ein Produkt gleicher Qualität. Dass Inkontinenzprodukte in der Schweiz so teuer sind, hat laut Meierhans folgenden Grund: "Die Vorschriften sind zu detailliert. Nur Spezialgeschäfte dürfen sie ...
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Schweizer Aussenminister in China (Mi, 4 Apr 2018 07:22:00 GMT)
Die Schweiz und China wollen sich in Sicherheits- und Strategiefragen vermehrt austauschen. Mit diesem Ziel brach Aussenminister Ignazio Cassis zu seiner ersten aussereuropäischen Reise nach China auf. In Peking traf er seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
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Ueli Maurer: "Die Schweiz lebt vom Verkauf in die ganze Welt" (Di, 3 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer hat die G20-Staaten vor den Risiken von Krypto-Kapital gewarnt, was Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung angeht. In einem Interview mit swissinfo.ch plädierte er zudem für Handelsoffenheit und erklärte den Erfolg der Schweiz in Sachen Wettbewerbsfähigkeit. Ueli Maurer hatte in Buenos Aires am Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure der G20-Staaten teilgenommen. Das Treffen war geprägt von Debatten über nachhaltiges Wachstum, Marktöffnung, Protektionismus und die digitalisierte Wirtschaft. swissinfo.ch: Teilen die Bürger und Bürgerinnen der Schweiz die Politik der Regierung zur Förderung der Handelsfreiheit, vor allem mit den USA, China, dem Mercosur, dem Nahen Osten, der Europäischen Union...? Ueli Maurer: Die Schweiz im Allgemeinen und auch ihre Bürgerinnen und Bürger sind sehr offen für den internationalen Handel. Und wir wollen noch mehr internationalen Handel, denn die Schweiz lebt vom Verkauf in die ganze Welt. Was ...
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Steigende Zahlen bei Bergbahn-Benutzern (Di, 3 Apr 2018 06:37:00 GMT)
Anfang April geht die Skisaison in der Schweiz in der Regel zu Ende. Dank grossen Schneemengen in höheren Lagen geht der Winterbetrieb heuer während ein paar Tagen in einigen Regionen in die Verlängerung. Viele Wintersportorte sind mit der Saison zufrieden. Eine erste Bilanz im Kanton Graubünden zeigt steigende Zahlen bei den Bergbahn-Benutzern.
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"Genf behandelt uns wie Bürger zweiter Klasse" (Mo, 2 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Die Genferin Houda Khattabi findet keine Arbeit in der Schweiz. Grund ist ihr Wohnsitz: Frankreich, ennet der Grenze. Nun will sie auf politischem Weg für die Rechte tausender Schweizer Grenzbewohner im Grossraum Genf kämpfen. Porträt einer atypischen Kandidatin der Kantonswahlen vom 15. April.   Houda Khattabi ist wütend und scheut sich nicht, ihrem Ärger Luft zu machen: "Wir leiden unter dem gleichen Anti-Grenzgänger-Rassismus wie unsere französischen Mitbürger. Man nennt uns Profiteure, Verräter, Belästigungen am Arbeitsplatz sind an der Tagesordnung. Aufgrund der bevorstehenden Wahlen und der überall aufgehängten Anti-Grenzgänger-Plakaten, äussern sich einige Personen uns gegenüber schamlos und äusserst diskriminierend." Schweizer Kandidaten aus Frankreich Vier im benachbarten Frankreich ansässige Schweizer stehen am 15. April zur Wahl ins Kantonsparlament von Genf (Grosser Rat): Paolo Lupo (CVP), Houda Khattabi (CVP), Nicolas Girod (Liste für Genf) und Denis Bucher (Die ...
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Mario Botta: "Ich will mich mit Einkehr, Opfer und Stille beschäftigen" (So, 1 Apr 2018 09:00:00 GMT)
Der Tessiner Mario Botta gehört zu den bekanntesten Architekten der Schweiz. Er hat Gebäude in der ganzen Welt erstellt: Einfamilienhäuser, Museen, Banken oder auch eine Spielbank. Doch es sind sakrale Gebäude, die ihm besonders am Herzen liegen, wie er in diesem Gespräch mit swissinfo.ch aus Anlass seines 75. Geburtstages erklärt. Das Interview fand in seinem Architekturbüro in Mendrisio statt. Herr Botta, am 1. April werden Sie 75 Jahre alt. Ist das ein wichtiges Ereignis für Sie? Wichtig ist es vielleicht für meine Freunde – für mich ist es eigentlich ein ganz normaler Tag. Wichtig höchstens im Sinne, sich des Älterwerdens bewusst zu werden, auch wenn man denkt, immer jung zu sein. Ich habe mein Leben lang wie besessen gearbeitet. Das war ein Glück. Aber gleichzeitig habe ich nicht gesehen, wie die Zeit vergeht. Und die Zeit verflog. Beunruhigt Sie dieses Älterwerden? Ich bin nicht froh, älter zu werden. Denn ich merke, dass die verbleibende Zeit immer weniger wird. In ...
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Osterhasen aus der Form (Sa, 31 Mär 2018 09:00:00 GMT)
Überall sieht man ihn, in Osternestern, Schaufenstern, Supermärkten oder versteckt im Garten. Es gibt ihn in verschiedenen Grössen und Farben, doch woher kommt er eigentlich, der Schokoladen-Osterhase? Und wie wird er hergestellt? Der Fotograf Christian Beutler hat die Schokoladenmanufaktur der Confiserie Honold in Küsnacht bei Zürich besucht. Das Familienunternehmen, das bereits in der vierten Generation von der Urenkelin des Gründers geführt wird, stellt die Schokolade-Osterhasen zum grossen Teil in Handarbeit her.  Viel ist über die Herkunft des Schokolade-Osterhasen nicht bekannt. Ein Deutscher soll ihn in den Fünfzigerjahren erfunden und in Serie hergestellt haben. Die Schweizer Firma "Lindt & Sprüngli" produzierte im Jahre 1952 erstmals den schweizweit bekannten, in glänzend-goldene Folie eingepackten "Goldhasen". Angeblich weil die Tochter des Chocolatiers sich in ein kleines Häschen im Garten vernarrt hatte. Der süsse Hase wird inzwischen weltweit geliebt. Laut ...
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Schweizer ICO-Markt ist nicht der Wilde Westen (Do, 29 Mär 2018 14:00:00 GMT)
Im vergangenen Jahr haben Firmen in der Schweiz schätzungsweise 850 Millionen Franken mit "Initial Coin Offerin" (ICO) beschafft. Das ist eine neuartige Form der Kapitalbeschaffung durch Nutzung von Blockchain. Ein hochrangiger Schweizer Beamter weist Befürchtungen zurück, wonach diese neue Finanzierungsmethode für Krypto-Start-ups ausser Kontrolle geraten sei. Jörg Gasser, Staatssekretär für internationale Finanzfragen im Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD), bestreitet, dass sich die ICO-Branche in ein "free for all" verwandelt hat. Er ist überzeugt, dass die geplanten Regulierungen den Ruf der Schweizer Finanzindustrie schützen können. Gasser leitet die Arbeitsgruppe Blockchain/ICO des Bundes, in der die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) zusammen mit dem Bundesamt für Justiz und Vertretern der Privatwirtschaft die ICO-Landschaft unter die Lupe nimmt. Die Arbeitsgruppe wird der Regierung bis Ende des Jahres Bericht erstatten. swissinfo.ch: Einige Beobachter ...
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Seiltanz zwischen Tierschutz und Religionsfreiheit (Mi, 28 Mär 2018 14:30:00 GMT)
Um den Import von Tierqualprodukten wie Stopfleber oder Froschschenkel zu verbieten, lancieren Tierschutzorganisationen eine Volksinitiative. Allerdings ist umstritten, ob geschächtetes Fleisch unter das Verbot fallen soll. Daher liebäugeln die Initianten mit einer originellen Lösung. Aus Tierschutzgründen dürfen in der Schweiz keine Foie Gras (Stopfleber) oder Froschschenkel produziert werden. Der Import solcher Produkte ist hingegen erlaubt. Tierschützern ist dieser Widerspruch, der eine Reihe von Produkten betrifft (siehe Box), ein Dorn im Auge. Weil ein Vorstoss für ein Importverbot im Schweizer Parlament scheiterte, greifen Tierschutzorganisationen nach dem Strohhalm der direkten Demokratie: Sie lancieren demnächst eine Volksinitiative. Juden und Muslime brüskieren? Brisant ist vor allem die Frage, ob geschächtetes Fleisch unter das Verbot fallen wird oder nicht. Schächten ist in der Schweiz seit 1893 verboten. Nur wenn das Tier vorher betäubt wird, darf es durch ...
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Schweizer Kamera sucht nach Leben auf dem Mars (Di, 27 Mär 2018 14:30:00 GMT)
Im Jahr 2021 soll ein europäischer Rover über den Boden des Planeten Mars rollen und nach Spuren von Leben suchen. Herzstück des Fahrzeugs ist eine Schweizer Kamera, die derzeit unter (fast) realen Bedingungen getestet wird. In einer Lagerhalle bei Basel haben Wissenschaftler einen Marsgarten angelegt, also Aspekte des Planeten Mars auf der Erde simuliert. An einem Prototyp des zukünftigen Mars-Rovers testen sie eine vom Neuenburger Weltraumforschungsinstitut entwickelte Hightech-Kamera, die auch aus einer Distanz von weniger als 15 Zentimetern hochauflösende 3D-Bilder liefert. Ursprünglich war das Projekt mit der NASA geplant, doch diese zog sich aus finanziellen Gründen zurück. Nun wird die ExoMars-Mission in Partnerschaft mit der russischen Raumfahrtbehörde durchgeführt. Im Jahr 2016 startete eine Proton-Rakete die Sonde "ExoMars Trace Gas Orbiter", die sich um den Mars dreht und nach Methan und anderen Gasen in der Atmosphäre sucht, die möglicherweise von lebenden Organismen ...
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OECD: Schweiz könnte mehr tun gegen Bestechung (Di, 27 Mär 2018 12:51:00 GMT)
Die Schweiz ist zwar aktiver geworden bei der Bekämpfung von Bestechung im internationalen Geschäftsverkehr. Die OECD hat seit 2011 eine signifikant höhere Anzahl von Strafverfolgungen und Verurteilungen festgestellt. Aber Bern könnte mehr tun. Sechs Einzelpersonen und fünf juristische Personen wurden seit 2011 im Zusammenhang mit fünf Korruptionsfällen verurteilt, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Bericht am Dienstag veröffentlichten Bericht schreibt. Zudem waren zahlreiche Untersuchungen zu einem Delikt am Laufen. Obwohl die Zahl der Verurteilten sehr niedrig ist, ist die Schweiz laut OECD aus mehreren Gründen besonders anfällig für Korruption im Ausland. Einer der Gründe ist der exportorientierte Charakter der Wirtschaft. 62,9% des schweizerischen Bruttosozialprodukts werden durch Exporte erwirtschaftet (doppelt so viel wie in anderen einkommensstarken Volkswirtschaften; siehe Grafik). Ausserdem berge die Art dieser ...
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"Ich werde wie eine Ausserirdische angeschaut" (Di, 27 Mär 2018 09:00:00 GMT)
In der Schweiz leben und in Frankreich arbeiten, geht diese Rechnung auf? Für einige schon, wie das Beispiel von Anne Caillaut-Pesquer zeigt. Doch die in Genf lebende Französin gibt zu, die finanzielle Gleichung wäre schwer zu lösen, würde ihr Mann nicht in der Schweiz arbeiten. Anne Caillault-Pesquer scheint gegen den Strom zu schwimmen. Und das aus gutem Grund: Seit fast zehn Jahren lebt die Französin aus der Champagne im Herzen der Stadt Genf, während sie als Personalchefin für die französische Agglomeration Annemasse arbeitet. Annemasse liegt im Departement Hochsavoyen und grenzt an den Kanton Genf. Trotz "eines sehr guten Gehalts im französischen öffentlichen Dienst" gibt die 44-jährige Mutter zu: Sie könnte dies nicht tun ohne das Gehalt ihres Mannes, eines Bankiers in Genf. "Es ist schwierig, Grenzgängerin in Gegenrichtung zu sein, ohne auf ein Schweizer Einkommen zu zählen. Allein unsere Miete ist höher als mein Monatslohn", sagt sie. Auch wenn sie in der Schweiz das ...
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Alpiq plant Zukunft als reines Stromunternehmen (Di, 27 Mär 2018 08:22:00 GMT)
Der Schweizer Stromkonzern Alpiq verkauft den Industrieteil für 850 Millionen Franken an den französischen Baukonzern Bouygues. Mit diesen Aktivitäten, für die 7650 der insgesamt 9200 Mitarbeiter beschäftigt waren, erwirtschaftete der Konzern im letzten Jahr einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Franken.
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Bankkonto: So teuer ist es aktuell für Auslandschweizer (Mo, 26 Mär 2018 11:30:00 GMT)
Die immer höheren Gebühren für ein Bankkonto in der Schweiz sorgen seit einigen Jahren regelmässig für Ärger bei Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern. Auch politischer Druck führte zu keiner Entschärfung der Situation. Dabei zeigt eine Kantonalbank: Es geht auch anders. Das Wichtigste in KürzeRund 800'000 Schweizerinnen und Schweizer leben im Ausland.Sie müssen für ein Konto bei einer Schweizer Bank tief in die Tasche greifen, die Kontogebühren sind zum Teil horrend.Die Gebühren für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind bis zu 40 Mal höher als für Kunden in der Schweiz.Die Banken rechtfertigen dies mit dem hohen administrativen Aufwand.Eine Motion, die fairere Verhältnisse für Auslandschweizer schaffen wollte, ist im Februar im Nationalrat gescheitert. Erfolglos verhandelt Das Ärgernis begann für den Exil-Schweizer Heinz Jüni vor rund acht Jahren. 15 Jahre lang hatte er schon in Ungarn gelebt, als ihm seine Hausbank Credit Suisse ein Schreiben schickte. Man ...
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Eine Gegenmesse zur Baselworld in La Chaux-de-Fonds (Fr, 23 Mär 2018 15:30:00 GMT)
Enttäuschte Uhren-Zulieferer haben eine Gegenmesse zur Uhren-Weltmesse Baselworld ins Leben gerufen. Sie findet in La Chaux-de-Fonds statt, also quasi im Herzen der Schweizer Uhrmacherkunst. Die Organisatoren der ersten "Technical Watchmaker Show" hoffen auf eine regelmässige Fortsetzung ihrer Veranstaltung. Während die grosse jährliche Messe der Uhrmacherkunst am Donnerstag mit Pauken und Trompeten in Basel ihre Tore geöffnet hat, findet gleichzeitig eine diskretere Veranstaltung in La Chaux-de-Fonds statt. Diese Arbeiterstadt in der Nordwestschweiz ist weit weniger opulent als ihre aristokratische Schwester am Rheinknie. Dennoch gilt sie als die eigentliche Hauptstadt der "Swiss Made"-Uhrmacherei. Vom 21. bis 27. März geht im Neuenburger Jura die erste Ausgabe der "Technical Watchmaker Show" über die Bühne. Erklärtes Ziel dieser Wandermesse ist, "das uhrmacherische und mikrotechnische Know-how zu präsentieren, das die Region unter Fachleuten in der ganzen Welt bekannt gemacht ...
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Bundesrat will Heiratsstrafe abschaffen (Do, 22 Mär 2018 07:27:00 GMT)
Der Begriff Heiratsstrafe beschreibt, dass verheiratete Paare gegenüber unverheirateten steuerlich benachteiligt sein können. Finanzminister Ueli Maurer nahm gestern einen neuen Anlauf, daran etwas zu ändern.
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"Die Stimmung in den Wahllokalen war festlich" (Mi, 21 Mär 2018 15:30:00 GMT)
Bei Musik und Gebäck haben Wähler und Wählerinnen in Russland am vergangenen Sonntag ihre Wahlzettel in die Urnen gelegt. Das erzählt SP-Parlamentarierin und OSZE-Wahlbeobachterin Margret Kiener Nellen. Sie besuchte 13 Wahllokale im Süden des Landes. Russlands Präsident Wladimir Putin war am Sonntag nach offiziellen Angaben mit mehr als 76% der Stimmen wiedergewählt worden. Wahlbeobachter beklagten allerdings, es habe keine echte Auswahl bestanden. Die Schweizer Politikerin Kiener Nellen beobachtete die Wahlen in Wolgograd. Sie war im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Einsatz. Diese hatte mehr als 480 Wahlbeobachter und -beobachterinnen nach Russland entsandt. swissinfo.ch: Haben Sie in den von Ihnen besuchten Wahllokalen Unregelmässigkeiten festgestellt? Margret Kiener Nellen: Nein. Wie der am Montag in Moskau vorgestellte OSZE-Bericht festhält, entsprach der technische und rechtliche Ablauf des Wahlprozesses den Regeln. Ich ...
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Was hat China mit Schweizer Wasserkraft vor? (Mi, 21 Mär 2018 13:00:00 GMT)
Die Schweiz soll wichtige Infrastrukturen wie Wasserkraftwerke vor unerwünschten ausländischen Übernahmen schützen. Das verlangen die Energiekommissionen der beiden Parlamentskammern. Ist die Energieversorgung in Gefahr, wenn sich ein ausländischer Anleger ein Wasserkraftwerk kauft? Aufgeschreckt wurden die Parlamentarier durch die Einkaufstour chinesischer Staatskonzerne in Europa. In der Schweiz hatte sich Chemchina letztes Jahr den Basler Agrochemiekonzern Syngenta für 43 Mrd. Dollar zu eigen gemacht. Und der chinesische Staatsbetrieb State Grid scheint sich für eine Beteiligung an Wasserkraftwerken des Schweizer Stromkonzerns Alpiq zu interessieren. Die Energiekommissionen der beiden Parlamentskammern haben eine parlamentarische Initiative von Jacqueline Badran angenommen, wonach der Verkauf wichtiger Infrastrukturen der Energiewirtschaft an ausländische Anleger grundsätzlich ausgeschlossen werden soll. Gemeint ist insbesondere die Strom- und Wasserversorgung. Was sagt der ...
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Luxusuhren per Mausklick (Mi, 21 Mär 2018 09:30:00 GMT)
Bis vor wenigen Jahren galt das Internet unter den Schweizer Uhrmachern praktisch als Tabu. Heute aber wollen auch die renommiertesten Marken nicht auf den Online-Handel verzichten, um ihr Geschäft anzukurbeln. In den letzten Monaten ist praktisch kein Tag vergangen, ohne dass ein Uhrenkonzern ein Online-Verkaufs-Inserat aufgeschaltet hat: Ob auf der eigenen Internetseite oder über Internetseiten von Drittanbietern, die Schweizer Uhrmacher haben diesen Vertriebsweg zu einer Priorität gemacht. Klar, einige wenige Uhrmacher stellen sich dieser Entwicklung weiterhin entgegen. Allgemein lässt sich aber feststellen, dass in einer Zeit, in welcher der elektronische Handel explodiert – insbesondere in den USA und in China –, der Verkauf von Luxusprodukten im Internet nicht mehr als Sakrileg gilt. Selbst eine Marke wie Roger Dubuis, deren durchschnittlicher Einzelstückpreis zwischen 60'000 und 80'000 Franken liegt, erwägt derzeit die Umsetzung einer Online-Verkaufsstrategie. Bedacht ...
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