Donnerstag 21. April 2011

 

 

 

 

Die ersten Züge der "Westbahn GmbH" verlassen das Werk....

 

Die ersten fertigen Züge der WESTbahn durften heute die Produktionshalle der Firma Stadler in Altenrhein verlassen. Nun werden Sie auf Testfahrten - vorerst in der Schweiz - geschickt. Die ersten Züge in Österreich werden Ende August zu sehen sein.

 

Das Stadler Werk im idyllischen Altenrhein                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Auf geht's zum abholen der WESTbahn                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der neuste "Stadler-Express" hier noch in Altenrhein                 Foto: WESTbahn GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

UPDATE vom 28. April 2011: WESTbahn - Fotowettbewerb

Auf diesen Moment haben Eisenbahnfans und Trainspotter lange gewartet. Am 27. April 2011 wurde erstmals eine Garnitur der neuen WESTbahn-Züge in "freier Wildbahn" gesichtet. Der Zug war am Schweizer Bodenseeufer unterwegs, ein Trainspotter hat bereits ein Foto ins Internet gestellt. Derzeit ist die WESTbahn-Garnitur noch als Halbzug mit drei Wagen unterwegs, bald werden sie auch in der Originalversion mit sechs Wagen zu sehen sein.

„Für das gesamte WESTbahn-Team ist es ein tolles Gefühl, unsere Züge erstmals ausserhalb des Fertigungswerkes zu erleben“, so Stefan Wehinger, CEO der WESTbahn. Wehinger freut das tolle Feedback der Menschen, die den Zug das erste Mal sehen. „Unter Eisenbahn-Fans gibt es einen regelrechten Wettbewerb, wer den WESTbahnzug als erstes erblickt“.

Die WESTbahn möchte diese Begeisterung unterstützen und ruft Eisenbahnfans dazu auf, ein Foto zu machen, sobald sie den WESTbahn-Zug sichten. Wer es unter Angabe des Namens und des Ortes, wo der Zug gesichtet wurde, an trainspotting@westbahn.at schickt, der nimmt an der Verlosung eines Jungfernfahrt-Tickets mit der WESTbahn am 11. Dezember 2011 teil. Zudem werden die Fotos auf www.westbahn.at publiziert. Bis Ende August 2011 sind die Züge in der Schweiz und danach in Österreich unterwegs.

 

 

 

 

 

 

Westbahn-Chef kritisiert unfairen Wettbewerb

Vier Jahre war er selbst Vorstand im ÖBB Personenverkehr. Jetzt führt Stefan Wehinger seine eigene Privatbahn. Ein Gespräch über die Westbahn.

KURIER: Was können Sie zur ÖBB Inseraten-Causa sagen? Sie waren damals Vorstand.
Stefan Wehinger:
Ich möchte dazu nichts sagen, weil eine Aussage der Westbahn schaden könnte.

Bei Westbahn können Sie Inserate schalten, wie Sie wollen.
Ja, weil wir unabhängig sind. Vor allem bei der Haltestellenpolitik sind wir unbeeinflusst und richten uns nur nach dem Markt. Das gibt's nur bei uns, dass regionalpolitisch auf internationale Fahrpläne eingewirkt wird.

Die ÖBB haben auch Probleme mit dem Caterer in den Speisewagen - wer wird Ihr Caterer sein?

Die Arbeitsbedingungen auf den ÖBB-Zügen sind schwierig, der Caterer hat's also nicht leicht. Wir werden mit einem Bäckereisystem zusammenarbeiten, der Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben.

Die Genehmigungen für den Fahrbetrieb haben Sie, nicht aber für die Züge.
Stimmt. Die technische Zulassung der Züge machen wir in der Schweiz, damit sich das zeitlich bis Dezember 2011 ausgeht.

Glauben Sie, dass Sie die ÖBB dabei behindern?
Nein, wir haben da keine Probleme. Eine Behinderung wäre zu durchsichtig.

Kennen Sie Christian Kern?

Nein. Ich habe mehrmals versucht, einen Termin zu bekommen, das ist bisher nicht gelungen.

Sie sagen, die Politik agiert nach dem Motto ,Die lassen wir anrennen'. Wie genau?
Diese Aussage kommt aus dem politischen Umfeld des Verkehrsministeriums betreffend gemeinwirtschaftliche Leistungen (Abgeltung von Freifahrten, Zuschüsse für Ermäßigungen, Anm.) . Hier werden für zehn Jahre sechs Milliarden Euro an ein Staatsunternehmen vergeben, freihändig, ohne sich an irgendwelche Vergaberegeln zu halten. Das verzerrt den Markt. Dazu gab es ein Zitat in der Neuen Zürcher Zeitung : "Österreich hat eine besondere Art der Liberalisierung: Man schreibt das Gesetz. Und dann schreibt man ein weiteres Gesetz, das den staatsnahen Betrieb auf Jahre schützt. "

Wer behindert Sie?
Mit den ÖBB ist es ganz leicht. Mit der Ministeriums-Beamtenschaft: auch sehr gut. Politisch: eine Katastrophe. Uns sagt man, dass man leider nicht verhindern kann, dass die ÖBB bevorzugt wird.

Wird es rauer, je näher es zum Start kommt?
Politisch wird es rauer. Weil wir mit Bund und Ministerium in einem juristischen Streit sind. Wir haben ja eine Staatshaftungsklage gegen die Republik laufen. Ich sage heute bei Gericht dazu aus.

Das ist viel Nervosität.
Ich werde bei meinen Vorträgen genau beobachtet. Diese Energie könnte die ÖBB einsetzen, um bei sich selbst Untersuchungen zu machen. Wir nehmen das aber gelassen.

Sie sagen, es sei vieles undurchführbar. Was genau?
Wir werden beim Thema GWL so behindert, dass wir nicht über weitere Strecken verhandeln können. Solange die Gemeinwirtschaftlichen Leistungen freihändig an die ÖBB vergeben wird, können wir etwa nicht Graz - Linz fahren. Da sitzt die ÖBB die nächsten zehn Jahre drauf.

Steht Ihr Tarifmodell?
Wir fahren zum Preis der ÖBB-Vorteils-Card, also ums halbe Geld.

Kein Preisdumping also.
Nein. Der Preis fürs Bahnfahren ist in Österreich relativ gering. Der Preis stört die Leute auch nicht. Es ist die fehlende Leistung.

Wird die Westbahn Raucherabteile haben?
Wir haben eine Raucherkabine. Wir wissen, dass das es eine juristische Grauzone ist, aber wollen die Raucher nicht ausschließen.

Sie nehmen also eine Anzeige in Kauf?
Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Wie läuft der Einstieg der französischen Staatsbahn?

Das prüft die EU. Die SNCF ist unser favorisierter Partner. Wir müssen auf Partnersuche gehen, weil wir uns stärken müssen.

Sie brauchen also mehr Kapital?
Es geht nicht ums Geld, Es geht um mehr Stärke im EU-Umfeld, in Brüssel.

Wie hoch soll die Beteiligung sein?
Die Franzosen wollen 26 Prozent über eine Kapitalerhöhung. Die wollen wir auch hergeben.

Sie haben sieben Mitarbeiter mit ÖBB-Hintergrund. Sind Sie auf Abwerbetour?
Wir werben niemanden ab. Nie. Die kommen zu uns.

Wie Experte Erich Forster, der 35 Jahre bei der ÖBB war.

Forster ist noch ÖBB-Mitarbeiter. Dazu kann ich nichts sagen.

Stefan Wehinger und Westbahn

 

Stefan Wehinger ist Gründer, Miteigentümer und Geschäftsführer der Westbahn AG. 2000 bis 2004 war er Vorstand der Montafonerbahn AG, 2004 bis 2008 Vorstand der ÖBB Personenverkehr AG.

Die Westbahn
Sie ist Österreichs erste Privatbahn im Personenverkehr. Ab Dezember 2011 fährt sie Wien-Salzburg im Stundentakt. Verkauf der Tickets: Im Internet und im Zug. Kosten: Gleich wie mit einer ÖBB-Vorteils-Card (Halbpreis). Jeder Waggon hat einen eigenen Zugbegleiter.

 

 

 

UPDATE: Private Westbahn setzt zum ÖBB-Überholmanöver an

Bis Tirol wird der neue ÖBB-Mitbewerber aber nicht fahren können:

Es scheitert am Grossen Deutschen Eck.

Der 11. Dezember 2011 wird als historischer Tag in die österreichische Eisenbahnerbranche eingehen: An diesem Tag transportieren die weiß-blau-grünen Züge der privaten Bahngesellschaft Westbahn die ersten Fahrgäste zwischen Wien und Salzburg und starten damit erstmals in direkter Konkurrenz zu den Bundesbahnen.

Am Steuer sitzt einer, der die Branche und auch den staatlichen Mitbewerber gut kennt: Stefan Wehinger war von 2004 bis 2008 Personenverkehr-Vorstand der ÖBB. Gemeinsam mit Strabag-Boss Hans-Peter Haselsteiner ist Wehinger mit je 35 Prozent Hauptgesellschafter der Westbahn-Mutter Rail Holding AG, 30 Prozent hält die Oldro AG, eine Gruppe Schweizer Finanzinvestoren.

Die Doppelstöcker-Züge sind großteils fertig und absolvieren derzeit ihre ersten Testfahrten in der Schweiz. „Wir liegen sowohl finanziell als auch zeitlich absolut im Plan“, sagt Stefan Wehinger.

130 Millionen Euro seien als Startinvestition in das Projekt gesteckt worden, fünf Jahre nach dem Start will Wehinger Gewinne schreiben und auf der Strecke einen Marktanteil von 25 Prozent ergattern.

Ganz in den Westen Österreichs wird die Westbahn aber vorerst nicht fahren können. „Innsbruck und das Tiroler Unterinntal wären absolut reizvoll“, sagt er im TT-Interview, „aber aufgrund der Infrastruktur-Verhältnisse am Großen Deutschen Eck nicht realisierbar.“ Die dicht befahrene Strecke lasse keine weiteren Züge zu, und Ausbaupläne von Seiten der Deutschen Bahn gebe es keine.

Wehinger will mit der Westbahn aber nicht primär gegen die ÖBB um die Wette fahren, sondern das gesamte Bahnsystem verbessern. „Bis auf Italien und Österreich floriert die Bahnbranche in allen entwickelten Ländern der Welt“, meint Stefan Wehinger, „dabei ist Österreich ja keine Bananenrepublik.“ Es seien „starre Verträge und teure Altlasten, die die ÖBB beim freien Wirtschaften behindern“, sagt er, zudem könne es nicht sein, dass es keine langfristige Strategie gebe. „Stattdessen wird die Bahn stets zum Spielball der Tagespolitik.“

Obwohl Österreich bei der Bahnliberalisierung nur im europäischen Mittelfeld liegt, habe er bei behördlichen Genehmigungen keinerlei Hürden erfahren: „Es gibt ja klare Gesetze, die funktionieren, aber es ist die politische Bevorzugung, die die ÖBB gleicher als gleich macht.“

Bei der Westbahn will Wehinger nun all das umsetzen, woran er einst bei den ÖBB gescheitert war: stabiler Service, saubere Züge und unkomplizierter Ticketverkauf online oder im Zug. „Wir fahren exakt zum Preis der ÖBB-Vorteilscard.“

 

 

 

 

 

 

 

 

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