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Aktuelle Meldungen:
Schweiz
Vertreterinnen und Vertreter des Kantons Schwyz, des Bezirks Einsiedeln und der Etzelwerk AG feierten am 16. Mai 2012 gemeinsam den Spatenstich zum Bau eines Hochwasserschutzes für den Grossbach. Die Arbeiten sind voraussichtlich im Juni 2014 abgeschlossen und bieten den Anwohnern Schutz vor Hochwasser.
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Bundesrat bestätigt vorläufigen Verzicht auf die Porta Alpina
Auf den Bau einer Bahnhaltestelle im Gotthard-Basistunnel unterhalb von Sedrun (Porta Alpina) wird vorläufig verzichtet. Der Bundesrat hat am 16. Mai 2012 einen Bericht des UVEK zur Kenntnis genommen, der die Gründe für diesen Entscheid erläutert. Von Bedeutung ist unter anderem, dass kein genehmigungsreifes Projekt vorliegt, das mit dem vorgesehenen Bahnbetrieb durch den Tunnel vereinbar wäre. Eine alternative Nutzung der bestehenden Räume zu touristischen Zwecken oder eine Realisierung der Porta Alpina durch eine der nächsten Generationen bleiben jedoch möglich.
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Egg ZH: Auto mit Forchbahn kollidiert
Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und der Forchbahn sind am Dienstagabend (15.5.2012) in Egg zwei Personen zum Teil schwer verletzt worden.
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Bundesrat will Praxis der Lärmentschädigung neu ausrichten
Besitzer, deren Liegenschaften wegen Lärm von Strassen, Bahnen oder Flugplätzen Wert verloren haben, können in gewissen Fällen gerichtlich eine Entschädigung erwirken. Künftig sollen die Betroffenen rechtlich besser gestellt werden und automatisch einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen haben. Der Bundesrat hat am 16. Mai 2012 einer entsprechenden Neuausrichtung der Lärmentschädigung im Grundsatz zugestimmt. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK wird bis Ende 2013 eine Vernehmlassungsvorlage ausarbeiten.
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FK-S: Mitbericht zu den grossen Verkehrsvorlagen
Die Finanzkommission des Ständerates unterstützt die Verkehrsvorlagen FABI (12.016 s), stellt jedoch eine bedeutende zukünftige Finanzierungslücke im Verkehrsbereich fest.
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Lokdiebstahl im Swiss Vapeur Parc: Zwei Täter ermittelt und Fahrzeuge beschädigt zurück im Park
Zwischen dem 05. und 11. November 2011 wurden zwei Dampflokomotiven aus dem Swiss Vapeur Parc in Bouveret entwendet. Der Wert dieser zwei Lokomotiven wird auf CHF 350'000.-- geschätzt.
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Vertreterinnen und Vertreter des Kantons Schwyz, des Bezirks Einsiedeln und der Etzelwerk AG feierten heute gemeinsam den Spatenstich zum Bau eines Hochwasserschutzes für den Grossbach. Die Arbeiten sind voraussichtlich im Juni 2014 abgeschlossen und bieten den Anwohnern Schutz vor Hochwasser.
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Bahnhof-Paten Thun: Neue Partnerschaft für Sicherheit am Bahnhof (Mo, 14 Mai 2012)
Seit März 2005 stehen die Bahnhof-Paten im Bahnhof Thun den Reisenden mit Rat und Tat zur Seite und markieren Präsenz. Im Dezember 2011, nach knapp sieben Jahren erfolgreicher Tätigkeit, wurde das bestehende Bahnhof-Paten- Modell überarbeitet und ab Mai 2012 in Form einer neuen Zusammenarbeit mit der Stadt Thun und dem FC Thun in bewährter Weise weitergeführt.
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Zürich–Chur: Intercity-Angebot Zürich–Chur kann bereits 2014 ausgebaut und der Halt Sargans gesichert werden. (Mo, 14 Mai 2012)
Die fünf an der Strecke Zürich–Chur gelegenen Kantone haben sich zusammen mit den beteiligten Bahnen auf ein Übergangskonzept geeinigt, das ab Dezember 2014 jede zweite Stunde die Führung von zusätzlichen Intercity-Verbindungen ermöglicht. Voraussetzung dazu war die Bereitschaft der Kantone, den dafür notwendigen Anpassungen an den ursprünglichen Konzepten für die Zürcher S-Bahn und die S-Bahn St. Gallen zuzustimmen.
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Heute kommt die nächste der spannenden Reisegeschichten, die im Rahmen der SBB-Kampagne “unterwegs zuhause” entstanden sind: “Wir blickten auf die Schienenstränge” von Rolf Hermann, gelesen von Dominik Gysin. Die Schweizer Bundesbahnen wollen mit diesen sechs Geschichten, die wir hier im Blog in einer kleinen Serie vorstellen, das Reisen und jeden Besuch im Bahnhof zu einem besonderen [...]
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Reisegeschichten für unterwegs (1): Madame Estoppet (Do, 10 Mai 2012)
Wenn man unterwegs ist, hat man Zeit. Und kann sich beispielsweise spannende Reisegeschichten anhören. In einer kleinen Serie stellen wir einige vor, die im Rahmen der SBB-Kampagne “unterwegs zuhause” entstanden sind. Den Anfang macht die knapp 10 Minuten lange Story “Madame Estoppet” von Noëlle Revaz – aus dem Französischen übersetzt von Andreas Münzner, gelesen von [...]
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La finale de la Coupe suisse de football de ce mercredi au Stade de Suisse provoquera quelques restrictions temporaires en gare de Berne. Les CFF prient leur clientèle de compter davantage de temps pour changer de train ou pour accéder aux trains. Près de 150 collaborateurs supplémentaires seront présents afin de garantir la bonne marche de l’exploitation et de contribuer au succès de cette manifestation populaire et sportive.
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Des travaux pour davantage de sécurité: Trois ans de travaux pour assainir le tunnel du Simplon. (Do, 03 Mai 2012)
Les CFF adaptent le tunnel du Simplon aux nouvelles normes. Les premiers travaux ont commencé fin mars et dureront trois ans. Les CFF investissent près de 170 millions de francs dans l’assainissement du tunnel. Une cérémonie de bénédiction de Sainte Barbe a marqué aujourd’hui le début officiel de ces travaux.
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Dal 19 al 21 maggio saranno effettuati lavori di manutenzione ai binari all’altezza del passaggio a livello a sud della stazione di Lugano. I lavori saranno svolti durante il fine settimana e comporteranno lievi disagi per il traffico motorizzato.
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Serata pubblica a Stabio: Nuova linea ferroviaria Mendrisio–Stabio–Confine(–Varese). (Do, 10 Mai 2012)
Sono stati presentati a Stabio i progressi del cantiere di competenza delle FFS della nuova linea ferroviaria Mendrisio–Varese. Una linea destinata a rivoluzionare il traffico ferroviario transfrontaliero.
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Each day in 2011, SBB took 977,000 passengers to their destinations – getting them there on time, safely and reliably. This was 2.7 percent more than in 2010. SBB has posted excellent figures for punctuality and safety, and its customers have also given it a good rating. Despite a marked decline in net income from passenger services and dwindling demand for domestic freight, consolidated net income amounts to a gratifying CHF 338.7 million. SBB was able to finance its commercial investments mainly from its own resources. The Group posted nega-tive free cash flow of CHF 5.2 million. At just under CHF 8 billion, however, interest-bearing debt remains high. Moreover, SBB will enhance its product offering and services, and gear them even more closely to customers’ needs. At the same time, SBB will further improve its efficiency in the years to come.
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Europa
Arbeitgeber: VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH Aufgaben: laufende Betreuung des Aufgabengebietes inkl. der Ergebnisaufbereitung für fachliche Themen sowie die VBB-Unternehmenskommunikation
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Geschäftsführer/in ÖPNV (Di, 15 Mai 2012)
Arbeitgeber: über Homberg Neff Consult Aufgaben: Ihre Expertise ermöglicht einen reibungslosen Geschäftsablauf, der unter Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen auf der Basis eines
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Projektleiter/in Marketing (Di, 15 Mai 2012)
Arbeitgeber: OWL Verkehr GmbH Aufgaben: Sie entwickeln im Projekt Strategien und Umsetzungsmaßnahmen zu den Themenfeldern Kundenbindung und Produktentwicklung. Produkte sind u. a.
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Mobilität der Zukunft klug durchdacht (Di, 15 Mai 2012)
Viele Unternehmen setzen derzeit auf innovative Mobilitätskonzepte. Doch die werden oft nicht zu Ende gedacht, beobachten ForscherInnen des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) Institut für sozial-ökologische Forschung.
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Einstellungsgespräche zur Auswahl von Fahrern und Fahrerinnen (Di, 15 Mai 2012)
Seminar der beka vom 19. bis 20. Juni 2012 in Hamburg. Das Seminar hat das Ziel, die Teilnehmer in der Auswahl von geeigneten Fahrern sicherer zu machen. Ein Bestandteil ist die Vorbereitung zur Erarbeitung betriebsspezifischer Auswertungshilfen
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TSI 2012 - Technische Spezifikationen für die Interoperabilität (Fahrwege und Fahrzeuge (Di, 15 Mai 2012)
Seminar des Interdisziplinären Forschungsverbunds Bahntechnik e.V. vom 21. bis 22. Juni 2012 in Berlin. Die diesmal vorgetragenen Praxisbeispiele könnten aktueller nicht sein: Während in der Presse derzeit viel über den unvollendeten neuen
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01.03.12 - 31.10.12 Die ÖBB investieren auch heuer wieder in die Erhaltung und Verbesserung der Schieneninfrastruktur und der Bahnhöfe in der Steiermark. Weitere Informationen
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Bauarbeiten (Verspätung) zwischen Thalheim-Pöls und Unzmarkt (Do, 10 Mai 2012)
01.04.12 - 08.12.12 Aufgrund von Bauarbeiten ist zwischen St. Michael in Oberstmk und Friesach in Ktn mit Verspätungen von 5 bis 10 Minuten zu rechnen. Weitere Informationen
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Umbau Salzburg Hbf zwischen Salzburg Hbf und Salzburg Hbf (Do, 10 Mai 2012)
06.11.11 - 09.06.12 Der Salzburger Hauptbahnhof wird unter laufendem Betrieb zu einem modernen Taktknoten für den künftigen Nah- und Fernverkehr umgebaut. Daher ändern sich Wege- und Zugangssituation zu den Bahnsteigen. Beachten Sie bitte die Monitoranzeigen am Bahnhof und die Durchsagen in den Zügen. Bitte berücksichtigen Sie die Änderungen in Ihrer zeitlichen Reiseplanung und achten Sie auf die örtliche gelbe Wegeleitung! Wir bitten um Ihr Verständnis! Weitere Informationen
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Am Montag, 7. Mai 2012 fand der Spatenstich für die neue Verbindungsspange, die Klederinger Schleife zwischen der Ostbahn und der Flughafenschnellbahn statt. Diese Schleife ist ein wichtiges Verbindungsstück. Ab Ende 2015 gibt es dadurch eine direkte Verbindung vom neuen Hauptbahnhof zum Flughafen. Für viele Fahrgäste aus ganz Österreich wird eine bequemere, raschere und umweltfreundlichere Anreisemöglichkeit [...]
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Die Bauarbeiten für die Verlängerung der Linie D Richtung 10. Bezirk haben begonnen. (Sa, 05 Mai 2012)
In der Arsenalstraße haben die Bauarbeiten für den Gleiskörper für die Linie D begonnen. Sie wird bis zur Schweizergartenstraße geführt und biegt dort rechts ab und fährt unter dem neuen Hauptbahnhof durch und wird nach dem Hauptbahnhof eine provisorische Endschleife haben. Am 9. Dezember 2012 wird der Hauptbahnhof teilweise eröffnet. Dann wird für die PendlerInnen [...]
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Güterwagen-Haftpflichtversicherung als zusätzlicher
Bilanzschutz und gemeinschaftliche Versicherungslösung für Wagenhalter
Nach der erfolgreichen Realisierung einer europäischen Versicherungslösung für angeschlossene Mitgliedswerkstätten im Jahr 2010 konnte nunmehr auch ein Konzept für Wagenhalter umgesetzt werden.
Die Placierung erfolgte über einen Versicherungsmakler, wel-cher ebenfalls Mitglied ist.
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Bombardier gratuliert Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport zur Eröffnung des neuen internationalen Terminals (Mi, 16 Mai 2012)
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Dresdner Verkehrsbetriebe testen Schneepflug auf Schienen (Mi, 16 Mai 2012)
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PSI liefert automatisches Betriebshofmanagementsystem für Polens modernstes Straßenbahndepot (Mi, 16 Mai 2012)
PSI wurde nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren
erstmals von den Städtischen Verkehrsbetrieben (MPK) in Posen beauftragt. Gegenstand des Auftrags ist die Implementierung und Lieferung eines automatischen Betriebshofmanagementsystems für das
Franowo Straßenbahndepot in Posen. Mit der Implementierung des Systems wurde bereits begonnen, die Fertigstellung ist für Ende nächsten Jahres geplant.
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Bundesrat bestätigt vorläufigen Verzicht auf die Porta Alpina (Mi, 16 Mai 2012)
Auf den Bau einer Bahnhaltestelle im Gotthard-Basistunnel
unterhalb von Sedrun (Porta Alpina) wird vorläufig verzichtet. Der Bundesrat hat heute einen Bericht des UVEK zur Kenntnis genommen, der die Gründe für diesen Entscheid erläutert. Von Bedeutung
ist unter anderem, dass kein genehmigungsreifes Projekt vorliegt, das mit dem vorgesehenen Bahnbetrieb durch den Tunnel vereinbar wäre. Eine alternative Nutzung der bestehenden Räume zu
touristischen Zwecken oder eine Realisierung der Porta Alpina durch eine der nächsten Generationen bleiben jedoch möglich.
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EGP: Trotz Baumaßnahmen wird im Lokschuppen Wittenberge schon fleißig gearbeitet (Mi, 16 Mai 2012)
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Kombiverkehr weitet Kapazität von und nach Österreich aus (Di, 15 Mai 2012)
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Erstes SilentTrack in London verlegt (Di, 15 Mai 2012)
Im Londoner Bahnhof Blackfriars wurde erstmalig in Großbritannien ein lärmreduzierendes Bahngleis verlegt. Das spezielle Bahngleis mit Namen SilentTrack wurde von Tata Steel entwickelt; es soll laut Hersteller den Geräuschpegel des Schienenverkehrs im Bahnhof und in der Umgebung um bis zu 50 Prozent reduzieren. Der Bau von 0,8 Meilen (1,3 km) ist Teil des Thameslink-Programms, in dessen Rahmen Bahnverkehr der für Passagiere in London durch den Einsatz häufiger verkehrender und längerer Züge verbessert werden soll. “Bei dem dadurch erhöhten Durchgangsverkehr durch Blackfriars musste man an Maßnahmen zur Lärmreduzierung für die dortige Bevölkerung und die Geschäftswelt denken”, so David Benton, Ingenieur bei Tata Steel. Weiterlesen...
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Erster TALENT 2 auf der Regionalbahn-Linie 21 zwischen Wustermark−Potsdam−Griebnitzsee im Einsatz (Di, 15 Mai 2012)
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DB Schenker mit neuer internationaler Website (Di, 15 Mai 2012)
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Ausgesuchte Meldungen der letzten Tage:
Mo
14
Mai
2012
Intercity-Angebot Zürich - Chur kann bereits 2014 ausgebaut und der Halt in Sargans gesichert werden
Die fünf an der Strecke Zürich–Chur gelegenen Kantone haben sich zusammen mit den beteiligten Bahnen auf ein Übergangskonzept geeinigt, das ab Dezember 2014 jede zweite Stunde die Führung von zusätzlichen Intercity-Verbindungen ermöglicht. Voraussetzung dazu war die Bereitschaft der Kantone, den dafür notwendigen Anpassungen an den ursprünglichen Konzepten für die Zürcher S-Bahn und die S-Bahn St. Gallen zuzustimmen. Der im Kanton St. Gallen mit der S-Bahn 2013 versprochene Halbstundentakt am Walensee fällt diesem neuen Konzept zum Opfer.
Zusätzliche IC-Halte in Sargans auf Kosten des Halbstundentaktes am Walensee Foto: Marcel Manhart
September 2010: Ja zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Kanton St.Gallen
Mit 728 Ja gegenüber 298 Nein sagte Quarten (Mols, Unterterzen, Murg) am 26. September 2010 Ja zur S-Bahn St. Gallen 2013, in Flums waren es 612 Ja und 229 Nein. Wie im ganzen Kanton zwei eindeutige Voten. Wurde mit der S-Bahn SG 2013 doch eine klare Verbesserung der Bahnverbindungen versprochen. Auf der Walenseelinie hätte es den Halbstundentakt für die Bahnhöfe Unterterzen, Walenstadt und Flums gebracht. Hätte, denn mit dem nun beschlossenen Konzept muss dies nun geopfert werden. Die Zeitung "Sarganserländer" berichtete darüber bereits in der Ausgabe vom 02. Mai 2012.
Mai 2012: Nachfolgend die SBB-Medienmitteilung vom 14. Mai 2012
Für die Planung und Optimierung des Bahnangebots im Korridor Zürich–Chur wurde 2009 das Projekt «Angebotswerkstatt Zürich–Chur» gestartet. Die Vertreter der Kantone Zürich, Schwyz, Glarus, St.
Gallen und Graubünden sowie der SBB haben sich am 9. Mai 2012 auf eine gemeinsame Stossrichtung für den Fahrplan ab Dezember 2014 geeinigt. Diese sieht vor, die obere March mit einem
halbstündlichen Bahn-Shuttle zwischen Ziegelbrücke und Siebnen-Wangen zu erschliessen, welcher in Siebnen-Wangen Anschlüsse auf den InterRegio beziehungsweise den Glarner-sprinter erhält. Am
Walensee soll ein Alternativkonzept anstelle des beschleunigten Regionalzugs Ziegelbrücke–Sargans eingeführt werden. Mit diesen Anpassungen können die heutigen Verdichtungs-InterCity Zürich–Chur
weiterhin in Sargans halten und zu einem attraktiven Zweistundentakt ausgebaut werden. Zeitgleich kann die Rhätische Bahn das Angebot nach Davos und St. Moritz sowie Arosa und Ilanz erweitern und
die Transportkette für die Reisenden sicher stellen.
Tourismusstandorte werden gestärkt
Das verabschiedete Konzept bedingt den Einsatz von spurtstarken Doppelstockzügen für eine angepasste Haltepolitik beim InterRegio Zürich-Chur, welcher neu in Siebnen-Wangen und Walenstadt –
anstelle von Bad Ragaz – halten soll. Für eine attraktive Erschliessung der Region Walensee wird das Busangebot ab Walenstadt und Sargans ausgebaut und die S2 der Zürcher S-Bahn weiterhin
saisonal nach Unterterzen verlängert, was den Tourismusstandort stärkt. Ebenfalls attraktiv in den Knoten Sargans eingebunden wird der Regionalzug Chur–Sargans. Damit entstehen für Maienfeld und
Bad Ragaz gute Anschlüsse auf die zweistündlichen Verdichtungs-InterCity Richtung Zürich.
Schrittweiser Ausbau zum Halbstundentakt
Der schrittweise Ausbau des Fernverkehrsangebots in der Südostschweiz zu einem Halbstundentakt entspricht einem Marktbedürfnis. Die neue Stossrichtung 2014 wird diesem Bedürfnis gerecht, muss
aber noch einige Hürden überwinden. Insbesondere ist offen, ob per Dezember 2014 genügend Doppelstockzüge für den InterRegio Zürich–Chur vorhanden sind, um die Umsetzung der neuen Haltepolitik zu
gewährleisten. Weiter ist der stark ausgelastete Knoten Zürich ein Punkt, welcher nicht abschliessend geklärt ist und in Abhängigkeiten zu anderen Konzepten steht. Die noch offenen Fragen sollen
bis Ende 2012 definitiv geklärt werden. Dazu haben alle beteiligten Partner mit ihrer Kompromissbereitschaft und ihrem Richtungsentscheid die notwendige Grundlage geschaffen.
Bis 2025 soll die Strecke Zürich–Chur gemäss dem Vorschlag des Bundesrates im Rahmen der Vorlage FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) für 160 Millionen Franken ausgebaut und das
Zielkonzept umgesetzt werden. Mit diesen Investitionen können der durchgehende InterCity-Halbstundentakt realisiert und die Kompromisse in der March und am Walensee, welche im Übergangskonzept
2014 erforderlich sind, korrigiert werden.
Sa
12
Mai
2012
Neue Gleisnummern im S-Bahnhof Museumstrasse in Zürich
In der Nacht von Sonntag auf Montag 13./14. Mai 2012 erhalten die Gleise des Zürcher S-Bahnhofs Museumstrasse neue Nummern. Die heutigen Gleisnummern 21 bis 24 tragen ab Mitte Mai die Nummern 41 bis 44.
In Zürich HB wird aus Gleis 23 neu Gleis 43 Foto: Marcel Manhart
Im Zuge der Eröffnung der Durchmesserlinie in 2014 nimmt die SBB Änderungen an der Gleisnummerierung im Zürcher Hauptbahnhof vor. Dann erhält der Hauptbahnhof Zürich mit dem Durchgangsbahnhof
Löwenstrasse vier neue Gleise mit den Nummern 31 bis 34.
Mit der Umnummerierung der bestehenden Gleise 21 bis 24 in 41 bis 44 wird die Logik, die Gleise des Hauptbahnhofes von Süden (Seite Bahnhofplatz) nach Norden (Seite Landesmuseum) zu nummerieren,
über 2014 hinaus beibehalten. Die Gleise 51 bis 54 der Übergangslösung S-Bahnhof Sihlpost fallen mit der Inbetriebnahme der Durchmesserlinie weg.
Die Gleisumnummerierung erfolgt in der Nacht von Sonntag, 13. Mai 2012, auf Montag, 14. Mai 2012, in der keine Nacht-S-Bahnen verkehren. In diversen gedruckten Fahrplänen sind bereits die neuen
Gleisnummern 41 bis 44 aufgeführt, während sie im elektronischen Fahrplan erst am Stichtag der Umstellung, am 14. Mai 2012, angegeben werden.
In den folgenden Tagen der Umnummerierung informiert die SBB die Reisenden im Zürcher Hauptbahnhof mit Lautsprecherdurchsagen und auf den Info-Bildschirmen über die geänderten Gleisnummern. Zudem
stehen Kundenlenker im Einsatz.
Fr
11
Mai
2012
Der SBB Schulzug - Ein Klassenzimmer auf Schienen
Der SBB Schulzug ist eine mobile Ausstellung zum Thema Sicherheit und Fairness im öffentlichen Verkehr. Während der 90-minütigen Führung durch den SBB Schulzug werden die Jugendlichen mit Themen wie Unfallverhütung, Vandalismus, Aggression, Schwarzfahren und Littering konfrontiert. Ziel ist es, die Jugendlichen mit praxisnahen Beispielen zu sensibilisieren und sie für faires Verhalten im öffentlichen Verkehr zu motivieren. Im SBB Schulzug werden die Schüler von einem pädagogisch ausgebildeten Schulmoderatoren-Team betreut und durch den Zug geführt.
Derzeit macht der SBB Schulzug in St. Gallen Halt Foto: Marcel Manhart
Lehrkräfte können Ihre Klasse für einen Besuch im SBB Schulzug anmelden. Der Besuch ist kostenlos. Die SBB stellen sogar ein Gruppenreisebillett für die ganze Klasse und die Begleitpersonen ab dem nächstgelegenen SBB Bahnhof zum Standort des SBB Schulzuges zur Verfügung. Die Präsentationen zu 90 Min. je Klasse haben zum Ziel, insbesondere die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Klassen für die drei Schwerpunktthemen Unfallverhütung, Vandalismus sowie Verhaltensregeln im öffentlichen Verkehr zu sensibilisieren.
Ab nächster Woche befindet sich der Zug an diesen Standorten:
- St. Gallen vom 14. Mai 2012 bis 18. Mai 2012
- Bülach vom 21. Mai 2012 bis 25. Mai 2012
- Zürich Altstetten vom 28. Mai 2012 bis 01. Juni 2012
- Zürich Altstetten vom 04. Juni 2012 bis 08. Juni 2012
- Zürich Altstetten vom 11. Juni 2012 bis 15. Juni 2012
- Effretikon vom 18. Juni 2012 bis 22. Juni 2012
- Wetzikon vom 25. Juni 2012 bis 29. Juni 2012
Was wird im SBB Schulzug behandelt?
Im SBB Schulzug werden Schüler/innen auf der emotionalen Ebene und praxisorientiert mit den Themen rund um die Bahn konfrontiert. Praktiker aus verschiedenen Berufen der Bahn vermitteln die
Inhalte aus den Themenkreisen Vandalismus, Unfallverhütung und Verhalten. Der Kurzfilm «RailReality» und das spannende Quiz bilden den Abschluss der Führung durch den SBB Schulzug.
Was kostet der Besuch im SBB Schulzug?
Der Besuch im SBB Schulzug ist kostenlos. Die Reise mit Ihrer Schulklasse ab Ihrem Schulort zum Veranstaltungsort und zurück (via GA-Strecken) wird Ihnen von der SBB kostenlos offeriert.
Welches Ziel verfolgt der SBB Schulzug?
Die Hauptziele des SBB Schulzuges sind:
- Reduktion der Anzahl Unfälle mit Jugendlichen rund um die SBB.
- Reduktion von Aggressionsfällen zwischen reisenden Schülern sowie bei Jugendlichen
gegenüber Kunden und Mitarbeitern.
- Reduktion von Vandalismusschäden, verursacht durch Jugendliche, sowie Verminderung des
Kostenaufwandes für das Entfernen von Graffiti bei Zügen und festen Anlagen.
- Verbesserung der Verhaltensformen der jugendlichen ÖV-Benützer.
Do
10
Mai
2012
Die Bahn am Puy-de-Dôme: Eine neue Zahnradbahn auf altem Trassee
Wer meint, Zahnradbahnen seien von gestern, ist nicht auf der Höhe der Zeit. In Frankreich wird am Puy-de-Dôme nahe bei Clermont-Ferrand eine neue solche Anlage in Betrieb genommen – mit Gleisbautechnik und Fahrzeugen aus der Schweiz.
Ein neues Fahrzeug für die Bahn am Puy-de-Dôme in der Werkhalle von Stadler Rail in Bussnang Foto: Marcel Manhart
Der rund 15 Kilometer von der Industriestadt Clermont-Ferrand entfernte Puy-de-Dôme gehört als höchster unter den Kegeln ehemaliger Vulkane im Zentralmassiv zu den markantesten Bergen Frankreichs. Dies nicht nur wegen seiner Erscheinung, sondern auch wegen seiner reichen Kulturgeschichte. Sie reicht zurück bis in die Antike, in der er eine Pilgerstätte war. Mehrere Kapitel umfasst auch seine Verkehrsgeschichte, die in ihrer Wechselhaftigkeit an die Entwicklung des Nahverkehrs in französischen Städten gemahnt.
Von Hanscotte zu Strub
Während dort seit gut zwei Jahrzehnten Neuauflagen der Strassenbahnen Einzug halten, die zu einem beträchtlichen Teil bereits vor dem Zweiten Weltkrieg entfernt worden waren, kehren auch hier, an
diesem Berg, Schienen an einen Ort zurück, an dem bereits einmal solche lagen. Ab dem 26. Mai werden alle 20 bis 30 Minuten Zahnrad-Triebzüge den magischen Berg erklimmen, wobei ein Billett 9
Euro 50 kostet. Sie werden ihre Kletterpartien nicht – wie es weiland der Fall war – in Clermont-Ferrand beginnen, sondern von einer neuen, 5,3 Kilometer vom Gipfel entfernten Talstation aus. Sie
benützen dafür die «Bergstrecke» der einstigen gemischten Strassen- und Bergbahn. Diese schraubt sich um den Berg herum in die Höhe und vermittelt dabei Ausblicke in sämtliche
Himmelsrichtungen.
Die neue Anlage mit einer maximalen Steigung von 155 Promille bedient sich des Zahnstangensystems Strub mit einer einfachen gezackten dritten Schiene in der Mitte des Gleises, wie es auch bei
mehreren Bahnen in der Schweiz üblich ist. Dadurch und durch ihre elektrische Traktion unterscheidet sich die neue Bahn auf den Puy-de-Dôme von ihrer Vorgängerin. 1907 in Betrieb genommen,
vermochte sich diese nach der Pause des Ersten Weltkriegs nicht zu erholen, die auf eine kurze Blütezeit gefolgt war. 1925 musste die Bahn einer Strasse weichen – jener Strasse, die nun
ihrerseits der neuen Eisenbahn Platz macht. Die Puy-de-Dôme-Bahn der ersten Generation war keine klassische Zahnradbahn, sondern eine Eisenbahn nach dem System Hanscotte.
Zur Überwindung grösserer Steigungen sieht dieses nicht eine Zahnstange in der Mitte des Geleises vor, sondern eine höher gelegte zentrale Schiene, an die horizontal angelegte Triebräder seitlich
angreifen. Bei den Dampflokomotiven der ersten Puy-de-Dôme-Bahn kamen zu den drei Achsen mit den tragenden vertikalen Rädern vier horizontale Antriebsräder. Dieses System war ursprünglich auch
für die hauptsächlich mit französischem Kapital finanzierte spätere Furka-Oberalp-Bahn ins Auge gefasst, dann aber verworfen worden.
Schweizer Know-how
Die Mutationen der Verkehrsmittel am Puy-de-Dôme spiegeln Zeitgeist und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wider, die in Frankreich schneller ihren Niederschlag in Infrastrukturprojekten finden
als in der Schweiz. Wie der Umbau des Trassees der ersten Bahn in eine Strasse die Euphorie über die heraufziehende Massenmotorisierung in den 1920er Jahren spiegelt, so ist die Wiederkehr der
Eisenbahn Ausdruck eines zu Allgemeingut gewordenen Umweltbewusstseins, gemäss dem touristische Anlagen möglichst ressourcenschonend angelegt und betrieben werden sollen.
Das neue alte Verkehrsmittel bündelt nicht nur den Verkehrsstrom auf den Berg, sondern fügt sich, anders, als dies eine Luftseilbahn täte, harmonisch in die Landschaft ein. Lanciert von den
regionalen Behörden und, was die Investitionskosten von 86,6 Millionen Euro angeht, zu zwei Dritteln von der öffentlichen Hand inklusive der Europäischen Union finanziert, oblag der Bau dem
kanadischen Generalunternehmer SNC-Lavalin. Er hält auch die Mehrheit an der Betriebsgesellschaft. Technische Basis der Bahn bilden Anlagen und Fahrzeuge aus der Schweiz, des Gleisbauers Sersa
und des Rollmaterialherstellers Stadler.
Mo
07
Mai
2012
Wien: Spatenstich Verbindung Ostbahn-Flughafenschnellbahn
Mit viel Prominenz erfolgte heute in Wien-Kledering am Zentralverschiebebahnhof der offizielle Spatenstich für die neue Verbindungsspange zwischen der Ostbahn und der Flughafenschnellbahn. Durchgeführt haben ihn Bundesministerin Doris Bures, der EU-Koordinator des "Vorrangigen Vorhabens Nr. 17 Paris-Bratislava" Péter Balázs, Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou sowie Franz Seiser, Vorstand ÖBB-Holding AG. Die neue Strecke bringt erhöhten Reisekomfort für Fahrgäste und eine optimale Verbindung vom Wiener Stadtzentrum zum Flughafen.
EU-Koordinator Péter Balázs, Bundesministerin Doris Bures, Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou sowie Franz Seiser, Vorstand ÖBB-Holding AG (v.l.n.r.) Foto: Florian Wieser / ÖBB
Optimale Verbindung von Flughafen Wien, Stadtzentrum um Umland
Für Bahnreisende wird durch die Errichtung der neuen Verbindung eine direkte Anbindung des Hauptbahnhofs an den Flughafen Wien ermöglicht. Sie bildet ein optimales Bindeglied zwischen Bahn- und
Flugverkehr und wird künftig regionale und überregionale Verkehre mit dem Flughafen Wien, dem Wiener Stadtzentrum und dem Umland bestmöglich verbinden. Aufgrund der dynamischen
Siedlungsentwicklung im Raum Schwechat und der Errichtung des neuen Wiener Hauptbahnhofes wird die Bedeutung der Nahverkehrsstrecke in das östliche Umland von Wien deutlich steigen. Mit Bau der
zweigleisigen Verbindungsschleife wird die notwendige Infrastruktur für die Weiterführung des Fernverkehrs ab Hauptbahnhof sowie für eine Verdichtung des Nahvekehrs geschaffen. Ende 2014 wird die
Verbindung fertig gestellt. Rund 65,3 Mio. Euro werden gemäss Rahmenplan 2012-2017 in dieses Projekt investiert, vorausvalorisiert auf das Projektende.
In 15 min vom Flughafen Wien zum Hauptbahnhof
Nationaler Fernverkehr wird - voraussichtlich stündlich - von Salzburg über den Wiener Hauptbahnhof und weiter ohne Zwischenhalt zum Flughafen geführt. Die ersten Fernverkehrszüge werden die neue
Strecke ab Dezember 2015, nach Abschluss der letzten Bauarbeiten am Ostkopf des Wiener Hauptbahnhofs, befahren. Nahverkehrszüge können die Strecke aufgrund der infrastrukturellen Voraussetzungen
bereits ein Jahr davor befahren.
Zeit- und Komfortgewinn für Fahrgäste
Für Nahverkehrsreisende und Pendler wird die Erreichbarkeit des Wiener Stadtzentrums von Schwechat bzw. vom Flughafen zum künftigen Hauptbahnhof Wien sowie zum Verkehrsknotenpunkt Wien Meidling
deutlich verbessert.
Für Fernverkehrsreisende wird die Fahrtzeit Hauptbahnhof Wien - Flughafen Wien Schwechat rund 15 min betragen. In nur 54 Minuten wird man künftig von St. Pölten aus den Wiener Flughafen bequem im
Zug erreichen - umsteigefrei, statt derzeit 1.30 h (bzw. länger, je nach Umsteigehäufigkeit und Wartezeit), ab Linz künftig in 1.55h statt heute in 2.30h. Eine Weiterreise ab Wien Westbahnhof
oder dem künftigen Hauptbahnhof ist derzeit nur mit häufig mehrmaligem Umsteigen (Flughafenbahn S7, CAT oder ÖBB-Flughafenbusse) möglich.
So
06
Mai
2012
Kool Savas rockte am Samstag den Zürcher Hauptbahnhof
Das Lipton City Festival startete gestern Samstag in Zürich und Sexion D’Assaut, Kool Savas, Nina Sky und Sir Colin brachten den Hauptbahnhof so richtig zum Kochen.
Kool Savas im Hauptbahnhof Zürich Foto: Ferris Bühler Communications
Ohne Zelt und ohne Schlafsack konnten die Zürcher an der ersten Ausgabe des Lipton City Festivals ein Openair-Feeling mitten in der Stadt erleben. Kool Savas, Sexion D’Assaut, Nina Sky und Sir Colin sorgten bei den über 3’000 Zuschauern für ausgelassene Stimmung. „Wir sind mit dem Festivalablauf in Zürich sehr zufrieden“, so Pascal Kaeser von der renommierten Eventagentur TIT-PIT, welche die City Festival Tour veranstaltet, „wer das Openair in Zürich verpasst hat kann sich noch immer Tickets für die fünf weiteren Städte besorgen.“
Verschiedene internationale Acts
Am zweiten Wochenende macht der Festivalzirkus am 11. Mai 2012 in Baden und am 12. Mai 2012 in Basel halt. Dort stehen die Voice of Germany Juroren the BossHoss auf der Bühne – ein weiteres Highlight dieser neu geschaffenen Serie. Jedes Wochenende wird den Besuchern ein individuelles Line-Up geboten. So dürfen sich die Festivalgänger am dritten Wochenende in St. Gallen, Bern und Luzern zum Beispiel auf die deutschen Hitmonster Culcha Candela und als CO-Headliner auf Die Atzen oder das Mando Diao DJ Team freuen.
Neben den bekannten Acts und den zentralen Standorten ist auch der Ticketpreis äusserst attraktiv: Den Eintritt ins Festivalgelände gibt es bei Ticketportal bereits ab 59 Franken. Möglich machen dies der Naming-Partner Lipton sowie die Hauptsponsoren Mentos, Shakeria und Playstation. Lipton Ice Tea freut sich, die Festivals als Naming-Partner mit ermöglicht zu haben. „Wir waren sofort begeistert von der Idee der Lipton City Festivals frischen Wind in die Schweizer Städte zu bringen“, erzählt Ingo Albrecht, Brand Manager bei Lipton Ice Tea, „es kommen einige der angesagtesten Acts überhaupt, die Stimmung wird heiss werden – da sorgen wir für Erfrischung mit kaltem Eistee sowie einer grossen Erfrischungszone.“
Do
03
Mai
2012
"HELIS on Tour" besuchte die Stadler Rail in Bussnang
Der 1. Helvetische Märklin Insider Stammtisch, kurz "HELIS", hat am Freitag, 27. April 2012 zum alljährlichen „Helis on tour“ eingeladen. In diesem Jahr stand eine Besichtigung bei Stadler Rail im Hauptwerk in Bussnang im Kanton Thurgau auf dem Programm.
HELIS bei Stadler Rail in Bussnang Foto: Marcel Manhart
HELIS ist der 1. HELvetische Märklin Insider Stammtisch und wurde im Jahre 2004 nach dem
Vorbild der Märklin Insider Stammtische in Deutschland gegründet. Der HELIS erfreut sich an stetig steigender Mitgliederzahlen und ist eine lose Interessensgemeinschaft ohne Verpflichtungen eines
Vereines oder Clubs die an sogenannten Stammtischen ihr Hobby Modelleisenbahn pflegen.
Die Treffen, an denen in der Regel zwischen 25 und 30 Eisenbahnfreunde zusammenkommen, finden vierteljährlich im Zürcher Unterland in Illnau statt und stehen immer unter einem bestimmten
Fahrthema wie Dampflokomotiven, USA, Skandinavien, Güterzüge usw.
Es wird eine Stammtischanlage mit eigenen Gleisen aufgebaut wo dann jeder der möchte seine Modellschätze zeigen und fahren lassen kann. Ausserdem gibt es an manchen Treffen ein sogenanntes
„Special“ bei dem Fotovorträge, Workshops oder Vorträge zum Fahrthema aus dem Vorbild gezeigt werden.
Zusätzlich veranstaltet der Helis einen alljährlichen „Helis on Tour“ Ausflug der beispielsweise in der Vergangenheit zur Schwarzwald-Modellanlage Hausach, in den Rangierbahnhof Muttenz oder auch
ins Gonzen Eisenbergwerk führte. In diesem Jahr stand eine Werkbesichtigung bei Stadler Rail in Bussnang auf dem Programm.
Hauptsächlich geht es aber auch um das gemütliche Beisammensein und Fachsimpeln über das gemeinsame Hobby. Der Stammtisch lebt von engagierten Mitgliedern die bereit sind, etwas für die
Gemeinschaft zu tun oder zu organisieren. Es gibt keinerlei obligatorischen Mitgliederbeiträge oder andere Verpflichtungen. Diese Philosophie ist wohl das Erfolgsrezept aller Insider
Stammtische.
Dass für den diesjährigen "Helis on Tour"-Anlass das Interesse an Stadler Rail ausserordentlich gross war, zeigt die Rekord-Teilnehmerzahl von 60 Personen! Nach der interessanten Einführung in
die Geschichte und die Hintergründe von Stadler Rail konnte anschliessend aufgeteilt in drei Gruppen von je rund 20 Personen unter kundiger Führung die Werkhalle besichtigt werden.
Di
01
Mai
2012
Wirbel um Billette für die Frauenfeld - Wil - Bahn
Die SBB verkaufen am Bahnhof Winterthur keine Billette der Frauenfeld-Wil-Bahn und dies sehr zum Ärger von Reisenden. Ab Ende Jahr werden die Tickets nun auch ausserhalb des Verbundgebietes zu kaufen sein. Den Anstoss für diese Änderung gab ein Artikel in der Thurgauer Zeitung. Schweizweit ist das aber eine Ausnahme.
Ab Dezember steht man bei der FW-Bahn nicht mehr im Regen Foto: Marcel Manhart
Hansrudolf Bitterli ist genervt. Vor kurzem musste der Elektrotechniker aus Winterthur geschäftlich nach Wängi. Als Besitzer eines Jahresabonnements – dem Z-Pass – wollte er sich dafür ein Anschlussbillett für zwei weitere Zonen kaufen. In Winterthur konnte er das Ticket jedoch weder am Automaten noch am SBB-Schalter lösen.
Hektische drei Minuten
Mit seinem Z-Pass «Ostwind-ZVV» fährt Pendler Bitterli jeden Tag bis nach Frauenfeld, ohne ein Billett kaufen zu müssen. «Die Frauenfeld-Wil-Bahn durchquert auf ihrem Weg nach Wängi jedoch noch
zwei weitere Zonen, für die ich das Anschlussbillett benötigt habe», sagt er. Für ihn ist es unverständlich, weshalb er das Ticket in Winterthur nicht lösen konnte.
Bitterli blieb nichts anderes übrig, als in Frauenfeld zu einem Automaten zu rennen und das Ticket dort zu lösen. «Ich hatte dafür gerade einmal drei Minuten Zeit. Würde ich mich in Frauenfeld
nicht so gut auskennen oder hätte jemand am Automaten gestanden, wäre mir der Anschlusszug nach Wängi vor der Nase weggefahren.»
Betreiber zeigen sich erstaunt
Bei den Appenzeller Bahnen, dem Betreiber der Strecke zwischen Frauenfeld und Wil, sorgt die Geschichte für Stirnrunzeln. «Weshalb der Verkauf eines Anschlusstickets in Winterthur nicht möglich
ist, entzieht sich unserer Kenntnis», sagt Simone Agosti vom Büro in Herisau. Auch Werner Thurnheer, Geschäftsführer vom Tarifverbund Ostwind wundert sich, merkt jedoch an, dass der Tarifverbund
ausserhalb der Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden keinen Einfluss auf den Verkauf von Billetts hat. Dies sei Sache der SBB.
So
29
Apr
2012
Bahnmuseum Albula in Bergün/Bravuogn - bald geht es los
In Bergün, unmittelbar an der Albulalinie der Rhätischen Bahn, eröffnet am 02. Juni 2012 das Bahnmuseum Albula, ein Ort für Familien und Bahnliebhaber. Hier erfahren die Besucher anhand multimedial inszenierter Räume und originaler Exponate sowohl historische und aktuelle Aspekte der spektakulären Bahnstrecke, als auch ihre Baugeschichte. Am vergangenen Samstag hatten die Gewinner eines Wettbewerbes exklusiv die einmalige Gelegenheit anlässlich der ersten offiziellen Führung das sich noch im Aufbau befindende Museum in Bergün zu besuchen und einen ersten Blick "hinter die Kulissen" zu werfen.
Ab 2. Juni 2012 ist das Bahnmuseum Albula geöffnet Foto: Marcel Manhart
Am Samstag 28. April 2012 hatten die Gewinner eines Wettbewerbes exklusiv die einmalige Gelegenheit anlässlich der ersten offiziellen Führung das sich noch im Aufbau befindende Bahnmuseum Albula in Bergün zu besuchen und einen Blick "hinter die Kulissen" zu werfen. Unter der Leitung von Stephan Haltiner von der Rhätischen Bahn startete der Ausflug in Chur.
Bereits die Fahrt mit dem Regio Express von Chur nach Bergün auf der spektakulären Albulalinie war ein Genuss. Das Bahnmuseum selbst befindet sich direkt bei der Bahnstation Bergün/Bravuogn und eröffnet dann am 02. Juni 2012. Der Ausstellungsgestalter Pius Tschumi leitete anschliessend die Führung durch das Museum. Das Schnauben und Grollen der Lokomotiven, das silberne Band der Schienen in der Berglandschaft, die spektakulären Tunnel und Viadukte, all dies macht die ungebrochene Faszination der Rhätischen Bahn aus. Seit über einem Jahrhundert lässt eine Fahrt mit der RhB Kinder und Erwachsene staunen! Naheliegend also, dass die Strecke zwischen Thusis und Tirano zum Welterbe UNESCO gekürt wurde.
Der Höhepunkt dieser Bahnreise aber befindet sich im Bahnmuseum Albula in Bergün. Hier erfahren die Besucher anhand multimedial inszenierter Räume und originaler Exponate sowohl historische und aktuelle Aspekte der spektakulärsten aller Schweizer Bahnstrecken als auch ihre Baugeschichte. Sie erhalten ebenfalls Informationen zu den wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen durch den Bahnbau.
Krokodil Fahrsimulator
Ein Highlight des Museums steht seit kurzem vor dem Museum: Die Krokodil-Lokomotive mit der Betriebsnummer 407. Nach über 50 Jahren im Dienst und drei Jahrzenten als Denkmal wurde die
"Kroki-Loki" wieder zum Leben erweckt und mit einem Fahrsimulator ausgestattet. Besucher können nun im Führerstand die Lokomotive mittels originaler Schalter und Hebel virtuell durch das
Albulatal steuern.
Modelleisenbahnanlage
Verblüffend in Präzision und Detailgenauigkeit zeigt die Modelleisenbahnanlage im Erdgeschoss den Zustand der Albulalinie in den 1950-er und 1960-er Jahren. Der Erbauer Bernhard Tarnutzer ist häufig in der offenen Werkstatt anzutreffen, wo er gerne Auskunft über den Bau der Anlage gibt.
Event Raum im Dachstock
Im Dachstock es Museums befinden sich zwei grosszügige Räume für Seminare und Veranstaltungen, die während der Sommermonaten gemietet werden können.
Fr
27
Apr
2012
Präsentation der neuen SBB Regio-Express Doppelstockzüge
Am Donnerstagvormittag 26. April 2012 hat die SBB den neuen Doppelstock-Zug für den Regio Express Verkehr in der Westschweiz vorgestellt. Die Jungfernfahrt fand zwischen Romont und Genf in Anwesenheit von zahlreichen Gästen statt. Fahrplanmässig zum Einsatz kommen die Züge ab Juni 2012 auf den RE Linien Genf - Lausanne (- Romont/Vevey). Anschliessend werden schrittweise weitere neue Züge in Betrieb genommen und ab Dezember 2012 werden dann insgesamt 13 Kompositionen im Einsatz stehen.
Der KISS RABe 511 101 in Lausanne Foto: Tpsep Gander
Seit der Einführung von Bahn 2000 im Dezember 2004 gab es in der Westschweiz eine Zunahme von 40% bei den Bahnreisen. Dieses Wachstum wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Um die Nachfrage zu erfüllen, hat die SBB mit den Kantonen und dem Bundesamt für Verkehr, den "Fahrplan Romandie 2013" entwickelt. Dieser tritt mit dem Gesamtschweizerischen Fahrplanwechsel am 09. Dezemer 2012 in Kraft. Insbesondere in der Westschweiz werden ab diesem Zeitpunkt 33 Prozent mehr Sitzplätze, mehr Züge und kürzere Reisezeiten angeboten.
Ein wesentlicher Eckpunkt des ab Dezember 2012 gültigen Fahrplans werden die neuen Doppelstockzüge für den Regio-Express Verkehr sein. Ein solcher Zug (der erste seiner Serie, der KISS 511 101) wurde am Donnerstagvormittag 26. April 2012 den kantonalen Behörden und Medien anlässlich der Jugfernfahrt von Romont nach Lausanne vorgestellt. Ab Lausanne verkehrte der Zug als fahrplanmässiger Regio Express (RE 2618) um 11.48 Uhr nach Genf und auch die Bevölkerung wurde eingeladen, den Zug zu testen. Jeannine Pilloud, Leiterin der Division Personenverkehr SBB sagte: "Die neuen Züge sind eine Notwendigkeit für die Westschweiz, hier ist das Wachstum an Reisenden stärker als in der übrigen Schweiz."
Die neuen Züge werden als Regio Express auf den Linien Genf - Lausanne - Romont und Genf - Lausanne - Vevey zum Einsatz kommen. Die erste Komposition verkehrt ab Juni 2012 als RE auf der Strecke Genf - Lausanne und die weiteren 12 Züge werden schrittweise bis Dezember 2012 in Betrieb genommen. Jeder Zug besteht aus 4 Wagen und hat 337 Sitzplätze, davon 277 in der zweiten Klasse. In Spitzenzeiten verkehren sie in Doppeltraktion mit einer Kapazität von 674 Sitzplätzen.
Die bei Stadler Rail hergestellten komfortablen "KISS-Züge" verfügen über eine Klimaanlage und Niederflureinstieg. Weitere Merkmale sind Rollstuhlgängige Toiletten, multifunktionale Räume für Fahrräder, Kinderwagen und Gepäck, Infoscreens und Videoüberwachungskameras. Ab September 2012 werden die Züge bei Anlässen auf sieben grösseren Bahnhöfen in der Westschweiz den Kunden näher vorgestellt.
Ab Dezember 2013 kommen diese Regio Express Doppelstockzüge dann auch als Rheintal Express zwischen Chur und St. Gallen (- Wil) zum Einsatz.
Do
26
Apr
2012
646 mal um die Erde: Da gibt es grosses Umsteigepotenzial
Im Freizeitverkehr liegt ein beträchtliches Potenzial brach: Etliche Autofahrten könnten durch solche mit dem öffentlichen Verkehr ersetzt werden. Eine Studie im Auftrag des Schweizerischen Bundesamts für Raumentwicklung ARE veranschlagt das realisierbare Potenzial insgesamt auf rund 26 Millionen Kilometer pro Tag. Das sind nicht weniger als 646 Erdumrundungen.
Mobil(ity) mit ÖV und Auto Foto: Marcel Manhart
Bei günstigen Bedingungen könnten sich viele Menschen dazu entschliessen, ihre Freizeitziele statt mit dem Auto mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss oder mit dem Velo anzusteuern. Das ist der Befund einer Studie, die das Bundesamt für Raumentwicklung ARE in Auftrag gegeben hat. Würde das Umsteigepotenzial gänzlich ausgeschöpft, würden 25.1 Millionen Kilometer oder 626 Erdumrundungen pro Tag nicht länger mit dem Auto, sondern mit dem öffentlichen Verkehr (öV) zurückgelegt.
Das Potenzial, das Auto stehen zu lassen und Freizeitaktivitäten mit eigener Muskelkraft – mit dem Velo oder zu Fuss – anzupeilen, beziffern die Autoren auf zusätzliche 800 000 Kilometer oder
knapp 20 Erdumrundungen täglich. Die Studie beschränkte sich darauf, das Potenzial bei den häufigsten Freizeitaktivitäten auszuloten: bei Fahrten zu Bekannten und Verwandten, bei Besuchen, die
Restaurants gelten, oder bei Fahrten, die sportlichen Aktivitäten dienen. Der Freizeitverkehr hat einen grossen Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen (siehe Kasten).
Die Studie befasst sich nebst dem Verlagerungspotenzial auch damit, weshalb Verkehrsteilnehmende bestimmte Verkehrsmittel wählen und welche sozialpsychologischen Mechanismen dabei im Spiel sind.
Die Autoren schlagen verschiedene Massnahmen vor, um das Umsteigepotenzial auszuschöpfen, weisen aber auch auf die Schwierigkeiten bei deren Planung hin. Für eine nachhaltige Freizeitmobilität
reicht es demnach nicht, lediglich auf den Ausbau der Infrastruktur zu setzen.
Soll sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden tatsächlich ändern, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Diese betreffen körperliche Möglichkeiten, den Besitz eines öV-Abonnements beziehungsweise eines Fahrrads, sichere und attraktive Wege sowie die Kenntnis über attraktive Routen. Entscheidend für den Erfolg von Massnahmen ist, dass sich die Akteure der Verkehrspolitik vernetzen und ihre Planungen zusammenführen.
Mi
25
Apr
2012
LITRA lanciert Preis für die Forschung im Öffentlichen Verkehr
Anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens lanciert die LITRA einen Preis für Bachelor- und Master-Arbeiten, die sich dem öffentlichen Verkehr widmen. Mit dem interdisziplinären «Prix LITRA» sollen Studierende motiviert werden, sich mit Fragen der Mobilität auseinanderzusetzen. Ein weiteres Ziel ist das Generieren neuer Denkanstösse für die Mobilität der Zukunft und der Austausch zwischen Forschung und Praxis.
LITRA lanciert den «Prix LITRA» Foto: Marcel Manhart
Der öffentliche Verkehr ist in Zukunft mit grossen Herausforderungen konfrontiert: das wirtschaftliche und demographische Wachstum erhöhen die Mobilitätsnachfrage. Im Bereich der beschränkt
verfügbaren öffentlichen Finanzen besteht zwischen den einzelnen staatlichen Aufgaben ein Verteilkampf. Auch muss den ökologischen Aspekten Rechnung getragen werden. Damit der öffentliche Verkehr
sich weiterentwickeln kann, benötigt er eine solide wissenschaftliche Basis und kreative neue Denkanstösse. Aus diesem Grund lanciert die LITRA anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens einen Preis
für Bachelor- und Master-Arbeiten, die sich dem öffentlichen Verkehr widmen. «Es ist wichtig, dass sich unsere junge Generation Gedanken über die Mobilität der Zukunft macht. Mit dem Prix LITRA
möchten wir sie dazu zusätzlich anspornen», sagt Ständerat Peter Bieri, Präsident der LITRA.
Die LITRA wird in Regel jährlich für vier Arbeiten je ein Preisgeld von je CHF 3’000.- ausrichten. Diese sollen mit kreativen und neuen Ideen für die Mobilität, schwergewichtig den öffentlichen
Verkehr aufwarten. Der Bogen ist bewusst breit gespannt: es können Bachelor- und Master-Arbeiten aller Fachrichtungen eingereicht werden, die an den Eidg. Technischen Hochschulen, an den
Schweizer Universitäten und an Fachhochschulen mindestens mit der Note «Gut» bewertet wurden. Die Themenvielfalt des Preises widerspiegelt sich im öffentlichen Verkehr, der von verschiedenen
Ebenen beeinflusst und bestimmt wird.
Nebst der Honorierung der wissenschaftlichen Arbeit will die LITRA den Studierenden den Austausch zwischen Forschung und Praxis ermöglichen. Nach Möglichkeit sollen die künftigen Preisträger ihre
Ideen einem breiteren Publikum präsentieren können, sei es den Verantwortlichen des öffentlichen Verkehrs oder auch den Entscheidungsträger in der Politik.
Di
24
Apr
2012
SBB investiert 40 Millionen Franken in 1000 neue Billettautomaten
Die SBB ersetzt 1000 Billettautomaten und investiert rund 40 Millionen Franken in Automaten der neuesten Generation. Mit der Herstellung wurde die Firma Scheidt & Bachmann aus Mönchengladbach (Deutschland) beauftragt. Die neuen Automaten werden ab Herbst 2013 bis 2015 etappenweise in der ganzen Schweiz in Betrieb genommen. Die moderne Technik des neuen Billettautomaten bringt deutliche Verbesserungen für die Kundinnen und Kunden und erfüllt die Anforderungen des Behindertengesetzes.
Billettautomat im ZVV (links) und ein Billettautomat der ersten Generation (rechts) Foto: Marcel Manhart
Die SBB betreibt schweizweit rund 1400 Billettautomaten. Die erste Generation von 1000 Touchscreen-Automaten, sie stehen seit 1997 im Einsatz, werden aus Alters- und Kostengründen durch das neue, leistungsfähigere Modell ePOS ersetzt.
Der Auftrag zur Produktion der neuen Automaten in der Höhe von rund 40 Millionen Franken wurde an die Firma Scheidt & Bachmann aus Mönchengladbach (DE) vergeben. Der Auftrag wurde global
ausgeschrieben; acht Anbieter haben eine Offerte eingereicht. Die ersten neuen Automaten werden ab September 2013 in Betrieb genommen. Der Austausch der Automaten erfolgt in Etappen und endet
voraussichtlich im Herbst 2015.
Billettautomat: Am stärksten genutzter Verkaufskanal
Der neue, mit einem 15-Zoll-Bildschirm ausgestattete Billettautomat verfügt über moderne Technik und bringt Verbesserungen für die Reisenden. Eine neuartige Banknotenverarbeitung (Notenrecycler)
ermöglicht die Bezahlung und Rückgabe höherer Beträge in Banknoten. Die Automaten werden ausgerüstet mit modernen Komponenten wie beispielsweise einem Barcode-Leser und einem kontaktlosen
Kartenleser (RFID). Zudem erfüllt das neue Modell die Vorgaben des Behindertengesetzes, das per 1. Januar 2014 in Kraft tritt. Die jüngst gewonnen Erkenntnisse bezüglich Skimming-Schutz wurden
bei der Neubeschaffung berücksichtigt.
Billettautomaten mit moderner Technik und hoher Benutzerfreundlichkeit vereinfachen den Zugang zur Bahn. Dadurch steigt die Selbstbedienungsquote in den nächsten Jahren weiter an. 2011 wurden 55
Millionen Fahrausweise an den Automaten verkauft – per 2016 rechnet die SBB mit 58 Millionen am Automaten gekaufter Tickets.
Sa
21
Apr
2012
Karwendelbahn wird wegen Sanierungsarbeiten gesperrt
Die Mittenwaldbahn oder im Volksmund eben auch Karwendelbahn genannt,
verbindet Innsbruck über Seefeld und Mittenwald mit Garmisch-Partenkirchen.
Der Streckenabschnitt von Innsbruck bis Seefeld in Tirol muss nun wegen Sanierungsarbeiten vom 06. Mai 2012 bis 10. Juni 2012 gesperrt werden.
Es wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Am Bahnhof Seefeld heisst es dann umsteigen auf den Bus Foto: Marcel Manhart
Die Tiroler Karwendelbahnstrecke wird wegen Sanierungsarbeiten zwischen Innsbruck und Seefeld für rund einen Monat gesperrt. Unter anderem soll die denkmalgeschützte Schlossbachbrücke bei Hochzirl umfangreich renoviert und 5.400 Meter Fahrleitung komplett neu aufgezogen werden, teilten die ÖBB in einer Medienmitteilung mit. Das Investitionsvolumen beträgt rund 3,2 Millionen Euro.
Die zwischen den Bahnhöfen Hochzirl und Leithen liegende, denkmalgeschützte Schlossbachbrücke muss zu ihrem 100. Geburtstag saniert werden. Die regelmässig durchgeführten Brückeninspektionen haben ergeben, dass der Zahn der Zeit an dem Stahlbauwerk genagt hat und eine Rundum-Sanierung fällig ist.
Zuerst werden der alte Lack und der Korrosionsschutz der Brücke entfernt. Zu diesem Zweck muss das Bauwerk eingehaust werden, damit keine bleihaltigen Partikel in die Umwelt gelangen – immerhin befindet sich die Brücke im Naturschutzgebiet. Dieser Umstand macht die gesamte Sanierung auch sehr aufwändig, denn Hubschrauberflüge sind wegen der Vögel-Brutzeiten in dem Bereich untersagt. Baustellenmaterial wird deshalb über die Schiene angeliefert. Neben einer neuen Lackierung bekommt die Schlossbachbrücke 110 neue Brückenhölzer aus witterungsbeständigem Kunststoff. Zusätzlich werden Stahlträger ausgetauscht und verstärkt und zerklüftete Felsen mit Spritzbeton gesichert.
Die Stahlbrücke weist mit einer Stützweite von 66 Metern ein Gewicht von 250 Tonnen auf. Neben der Erneuerung der Fahrleitungen sollen auch Felssicherungsmassnahmen durchgeführt werden.
Die Bahnstrecke wird voraussichtlich von 06. Mai 2012 bis 10. Juni 2012 für den Zugverkehr gesperrt sein. Für die täglichen mehr als 40 S-Bahn-Züge sowie für die Regionalbahn nach München wird in
dieser Zeit ein Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Postbussen zwischen Innsbruck Hauptbahnhof (Abfahrt bei der Autoverladestelle) und dem Bahnhof Seefeld eingerichtet. Die ÖBB weisen aber auch
ausdrücklich darauf hin, dass trotz der Sperre mit Baustellenverkehr auf der Strecke und an den Bahnübergängen zu rechnen ist.
Fr
20
Apr
2012
Totalumbau des RhB-Bahnhofes in Davos Platz
Im Beisein von Landrat Reto Dürst sowie RhB-Verwaltungsratspräsident Stefan Engler, RhB-Verwaltungsrat Tazisius Caviezel und Direktor Hans Amacker fand am 18. April 2012 der offizielle Spatenstich zum Totalumbau des Bahnhofs Davos Platz statt. Insgesamt investiert die RhB rund 40 Millionen Franken in die Modernisierung der Publikumsanlagen und in die Sicherheit des Bahnbetriebs im grössten Bahnhof ihrer ältesten Linie Landquart – Davos. Die Umsetzung dieses Grossprojekts ist Teil der Unternehmensstrategie 2012 und entspricht der Priorisierung der netzweiten Stationsausbauten auf ihrem Netz. Die Bauarbeiten finden weitgehend unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs statt und dauern zwei Jahre.
In den nächsten 2 Jahren wird in Davos Platz kräftig gebaut Foto: Marcel Manhart
Bahnhof Davos Platz heute: 1 Million Fahrgäste…
Der Bahnhof Davos Platz spielt eine wichtige Rolle als Verkehrsknoten- und Umsteigepunkt zwischen RhB, PostAuto und den Verkehrsbetrieben Davos. Mit jährlich rund einer Million Fahrgästen gehört
er zu den frequenzstärksten Bahnhöfen auf dem Bündner Bahnnetz. Die Bedeutung des Bahnhofs Davos Platz als touristische Drehscheibe untermauern die zwei weltbekannte Panoramazüge Glacier Express
und Bernina Express, welche während den Sommermonaten von rund 40 000 Gästen frequentiert werden.
…ungenügende Infrastruktur…
Zahlreiche Anlageteile haben ihre technische Lebenserwartung klar überschritten und entsprechen den heutigen Kundenbedürfnissen und –Erwartungen in keiner Weise. So ist beispielsweise der
Zugang zum Mittelperron nur über Treppen möglich, behindertengerechte Zugänge fehlen gänzlich. Die Kundenbereiche im Bahnhofsgebäude sind veraltet und auch das Bahnhofbuffet entspricht nicht den
heutigen Standards einer modernen Bahngastronomie. Auch rückwärtige Bereiche für das Personal wie Aufenthaltszimmer, Garderoben und Pausenräume fehlen oder sind über das ganze Gebäude
verteilt.
…und veraltete Sicherungsanlagen
Die Sicherungsanlage stammt aus dem Jahr 1959 und ist daher technisch völlig überaltert. Zudem weist sie auch erhebliche Sicherheitslücken auf. Zahlreiche Weichen werden heute noch per Hand
gesteuert und lassen keine gesicherten Rangierfahrten zu. Dieser Umstand kann zu gefährlichen Situationen für die im Rangier tätigen Angestellten führen.
Bahnhof Davos Platz morgen: 40 Millionen in neue, moderne Anlagen
Die geplante Erneuerung des Bahnhofgebäudes entspricht der RhB-Strategie 2012 in Bezug auf Modernität und Tourismus. Die Verbesserungen der Bahnanlagen mit entsprechenden Perronerhöhungen,
Rampenaufgängen, schützenden Perrondächern, Personenunterführung zur Jakobshornbahn werden dem Fahrgast deutlich mehr Komfort bieten. Die geplanten Umbauten der Schalteranlagen und
Kunden-Aufenthaltsbereiche sollen dem Besucher ein angenehmes Gefühl vermitteln und zu einer deutlichen Verbesserung der Arbeitsplatzqualität für das RhB-Personal führen. «Bahnhöfe und Züge sind
die Visitenkarte einer Bahn. Mit dem Umbau des Bahnhofs Davos Platz wollen wir die hohen Ansprüche des heutigen Fahrgastes an Qualität, Kundenfreundlichkeit und Sicherheit erfüllen», betonte
Stefan Engler anlässlich des Spatenstichs. Und Landrat Reto Dürst unterstreicht die Bedeutung eines modernen Bahnhof für die Gemeinde Davos: «Davos als Tourismusstadt mit weltweiter Ausstrahlung
ist auf einen modernen Bahnhof angewiesen. Die Gemeinde ist sehr erfreut über die hohen Investitionen in die Zukunft. Ich denke da an Olympia, den Halbstundentakt, und den ersten Eindruck beim
Empfang des Gastes in Davos».
Die geplante Erneuerung und Modernisierung der Sicherungs- und Gleisanlagen führen zu einer deutlich höheren Sicherheit im Zugs- und Rangierbetrieb und entsprechend auch zu einer massgeblichen
Entlastung des Personals. Aus technischer Sicht erlaubt das Sicherungssystem, die Zugs- und Rangierbewegungen im Bahnhof Davos Platz grundsätzlich vom Fernsteuerzentrum Klosters aus zu steuern.
Mi
18
Apr
2012
Europaallee Zürich: Zwei weitere Architekturwettbewerbe entschieden
Die SBB und die Stadt Zürich präsentierten heute die beiden Siegerprojekte der Architekturwettbewerbe für die Baufelder B und F in der Europaallee. Gleichzeitig schreiten die Bauarbeiten auf den Baufeldern A, C und E zügig voran und der neue Stadtteil wächst sichtbar.
Kees Christiaanse (hier im Bild rechts), Professur für Architektur und Städtebau ETH Zürich; Verfasser des Masterplan "Stadtraum HB" an der heutigen Präsentation Foto: Marcel Manhart
Für jedes der acht Baufelder im neu entstehenden Stadtteil Europaallee wurde und wird ein internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Nach den Baufeldern A, C, E, G und H sind nun
gleich zwei Projektwettbewerbe abgeschlossen und beide Male gewannen Zürcher Architektenteams: Stücheli Architekten für das Baufeld B und Boltshauser Architekten für das Baufeld F. Beide
Baufelder liegen am Gleisfeld und werden somit das Stadtbild bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof Zürich prägen.
Auf dem Baufeld B entstehen auf rund 16‘500 Quadratmetern Dienstleistungs- und Büroflächen sowie Ladengeschäfte und Restaurants im Erdgeschoss. Für Andreas Steiger, Leiter Development Europaallee
von SBB Immobilien, lag die Herausforderung vor allem beim prominenten Standort: «Das Baufeld B bildet zusammen mit dem Baufeld A den Auftakt zur Europaallee und braucht deshalb eine besondere
Akzentuierung zum Bahnhof und zum Europaplatz». Das Siegerprojekt von Stücheli Architekten überzeugte das Preisgericht durch seine einfach und elegant wirkende, skulpturale Form eines spitz
zulaufenden, langgestreckten Gebäudes.
Auf Baufeld F sind ca. 34‘000 Quadratmeter Fläche für Miet- und Eigentumswohnungen, Dienstleistung/Büro, Ladengeschäfte und Gastronomie geplant. In diesem Architekturwettbewerb siegte das Projekt
von Boltshauser Architekten. Das Preisgericht sieht darin eine gelungene städtebauliche Lösung. Durch die Freistellung des Hauptturms (Höhe: 50 Meter) erzeugt der restliche Baukörper mit den zwei
Nebentürmen (Höhe: 34 und 43 Meter) auf dem Sockel eine Verwandtschaft zu den Projekten der Baufelder E, G, und H. Der Hauptturm mit 69 Eigentumswohnungen ist der erste freistehende Wohnturm in
der Stadt, während sich die 82 Mietwohnungen auf die zwei Türme über dem Sockel verteilen. Die Laden- und Gastronomielokale sind in den Erdgeschossen angesiedelt.
Sowohl Baufeld B als auch Baufeld F erfüllen die Anforderungen des Labels Minergie P Eco® und verfügen über Photovoltaik-Anlagen. Kees Christiaanse, Professur für Architektur und Städtebau der
ETH Zürich, Verfasser des Masterplans „Stadtraum HB“ und Jurymitglied beider Wettbewerbe würdigte die städtebaulich interessanten und qualitativ hochstehenden Projektbeiträge aller Planerteams.
Auch Peter Noser, stv. Direktor des Amtes für Städtebau, betonte die nachhaltige Stadtverdichtung mitten in Zürich, die nur durch soziale, ökonomische und ökologische Qualität erreicht werden
kann.
Di
17
Apr
2012
Interregio mit 150 Passagieren bleibt im Zimmerbergtunnel stecken
Wegen eines Lokdefektes ist heute Nachmittag kurz nach 14 Uhr ein Interregio der SBB zwischen Zürich und Thalwil im Zimmerbergtunnel steckengeblieben. An Bord des Zuges befanden sich rund 150 Passagiere.
Zimmerbergtunnel bei Thalwil (rechts die Linie via Kilchberg) Foto: Marcel Manhart
Bei dem vom Lokdefekt betroffenen Zug handelt es sich um den Interregio 2343 der von Zürich Flughafen (Abfahrtszeit um 13.47 Uhr) via Zürich HB (Abfahrtszeit um 14.04 Uhr) in Richtung Luzern
unterwegs war. Da der Lokführer den technischen Defekt nicht selbst beheben konnte, wurde der SBB Lösch- und Rettungszug aufgeboten, wie SBB-Mediensprecher Reto Schärli auf Anfrage sagte.
Daraufhin gelang es, die Lok wieder zu starten. Der Zug fuhr in den Hauptbahnhof Zürich zurück. Für die Passagiere ergab sich eine Verspätung von rund 90 Minuten.
Mo
16
Apr
2012
SBB schreibt 29 neue, komfortable Triebzüge für einen zuverlässigen Nord - Süd Verkehr aus
Erste Fahrzeuge ab 2017 im Einsatz
Der Nord-Süd Verkehr auf der Gotthardstrecke wird Schritt für Schritt komfortabler, pünktlicher und zuverlässiger: Die SBB hat am 16. April 2012 auf simap.ch die Beschaffung von 29 neuen
Triebfahrzeugen für gut 800 Mio. Franken öffentlich ausgeschrieben. Mit den neuen Zügen soll die erwartete Verdoppelung der Nachfrage auf der Nord–Süd-Achse nach der Eröffnung der beiden
Basistunnel am Gotthard und Ceneri aufgefangen werden. Sie ersetzen langfristig die heute noch im Einsatz stehenden Neigezüge des Typs ETR 470. Ab Ende 2017 soll das erste neue Fahrzeug das
Tessin mit der Deutschschweiz verbinden. Dank ihrer Deutschland- und Italien-Zulassung können die Züge auch in die Zentren unserer Nachbarländer rollen.
Ein "besserer Nachfolger" für den ETR 470 gesucht.... Foto: Marcel Manhart
Die SBB investiert für ihre Kundinnen und Kunden in neue Züge. Auf dem Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz hat sie am 16.4.2012 die bereits angekündigte
Rollmaterial-Ausschreibung für den Nord–Süd Verkehr publiziert. Für gut 800 Mio. Franken beschafft die SBB 29 einstöckige Triebzüge. Zudem sind Optionsrechte für weitere Fahrzeuge vorgesehen, die
später je nach Bedarf eingelöst werden können. Die SBB rechnet mit einer Verdoppelung der Nachfrage auf der Nord–Süd-Achse am Gotthard nach der Eröffnung der beiden Basistunnel am Gotthard und
Ceneri. Die neuen Züge ersetzen langfristig die Neigezüge des Typs ETR 470, welche Ende 2014 ausrangiert werden. Die neuen Züge werden ab Ende 2017 schrittweise vor allem im nationalen
Nord–Süd-Verkehr auf der Gotthard- und Lötschberg-Linie sowie für die Anbindung der Schweiz an die grenznahen internationalen Zentren eingesetzt.
Konventionelle Züge bringen Fahrplanstabilität
Die neuen Triebzüge bringen für die Kundinnen und Kunden den bestmöglichen Komfort. Sie fahren bis zu 249 km/h und bieten mit bis zu 400 Metern Länge rund 70 Prozent mehr Sitzplätze als die
heutigen, 230 Meter langen ETR-470-Kompositionen. Die Züge verfügen über ein Belegungsanzeigesystem innen und aussen sowie eine elektronische Sitzplatzreservierung. Zudem gibt es einen
Speisewagen, Ruhe-, Familien- und Businesszonen, Steckdosen an allen Sitzplätzen, neue Repeater für guten Handyempfang und WLAN.
Die SBB setzt auf konventionelle Züge, weil Neigezüge auf der Nord–Süd-Achse nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels nur Fahrzeitgewinne von wenigen Minuten bringen würden. Für die SBB steht
die Stabilität des Fahrplans mit genügend Fahrzeitreserven im Vordergrund. Die Anbieter haben nun ein halbes Jahr Zeit, ihre Offerten für die neuen Triebzüge abzugeben. Darin ist als Option auch
ein Angebot für die Instandhaltung durch den Hersteller zu unterbreiten.
Spürbare Verbesserung des Angebotes auf der Gotthard-Achse
Die Fahrzeitverkürzungen, welche dank der beiden neuen Basistunnels erzielt werden können, führen ab 2017 zusammen mit dem neuen, komfortablen Rollmaterial schrittweise zu einer spürbaren
Verbesserung des Angebotes am Gotthard. Wie das Angebot auf der Gotthard-Achse ab 2015 aussehen wird, kommuniziert die SBB gemeinsam mit dem Gotthard-Komitee im Frühsommer 2012. Sie ist daran,
eine Übergangslösung mit einem möglichst hohen Komfort für die Kundinnen und Kunden zu erarbeiten. Sowohl die Pünktlichkeit als auch die Zuverlässigkeit im Nord–Süd-Verkehr sollen schrittweise
verbessert werden.
In den nächsten Jahren investiert die SBB durchschnittlich rund eine Milliarde Franken pro Jahr in neues und modernes Rollmaterial für ihre Fahrgäste. Neben den 29 neuen Triebzügen für den
Nord–Süd-Verkehr beschafft sie 59 neue Doppelstockzüge für den Fernverkehr, die vor allem auf der Ost–West-Achse mehr Sitzplätze bringen.
Fr
13
Apr
2012
Vienna City Marathon: Wiener Linien verkürzen U-Bahn-Intervalle
Am Sonntag, 15. April 2012, findet der traditionelle Vienna City Marathon in Wien statt. Die größte Laufveranstaltung Österreichs lockt jedes Jahr tausende TeilnehmerInnen in die Hauptstadt. Um das Event bestmöglich zu unterstützen, verkürzen die Wiener Linien die Intervalle der U-Bahn-Linien. Es kommt jedoch zu Einschränkungen auf mehreren Strecken des öffentlichen Verkehrs.
Kürzere Intervalle bei U-Bahnen.... Foto: Marcel Manhart
....Behinderungen für Bus und Bim
Die Wiener Linien empfehlen am Veranstaltungstag auf die U-Bahnen auszuweichen. Diese fahren uneingeschränkt auf allen Linien, um LäuferInnen und BesucherInnen schnell und sicher zum Event und
wieder nach Hause zu bringen. Die U1 wird im 3-Minuten-Takt unterwegs sein, während die Intervalle der Linien U2, U3 und U4 auf 4 Minuten verkürzt werden. Die Behinderungen des
Oberflächenverkehrs betreffen die Straßenbahnlinien 1, 2, 5, 6, 18, 31, 52, 58, O und D sowie die Buslinien 4A, 10A, 11A, 12A, 13A, 14A, 20B, 40A, 57A, 59A, 77A, 80A, 82A, 90A, 91A und 92A.
Weiters wird die Vienna Ring Tram ganztägig eingestellt.
Die Wiener Linien ersuchen ihre Fahrgäste, die Lautsprecher-Durchsagen und Aushänge an den Haltestellen zu beachten.
Do
12
Apr
2012
RhB schliesst anspruchsvolles Jahr 2011 positiv ab
Die Rhätische Bahn (RhB) weist im Jahr 2011 einen Gewinn von 52’000 Franken aus. Das Jahresergebnis ist geprägt von anspruchsvollen Marktbedingungen im gesamten Schweizer Tourismus. Auch das Geschäftsjahr 2011 der RhB war von der globalen wirtschaftlichen Situation stark beeinflusst. Mit frühzeitig eingeleiteten Sparmassnahmen und einer Zusatzabgeltung des Bundes aus dem Konjunkturprogramm «Frankenstärke» erreichte die RhB ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Die Investitionstätigkeit blieb mit rund 150 Millionen Franken weiterhin hoch und ermöglichte den Substanzerhalt der bestehenden Anlagen sowie weitere wichtige Optimierungen für den öffentlichen Verkehr.
Gutes Jahresergebnis 2011 für die Rhätische Bahn Foto: Marcel Manhart
Im Personenverkehr wurden 92,5 Mio. Franken erwirtschaftet, 1,1 Mio. Franken weniger als im Vorjahr. Im Güterverkehr wurden die Vorjahreseinnahmen um 3,4 % übertroffen.
Das Ergebnis in der Sparte Personenverkehr war durch einen Ertragsrückgang aufgrund der anhaltenden Frankenstärke geprägt. Die RhB hat auf den Ertragsrückgang frühzeitig reagiert und wirksam
Sparmassnahmen eingeleitet. Der Bund zahlte aus dem Konjunkturprogramm «Frankenstärke» eine Zusatzabgeltung von 3,8 Mio. Franken. Dieser Sondereffekt und die effizient umgesetzten Sparmassnahmen
erlaubten, die erforderlichen Rückstellungen zu bilden, und führten zu einem Gewinn von 52 000 Franken.
2011 hat die RhB Abgeltungszahlungen für ungedeckte Betriebskosten von insgesamt 151,5 Mio. Franken von Bund und Kanton erhalten. Davon wurden 65,4 Mio. Franken für die Finanzierung des
Personenverkehrs und 5 Mio. Franken für den Güterverkehr aufgewendet. Auf die Infrastruktur entfiel eine Abgeltung von 81,0 Mio. Franken. Nebst diesen Beiträgen wurden der RhB zur Bewältigung des
überdurchschnittlichen Investitionsbedarfes für die Substanzerhaltung der Infrastruktur zusätzliche Darlehen von 59 Mio. Franken ausgerichtet.
Aufgrund der weiterhin hohen Investitionstätigkeit in allen Sparten sowie ausserordentlicher Wertberichtigungen in der Infrastruktur war im Berichtsjahr eine Kostensteigerung von 1,5 % gegenüber
dem Vorjahr zu verzeichnen.
Kosten im Griff
- Die Verkehrserträge im Personenverkehr betrugen 92,5 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr
resultierte eine Abnahme von 1,2 %.
- Im Autoreiseverkehr wurde ein Verkehrsertrag von 13,8 Mio. Franken erzielt, womit leicht über
den bereits hohen Vorjahreswerten abgeschlossen wurde.
- Der Ertrag im Güterverkehr lag mit 19,8 Mio. Franken um 3,4 % über dem Vorjahr.
- Der Personalaufwand konnte bei 140,4 Mio. Franken stabilisiert werden.
- Sowohl die Unterhalts- als auch die Sachaufwände lagen tiefer als geplant. Die eingeleiteten
Kostensenkungsmassnahmen zeigten Wirkung.
Di
10
Apr
2012
Südostschweizer Bahnkunden fahren mit Dominos bald bequemer von Ziegelbrücke nach Chur
Ab Mitte April 2012 verkehren die modernen Domino-Züge auch in der Südostschweiz. Zum Einsatz kommt der behindertengerechte Niederflur-Typ auf der Strecke Ziegelbrücke – Sargans – Chur. Die Kompositionen sind neu in der 1. sowie 2. Klasse klimatisiert und verfügen über zahlreiche weitere Annehmlichkeiten, die das Reisen mit dem Zug noch angenehmer machen.
Nach den erfolgreichen Schiebetritt-Messungen anfangs April steht nun der Einführung der Domino-Züge nichts mehr im Weg. Foto: Bahnhof Flums - Marcel Manhart
Künftig fahren Bahnkunden in der Südostschweiz noch bequemer. Die Strecke Ziegelbrücke – Sargans – Chur erhält ab 16. April 2012 die neuen Domino-Züge und damit mehr Komfort bei der Bahnfahrt.
Die modernisierten Domino-Züge sind mit neuen Niederflurwagen ergänzt und ersetzt die noch nicht zu Domino umgebauten NPZ-Trieb- und Steuerwagen, sowie die EW I/II-Zwischenwagen.
Damit das Reisen im Zug noch komfortabler wird, sind die Fahrzeuge in der 1. und 2. Klasse klimatisiert und mit neuer Sitzpolsterung ausgestattet. Die neuen, behindertengerechten
Niederflur-Zwischenwagen im Mittelteil des Zuges erleichtern das Ein- und Aussteigen und verfügen über ein Multifunktions-Abteil für Kinderwagen, Rollstühle, Fahrräder und Gepäck. Zudem verfügt
der Domino über Monitore zur Kundeninformation. Businessreisende finden in der 1. Klasse Steckdosen. Kameraüberwachung sowie Notrufeinrichtungen im Domino erhöhen die Sicherheit für alle
Passagiere. Die ganze Zugskomposition verkehrt im neuen, rotweissen Farbkleid.
Die Dominos sind ehemalige Nahverkehrszüge NPZ, welche die SBB Industriewerke Yverdon und Olten umfassend erneuert haben. Einzig die Zwischenwagen wurden mit neuen Niederflurwagen der Firma
Bombardier ersetzt. Das Aufrüsten hat gegenüber einem Neukauf den Vorteil, dass rund ein Drittel der Kosten eingespart werden.
Weitere Dominos werden im Laufe des Herbstes folgen und die Flotte auf der Strecke Rapperswil – Ziegelbrücke – Linthal modernisieren.
So
08
Apr
2012
In Landquart sind zwei Hybridpostautos im Linienverkehr
Die PostAuto Schweiz AG setzt im Kanton Graubünden erstmals Hybridpostautos ein. In Zusammenarbeit mit der Fachstelle öffentlicher Verkehr des kantonalen Amts für Energie und Verkehr und mit der Energiestadt Landquart sind auf der Linie Landquart – Zizers – Untervaz Bahnhof seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 zwei Hybridpostautos im Einsatz. Damit wird die ökologische Nachhaltigkeit des öffentlichen Verkehrs im Kanton Graubünden weiter gefördert. Dank dem Hybridantrieb können Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen um bis zu 30 Prozent reduziert werden.
Hybridpostauto auf dem Bahnhofplatz in Landquart Foto: Marcel Manhart
Die PostAuto Schweiz AG hat zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 auf ihrer Linie Landquart – Zizers – Untervaz Bahnhof zwei Volvo 7700 Hybrid mit Diesel-Elektro-Antrieb in Betrieb genommen. Mit ihnen lassen sich Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen reduzieren. Hybridantriebe leisten einen bedeutenden Beitrag zu einem energieeffizienten und umweltschonenden öffentlichen Verkehr. Seit Anfang 2012 hat die PostAuto Schweiz AG in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein bereits elf Hybridpostautos im Einsatz.
Energiestadt Landquart
Dank den Hybridpostautos und dem kontinuierlichen Überdachen der PostAuto-Haltestellen wird das ÖV-Angebot in Landquart noch attraktiver. Dies entspricht den Zielen des Labels «Energiestadt»: Mit
verantwortungsvollem Handeln soll die Lebensqualität gesteigert und das Klima geschont werden. Die Gemeinde Landquart hat sich deshalb zu einer Zusammenarbeit entschieden. Und die Hybridpostautos
tragen das Energiestadt-Logo von Landquart.
Weniger Emissionen, mehr Komfort
Die Volvo-Hybridpostautos sind 12 Meter lang und bieten bis zu 82 Fahrgästen Platz. Sie verfügen über ein sogenanntes Parallelhybridsystem mit je einem Diesel- und einem Elektromotor. Ein
Generator wandelt die beim Bremsen im Stopp-and-Go-Verkehr gewonnene Energie in elektrische Energie um. Sie kann beim Anfahren und bei tiefen Geschwindigkeiten den Dieselmotor ersetzen. Die
Hybridpostautos bieten mit Niederflureinstieg, drei Türen und dem äusserst geräuscharmen Elektromotor einen höheren Komfort.
Do
05
Apr
2012
Schweizer Bahn-Grossprojekte waren auch im Jahr 2011 auf Kurs
Die Eisenbahn-Grossprojekte in der Schweiz waren im Jahr 2011 wie in den Vorjahren gut unterwegs. Die Termin- und Kostenprognosen für die NEAT, den Hochgeschwindigkeitsanschluss der Schweiz, die Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB) und die Lärmsanierung des Bahnnetzes blieben konstant oder verbesserten sich. Auch die Umrüstung der bestehenden Bahnstrecken auf das Zugsicherungssystem ETCS kam wie geplant voran, wie aus den neuesten Standberichten des Bundesamtes für Verkehr (BAV) hervorgeht.
Die Lärmsanierung ist ebenfalls auf Kurs Foto: Marcel Manhart
Die Kostenprognose für die NEAT blieb im vierten aufeinander folgenden Jahr stabil. Das BAV rechnet weiterhin mit Endkosten von 18,7 Milliarden Franken (Preisstand 1998), womit der
Verpflichtungskredit von 19,1 Milliarden Franken nicht ausgeschöpft wird. Im Berichtsjahr wurde definitiv das Ziel gesetzt, den Gotthard-Basistunnel bereits ab Dezember 2016 in Betrieb zu nehmen
– ein Jahr früher als zuletzt geplant. Beim Ceneri-Basistunnel wird weiterhin mit Dezember 2019 gerechnet.
Beim Grossprojekt Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB) wurde 2011 die erste Umsetzungsvereinbarung zwischen dem Bund und der SBB unterzeichnet. Sie betrifft vor allem Projekte im
Zusammenhang mit dem Ausbau der NEAT-Zufahrten und der Durchmesserlinie Zürich. Das Ziel von ZEB ist die Realisierung sämtlicher Massnahmen bis spätestens 2030 und eine etappierte Inbetriebnahme
der Angebote zwischen 2025 und 2030.
Fortschritte bei Hochgeschwindigkeits-Anschluss und Lärmsanierung
Auch beim Anschluss der Ost- und der Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz (HGV-Anschluss) gab es im vergangenen Jahr bedeutende Fortschritte. Höhepunkt war die Einweihung
der neuen TGV-Linie Rhin-Rhône. Damit hat sich die Fahrzeit Zürich-Paris auf vier Stunden verkürzt. Alle Projekte, für die Gesamtkosten von 1,025 Milliarden Franken prognostiziert werden, müssen
bis spätestens 2020 abgeschlossen sein.
Die Lärmsanierung des Bahnnetzes ist ebenfalls auf Kurs. Mit dem Abschluss der Güterwagensanierung von SBB Cargo und SBB Infrastruktur wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. Die privaten
Fahrzeugeigentümer haben bereits 40 Prozent ihrer Güterwagen umgerüstet. Bis Ende 2011 wurden im Rahmen der netzweiten Lärmsanierung insgesamt 178 Kilometer Lärmschutzwände gebaut, weitere 61 km
sind bereits bewilligt.
Umrüstung des ganzen Bahnnetzes auf ETCS
Zusammen mit den Berichten zu den FinöV-Projekten veröffentlichte das BAV den Standbericht zum europäisch standardisierten Signal- und Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System).
Das auf der Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist und in den Basistunneln der NEAT verwendete ETCS Level 2 erlaubt kürzere Zugfolgezeiten und höhere Geschwindigkeiten bei gleichzeitiger Steigerung
der Sicherheit. Deshalb hat das BAV den flächendeckenden schrittweisen Ausbau von ETCS Level 2 ab dem Jahr 2025 entschieden. In der Schweiz sind über 600 Lokomotiven, Steuerwagen und Triebzüge
mit ETCS-Ausrüstung im Einsatz.
Di
03
Apr
2012
Spatenstich für den Ausbau des Bahnhofs Zürich Oerlikon
In feierlichem Rahmen haben heute prominente Vertreter von Kanton, Stadt und SBB den Spatenstich für den Ausbau des Bahnhofs Zürich Oerlikon getätigt. Der siebtgrösste Bahnhof der Schweiz erhält zwei zusätzliche Gleise, breitere Perrons, eine Einkaufspassage und bessere Verbindungsräume in die angrenzenden Quartiere. Der Ausbau ist notwendig, um den Bedürfnissen des wachsenden Pendlerverkehrs und der Entwicklung im Raum Zürich-Nord künftig gerecht zu werden.
Regierungsrat Ernst Stocker, Stadträtin Ruth Genner und Leiter SBB Infrastruktur Philippe Gauderon beim Spatenstich zum Ausbau des Bahnhofs Zürich Oerlikon Foto: Marcel Manhart
Mit der Eröffnung der Nord-Süd-Achse der Durchmesserlinie im Juni 2014 und den 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn gibt es bald noch bessere Verbindungen in alle Himmelsrichtungen. Für den
erwarteten Anstieg der Pendlerströme erhält der Bahnhof Zürich Oerlikon zwei neue Gleise und verbreiterte Perrons. Gleichzeitig bewegt sich auch unterirdisch viel: Eine verbreiterte
Personenunterführung Mitte, die neue Quartierverbindung, verbesserte Zugänge im Osten des Bahnhofs und zwei neue Plätze schaffen mehr Platz für die Pendler. Zusammen mit einer neuen, attraktiven
Einkaufspassage wird der Bahnhof zum modernen, perfekt vernetzten Zentrum in Oerlikon.
Regierungsrat Ernst Stocker betonte in seiner Rede die Bedeutung von Oerlikon für die Durchmesserlinie: «Oerlikon ist ein wichtiger Baustein im künftigen Ausbau der Zürcher S-Bahn und des
nationalen Schienenverkehrs. Ohne diesen Ausbau könnte die Durchmesserlinie nicht funktionieren.» Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur, bestärkte: «Wenn der Bahnhof Löwenstrasse das Herz
der Durchmesserlinie ist, dann ist der Bahnhof Oerlikon – geographisch gesehen – ihr Kopf.»
Der neue Bahnhof verbindet
Durch die neue Quartierverbindung und die Quartieranbindung Ost, welche die Stadt Zürich gleichzeitig realisiert, sind in Zukunft die Quartierteile Zentrum-Oerlikon, Neu-Oerlikon und
Leutschenbach besser untereinander sowie mit dem Bahnhof verbunden. Die Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, Stadträtin Ruth Genner, sagte zum Ausbau: «Der neue Bahnhof verbindet
nicht nur Oerlikon mit dem Bahnhof, sondern auch die Menschen.» Die neue Quartierverbindung erleichtert Fussgängern und Velofahrern den Weg zum und unter dem Bahnhof hindurch.
Die Kosten für die Bauarbeiten der SBB inklusive Erweiterung der Personenunterführung Ost und der Ladenpassage Mitte betragen 465 Millionen Franken. Die Stadt investiert zusätzlich rund 160
Millionen Franken in die neue Quartierverbindung Oerlikon und die Quartieranbindung Ost. Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich haben diesen Vorhaben in Volksabstimmungen mit 78 beziehungsweise
71 Prozent zugestimmt.
Mo
02
Apr
2012
Der frisch revidierte Churchill-Pfeil kommt wieder in Fahrt
Frisch poliert und doch mit der ihm eignen Patina wieder auf der Schiene: Der Rote Doppelpfeil «Churchill» ist innen wie aussen umfassend revidiert worden. Am 19. April 2012 stellt SBB RailAway den Paradezug in seinem aufgefrischten Outfit im Hauptbahnhof Zürich vor.
Der Churchill-Pfeil am Rheinfall bei Neuhausen Foto: SBB RailAway
73 Jahre schon rollt der «Churchill-Pfeil» RAe 4/8 – so benannt, weil der englische Weltkriegs-Premier Sir Winston Churchill ihn bei einem Staatsbesuch 1946 benutzte – durch die Schweiz. Im
letzten halben Jahr haben die SBB ihn auf Vordermann gebracht, die Drehgestelle sowie den Wagenkasten revidiert, und ihn schliesslich frisch gestrichen. Jetzt ist er bereit zu neuen Taten.
Auf einen Augenschein in Zürich
In Reverenz an seinen berühmten Fahrgast und Namensgeber veranstaltet SBB RailAway die Publikumspräsentation des Paradefahrzeugs am 19. April 2012 im Zürcher Hauptbahnhof. Von 16 Uhr bis 18 Uhr
weilt der «Staatsgast zu Besuch» auf Gleis 6 im Hauptbahnhof Zürich. Er steht dort allen Interessierten zur Besichtigung offen – eine treffliche Gelegenheit um zu erkunden, wie der Rote
Doppelpfeil mit seinen 110 Polstersitzplätzen an Vierer-Tischen dem anstehenden Event einen ganz speziellen Rahmen verleihen würde.
Die Besucher können vor Ort den Traum vom eigenen Zug fürs Jubiläum oder für einen Geburtstag durchspielen – sei es für einen privaten Anlass oder für die Firma. Mit Stereoanlage, Mikrofon, Kühlschrank, WC, kleiner Küche, Bar und Klimaanlage hat er alles, was es zu einer extravaganten Feier braucht. Das Fahrvergnügen an sich ist von besonderer Klasse – mit freier Sicht durch den Führerstand auf die Strecke.
Buchen kann
man den spektakulären, neu glänzenden Roten Doppelpfeil «Churchill» bei SBB RailAway. Er verkehrt auf dem gesamten Normalspurnetz sowie auf stillgelegten Strecken mit Fahrleitungen. Auf
Wunsch werden die Gäste an Bord verpflegt. Die Organisation übernimmt SBB RailAway.
So
01
Apr
2012
SBB Cargo will die Zahl der Umschlagstationen reduzieren
SBB Cargo plant schwach genutzte Bedienpunkte in der Schweiz zu schliessen. Das Unternehmen prüft derzeit die Schliessung von 155 Umschlagstationen. Das mit den Sparmassnahmen von November 2009 umgesetzte Projekt mit dem Cargo Krokodil ist jedoch äusserst erfolgreich verlaufen und heute wird bereits dessen zwei jähriges Jubiläum gefeiert.
Das SBB Cargo Krokodil ist exakt heute 2 Jahre im Einsatz Foto: M. Hilber
"Wir sind in engem Kontakt mit unseren Kunden", sagte SBB-Sprecherin Patricia Claivaz auf Anfrage zur Nachrichtenagentur sda. Welche Umschlagstationen betroffen sind, wird noch nicht bekannt gegeben. "Die Entscheide werden im Juni 2012 kommuniziert", sagte Claivaz. Sie bestätigte damit Berichte, die in den Westschweizer Zeitungen "Le Courrier" und "La Liberté" erschienen sind.
Mit 500 Umschlagstationen sei das Netz in der Schweiz "das bei weitem dichteste in Europa", sagte die Sprecherin. Zudem würden in 28% dieser Standorte mehr als 90% des Güterumschlags erledigt;
umgekehrt fertigten etwa die Hälfte von ihnen nur 3% es Handels ab.
Mit den Projekt von November 2009 wurde nebst anderen Sparmassnahmen auch die Idee eine Krokodillok zu Gunsten von SBB Cargo zu reaktivieren zügig umgesetzt und so kann heute bereits dessen zwei jähriges Jubiläum gefeiert werden.
Im Oktober 2011 hatte SBB Cargo die Streichung von rund 200 Arbeitsstellen angekündigt. Die Massnahme soll ohne Entlassungen umgesetzt werden. Gemeinsam mit weiteren Sparmassnahmen will das Unternehmen rund 80 Mio CHF einsparen und bis 2013 eine ausgeglichene Bilanz aufweisen.
Gewerkschaft: Service Public Gefährdet
Die Sparpläne sorgten für Entrüstung bei der Gewerkschaft transfair: Der Bundesrat habe "den Service public in diesem Bereich zu Grabe getragen", schrieb der Personalverband bereits im Januar in
einer Mitteilung. Die bisherige Vorgabe eines flächendeckenden Angebots sei "rein ökonomischen Vorgaben geopfert" worden.
Sa
31
Mär
2012
Wiener Linien modernisieren in den Sommermonaten die U1 zwischen Schwedenplatz und Reumannplatz
Die Wiener Linien machen die U1 fit für die Zukunft und modernisieren in den Sommerferien die U1-Strecke zwischen Schwedenplatz und Reumannplatz. Zwischen 07. Juli 2012 und 26. August 2012 können wegen der Bauarbeiten keine U-Bahn-Züge auf dem Abschnitt unterwegs sein. Die Ersatz-Strassenbahnlinien 66 und 68 verkehren zwischen Favoriten und dem Zentrum. Die Bauarbeiten wurden in die Sommerferien gelegt, weil zu dieser Zeit rund 25 Prozent weniger Fahrgäste unterwegs sind.
Statt auf die U1 geht es auf die Strassenbahnlinien 66 und 68 Foto: Marcel Manhart
Modernisierung bringt U1 auf neuesten Stand
Die U1-Strecke leistet seit fast 35 Jahren treue Dienste für die WienerInnen. Nach über 6 Mio. Zugfahrten ist die Zeit für die Modernisierung gekommen: ein neues Gleisbett, neue Stromschienen,
neue Elektrik und neue Weichenverbindungen machen die U1 schneller, zuverlässiger und komfortabler. Damit wird die U1 fit für die Verlängerung nach Oberlaa, aber auch für neue Fahrgäste durch den
Hauptbahnhof.
"Die Bauarbeiten im Tunnel erfolgen unter enormem Zeitdruck und sind eine logistische Herausforderung, die seit Jahren vorbereitet wird", berichtet Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter
Steinbauer. Zu Spitzenzeiten werden über 100 Bauarbeiter im Tunnelbereich an einem neuen Gleisbett, zusätzlichen Weichenverbindungen und neuer Elektrik arbeiten.
Grossräumiges Ausweichen empfohlen
Als Ersatz für die U1-Strecke richten die Wiener Linien die Linie 66 (Oberlaa - Favoritenstraße - Reumannplatz - Quellenstraße - Matzleinsdorfer Platz - Wiedner Hauptstraße - Karlsplatz, Oper)
und die Linie 68 (Otto-Probst-Platz - Laxenburger Straße - Südbahnhof - Prinz-Eugen-Straße - Ring - Schwedenplatz) anstelle des normalen 67ers ein.
Zusätzlich werden die Linien 6 und 14A verstärkt. In der Innenstadt empfehlen die Wiener Linien ein Ausweichen auf die U2 und U4 bzw. auf die Ringlinien. "Die Straßenbahnen werden in möglichst
kurzen Takten unterwegs sein - wir empfehlen aber, möglichst großräumig auszuweichen", so Steinbauer.
Fr
30
Mär
2012
SBB verbessert Produktivität und Effizienz: Mehr Passagiere und gutes Jahresergebnis – Verschuldung bleibt hoch
Die SBB hat 2011 jeden Tag 977 000 Passagiere sicher und gut aufgehoben an ihr Ziel gebracht – 2,7 Prozent mehr als 2010. Bei der Pünktlichkeit und der Sicherheit erzielte die SBB ausgezeichnete Werte, auch die Kundinnen und Kunden bescheinigten ihr gute Leistungen. Das Konzernergebnis fiel trotz eines markanten Ergebnisrückgangs im Personenverkehr und einer rückläufigen Nachfrage im Binnengüterverkehr mit CHF 338,7 Mio. erfreulich aus. Die kommerziellen Investitionen konnten weitgehend aus eigenen Mitteln finanziert werden. Es resultierte ein negativer Free Cash Flow von CHF 5,2 Mio. Die verzinsliche Verschuldung bleibt aber hoch und beträgt knapp CHF 8 Mia. Zudem wird die SBB das Angebot und den Service ausbauen und noch spürbarer auf die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden ausrichten. Gleichzeitig wird die SBB ihre Effizienz in den nächsten Jahren weiter verbessern.
Zürich HB an einem Donnerstagnachmittag um 16.25 Uhr Foto: Marcel Manhart
2011 haben jeden Tag 977 000 Kundinnen und Kunden das Angebot der SBB genutzt, 2,7 Prozent (26 000) mehr als 2010. Die Passagiere legten in den SBB-Zügen 17 749 Mio. Kilometer zurück (+1,3
Prozent). Die SBB hat ihren Marktanteil im Wettbewerb mit den anderen Verkehrsmitteln auf 25,4 Prozent (2010: 25,2 Prozent) gesteigert, im Pendlerverkehr betrug er 34,1 Prozent (2010: 32,7
Prozent).
Der Güterverkehr stagnierte im generell rückläufigen Binnenmarkt und unter Druck des starken Frankens. Das internationale Geschäft wurde in die neue SBB Cargo International
überführt. SBB Cargo und SBB Cargo International transportierten 2011 195 000 Tonnen Güter pro Tag (2010: 200 000), die Transportleistung betrug 12 346 Mio. Nettotonnenkilometer (2010: 13 111
Mio.).
Die SBB nutzt ihr Schienennetz intensiver als jede andere Bahn auf der Welt. Die Zahl der zurückgelegten Trassenkilometer ist 2011 um 1,0 Prozent auf 165,1 Mio. gestiegen. Über jeden Kilometer Gleis auf dem Netz der SBB fuhren pro Tag durchschnittlich 96,3 Züge (2010: 95,4). 89,8 Prozent der SBB-Passagiere erreichten ihr Ziel 2011 mit maximal drei Minuten Verspätung (2010: 87 Prozent). In 97,7 Prozent aller Fälle konnten die Anschlüsse gewährleistet werden (2010: 97,2). Diese Werte lagen höher als je zuvor. Im nationalen Güterverkehr hatten 98,4 Prozent der Züge weniger als 30 Minuten Verspätung, die Ankunftspünktlichkeit lag auf Vorjahresniveau (98,2 Prozent).
Die Kundinnen und Kunden sind weiterhin zufrieden mit den Leistungen der SBB. Positiver beurteilt als 2010 wurden die Fahrgastinformation, Angebot/Leistung, Freundlichkeit/ Kompetenz des
Personals, der Fahrplan und die Pünktlichkeit. Etwas schlechter beurteilt wurden das Preis/Leistungsverhältnis und das Wohlbefinden in den Zügen. Auch mit den Leistungen des Güterverkehrs, der
Infrastruktur und dem Angebot in den Bahnhöfen waren die Kunden zufrieden. Die SBB musste 2011 einige unangenehme Entscheidungen verkünden und konnte den Kundennutzen nicht immer transparent
machen. Die SBB dankt allen Kundinnen und Kunden umso mehr für das Vertrauen, das sie ihr auch 2011 entgegengebracht haben.
Die SBB blieb 2011 von schweren Zugsunfällen mit tödlich oder schwer verletzten Passagieren verschont. Dies ist vor allem auf das umfassende Sicherheitsmanagement zurückzuführen. Allerdings hatte
die SBB bei drei gravierenden Zwischenfällen – dem Brand im Simplontunnel und den Streifkollisionen in Olten und Döttingen – auch Glück. Die Zahl der Arbeitsunfälle ging weiter zurück.
Überschattet wurde dieses gute Resultat im 2011 aber durch einen tödlichen Arbeitsunfall anfangs März 2012.
Do
29
Mär
2012
Totalsanierung der THURBO-Strecke Wil - Weinfelden
Schienen, Schwellen, Schotter: Die Bahnlinie von Wil - Weinfelden erhält bis zur Wega-Eröffnung im September ein 50 Millionen teures Facelifting. Der Oberbau der 100jährigen Bahn stammt zum Teil noch aus der Gründerzeit. Seit dem 26. März 2012 und bis zum 28. September 2012 ist die Strecke deshalb für jeglichen Zugverkehr unterbrochen und es verkehren Bahnersatz-Busse.
Die Versorgung über die Schiene von Stadler Rail in Bussnang ist trotz den Bauarbeiten gewährleistet Foto: Marcel Manhart
41 Kilometer Strecke von Wil über das nördliche Hügelland nach Weinfelden im Thurtal, in Schleifen weiter über den Seerücken bis nach Kreuzlingen, um hier die Landesgrenze zu überschreiten und im Bahnhof Konstanz der Deutschen Bundesbahn am Bodensee zu enden. Zur Obstblüte war eine Fahrt mit der privaten Mittelthurgaubahn (MThB) quer durch Mostindien jeweils ein optisches Aha-Erlebnis erster Güte. Das ist Vergangenheit: Die MThB wurde 2003 liquidiert, der Abschnitt zwischen Kreuzlingen und Wil gehört seit Dezember 2002 der Thurbo.
Strecke bis September gesperrt
Die SBB-Tochter, die die Teilstrecke Kreuzlingen–Weinfelden von 2007 bis 2011 bereits für 22 Millionen Franken saniert hat, erneuert nun für 50 Millionen den Linienabschnitt Weinfelden–Wil. An
den Kosten beteiligen sich aufgrund des Streckenanteils der Kanton Thurgau mit 25,3 Millionen (50,6 Prozent), gefolgt vom Bund mit 21 Millionen (42,1 Prozent) und dem Kanton St.Gallen mit 3,7
Millionen (7,3 Prozent).
Während der sechsmonatigen Gesamterneuerung bleibt die Strecke gesperrt. Rechtzeitig zur Wega-Eröffnung am 27. September soll der Bahnbetrieb zwischen Wil und Weinfelden wieder aufgenommen
werden. Die ersatzweise eingesetzten Busse brauchen etwas länger für die Fahrt als die Bahn: «Reisende, die in Wil und Weinfelden Anschluss ans nationale Bahnnetz suchen, müssen mit rund zehn
Minuten mehr rechnen», sagt Thurbo-Marktleiter Werner Fritschi.
Investitionsschub auslösen
Mit dem Bau der Bahnlinie haben die Vorfahren den Grundstein für einen prosperierenden Mittelthurgau gelegt. «Die jetzige Erneuerung ist eine Investition in die Zukunft», sagte gestern der
Thurgauer Regierungspräsident Kaspar Schläpfer in Märwil. «Es werden künftig mehr Züge, mehr Passagiere und mehr Güter auf der Strecke verkehren.»
Auf den Fahrplan 2019 hin will der Thurgau das heutige Angebot (Stundentakt mit Verdichtungen) zum durchgehenden Halbstundentakt von 5 bis 24 Uhr ausbauen. «Wir erwarten, dass sich die
Passagierzahl von heute 760 000 kontinuierlich erhöht – dies dank des Halbstundentakts, wegen der guten Anschlüsse in den Knoten Wil und Weinfelden und der modernisierten Bahnhaltestellen», sagt
Schläpfer.
Mi
28
Mär
2012
3 Personen an der SBB-Haltestelle Weite ausgeraubt - Jugendliche Täter ermittelt
Am Sonntag 25. März 2012 sind in der Zeit zwischen 10.35 und 12.35 Uhr an der SBB Haltestelle Weite innerhalb von zwei Stunden insgesamt 3 Personen von einem kriminellen Duo ausgenommen worden. Die jugendlichen Täter im Alter von 16 und 17 Jahren konnten noch gleichentags ermittelt werden.
Tatort war die SBB Haltestelle Weite im Rheintal Foto: Marcel Manhart
Beim ersten Fall wartete ein 22-jähriger Mann an der Haltestelle. Dabei wurde er von zwei jungen Männern angesprochen. Sie verlangten Geld von ihm. Unvermittelt wurde er ins Gesicht geschlagen.
Daraufhin entnahmen sie aus seinem Portemonnaie Geld und entfernten sich.
Beim zweiten Fall, zwei Stunden später, hielten sich zwei 14-jährige Jugendliche ebenfalls bei der Station Weite auf. Wie sich später herausstellte, waren es wiederum die gleichen Täter welche
die Jugendlichen aufforderten, ihnen Geld auszuhändigen, ansonsten sie Schläge zu befürchten hätten. Die Jugendlichen kamen der Forderung nach und händigten den Tätern Geld aus.
Im Zuge der Fahndung konnte durch die Kantonspolizei St. Gallen in unmittelbarer Nähe des Tatortes eine Gruppe Jugendlicher kontrolliert werden. Abklärungen haben ergeben, dass sich unter diesen
Personen ein mutmasslicher Täter befand. Dieser war aus einem Erziehungsheim abgängig. Der Mittäter konnte in der Folge ebenfalls ermittelt werden. Auch er ist in derselben Einrichtung
untergebracht. Beide Personen nahmen angeblich an einer privaten Geburtstagsfeier in der Region teil. Die Täter sind geständig und müssen sich vor der Jugendanwaltschaft verantworten.
Di
27
Mär
2012
Pro Bahn fordert weiterhin begleitete Züge im Rheintal
Die Ostschweizer Sektion der Vereinigung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs wehrt sich gegen die Idee der SBB, ab Dezember 2013 die Züge zwischen Chur und St. Gallen, beziehungsweise Wil, unbegleitet fahren zu lassen.
Solche Doppelstockzüge sollen ab Dezember 2013 den bisherigen Rheintal-Express ersetzen. Hier im Bild erst einmal auf Testfahrt in Sargans Foto: Marcel Manhart
Unter dem Titel «Keine Aufhebung der Zugbegleitung im Rheintal ab 2013» hat die Mitgliederversammlung der Sektion Ostschweiz von Pro Bahn Schweiz am Freitagabend eine Resolution gegen das Ansinnen der SBB verabschiedet. Mit der «Sarganser Resolution» wird die Erwartung verknüpft, dass die SBB nochmals gründlich über die Bücher gehen werden.
Mit gleicher Elle messen
Pro Bahn als Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs zeigt sich in dieser Resolution erstaunt, dass bei vergleichbaren Zügen (zum Beispiel Interregio Zürich–
Luzern oder Luzern–Bern) eine Begleitung nach wie vor gegeben ist, dies jedoch auf der Rheintallinie nicht mehr der Fall sein soll. Zwar wird Verständnis signalisiert für die Sparbemühungen der
SBB, Pro Bahn fragt sich aber, ob dies ausgerechnet beim Kundenkontakt geschehen muss.
In 20 Jahren eine Tram-Bahn?
Eine spannende Auslegeordnung über die Eisenbahn in Liechtenstein machte Georg Sele. Das Fürstentum, sagte der Referent vom Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL), habe während einiger Zeit die
Beziehung zur Bahn verloren. Nun jedoch soll dem Bahn-Verkehr mit Blick auf die Pendlerströme wieder der ihm zustehende Stellenwert zukommen. Mit dem grenzübergreifenden Projekt S-Bahn FL.A.CH,
der Ertüchtigung der Verbindung Buchs– Feldkirch für den 30-Minuten-Takt, soll ein erster Schritt getan werden. Dazu ist ein Ausbau auf Doppelspur zwischen Tisis und Nendeln nötig. Dank neuem
Eisenbahngesetz hat der vertaktete Personennahverkehr Vortritt vor dem Personenfern- und dem Güterverkehr.
Und übermorgen? – Der VCL hat eine Neubaustrecke von Schaan via Vaduz, Triesen und Balzers nach Trübbach vorgestellt (mit Tunnel im Bereich Vaduz und Haltestellen unter Tag für eine Regionalbahn
als S-Bahn oder Tram-Bahn). Nur für den Bahnverkehr (ohne weitere Anpassungen) sind für die S-Bahn Kosten von 315 Millionen Euro und für die Tram-Bahn 230 Millionen Euro errechnet worden. Die
S-Bahn FL.A.CH müsste bis 2016 realisiert werden, führte Sele weiter aus, die Regionalbahn wäre ein Thema in 20 bis 25 Jahren. «Unsere Aufgabe als Verein ist es, voraus zu denken und für einen
umweltverträglichen und menschengerechten Verkehr zu sorgen», schloss der Referent.
Mo
26
Mär
2012
Ab August 2012 fahren erste Züge am Wiener Hauptbahnhof
Bereits im August 2012 werden am neuen Hauptbahnhof in Wien die ersten Züge fahren. Es wird nur ein Probebetrieb sein. Im Dezember 2012 werden erste Teile des Bahnhofs regulär in Betrieb genommen. Die Arbeiten verlaufen planmässig, versichern die ÖBB.
Die Arbeiten am Hauptbahnhof gehen zügig voran Foto: Marcel Manhart
Reisende der Ostbahn werden im Dezember die ersten sein, die den neuen zentralen Wiener Bahnhof benützen können. Bis dahin muss aber noch viel bewegt werden. Wien sei eisenbahntechnisch
komplizierter als zum Beispiel Berlin, so ÖBB-Chef Christian Kern. Während in Berlin die Züge auf zwei Ebenen kreuzen, passiert dies in Wien nur auf einer Ebene.
Dafür muss aber die Ostbahn niveaumäßig auf die Höhe des Hauptbahnhofs angeglichen werden. „Der Höhenunterschied zwischen Ost- und Südbahn wird in den kommenden Monaten mit ungefähr einer Million
Kubikmeter Erdmaterial ausgeglichen“, so Projektleiter Karl-Johann Hartig.
Rautendach wird verschraubt
Ist der Höhenunterschied ausgeglichen, wird der provisorische Ostbahnhof abgerissen. Ab 6. August fahren Züge dann im Probebetrieb auf dem neuen Hauptbahnhof, am 9. Dezember soll dann der
reguläre Teilbetrieb aufgenommen werden, Ende 2014 dann der Betrieb im gesamten Hauptbahnhof. „Wir sind voll im Plan“, versicherte Hartig.
Derzeit wird am Rautendach über den Bahnsteien geschraubt. „Es sind zwei Bahnsteigdächer völlig fertig, das dritte wird noch gebaut“, so Hartig weiter. Bis Dezember sollen acht von 14 Rauten
fertig sein, und fünf Gleise in Betrieb gehen. Unterschottermatten seien bereits aufgelegt, in den kommenden Monaten sollen noch Schotter, Schwellen und Gleise folgen. Bis Dezember fertig sein
solle auch das Vordach für den südlichen Eingang zum Hauptbahnhof, wo Taxis und Privatautos halten werden können.
Sa
24
Mär
2012
SBB, Swisscom und Microsoft veranstalten den dritten Schweizer Home Office Day
Microsoft, SBB und Swisscom veranstalten am 10. Mai 2012 erneut den nationalen Home Office Day. Ausserdem haben die drei Initianten einige Ergebnisse einer im vergangenen Jahr unter den Teilnehmern durchgeführten Studie veröffentlicht.
Am 10. Mai 2012 findet der mittlerweile bereits dritte nationale Home Office Day der drei Initianten Microsoft, SBB und Swisscom statt. Erneut wollen sie an diesem Tag zusammen mit Partnern aus
Politik, Wirtschaft und Umwelt dazu aufrufen, Home Office allen Erwerbstätigen zu ermöglichen, die aufgrund ihrer Tätigkeit regelmässig zu Hause arbeiten können.
Home Office fördere die Lebensqualität und sei ein kostenneutrales Instrument, um Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung gleichermassen zu fördern sowie die Verkehrsinfrastruktur zu
entlasten, erklären die Initianten. Untermauert wird die These mit aktuellen Zahlen: Heute haben in der Schweiz angeblich 11 Prozent der arbeitenden Bevölkerung das Potential, einen Tag in der
Woche zu Hause zu arbeiten. Dadurch könnte der Pendlerverkehr in den Spitzenzeiten um 450'000 Personen pro Woche reduziert und jährlich würden 67'000 Tonnen CO2 gespart werden.
Die Initianten können weiter auch noch mit Ergebnissen einer Studie aufwarten, die die ETH Zürich und die Hochschule für Angewandte Psychologie der Fachhochschule Nordwestschweiz unter 195
Teilnehmern des letztjährigen Home Office Day durchgeführt haben. Gemäss diesen fühlen sich 69 Prozent der Teilnehmer im Home Office produktiver, 78 Prozent schätzen besonders, dass sie ungestört
arbeiten können, und 88,5 beziehungsweise 61,3 Prozent erleben die wegfallende Reisezeit beziehungsweise die bessere Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben als Vorteil.
Fr
23
Mär
2012
Das Privatbahn Magazin, Ausgabe 02/2012 ist da und behandelt unter anderem das Partnerschafts-Prinzip
Vor allem bei Privatbahnen sind häufig kleine und gemischte Fahrzeugflotten im Einsatz. Gerade diese Fahrzeuge stellen erhöhte Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit der Instandhaltung. Das Partnerschafts- Prinzip bietet hier interessante und einfache Lösungsansätze: von der Ersatzteilbeschaffung bis hin zur Reparatur- und Wartungsarbeit.
Wer bin ich? Für was steht das Unternehmen und wie mache ich aus einem Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) eine unverwechselbare Marke? Marketing-Fachmann Prof. Dr. Uwe Höft zeigt, wie Corporate
Branding bei EVU funktioniert.
Skandinavien tickt anders
Schienenwege hoch im Norden: Die sprichwörtlichen Uhren des Bahnverkehrs gehen in Skandinavien anders, als hierzulande. Das Privatbahn Magazin hat sich im Land der Wikinger umgeschaut und stellt
die Besonderheiten des Schienenverkehrs in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland ausführlich vor.
Im Interview: Kirsten Lühmann
Die Sozialdemokratin Kirsten Lühmann, MdB und Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, äußert sich im Gespräch mit dem Privatbahn Magazin über Y-Trasse,
Seehafenhinterlandverkehre und Lang-Lkw: „Wir müssen die Bahn ertüchtigen."
Special: Bahnbaumaschinen
Den neusten Stand der Technik in Sachen Bahnbaumaschinen stellt das Privatbahn Magazin im Rahmen eines Specials vor und berichtet über High Speed Grinding aus dem Hause Vossloh, den neuen
Stopfsimulator der Deutschen Plasser Baumaschinen GmbH im Schulungszentrum Bingen sowie das Service- und Dienstleistungsangebot der Robel Bahnbaumaschinen GmbH.
Das Privatbahn Magazin ist das Business-Magazin der Bahnbranche: mit aktuellen Nachrichten, Reportagen und Interviews aus Unternehmen, Verkehrspolitik, Wirtschaft, Technik und Logistik. Es
erscheint zweimonatlich im Bahn-Media Verlag.
Do
22
Mär
2012
2011 waren erneut mehr Fahrgäste mit den VBZ unterwegs
Rund 1.6 Mio. mehr Fahrgäste waren im Jahr 2011 mit den Trams und Bussen der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) unterwegs. Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2010 ist dies eine weitere Zunahme von erfreulichen 0.5 Prozent.
Die Verkehrsbetriebe Zürich sind auf Erfolgskurs Foto: Marcel Manhart
Insgesamt fuhren im Jahr 2011 316.2 Mio. Fahrgäste mit den VBZ. Der grösste Teil der Zunahme von 1.6 Mio. Personen gegenüber dem Vorjahr entfällt auf die dreizehn Tram- und sechs Trolleybuslinien
in der Stadt Zürich. Sie bewältigen über 80 Prozent des Fahrgastaufkommens und bilden damit das Rückgrat der VBZ.
Bezogen auf die einzelnen Linien ist die Tramlinie 11 mit über 23.5 Mio. Fahrgästen weiterhin die am stärksten genutzte Linie, gefolgt von der Linie 14 (21.5 Mio.) und der Linie 13 (20.5 Mio.).
Bei den Trolleybuslinien sind mit 14.1 Mio. Einsteigerinnen und Einsteigern die meisten Fahrgäste auf der Linie 33 unterwegs. Spitzenreiter bei den Dieselbuslinien war die Buslinie 80 mit 9.9
Mio. Fahrgästen.
Das höchste Aufkommen ist im Kreis 1 zu verzeichnen, mit mehr als einer halben Million Ein- und Aussteigenden pro Werktag. Gestiegen sind die Nachfragen vor allem in den Kreisen 2, 9, 10 und
11.
Steigerung auch im Limmattal und am Unteren Zimmerberg
Die Entwicklung der Fahrgastzahlen in der Agglomeration zeigt unterschiedliche Tendenzen. Mehr Fahrgäste waren mit den VBZ-Linien im Limmattal und am Unteren Zimmerberg unterwegs. Insbesondere
durch die Angebotserweiterungen mit den Linien 311 und 314 im Limmattal konnte eine Wachstumsrate von 4.9 Prozent beobachtet werden. Am Unteren Zimmerberg ist die Nachfrage um 6.9 Prozent
gestiegen. In der Region Pfannenstiel sind die Fahrgastzahlen in etwa konstant geblieben, während im Oberen Glattal eine Abnahme zu verzeichnen ist. Die Abnahme lässt sich damit begründen, dass
die Linien 748, 752, 754, 760, 787 und 796 seit Dezember 2010 von den Verkehrsbetrieben Glattal (VBG) und nicht mehr von den VBZ betrieben werden. Bei den verbleibenden VBZ-Linien im Glattal
resultiert aufgrund diverser Baustellen ein Minus von 3.2 Prozent.
Im Durchschnitt waren die Fahrgäste je Etappe auf 5 Haltestellen mit den VBZ-Linien unterwegs.
Mi
21
Mär
2012
Stadler FLIRT in Norwegen: Keine technischen Mängel festgestellt
Die norwegischen Staatsbahnen (NSB) haben am Montag die Testfahrten mit den «FLIRT»-Zügen wiederaufgenommen, die sie nach dem Unfall einer solchen Komposition am 15. Februar 2012 ausgesetzt hatten. Die NSB beschaffen beim Schweizer Rollmaterialhersteller Stadler Rail fünfzig fünfteilige Triebzüge.
NSB FLIRT anlässich einer Testfahrt in der Schweiz Foto: Marcel Manhart
Diese fünfteiligen Triebzüge sind von jenem Typ abgeleitet, den die SBB und zahlreiche andere Bahngesellschaften seit 2004 im Regionalverkehr einsetzen. Wie Stadler-Inhaber Peter Spuhler am
Dienstag gegenüber der NZZ erklärte, nahmen die NSB die Versuchsfahrten wieder auf, nachdem die norwegische Havariekommission am Dienstag vergangener Woche einen zweiten Zwischenbericht zu den
Untersuchungsergebnissen des Zugunglücks veröffentlicht hatte. Daraus geht laut Spuhler hervor, dass bis heute weder an der Strecke noch am Fahrzeug technische Mängel festgestellt werden
konnten.
Wie die Havariekommission bereits in ihrem ersten Zwischenbericht festgestellt hatte, ist die Entgleisung, in deren Folge der Zug gegen einen Felshang prallte, auf überhöhte Geschwindigkeit
zurückzuführen. Die Maximalgeschwindigkeit im betroffenen Streckenabschnitt beträgt 70 km/h, der Testzug war zum Zeitpunkt des Unfalls aber mit 130 km/h unterwegs.
Die Gründe, weshalb der Lokomotivführer die Geschwindigkeit nicht angepasst hat, sind Bestandteil weiterer Untersuchungen. Laut Peter Spuhler waren die Testfahrten allein auf Wunsch der NSB
ausgesetzt worden; weder die norwegische Behörde noch das schweizerische Bundesamt für Verkehr hatten den Abbruch der Testfahrten in Norwegen bzw. in der Schweiz verfügt.
Peter Spuhler erwartet die Zulassung der Züge für den regulären Verkehr in Norwegen in der ersten Aprilwoche. Damit ergäbe sich eine Verzögerung von rund einem Monat gegenüber dem ursprünglichen
Zeitplan.
Di
20
Mär
2012
Die WESTbahn hat ihr Umsatzziel noch nicht erreicht
Die zwischen Wien und Salzburg bzw. Freilassing fahrende WESTBahn dürfte ihr Ziel, im ersten Geschäftsjahr operativ einen Gewinn zu schreiben, verfehlen.
Züge der WESTbahn am Wiener Westbahnhof Foto: Marcel Manhart
Die seit Dezember 2011 zwischen Wien und Salzburg fahrende mehrheitlich private WESTbahn dürfte ihr Ziel, im ersten Geschäftsjahr operativ einen Gewinn zu schreiben, nicht erreichen. "Es kann sein, dass wir es nicht erreichen", so der Chef des ÖBB-Konkurrenten, Stefan Wehinger nach drei Monaten Geschäftsbetrieb laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse" (Dienstagausgabe). Grund dafür seien die Billigtickets der ÖBB (Sparschiene), die zu einem erbitterten Preiskampf geführt hätten. "Beim Umsatz liegen wir deswegen um 20 Prozent unter unserem Planwert", so Wehinger.
Mit rund 4 Mio. Euro Umsatz pro Monat hatte die WESTbahn ursprünglich gerechnet. Nach 100 Tagen fehlten nun aber knapp 2,5 Mio. Euro Umsatz. heißt es im Bericht weiter.
Das Geld sollte der WESTbahn aber nicht so schnell ausgehen: "Wir haben ein klares Bekenntnis der Eigentümer, um uns mit genügend Geld auszustatten", wird Wehinger zitiert. Dies schließe auch die
französische Staatsbahn SNCF ein, die 26 Prozent an der WESTbahn hält. "Und die Finanzkraft der SNCF liegt deutlich über jener der ÖBB", sagt Wehinger.
Mo
19
Mär
2012
Ab April verkehren bei PostAuto Schweiz die ersten 300 Fahrzeuge mit Gratis WiFi
In vielen Postautos gibt es bald einen kostenlosen Zugang zum Internet. Wie im November 2011 angekündigt, beginnt die PostAuto Schweiz AG am 10. April 2012 mit der Ausrüstung ihrer Flotte mit Gratis-WiFi. Zunächst werden in der Ostschweiz, im Wallis und im Aargau die ersten 300 Postautos ausgestattet. Danach kommen innerhalb eines Jahres schweizweit jeden Monat bis zu 100 weitere Fahrzeuge hinzu.
PostAuto Schweiz AG bietet schon bald Gratis Internet Foto: Marcel Manhart
Ab 10. April 2012 können PostAuto-Fahrgäste in Gebieten der Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Thurgau, Schwyz, Aargau und Wallis gratis im Internet surfen. Allein im April werden 300 Fahrzeuge ausgerüstet. Im Kanton Zürich beginnt die Ausrüstung im Mai, in den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn im Juni 2012. Innerhalb eines Jahres wird PostAuto landesweit rund 70 Prozent seiner Flotte mit Gratis-WiFi ausrüsten. Die Herausforderung liegt vor allem in der UMTS-Netzabdeckung ausserhalb der Städte und Agglomerationen, wo der Empfang teilweise schlecht ist. Deshalb kann Gratis-WiFi nicht auf allen rund 800 PostAuto-Linien angeboten werden. Obwohl PostAuto Wi-Fi prioritär dort lückenlos anbieten will, wo die Empfangsqualität gut ist, kann es vorkommen, dass mit WiFi ausgerüstete Postautos auch einmal in Gebieten mit schlechtem Empfang verkehren.
PostAuto in Pionierrolle
Bereits im vergangenen Frühling führte die PostAuto Schweiz AG in Sitten ein Pilotprojekt mit sechs Fahrzeugen durch. Aufgrund der sehr positiven Testergebnisse kündigte PostAuto Ende letzten Jahres als erstes ÖV-Unternehmen der Schweiz an, Gratis-WiFi anzubieten. Gratis-WiFi bietet den Fahrgästen neue Möglichkeiten, ihren Aufenthalt im Postauto zu nutzen und beispielsweise mit Smartphones im Internet zu surfen. Die Billettpreise steigen wegen WiFi nicht. Das Angebot wird weitgehend von der Schweizerischen Post finanziert.
Einfacher Zugang
Der Zugang zum PostAuto-WiFi erfolgt mit einem Registrierungscode, der auf der Einstiegsseite des PostAuto-WiFi, eingegeben werden muss. Die Kundinnen und Kunden müssen lediglich eine
Mobiltelefonnummer angeben, an die der Registrierungscode übermittelt wird. Die mit Gratis-WiFi ausgerüsteten Postautos sind mit einem Piktogramm gekennzeichnet.
So
18
Mär
2012
Hohe Kundenzufriedenheit bei der Rhätischen Bahn
Um die Qualität ihrer Dienstleistungen zu messen, führte die Rhätische Bahn (RhB) im Herbst 2011 eine Marktforschung zur Kundenzufriedenheit durch. Das Ergebnis der repräsentativen Kundenbefragung die Firma Polyquest AG, Marketing- und Sozialforschung, bescheinigt der RhB eine hohe Kundenzufriedenheit im Pendler- und im Freizeitverkehr. Sehr positiv bewertet wurde die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Zugpersonals. Verbesserungspotenzial sehen die Kunden insbesondere beim Preis-Leistungsverhältnis und dem Gepäckstauraum. Die Erkenntnisse aus der Kundenbefragung dienen der RhB als Basis für eine kontinuierliche Verbesserung ihrer Dienstleistungen. Der Mittelwert beträgt 4.2 auf der 5er Skala und liegt dabei auf demselben hohen Niveau wie im Vorjahr.
Hohe Kundenzufriedenheit auch im Pendlerverkehr Foto: Marcel Manhart
Im Rahmen einer Kundenbefragung erhielt die RhB 250 resp. 710 Rückmeldungen von Reisenden im Pendler- als auch im Freizeitverkehr. Dabei bewerteten alle Kundensegmente die Dienstleistungen der
RhB generell als qualitativ hoch. Nicht überraschend wurde deutlich, dass die Kunden im Freizeitverkehr andere Bedürfnisse und Erwartungen haben als die Kunden im Pendlerverkehr. Dies zeigt sich
bei der unterschiedlichen Bewertung der Züge in Bezug auf Pünktlichkeit und Sauberkeit. Während die RhB für die Pünktlichkeit und Sauberkeit von Kunden im Freizeitverkehr sehr hohe Noten erhielt,
zeigten sich die Pendler insbesondere bezüglich Fahrplanangebot kritischer. Im Vergleich zu den generell hohen Bewertungen wurde von den Pendlern auch das Preis-Leistungsverhältnis etwas weniger
gut bewertet. Durchwegs positiv beurteilten die Kunden aus allen Segmenten die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals. Dies wird auch durch die hoch eingestufte Qualität des Glacier
Express untermauert, die in einer separaten Marktforschung zusammen mit der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) erhoben wurde.
Reisemotiv
Die Albula- und Berninalinie sind bei vielen Kunden als Teil des «UNESCO Welterbes Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina» bekannt und sind im Freizeitverkehr eines der Hauptmotive für
eine Reise mit der RhB. Die hohe Bewertung der Kriterien Reisekomfort, Informationssysteme im Zug und Sitzplatzverfügbarkeit belegt, dass die RhB im Bereich ihrer touristischen Angebote die
Erwartungen der Kunden erfüllt. Die Befragung zeigt auch, dass die Kunden die Rhätische Bahn sehr gerne weiterempfehlen.
Im Pendlerverkehr sind die Umweltverträglichkeit sowie der Wegfall der Parkplatzsuche und das Vermeiden von Stau ausschlaggebend für die Wahl der Rhätischen Bahn. Kunden des Autoverlads Vereina
schätzen die geografisch kürzeste Verbindung, die angenehme Erholung und den Zeitgewinn.
Fr
16
Mär
2012
SBB baut in Zürich Altstetten eine 420 Meter lange Serviceanlage für die neuen Fernverkehrs-Doppelstockzüge
In Zürich Altstetten baut die SBB bis 2013 eine neue Serviceanlage für die Fernverkehrs-Doppelstockzüge. Das Gebäude in der Herdern wird mit 420 Metern das drittlängste der Stadt Zürich sein. In dieser Anlage werden dereinst die 59 neuen Doppelstockzüge instand gehalten, welche die SBB vor knapp zwei Jahren bei Bombardier bestellt hatte. Die SBB investiert 123 Mio. Franken in die neue Serviceanlage. Heute fand im Beisein von Stadträtin Ruth Genner und der Leiterin SBB Personenverkehr, Jeannine Pilloud, der Spatenstich statt.
Spatenstich für die Serviceanlage in Zürich Altstetten durch Roger Beier,
Leiter Development SBB Immobilien, Stadträtin Ruth Genner und der Leiterin
SBB Personenverkehr Jannine Pilloud (v.l.n.r) Foto: Marcel Manhart
Die SBB transportiert heute rund 40 Prozent mehr Fahrgäste als noch 2004. Um die Kapazitäten insbesondere während der Stosszeiten weiter auszubauen, bestellte die SBB im Mai 2010 bei Bombardier Transportation Switzerland AG für 1,9 Mrd. Franken 59 Fernverkehrs-Doppelstockzüge. Diese Züge sind bis zu 400 Meter lang und können über 1200 Personen transportieren. Sie werden ab 2014 die wichtigsten Verkehrsknoten der Deutsch- und Westschweiz verbinden.
Um die neuen Doppelstock-Fernverkehrszüge professionell und effizient instand zu halten, baut die SBB in der Herdern bis Ende 2013 auf einer Länge von 420 Metern – das entspricht vier
Fussballfeldern – eine neue Serviceanlage für 123 Mio. Franken. In dieser werden die für die Instandhaltung der Züge notwendigen Anlagen eingebaut: Hallenkräne, Hochperrons, Dacharbeitsbühnen,
WC-Entsorgungssysteme und Logistikanlagen. Mit dieser Infrastruktur können Komponenten wie Antriebssysteme, Klimageräte oder die Bio-Reaktoren der Toiletten betriebstüchtig gehalten werden. Dazu
kommen fünf neue Zug-Standplätze von insgesamt einem Kilometer Länge.
Aufwendige Trennmanöver entfallen
Damit professionalisiert die SBB die Instandhaltung ihrer Züge weiter: Künftig kann an einem ganzen, rund 900 Tonnen schweren Zug gearbeitet werden, ohne die einzelnen Wagen aufwendig trennen zu
müssen. «Wir können so unsere Instandhaltungsarbeiten noch effizienter erledigen als heute», sagte Jeannine Pilloud, Leiterin SBB Personenverkehr, anlässlich des Spatenstichs. Und dies nicht nur
an den Fernverkehrs-Doppelstockzügen: Auch andere Züge wie etwa IC2000 und ICN werden in der neuen Anlage gewartet, um die vorhandene Infrastruktur bestmöglich auszulasten. Auch Zürichs
Stadträtin Ruth Genner zeigte sich erfreut über das Vorhaben: «Unsere 24-Stunden-Gesellschaft profitiert ganz direkt von der neuen Anlage. Dank ihr verbringen die Züge ein Minimum an Zeit im
Service, aber ein Maximum an Zeit auf den Schienen. Das hilft, die Preise tief zu halten und macht Zugfahren mit sauberen Wagen zu einem attraktiven Transportmittel für breite
Bevölkerungsschichten.»
Instandhaltungsanlagen: SBB investiert jährlich 90 Mio. Franken
Neben Zürich-Herdern investiert die SBB bis 2023 über eine Milliarde oder 90 Mio. Franken jährlich in Anlagen für die Instandhaltung ihrer Flotte. Grössere Anlagenprojekte werden aktuell an den
Instandhaltungsstandorten in Yverdon, Olten, Oberwinterthur, Zürich-Altstetten und Basel umgesetzt. Zusätzlich zu den Investitionen in Anlagen und Infrastruktur fallen pro Jahr mehrere hundert
Millionen Franken Betriebsaufwand für die Instandhaltung an. Nur so kann die SBB ihre Flotte effizient und professionell in Schuss halten und für ihre Kundinnen und Kunden Sicherheit, Komfort,
Verfügbarkeit sowie Pünktlichkeit im gewohnten Masse gewährleisten.
Do
15
Mär
2012
Bahnhof Chur erhält Auszeichnungs-Plakette für Brunel Award
Im Oktober 2011 ist der Bahnhof Chur mit dem Brunel Award ausgezeichnet worden – ein Preis für Eisenbahndesign, der alle vier Jahre durch eine internationale Jury aus Designern und Architekten vergeben wird. Am 20. März 2012 wird die Auszeichnungs-Plakette nun am Bahnhof enthüllt.
Der Bahnhofplatz in Chur Foto: Marcel Manhart
Der Bahnhof Chur wurde zwischen 2001 und 2008 umgebaut, um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen von SBB und Rhätischer Bahn (RhB)
nachzukommen. Die komplexen städtebaulichen, verkehrsplanerischen und architektonischen Umbaumassnahmen haben dem Bahnhof Chur die Auszeichnung durch die Brunel Commendation beschert. Die
Bauherrschaften SBB, Stadt Chur und RhB enthüllen im feierlichen Rahmen am 20. März 2012 die Auszeichnungs-Plakette am Bahnhof.
Mit dem Umbau wurden die Perronanlagen beider Bahnunternehmen logisch angeordnet und die Gleisanlagen mit einer grosszügigen Unterführung verbunden. Das Bahnhofsgebäude wurde durch einen
langgezogenen, architektonisch minimalistisch gestalteten Neubau ergänzt. Dadurch konnte auf dem Bahnhofplatz eine grosszügige Busstation und eine Fussgängerzone erstellt werden. Das
Neurenaissance-Aufnahmegebäude von 1878 wurde sorgfältig renoviert und bietet seitdem verschiedenen Geschäften sowie einem Restaurant Platz.
Neben dem Bahnhof Chur sind mit dem Bahnhof Brig, der elektrischen Zweifrequenz-Rangierlok und dem Lettenviadukt vier Projekte der SBB mit einem Brunel Award ausgezeichnet worden.
Mi
14
Mär
2012
Wien Alsergrund: Die Studenten gehen - der Bahnhof bleibt
WIEN: Das Viertel um den Franz-Josefs-Bahnhof und die Wirschafts-Uni, die demnächst in den Prater übersiedelt, sollen bis zum Jahr 2020 umgestaltet werden. Ein Ziel der Stadtplanung ist dabei ein besserer Zugang zum Donaukanal.
Von Gerhard Bitzan - Die Presse
Julius-Tandler-Platz / Franz-Josefs-Bahnhof in Wien Foto: Marcel Manhart
Einladend wirkt das Bahnhofsgelände am Julius-Tandler-Platz nicht wirklich. Im Gegenteil. Die grosse Aussentreppe zum dominierenden Bank-Austria-Gebäude ist gesperrt – angeblich wegen zu vieler „Sandler“. Die Rolltreppe zur Bank hinauf ist angerostet. Der Eingang zu den Bahnsteigen ist unten im Erdgeschoß, neben dem Minimarkt und dem Fast-Food-Restaurant: eine Bahnhofshalle, die mit einem großstädtischen Bahnhof nur wenig gemein hat.
6000 Bahnreisende frequentieren täglich den Franz-Josefs-Bahnhof. Viele Passagiere, die aus der Wachau oder dem Waldviertel kommen, steigen aber schon in der Spittelau aus. Ein Umstand, der Stadtplaner im Rathaus und im Bezirk zu der Idee bewegte, den Bahnhof vom Julius-Tandler-Platz in die Spittelau zu verlegen.
Auch die Chefin im Ressort Stadtplanung, die grüne Vizebürgermeisterin, Maria Vassilakou, wünschte sich eine Absiedlung des Bahnhofs: Denn dann könne man großflächig planen und – wenn 2013 die Wirtschafts-Uni in ihr neues Gebäude im zweiten Bezirk übersiedelt – zwischen Spittelau und Julius-Tandler-Platz ein riesiges neues grünes Stadtviertel errichten.
Bahnhof bleibt bestehen
Die ÖBB signalisierten damals Gesprächsbereitschaft und kündigten eine Machbarkeitsstudie an. Doch mittlerweile ist die Untersuchung fertig – und das Ergebnis ist für die Stadtplaner enttäuschend. „Die Studie hat ergeben, dass der Personenbahnhof bestehen bleibt“, heißt es bei den ÖBB. Der Grund ist ein finanzieller: Den Status quo zu erhalten ist immer noch billiger als eine Absiedlung mit Ausbau der Spittelau.
„Schade“, meint Bezirkschefin Martina Malynar (SP), die ebenso wie die grüne Planungsstadträtin gerne eine Verlegung gesehen hätte. „Der Bahnhof ist ein massiver Riegel hier im Bezirk, von der Größe der Shopping City“, sagt die Bezirkschefin. Die ÖBB-Entscheidung mache die Gestaltung des ganzen Areals jetzt deutlich schwieriger. Aber immerhin habe die ÖBB-Studie auch ergeben, dass der Frachtenbahnhof an der Althanstraße „mittelfristig disponibel“ sei, also wegkommen kann.
Tatsächlich zerteilt dieser „Riegel“ – bestehend aus Wirtschafts-Uni, Frachtenbahnhof, Uni-Wien-Institute, Post, Bank Austria, Franz-Josefs-Bahnhof (siehe Grafik) – das ganze Viertel. Dazu kommt noch, dass die Besitzverhältnisse kompliziert sind: Der Großteil der Grundflächen gehört den ÖBB, das Bank-Austria-Gebäude einer deutschen Vorsorgebank, das Gebäude der Wirtschafts-Uni gehört wiederum der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft), der Grund darunter den ÖBB. Die Stadt Wien selbst besitzt hier keine Flächen.
Vizebürgermeisterin Vassilakou sieht trotz der Einschränkungen durch den Verbleib des Bahnhofs großes Potenzial für das Gebiet: „Im Idealfall soll dort ein gemischtes Stadtviertel entstehen mit Wohnungen, Büros, viel Grün – und Zugang zum Wasser“, sagt sie im Gespräch mit der „Presse“. Es sei schade, dass ein Bezirk am Donaukanal liege, viele Bewohner aber wegen des „Riegels“ nur schwierig zum Wasser gelangen könnten. Bei künftigen Planungen für das Viertel müsse auf Durchlässigkeit geachtet werden, so Vassilakou, etwa durch Überplattungen des Bahnhofsgeländes. „Denn es zeigt sich an internationalen Beispielen, dass die Sehnsucht der Menschen, beim Wasser zu leben, immer größer wird.“
Beim Projekt Althangrund soll die Bevölkerung stark eingebunden werden. Das hat schon 2010 begonnen: Da schrieben die Stadtplaner 17.000 Haushalte aus dem Bezirk und angrenzenden Vierteln an und befragten die Bewohner zu ihren Vorstellungen. Dann gab es geführte Rundgänge, interessierte Bürger wurden ausgelost, die aktiv an Planungsgesprächen teilnehmen.
Di
13
Mär
2012
Catch me if you can - Wettbewerb FIAT Panda Lok
Finde die FIAT New Panda Lokomotive und gewinne tolle Preise
Wolltest Du schon immer mal einen Fiat Panda einfangen?
Die neuste Werbelok der SBB, die Re 460 001-1 ist die "FIAT New Panda" Lokomotive und wurde am 14. Februar 2012 in Baden der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit dem 15. Februar 2012 und noch bis zum 14. Februar 2013 wird sie vor den Eurocity, Intercity und Interregio-Zügen "durchs Schweizerland brausen!
Gesucht werden die besten Fotos..... .....für den FIAT Panda Wettbewerb
Seit 15. Februar 2012 rollt die frisch getaufte Fiat Panda-Lokomotive Re 460 001-1 quer durch die Schweiz und macht sich dabei stark für Komfort und Nachhaltigkeit in der Mobilität. Werte, die bei den beiden beteiligten Unternehmen Fiat Schweiz und SBB im Zentrum stehen. Die SBB-Lok im FIAT-Kleid wurde im Industriewerk Yverdon gestaltet.
Nutze jetzt Deine Chance
Fange die Fiat New Panda Lokomotive mit Deiner Kamera ein und lade das Foto oder Video sofort hoch. Die abgelichtete Lokomotive mit den meisten Stimmen gewinnt zwei Wochen exklusives New Panda
Vergnügen. Zudem wird unter allen Teilnehmern ein Digital-Kamera-Set im Wert von CHF 1'000.-- verlost!
Mo
12
Mär
2012
Der Bahnverkehr rollt am Gotthard wieder durchgehend
Seit heute Mittag rollt der Verkehr wieder vollständig über den Gotthard. Nachdem sich gestern Sonntagnachmittag die während mehrerer Tage abgestellten Transitgüterzüge nach ihren Zieldestinationen im Norden und Süden Europas aufmachten, gesellten sich heute Montag auch die Personenzüge dazu.
Die wichtigste Alpentransversale Europas blieb wegen eines Felssturzes während gut vier Tagen für jeglichen Zugverkehr gesperrt. Verletzte waren nicht zu beklagen, die Schutzbauwerke entfalteten ihre Wirkung.
Auch die ICN Züge verkehren wieder durchgehend von Zürich bzw. Basel - Luzern über den Gotthard nach Lugano Foto: Marcel Manhart
Die SBB konnte ihren Fahrplan zur Wiederinbetriebnahme der Gotthardstrecke nach einem Felssturz bei Gurtnellen am vergangenen Mittwochnachmittag umsetzen. Nach der erfolgreichen Sprengung am Samstag kurz vor dem Mittag und der anschliessenden Bestätigung der Geologen, der betroffene Hang oberhalb des Bahntrassees sei nun sicher, machten sich in der Nacht Samstag/Sonntag gegen 50 SBB Mitarbeitende an die Räumungs- und Instandsetzungsarbeiten. Sie räumten hunderte Tonnen Gestein und Geröll weg, ersetzten zehn Meter Gleis, reparierten geknickte Fahrleitungen etc.
Ab Sonntagmittag verkehrten als erste die rund ein Dutzend nördlich und südlich des Gotthards abgestellten Transitgüterzüge über die in Stand gestellte Strecke. Heute Montag nimmt als erster
Personenzug ein Intercity Zürich–Lugano um ca. 12.15 Uhr die wieder voll funktionsfähige Strecke unter seine Räder.
Während des Unterbruchs setzte die SBB zwischen Flüelen resp. Erstfeld und Göschenen bis zu 15 Busse ein, die während des Unterbruchs gegen 340 Züge ersetzten. Die Kapazitäten über den Gotthard
betrugen etwa einen Viertel des normalen Angebots, die Reisezeiten von und nach dem Tessin verlängerten sich um bis zu 60 Minuten. Über die aufgeschaltete Gratis-Hotline der SBB erkundigten sich
gegen 2600 Anrufende nach Reisealternativen. Die SBB dankt den betroffenen Reisenden für ihr Verständnis und ihre Geduld.
So
11
Mär
2012
Die ersten drei vollbeklebten Werbetrams der VBZ sind in der Stadt Zürich unterwegs
Seit 02. März 2012 ist in Zürich das dritte VBZ-Tram mit Vollwerbung im Einsatz. Das Cobra Be 5/6 3019 wirbt für die "Saxo Bank". Die kommerzielle Ganzgestaltung wurde möglich, nachdem der Stadtrat der Stadt Zürich im Juni letzten Jahres einer dreijährigen Testphase zugestimmt hatte. Sie ist auf maximal fünf Cobra-Trams gleichzeitig beschränkt.
Das Saxo Bank Werbetram unterwegs auf der Linie 11 Foto: Marcel Manhart
Das erste Werbetram der VBZ macht Werbung für die Swissquote Bank AG
Am 02. Februar 2012 verkehrte das erste komplett von einem Kunden gestaltete Tram erstmals auf dem Netz der VBZ durch die Stad Zürich. Die Einführung der Tramvollbeklebung durch die VBZ ist im Werbemarkt auf grosses Interesse gestossen. Aals erstes Tram mit einer Ganzgestaltung verkehrte das Cobra Be 5/6 3087 durch Zürich. Die auf Online Banking spezialisierte Swissquote Bank AG setzte als ersten Kunde auf diese auffällige Werbeform. Das Swissquote Bank-Tram kommt derzeit auf den Linien 2 , 3 , 4 und 13 zum Einsatz.
Das zweite Werbetram der VBZ macht Werbung für Sunrise
Am 15. Februar 2012 hat das zweite VBZ-Tram mit Vollwerbung die Zentralwerkstätte in Zürich Altstetten verlassen. Das COBRA Be 5/6 3056 wirbt für den Telekommunikationsanbieter Sunrise. Das Tram 3056 war zuvor als Ingenieurtram auf dem VBZ-Netz im Einsatz. Das Sunrise-Tram kommt derzeit auf den Linien 11 und 14 zum Einsatz.
Das dritte Werbetram der VBZ macht Werbung für die Saxo Bank
Seit 02. März 2012 ist nun auch das dritte VBZ-Tram mit Vollwerbung im Einsatz. Das COBRA Be 5/6 3019 wirbt für die Saxo Bank. Das Saxo Bank-Tram kommt derzeit auf den Linien 11 und 14 zum
Einsatz.
Die kommerzielle Ganzgestaltung wurde möglich, nachdem der Stadtrat der Stadt Zürich im Juni letzten Jahres einer dreijährigen Testphase zugestimmt hatte. Sie ist auf maximal fünf Cobra-Trams
gleichzeitig beschränkt. Während der Probezeit werden das Angebot im Markt und die Akzeptanz bei den Fahrgästen geprüft. Danach wird über die definitive Aufnahme ins Produktportfolio der VBZ
TrafficMedia entschieden.
Die VBZ TrafficMedia vermarktet über 14‘000 Werbeflächen auf 574 Fahrzeugen der VBZ. Mit der Werbung in und auf Trams und Bussen werden täglich über 810‘000 Einsteiger in der Stadt Zürich
erreicht.
Weitere Kunden aus verschiedenen Branchen folgen in der nächsten Zeit. Bis Mitte Jahr werden alle fünf vom Stadtrat bewilligten Trams unterwegs sein.
Fr
09
Mär
2012
SBB Cargo nimmt die erste Hybridlok 923 001 in Betrieb
Effizienter und umweltschonender Wagenladungsverkehr
SBB Cargo hat heute die erste von 30 bestellten Hybridloks getauft und in Betrieb genommen. Sie ermöglicht einen ökonomischeren und ökologischeren Wagen-Ladungsverkehr. Als modernste Lokomotive auf dem Markt kommt sie sowohl auf den Strecken wie auch im Rangierbetrieb zum Einsatz.
Loktaufe der SBB Cargo Eem 923 001 auf den Namen "Heitern" mit Nicolas Perrin, Roland Ravelli, Giancarlo Pelligra und Peter Spuhler (von links nach rechts) im Rangierbahnhof Limmattal Foto: Marcel Manhart
Mit dem heutigen Tag starten wir in die Zukunft für einen modernen und noch umweltschonenderen Wagenladungsverkehr», sagte Nicolas Perrin, CEO von SBB Cargo, im Rangierbahnhof Limmattal. Zusammen
mit Peter Spuhler, Inhaber und CEO des Herstellers Stadler Rail Group und Käthi Hagmann, Stadträtin von Zofingen, taufte er die erste Hybridlok des Typs Eem 923 auf den Namen «Heitern». «Ich bin
stolz, dass wir mit dieser innovativen Lok Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit effizient unter einen Hut bringen. Damit setzen wir auf dem Markt einen neuen Standard», sagte Peter Spuhler. SBB
Cargo übernehme so eine Pionierrolle im europäischen Schienengüterverkehr. Die Lieferung der zweiten Lok erfolgt im Mai, die restlichen 28 bestellten Fahrzeuge liefert die Stadler Winterthur AG
im 3-Wochen-Takt bis Ende 2013. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt 88 Millionen Franken, inklusive Ersatzteilpaket.
Mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
Mit der neuen Hybridlok lassen sich die künftigen Bedürfnisse der Kunden im schweizerischen Wagenladungsverkehr optimal bedienen. Denn die Eem 923 verbindet Effizienz und Nachhaltigkeit mit
Wirtschaftlichkeit. Sie reiht sich nahtlos in die modernisierten Fahrzeuge von SBB Cargo ein: Die Lok Am 843 wird hauptsächlich für den schweren Rangier- und Zustelldienst eingesetzt, diejenige
des Typs Tm 232 für den leichten Dienst. Im Gegenzug lassen sich die Rangierloks Bm 4/4 sowie verschiedene dreiachsige Loktypen und Traktoren ausrangieren. Dank der Neubeschaffung kann SBB Cargo
die Fahrzeugvielfalt weiter reduzieren, was einen ökonomischeren Betrieb und Unterhalt der gesamten Flotte ermöglicht.
Die neue Hybridlok wird auch den ökologischen Ansprüchen von SBB Cargo gerecht: Dank der hohen Leistung von 1500 Kilowatt eignet sie sich sowohl für den Strecken- als auch für den Rangierbetrieb.
Damit gewinnt SBB Cargo in der Produktion an Flexibilität. Die Lokführer können rasch zwischen Elektro- und Diesel-Hilfsantrieb umschalten. Das spart Zeit und Kosten, da keine aufwändigen
Lokwechsel mehr notwendig sind, um die nicht elektrifizierten Anschlussgleise der letzten Meile zu befahren. Auch die Betriebs- und Unterhaltskosten der Hybridlok liegen merklich unter jenen der
alten Rangierflotte – Gleichzeitig erwartet SBB Cargo eine deutlich höhere Fahrzeugverfügbarkeit.
Die Hybridlok Eem 923 wird voraussichtlich zu über 90 Prozent elektrisch verkehren. Nur auf den Anschlussgleisen ohne Fahrleitung kommt der Diesel-Hilfsmotor zum Zug. Dadurch kann SBB Cargo im
Vergleich zu heute eine jährliche CO2-Reduktion von mehr als 4000 Tonnen pro Jahr bewirken. «Wir haben uns bewusst für ein zukunftsweisendes Fahrzeug entschieden, das nachhaltige ökonomische und
ökologische Vorteile verbindet», erklärte Nicolas Perrin abschliessend.
Namensgebung: Regionale Hausberge als Symbol für Nachhaltigkeit
Nicht nur mit der Hybridlok selber, auch bei der Namensgebung beschreitet SBB Cargo neue Wege: Da die Loks an regionalen Standorten zum Einsatz kommen, erhalten sie die Namen örtlicher Hausberge.
Sie symbolisieren die nachhaltige, regionale und ökologische Verankerung. Die Namen wählt das jeweilige Cargo-Produktionsteam vor Ort aus. Im Fall der ersten Eem 923 001, die in Zofingen
stationiert ist, fiel die Wahl leicht. Das RCP-Team unter der Leitung von Christoph Unternährer entschied sich für den Zofinger Hausberg «Heitern».
Do
08
Mär
2012
Gotthardstrecke bleibt nach Felssturz bei Gurtnellen bis Montagmittag unterbrochen
In der Nähe des Bahnhofs Gurtnellen sind am Mittwochnachmittag mehrere Felsblöcke und Geröll auf die Gleise der Gotthard-Linie gestürzt. Geologen haben den Berghang in der Folge als instabil beurteilt. Deshalb müssen am Wochenende Sprengungen durchgeführt werden. Die Bahnstrecke bleibt bis mindestens Montag, 12. März 2012 um 12 Uhr, zwischen Erstfeld und Göschenen gesperrt. Es kommt zu Verspätungen und Zugsausfällen. Zwischen Erstfeld und Göschenen sind Ersatzbusse im Einsatz.
Felssturz auf der Gotthardlinie bei Grutnellen Foto: SBB CFF FFS
Am Nachmittag des 07. März 2012, um ca. 15:50 Uhr sind einen Kilometer unterhalb des Bahnhofs Gurtnellen insgesamt 300 bis 400 Kubikmeter Gestein zu Tal gestürzt. Der grösste Teil wurde von den
Schutzbauwerken oberhalb der Gleise aufgefangen, welche damit ihre Wirkung bewiesen haben. Nur rund 5 Kubikmeter Gestein landeten auf den Schienen. Der grösste Felsbrocken ist etwa 2 Kubikmeter
gross. Wenig später fuhr ein Güterzug von SBB Cargo auf die Steine auf. Weil der Lokführer aber rechtzeitig die Bremsung einleitete, entstand am Zug kein Schaden, verletzt wurde niemand.
Geologen haben den Berghang in der Folge als instabil beurteilt. Es droht ein weiterer Felssturz. Voraussichtlich übermorgen Samstag wird das instabile Gestein gesprengt. Derzeit laufen dazu die
Vorbereitungsarbeiten. Anschliessend müssen die Bahngleise geräumt werden.
Frühestens am Montag, 12. März 2012 um 12 Uhr, kann der Streckenabschnitt zwischen Flüelen und Göschenen wieder freigegeben werden. Die Fernverkehrszüge fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen
aus. Zwischen Flüelen und Göschenen sind Ersatzbusse im Einsatz. Es muss mit Verspätungen gerechnet werden. Die Reisenden im internationalen Verkehr werden über die Simplonlinie umgeleitet.
Das Konzept und die Auswirkungen im Detail:
- Die Züge EC Zürich HB – Milano Centrale fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen aus.
- Die Züge ICN Basel SBB / Zürich HB – Lugano fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen aus.
- Die Züge ICN 100xx Zürich HB – Lugano fallen aus.
- Die Züge IR Basel SBB / Zürich HB – Locarno fallen zwischen Erstfeld und Göschenen aus.
Für den Lokalverkehr verkehren Ersatzbusse Flüelen – Göschenen:
- Reisende aus IR 21xx/22xx (Basel SBB / Zürich HB – Locarno) nach Göschenen ( – Tessin)
benützen den Bahnersatzbus Flüelen – Göschenen und steigen in Göschenen um.
- Reisende von Erstfeld nach Göschenen oder umgekehrt reisen via Bus AAGU.
- Reisende von Milano Centrale nach Basel SBB / Luzern / Zürich HB oder umgekehrt
reisen via Domodossola – Brig.
Bitte rechnen Sie zirka 60 – 90 Minuten mehr Reisezeit ein
Mi
07
Mär
2012
Mit 65 Jahren geht die RhB-Lokomotive Ge 4/4 I 602 “Bernina” in Pension und ist auf dem Weg ins Verkehrshaus Luzern
Die Lokomotive Nummer 602 «Bernina» des Typs Ge 4/4 I der Rhätischen Bahn (RhB) mit Jahrgang 1947 verliess heute um 10.00 Uhr zusammen mit dem Aussichtswagen B 2092 (Baujahr 1908) die Werkstätten in Landquart in Richtung Luzern. Hier werden die beiden Fahrzeuge vom 04. April 2012 bis 21. Oktober 2012 als Blickfang die Besucherinnen und Besucher des Verkehrshauses auf die Sonderausstellung «Sonne bewegt» aufmerksam machen. Die «Bernina» und der Aussichtswagen B 2092 werden als Leihgabe für 5 Jahre dem Verkehrshaus übergeben.
Die Ge 4/4 I Nr. 602 beim Verlad in Landquart Foto: Marcel Manhart
Die Elektrolok Ge 4/4 der RhB ist, neben der Ae 4/4 der BLS und der Ae 6/6 der SBB, eine von drei Vorzeigelokomotiven der Schweizer Bahnen und der schweizerischen Maschinenbauindustrie der 2.
Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach der Weltwirtschaftskrise begann Mitte der 1930er-Jahre wieder eine deutliche Verkehrsbelebung. Damals hatte die RhB zu wenig starke Lokomotiven. Daher wurden
1944 vier Loks bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM) bestellt und im Juli 1947 die erste Maschine in Betrieb gesetzt. Hauptsächlich im Schnellzugdienst
eingesetzt, bewährten sie sich sehr gut, so dass die RhB 1953 sechs weitere Exemplare bestellte.
«Kosmetische» Eingriffe
Die «Bernina» war eine wohl bekannte und beliebte Lokomotive auf dem Bündner Schienennetz. Zwischen 1947 und 1953 beschaffte die RhB 10 solcher Lokomotiven des Typs Ge 4/4 I mit den Serienummern
601 bis 610. Diese damals sehr modernen Lokomotiven dominierten während Jahrzehnten das Bild der Traktionsfahrzeuge und verstärkten den durch die legendären Krokodilloks aus den 20er Jahren
geprägten Fuhrpark der RhB.
Während ihrem Einsatz auf dem Stammnetz der RhB (Ganzes Netz mit Ausnahme der Berninalinie), mussten sich die «Damen» verschiedenen Liftings unterziehen. Die auffälligsten «kosmetischen»
Eingriffe betrafen dabei die Modernisierung und den Ersatz der alten Führerstände durch eine auch optisch völlig neue Frontpartie. Nicht minder für Aufmerksamkeit sorgte der Farbwechsel von grün
auf rot zum 100-jährigen Bestehen der RhB 1989.
8 Mal zum Mond – und zurück
Im Lauf ihres Loklebens hat die «Bernina» eine Strecke von über 6 Millionen Kilometer abgespult. Oder noch anschaulicher: Dies entspricht einer Strecke von sage und schreibe 8 Mal zum Mond und
zurück oder 150 Weltumrundungen! Nach 65 Jahren Einsatz bei Sonne, Wind und Schnee ist ihre Zeit nun abgelaufen. Mit dem heute erforderlichen Tempo kann sie nicht mehr mithalten und – wen
wundert’s – ihre Grundkonstitution ist nicht mehr die beste. Zudem wurden sie durch neue, moderne und noch kräftigere Züge ersetzt. Mit anderen Worten: bald wird die gute alte Ge 4/4 I
ausgemustert und ganz von den Bündner Schienen verschwinden. Ein Exemplar, die «Badus» mit der Serienummer 603, wird dem Bahnpark Augsburg übergeben und die 602 «Bernina» wird noch einige Jahre
im Verkehrshaus Luzern zu bewundern sein. Vorerst wird sie jedoch während der Sonderausstellung «Sonne bewegt» vom 4. April bis 21. Oktober 2012 mächtig Eindruck machen. Unter anderem wird dem
Besucher am Beispiel der «Bernina» auf sprichwörtlich spannende Weise erklärt, wie es sich mit Elektroantrieb fährt und seit wann man überhaupt elektrisch fährt. Mit Sicherheit 65 Jahre und
mehr…
Im Verkehrshaus der Schweiz sind bereits heute zwei Elektroloks der RhB vorhanden. Die Universallok Ge 6/6 I, VHS-5223 (Baujahr 1921) und eine Meterspurige Gemischtzug-Elektrolok Ge 2/4, Nr. 207,
VHS-7720 (Baujahr 1913). Und neu stellt die RhB die Lokomotive Ge 4/4 Nr. 602 «Bernina», Baujahr 1947 zur Verfügung. Sie wird am 21. Juli 2012 65 Jahre alt und darf «in Rente», gemeinsam mit dem
Aussichtswagen B 2092 (Baujahr 1908).
Di
06
Mär
2012
Match WESTbahn gegen ÖBB: Prozessstart vor dem Europäischen Gerichtshof
Die Auseinandersetzung zwischen der WESTbahn und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erreicht einen neuen Höhepunkt. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat für Mittwoch, den 21. März 2012, die erste mündliche Verhandlung im Rechtsstreit C-136/11 anberaumt. Im Mittelpunkt des Schlagabtausches steht die Forderung der Westbahn Management GmbH um Stefan Wehinger, den Eisenbahn-Infrastrukturbetreiber, die ÖBB-Infrastruktur AG, zu verpflichten, der Westbahn "in Echtzeit sämtliche Informationen über Zugbewegungen und insbesondere über eventuelle Verspätungen der Anschlusszüge zur Verfügung zu stellen". Die Privatbahn will ihren Kunden während der Fahrt über Monitore die Daten zur Verfügung stellen - ohne Erfolg.
Die WESTbahn fordert eine Gleichbehandlung der Bahnen Foto: Marcel Manhart
Laut EuGH-Aktenlage haben die ÖBB-Infrastruktur AG und die ÖBB-Personenverkehr AG, beide Töchter der ÖBB Holding AG, die Herausgabe dieser Daten bzw. eine Vereinbarung darüber verweigert. Die
Westbahn sieht darin eine Diskriminierung und Behinderung durch die ÖBB sowie eine Verletzung der EU-Verordnung 1371/2007. Denn: Ohne die Echtzeitdaten der ÖBB-Infrastruktur sei "ein
chancengleicher und konkurrenzfähiger Wettbewerb bei der Erbringung der Personenverkehrsdienstleistung nicht gewährleistet". Die Westbahn hat daher die Wiener Schienen-Kontroll-Kommission (SCK)
angerufen. Die hat beim EuGH ein "Vorabentscheidungsverfahren" zur Auslegung der Bestimmungen der Richtlinie gestellt.
Mündliche Verhandlung
"Wir sind zuversichtlich, dass der Rechtsstandpunkt der Westbahn vom EuGH bestätigt wird", sagt Martin Mödritscher, Leiter der Rechtsabteilung der Westbahn, im Gespräch mit der "Wiener Zeitung".
Und Firmenanwalt Rüdiger Schender (Kanzlei Böhmdorfer & Schender) fügt hinzu: "Auch die EU-Kommission vertritt in ihrer Stellungnahme den Standpunkt, dass die begehrten Daten allen
Eisenbahnverkehrsunternehmen im Interesse der Fahrgäste zugänglich gemacht werden sollen."
Laut EuGH-Aktenlage brachte die ÖBB-Infrastruktur, vertreten von Anwalt Gerald Ganzger vor, dass laut EU-Verordnung unter "Verspätungen nur solche zu verstehen seien, die den Zug, den der
Fahrgast benütze, betreffen und nicht solche von Anschlusszügen". Auch beziehe sich die Informationsverpflichtung in der EU-Verordnung laut ÖBB "nur auf jene Informationen über Zugbewegungen, die
für die Zugsteuerung nötig seien, was bei Echtzeitdaten von Anschlusszügen nicht der Fall sei".
Indes hat die EU-Kommission zu diesem Fall ihre Stellungnahme beim EuGH abgeliefert. Eine strenge Auslegung der Fahrgastverordnung würde "den Interessen der Fahrgäste widersprechen".
"Die EU-Kommission vertritt daher den Standpunkt, dass der Artikel acht der Verordnung weit auszulegen sei und die Informationen über die wichtigsten Anschlussverbindungen neben den
fahrplanmäßigen Abfahrtszeiten und die Bekanntgabe von Verspätungen oder Ausfällen dieser Anschlusszüge umfassen müsse", heißt es in den EuGH-Akten.
Die Kommission schlägt vor, die Verordnung so auszulegen, dass der Infrastrukturbetreiber verpflichtet ist, "Eisenbahnunternehmen in diskriminierungsfreier Weise Echtzeitdaten von Zügen anderer
Eisenbahnen zur Verfügung zu stellen, sofern es sich bei diesen Zügen um die wichtigsten Anschlussverbindungen handle".
"Es handelt sich dabei um Daten der ÖBB-Personenverkehr AG und die kann die ÖBB-Infrastruktur dem Konkurrenten nicht geben", sagt ÖBB-Sprecher Herbert Ofner zur "Wiener Zeitung". Die
ÖBB-Infrastruktur vertritt den Standpunkt, "bei den Echtzeitdaten handle es sich nicht um Informationen, die der Infrastrukturbetreiber den jeweils anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen zur
Verfügung stellen muss". Ofner: "Der ÖBB-Infrastruktur AG läge es fern, der Westbahnmanagement GmbH ein ihr als Eisenbahnverkehrsunternehmen zukommendes Recht vorzuenthalten."
Mo
05
Mär
2012
Täglich bis zu fünfzehn SBB-Extrazüge an den Auto-Salon Genf
An den diesjährigen Auto-Salon in Genf setzt die SBB zwischen dem 08. und 18. März 2012 täglich bis zu fünfzehn Extrazüge ein.
Ermässigte SBB RailAway- Kombis inklusive Eintritt für Kunden mit und ohne Halbtax-Abo machen die Anreise per Bahn besonders attraktiv. Die SBB empfiehlt den Auto-Salon - Besuchern, die Extrazüge mit Speisewagen und SBB Minibar zu benutzen.
Plakat zum 82. Internationalen Auto-Salon Genf Foto: Marcel Manhart
Der Auto-Salon in Genf stösst jeweils auf grosses Publikumsinteresse. Viele der Besucher
umfahren die Staus und ersparen sich die Parkplatzsuche; sie wählen für die Anreise die Züge aus der ganzen Schweiz nach Genf-Flughafen und damit direkt zum Ausstellungsgelände. Auch dieses Jahr
führt die SBB während des Salons vom 08. bis 18. März 2012 zusätzlich zum dichten Bahnangebot nach Genf-Flughafen direkte Extrazüge aus verschiedenen Landesteilen. Jeweils sieben Extrazüge fahren
zusätzlich nach Genf-Flughafen und bringen die Besucher auf direktem Weg wieder nach Hause.
Reservieren und geniessen im Extrazug, nach 9 Uhr besonders günstig
Die SBB empfiehlt für die Anreise nach Genf-Flughafen die Benutzung der Extrazüge sowie eine Platzreservation für 5 Franken. Den Kunden, die einen Platz in einem Extrazug buchen, offeriert die
SBB hierfür einen Konsumationsgutschein über denselben Betrag für die SBB Minibar, das SBB Restaurant oder das SBB Bistro. Die Extrazüge führen ein breites Verpflegungsangebot an Bord mit.
Neben dem ausgebauten Fahrplan bietet die SBB den Bahnkunden attraktive SBB RailAway-Kombis ab allen Bahnhöfen in der Schweiz: Mit dem «Tageskarte-Kombi» fahren bei längerer Reisedistanz – egal
ob ab Basel, Zürich, Chur oder St. Gallen – alle Kunden mit Halbtax zum Einheitspreis von 79 Franken (2. Klasse) oder 123 Franken (1. Klasse) nach Genf-Flughafen und wieder zurück. Wer nach 9 Uhr
von Montag bis Freitag losfährt, reist mit dem «9-Uhr-Karte-Kombi» noch günstiger: Inklusive Eintritt kostet die Fahrt nur 69 (2. Klasse) bzw. 107 Franken (1. Klasse).
Ohne Halbtax und auf kürzeren Distanzen profitieren Bahnkunden vom «Kombi» mit 10 Prozent Ermässigung auf der Bahnfahrt sowie dem Eintritt mit 30 Prozent Ermässigung. Kunden mit GA, Junior- oder Enkelkarte erhalten den ermässigten Eintritt. Zudem profitieren auch Auto-Salon-Besucher, die bereits einen Eintrittsgutschein besitzen, von einem um 10 Prozent ermässigten Bahnbillett.
Sa
03
Mär
2012
Neue SBB-Doppelstockzüge sind schon vier Monate in Verzug
Es war der grösste Auftrag in der Geschichte der SBB: Im Mai 2010 bestellten die Bundesbahnen für 1,9 Milliarden Franken 59 neue Doppelstockzüge beim kanadischen Bahnhersteller
Bombardier. Pünktlich zum Fahrplanwechsel ab Dezember 2013 sollten die neuen Züge schrittweise in Betrieb genommen werden. So die Abmachung.
Doch daraus wird nichts. Die Produktion befindet sich vier Monate in Verzug, wie die Herstellerin Bombardier gegenüber der Aargauer Zeitung bestätigt. Die neuen Züge könnten frühstens Anfang 2014
nach und nach eingesetzt werden. Gemäss Bombardier-Schweiz-Chef Stéphane Wettstein sei das Ziel, dass die neuen Züge bis Ende 2014 – also zum Fahrplanwechsel – vollständig integriert seien.
Bombardier Testzug im März 2011 in Aadorf Foto: Marcel Manhart
Verzug durch Änderungswünsche
Die Verzögerung sei durch ein so genanntes «ausgedehntes Stakeholder-Management» entstanden. Im Sommer des letzten Jahres konnten 200 Fachleute und Interessenvertreter anhand eines Holzmodells im
Massstab 1:1 Änderungswünsche an den neuen Zügen anbringen. Insgesamt wurden dabei über 1000 Vorschläge zur Optimierung eingereicht.
Der zeitliche Mehraufwand für die Umsetzung dieser Verbesserungsvorschläge bringt Bombardier jetzt offenbar in Zugzwang: «Im Moment liegen wir rund vier Monate hinter dem Fahrplan. Wir sind aber
optimistisch, dass wir einen Teil dieses Rückstands im Produktionsprozess wieder aufholen können», sagt Wettstein.
Beim Schweizer Bahnindustrieverband Swissrail hofft man, dass Bombardier den Liefertermin möglichst einhalten kann: «Für die Glaubwürdigkeit unserer Industrie wäre die pünktliche Lieferung extrem
wichtig», betont Swissrail-Direktorin Michaela Stöckli. Den genauen Zwischenstand der Produktion könne sie nicht beurteilen, sie verlasse sich dabei auf das Wort von Bombardier.
Es sei jedoch auffällig, dass für ein Projekt, das Ende 2013 fertig sein sollte, ausserordentlich viele Zulieferaufträge noch nicht vergeben seien. Das setze letzten Endes die Lieferanten unter
Druck: «Wenn Bombardier unter Zeitdruck steht, geraten auch die kleinen Zulieferbetriebe in Zugzwang.» Diese könnten ihre Kapazitäten im Moment jedoch kaum erhöhen, um einen Produktionsrückstand
aufzuholen: «Die Bahnindustrie ist momentan gut ausgelastet.
Es wäre kaum möglich, einen neuen Auftrag einfach vorzuziehen.» Deshalb zeichnet sich ab, dass es äusserst schwierig wird, den Produktionsverzug aufzuholen.
Auch eine Klage ist noch hängig
Doch damit nicht genug. Zusätzlich gefährdet wird eine termingerechte Lieferung durch eine hängige Klage. Behindertenverbände gelangten im letzten Herbst mit einer Beschwerde gegen die SBB ans
Bundesverwaltungsgericht. Sie beschwerten sich darüber, dass die neuen Doppelstockzüge von Bombardier den Reisekomfort für Rollstuhlfahrer wesentlich verschlechterten. Wann in diesem Fall ein
Urteil gefällt werden kann, wollte das Bundesverwaltungsgericht gegenüber der az nicht bekannt geben. Sollte das Gericht die Klage aber gutheissen, müssten die Konstruktionspläne für die Züge
geändert werden: «In diesem Fall müssten wir mit den SBB zusammensitzen und das weitere Vorgehen besprechen. Eine Lieferung innert nützlicher Frist wäre dann aber kaum möglich», sagt
Bombardier-Geschäftsführer Wettstein.
Fr
02
Mär
2012
Durchmesserlinie Zürich: Erstmalige Begehung der unterirdischen Abschnitte
Heute hat die SBB zu einem Durchmarsch der Zürcher Durchmesserlinie eingeladen. Erstmals konnten Medienschaffende den unterirdischen Teil der Durchmesserlinie – sie führt von Altstetten über den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse nach Oerlikon – komplett begehen.
Die neue Durchmesserlinie Altstetten-Zürich HB-Oerlikon Bild: SBB CFF FFS
Seit bald fünf Jahren baut die SBB an der 9,6 Kilometer langen Durchmesserlinie, die Zürich in einem grossen Bogen von Altstetten über den Hauptbahnhof nach Oerlikon durchquert. Rund 60 Prozent
der Durchmesserlinie liegt im Untergrund. Heute führte SBB-Gesamtprojektleiter Roland Kobel zum ersten Mal durch den gesamten unterirdischen Teil der Durchmesserlinie, dessen Rohbau grösstenteils
fertiggestellt ist.
Der Durchmarsch begann auf der Rampe, die zwischen den Einfahrtsgleisen des Hauptbahnhofs auf Höhe des Zentralstellwerks abtaucht und in den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse führt. «Die Rampe
hat eine maximale Steigung von 37 Promille», sagt Gesamtprojektleiter Kobel. Dies stelle eine Herausforderung dar für die ausfahrenden Fernverkehrszüge in Richtung Westen. 16 Meter unter den
bestehenden Gleisen 4 bis 9 des Hauptbahnhofs mündet die Rampe in den Bahnhof Löwenstrasse. «Dessen Perrons sind mit rund 450 Metern lang genug für die Fernverkehrszüge der Zukunft», sagt Roland
Kobel. Der Bahnhof Löwenstrasse wird in der Deckelbauweise erstellt, wofür in der Perronhalle jeweils zwei oberirdische Gleise des Hauptbahnhofes verkürzt werden müssen. «Eine weitere
Herausforderung war die Unterquerung der Sihl, die zwischen dem neuen unterirdischen Bahnhof und den bestehenden Gleisen liegt, respektive durchfliesst», erklärt Kobel.
Gegen Osten mündet der Bahnhof Löwenstrasse in den Weinbergtunnel. Dieser unterquert den rund 150 Jahre alten, denkmalgeschützten Südtrakt des Hauptbahnhofs Zürich sowie die Limmat und mündet in
einer S-förmigen Kurve in den Bahneinschnitt beim Bahnhof Oerlikon. «Sowohl am Bahnhof Löwenstrasse als auch am Weinbergtunnel haben wir den Rohbau praktisch fertiggestellt», sagt Roland
Kobel.
Mitte 2012 beginnt die SBB mit dem Einbau der bahntechnischen Anlagen. «Wie man sich bettet, so liegt man: Dieses Sprichwort gilt auch für die Eisenbahn. Das Gleisbett ist entscheidend für den
Fahrkomfort und die Immissionen. Die Gleistragplatte aus Beton hat deshalb innerhalb der Bahntechnikarbeiten einen wesentlichen Anteil. Im Mittelpunkt steht dabei der Schutz vor Vibrationen »,
erläutert der Gesamtprojektleiter. Die SBB setzt dabei auf eine feste Fahrbahn des Typs «Low Vibration Track». Ausserdem werden an besonders empfindlichen Stellen – der Weinbergtunnel unterquert
die Gebäude von Universität und ETH sowie das DRS-Radiostudio in teilweise geringer Tiefe – sogenannte Masse-Feder-Systeme eingebaut. «Diese Fahrbahnbrücken werden bei Zugsüberfahrten bis zu 15
Millimeter zusammengedrückt und verhindern so störende Erschütterungsübertragungen», erklärt Kobel.
Do
01
Mär
2012
In drei Tagen sammelt die SBB alleine in Zürich 3600 kg Abfall
Im Jahr 2011 hat die SBB fast 32‘000 Tonnen Abfall in Zügen und Bahnhöfen gesammelt, rund ein Drittel mehr als im Jahr 2006. Um dieser Entwicklung gegenüber zu treten und ihre Kunden zu sensibilisieren, hat die SBB eine Plakatkampagne lanciert. Heute hat SBB CEO Andreas Meyer die prominenten Botschafter der Kampagne und SBB Personal in Zürich getroffen. Sie posierten gemeinsam vor einem Müllberg – symbolisch für 3600 Kilogramm Abfall, der innerhalb dreier Tage im Zürcher Hauptbahnhof gesammelt wurde.
Gilbert Gress, Ariella Käslin, Christa Rigozzi und Andreas Meyer vor dem Müllberg im Zürcher Hauptbahnhof Foto: Marcel Manhart
Mitte Februar hat die SBB eine nationale Plakatkampagne gegen Littering gestartet. Sie hat zum Ziel, die Menge des liegen gelassenen Abfalls zu reduzieren und das Entsorgen zu verbessern. Die Kampagne wird von vier Schweizer Persönlichkeiten unterstützt: Christa Rigozzi, Ariella Kaeslin, Gilbert Gress und DJ Antoine sind bis Mitte März 2012 auf verschiedenen Plakaten in zahlreichen Bahnhöfen und Zügen des Landes zu sehen.
Heute hat SBB CEO Andreas Meyer zusammen mit Christa Rigozzi, Ariella Kaeslin, Gilbert Gress sowie RailClean-Mitarbeitern in Zürich eine Medienkonferenz abgehalten. Zudem wurde ein fünf Meter hoher Müllberg in der Halle des grössten Bahnhofs des Landes aufgetürmt. Er repräsentiert den gesamten Abfall aus drei Tagen, der alleine im Hauptbahnhof Zürich gesammelt worden ist. Das entspricht rund 3600 Kilogramm Müll in 600 Abfallsäcken.
Andreas Meyer betonte, dass «sich mehr als 1200 Mitarbeiter jeden Tag engagieren, damit unsere Kunden die Züge und Bahnhöfe einwandfrei vorfinden». Für ihn ist die Kampagne ein erster Schritt, seine Vision zu verwirklichen: «Ich möchte, dass sich die Reisenden im Zug wie zu Hause verhalten». Christa Rigozzi ist auf ihren Reisen aufgefallen, «dass die Leute im Zug viel liegen lassen». Sie habe das Engagement für die Kampagne ohne zu zögern angenommen. Und Kunstturn-Europameisterin Ariella Kaeslin fügt hinzu: «Ich weiss jetzt, dass Altpapier im Zug separat gesammelt und recycelt, am Perron aber mit dem Müll entsorgt wird. Deshalb habe ich meine Gewohnheiten geändert und lege nun meine Zeitung auf die Gepäckablage.» Für Fussball-Experte Gilbert Gress kommt die Kampagne zur rechten Zeit: «Die SBB transportiert fast eine Million Menschen pro Tag. Wenn sich jeder Passagier ein wenig Mühe gibt, werden wir bestimmt einen Unterschied sehen.»
Mi
29
Feb
2012
Am Bahnhof St. Gallen wird ein neues Perron gebaut
Dank dem Angebotsausbau der S-Bahn St. Gallen verkehren ab Ende 2013 in der Ostschweiz 35 Prozent mehr Züge. Um den Mehrverkehr effizient bewältigen zu können, baut die SBB am Bahnhof St. Gallen von April 2012 bis November 2012 ein zusätzliches Perron mit den neuen Gleisen 6 und 7.
Einfahrt in den Bahnhof St.Gallen Foto: Marcel Manhart - weitere Fotos hier
Mit der S-Bahn St. Gallen 2013 bauen der Kanton St. Gallen, die SBB, die Südostbahn und Thurbo den Regionalverkehr rund um St. Gallen aus. Ab Dezember 2013 verkehren in der Region 35 Prozent mehr
Züge.
Um den Mehrverkehr effizient bewältigen zu können, baut die SBB ein zusätzliches, viertes Perron mit den Gleisen 6 und 7 im Bereich des Gleisfeldes zwischen dem bestehenden dritten Perron und der
Rosenbergstrasse. Die Vorarbeiten dazu haben bereits diesen Februar begonnen. In einem nächsten Schritt wird bis November 2012 das neue Perron, das Perrondach sowie die Rampen und Treppen zu den
Unterführungen erstellt. Dazu werden die P+Rail-Parkplätze an der Rosenbergstrasse ab 2. April aufgehoben. Die SBB bittet ihre Kunden, ab diesem Datum die Parkplätze an der Lagerstrasse bei der
Lokremise zu benützen.
Im kommenden Jahr verbreitert die SBB die Personenunterführung Ost (Rathausunterführung) und nimmt die nötigen Anpassungen an den Gleisanlagen vor. Nach Beendigung der Bauarbeiten Ende 2013 steht
den Kundinnen und Kunden zudem ein neuer Zugang mit Velounterständen an der Rosenbergstrasse zur Verfügung.
Die SBB ist bemüht, Behinderungen und Lärm auf einem Minimum zu halten und entschuldigt sich für allfällige Unannehmlichkeiten.
Di
28
Feb
2012
Wiener Linien starten neue Kampagne zum Thema Hausordnung
Mit einer neuen Kampagne zum Thema Hausordnung appellieren die Wiener Linien in den nächsten Wochen verstärkt auf Rücksichtnahme und ein verständnisvolles Miteinander in den Öffis. Das reibungslose Funktionieren des Öffentlichen Verkehrs liegt nicht immer nur ausschließlich den Händen der Wiener Linien - auch jeder Fahrgast kann seinen Teil dazu beitragen. Etwa durch zügiges Ein- und Aussteigen, das Freihalten der Türbereiche und das Weitergehen ins Fahrzeuginnere. Auch der respektvolle Umgang der Fahrgäste miteinander ist ein wichtiger Aspekt im Öffi-Alltag.
Ältere oder gebrechliche Personen danken für einen Sitzplatz Foto: Marcel Manhart
Das betrifft nicht nur die Rücksichtnahme auf andere Fahrgäste im Umgang mit Essen, Trinken, dem Rauchverbot oder Musikhören. Auch das Bereitstellen von Sitzplätzen für andere Fahrgäste - etwa
ältere oder gebrechliche Personen sowie Schwangere - ist immer wieder Thema. Daran knüpft jetzt auch die aktuelle Kampagne an. Auf dem dazu passenden Sujet bietet ein Jugendlicher zwei älteren
Damen Sitzplätze an.
Facebook-Freunde der Wiener Linien Teil der Kampagne
An mehreren hundert Plakat- und Citylight-Standorten wird die neue Kampagne in den nächsten Wochen Wien-weit zu sehen sein. Die neue Kampagne wird auch auf Innenaffichen in Fahrzeugen, auf
Infoscreen sowie in Printprodukten sichtbar sein. Über die Facebook-Seite der Wiener Linien (www.facebook.com/wienerlinien) meldeten sich Dutzende Interessierte, um als Statisten an der Kampagne
mitzuwirken. Auch auf der Homepage sowie im Social Web auf Facebook und Twitter gibt es zum Thema Hausordnung Aktivitäten. Im Rahmen eines Bilderrätsels unter www.wienerlinien.at gibt es fünf
Jahreskarten zu gewinnen.
Rund 2,4 Millionen Fahrgäste nutzen täglich U-Bahn, Straßenbahn oder Autobus. 875 Millionen Fahrgäste waren es im Vorjahr insgesamt. Die Wienerinnen und Wiener legten 2011 37 Prozent ihrer
täglichen Wege mit den Öffis zurück. Das Auto kam beim Modal Split auf einen Wert von 29 Prozent.
Mo
27
Feb
2012
Wien liebt seine Öffis - erste Wahl für die Wege in der Stadt
Die Wienerinnen und Wiener mögen ihre Öffis und legen die meisten ihrer Wege in der Stadt mit U-Bahn, Bus und Strassenbahn zurück. Mit immerhin 37 Prozent Anteil an den zurückgelegten Wegen liegen die Wiener Öffis klar an erster Stelle und konnten gegenüber dem Vorjahr sogar einen Prozentpunkt dazugewinnen. Die Wiener Linien haben ihren Vorsprung gegenüber dem Autoverkehr - er kommt auf 29 Prozent - damit weiter ausgebaut. Davon profitieren die Menschen, die Umwelt und die Stadt. Das bestätigte auch der VCÖ in einer Pressekonferenz.
Besucher und Wiener /-innen mögen die Öffis der Stadt Foto: Marcel Manhart
"Wien ist eine der wenigen Städte weltweit, in der mehr Wege mit U-Bahn, Strassenbahn und Bus zurückgelegt werden, als auf jede andere Art - sei es nun mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu
Fuss", zeigt sich Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter stolz auf die immer stärker werdende Nutzung der Öffis im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln.
Investitionen für weiteren Öffi-Ausbau
Um den positiven Trend weiter fortzusetzen, investieren Stadt Wien und Wiener Linien allein 2012 insgesamt 475 Mio. Euro um das Öffi-Netz weiter zu verbessern. Rund 223 Mio. Euro davon fliessen in den U-Bahn-Neubau. Derzeit wird an der Verlängerung der U2 in die künftige Seestadt Aspern gearbeitet, für die U1-Verlängerung in Favoriten haben die Vorarbeiten begonnen. Weitere 50 Mio. Euro fließen in die Anschaffung neuer U-Bahn-Züge. Um 60 Mio. Euro werden auch 2012 20 neue Niederflur-Strassenbahnen angeschafft. Alle Neufahrzeuge der Wiener Linien sind mit Klimaanlagen ausgestattet. Zudem wenden die Wiener Linien heuer rund 13 Mio. Euro für die Umgestaltung des U-Bahn-Knotens Karlsplatz auf.
Sa
25
Feb
2012
Die SBB bringt die Fussball-Fans zum Testländerspiel Schweiz-Argentinien mit Extrazügen nach Bern
Fussballfans reisen am nächsten Mittwoch, 29. Februar 2012, mit den SBB staufrei und ohne Parkplatzsorgen ans Testspiel Schweiz–Argentinien im Stade de Suisse in Bern. Die SBB setzt für die Hin- und Rückreise insgesamt sechs Extrazüge ein. Zwischen Bern und Bern Wankdorf verkehren S-Bahn-Züge.
Goal für die SBB! ....und auch für die Schweiz? Foto: Marcel Manhart
Am Mittwoch, 29. Februar 2012, bestreitet die Schweizer Fussballnationalmannschaft ein Testspiel gegen Argentinien. Das Team von Ottmar Hitzfeld kickt ab 20.30 Uhr im Stade de Suisse in
Bern.
Mit der SBB gelangen die Fussballfans staufrei und ohne Parkplatzsorgen ans Spiel und sicher wieder nach Hause. Für Reisende ab Zürich HB und Luzern setzt die SBB sechs Extrazüge ein. Auf dem
Hinweg fahren diese direkt bis zum Stadion. Nach dem Schlusspfiff reisen die Fussballfans mit den Extrazügen ab Bern bequem nach Zürich HB und Luzern zurück. Zwischen der Stadion-Haltestelle Bern
Wankdorf und Bern verkehren S-Bahn-Züge.
Im Matchticket ist am Spieltag die Hinreise 3 Stunden vor und die Rückreise 2 Stunden nach dem Spiel in den Libero Zonen 100 & 101 inbegriffen. Für Reisen ausserhalb des Tarifverbunds Libero
sind Bahnbillette im Internet unter www.sbb.ch und an allen Bahnhöfen erhältlich. Für telefonische Bestellungen ist der Rail Service unter der Telefonnummer 0900 300 300 (CHF 1.19/Min. aus dem
Schweizer Festnetz) rund um die Uhr erreichbar.
Fr
24
Feb
2012
SBB startet Arbeiten für Bahnhofsausbau in Walenstadt
Die Anlagen des Bahnhofs in Walenstadt sind nicht mehr zeitgemäss und nicht behindertengerecht. Aus diesem Grund baut die SBB die Bahnanlagen aus. Am 27. Februar 2012 beginnen die Arbeiten. Bis Dezember 2012 werden die Infrastrukturanlagen schrittweise ausgebaut und behindertengerecht gestaltet. Zudem werden das Perrondach sowie die Beleuchtung saniert.
Bahnhof Walenstadt am 15. Februar 2012 Foto: Marcel Manhart
In einer ersten Phase wird das Perron beim Gleis 3 und 4 erhöht, um den Reisenden ein stufenfreies Eintreten in die Züge zu ermöglichen. Ausserdem entsteht auf dem Perron neu eine Wartehalle. Auf
der Seite Unterterzen baut die SBB eine neue Rampe als Zugang zum Perron und saniert die Treppe der zentralen Personenunterführung auf der Seite Flums. Die Personenunterführung selber erhält eine
neue Beleuchtung. Zusätzlich wird das Perrondach abgebrochen und neu gebaut.
Die Arbeiten nahe der Gleisanlagen und des elektrischen Stromes können aus Sicherheitsgründen bei ausgeschalteter Fahrleitung geschehen. Im Verlauf der Bauarbeiten kommt es deswegen zu
Nachtarbeiten:
- Abbruch Perrondach: Dienstagnacht, 28./29. Februar 2012 bis Samstagnacht, 3./4. März 2012,
sowie Samstagnacht, 10./11. März 2012
- Gleisentwässerung: Montagnacht, 2./3. April 2012, bis Donnerstagnacht, 5./6. April 2012
Während der ersten Bauphase entstehen für Kunden keine Einschränkungen im Bahnverkehr. Lediglich der Ein- und Ausstieg auf dem mittleren Perron wird verschoben.
Informationstafeln am Bahnhof weisen auf die Änderungen hin. Die SBB informiert die Anwohnerinnen und Anwohner regelmässig über anstehende Nachtarbeiten und entschuldigt sich für allfällige
Unannehmlichkeiten.
Do
23
Feb
2012
Untersuchungen bei SBB-Wagen des Typs Bpm 51 im Gang
Am Montag hat die SBB die Umbauarbeiten an den Reisezugwagen des Typs Bpm 51 in den Industriewerken Bellinzona und Olten unterbrochen, nachdem man bei Proben an Abbruchfahrzeugen asbesthaltige Rückstande in Anstrichen festgestellte. Spezialisten des Medical Service der SBB sind in Kontakt mit den betroffenen Mitarbeitenden in den Industriewerken in Bellinzona und Olten. Zwischenzeitlich hat eine auf Asbest spezialisierte Firma an den Standorten Olten und Bellinzona in den Wagen und an den Arbeitsplätzen Luftmessungen vorgenommen. Es konnte keine Asbestbelastung in der Luft festgestellt werden. Dennoch werden die Arbeiten erst wieder aufgenommen, wenn für die Mitarbeitenden jegliche Gefährdung ausgeschlossen werden kann und die SUVA einer Arbeitsaufnahme zustimmt. Für Kundinnen und Kunden bestand und besteht nie eine Gefährdung, denn die asbesthaltigen Rückstände in den Anstrichen sind gebunden und nur im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten zugänglich.
Ein Bpm 51 heute im Einsatz am RE St. Gallen - Chur Foto: Marcel Manhart
Spezialisten des Medical Service der SBB klären seit Anfang Woche in den SBB-Industriewerken Bellinzona und Olten ab, welche Mitarbeitenden in Kontakt mit asbesthaltigen Anstrichen in den
Reisezugwagen des Typs Bpm 51 gekommen sein könnten. Mit einem Grossteil der Mitarbeitenden, die zuletzt an den Wagen gearbeitet haben, sind die Ärzte des Medical Service der SBB bereits in engem
Kontakt, um das mögliche Gefahrenpotenzial einschätzen und allfällige weitere Massnahmen festlegen zu können.
Fest steht, dass die Wagen der Bpm 51 Flotte in früheren Jahren asbestsaniert und diese Flächen anschliessend mit einem Lack versiegelt wurden. Bei den nun jüngst an den Wagen ausgeführten
Arbeiten wurden diese Flächen bei einzelnen Bohrungen angegriffen. Die bearbeiteten Flächen mit den darunter gefundenen Asbestspuren waren sehr klein. Konkret handelt es sich um einzelne
Bohrlöcher im Bereich der Türen und bearbeitete Flächen von wenigen Quadratzentimetern. Bei ersten Luftmessungen in bearbeiteten Wagen konnten keine Asbestfasern nachgewiesen werden. Bis weitere,
umfangreiche Tests durchgeführt sind, bleiben die Arbeiten dennoch unterbrochen. Diese Tests nehmen noch mehrere Tage in Anspruch. Bevor die Arbeiten aber wieder aufgenommen werden, entscheidet
die SBB über allfällige zusätzliche Schutz- und Sensibilisierungsmassnahmen, zusätzlich zu den jetzt schon strengen Sicherheitsrichtlinien.
Bis zum Jahr 2010 wurde das gesamte SBB-Rollmaterial systematisch asbestsaniert oder gezielt verschrottet. Aufgrund des heutigen Kenntnisstandes, handelt es sich beim gefundenen Asbest um
Restspuren bereits vollständig sanierter Wagen. Diese wenigen Rückstände wurden nach der Sanierung unter einer Lackschicht konserviert. Welche technischen und finanziellen Folgen die
Arbeitsunterbrechungen nach sich ziehen, wird abgeklärt. Die Sicherheit und Gesundheit der heutigen wie auch der ehemaligen Mitarbeitenden hat für die SBB höchste Priorität. Alle
SBB-Mitarbeitenden sind lebenslang gegen Berufskrankheiten im Zusammenhang mit Asbest versichert. Für Kundinnen und Kunden bestand und besteht zu keiner Zeit eine Gefährdung, eine Freisetzung der
gebundenen Asbestfasern ist nur bei einer mechanischen Bearbeitung – etwa durch schleifen oder bohren – möglich.
Mi
22
Feb
2012
Umbauarbeiten an den SBB-Wagen des Typs Bpm 51 werden wegen Asbest unterbrochen
Bei den Umbauarbeiten an den Reisezugwagen des Typs Bpm 51 im Industriewerk Bellinzona wurden kleinflächige, asbesthaltige Anstriche festgestellt. Die Arbeiten wurden sofort unterbrochen. Spezialisten der Suva und des bahnärztlichen Dienstes klären vor Ort ab, wann und wie die Arbeiten wieder aufgenommen werden können. Für Kundinnen und Kunden bestand und besteht keine Gefährdung, weil die kleinen, asbesthaltigen Anstriche gebunden und nur im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten zugänglich sind.
Die Bpm 51 sind meist als Verstärkungswagen im Einsatz, so wie hier im Bild die ersten beiden Wagen des Zuges Foto: Marcel Manhart
Im Februar 2010 hat der SBB Verwaltungsrat entschieden, 180 einstöckige Reisezugwagen 2.Klasse des Typs Bpm 51 aufzuwerten und ursprünglich auch zu klimatisieren.
Im März 2011 hat dann eine Machbarkeitsstudie gezeigt, dass die Klimatisierung der durchschnittlich 35-jährigen Fahrzeuge mit hohen Kosten und Risiken verbunden ist.
Mit Blick auf das hohe Alter und die beschränkte Einsatzdauer der Fahrzeuge wäre eine Klimatisierung deshalb unverhältnismässig.
Die Bpm 51 werden benötigt, um den Fahrgästen bis zur vollständigen Inbetriebnahme des neu bestellten Rollmaterials genügend Sitzplätze in komfortablen Wagen zur Verfügung stellen zu können. Die
Arbeiten umfassen nun die Aufarbeitung der Drehgestelle, eine neue Notbremsanforderung, die Automatisierung der Einstiegstüren inklusive seitenselektiver Öffnung, neue Sitzpolsterungen und
Rostreparaturen am Wagenkasten. In den letzten Monaten wurden in den Industriewerken Olten und Bellinzona bereits 50 Bpm 51-Fahrzeuge umgebaut. Die Bpm 51 dienen als Verstärkungswagen in der
Hauptverkehrszeit und kommen zudem bei Extrazügen für Grossanlässe zum Einsatz.
Bis zum Jahr 2010 wurde das gesamte SBB Rollmaterial systematisch asbestsaniert oder gezielt verschrottet. Trotzdem wurde am Freitag, 17. Februar 2012, an einem Fahrzeug des Typs Bpm 51 in
Bellinzona in der Beschichtung im Bereich der Türen und beim Dach im Eingangsbereich ein kleinflächiger, asbesthaltiger Anstrich gefunden. Obwohl es sich nur um eine sehr geringe und gebundene
Menge Asbest enthält, wurden die Arbeiten an den Fahrzeugen der gleichen Serie unverzüglich gestoppt.
Auch im Industriewerk Olten wurden die Umbauarbeiten an Bpm 51-Wagen vorübergehend unterbrochen. Spezialisten der Suva und des bahnärztlichen Dienstes der SBB klären aktuell ab, ob die rund 16
betroffenen Mitarbeitenden einer gesundheitsgefährdenden Asbestbelastung ausgesetzt waren. Bis die Verantwortlichen von Suva und SBB ihre Abklärungen abgeschlossen haben und die SBB über das
weitere Vorgehen entschieden hat, bleiben die Arbeiten an den Bpm 51 ausgesetzt. Die asbesthaltigen Flächen sind sehr klein und nur im Rahmen der Instandhaltung oder einer Sanierung zugänglich.
Eine allfällige Freisetzung von Asbestfasern aus der kleinen, gebundenen Menge ist nur bei einer mechanischen Bearbeitung – etwa durch schleifen oder bohren – möglich. Für Kundinnen und Kunden
bestand und besteht zu keiner Zeit eine Gefährdung. Das Bundesamt für Verkehr wurde über den aktuellen Sachverhalt informiert.
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