Bahn TODAY

Am Ende wird alles gut (Mi, 26 Mär 2008)
Zu später Stunde sitze ich im ICE von Düsseldorf nach Köln und fange an den letzten Eintrag für meinen Bahn-Blog zu schreiben. Eine Ära geht heute zu Ende. Acht Monate lang bin ich zwischen Montabaur und Düsseldorf gependelt, was pro Arbeitstag eine Strecke von etwa 260 km auf Schienen bedeutete. Für die meisten meiner Kollegen erscheint das schon unglaublich, aber mit Sicherheit gibt es genug eingefleischte Pendler die mir versichern könnten mein Fall sei noch harmlos. Nun muss ich mir den Schuh anziehen, schon nach einigen Monaten nachgegeben und mir eine Bleibe am Ort meines Arbeitsplatzes gesucht zu haben. Aber was ist schon dabei? Das einzige daran was mich wirklich ärgert ist dass ich die teure BahnCard 100 nun noch bis einschließlich September bezahlen muss und keinen echten Nutzen mehr daraus ziehen kann. Ansonsten gibt es mehr Gründe sich zu freuen: Morgens länger im Bett bleiben, abends früher zuhause sein, kein täglicher Stress durch verspätete oder überfüllte Züge mehr. Die kommenden 2 Tage habe ich mir zwecks Umzugsvorbereitungen frei genommen, und ab nächster Woche beträgt meine Fahrtzeit zur Arbeit per S-Bahn nur noch 12 Minuten. Aber über kurz oder lang werde ich mir wohl wieder einen fahrbaren Untersatz zulegen und mich - zumindest für die täglichen Wegstrecken - unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln machen. Zu den heutigen Bahnfahrten gibt es im Grunde nicht allzu viel zu meckern. Morgens nahm ich wieder den ICE zur regulären Zeit. Er kam ein paar Min verspätet in Montabaur an, holte das aber bis Köln wieder auf. Der Doppelsitz, den ich mir am Anfang gesichert hatte, wurde mir unmittelbar wieder 'weg geschnappt'. Ich setzte mich weiter vorne strategisch günstig auf einen Gangplatz, um in Siegburg die frei gewordenen Sitze direkt gegenüber belegen und dort in Ruhe frühstücken zu können. Dem schier endlosen Redefluss des Afro-Laberers konnte ich zum wahrscheinlich letzten mal lauschen. In D.dorf erreichte ich noch die 8:45er S-Bahn und war zur üblichen Zeit im Büro. Da für den Abend ein gemeinsames Essen angesetzt war, musste ich die spätestmögliche Verbindung nach Montabaur nutzen. In D.dorf erwischte ich unerwartet noch den ICE nach Köln um 22:09. Dort war die Wartezeit etwas länger, vor allem weil mein Anschlusszug wie fast immer auf den IC aus Hamburg wartete... bis jener nach einigen Min Aufenthalt wieder abgefahren war. Werde dadurch natürlich etwas später in Montabaur sein, aber das ist mir heute mal relativ egal weil ich morgen früh ausschlafen kann. Was mich ein wenig nervt sind die leicht angetrunkenen jungen Mädels ein paar Reihen hinter mir, die sich viel zu laut unterhalten und jetzt zu allem Überfluss noch ihre Handy-Musiksammlung ertönen lassen. Man merkt dass noch Osterferien sind... Übrigens bin ich kein Fan des Kuschelsongs. Auch wenn das hier vielleicht ein bisschen endgültig rüber kommt, kann ich nur versichern dass die Bahn mich als (mehr oder weniger) treuen Kunden so bald nicht verlieren wird. Allerdings werden Langstreckenfahrten fast nur noch an Wochenenden stattfinden. Der alltägliche ICE-Spaß ist definitiv Geschichte - vorerst zumindest. Man weiß ja nie was die Zukunft noch alles bereit hält. So lange ich noch meine teure Netzkarte besitze werde ich versuchen diese noch so gut es geht auszunutzen - auch wenn sich die monatlichen 320 Euro in der restlichen Laufzeit nicht mehr rechtfertigen lassen werden. Nun kommen wir aber wirklich zum Ende. Ich möchte allen regelmäßigen und gelegentlichen Lesern dieses Blogs für das Interesse danken und hoffe für die eine oder andere kurzweilige Minute gesorgt zu haben. Auf jeden Fall soll gesagt bleiben: Bahn fahren ist ein Erlebnis. Man sieht sich! Vielleicht in einem anderen Blog oder sonst wo. Bis dahin alles Gute! Liebe Grüße Niko
>> mehr lesen

Langer Tag (Di, 25 Mär 2008)
Ostern ist nun vorbei, und was bleibt mir - ein fetter Schnupfen! Darauf konnte ich aber keine Rücksicht nehmen. Da ich am Abend noch Termine hatte und deshalb etwas früher von der Arbeit verschwinden musste, war ich dort auch am Morgen entsprechend früher erschienen und hatte zu dem Zweck den 6:37er ICE genommen. Montabaur war ein wenig eingeschneit, aber den Weg zum Bahnhof brachte ich ohne Stürze hinter mich. Die Fahrt war relativ ruhig. Passend dazu ließ ich mich von Schiller-Klängen einlullen. Damit vergeht eine Zugfahrt im wahrsten Sinn wie im Flug. D.dorf wurde pünktlich erreicht. Auch über die Rückfahrt gibt es nichts zu klagen. Ich nahm den durchgehenden ICE um 20:22 und konnte mir so das Umsteigen sparen. Wenn er gleich in Deutz pünktlich abfährt, werde ich auf jeden Fall vor halb zehn zuhause sein. Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu.
>> mehr lesen

Angenehm überrascht (Do, 20 Mär 2008)
Für den heutigen Tag hatte ich schon Schlimmes befürchtet, was das Bahn-fahren angeht. Es ist ja eigentlich absehbar dass gerade vor Feiertagen wesentlich mehr Menschen durch die Republik reisen als sonst. Aber die Auswirkungen dieser regelmäßigen 'Massenwanderung' bekam ich fast gar nicht zu spüren. Was mir aufgefallen ist sind die für den heutigen Tag geänderten Fahrtstrecken und die zusätzlich eingesetzten Züge. Offensichtlich reagiert die Bahn sinnvoll auf ein erhöhtes Fahrgastaufkommen - zumindest im Fernverkehr. Ich gelangte am Morgen pünktlich und einigermaßen entspannt nach D.dorf. Sonst gibt es dazu nichts zu sagen. Am Abend schien am Hbf ein bisschen Unordnung zu herrschen, aber zumindest hatte man einen Eindruck von halbwegs funktionierender Organisation. Der kurz vor meinem ICE verkehrende RE war etwas verspätet, und am Gleis gegenüber fuhr ein völlig außerplanmäßiger IC ein, der das Ziel Köln hatte und meinen ICE überholen lassen musste. Dieser war nur ca 5 Min zu spät. Mal wieder funktionierten die Reservierungsanzeigen nicht, und so wurde mir der Gangplatz auf dem ich mich niedergelassen hatte einen Augenblick später schon wieder von einer jungen Frau streitig gemacht - und das mit den Worten 'Der Sitz Nr 47, der gehört mir'. Darauf konnte ich mir nicht verkneifen zu fragen 'Haben Sie den gekauft?' Somit ergriff ich die Flucht und machte es mir weiter hinten auf dem Fußboden bequem. Kurz darauf kam eine sehr nette und herzliche niederländische Zugbegleiterin mit extremem Akzent vorbei. Sie half mit Hingabe einer Passagierin, die in dem in D.dorf überholten Zusatzzug ihren Geldbeutel mit der Fahrkarte verloren hatte, indem sie einen Kollegen in jenem Zug anrief und mit ihm zusammen das Problem löste. Interessanterweise waren noch 2 weitere Geldbeutel gefunden worden... In Köln drängelte sich die freundliche Holländerin vor um als erstes aussteigen zu können. Der Grund war leicht zu erkennen - am Bahnsteig stand ihr Liebster, den sie auch sofort heftig umarmte. Mein Anschlusszug strotzte vor Pünktlichkeit. Heute fährt er ausnahmsweise statt nach Nürnberg die ganze Strecke bis München. In Montabaur musste er offenbar etwas länger stehen bleiben, da ein anderer verspäteter ICE ihn überholen sollte. Kann mir aber alles egal sein. Bin jetzt zuhause und kann mich auf ein Oster-Wochenende (hoffentlich) ohne Bahnfahrten freuen. In diesem Sinne - allen Lesern fröhliche Feiertage! Bis Dienstag.
>> mehr lesen

Sinnlose Zeitverschwendung (Mi, 19 Mär 2008)
Nein nein - bitte keine falschen Schlüsse aus der Überschrift ziehen! Über die Bahn will ich mich heute gar nicht beschweren, obwohl das Thema Zeit dort oft auch ziemlich heikel gehandhabt wird. Auch wenn das Folgende vielleicht nicht hier her gehört, möchte ich es nicht unerwähnt lassen. Heute nahm ich den früheren ICE nach D.dorf, weil ich um 8:30 dort einen Arzttermin hatte (nur ein harmloses Vorgespräch für eine anstehende OP). Da der Zug schon 50 Min früher am Hbf ankam, musste ich die Zeit bis dahin erst mal überbrücken. Zu dem geplanten Gespräch mit dem Chirurgen kam es allerdings nicht mehr, da ich nach 75 Min sinnlosen Herum-Sitzens im Wartezimmer die Faxen dicke hatte und die Praxis mit erhöhtem Puls aber ohne Folgetermin wieder verließ. Es mag Personen geben, die wirklich nichts besseres zu tun haben als sich den halben Vormittag mit Lesezirkel-Heften zu bespaßen. Zu jenen gehöre ich nicht und bin höchst verärgert eine Stunde Schlaf plus eine Stunde Arbeitszeit ohne eine Gegenleistung geopfert zu haben. So viel zum off-topic Part für heute... Ansonsten lief alles ziemlich glatt für mich. Als ich am Abend den Bahnsteig erreichte stand dort noch der IC nach Stuttgart, der 20 Min vorher schon hätte abfahren sollen. Der eigentlich 5 Min vorher geplante RE nach Aachen tauchte gar nicht auf. Statt dessen kam direkt mein ICE. Verwirrenderweise war auf den Anzeigetafeln 'Zug fällt aus' zu lesen, während er in den Bahnhof einfuhr. Ich fand einen Sitzplatz am Gang und war zur planmäßigen Zeit in Köln. Der Anschlusszug fuhr auch pünktlich ab und müsste nun in wenigen Minuten in Montabaur sein. Nur einen Tag noch überstehen, dann steht ein langes Bahn-freies Oster-Wochenende an!
>> mehr lesen

Zu viele Leute (Di, 18 Mär 2008)
An Tagen wie heute wäre es mir am liebsten die meisten Menschen würden sich nicht näher als etwa 5 Meter an mich heran wagen. Warum heute im Gegensatz zu gestern der Zug morgens schon so voll war ist mir nicht ganz klar. Jedenfalls blieb mir erstmal nichts anderes als mich an einen Tischplatz am Gang zu quetschen. Da meine Sitznachbarn alle ziemlich konservativ wirkten wagte ich es nicht meine Kopfhörer in Betrieb zu nehmen und eventuelle verbale Auseinandersetzungen zu riskieren. Zum Glück stiegen in Siegburg einige Passagiere aus, und so konnte ich dort auf einen ruhigen Doppelsitz umziehen. Am Abend hatte der ICE wieder ein paar Min Verspätung und fuhr zudem in 'umgekehrter Wagenreihung'. Deshalb stieg ich weiter hinten ein als sonst, in weiser Voraussicht in Bezug auf das Aussteigen in Köln. Im Waggon saßen erstaunlich wenige Fahrgäste. Auf der Hohenzollernbrücke wurde der fast obligatorische Panorama-Halt eingelegt bevor der Zug gemächlich in den Hbf rollte. Mein Plan weiter hinten auszusteigen war heute nicht von Erfolg gekrönt, da die Rolltreppe zur Halle außer Betrieb war. Durch die Verspätung verkürzte sich immerhin meine Wartezeit auf den Anschlusszug auf ein Minimum. Auch jener ist relativ voll geworden. Schräg gegenüber sitzt ein stylishes junges Pärchen, das am Anfang der Fahrt in einen Foto-Wahn verfiel und ein regelrechtes Blitzlichtgewitter veranstaltete. Jetzt haben die beiden wohl die angemessene Ruhe gefunden. Immerhin geht ihre Fahrt offenbar noch bis zur Endstation Nürnberg. Wow, die Hälfte meiner Arbeitswoche ist nun überstanden. Hoffe inständig der Rest vergeht ohne den totalen Riesen-Stress.
>> mehr lesen

Anstrengend oder nicht (Mo, 17 Mär 2008)
Ein ziemlich nervenaufreibender Tag ist bald zu Ende. Möglicherweise wird die ganze Woche so werden. Immerhin hat die Bahn heute nichts dazu beigetragen. Deshalb gibt es hier gar nicht viel zu schreiben. Für einen Montag Morgen war der ICE verhältnismäßig wenig besetzt. Vermutlich haben viele Pendler diese Woche Urlaub genommen. Ich war jedenfalls sehr pünktlich auf der Arbeit. Der internationale ICE war am heutigen Abend eher voll, und da ich mir nicht direkt den erstbesten Sitzplatz sicherte war kurz darauf alles belegt. Somit wurde wieder der halbwegs bequeme Teppichboden vor der Ausstiegstür für 20 Min mein Domizil. Der Anschlusszug fuhr ein wenig verspätet in Köln ab und ist relativ gut gefüllt. Er schaffte es immerhin das Stadtgebiet hinter sich zu lassen ohne zwischendurch anzuhalten. Eigentlich sollte ich damit zur gewöhnlichen Zeit zuhause sein.
>> mehr lesen

Happy End (Fr, 14 Mär 2008)
Zwar war der heutige Tag zum Teil sehr nervenaufreibend, aber zumindest was meine Bahnfahrten betrifft ist die Woche relativ angenehm zu Ende gegangen. So nach und nach pendelt sich die Lage wohl ein, und die Loks scheinen wieder weit gehend besänftigt zu sein. Auch der Wetterumschwung, der im Lauf des Tages stattgefunden hat, ist beachtlich. Musste ich am Morgen noch im Nieselregen über den versumpften Feldweg stapfen, kann man jetzt eine Art goldenes 'Herbst'-Wetter genießen. Das einzig Erwähnenswerte vom Morgen ist der Afrikaner mit der Handy-Flatrate, der sich diesmal direkt mir gegenüber platzierte. Heute war er nicht ganz so laut und sprach außerdem während der ersten Viertelstunde nur Französisch. Der Zug war pünktlich in D.dorf. Entgegen meiner Erwartungen schaffte ich es fast zur üblichen Freitags-Zeit das Büro zu verlassen und konnte die in der Regel angenehme Verbindung über Köln-Deutz nutzen. Das klappte auch eigentlich prima. Zwar musste ich die erste Etappe stehend verbringen, doch dafür bekam ich in Deutz einen direkten Anschluss zum Hbf. Dort belegte zwar eine defekte S-Bahn vorübergehend noch das Gleis, war aber rechtzeitig wieder weg um dem ICE Platz zu machen. In dem sitze ich jetzt und warte dass er in Montabaur eintrifft. Das sollte er auch ohne Verspätung schaffen. Also denn... bis Montag!
>> mehr lesen

Lok-Streik (Do, 13 Mär 2008)
Wie seit letzten Sonntag bekannt ist sind die deutschen Lokführer diese Woche nicht in den Streik getreten. Jedoch scheinen die Loks selbst sich entschieden zu haben einen systematischen Ausstand zu organisieren. Wie sonst lässt sich erklären dass ausgerechnet seit Montag auffällig viele 'Triebfahrzeugsstörungen' bzw. '-schäden' auftreten und dem geregelten Bahnverkehr empfindlich zusetzen. Noch in keiner Woche habe ich dies in so massenhafter Form beobachten können. Heute morgen wurde der bisherige Höhepunkt erreicht. Als ich vor Verlassen des Hauses wie gewohnt online die Abfahrtstafel checkte, zeigte diese für den ICE 824 'pünktlich' an. Und als ich den Bahnsteig erreichte hatte sich daran auch nichts geändert. Doch kurz darauf ging der typische Verspätungs-Poker los. Am Anfang waren es 10 Min, kurz darauf 10-15, gefolgt von 25, und schließlich 35-40 Minuten. In Wirklichkeit verließ der Zug Montabaur dann 33 Min hinter Plan. Aufholen konnte er davon bis D.dorf fast nichts und lief dort etwa eine halbe Stunde zu spät ein. Im Lauf des Tages warf ich immer wieder mal einen Blick auf die aktuelle Lage am Hbf, und musste meistens sehr viel rot sehen - was für Verspätungen, Ausfälle etc steht. Auch kurz vor Feierabend keine Verbesserung. Der ICE aus Amsterdam war mit ca 15 Min gelistet. Das war mir zu riskant, und so quetschte ich mich wieder mal bis Köln in den RE, der übrigens auch ca 8 Min zu spät dort ankam. An Gleis 4 war der voraus gehende Zug zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal eingetroffen, aber zum Glück war Gleis 5 direkt gegenüber gerade nicht belegt, und so konnte mein ICE dort einfahren und sich pünktlich wieder in Bewegung Richtung Süden setzen. Bald bin ich zuhause und habe die Arbeitswoche fast überstanden.
>> mehr lesen

Sturm (Mi, 12 Mär 2008)
Heute war das Wetter den Deutschen nicht so wohl gesonnen, und auch für die Bahn zählte der Tag sicher nicht zu den angenehmeren. Auf meinen bisherigen Fahrtstrecken hat es zum Glück keinen Vorfall gegeben. Im Internet war von so abenteuerlichen Dingen wie einem Trampolin auf den Gleisen zu lesen, das einen ICE zur Notbremsung zwang. Bei Aachen wurde ein kompletter Streckenabschnitt lahm gelegt, weil es wohl die Oberleitungen zerfetzt hatte. Naja, wie gesagt ging für mich alles mehr oder weniger gut. Am Morgen glaubte ich einen ruhigen Platz gefunden zu haben... bis in Siegburg der Afro-Telefonierer einstieg und sich ausgerechnet direkt hinter mir niederließ. Trotz erhöhter Lautstärke auf meinen Kopfhörern ließ sich sein penetrantes Gelaber nicht vollständig übertönen. Ich versuchte zwar krampfhaft nicht hinzuhören, schnappte aber folgenden geistreichen Satz auf: 'Je größer das Tier desto schlechter die Fleisch'. Aaaah - Busch-Weisheiten am frühen Morgen! Immerhin war der Zug zeitig in D.dorf. Die Heimfahrt war im Vergleich zu gestern weniger stressgeladen, wenn auch nicht alles nach Plan lief. Noch im Büro konnte ich absehen dass der ICE aus Holland mich nicht rechtzeitig nach Köln würde bringen können, da er 20 Min hinter seiner Zeit lag. Der RE nach Aachen (bzw. heute Eschweiler) sollte pünktlich fahren, und so nahm ich eine S-Bahn zum Hbf um ihn zu erreichen. Das ging beinahe schief, da die S7 sich sehr viel Zeit ließ für die paar hundert Meter Fahrtstrecke. Der Regionalzug wurde erst mal extrem voll, aber ab Benrath konnte ich sitzen und lesen. In Köln herrschte Normalzustand. Mein Zug ist pünktlich abgefahren und ungewöhnlich flott aus der Stadt hinaus gekommen. Wenn in den nächsten 10 Min nicht noch ein Unglück geschieht werde ich heute zur normalen Zeit zuhause sein.
>> mehr lesen

Fragen kost nix (Di, 11 Mär 2008)
Wer weiß wie der heutige Tag verlaufen wäre wenn ich zu schüchtern gewesen wäre fremde Leute mit Fragen zu löchern... Später mehr dazu. Am Morgen ging alles so weit glatt. Der ICE war nicht allzu voll belegt, und es war dem entsprechend ruhig. Ich war erstaunlich früh schon im Büro. Am Abend sah die Lage ziemlich anders aus. Online wurden für meinen Zug nur 2 Min Verspätung angezeigt, kurz bevor ich mich zum Bahnhof in Bewegung setzte. Dort stand auf Gleis 16 noch der RE nach Aachen und wollte sich partout nicht fort bewegen. Der Service-Mensch auf dem Bahnsteig schien sichtlich genervt zu sein und lief immer wieder zwischen seinem Kabuff und verschiedenen Türen des Zugs hin und her. Es gab keine Lautsprecherdurchsage. Als der RE irgendwann endlich abgefahren war, zeigten die Tafeln meinen ICE mit 10 Min Verspätung an. Doch diese verstrichen ohne weitere Ankündigungen. Mir begann etwas der Kamm zu schwellen. Dann wurde plötzlich auf 20 Min korrigiert. Ich drehte mich auf dem Absatz um und ging schnurstracks zu dem Service-Mann um ihm kurz meine Forderung nach einem Anschluss in Köln zu schildern. Zuerst meinte er dort herrsche auch gerade das totale Chaos, hängte sich aber dann ans Telefon und gab meinen Fall zu den Kollegen in Köln durch. Damit war mir erst einmal geholfen. Der ICE fuhr mit fast 25 Min Verspätung in D.dorf ab. Nur einen Augenblick vor der Ankunft in Köln wurde dann durchgesagt der Anschluss an den ICE 821 würde nicht erreicht. Wieder ohne zu zögern eilte ich zu dem Service-Kabuff im Speisewagen und verlangte einen Beleg für den verpassten Anschluss. Ein etwas perplexer Niederländer stellte mir diesen handschriftlich auf einem Reiseplan aus, doch zeitgleich erklärte sein Kollege, es bestünde die Möglichkeit dass der Zug in dem ich mich gerade befand auf dem Weg nach Frankfurt zusätzlich in Montabaur halten könnte. In Köln wurde dies mit der Transportleitung abgeklärt. Ich blieb im Zug an der offenen Tür stehen und wartete. Schließlich ertönte die erlösende Ansage, und ich konnte mir wieder einen Platz zum Sitzen suchen. Auch im Zug wurden kurz nach der Abfahrt noch einmal die zusätzlichen außerplanmäßigen Halte in Montabaur und Limburg vermeldet. Alles in allem war ich so nur eine knappe Viertelstunde später zuhause. Vielleicht zum Teil dank meines persönlichen Einsatzes...?
>> mehr lesen

Schlimmer als Streik (Mo, 10 Mär 2008)
Preisfrage: Was ist für den Bahnfahrer schlimmer als ein Lokführer-Streik? Antwort: KEIN Lokführer-Streik, aber ein Bahnsystem das so tut als ob! Was heute geschehen ist unterstreicht auf eindrucksvolle Weise die Bürokratie und Trägheit, die den deutschen Schienenverkehr beherrscht. Doch bevor ich darauf näher eingehe, hier zunächst eine Zusammenfassung des vergangenen Wochenendes. Die Geschichte beginnt am frühen Samstag Morgen - um 6 Uhr stand ich schon in Montabaur auf dem Bahnsteig und musste mich ernsthaft wundern wie bevölkert dieser zu einer solch unchristlichen Zeit war. So viele Menschen, die wie ich nach Frankfurt wollten... Dennoch war mir ein Sitzplatz im ICE vergönnt. Der Anschluss in FFM funktionierte reibungslos. Wo wollte er denn hin, der Niko, am frühen Samstag Morgen? Nach Hannover, zur weltgrößten Computer-Messe! Mit der Bahn ging das auch ruck-zuck (relativ gesehen), und schon um kurz nach 9 stand ich am Bahnhof Laatzen. Details zum CeBIT-Besuch möchte ich mir an dieser Stelle sparen. Am Abend sollte es wieder Richtung Süden gehen. Jedoch nicht nach Hause, sondern in einem Rutsch bis runter nach Mannheim, wo ich mit einem guten Freund verabredet war. Dazu hatte ich mir morgens am Automaten einen Platz in einem zusätzlich wegen der Messe angebotenen ICE reserviert. Wie sich heraus stellte stand kurzfristig leider kein ICE zur Verfügung, und so wurde ersatzweise ein etwas antiquierter IC eingesetzt, der die selbe Strecke in der selben Zeit abfuhr. Die Hälfte des Zuges bestand aus 1.-Klasse-Wagen, die aber von allen Passagieren benutzt werden durften und sofort entsprechend voll wurden. In der 2. Klasse fand ich für die etwa dreistündige Fahrt ein sehr ruhiges Plätzchen. Meinen Reservierungsbeleg ließ ich mir vom Zugbegleiter 'beglaubigen' und kann mir die verschwendeten 2 Euro hoffentlich zurück holen. Erstaunlicherweise schaffte der Zug tatsächlich eine pünktliche Ankunft in Mannheim. Nachts ging es dann weiter nach Karlsruhe - allerdings nicht mit der Bahn. ;-) Am Sonntag Mittag setzte ich meine Rundreise fort in Richtung Stuttgart, um dort einen kurzen Krankenhausbesuch zu absolvieren. Am späten Nachmittag nahm ich dann schließlich einen Zug nach Frankfurt und von dort zurück nach Montabaur, wo ich pünktlich 1 Minute vor 7 eintraf. Und nun endlich zum heutigen Tag. Schon vor dem Wochenende wurde der verbindliche 'Ersatzfahrplan' publiziert. Als dann gestern Abend der Streik abgeblasen wurde, war von Seiten der Bahn zu hören man würde versuchen die meisten Züge planmäßig verkehren zu lassen. Aber davon war heute leider gar nichts zu spüren. Etwa die Hälfte aller Züge fiel aus, was dreisterweise mit 'Streikauswirkungen' begründet wurde. Meiner Meinung nach eine bewusste Irreführung der Kunden, zumal ja in Wirklichkeit überhaupt nicht gestreikt wurde! Mein Stamm-ICE um 7:44 sollte laut aktuellem Fahrplan ausfallen, dafür sollte aber 1 Stunde später ein anderer ICE außerplanmäßig in Montabaur halten. Genau davon musste ich ausgehen und konnte deshalb heute mal länger im Bett liegen bleiben. :-) Der 8:44er Zug fuhr mit etwa 10-minütiger Verspätung ab und konnte diese bis D.dorf nicht mehr abbauen. Bis Köln-Deutz waren nicht nur sämtliche Sitz- sondern auch alle Stehplätze belegt. In einem ICE hatte ich so etwas vorher noch nie erlebt. Zum Glück stiegen die meisten Passagiere in Deutz aus, und so konnte ich die restliche Strecke noch zum Frühstücken nutzen. Am D.dorfer Hbf fielen auch eine ganze Reihe Züge aus, und es war ständig das Wort 'Streikauswirkungen' zu hören. Auch am Abend versuchte ich das Risiko zu minimieren. Auch wenn meine Stammzüge laut Online-Abfahrtstafel fahren sollten, war mir die Umsteigeaktion in Köln zu heikel. Und da es heute einen ICE gab der zusätzlich in Montabaur hielt und mir den Kölner Hbf ersparen konnte, nutzte ich diese Chance, musste aber dafür ca. 20 Min früher Feierabend machen. Es war im Nachhinein eine gute Entscheidung. Die gesamte Strecke von etwa 130 km wurde in der Rekordzeit von 49 Minuten bewältigt und ich war fast ebenso viel früher zuhause als sonst!
>> mehr lesen

Unterhaltung (Fr, 07 Mär 2008)
Ein besonders glückseliger Tag war das nicht heute. Schon am frühen Morgen war ich von Kopfschmerzen und Übelkeit gebeutelt. Immerhin hatte ich von Anfang an einen Doppelsitz für mich allein und war in der Lage mein großzügiges Frühstück fast komplett zu vertilgen. In Siegburg stieg ein offensichtlich afrikanischstämmiger junger Mann ein, der es fertig brachte bis zum Aussteigen in D.dorf am laufenden Band zu telefonieren. Mit seiner lauten Stimme und dem charakteristischen Akzent bot er dem gesamten Großraumabteil kurzweilige Unterhaltung und ließ alle dort anwesenden an seiner hitzigen Diskussion mit wem auch immer teilhaben. Da ich wie immer mit Kopfhörern bestückt war, bekam ich davon jedoch nicht allzu viel mit. In D.dorf wechselte ich wie gewohnt rüber zu Gleis 14, um die S-Bahn bis zum Wehrhahn zu nehmen. Doch nachdem zunächst ein Zug dort geendet und leer wieder abgefahren war, wurde auf den Displays für die nächste S-Bahn 10 Min Verspätung verkündet. Die unnötige Warterei wollte ich mir nicht geben und lief zu Fuß zur Arbeit. Nach Feierabend verlief alles weit gehend glatt - für einen Freitag fast etwas ungewöhnlich, aber andererseits natürlich angenehm. Bis Deutz saß ich neben einer heftig hustenden Frau, die mich hoffentlich nicht mit ihrer Krätze angesteckt hat. Der Regionalzug, den ich für den Transfer zum Kölner Hbf benutzte, fuhr dermaßen weit vor auf seinem Gleis dass ich quasi einmal quer durch die kompletten Colonaden spazieren musste um zu meinem Anschluss-ICE zu gelangen. Doch in diesem konnte ich mir nun immerhin meinen Lieblingsplatz sichern, obwohl direkt sehr viele Leute hinein strömten. Das anstehende Wochenende wird für mich von Bahnfahrten geprägt sein... Doch dazu am Montag mehr! Bis dahin eine schöne Zeit allerseits.
>> mehr lesen

Datenfehler (Do, 06 Mär 2008)
Die heutigen Bahn-Highlights erscheinen wie ein böses Omen... Den ganzen Tag schien der Wurm drin zu sein. Schon bevor ich am frühen Morgen das Haus verließ war klar dass mein Zug einige Minuten verspätet sein würde (laut mobiler Abfahrtstafel). Dank des 'locker' gestalteten Fahrplans war es natürlich kein Problem diese kleine Verspätung bis Köln-Deutz wieder aufzuholen. Doch dort blieb das Gefährt dann erstmal stehen... Und die Zeit verging. Irgendwann war über Lautsprecher zu vernehmen es gebe eine Türstörung. Offenbar größeren Ausmaßes, denn als die Fahrt weiter ging betrug die neu erworbene Verspätung 8 Minuten. Und die konnten bis D.dorf freilich nicht mehr abgebaut werden. Abends kam es zu einer irritierenden Konstellation. Wie immer checkte ich kurz vor Feierabend den VRR-Abfahrtsmonitor. Dort stand mein ICE mit satten 30 Min Verspätung. Meine Laune ging schlagartig in Richtung Keller. Doch in solchen Fällen schaue ich als Rückbestätigung nochmal auf die Abfahrtstafel von bahn.de. Und siehe da - ICE 129: pünktlich! Wer hatte nun recht? Auch wenn ich Optimismus sehr schätze, wollte ich an dem Punkt lieber vom schlimmeren Fall ausgehen und nahm die nächste S-Bahn zum Hbf, um dort noch die Chance zu haben den Regionalzug bis Köln zu benutzen. Das Service-Kabuff am Bahnsteig war nicht besetzt - eigentlich schon mal ein gutes Zeichen. Also stellte ich mich so hin dass ich auf den Bildschirm mit den aktuellen Zugläufen schielen konnte. Neben dem ICE 129 war '+2' zu lesen, und in der Version für die Kunden bedeutet das bei der Bahn bekanntlich 'pünktlich'. Somit ersparte ich mir das Gedrängel im überfüllten Bummelzug und wartete auf den ICE, der auch tatsächlich kurz darauf eintraf. In Köln kam er dann etwa 5 Min zu spät an, was mich aber nicht weiter störte. Es verkürzte schließlich nur die Wartezeit ein wenig. Gleich bin ich schon in Montabaur. Alles in allem hat dann doch alles ziemlich stressfrei geklappt.
>> mehr lesen

Allein sitzen (Mi, 05 Mär 2008)
Heute hatte ich mal wirklich größtenteils meine Ruhe und musste niemand anderen neben mir 'erdulden'. Außer die ersten 18 Minuten der Zugfahrt am Morgen. Aber in Siegburg wurden wie meistens reichlich Sitze frei. Selbst auf der Heimfahrt hatte ich von D.dorf bis Köln einen Doppelsitz für mich - äußerst ungewöhnlich -, da der Fensterplatz reserviert war aber niemand sich dort niederließ. Und jetzt für die zweite Etappe konnte ich natürlich wieder meinen Lieblingsplatz ergattern - im dritten Wagen von vorne, gegenüber der Kofferablage. In Sachen Bahn-Fahren liegt ein makelloser Tag (fast) hinter mir. Hoffe nicht dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm ist. Deshalb erwähne ich das Thema nun gar nicht erst, sondern halte diesen Eintrag heute mal kurz. Bis morgen! Nachtrag: Zu früh gefreut. Der ICE blieb kurz nach Köln für fast eine Viertelstunde stehen. Der Grund dafür wurde nicht preis gegeben - es kam nur ein genuschelter Satz mit 'bestrieblicher Störung' und später eine kurze Entschuldigung für die 'Unannehmlichkeiten'. Bedanken werde ich mich für die verlorene Zeit jedenfalls nicht...
>> mehr lesen

Wintereinbruch (Di, 04 Mär 2008)
Was war denn das heute Morgen? Beim ersten Blick aus dem Fenster dachte ich erst mal ich spinne. Draußen war alles mit einer 10-15 cm dicken weißen Schicht bedeckt. Das Wetter spielt jetzt wohl völlig verrückt. Nichts desto trotz musste ich zum Bahnhof gelangen. Bis auf einen kleinen Sturz nach den ersten paar Metern auf Schnee klappte das dann auch ganz gut. Und die Bahn ließ sich von dem heftigen Gestöber auch nicht im geringsten beirren. Der ICE fuhr nicht ganz so schnell wie sonst, blieb aber dennoch voll im Zeitplan. Schon vor Köln war keine weiße Pracht mehr zu sehen, in D.dorf war es sogar komplett trocken. Ab Siegburg hatte ich einen Doppelsitz für mich. Als in Deutz ein Mann den Sitz vor mir wählte, versuchte er zuerst mit ein wenig Fuchtelei meine Aufmerksamkeit zu erregen. Ich nahm kurz einen Kopfhörer ab, und er fragte mich doch tatsächlich ob er die Rückenlehne nach hinten stellen dürfe. Tadaaa - eine echte Premiere: Das war das erste mal dass sich jemand um meine Knie sorgte! Ich war in der Tat etwas perplex, aber gab ihm die 'Erlaubnis'. Der Abend war etwas stressiger. Für den ICE aus Holland wurden online 20 Min Verspätung angezeigt. Das Risiko eines verpassten Anschlusses war mir zu hoch, und so nahm ich kurzfristig eine S-Bahn zum Hbf und dort den RE nach Aachen, um rechtzeitig in Köln zu sein. Einen Sitzplatz suchte ich gar nicht erst sondern positionierte mich wieder semi-bequem lehnend am Treppengeländer. Der ICE schien es im Nachhinein doch noch rechtzeitig nach Köln geschafft zu haben - dank des Bahn-Phänomens der variablen Verspätung. Und vorhin eine ähnliche Situation wie heute morgen. Ein sich gerade setzender Mann wurde von einer Frau vor ihm gefragt ob ihm die von ihr zurück gestellte Sitzlehne etwas ausmachen würde. Ob heute irgendwas in der Luft lag das manche Zeitgenossen freundlich stimmte? Ich werde es wohl nie erfahren...
>> mehr lesen

7 Minuten (Mo, 03 Mär 2008)
Der Tag begann für meinen Geschmack viel zu früh - hätte mich gerne noch länger im warmen Bett herumgedrückt statt nach draußen in das eisige Waschküchenwetter zu gehen. Aber wat mutt dat mutt. Immerhin brauchte ich mir keine Gedanken ums Frühstück zu machen, denn das gab es heute freundlicherweise vom Arbeitgeber. Da im Zug wieder akuter Platzmangel war ließ ich mich an einem 4er-Tisch rückwärts zur Fahrtrichtung nieder und blieb dort auch bis D.dorf sitzen. Der Fahrplan wurde eingehalten. Am Abend war mein ICE beim VRR-Abfahrtsmonitor im Netz mit 7 Min Verspätung gelistet. Er kam auf dem Gleis gegenüber an, da sein Stamm-Gleis noch vom RE nach Aachen belegt war. Bis Köln holte er kein bisschen Zeit auf und erreichte den Hbf wiederum 7 Min verspätet. Der Wagen, in den ich eingestiegen war, war fast zur Hälfte von einer Reisegruppe belegt (immer wieder: 'Plätze 41 bis 48 und 51 bis 58'). Drum platzierte ich mich auf der freien Fläche gegenüber der Rollstuhl-Plätze und hockte mich dort an die Wand um in Ruhe zu lesen. Zum Glück war der Durchgangsverkehr nicht allzu schlimm. Doch irgendwann tauchte eine Frau aus der Reisegruppe auf und wollte ihren großen hellblauen Koffer neben mich stellen, wo noch ein bisschen Platz war. Dazu musste ich aufstehen. Sie bot mir tatsächlich an ihren Koffer zum darauf sitzen zu gebrauchen ('er ist sehr bequem'). Das Angebot nahm ich nicht an. Eine jüngere Frau stand im selben Moment vor der Automatiktür und fragte sich warum diese sich nicht öffnete. Ich half durch Drücken des roten Knopfes oben am Türrahmen nach, und erhielt dafür einen dankbaren Blick in Kombination mit Thumbs-Up. Das war also meine gute Tat für heute. Als ich in Köln Gleis 4 erreichte, stand dort noch der ICE nach Amsterdam. Auch wenn dieser etwas verspätet abfuhr, konnte mein Anschlusszug noch rechtzeitig bereit gestellt werden um pünktlich los zu fahren. Langsam aber sicher stellt sich ein starkes Hungergefühl bei mir ein. Bin froh wenn ich das in Kürze los bin.
>> mehr lesen

Nächste Runde (Fr, 29 Feb 2008)
Und schon wieder ist eine Woche rum - kaum zu fassen! Mir kommt es vor als hätte sie nur aus zwei Tagen bestanden. Aber somit bin ich gerade gut gelaunt und nicht erschöpft. Hoffe dass das Wochenende abwechslungsreich genug wird, um sich ausgeglichen wieder auf eine neue Runde Arbeit einlassen zu können. Genug off-topic gelabert - hier geht es um meine Bahn-Erlebnisse. Davon kann ich heute aber keine aufregenden neuen bieten. In letzter Zeit läuft so vieles wie am Schnürchen (zumindest was die Zeiten betrifft), das es schon fast unheimlich ist. Vielleicht die Ruhe vor dem Sturm? Man sollte es genießen so lange man kann. Am Morgen lief alles fast genau wie gestern, deshalb brauche ich es nicht zu wiederholen. Nach Feierabend nahm ich meine normale Freitags-Verbindung, und die funktionierte prächtig. Der ICE wurde in D.dorf sehr voll. Ich wartete einfach seitlich am Gang bis die Stampede vorbei war und fand dann trotzdem noch ein Plätzchen zum Sitzen. In Deutz nahm ich eine verspätete Regionalbahn bis zum Hbf und war dadurch sogar etwas früher dort als sonst. Der ICE nach Wiesbaden, in dem ich jetzt sitze, stand pünktlich bereit, ist nicht zu voll und bewegt sich in angemessenem Tempo vorwärts. Geradewegs auf mein Wochenende zu! In diesem Sinne... bis Montag.
>> mehr lesen

Ganz gewöhnlich (Do, 28 Feb 2008)
Allzu viel gibt es heute nicht zu erzählen. Es geschah (bis jetzt) nichts außer der Reihe auf meinen Bahnfahrten. Am Morgen fand ich nicht direkt einen freien Doppelsitz, aber in Siegburg wurden einige frei, und ich konnte umsiedeln. Der Zug war quasi pünktlich in D.dorf, und ich erwischte dort auch ohne Warterei direkt eine S-Bahn. Am Abend muss es (laut einer Arbeitskollegin) wieder ähnliche Komplikationen wie gestern gegeben haben - 'Personen im Gleis' - aber mein Zug war wiederum nicht davon betroffen. Trotz des großen Andrangs fand ich einen guten Platz und konnte in Ruhe etwas lesen. Der Anschlusszug wurde heute schon sehr früh bereit gestellt. Sitze jetzt wieder auf meinem Stammplatz und warte bis der ICE sich aus Köln hinaus gequält hat und endlich an Tempo zulegt. Wenn das klappt werde ich zeitig zuhause sein und kann mich dem Abendessen widmen.
>> mehr lesen

Erleichterung (Mi, 27 Feb 2008)
Im Vergleich zu gestern lief heute alles wesentlich besser! Für die erste Mahlzeit des Tages konnte ich mich wieder ganz nach Belieben ausbreiten und etwas härtere Musik auf die Kopfhörer schicken. Im Wagen war reichlich Platz für alle. In Deutz gab es eine kleine Verzögerung, und der ICE hielt auf dem anderen Gleis, war aber dann wiederum pünktlich in D.dorf. Zur Feierabendzeit musste wohl am Hbf ein bisschen Ausnahmezustand geherrscht haben. Der Grund waren 'Personen im Gleis'. Jedoch waren nur Züge in Richtung Duisburg betroffen. Mein Zug kam völlig pünktlich an, wurde aber sehr voll. Viele Plätze waren belegt von Männern, die sich lautstark in einer Sprache unterhielten die ich nicht identifizieren konnte. Vermutlich irgendwas Osteuropäisches... Da ich unter den ersten war die zugestiegen waren, war mir ein Sitzplatz vergönnt. Im Gang quetschten sich permanent Leute an mir vorbei. Zu allem Überfluss kam zwischendrin auch noch ein lästiger Saftschubser angerollt, der gerne auch 'Kaffee-Wein-Schnaps' unter die Leute bringen wollte. Der Anschluss in Köln musste wieder ein paar Minuten auf den in letzter Zeit chronisch verspäteten Zug aus Berlin warten. Schätze aber das lässt sich ohne Probleme wieder aufholen... bei dem aktuellen Tempo auf jeden Fall. Nachtrag: Als ich in Montabaur aussteigen wollte musste ich erst noch durch eine kleine Überschwemmung waten. In der Toilette muss der Wassertank geplatzt sein oder so. Jedenfalls breitete sich eine gewaltige Pfütze auf dem Fußboden aus, und zwei Zugbegleiter waren eifrig dabei den Schaden einzudämmen. Die unausweichliche Frage eines Fahrgastes ließ nicht lange auf sich warten: 'Iieeeh, ist das Pipi?'
>> mehr lesen

Achterbahn der Gefühle (Di, 26 Feb 2008)
--- Eintrag vom 25.02.2008 Der Vollständigkeit halber sollte ich erwähnen dass auch das vergangene Wochenende von Bahnfahrten geprägt war. Habe eine Freundin in Bad Kreuznach besucht und als 'Zwischenstopp' auf dem Rückweg noch eine Verabredung mit meinem Bruder in Mainz wahrgenommen. Die Zugverbindungen klappten im Großen und Ganzen gut. Auf dem Hinweg hätte ich wahrscheinlich nur in Mainz den Bummelzug nach Türkismühle verpasst, wenn ich nicht verbotenerweise über den 'Rettungstunnel' das Gleis gewechselt hätte. Der IC, den ich von Frankfurt Flughafen bis Mainz genommen hatte, war aufgrund einer Signalstörung ab Bischofsheim im Schneckentempo weiter gekrochen und brauchte deshalb mehr als 10 Min länger für das relativ kurze Stück. Für die erste Etappe der Rückfahrt erwischte ich zum Glück einen schnellen Express-Dieselzug. Der einzige ICE, der sonntags die Strecke von Mainz bis Montabaur direkt abfährt, braucht dafür beinahe 1 Stunde (da er über Wiesbaden fährt und dort die Richtung ändert). Man muss dann zwar nicht umsteigen, braucht aber vermutlich genau so lange wie für den Umweg über den Flughafen. Heute Morgen war der Zug sehr voll, und ich fand nur noch einen unbequemen Tischplatz. Ansonsten gab es aber keine Schwierigkeiten. Dafür war am Abend das große Verwirrspiel angesagt. Im Internet stand der ICE als pünktlich gelistet. Als ich am Bahnsteig ankam stand dort noch der RE nach Aachen, der irgendwie nicht abfahren wollte. Dauernd öffneten und schlossen sich die Türen und Leute stiegen ein und aus! Zum Schluss beobachtete ich noch ein Pärchen, das versuchte eine sich schließende Tür zu blockieren, was nicht funktionierte. Sie schafften es nur noch ihre Gliedmaßen aus der Klemme zu befreien bevor der Zug los fuhr. So viel mal wieder zum Thema 'Türpolitik' bei der Bahn... Da offenbar am D.dorfer Hbf gerade ein Notarzteinsatz im Gange war, ging plötzlich gar nichts mehr. Laut Durchsage verspäteten sich alle Züge nach Köln um unbestimmte Zeit. Na toll, dachte ich mir, wäre denen das ein paar Min früher eingefallen hätte ich noch den Regionalzug nehmen können! Die Anzeigetafel verkündete nun 15 Min Verspätung. Das hätte den Anschluss in Köln sehr auf Spiel gesetzt. Nur einen Augenblick später änderte sich die Anzeige auf 5 Minuten, und die Einfahrt des Zuges wurde auch über Lautsprecher angekündigt. Im ICE waren eine Reihe Sitzplätze leer aber nach Aussage anderer Fahrgäste 'besetzt' (wahrscheinlich durch Phantome). So ließ ich mich am Ausgang auf dem Fußboden nieder. In Köln lief dann zum Glück alles wie immer, und ich war sogar fast überpünktlich zuhause.
>> mehr lesen

Gereizt (Di, 26 Feb 2008)
Nein, auf mich bezieht sich die heutige Überschrift nicht. Auf der Fahrt zur Arbeit bekam ich wieder keinen besonders guten Platz, konnte aber wenigstens halbwegs in Ruhe mein Frühstück einnehmen. Sonst gab es keine weiteren Zwischenfälle. Am Abend staute sich etwas der Verkehr am D.dorfer Hbf. Kurz nach einander hatte man drei Möglichkeiten nach Köln zu gelangen - mit einem 20 Min verspäteten IC, einem RE und mit dem ICE, den ich wie in den allermeisten Fällen auch heute wählte. Ein bisschen riskant war das schon, da nicht abzusehen war, wie lange er auf die Einfahrt warten musste während die Gleise ja noch von den anderen Zügen belegt waren. Das Personal am Bahnsteig und aus dem IC schien relativ genervt zu sein und musste immer wieder die gleichen Fragen beantworten. Ein Uniformträger rastete beinahe aus als unmittelbar vor der Abfahrt noch ein schwer bepacktes Pärchen Anstalten machte einzusteigen, dann aber fragte ob der Zug nach Frankfurt Flughafen fahren würde. Darauf brüllte er nur 'Nein! Können Sie etwa nicht lesen?' Gut dass ich dort nicht eingestiegen bin. Der ICE aus Amsterdam kam unmittelbar danach und war schließlich nur ca. 5 Min später als Plan in Köln. Als ich auf der Rolltreppe zu Gleis 4 stand, war mein Anschluss gerade am einfahren. Heute also nicht die übliche Warterei am Geländer. In Deutz hielt der ICE noch einmal an wegen eines 'voraus fahrenden Regionalzugs', der wohl wieder einmal die Strecke blockierte. Nun steigert sich auch das Tempo. Schätze es wird trotzdem eine kleine Verspätung geben.
>> mehr lesen

Der Freitag (Fr, 22 Feb 2008)
Was gibt es schon zu sagen, außer dass heute wieder Freitag ist... Am Morgen war es ruhig und der ICE relativ leer. War die meiste Zeit in Gedanken versunken während mir die Chemical Brothers in die Ohren schallten. Diesmal konnte ich mich wieder zur 'normalen' Feierabendzeit los reißen und die gewohnte Verbindung zur Heimfahrt nutzen. Das hat bisher auch ganz gut geklappt, inkl Transfer von Deutz zum Kölner Hbf. Der ICE nach Wiesbaden, in dem ich jetzt sitze, ist ziemlich voller Leute und hat die ersten Minuten Fahrt nicht gerade in atemberaubenden Tempo zurück gelegt. Zum Glück scheint er jetzt ein wenig anzuziehen. Endlich Wochenende!
>> mehr lesen

Streik Reloaded? (Do, 21 Feb 2008)
So an sich gibts heute von meinen Bahnfahrten nix Aufregendes zu berichten. Bin heute sowieso total übermüdet, und deswegen geht so einiges einfach an mir vorbei und entzieht sich meiner Aufmerksamkeit. An die Fahrt am Morgen kann ich mich kaum erinnern, was wohl heißen muss dass nichts Ungewöhnliches passiert ist. Jetzt sitze ich in Köln im ICE und warte dass er endlich abfährt. Wie gestern soll er noch 'Anschlussreisende' von einem verspäteten anderen Zug aufnehmen. Eben geht die Fahrt los. In D.dorf war es schwierig einen Platz zu finden, so gut gefüllt war der ICE - vor allem mit Niederländern. Einige davon sitzen sogar jetzt wieder ein paar Reihen hinter mir. So nebenbei am Rande bekam ich heute im Radio mit, dass die Grauenhaft Dämlichen Lokführer schon wieder Streik angedroht haben, und wollte erstmal meinen Ohren nicht trauen. Hat denn der ganze zelebrierte Kindergarten letztes Jahr nichts gebracht? Halten die Gewerkschaftler die Bevölkerung für so selbstlos, vergesslich oder gleichgültig? Die Rede war von März, wahrscheinlich wegen Ostern. Liebe GDL, tut mir doch den Gefallen und verlegt das ganze auf April - dann wird es mir nämlich egal sein... In diesem Sinne, ciao für heute.
>> mehr lesen

One day in Oberhausen (Mi, 20 Feb 2008)
Heute war ein Ausnahme-Tag. Also nicht dass irgendwas Katastrophales passiert ist... Nur war ich heute überhaupt nicht in Düsseldorf auf der Arbeit, sondern in Oberhausen auf einem ganztägigen Seminar. Um morgens rechtzeitig dort sein zu können musste ich früher als sonst in Montabaur los. Um Punkt 7:00 gibt es einen ICE der von Mainz kommt und bis Köln fährt. (Ich muss doch feststellen dass morgens ziemlich viele Züge am 'Westerwälder Hauptbahnhof' halten. Schade dass das den restlichen Tag nicht genau so ist.) Jedenfalls bot mir dieser ICE einen optimalen Anschluss in Köln, um so in insgesamt nur 91 Min nach Oberhausen zu gelangen. Dort nahm ich am Hbf direkt einen Stadtbus um zumindest in die Nähe des Ziels zu kommen. Im Bus wurden die Fahrkarten kontrolliert, und weil ich nicht 100% sicher war ob meine BahnCard100 mit 'City'-Funktion auch in dieser Stadt in den Bussen gültig ist, stieg ich vorsichtshalber eine Station früher als geplant aus, so lange der Kontrolleur noch in eine Diskussion mit einem anderen Fahrgast verwickelt war. Der Fußweg verlängerte sich aber zum Glück dadurch kaum. Das Seminar endete so, dass ich nach einem sehr kurzen Besuch im nahe gelegenen CentrO die gleiche Zugverbindung wie sonst zur Heimfahrt nutzen konnte - nur mit zwei Stationen mehr vorne weg. Der ICE aus Amsterdam fährt praktischerweise auch über Oberhausen und war heute zur Abwechslung mal pünktlich. Der Anschluss in Köln musste noch auf einen ICE aus Berlin warten und kam deshalb 5 Min später erst vom Fleck. Hoffe dass er die Zeit wieder aufholt. Die Chancen stehen ganz gut. Bin bald zuhause und habe den größten Teil dieser Woche jetzt hinter mir.
>> mehr lesen

Spaß mit dem Kontrolleur (Di, 19 Feb 2008)
Bin ein bisschen durch den Wind heute... was eigentlich nichts mit den Bahnfahrten zu tun hat. Trotzdem gibts Material für den Blog. Die Fahrt am Morgen war wieder mal durch 'außerplanmäßige' Halte geprägt. Immer wieder erstaunlich - sobald das Kölner Stadtgebiet befahren wird, läuft alles anders als normal... Kurz vor Deutz war gleich für mehrere Minuten kompletter Stillstand. Die logischerweise verursachte Verspätung wurde bis D.dorf nicht aufgeholt. Kurz vor Feierabend musste ich feststellen dass der ICE aus Holland schon 15 Minuten hinter der Zeit lag und offenbar nicht wie sonst noch am aufholen war. Also nahm ich die S-Bahn zum Hbf (anstatt zu laufen), um dort den Regionalzug nach Aachen zu erwischen. Hordenweise strömten die Menschen hinein, aber das war mir egal. Ich sicherte mir einen bequemen Stehplatz am Treppenaufgang. Kurz vor Köln kam ein lustiger Tuff-Tuff-Kontrolleur angetanzt und hatte sichtlich Spaß mit einer jungen Frau, die ihn 'schon gesucht' hatte, weil sie am D.dorfer Flughafen wegen der 'vielen Leute' kein Ticket kaufen konnte... Sie wurde Opfer der strengen NRW-Justiz und war kurz darauf 40 Euro ärmer. Als der lustige Rheinländer dann auf mich zu kam, ergab sich der folgende Dialog: K: 'Hallo!' N: (hält ihm wortlos die BahnCard100 hin) K: 'Damit is man immer auf der sicheren Seite.' N: 'Ja, und man bezahlt auch dem entsprechend dafür.' K: 'Wat kost die denn jetz eigentlich?' N: 'Dreihundertzwanzig im Monat - im Abo.' K: 'Und die First, wat kost die?' N: 'Ufff, Fünfhundertvierzig oder so glaub ich.' Andere Passagierin :'Für dat Geld fahr ich lieber mim Auto!' K: 'Ja is schon teuer, muss ich zugeben.' Kein weiterer Kommentar dazu... Den Anschluss in Köln bekam ich ohne Probleme. Keine Ahnung ob der internationale ICE noch rechtzeitig dort war. In ca. 5 Min bin ich in Montabaur und kann mich endlich in meinen richtigen Feierabend stürzen.
>> mehr lesen