Archiv der Beiträge vom Oktober 2013

 

 

 

 

Do

31

Okt

2013

SBB und SNCF realisieren im grenzüberschreitenden Regionalverkehr gemeinsam die künftige S-Bahn Genf

Die SBB und die SNCF verstärken die Partnerschaft in der grenzüberschreitenden S-Bahn Genf, welche voraussichtlich im Dezember 2017 in Betrieb genommen wird. Andreas Meyer, CEO der SBB und Guillaume Pepy, Präsident der SNCF, haben am 30. Oktober 2013 in Paris eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Diese beinhaltet die nächsten Schritte des gemeinsamen Projekts und definiert die Eckdaten der Betriebsorganisation entsprechend dem Wunsch der regionalen Behörden, als Besteller des Regionalverkehrs. Eine gemeinsame Gesellschaft mit Sitz in Genf, an welcher die SBB die Mehrheit halten wird, soll bis spätestens Ende 2014 gegründet werden. In Zukunft werden täglich rund 50‘000 Kunden die grenzüberschreitende S-Bahn nutzen.

Guillaume Pepy,  Präsident SNCF  (links)  und  Andreas Meyer,  CEO SBB anlässlich der Unterzeichung der Absichtserklärung in Paris                                    Foto: SBB CFF FFS

 

 

Die SBB und die SNCF haben am 30. Oktober 2013 in Paris eine Absichtserklärung unterzeichnet, welche die nächsten Etappen sowie die einzelnen Schritte der Realisierung und die Organisation des Betriebs des RER „franco-valdo-genevois“ (RER FVG) definiert. So werden ab 2014 die im Projekt involvierten Spezialisten der SBB und der SNCF die Projektarbeiten gemeinsam in Genf vorantreiben. Somit können die Arbeiten in den Bereichen Fahrplan, Rollmaterial, Tarifsysteme sowie die Anbindung an die nationalen und internationalen Verbindungen und an weitere Transportmittel besser koordiniert werden.

 

Um die Einführung des RER FVG rechtzeitig per Dezember 2017 sicherzustellen, müssen die Bestellerorganisationen (die Region Rhône-Alpes, die Kantone Genf und Waadt sowie die Eidgenossenschaft) zeitnah einen Entscheid in Bezug auf die Fahrzeugflotte und das Angebot fällen. Die SBB und die SNCF haben die Entscheidgrundlagen bereits vorgelegt.

 

In einer ersten Phase wird die künftige gemeinsame Gesellschaft das kommerzielle Angebot auf der Achse Genf-Bellegarde, eine der Hauptlinien des RER FVG, sicherstellen. In einer zweiten Phase übernimmt die Gesellschaft die Gesamtverantwortung des Angebots des RER FVG sowie die Konzeption der Produktion.

 

„Bis heute haben wir uns im Rahmen unserer Partnerschaft auf die Fragen der Finanzierung der Infrastruktur, insbesondere auf den Bau der neuen Linie CEVA (Cornavin-Eaux-Vives-Annemasse) konzentriert. Wir müssen uns nun voll und ganz auf unsere Kunden und auf ein qualitativ hervorragendes Angebot fokussieren“, erklärt Andreas Meyer, CEO der SBB.

 

„Die Züge, die jeden Tag unsere Kunden transportieren, sind unsere Priorität. Ich bin überzeugt von diesem ambitionierten Projekt, von welchem täglich rund 50‘000 Kunden beidseits der Grenzen profitieren werden. Gemeinsam mit unserem Partner SBB arbeiten wir an einer guten Lösung, um unseren Kunden ein komfortables und praktisches Mobilitäts-Angebot anzubieten“, unterstreicht Guillaume Pepy, Präsident der SNCF.

 

Der künftige Regionalverkehrsanbieter RER franco-valdo-genevois wird ein Streckennetz von 230 Kilometern aufweisen und 45 Bahnhöfe auf der französischen und der Schweizer Seite in einem Radius von rund 60 Kilometern von Coppet, Nyon, La Plaine, Bellegarde, Evian, La Roche-sur-Foron, St-Gervais und Annecy bedienen.

 

Im Zentrum der Agglomeration Genf-Annemasse werden den Kunden täglich 6 Züge pro Stunde zur Verfügung stehen. Auf dem restlichen Streckennetz verkehren in den Spitzenzeiten mindestens zwei Verbindungen pro Stunde.

 

Claude Solard,  Generaldirektor SNCF Régions et Intercités; Guillaume Pepy, Präsident SNCF; Andreas Meyer, CEO SBB; Jeannine Pilloud, Leiterin SBB Personenverkehr; Simon Zimmermann, Projektleiter RER FVG SBB (v.l.n.r.)                                Foto: SBB CFF FFS

 

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Mi

30

Okt

2013

Zugverkehr nach Orkan in Norddeutschland wieder angelaufen

Nach dem Orkan vom 28. Oktober 2013 in Norddeutschland ist der Verkehr in weiten Teilen Deutschlands wieder angelaufen. Aktuell kommt es jedoch noch vor allem in Norddeutschland zu starken Beeinträchtigungen durch Aufräumarbeiten infolge des Unwetters.

Anzeigetafel in Hamburg Hauptbahnhof                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, ist besonders Schleswig-Holstein, der Raum Hamburg sowie der Raum Bremen von dem Sturmtief „Christian“ stark getroffen worden. Aufgrund der Streckensperrungen in Schleswig-Holstein ist mit zusätzlichen Umstiegen und Fahrzeitverlusten bei Fahrten in dieser Region zu rechnen. In Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es kaum noch wetterbedingte Einschränkungen. Seit heute sind im Fernverkehr die Strecken Hamburg–Kopenhagen und Osnabrück–Amsterdam wieder befahrbar. Gestern konnten bereits die Strecken Hamburg–Berlin, Hannover–Hamburg, Hannover–Bremen und Hamburg–Lübeck wieder in Betrieb genommen werden.

 

In den betroffenen Regionen kommt es aber auch im Fernverkehr noch zu einzelnen Zugausfällen und Verspätungen. Die folgenden Strecken bleiben voraussichtlich heute noch gesperrt: Hamburg–Niebüll (Westerland Sylt), Hamburg–Flensburg sowie Hamburg–Kiel. Auf den Strecken Bremen-Hannover, Bremen-Oldenburg (Oldb)-Leer (Ostfriesl), Rheine-Leer (Ostfriesl)-Emden verkehren heute aufgrund eingeschränkter Gleiskapazitäten nur einzelne Fernverkehrszüge, Reisende werden hier gebeten, die Züge des Regionalverkehrs zu nutzen.

 

Das Unwetter hatte laut DB gravierende Folgen für den Bahnverkehr. Hunderte Mitarbeiter der Deutschen Bahn und externer Firmen haben über Nacht unter anderem in den Werken und Verkehrsleitungen mit Hochdruck daran gearbeitet, einen möglichst zuverlässigen Betriebsbeginn zu ermöglichen. In einigen Bahnhöfen wurden Übernachtungszüge für die Fahrgäste zur Verfügung gestellt. Aktuell beseitigen Mitarbeiter weiterhin Sturmschäden an den Strecken. Die Busersatzverkehre können nur in begrenztem Masse angeboten werden, da bislang nicht genügend Busse zur Verfügung gestellt werden können und auch Strassen durch umgestürzte Bäume zum Teil nicht befahrbar sind.

 

Die  Reisenden  werden  gebeten  sich  vor  Fahrtantritt  über  die Zugverbindungen unter Tel. 0180 6 99 66 33 (20 ct / Anruf aus dem

Deutschen  Festnetz,    Tarif bei  Mobilfunk  max. 60 ct / Anruf)

sowie im Internet unter www.bahn.de zu informieren.

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Di

29

Okt

2013

Hochbahn Hamburg U4-Herbsttour 2013 - Bauarbeiten für Kehr- und Abstellanlage liegen im Plan

Das Planfeststellungsverfahren zur Verlängerung der neuen Hamburger U-Bahn-Linie U4 bis zu den Elbbrücken ist erfolgreich abgeschlossen. Aus Berlin liegt der Förderbescheid in Höhe von 71 Millionen Euro vor. Parallel laufen die Arbeiten zum Bau der betrieblich notwendigen Kehr- und Abstellanlage auf Hochtouren.

Blick von der vorläufigen Endhaltestelle HafenCity Universität  in  Richtung Elbbrücken                                                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Verlängerung der neuen Hamburger U-Bahn-Linie U4 bis zu den Elbbrücken liegt im Zeitplan. Das Planfeststellungsverfahren für den Bau der Strecke und der neuen Haltestelle Elbbrücken konnte vor zwei Wochen ohne kritische Einwendungen erfolgreich abgeschlossen werden. In dieser Woche bestätigte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, dass das Projekt mit 71 Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert wird.

 

Ulrich Sieg, Vorstand der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN): „Wir sind sehr froh, dass sowohl der Planfeststellungsbeschluss als auch die Förderzusage so reibungslos gelaufen sind. Das spart Zeit und ermöglicht es uns, zügig die weiteren Massnahmen für die U4-Verlängerung anzugehen.“

 

Aktuell laufen die Arbeiten für die betrieblich notwendige Kehr- und Abstellanlage, die unmittelbar östlich der vorläufigen Endhaltestelle HafenCity Universität errichtet wird. Die Arbeiten für die rund 230 Meter lange Anlage sind im Sommer dieses Jahres gestartet. Die hierfür notwendigen Baugruben werden im Schlitzwandverfahren bis in 25 Meter Tiefe gebaut. Weil die Wände nicht in wasserundurchlässige Schichten einbinden, wird nach dem Ausbaggern eine Unterwasserbetonsohle eingebracht, bevor die Grube gelenzt werden kann.

 

Mit dem vorliegenden Planfeststellungsbeschluss kann die HOCHBAHN nun in Kürze auch den Auftrag für den Bau der U4-Strecke vergeben. Die Strecke teilt sich in zwei Bauabschnitte. Östlich der Kehr- und Abstellanlage wird die U4 zunächst in einem Tunnel geführt. Nach gut 700 Metern fährt sie dann in einem Trogbauwerk oberirdisch in die Haltestelle Elbbrücken.

 

Die Bauarbeiten für die Streckenverlängerung sollen im Frühjahr 2014 beginnen. In Betrieb gehen wird die Strecke bis zu den Elbbrücken Ende 2018.

 

Die 1,3 Kilometer lange Strecke führt die U-Bahn-Anbindung der HafenCity bis zu den Elbbrücken fort und bietet für die dort entstehenden Wohn- und Arbeitsquartiere eine leistungsfähige und attraktive Anbindung an die Hamburger Innenstadt. In den Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken sollen 2.800 Wohnungen und Arbeitsplätze für 20.000 Menschen entstehen. Die HOCHBAHN rechnet mit mindestens 18.000 Fahrgästen pro Tag. Diese Zahl dürfte mit steigenden Pendlerströmen in der Zukunft und dem Anschluss der S-Bahn an die Haltestelle Elbbrücken noch einmal ansteigen.

 

Die HOCHBAHN rechnet mit knapp 180 Millionen Euro für das Gesamtprojekt inklusive Kehr- und Abstellanlage sowie Haltestelle.

 

U4-Karte-Erweiterung
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Technische Informationen U4-Verlängerung
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Mo

28

Okt

2013

Luzern: SBB und Stadt entwickeln das Areal Rösslimatt

Die SBB und die Stadt Luzern wollen das zentral gelegene Areal Rösslimatt nachhaltig und etappenweise entwickeln. An der heutigen Medienkonferenz haben Vertreter der SBB und der Stadt Luzern das Siegerprojekt einer städtebaulichen Studie präsentiert.

Areal Rösslimatt in Luzern                                                                     Bild: SBB CFF FFS

 

 

Im Juni haben die Luzernerinnen und Luzerner einer Revision der Bau- und Zonenordnung des Areals Rösslimatt zugestimmt – dadurch kann das Gebiet eingezont und bebaut werden. Heute haben Vertreter der SBB und der Stadt Luzern das Siegerprojekt zur Arealentwicklung präsentiert. Die Partner legen grossen Wert darauf, die Flächen gemeinsam nachhaltig zu entwickeln. «Das Areal Rösslimatt gehört für die SBB zu den wichtigsten städtischen Entwicklungsgebieten der nächsten Jahre», sagte Jürg Stöckli, Leiter von SBB Immobilien.

 

 

Urbaner Lebensraum wird in Etappen realisiert

 

Das rund fünf Hektar grosse Areal Rösslimatt befindet sich an zentraler Lage direkt neben den Gleisen, rund 400 Meter östlich des Bahnhofs Luzern. Es soll sich zu einem belebten urbanen Lebensraum entwickeln, der zur Aufwertung des Quartiers

beiträgt und dieses mit dem Bahnhof verbindet. Die erste Bauetappe sieht eine grosszügige Geschäftszone für Dienstleistungsbetriebe vor. In weiteren Bauetappen soll zusätzlicher Raum für Wohnen, Hotellerie, Kommerz, Gastronomie und Kultur realisiert werden.

 

«Der Bedarf an Dienstleistungs- und Wohnflächen in der Stadt Luzern ist gross –

insbesondere an gut erschlossener Lage», sagte der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth gegenüber den Medien. Deshalb soll am jetzigen Standort des Güterschuppens dereinst ein hochwertiger Bürokomplex mit bis zu 20‘000 m2 vermietbarer Dienstleistungsfläche Platz finden. Der Baubeginn ist Mitte 2016 geplant, die Übergabe an die Mieter zwei Jahre später. Die übrigen Baufelder werden etappenweise realisiert. Insgesamt wird die Entwicklung mindestens 20 Jahre beanspruchen.

 

Das erhaltenswerte Gebäude an der Güterstrasse 7 ist Bestandteil der städtebaulichen Entwicklung und wird saniert. Der Bereich mit den Abstellgleisen wird mittel- bis langfristig durch die SBB Infrastruktur genutzt und erst danach für eine Entwicklung zur Verfügung stehen. Das Konzerthaus Schüür wird durch das Projekt Rösslimatt nicht tangiert.

 

Das Beurteilungsgremium bestand aus Architekten, Städte-, Landschaftsplanern sowie Vertretern der Stadt Luzern sowie der SBB und empfahl einstimmig, den Vorschlag des Teams unter der Leitung des Architekten Rolf Mühlethaler aus Bern weiterzuverfolgen und dieses mit der Erstellung des Gestaltungsplans zu beauftragen. Das Konzept überzeugte mit seiner soliden Grundordnung, die attraktive Bebauungsmöglichkeiten und hochwertige Freiräume schafft. Sie versieht das neue Quartier mit einer eigenen Identität, die sich gekonnt in die bestehende Stadtstruktur einfügt.

 

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So

27

Okt

2013

Bahnjubiläen 2014 - Vor 170 Jahren kam die Bahn in die Schweiz

Die erste Eisenbahn fährt 1804. Ganze 40 Jahre dauert es, bis 1844 die Eisenbahn Schweizer Boden erreicht und mit vielen Auf und Ab das Land erobert. Heute ist das Netz der Schweizer Bahnen eines der dichtesten dieser Erde. Im kommenden Jahr gibt es wiederum ein paar runde Jubiläen zu feiern.

 

Informationsdienst LITRA / Hans G. Wägli

Bahnhof Arosa: Am 12. Dezember 2014 wird die Eisenbahn von Chur nach Arosa genau hundertjährig                                                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Vor 210 Jahren, am 21. Februar 1804, zieht Richard Trevithicks (1771—1833) Lokomotive bei Merthyr Tydfil in Wales einen Zug mit fünf Waggons, 10 Tonnen Eisen und 70 Männern über 15,7 km Gleis der Pen-y-Darren-Werke. Die 4 Stunden und 5 Minuten Fahrzeit entsprechen 3,8 km/h im Schnitt. Vierzig Jahre später, am 15. Juni 1844, erreicht der erste Zug der Bahn von Strassburg nach Basel die Schweiz. Sein Endhalt liegt noch bis zum 11. Dezember vor der Stadtmauer am St.-Johann-Tor, erst dann wird der Bahnhof «intra muros» (auf dem Schällenmätteli) vollendet. Dieses Ereignis jährt sich 2014 zum 170. Mal.

 

Genau 150 Jahre alt werden am 1. Juni die Strecken Zollikofen—Biel und Gümligen—Langnau. Erbaut hat sie der Kanton Bern, der damit den vom Zürcher Alfred Escher initiierten eidgenössischen Verfassungsgrundsatz, wonach Bau und Betrieb von Eisenbahnen der Privattätigkeit zu überlassen seien, erstmals durchbricht. Gleichen Tags fährt auch der erste Eisenbahnzug von Zürich nach Luzern, und zwar durchs Knonauer Amt, wobei er in Zug über ein Gleisdreieck wenden muss. Güterzüge können den Kopfbahnhof Zug über ein (1970 aufgehobenes) direktes Gleis von Steinhausen (das erst 1904 einen eigenen Bahnhof erhält) nach Cham umfahren. Weil die Schweizerische Nordostbahn (NOB) damals den Vereinigten Schweizer Bahnen (VSB) den Netzzugang verweigern, eröffnet die VSB in Rorschach ein eigenes Parallelgleis zum Hafenbahnhof. Was damals (wie heute) wie eine Doppelspur aussieht, wird als parallele Einspurstrecken betrieben, die später auch der Rorschach—Heiden-Bahn dienen. Der Hafenbahnhof und die kurze Strecke verlieren 2005 ihre Eigenständigkeit und gelten seither als Teil des Bahnhofs Rorschach.

 

Den 125. Geburtstag feiern nächstes Jahr Meterspurbahnen im Norden von Lausanne (Echallens—Bercher), in den Neuenburger Bergen (La Chaux-de-Fonds—Les Ponts-de-Martel) im Appenzeller Land (St. Gallen—Gais) und im Prättigau (Landquart—Klosters). Die Jura—Bern—Luzern-Bahn verlängert die Brüniglinie von Alpnach bis Luzern, was der drei Tage jüngeren Zahnradbahn auf den Pilatus (zu den Schiffsverbindungen hinzu) gute Anschlüsse aus der und in die übrige Schweiz sichert. Gleich alt sind die Normalspurbahn Langenthal—Huttwil und zwei Standseilbahnen: die Polybahn in Zürich und die Drahtseilbahn vom Thunersee (Beatenbucht) nach Beatenberg. Als frühe Übernahme geht die im Badischen Bahnhof Basel beginnende Wiesentalbahn nach Zell in die Geschichte ein. Sie wird per 7. Juni 1889 Teil der Grossherzoglichen Badischen Staatseisenbahn (heute DB mit Zügen von SBB GmbH Deutschland).

 

Genau hundertjährig wird am 12.12.2014 die Eisenbahn von Chur nach Arosa. Sie ist 1942 Strecke der Rhätischen Bahn geworden. Die von Aigle ausgehende Bahn nach Le Sepey wird am 7.7.1914 ab Les Planches zum Endpunkt Les Diablerets verlängert. Die Strassenbahnen von Beatenbucht nach Interlaken und von Schwyz nach Ibach sind inzwischen (1939 und 1963) schon wieder verschwunden. Zu den wenigen Zentenarfeiern kommt das Jubiläum der Elektrifikation der Berner Oberland-Bahnen (Interlaken—Lauterbrunnen/-Grindelwald und Wilderswil—Schynige Platte). Daneben entstehen 1914 zweite Gleise: zwischen Sursee und Nottwil, von Thörishaus nach Bern, ab Gümligen bis Kiesen und von Scherzligen bis Spiez sowie im Unterwallis (Martigny—Riddes) und am Jurasüdfuss (St-Blaise—Cressier).

 

Vor 75 Jahren verschwindet die 25 Jahre zuvor, am Vorabend des Ersten Weltkriegs eröffnete Strassenbahn Beatenbucht—Interlaken wieder. Ebenfalls eingestellt wird die Bahn Vallorbe—Pontarlier. Allerdings bauen seit rund 20 Jahren Eisenbahnfreunde diese Strecke wieder auf – einstweilen erst auf französischem Boden (Näheres unter www.coni-fer.org). Abgebaut wird 1939 die Strassenbahn Kempten—Wetzikon. Neue Bahnen gibt es in der Krise kaum. Immerhin führen strategische Gedanken dazu, die 1909 stillgelegte Umfahrung im Norden von Zürich (Opfikon—Zürich Seebach) zu reaktivieren. Ein paar kurze Doppelspurabschnitte beseitigten Engpässe im Netz: Emmenbrücke—Gütsch (SBB) und Reinach Landererstrasse—Reinach BL (Trambahn Basel—Aesch, heute BLT). Die Schweizerische Südostbahn (damals nur westlich von Rapperswil SG tätig) elektrifiziert ihr Netz, und die 1912 eröffnete Säntisbahn passt ihren Namen der Realität an: Appenzell—Weissbad—Wasserauen (AWW, heute Appenzeller Bahnen). Obwohl nur wenige Meter Schweizer Boden betroffen sind, gilt die Elektrifikation Voghera—Mailand—Chiasso als bedeutendes Ereignis. In Italien krönt es die 100-Jahr-Feiern der italienischen Eisenbahnen.

Fünfzig Jahre alt wird 2014 die Renaissance der Eisenbahn nach Engelberg. Die totgesagte, veraltete Drehstrombahn ab Stansstad findet damals dank Achereggbrücke (198 m lang) und Loppertunnel (1780 m) sowie Umstellung auf SBB-Strom (15 kV, 16,7 Hz) Direktanschluss an die Brüniglinie und die Kurve in eine erfolgreiche Zukunft. Umgekehrt kommt das Aus für die Strassenbahnen in Lausanne, den Trambetrieb von Lugano nach La Santa (Das Blatt hat sich da wie dort wieder gewendet!) und für die Bahn von Neuhausen über Oberwiesen nach Stühlingen. Ebenfalls verschwindet die Standseilbahn von Bad Ragaz nach Wartenstein. Die Expo 64 bringt der Strecke Lausanne—Renens VD das dritte Gleis, und Doppelspuren entstehen von Busswil nach Brügg, von Hondrich bis Frutigen und bei der Gornergratbahn vom Rothenboden zum Gifthüttli.

 

Den 25. Geburtstag feiert nächstes Jahr der von der Schweiz substantiell mitfinanzierte und inzwischen mitsanierte, 7,2 km lange Monte Olimpino-Tunnel (südlich von Chiasso) in Italien. Er leitet den Transitverkehr an Como vorbei und erlaubt Huckepacktransporte mit grossem Profil zu fahren. Auch im Norden gewinnt der internationale Verkehr: endlich können 1989 die Züge zwischen Zürich und Stuttgart durchgehend elektrisch fahren, weil Fahrleitungen und Zugsicherungen nach deutscher und schweizerischer Norm die Strecke Schaffhausen—Singen (Hohentwiel) ergänzen. Dass die gewonnenen Vorteile bald wieder verblassen, ist damals nicht absehbar. In Zürich übernehmen der Bahnhof Museumstrasse und der Hirschengrabentunnel die Funktionen der Strecke vom Hauptbahnhof über Letten nach Stadelhofen. Der durchgehende Betrieb lässt noch ein Jahr auf sich warten. Neben zwei Abschnitten der 1990 eröffneten S-Bahn Zürich (Rapperswil—Grünfels; Urdorf—Mören) bekommt die Strecke Burgdorf Steinhof—Oberburg ein zweites Gleis.

 

Die Liste der Bahnjubiläen 2014 in der Schweiz
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Sa

26

Okt

2013

RhB Lernexpress: Spielerisch informativ von Thusis nach Tirano

Der Verein Welterbe RhB lanciert die interaktive Onlineplattform «Lernexpress», um die Faszination für die Albula- und Berninalinie und gleichzeitig das Interesse an technischen Berufen zu fördern. Entwickelt wurde der «Lernexpress» zusammen mit der Academia Engiadina und der Pädagogischen Hochschule Graubünden. Ziel ist es, eine Lernerfahrung anzubieten, welche Neugierde sowie Spieltrieb weckt und gleichzeitig Informationen und Werte vermittelt. Mit der neuen Plattform kann die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der UNESCO Welterbestrecke gezielt und zeitgemäss entdeckt werden. Der «Lernexpress» eignet sich für alle, die sich mit der RhB-Bahnkultur auseinandersetzen möchten. Zudem bietet diese moderne Plattform auch ein spannendes Angebot für Schulklassen der Mittel- und Oberstufe.

Unterwegs im RhB Allegra beim Kreisviadukt in Brusio                   Foto: Marcel Manhart

 

 

Die vom Verein Welterbe RhB lancierte interaktive Lernplattform «Lernexpress» fördert das Interesse an technischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen und macht die Bedeutung der UNESCO Welterbestrecke erlebbar. Der «Lernexpress» fährt zehn Stationen entlang der UNESCO Welterbestrecke von Thusis bis nach Tirano virtuell in Form von zehn Themenbereichen an. Inhaltlich werden so kulturelle, technische, naturwissenschaftliche, bahnhistorische, touristische und wirtschaftliche Aspekte abgedeckt. Jeder Themenbereich besteht aus Informationseinheiten, spielerischen Elementen und Wissenstests.

 

 

Nachhaltige Entwicklung erlebbar machen…

 

Das Internet ist heute einerseits das primäre Informationsmedium und andererseits hat die Handlungs- und Erlebnisorientierung in der Volksschule in den letzten zehn Jahren zugenommen, ebenso das Interesse Freizeitreisender an Bildungstourismus. Diesen Aspekten wird die neue Plattform gerecht.

 

Die Albula- und Berninalinie bietet thematisch ideale Voraussetzungen, um die Faszination für das allgegenwärtige Thema «Mobilität» und gleichzeitig das für die wirtschaftliche Wertschöpfung wichtige Interesse an technischen Berufen on- und offline zu fördern. Schliesslich war der Bau des zum UNESCO Welterbe erkorenen technischen und kulturellen Meisterwerks nur durch ein ungemein kreatives Ausnutzen von technischen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Einflüssen möglich. Aufgabe des Vereins Welterbe RhB ist es, die Bevölkerung über die angestrebte nachhaltige Entwicklung zu informieren und das Welterbe RhB mit authentischen Angeboten erlebbar zu machen. Diese Vorgabe soll auch durch die Nutzung neuer Medienformen erreicht werden.

 

Dank der Zusammenarbeit mit der Academia Engiadina und der Pädagogischen Hochschule Graubünden wurde eine qualitativ hochstehende Lernplattform entwickelt. Dazu Dr. Felix Keller, Fachdidaktiker Umweltlehre an der ETH Zürich: «Der Lernexpress führt Jugendliche und Junggebliebene aus dem Internet in die Faszination des Weltkulturerbes, mit all seinen technischen, kulturellen und naturräumlichen Höhepunkten.»

 

 

… und die Erlebbarkeit des Welterbes weiter steigern

 

Der «Lernexpress» ist eine auf das Web ausgerichtete Ergänzung zum Informations- und Unterrichtsmaterial zum Thema UNESCO Welterbe RhB. Neben Reiseführer, Kinderbücher und i-Phone App bietet der Lernexpress eine zusätzliche, neuartige Plattform. Der Lernexpress erweitert, neben den frei zugänglichen Unterrichteinheiten auf der Internetseite www.kiknet.ch für Lehrkräfte, die Möglichkeiten, das Thema in den Unterricht einzubauen. Das interaktive Online-Angebot ist eine weitere Initiative des Vereins Welterbe RhB, um die Öffentlichkeit auf die angestrebte nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren.

 

Online ist das Welterbe bereits auf Google Street View und webwandern.ch erlebbar und «offline» durch das Begehen des Bahnerlebniswegs Albula, der Via Albula/Bernina oder mit einem Besuch im Bahnmuseum Albula in Bergün. Zudem stehen eine Reihe von Publikationen wie Wander- und Reiseführer für eine vertiefte Auseinandersetzung zur Verfügung.

 

 

Und so funktioniert’s:

 

An der Station Spinas beispielsweise liegt der Themenbereich «Tunnelbau»: In vier Etappen kann nun anhand der interaktiven Schaltfläche erfahren werden, welche Tunneltypen es gibt und wie diese gebaut werden. Im Anschluss folgt eine Lernkontrolle, deren erfolgreiche Durchführung mit zwei Leistungspunkten in Form von Bildern belohnt wird. Das Befüllen des Fotoalbums sowie die Infozentrale des «Lernexpress» geben jeweils Aufschluss über den Forschritt der virtuellen Bildungsreise. Der «Lernexpress» eignet sich für Bahnkulturinteressierte und für die Integration in den Unterricht für Kinder ab ca. 12 Jahren.

 

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Do

24

Okt

2013

ÖBB-Fahrplan 2014: Mehr Angebot und kürzere Fahrzeiten

Der neue Fahrplan ist ab sofort online und ÖBB-Züge buchbar

 

• Tirol mit der Bahn so schnell und oft erreichbar wie noch nie

• Neue Reisemöglichkeiten über den neuen Salzburger Hauptbahnhof

• Wiedereinführung von zwei Direktzügen zwischen Graz und Linz

• Wiedereinführung der direkten Tagesverbindung Wien – Venedig

• Ausbau des Nah- und Regionalverkehrs

• Kundenzufriedenheit bestätigt ÖBB-Qualitätsoffensive

ÖBB Intercity und Railjet in Wien Westbahnhof                               Foto: Marcel Manhart

 

 

Am 15. Dezember 2013 tritt der neue ÖBB-Fahrplan in Kraft. Bahnreisende profitieren von kürzeren Fahrzeiten und neuen Reisemöglichkeiten. Neben der ÖBB-Qualitätsoffensive bringt auch der neue Fahrplan 2014 Verbesserungen für die Bahnfahrer.

 

Damit sich Kunden rechtzeitig über Neuerungen informieren können, ist der neue Fahrplan im Internet unter oebb.at verfügbar. Tickets für die neue Fahrplanperiode können ab sofort online im ÖBB-Ticketshop, per mobile Ticket-App, an ÖBB-Fahrkartenautomaten oder ÖBB-Personenkassen, über das ÖBB-Kundenservice 05-1717 sowie in Reisebüros mit Fahrkartenverkauf erworben werden.

 

 

Fernverkehr: Mehr Verbindungen und kürzere Fahrzeiten

 

Fernverkehrsreisende profitieren von mehr Verbindungen und kürzeren Fahrzeiten. Ostösterreich rückt mit neuen Bahnverbindungen näher an Tirol heran. Darüber hinaus gibt es über den Salzburger Hauptbahnhof zahlreiche neue Reisemöglichkeiten in alle Himmelsrichtungen und der railjet verkehrt künftig ab Wien Richtung Westen immer zur Minute 30 (statt bisher zu Minute 36).

 

 

Schneller nach Tirol

 

Tirol wird künftig so schnell mit der Bahn erreichbar wie noch nie:

 

- Die derzeit Richtung Tirol verkehrenden InterCity-Züge werden großteils durch railjets ersetzt. Das Haltemuster der Züge bleibt bestehen. Damit halten künftig wesentlich mehr railjets in Kufstein, Jenbach und Wörgl. Durch die Umstellung auf railjets, sind die Kunden aus dem Unterinntal Richtung Wien um bis zu 30 Minuten schneller unterwegs.

 

- Für die verbleibenden InterCity-Züge wird es künftig in Salzburg einen Anschluss an railjets Richtung Wien geben. Fahrgäste können also entweder auf einen railjet umsteigen und schneller in Wien sein oder im InterCity umsteigefrei nach Wien reisen.

 

- Im Tiroler Oberland erhalten die railjets, die Richtung Vorarlberg bzw. Zürich unterwegs sind, künftig Halte in Imst/Pitztal und Ötztal und ersetzen hier Intercity-Halte. Auch hier gibt es eine Verbesserung der Reisezeit. Kunden sind durch die Umstellung auf railjets ins Oberland um bis zu 50 Minuten schneller unterwegs.

 

- Zwischen Wien und Innsbruck wird sich die Reisezeit ebenfalls verkürzen: mit dem railjet ist man ab 15. Dezember mit den schnellsten Verbindungen nur noch 4h 8min bzw. mit den neuen Halten im Unterland nur noch 4h 24min unterwegs.

 

 

Fahrzeitverkürzungen auf der Weststrecke:

 

50 Minuten schneller von Wien nach Ötztal

- NEU railjet: 4h 36min

- Bisher IC: 5h 26min

 

28 Minuten schneller von Wien nach Kufstein

- NEU railjet: 3h 42min

- Bisher IC: 4h 10min

 

7 Minuten schneller von Wien nach Innsbruck

- NEU railjet: 4h 08min

- Bisher RJ: 4h 15min

 

5 Minuten schneller von Wels nach München

- NEU IC/RJ: 2h 40min

- Bisher IC/RJ: 2h 45min

 

 

Neue Reisemöglichkeiten über den neuen Salzburger Hauptbahnhof

 

Eine deutliche Verbesserung im Zugverkehr ermöglicht die Fertigstellung des Salzburger Hauptbahnhofs. Nach über vier Jahren Bauzeit können mit Fahrplanwechsel erstmals wieder alle Gleise und Bahnsteige genutzt werden. Neue Umsteigemöglichkeiten wurden geschaffen:

 

- Auf der Strecke Wien – Innsbruck gibt es ab Fahrplanwechsel zwischen 5:30 Uhr und 19:30 Uhr stündlich eine schnelle Verbindung.

 

- Neu sind in Richtung Innsbruck drei Umsteigeverbindungen im Knoten Salzburg von den railjets zu den InterCity-Zügen Salzburg – Innsbruck. In die Gegenrichtung gibt es vier dieser Umsteigeverbindungen. Darüber hinaus wird der bisher in Salzburg um ca. 8 Uhr startende railjet nach Zürich ab Dezember bereits ab Wien geführt (täglich außer Sonntag), damit ergibt sich eine neue Frühverbindung von Wien in den Westen.

 

- Künftig gibt es auch eine stündliche Reisemöglichkeit zwischen Wien und München. Der Zwei-Stundentakt mit railjets wird komplettiert, indem der bisher um 15 Uhr in Salzburg endende railjet nach München verlängert wird. In der Gegenrichtung gibt es um 6:24 Uhr eine neue Frühverbindung nach Wien.

 

- Die direkte Reisemöglichkeit mit den railjets im Zwei-Stundentakt wird in den Stunden dazwischen durch eine Umsteigverbindung in Salzburg von railjets auf EuroCity-Züge Richtung München ergänzt. Die Reisezeit beträgt bei Umsteigeverbindungen 4h 11min und bei den Direktverbindungen 3h 56min.

 

- Neu ist auch die Umsteigeverbindung von den InterCity-Zügen der Strecke Wien – Salzburg auf die EuroCity-Züge zwischen Klagenfurt und München. Damit wird Oberösterreich deutlich besser Richtung Chiemgau und München angebunden.

 

Beispiel Wels – München:

 

Bisher: alle zwei Stunden eine Umsteigeverbindung IC/RJ, Fahrzeit 2h 45min. Neu ab Dezember: stündlich eine Umsteigeverbindung, alternierend IC/RJ bzw. IC/EC, Fahrzeit 2h 41min bzw.2h 56min.

 

- Eine zweite neue Verknüpfung ist eine Umsteigeverbindung von den InterCity-Zügen Klagenfurt – Salzburg auf die EuroCity-Züge Graz – Salzburg – München – Frankfurt.

 

Beispiel Villach – München:

 

Bisher: drei Direktverbindungen um 9:16, 11:16 und 17:16 Uhr. Neu ab Dezember: zwei zusätzliche Umsteigeverbindungen um 7:16 und 13:16 Uhr.

 

 

Wiedereinführung von zwei Direktverbindungen zwischen Graz und Linz

 

Zwischen Graz und Linz wird es ab Dezember wieder zwei direkte InterCity-Züge pro Tag und Richtung geben: Graz ab 7:45 Uhr und 15:45 Uhr, Linz ab 9:14 Uhr und 17:14 Uhr. Die kürzeste Fahrzeit Graz – Linz verkürzt sich mit diesen Zügen auf drei Stunden. Daneben bleiben die Umsteigeverbindungen (InterCity/REX) bestehen, die ebenfalls um 8 Minuten, auf 3h 16min, beschleunigt werden.

 

Zu Verbesserungen kommt es auch im inneralpinen Bahnverkehr: Die Reisezeiten in InterCity-Zügen zwischen Graz und Salzburg werden auf unter vier Stunden verkürzt, und Graz erhält zusätzlich zur Nachtzugverbindung wieder eine direkte Tagesverbindung über Innsbruck nach Feldkirch und weiter nach Zürich.

 

Fahrzeitverkürzungen im inneralpinen Bahnverkehr:

 

21 Minuten schneller von Graz nach Linz

- NEU IC: 3h 02min (IC/REX: 3h 16min)

- Bisher IC/REX: 3h 23min

 

8 Minuten schneller von Graz nach Salzburg

- NEU IC/RJ: 3h 59min

- Bisher IC: 4h 07min

 

8 Minuten schneller von Graz nach Zürich

- NEU EC: 9h 35min

- Bisher IC/RJ: 9h 43min

 

 

Wiedereinführung einer direkten Tagesverbindung zwischen Wien und Venedig

 

Gute Nachrichten gibt es für Venedig-Fans: Ein Tageszug von Wien über Bruck/ Mur und Villach nach Venedig wird wiedereingeführt. Zusätzlich verkehrt weiterhin der tägliche ÖBB-Nachtreisezug von Wien über Linz nach Venedig. Diese Verbindung ist in den nächsten Wochen buchbar.

 

 

Tullnerfeld: Weiterhin Halt in beide Fahrtrichtungen

 

Am Bahnhof Tullerfeld halten die InterCity-Züge ab Dezember weiterhin in beiden Richtungen. Täglich halten 34 (17 Richtung Westen; 17 Richtung Osten) ÖBB-Fernverkehrszüge und werktags 47 ÖBB-Nahverkehrszüge am Bahnhof Tullnerfeld. Davon sind zehn Züge REX200, die Wien Westbahnhof mit Melk, Pöchlarn und Ybbs direkt verbinden und 37 Züge der S40 die Tullnerfeld mit Tulln und Wien Franz-Josefs-Bahnhof sowie St. Pölten via Herzogenburg direkt verbinden.

 

 

Nahverkehr: Weitere Angebotsverbesserung

 

Auch das Angebot im Nah- und Regionalverkehr wird weiter ausgeweitet und Schritt für Schritt noch besser vertaktet. In allen Bundesländern ergeben sich für die Fahrgäste neue Zugverbindungen. Vor allem der Ausbau der erfolgreichen S-Bahn-Systeme wird weiter vorangetrieben.

 

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gibt es auch nach der großen Angebotsausweitung im Vorjahr positive Nachrichten für die Bahnfahrer.

 

- Die Züge der S50 im Bereich Wien Westbahnhof – Rekawinkel verkehren künftig in der Hauptverkehrszeit in einem Halbstundentakt (Wien West ab zur Minute 14 und 44).

 

- Auf der Südbahn werden zwei S-Bahnen im Abschnitt Mödling – Leobersdorf verlängert und in den S-Bahn-Takt eingepasst (Mödling ab 17:54 und 18:54 Uhr). Somit werden im Nachmittagsverkehr die Haltestellen Guntramsdorf-Thallern, Gumpoldskirchen, Pfaffstätten und Kottingbrunn halbstündlich bedient.

 

- Für den Bereich des Schweinbarther Kreuzes wird die Fahrzeit für Fahrgäste aus Wien kommend deutlich verkürzt.

 

- Vom Erlauftal gibt es am Wochenende eine zusätzliche Verbindung: Der R 7069 fährt ab Fahrplanwechsel täglich von Scheibbs (Abfahrt 9:36 Uhr) nach St. Pölten (Ankunft 10:52 Uhr).

 

- Der Knoten Amstetten wird ab Dezember verbessert. Die knappe Umsteigezeit zwischen den Regionalzügen der Strecke Kleinreifling – Amstetten und den ÖBB InterCity-Zügen auf der Weststrecke wird aufgrund vorliegender Reisendenanfragen geringfügig verlängert. Durch den Einsatz von modernen, klimatisierten und schnelleren Triebwagen, beträgt die Übergangszeit in Amstetten nun 5 bzw. 7 Minuten statt wie bisher 3 bzw. 5 Minuten.

 

 

ÖBB setzen Qualitätsoffensive konsequent um

 

Die ÖBB nehmen die Anliegen der Kunden ernst und gehen auf die Kundenwünsche ein. Die Kundenzufriedenheitsanalyse bestätigt den Erfolg der Qualitätsoffensive und zeigt, dass die Zufriedenheit der ÖBB-Kunden steigt. Mit einer Gesamtnote von 2,08 hat sich die Bewertung gegenüber dem Vorjahr (2,10) leicht verbessert.

 

Die Kunden sind vor allem mit der Pünktlichkeit und dem Zugangebot zufrieden. Verbesserungen sehen die ÖBB-Kunden auch bei der telefonischen Auskunft und bei den Informationen durch das ÖBB-Kundenservice. Hier wird dem Kunden von den ÖBB garantiert, dass seine Anfrage innerhalb von 24 Stunden bearbeitet wird. Die ÖBB forcieren auch die Information im Zug. So wurden bereits 60 „Desiro“-Nahverkehrszüge mit einem neuen Informationssystem ausgestattet.

Bis Ende 2013 erhalten auch 312 „Dosto“-Nahverkehrszügen ein neues Informationssystem. Die Kunden erhalten auch über das ÖBB-Zugradar Detailinformationen zu ÖBB-Zügen in Echtzeit und können die Züge live verfolgen. Seit Einführung im Mai 2013 wurden bereits 1 Mio. Suchabfragen getätigt. Mit der SCOTTY iPad-App wurde das Zugradar für den mobilen Gebrauch erweitert.

 

Obwohl die Sauberkeit in den Zügen von den Kunden 2013 besser bewertet wurde als im vergangenen Jahr, haben die ÖBB die Reinigungsintensität in den Nahverkehrszügen verstärkt. Ebenso wurden größere Abfallbehälter in den Zügen montiert und die ersten Bahnhöfe in Wien mit Behältern für getrennte Müllsammlung ausgestattet.

 

Die Qualitätsoffensive wird auch in den nächsten Jahren konsequent fortgesetzt. Neben Verbesserungen im Kundenservice wird im Nah- und Regionalverkehr zum Beispiel ab Ende 2015 schrittweise die ÖBB-Flotte mit 100 neuen Desiro ML „cityjets“ erweitert. Damit wird der Komfort im Nah- und Regionalverkehr für die Kunden erhöht.

 

Weitere Informationen zum ÖBB-Fahrplan 2014 und zur Qualitätsoffensive der ÖBB erhalten Interessierte auf oebb.at.

Ab Anfang Dezember stehen auch wieder die beliebten Taschenfahrpläne zur Verfügung.

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Mi

23

Okt

2013

Wiener jagte U-Bahn-Weltrekord - Knappe fünf Stunden für 104 Stationen

Vier Stunden und 54 Minuten: So lang brauchte Motorjournalist Andreas W. Dick für eine „Komplettbefahrung“ der Wiener U-Bahn. Der U-Bahn-Fan war am Dienstagmorgen zur Befahrung des Streckennetzes aufgebrochen, das im Oktober um drei Stationen und 4,2 Kilometer verlängerte wurde. Um 14.00 Uhr wurde er schliesslich von Wiener-Linein-Geschäftsführer Eduard Winter in der neuen U2-Endstation Seestadt empfangen.

V.l.n.r. :   Auto-aktuell-Redakteur  Johannes Böhm,  Motorjournalist  Andreas W. Dick, Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter               Foto: Wiener Linien/Bohmann

 

 

„So ein Weltrekord kann in Wien natürlich nie lange halten“, sagt Wiener-Linien-Geschäftsführer Winter: Das U-Bahn-Netz wird schließlich laufend erweitert“.

 

„Die Idee stammt von meinem Sohn Alexander, der in einem 'Guinness Buch' ähnliche Rekorde für Berlin und Hamburg entdeckt hatte. Bereits 2008 haben wir mit 4 h 27 min eine Bestzeit für das Netz bis zum Stadion und 2013 mit 4 h 54 min einen neuen Richtwert nach der U2-Verlängerung bis zur Endstation Aspernstraße aufgestellt“, so Dick.

 

Das Wiener U-Bahn-Netz zählt aktuell 104 Stationen und knapp 80 Kilometern Länge. Wegen der laufend steigenden Fahrgastzahlen wurden vor wenigen Wochen auch die Intervalle auf U1, U2, U3 und U4 weiter verdichtet. Pro Tag sind mehr als 1,2 Millionen Fahrgäste mit der Wiener U-Bahn unterwegs.

 

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Di

22

Okt

2013

Kein Bahnbetrieb zwischen St. Gallen und Herisau am Wochenende

Gleich an drei Projekten baut die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) an diesem Wochenende intensiv und sperrt deshalb die Strecke zwischen St. Gallen und Herisau von Samstag, 26. Oktober 2013, 00:15 Uhr, bis Montag, 28. Oktober 2013, um 04:30 Uhr. Es verkehren Bahnersatzbusse.

Weichenumbau bei der Südostbahn                        Foto: Schweizerische Südostbahn AG

 

 

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) treibt am kommenden Wochenende mehrere Bauprojekte  intensiv voran. Mit der Streckensperrung vom Samstag, 26. Oktober 2013, 00:15 Uhr bis Montagmorgen 04:30 Uhr schafft sie die Voraussetzungen für zügiges Bauen. Für Reisende hat die SOB einen Busbetrieb eingerichtet.

 


Umbau Bahnhof St. Gallen Haggen


Die Bauarbeiten am Bahnhof St. Gallen Haggen begannen Mitte Juni. Sie treten nun in die vorletzte Phase. An diesem Wochenende ersetzt die SOB fünf Weichen in den Hauptgleisen. Schon während der Planung hatte sich gezeigt, dass der Ersatz der Weichen 1 und 12 nur während einer Totalsperre des Bahnbetriebs erfolgen kann. Mit Optimierungen schafft es die SOB nun, statt der zwei gleich fünf Weichen an diesem Wochenende zu ersetzen.

 


Bahnhof Herisau


Die Streckensperrung erlaubt zugleich, in Herisau die zwei Weichen Richtung Gübsensee zu ersetzen, die das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Der Weichenersatz ist ein Bestandteil der Gleisoptimierungen Herisau in Zusammenhang mit der S-Bahn St. Gallen. Die restlichen Arbeiten werden im Jahr 2014 ausgeführt.

 


Sitterviadukt


Seit diesem Montag bis Anfang nächster Woche führt die SOB auch am Sitterviadukt Bauarbeiten aus. Das Natursteingewölbe vor dem Pfeiler IV (Bogen 4), der sich im Areal des Kraftwerks Kubel an der Kubelstrasse befindet, muss neu abgedichtet werden. In der Nacht von Freitag, 25. Oktober, auf Samstag, 26. Oktober, von Mitternacht bis am Morgen baut die SOB das Gleis aus und entfernt Schotter und Schutzmörtel, um danach die Abdichtung bei Bogen 4 zu erneuern. Die Hauptarbeiten erfolgen während der Totalsperre.

 

Bei allen Projekten sind die Bauarbeiten mit gewissen, leider unvermeidlichen Lärmemissionen verbunden. Die SOB bemüht sich, diese auf ein Minimum zu begrenzen, und bittet um Verständnis.

 


Bahnersatz


Die SOB befördert die Reisenden mit Bahnersatzbussen der VBSG. Sie fahren in St. Gallen vor dem Haupteingang zur Schalterhalle ab, in Herisau bei der Unterführung Ost vor dem Postgebäude. In St. Gallen Haggen bedienen die Bahnersatzbusse die offizielle VBSG-Bushaltestelle. Reisende müssen mit einer Verlängerung der Reisezeit von etwa 30 bis 60 Minuten rechnen. Sie werden gebeten, die Abfahrtsanzeigen, Bildschirme, Info-Plakate und Lautsprecherdurchsagen zu beachten.

 

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Mo

21

Okt

2013

Eisenbahnstatistik UIC 2012: Die Schweiz bleibt Europa- und Weltmeister im Bahnfahren

Der öffentliche Verkehr wird in der Schweiz so häufig genutzt wie in keinem anderen Land. Gemäss den Zahlen des Internationalen Eisenbahnverbandes UIC fuhren die Kundinnen und Kunden 2012 durchschnittlich 51 mal pro Jahr mit der Bahn und legten dabei 2274 km zurück. Dies bedeutet den europäischen und weltweiten Spitzenplatz.

Bereits  2008   hat  die  SBB  Werbelok  Re 460 025-0  angekündigt,  dass  die  Schweiz Europameister  ist....                                                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

Die LITRA hat die Statistik 2012 des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC) bezüglich Benutzungshäufigkeit (Fahrten je Einwohner und Jahr) und Reisedistanz (zurückgelegte Kilometer pro Einwohner und Jahr) ausgewertet.

 

 

Nutzung

 

Die Schweiz nutzt Ihren öffentlichen Verkehr europameisterlich. Jeder Einwohner war 2012 durchschnittlich 51mal pro Jahr mit der Eisenbahn unterwegs. In den Top 5 folgen Luxemburg (40 Fahrten), Dänemark (37), Osterreich (27) und Grossbritannien (25). Deutschland, 2011 noch auf dem 5. Platz, ist aus den Spitzenplatzierungen gefallen. Schlusslichter bilden Lettland, Griechenland, Litauen, Rumänien, Schweden, Estland und Bulgarien. In den erwähnten Staaten wird nicht mehr als 4mal pro Jahr die Bahn benutzt.

 

Im weltweiten Vergleich kann einzig Japan die Schweiz überholen. Im Land der aufgehenden Sonne wird 69mal pro Einwohner und Jahr Bahn gefahren.

 

 

Reisedistanz

 

Bezüglich der mit der Bahn zurückgelegten Reisedistanz haben die Schweizerinnen und Schweizer ihren Weltmeistertitel verteidigt: Sie sind mit 2‘274km pro Einwohner und Jahr Spitze. Auszeichnen konnten sich weiter Japan (1‘912km), Dänemark (1‘365km), Frankreich (1‘301km) und Österreich (1‘233km), welche auf den Plätzen zwei bis fünf folgen. Am anderen Ende der Tabelle befinden sich Lettland, Griechenland, Litauen und Estland.

 

«Die Bahnstatistik ist mehr als ein Zahlenspiel. Sie unterstreicht, wie wichtig ein funktionierendes Verkehrsnetz für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes ist. Die Schweizerinnen und Schweizer tun gut daran, sich diesen Titel zu erhalten und am 9. Februar 2014 JA zur Vorlage Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) zu stimmen» ist LITRA-Präsident Ständerat Peter Bieri überzeugt.

Die Bahnstatistik des Internationalen Eisenbahnverbandes UIC publiziert jährlich die Daten ihrer Mitgliederbahnen. In der Schweiz sind die BLS AG, BLS Cargo und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) UIC-Mitglieder.

 

 

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Fr

18

Okt

2013

DB Infos zum Fahrplanwechsel ab Dezember 2013

Zum europaweiten Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 hat die Deutsche Bahn (DB) ihr Fernverkehrsangebot weiter ergänzt und verbessert. Die Reisenden profitieren von neuen Verbindungen sowie neuen Angebotskonzepten und kürzeren Fahrzeiten. Wie die DB mitteilt ist der neue Fahrplan ab sofort in allen Auskunfts- und Buchungssystemen veröffentlicht und auch der Vorverkauf gestartet. Fahrkarten für Reisen ab dem 15. Dezember 2013 sind bis einschliesslich 14. Dezember 2013 noch zu den alten Preisen erhältlich.

Die DB bietet attraktive Neuerungen                                               Foto: Marcel Manhart

 

 

Günstiger Reisen in der 1. Klasse

 

Seit dem 1. Oktober 2013 bietet die DB den Sparpreis für die 1. Klasse bereits ab 39 Euro für die einfache Fahrt an. Für kurze Strecken bis 250 Kilometer gibt es ihn bereits ab 29 Euro für die einfache Fahrt. Für beide Angebote gilt: Es besteht drei Tage Vorkaufsfrist, die Tickets sind kontingentiert und zuggebunden. Familienkinder unter 15 Jahren fahren kostenlos mit ihren Eltern oder Grosseltern mit.

 

 

Start des Integrationsmodells zwischen Emden und Bremen

 

Auf der Strecke zwischen Emden und Bremen startet die DB das bundesweit erste Integrationsmodell. Dort können Bahnreisende ab dem 15. Dezember 2013 auch die IC-Züge mit Nahverkehrstickets nutzen. Gleichzeitig weitet die DB ihr Fernverkehrsangebot von heute täglich drei auf bis zu neun IC-Verbindungen aus. Mit der zweistündlich verkehrenden Regional-Express-Linie von Bremen nach Emden besteht künftig ein durchgehender Stundentakt an die Nordsee.

 

 

Angebotsanpassungen im Knoten Leipzig

 

Für die Einbindung der neuen Schnellfahrstrecke Leipzig/Halle (Saale) Erfurt sind umfangreiche Umbauten im Knoten Leipzig sowie Bahnsteigverlängerun-gen im Leipziger Hauptbahnhof nötig. Die DB passt daher die heutige Linien-führung und den Fahrzeugeinsatz auf der Strecke zwischen Dresden und Frankfurt (Main) an.

 

So fährt die alle zwei Stunden zwischen Frankfurt Flughafen, Frankfurt Süd und Leipzig verkehrenden IC-Verbindung ab 15. Dezember 2013 weiter bis Dresden und wird weitgehend auf ICE-Züge umgestellt. Die Städte Bad Hersfeld, Gotha, Weimar und Naumburg (Saale) erhalten damit wieder regelmäßige ICE-Anschlüsse. Die bisherige ICE-Linie von Wiesbaden via Mainz und Frankfurt Hbf nach Dresden endet künftig bereits in Leipzig und wird ab Januar weitgehend auf modernisierte IC-Züge umgestellt. In Leipzig besteht Anschluss nach Dresden mit den Zügen der IC-Linie 55 aus Hannover.

 

Alternierend mit oder ohne Umstieg in Leipzig können Reisende ab Dresden künftig eine neue stündliche schnelle Fernverkehrsverbindung in Richtung Halle, Magdeburg und Hannover nutzen. Damit besteht ab Dresden zwei¬stündlich eine Direktverbindung nach Köln statt bisher nach Oldenburg. Die Fernverkehrszüge werden wieder stündlich in Dresden Neustadt halten.

 

 

City Tunnel Leipzig: Schnelle Achse für Mitteldeutschland

 

Ab 15. Dezember 2013 verbinden sechs neue S-Bahn-Linien den mitteldeutschen Wirtschaftsraum um Leipzig und Halle (Saale) schneller und effizienter mit dem Umland und sorgen für deutlich kürzere Reisezeiten auf der Schiene. Der City-Tunnel Leipzig ist dabei das Herzstück des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes: Er schafft eine direkte Schienenverbindung zwischen dem Süden der Stadt und dem Hauptbahnhof. Bislang müssen Züge auf der Nord-Süd-Achse die Leipziger Innenstadt aufwändig umfahren. Durch die schnelle Nord-Süd-Achse unterhalb des Leipziger Zentrums verkürzt sich die Gesamtfahrtzeit auf einigen Strecken um bis zu 40 Minuten.

 

 

Fahrzeitverkürzung von Rostock nach Berlin

 

Nach dem weitgehend abgeschlossenen Streckenausbau verkürzt sich die Reisezeit im Fernverkehr zwischen Rostock und Berlin ab 15. Dezember 2013 um rund 30 Minuten auf gut zwei Stunden. Es verkehrt weiterhin von Montag bis Samstag ein ICE morgens in Richtung Berlin und weiter nach München und von Montag bis Freitag sowie am Sonntag ein ICE abends in der Gegenrichtung. Ab Sommer 2014 wird sich die Reisezeit nach Abschluss des vollständigen Streckenausbaus voraussichtlich um etwa weitere 15 Minuten verkürzen.

 

 

Neue IC-Verbindung von Aachen über Hannover nach Berlin

 

Die Städte Aachen, Mönchengladbach, Viersen und Krefeld erhalten mit einem morgendlichen Intercity montags bis freitags eine direkte Verbindung nach Hannover und Berlin. Der IC 2222 verlässt Aachen um 5.45 Uhr und erreicht Berlin um 12.17 Uhr. In der Gegenrichtung fährt der IC 2223 nachmittags um 13.44 Uhr in Berlin ab und erreicht Aachen um 19.50 Uhr. Gleichzeitig entfällt Sonntagmorgen im Abschnitt Mönchengladbach–Neuss–Düsseldorf der schwach genutzte ICE 1049 nach Berlin.

 

Siebtes Railjet-Zugpaar auf dem Korridor München–Salzburg–Wien

 

Ein zusätzliches siebtes Zugpaar des ÖBB Railjet ermöglicht eine neue Frühverbindung von München nach Wien (Reisezeit: vier Stunden) und schließt nachmittags die bisherige Angebotslücke der zweistündlichen Direktverbindungen von Budapest beziehungsweise Wien nach München. Das neue Zugpaar startet als RJ 265 von Montag bis Samstag ab München um 6.24 Uhr mit Halt auch in München Ost (6.33 Uhr) sowie Rosenheim (7.02 Uhr) und erreicht Wien um 10.30 Uhr. In der Gegenrichtung verkehrt der RJ 62 täglich ab Budapest (ab 9.10 Uhr) via Wien (ab 12.30 Uhr) und Salzburg (ab 14.56 Uhr) nach München (an 16.32 Uhr).

 

Zudem können Reisende aus Stuttgart und München alle zwei Stunden eine schnelle Umsteigeverbindung nach Wien nutzen, da die EC-Linie 62 künftig in Salzburg Anschluss an die Railjet Verbindung Innsbruck - Wien hat. Zwischen München und Wien ergeben sich damit zusammen mit den zweistündlichen Railjet-Direktverbindungen künftig schnelle Reisemöglichkeiten im Stundentakt.

 

IC-Direktverbindung München–Stuttgart–Karlsruhe–Freiburg–Basel

 

Das bisherige EC-Zugpaar 360/361 München – Karlsruhe – Strasbourg wird nicht mehr nach Strasbourg, sondern ab 15. Dezember 2013 entlang des Oberrheins von / nach Basel als IC-Zugpaar 2265/2264 mit dem Namen „Baden-Kurier“ verkehren. Für die Städte am Oberrhein, darunter auch die neu mit dem IC-Zugpaar angebundenen Städte Müllheim (Baden), Bad Krozingen und Lahr, entsteht dadurch von Montag bis Samstag eine umsteigefreie Verbindung nach Stuttgart oder München. In Freiburg ist die Abfahrtszeit des morgendlichen IC 2265 nach München um 6.43 Uhr, die Ankunft des abendlichen Gegenzuges IC 2264 um 21.00 Uhr (verkehrt nicht am Samstagabend). Auf der Relation Freiburg–München ergänzt das am Tagesrand verkehrende IC-Zugpaar damit optimal die seit April 2013 eingeführte zweistündliche IC Bus-Linie Freiburg (Friedrichshafen / Ravensburg) München, so dass sich insgesamt sieben direkte Fahrtmöglichkeiten pro Tag ergeben.

 

Neue Nachtverbindung Dortmund–München

 

ICE 618 und 619 verkehren ab Fahrplanwechsel an allen Wochentagen als nächtliches Zugpaar zwischen Dortmund–Frankfurt (Main)–Karlsruhe–Stuttgart–München. Das neue Angebot schafft zusätzliche Reisemöglichkeiten von und nach Karlsruhe am Tagesrand, vor allem für Nachtschwärmer und Flugreisende mit frühen Abflügen oder späten Ankünften in Frankfurt Flughafen. In Köln besteht Anschluss an den ICE 18 (ab Köln um 7.43 Uhr) nach Brüssel (an 9.35 Uhr) und in München Montag bis Samstag an den railjet 265 (ab München 6.24 Uhr) nach Wien (10.30 Uhr).

 

 

Frühzug aus der Pfalz nach Frankfurt später

 

Der im Dezember 2012 testweise in die Pfalz verlängerte Intercity ist bislang recht schwach ausgelastet. Daher fährt der Frühzug IC 2284 aus der Pfalz nach Frankfurt künftig in einer attraktiveren Zeitlage etwa eine Stunde später (Karlsruhe 5.53 Uhr, Speyer 6.50 Uhr, Worms 7.37 Uhr, Frankfurt an 8.18 Uhr) Zudem hält das IC-Zugpaar künftig zusätzlich in Wörth am Rhein. Die morgendliche Abfahrt in Wörth nach Frankfurt ist um 6.06 Uhr, Ankunft aus Frankfurt um 19.36 Uhr.

 

Öfter von Kiel und Lübeck von/nach Süddeutschland

 

Samstags und montags wird der ICE 674 aus Basel beziehungsweise Karlsruhe via Frankfurt, Hannover und Hamburg künftig über Neumünster nach Kiel (an 12.44 Uhr) verlängert. Nachmittags fährt der ICE 1183 bereits ab Kiel (ab 14.49 Uhr) via Neumünster, Hamburg, Hannover und Nürnberg nach München (an 21.45 Uhr).

 

Freitags und sonntags sowie in den Sommermonaten täglich fährt der ICE 784 aus München via Nürnberg, Hannover und Hamburg (11.01 Uhr) künftig weiter nach Lübeck (an 11.37 Uhr) sowie in der Gegenrichtung der ICE 1081 um 14.16 Uhr ab Lübeck über Hamburg, Hannover, Nürnberg und München. In Lübeck bestehen in beide Richtungen optimale Anschlussverbindungen in die holsteinische Schweiz (Eutin, Plöner See), an die Lübecker Bucht (Neustadt/Holstein und Lübeck Travemünde Strand) sowie Richtung Grevesmühlen/Bad Kleinen.

 

Letzte Verbindung Hamburg–Berlin später

 

Die letzte Verbindung Hamburg–Berlin wird an Freitagen und Sonntagen gemäß Kundenwunsch künftig eine halbe Stunde später verkehren. Aus Kiel (ab 21.21 Uhr) kommend wird ein Anschluss in Hamburg zum ICE 907/1727 (ab 22.43 Uhr) nach Berlin (an 0.25 Uhr) am gleichen Bahnsteig realisiert.

 

 

IC-Zugpaar aus Berlin via Uelzen nicht mehr nach Munster (Örtze)

 

Aufgrund der Abschaffung der Wehrpflicht verzeichnet die Bahn beim IC-Zugpaar Munster–Uelzen–Salzwedel–Stendal–Berlin am Freitag und Sonntag eine stark rückläufige Besetzung. Daher fahren diese Züge künftig ab Uelzen nach Hamburg statt nach Munster. In Uelzen besteht Anschluss mit dem Nah-verkehr von/nach Munster.

 

 

Zusätzliche Fernverkehrshalte

 

Mit dem neuen täglichen Halt des ICE 721 Essen–München in Ingolstadt (an 18.29 Uhr) entspricht die Bahn einem lange geäußerten Pendlerwunsch. Auch in Bamberg gibt es künftig neben den zweistündigen Anschlüssen an die ICE-Züge Berlin Leipzig München zusätzlich sieben weitere ICE-Züge täglich. Auf der zweistündlichen IC-Linie 87 Stuttgart-Zürich gibt es einen neuen Halt in Böblingen, der nur beim morgendlichen IC 181 Frankfurt Stuttgart Zürich wegen eines Trassenkonfliktes entfallen muss.  Weitere Fernverkehrsanschlüsse für einzelne Züge konnte die DB in Ludwigslust, Wittenberge, Lüneburg, Geilenkirchen, München Ost und Rosenheim realisieren.

 

Entfall einzelner ICE Hannover–Bremen in den Wintermonaten

 

Die nach wie vor eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit aufgrund von Lieferverzögerungen und häufigerer technischen Untersuchungen sowie notwendige Streckenbauarbeiten im Frühjahr führen zu einen temporären Entfall einiger Fernverkehrsverbindungen. Vom 15. Dezember 2013 bis einschließlich 11. April 2014 verkehren folgende ICE-Züge zwischen Hannover und Bremen vorübergehend nicht: ICE 630 (Hannover ab 13.45 Uhr, Bremen an 14.44 Uhr), ICE 538 (Hannover ab 15.45 Uhr, Bremen an 16.44 Uhr) sowie zwischen Bremen und Hannover ICE 631 (Bremen ab 15.14 Uhr, Hannover an 16.14 Uhr) und ICE 633/1133 (Bremen ab 17.14 Uhr, Hannover an 18.14 Uhr). Die dazugehörigen Flügelzüge Hamburg Hannover München und zurück fahren weiterhin, jedoch nur mit einem ICE-Zugteil.

 

 

Neue Verbindungen mit dem IC Bus

 

Zum Winterfahrplan weitet die Deutsche Bahn auch ihr Angebot an IC-Bus-Verbindungen aus, um das bestehende Fernverkehrsangebot auf der Schiene optimal zu ergänzen. Zusätzlich zur EC-Linie 88 München Zürich verkehren zukünftig vier Mal täglich IC Busse von München nach Zürich und in die Gegenrichtung. Diese verbinden die beiden Städte ohne Zwischenhalt in nur drei Stunden 45 Minuten. Gemeinsam mit den EC-Zügen entsteht damit etwa ein Zweistundentakt zwischen den beiden Städten.

Zwei der IC-Bus-Paare München Zürich werden mit Halt am Flughafen München weiter von/nach Nürnberg verlängert. Auf der Strecke kommen moderne Doppeldeckerbusse mit Rollstuhlstellplatz und freiem WLAN zum Einsatz.

 

Ab Fahrplanwechsel wird auch die IC-Bus-Linie Mannheim–Nürnberg fünf Mal täglich bis Prag verlängert. Damit werden einige Leistungen der bisherigen Buslinie Nürnberg–Prag ersetzt. Für Kunden entsteht dadurch eine attraktive Direktverbindung ins europäische Ausland – Prag ist in nur sechs Stunden 40 Minuten ab Mannheim erreichbar.

 

City Night Line-Tickets 2013 / 2014 ab sofort buchbar

--> Neue saisonale Nachtverbindung direkt nach Chur

 

City Night Line-Reisende können ab sofort neben den regulären Nachtverbindungen Fahrkarten für alle saisonalen Verlängerungen buchen. Dabei überrascht der Nachtreisezug der Deutschen Bahn Wintersportfreunde in dieser Saison mit einem neuen Angebot.

 

Während der Winterzeit geht es ab Hamburg und dem Rhein-Ruhr-Gebiet über Zürich und Landquart direkt bis nach Chur im Kanton Graubünden. Die Verbindung wird von Mitte Dezember 2013 bis Ende März 2014 angeboten, wobei die Hinfahrt in die Alpenstadt jeden Freitagabend und die Rückfahrt immer samstags angeboten wird.

 

Ebenfalls buchbar sind in den Wintermonaten die Verbindungen in die Skigebiete Österreichs. Urlauber aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet und Saarbrücken erreichen mit dem City Night Line zwischen Dezember 2013 und März 2014 beliebte österreichische Wintersportorte wie das Stubaital, Seefeld oder ab Wörgl die Zillertaler Alpen entspannt über Nacht.

 

Mit dem City Night Line geht es bereits ab 59 Euro im Liegewagen und ab 84 Euro im Schlafwagen (pro Person und Strecke) über Nacht in die schönsten Winterdestinationen. Die Mitnahme der Skiausrüstung im City Night Line ist dabei kostenlos.

 

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Do

17

Okt

2013

Die öffentlichen Verkehrsunternehmen als Akteure der Energiestrategie 2050

Ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in der Schweiz entfällt auf den Verkehr. Dieser Anteil wird angesichts der steigenden Nachfrage weiter zunehmen. Deshalb ist es wichtig, dass dieser Sektor die Energiestrategie 2050 des Bundesrates aktiv mitträgt. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist mit der Umsetzung der Massnahmen im Bereich des öffentlichen Verkehrs beauftragt. Es regt bei den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs Innovationen an und will sie zu Akteuren beim Umbau des Energiesystems machen.

Herausforderung ESöV 2050                                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Mai 2011 beschloss der Bundesrat den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie. Im September 2013 verabschiedete er seine neue Energiepolitik und überwies dem Parlament ein erstes Massnahmenpaket zur Beratung. Damit soll der Umbau des Energiesystems in der Schweiz ohne Versorgungsengpässe geschafft werden. Im Zentrum der Energiestrategie 2050 stehen die Senkung des Energieverbrauchs (bessere Energieeffizienz) und der Ausbau der erneuerbaren Energien. Beim Verkehr (ohne Luftfahrt) will der Bundesrat den Energieverbrauch um die Hälfte reduzieren.

 

 

Mehrere Stossrichtungen

 

Der öffentliche Verkehr steht vor folgenden Herausforderungen:

 

• Steigerung der Energieeffizienz: Die Energieeffizienz kann je nach Verkehrsträger um zehn bis fünfzig Prozent verbessert werden.

 

• Ausstieg aus der Kernenergie: Der Bahnstrom und der Strom für die Infrastruktur (Beleuchtung, Stromversorgung für die Signalanlagen, die Weichen, Gebäude usw.) kommen künftig aus erneuerbaren Quellen. Die Transportunternehmen produzieren diesen erneuerbaren Strom selber oder kaufen ihn ein.

 

• Senkung des CO2-Ausstosses: Der Verbrauch von fossilen Brenn- und Treibstoffen für Gebäude und Infrastruktur ist zu senken.

 

• Ausbau der Ökostromproduktion: Die Produktion von Ökostrom ist nötig, um die Kernenergie zu ersetzen und Lastspitzen abzudecken.

 

Die Herausforderungen betreffen sowohl die Infrastrastruktur und die Gebäude wie auch die Fahrzeuge und den Betrieb. Mögliche Handlungsfelder sind beispielsweise eine bessere Energierückgewinnung bei Bahn, Tram und Bus, Anpassungen bei den elektrischen Weichenheizungen oder mehr Effizienz von Heizung, Lüftung und Kühlung, die zusammen fast gleich viel Energie verbrauchen können wie das Fortbewegen der Fahrzeuge. Anlagen des öffentlichen Verkehrs wie beispielsweise die Dächer von Bahnhöfen, Depots und Perrons oder Schutzwände entlang der Schienen weisen ausserdem zahlreiche grosse Flächen auf, die sich für die Erzeugung von Solarstrom eignen.

 

 

Den Umbau des Energiesystems aktiv mitgestalten

 

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat den Auftrag erhalten, die neue Energiestrategie des Bundesrates in seinem Zuständigkeitsbereich zu konkretisieren und umzusetzen. Seit Jahresbeginn arbeitet ein Mitarbeiter an der Ausgestaltung der Energiestrategie 2050 im öffentlichen Verkehr (ESöV 2050) und ist für ihre erfolgreiche Umsetzung verantwortlich.

 

Mit der ESöV 2050 werden auch die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs zu Akteuren beim Umbau des Energiesystems, weil sie für den Betrieb und die operativen Entscheidungen verantwortlich sind. Damit energetische Überlegungen als wesentliche Elemente in den Entscheidungsprozess einfliessen können, ist zudem die Zusammenarbeit mit den Kantonen zentral. Diese sind wichtige Partner bei der Ausarbeitung der Leistungsvereinbarungen mit den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs. Damit eine Gesamtschau erarbeitet und ein Austausch über Best Practices ermöglicht werden kann, ist eine verstärkte Kommunikation zwischen den Beteiligten nötig. Das BAV fördert den Dialog und treibt Innovationen über Studien und Pilotprojekte bei den öffentlichen Verkehrsunternehmen voran. Daneben bietet es Unterstützung an bei der Umsetzung, insbesondere über finanzielle, fachliche oder gesetzliche Anreize.

 

Die Konzeptphase für die ESöV 2050 (Inhalte, Organisation) ist bald abgeschlossen. Für die sieben ersten Projekte hat die Begleitgruppe der ESöV Beiträge in der Höhe von insgesamt 650 000 Franken bewilligt (siehe Kasten unten). Bis zum Jahresende wird eine Ausschreibung für Projekte lanciert, um die Palette der Vorschläge zu erweitern.

 

Für die erfolgreiche Umsetzung der ESöV 2050 stehen dem BAV ab 2014 rund 3,5 Millionen Franken pro Jahr zur Verfügung. Diese Summe wird etappenweise investiert. Damit sollen im öffentlichen Verkehr rund 600 Gigawattstunden im Jahr eingespart werden, später soll die Einsparung weiter steigen. 600 Gigawattstunden entsprechen einem Fünftel der Jahresproduktion eines Kernkraftwerks wie Mühleberg oder Beznau.

 

 

Im Rahmen der Energiestrategie 2050 im öffentlichen Verkehr (ESöV 2050)

unterstützt das BAV vorerst sieben Projekte zu den folgenden Themen:

 

Energieeffizienz. Best Practices und Daten in den Verkehrsunternehmen. Bestandesaufnahme durch Nicolas Grandjean und Geelhaarconsulting.

 

Verbesserungspotenzial bei Heizung und Lüftung der Fahrzeuge. Zwei sich ergänzende Studien: Professor Peter Oelhafen (Universität Basel) führt eine Studie bei Schienenfahrzeugen durch; eine andere Studie zu Trolleybussen wird von den Lausanner Verkehrsbetrieben (Transports publics Lausannois, TL) koordiniert.

 

Weichenheizungen in Kälteperioden. Vorstudie, die Empfehlungen für effizientere Systeme als die heute gebräuchlichen elektrischen Widerstandsheizungen liefern soll. Diese Studie wird von Andrea Grüniger von der Hochschule Luzern (HSLU) geleitet.

 

Neue Antriebslösungen für Rangierlokomotiven und Baufahrzeuge. Bestandesaufnahme mit Hinweisen auf besonders vielversprechene neue Technologien. Die Studie wird von der SBB in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen DLR durchgeführt.

 

Aerodynamisch optimale Zugskompositionen. Studie, die Hinweise zur aerodynamisch optimalen Form (Wagenfolge) der Zugskompositionen liefern soll . Diese Studie wird von der SBB in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen DLR durchgeführt.

 

Energieeinsparungen im Bahnangebot. Potenzialanalyse Energieeinsparungen im Bereich Bahnangebot. Die Studie wird von der SBB in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen SMA durchgeführt.

 

 

Die Energiestrategie 2050 - Erneuerbare Energien

 

 

Die Energiestrategie 2050 - Energieeffizienz

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Mi

16

Okt

2013

Steinschlag oberhalb der Station Lüen-Castiel verursacht Streckensperrung der RhB-Linie Chur – Arosa

Ein Steinschlag oberhalb der Station Lüen-Castiel hat am frühen Mittwochmorgen zu einem Streckenunterbruch der Rhätischen Bahn zwischen Chur und Arosa geführt. Gestein und Geröll verschütteten das Gleis und es wurden zwei Fahrleitungsmasten sowie die Fahrleitung beschädigt.

Bahnersatz Bus nach Arosa auf Gleis 2 in Chur                               Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Vergleich zum Steinschlag-Ereignis Ende März, welches an gleicher Stelle zu einem knapp vierwöchigen Streckenunterbruch geführt hatte, stürzte beim aktuellen Ereignis weniger Gestein auf die Gleise. Trotzdem präsentiert sich die Situation problematisch: Nach wie vor ist der Hang in Bewegung, so dass aus Sicherheitsgründen keine Aufräumarbeiten möglich sind.

 

Die Rhätische Bahn analysiert die Situation derzeit mit Geologen. Eine Prognose, wann mit den Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten begonnen werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Bis auf weiteres bleibt die Strecke Chur – Arosa gesperrt. Es verkehren Ersatzbusse.

 

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Mo

14

Okt

2013

Neuer WESTbahn Fahrplan ab 15. Dezember 2013

Im Zuge des Fahrplanwechsels am 15. Dezember 2013 reagiert die private WESTbahn GmbH auf zahlreiche Kundenwünsche und erweitert das Angebot:

Die letzten Taktlücken im Fahrplan werden geschlossen.

WESTbahn Zug bei der Einfahrt in Wiener Westbahnhof                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Mit den Änderungen ab Fahrplanwechsel werden noch mehr Reisemöglichkeiten angeboten und durch die Schliessung der letzten Taktlücken die Planung vereinfacht: Jede Stunde ein Zug der WESTbahn. "Damit sind auch Geschäftsreisende jetzt noch besser bei uns aufgehoben. Top Qualität, WLAN und jetzt ohne Lücke voll verfügbar," schreibt die WESTbahn GmbH.

 

 

Zusätzliche Züge ab Wien Westbahnhof:

 

- täglich 10:40 Uhr

- Freitag und Samstag 19:40 Uhr (neu bis Salzburg, bisher nur bis Linz)

- Samstag 05:40 (bisher erst ab Linz) und 13:40 Uhr

- Sonn- und Feiertag 07:40 Uhr (bisher erst ab Linz)

 

 

Zusätzliche Züge ab Salzburg Hauptbahnhof:

 

- täglich 10:50 Uhr - Montag bis Samstag 5:50 Uhr (bisher täglich erst ab Attnang-Puchheim)

- Samstag 13:50 Uhr

- Sonn- und Feiertag 07:50 Uhr

 

Entsprechend der Nachfrage verkehrt der Zug Wien-Linz um 20:40 Uhr nur mehr an Sonn- und Feiertagen sowie der Zug von Salzburg nach Wien um 19:50 Uhr nur mehr von Freitag bis Sonntag. In der Fahrtrichtung Wien - Salzburg reduziert sich die Fahrzeit um 2 Minuten auf 2h30min. Damit wird der minimale Fahrzeitunterschied zum railjet noch geringer. Salzburg - Wien bleibt wegen Rücksichtnahme auf das Nahverkehrsgefüge die Fahrzeit bei 2h32min, trotz Entfall des Haltes in Tullnerfeld.

 

Ab 15. Dezember 2013 gültiger Fahrplan der WESTbahn
WESTbahnfahrplan-ab-15-12-13.pdf
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Sa

12

Okt

2013

Europaallee beim Hauptbahnhof Zürich präsentiert neue Geschäfte

Mitte Dezember 2013 ziehen im Erdgeschoss der Europaallee neue Geschäfte und Lokale ein. Sie befinden sich auf dem Baufeld E, der dritten von acht Etappen des neuen Stadtteils, und ergänzen die bestehenden Angebote.

Europaallee Baufeld E                                                                             Bild: SBB CFF FFS

 

 

Nach der Europaallee-Passage auf dem Baufeld A sowie Läden und Restaurants im UBS-Gebäude kommen Mitte Dezember auf dem Baufeld E weitere Shops und Gastrobetriebe, die den bestehenden Nutzungsmix in den Erdgeschossen ergänzen. Hinzu kommen die Bar Neo, der Spezialitätenladen Taste of Greece mit kleinem Backshop, das urbane Gartengeschäft Veg and the City, die Goldschmiede Lesjunja, der Coiffeur & Shop mad Hairstyling, das Kosmetikstudio Bia Cosmetics & Nails sowie die Schumacherei Viceconte und das Modelabel Comepony. Ebenfalls im Erdgeschoss wird sich der Ausstellungsraum zur Europaallee befinden.

 

Die vier darüber liegenden Geschosse umfassen rund 10‘000 Quadratmeter Büroflächen, die von Swisscanto und OBC Suisse (Office Business Center) belegt werden. Über diesem Sockel angelegt sind zwei Wohntürme mit 64 Mietwohnungen, verteilt auf sechs und neun Etagen. Der Neubau wurde von den Architekten Caruso St John Architects, London, und Bosshard Vaquer Architekten, Zürich, konzipiert.

 

Die Europaallee wächst etappenweise weiter. Das Baufeld G (Bezug 2015) ist im Bau. Mitte 2014 erfolgt der Spatenstich für das Baufeld H und bis 2020 werden die ans Gleisfeld anschliessenden Baufelder B, F und D realisiert.

 

 

Meilensteine in der Europaallee Zürich

 

· September 2012: Fertigstellung der ersten Etappe; Eröffnung der Pädagogischen Hochschule

  Zürich sowie der Shops und Gastrobetriebe im Erdgeschoss

· Mitte 2014: Fertigstellung Bahnhof Löwenstrasse und Rückbau Bahnhof Sihlpost

· Anfang 2017: Baubeginn letzte Etappe

· 2020: Fertigstellung des Gesamtareals Europaallee

 

2500 Studienplätze an der Pädagogischen Hochschule, über 6000 Arbeitsplätze, 300 Wohnungen, ein Design-Hotel, vielfältige Einzelhandels- und Gastronomieangebote sowie Freizeiteinrichtungen machen die Europaallee mit ihren Plätzen und ihrem attraktiven Umfeld zu einem neuen, lebendigen Teil Zürichs.

 

 

Auf dem ZSW (Zentralstellwerk Zürich) befindet sich in ca. 50 Meter Höhe eine Webcam, hier kann der Baufortschritt mitverfolgt werden.

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Fr

11

Okt

2013

ÖBB: „Offizieller Mobilitätspartner des Austria Ski Teams“

• Einkleidungspräsentation am Wiener Westbahnhof

• Kern und Schröcksnadel taufen „Ski Austria Zug“

 

Ab Oktober 2013 sind die ÖBB für drei Jahre „Offizieller Mobilitätspartner des Austria Ski Teams“. Damit werden die ÖBB als grösstes nationales Mobilitätsunternehmen und der ÖSV als bedeutendster nationaler Wintersportverband den öffentlichen Verkehr zu Wintersportveranstaltungen weiter und noch verstärkt fördern. Als Auftakt dieser Mobilitätspartnerschaft fand am 10.10.2013 die offizielle Einkleidungs-Präsentation des ÖSV-Teams am Wiener Westbahnhof statt. Die ÖSV-Stars wie Marcel Hirscher, Marlies Schild oder Gregor Schlierenzauer reisten dafür eigens mit dem Sonderzug Ski Austria railjet von Innsbruck nach Wien, wo sie von ÖBB-Chef Christian Kern, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und Sportminister Gerald Klug am Bahnsteig empfangen wurden. Danach tauften Kern und Schröcksnadel offiziell den neuen „Ski Austria Zug“.

Railjet Nr. 51 ist nun der Ski Austria Zug                         Foto: © ÖBB / Christian Zenger

 

 

Im Anschluss daran präsentierten die erfolgreichsten Wintersportler Österreichs die ÖSV-Winterkollektion 2013/14 und führten die neuen Renn- und Sprunganzüge für die kommende Wintersaison vor. Unzählige Kinder, Jugendliche und Erwachsene sicherten sich eine Unterschrift ihres Lieblingssportlers bei der Autogrammstunde mit allen ÖSV-Stars in der ÖBB-BahnhofCity Wien West

 

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern: „Die neue rot-weiß-rote Partnerschaft zwischen ÖBB und ÖSV verbindet Top-Leistungen und Highspeed. Ab sofort bringen wir die Fans umweltfreundlich und sicher zu allen Wintersportevents. Wir wünschen den Athleten viel Erfolg für die kommende Saison und natürlich auch bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi.

 

ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel: „Die ÖBB waren bereits in den vergangenen Jahren bei vielen Großveranstaltungen wie zum Beispiel der Ski-Weltmeisterschaft in Schladming ein verlässlicher Partner. Umso mehr freut es mich, dass die Zusammenarbeit mit dem größten Mobilitätsunternehmen Österreichs jetzt noch weiter intensiviert werden konnte. Der Ski Austria railjet, der mehrere Jahre quer durch Österreich fährt, ist sichtbarer Botschafter dieser umweltfreundlichen Zusammenarbeit.“

Sportminister Gerald Klug: „Es ist wichtig, dass alle Säulen unserer Gesellschaft für den österreichischen Sport an einem Strang ziehen. Wirtschaft, Politik und Sportverbände gehen Hand in Hand, um für unsere Sportlerinnen und Sportler ein optimales Umfeld zu schaffen. Nur so sind rot-weiß-rote Erfolge möglich."

 

 

Partnerschaft: Sieg für Umweltfreundlichkeit

 

Schon in den vergangenen Jahren haben ÖSV und ÖBB gut und erfolgreich zusammen gearbeitet. Highlight war die Zusammenarbeit und das ÖBB Mobilitätskonzept für die Ski WM in Schladming im Februar 2013. Täglich sorgen die ÖBB für umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität. Gerade Sportgroßveranstaltungen wie Skirennen müssen perfekt organisiert sein – und angesichts immer knapper werdender Ressourcen, auch umweltverträglich und nachhaltig durchgeführt werden. Der Klimaschutz sind wichtige Anliegen der ÖBB und des ÖSV. Daher setzen die beiden Partner auf grüne, saubere Veranstaltungen. Umweltverträgliche Verkehrsangebote, sowie ein hoher Anteil des öffentlichen Verkehrs bei Ski-Fans sind deklarierte Ziele der gemeinsamen Anstrengungen.

Die Zugtaufe sowie die Einkleidungspräsentation fand am 10. Oktober 2013 am Wiener Westbahnhof statt                                                           Fotos: © ÖBB / Christian Zenger

 

 

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Do

10

Okt

2013

Effizienter und umweltschonender Wagenladungsverkehr: SBB Cargo tauft in Ziegelbrücke die 20. Hybridlok

SBB Cargo hat heute die zwanzigste von 30 bestellten Hybridloks getauft. Sie ermöglicht einen ökonomischeren und ökologischeren Wagenladungsverkehr. Als modernste Lokomotive auf dem Markt kommt sie sowohl auf den Strecken wie auch im Rangierbetrieb zum Einsatz.

Die Eem 923 024 wurde auf den Namen "Fronalpstock" getauft     Foto: Marcel Manhart

 

 

«Ich freue mich, dass wir mit der neuen Hybridlok Eem 923 in Ziegelbrücke eine schwere Rangierlok des Typs Am 843 ersetzen können. Mit der neuen Lok können wir noch effizienter, nachhaltiger und wirtschaftlicher rangieren», sagte Ruedi Büchi in Ziegelbrücke. Zusammen mit Herbert Küng, Gemeindepräsident von Schänis, taufte er die Hybridlok Eem 923 024-4 auf den Namen «Fronalpstock». Die weiteren der insgesamt 30 bestellten Fahrzeuge liefert die Stadler Winterthur AG laufend bis Ende 2013. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt 88 Millionen Franken, inklusive Ersatzteilpaket.

 

 

Mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

 

Mit der neuen Hybridlok lassen sich die Bedürfnisse der Kunden optimal bedienen. Denn die Eem 923 verbindet Effizienz und Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit. Dank der Neubeschaffung kann SBB Cargo die Fahrzeugvielfalt weiter reduzieren, was einen ökonomischeren Betrieb und Unterhalt der gesamten Flotte ermöglicht.

 

Die neue Hybridlok wird auch den ökologischen Ansprüchen von SBB Cargo gerecht: Dank der hohen Leistung von 1500 Kilowatt eignet sie sich sowohl für den Strecken- als auch für den Rangierbetrieb. Damit gewinnt SBB Cargo in der Produktion an Flexibilität. Die Lokführer können rasch zwischen Elektro- und Diesel-Hilfsantrieb umschalten. Das spart Zeit und Kosten, da keine aufwändigen Lokwechsel mehr notwendig sind, um die nicht elektrifizierten Anschlussgleise der letzten Meile zu befahren. Auch die Betriebs- und Unterhaltskosten der Hybridlok liegen merklich unter jenen der alten Rangierflotte. Gleichzeitig erwartet SBB Cargo eine deutlich höhere Fahrzeugverfügbarkeit.

 

Die Hybridlok Eem 923 wird voraussichtlich zu über 90 Prozent elektrisch verkehren. Nur auf den Anschlussgleisen ohne Fahrleitung kommt der Diesel-Hilfsmotor zum Zug. Dadurch kann SBB Cargo im Vergleich zu heute eine jährliche CO2-Reduktion von mehr als 4000 Tonnen pro Jahr bewirken. SBB Cargo hat sich bewusst für ein zukunftsweisendes Fahrzeug entschieden, das nachhaltige ökonomische und ökologische Vorteile verbindet.

 

Namensgebung: Regionale Hausberge als Symbol für Nachhaltigkeit

 

Nicht nur mit der Hybridlok selber, auch bei der Namensgebung beschreitet SBB Cargo neue Wege: Da die Loks an regionalen Standorten zum Einsatz kommen, erhalten sie die Namen örtlicher Hausberge. Sie symbolisieren die nachhaltige, regionale und ökologische Verankerung. Den Namen wählt das jeweilige Cargo-Produktionsteam vor Ort aus. Im Fall des Teams in Ziegelbrücke, unter der Leitung von Gion Kuster, entschied sich die Mehrheit für den örtlichen Hausberg «Fronalpstock».

 

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Mo

07

Okt

2013

Photo+Adventure am 16. und 17. November in der Messe Wien

Am 16. und 17. November 2013 findet in der Messe Wien mit der Photo+Adventure wieder die grösste Fotomesse und gleichzeitig einzige Spezialmesse für Individualreisen statt. Photo+Adventure, Messe&Event für Fotografie, Reise und Outdoor 2013 ist so gross wie nie, setzt erstmals Themenschwerpunkte in allen Bereichen und präsentiert neuerlich internationale Top-Referenten.

Photo+Adventure  ist  die  grösste Fotomesse  und  gleichzeitig  einzige  Spezialmesse für  Individualreisen                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Photo+Adventure wurde bereits 2004 als Publikumsmesse mit hohem Eventcharakter konzipiert und vereint die drei Boomthemen Fotografie, Reisen und Outdoor unter einem Dach. Besonderes Merkmal und USP des Messeevents ist das umfangreiche und hochwertige Rahmenprogramm, das alle drei Messethemen  nachhaltig verstärkt. Seit 2011 findet die Messe in Österreich jährlich, alternierend in der Messe Wien und im Design Center Linz statt. Die Wiener Photo+Adventure ist in den ungeraden Jahren größte Fotomesse im deutschen Sprachraum und fixe Größe in der internationalen Fotoszene. Auf dem Reisesektor konnte man sich nachhaltig als einzige Spezialmesse für individuelle Reisen und Outdoorerlebnis positionieren. 2014 expandiert das erfolgreiche Messekonzept nach Deutschland und feiert seinen ersten Auftritt im Landschaftspark Duisburg- Nord.

 

Am 16. und 17. November 2013 findet in der Messe Wien mit der Photo+Adventure wieder die größte Fotomesse und gleichzeitig einzige Spezialmesse für Individualreisen statt. Unter dem Motto Das Abenteuer Fotografie live erleben trifft foto-, reise- und naturbegeistertes Publikum auf alle Branchengrößen aus dem Bereich Fotografie und Digital Imaging sowie ein umfassendes Angebot an Wander-, Trekking- und Adventurereisen in nahen Regionen und weltweit.

 

Die Ausstellungsfläche wandert 2013 erstmals vom Congress Center in die Halle B. Der Congress steht weiterhin für das Rahmenprogramm zur Verfügung. Die Photo+Adventure wird mit rund 250 Ausstellern, 10 Fotoausstellungen und bis dato 150 Rahmenprogrammpunkten auf rund 13.000m2 Fläche die größte Photo+Adventure bisher sein. Für das traditionell hochwertige Rahmenprogramm, für das rund die Hälfte der Gesamtmessefläche zur Verfügung steht, konnten neuerlich internationale Topreferenten gewonnen werden. Sechs Wochen vor der Veranstaltung zeichnen sich die konkrete Ausgestaltung und erste Highlights des diesjährigen Messeevents ab. Durch einige kreative Programmpunkte erweitert, präsentiert sich die Photo+Adventure so vielfältig wie nie. Erwartet werden rund 20.000 Besucher.

 

 

Erstmals Fokus auf Schwerpunktthemen:

Filmen mit DSLR-Kameras, Wasser und Winter

 

Erstmals nützen die Veranstalter die erweiterte Fläche auch für eine Fokussierung auf attraktive Spezialthemen. Fototechnisch widmet man sich sowohl auf Ausstellerseite als auch im Rahmenprogramms verstärkt dem Trend-Thema Filmen mit DSLR-Kameras. Eines der Messehighlights: Philip Bloom, internationaler Star aus der Filmbranche, konnte erstmals in Österreich für einen Workshop gewonnen werden.

 

Thematisch hat man mit dem Schwerpunkt „Wasser“ eine spektakuläre  Überschneidungsfläche zwischen den Messethemen Reisen (in und am Wasser) und Fotografie (Unterwasserfotografie) gefunden. Konkret gibt es 2013 erstmals auch einen räumlichen Cluster, der sich von beiden Seiten dem Thema widmet. Besucher- Anziehungspunkt und sichtbare Betonung dieses Themenfeldes ist ein Tauchcontainer des TSVÖ (Tauchsportverband Österreichs), der 25m3 Raum für spektakuläre Inszenierungen bietet. Die herannahende Wintersaison wird sowohl ausstellerseitig als im Rahmenprogramm, etwa durch die Präsentation des Ski Guide Austria oder durch die Beherbergung des Freeride Filmfestival als Sideevent (s.u.) thematisiert.

 

 

Was bietet das Messeticket?:

64 Vorträge, Fotoausstellungen und Liveaction mit Pecha Kucha

 

Der mit dem Messeticket frei zugängliche Bereich ist so umfassend wie noch nie. Alle Aussteller bieten laufend attraktive Standaktivitäten und Live Fotoshootings. Für alle Messebesucher gilt auch das Angebot der gesamten Vortragsreihe, in dessen Rahmen insgesamt 64 hochwertige Vorträge, Diashows, Destinationenportraits und Produktpräsentationen stattfinden. (z.B.: Lois Lammerhuber über sein Gigapixelbild New York oder Chris Cappozielo, der berührende Einblicke in das Leben seines behinderten Bruders gewährt).

 

Kreatives Highlight ist erstmals auch Pecha Kucha. Eine Kooperation von fotografie.at, Pecha Kucha Night Vienna und Photo+Adventure: Sieben kreative Fotografen bekommen die Chance 20 ihrer Bilder in je 20 Sekunden einem breiten Publikum zu präsentieren.

Am Messewochenende wird die Photo+Adventure mit insgesamt 10 Fotoausstellungen zur größten Fotogalerie Österreichs. Die Fotoausstellungen können erstmals auch ohne Messeticket besucht werden.

 

 

Top-Referenten im Workshop- und Seminarprogramm

 

Die 24 Workshops und 21 Seminar setzen sich aus Grundlagenkursen zu unterschiedlichsten Themen und Spezialeinheiten zusammen und sind so für Fotografen aller Niveaus geeignet. Neben Philip Bloom stehen auch Szenestars wie 

Calvin Hollywood, Manfred Baumann, Thomas Brendenfeld, Robert Pichler, Martin Steinthaler, Nino Leitner und viele mehr zur Auswahl. Die Themen reichen von Naturfotografie, Panoramafotografie über Portraitfotografie bis hin zu Spezialseminaren wie Focus-Stacking, Astrofotografie oder Portraitretusche mit Photoshop. Outdooreinheiten bieten etwa Christoph Malin mit Timelaps Fotografie oder Berndt Wandschneider (Zentralfriedhof). Der Filmworkshop mit Philip Bloom findet ebenfalls in der Wiener Krieau statt. (15. und 16. November 2013). Outdoorfans haben die Möglichkeit, an einem GPS-Workshop teilzunehmen.

 

 

Erstmals Abendevents mit Top-Kooperationspartnern:

David Lama auf der Photo+Adventure

 

Bereits im Vorjahr hat sich die Ergänzung des Gesamtprogramms durch externe Kooperationspartner, die mit ihrem Programm einen abendlichen Programmpunkt bestreiten, bewährt. Für Wien 2013 wurden vier hochwertige Kooperationen fixiert: Das renommierte Freeride Filmfestival wird am Samstag intensivstes Naturerlebnis und Winter-Outdooraction präsentieren. Ebenfalls am Samstag: Der bemerkenswerte Vortrag von Josef Niedermeier: „Namibia – Leben in extremer Landschaft“: eine Bilddokumentation über Tiere und Pflanzen Namibias in vier Jahreszeiten auf höchstem technischem Niveau am Puls der Zeit produziert. Am Sonntag präsentieren Georg und Verena Popp-Hackner erstmals ihr Projekt Wiener Wildnis und gewähren besondere Einblicke in Wiens urbane Natur. Den Abschluss bildet ein besonderes Highlight: mit David Lama beehrt der bekannteste österreichische Extremkletterer und Szenestar die Photo+Adventure und berichtet, erstmals in Wien, über extreme Erlebnisse auf der Kompressorroute am Cerro Torre oder am Trango Tower in Pakistan. Die Sideevents können auch unabhängig von der Messe besucht werden.

 

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Sa

05

Okt

2013

Mit dem öffentlichen Verkehr an das Winzerfest am Bielersee - Extrahalt für die Trüelete in Twann

Die Trüelete, das grösste Winzerfest der Bielerseeregion, findet vom 25. bis 27. Oktober 2013 in Twann statt. Die SBB verstärkt ihr Angebot mit zusätzlichem Rollmaterial und einem Extrahalt in Twann vom 26. auf den 27. Oktober 2013.

Regionalzug am Bahnhof Twann                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Trüelete ist das grösste Winzerfest am Bielersee. Nach der Jahrgangstaufe des neuen Weins laden Weinkeller und Carnotzets zu Twannerwein und Spezialitäten. Das Organisationskomitee der Trüelete empfiehlt die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Die Parkplatzzahl in Twann und Region ist beschränkt.

 

Damit alle Festbesucherinnen und Festbesucher entspannt an die Trüelete und wieder nach Hause gelangen, verstärkt die SBB ihr fahrplanmässiges Angebot. Die Züge des Regionalverkehrs verkehren am Wochenende mit zusätzlichen Wagen. Zudem macht der ICN Richtung Biel/ Bienne in der Nacht vom Samstag, 26. Oktober 2013 auf Sonntag, 27. Oktober 2013 einen Extrahalt in Twann um 00:38 Uhr. Das Festgelände im Dorfzentrum ist zu Fuss vom Bahnhof Twann bequem in zwei Minuten erreichbar.

 

 

Reisetipps: Rückreisebillette auf dem Hinweg kaufen und P+Rail nutzen

 

Das Ticket für die Rückreise kann bereits auf der Anfahrt gekauft werden. Dies erspart das Anstehen vor den Billettautomaten am Bahnhof Twann. Die SBB empfiehlt weiter, das Auto an einem P+Rail Bahnhof zu parkieren und dort in den Zug umzusteigen.

(Übersicht: sbb.ch/mobilitaet)

 

Das OK der Trüelete organisiert von Gaicht nach Twann ein Shuttlebetrieb mit Parkmöglichkeiten in Gaicht  (Informationen: www.truelete.ch).

 

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Do

03

Okt

2013

S-Bahn Bern: Längere Perrons für längere Doppelstockzüge

Die SBB verlängert ab Mitte Oktober 2013 die Perrons der beiden Bahnhöfe Bern Ausserholligen SBB und Münchenbuchsee auf 220 Meter. Damit starten die beiden ersten Teilprojekte des 30-Millionen-Franken-Gesamtprojekts «Perronausbauten S-Bahn Bern». Das Projekt beinhaltet an 13 Bahnhöfen der Linien S1 und S3 Perronausbauten für längere BLS-Doppelstockzüge MUTZ und sorgt so künftig für ein rascheres und komfortableres Ein- und Aussteigen.

Perronausbauten für längere BLS-Doppelstockzüge MUTZ             Foto: Marcel Manhart

 

 

Die SBB verlängert im Auftrag der Kantone Bern und Freiburg bis Ende 2015 an

13 Bahnhöfen der S-Bahnlinien S1 Fribourg/Freiburg-Bern-Münsingen-Thun und S3 Biel/Bienne-Bern-Belp die Perrons, so auch am Bahnhof Bern Ausserholligen SBB. Hier verlängert sie ab 7. Oktober 2013 bis Ende Januar 2014 die beiden Perrons um je 50 Meter in Richtung Fribourg/Freiburg. Die Perronlänge beträgt damit neu 220 Meter. Die Arbeiten haben keine Auswirkungen auf den Fahrplan.

 

Auch in Münchenbuchsee verlängert die SBB ab Oktober 2013 die beiden Perrons. Bei diesen genügen 15 zusätzliche Meter Perron in Richtung Bern, um auf die gewünschte Länge von 220 Metern zu kommen. Die Arbeiten beginnen am 14. Oktober 2013 und dauern bis Ende November 2013. Im selben Zeitfenster erneuert die SBB zudem den Bahnübergang Moosgasse und macht ihn so für die Nutzerinnen und Nutzer im Quartier fit für die nächsten Jahrzehnte.

 

Um die Arbeiten in Münchenbuchsee sicher und speditiv ausführen zu können, ersetzen in den ersten beiden Novemberwochen jeweils von Montagnacht bis und mit Freitagnacht ab 22.00 Uhr Bahnersatzbusse einzelne S3 -Züge zwischen Zollikofen und Schüpfen. Für die Hauptarbeiten am Bahnübergang müssen die SBB und die Gemeinde diesen zudem vom 21. Oktober 2013 bis 9. November 2013 sperren. Eine Umleitung wird signalisiert.

 

Mit Bern Ausserholligen SBB und Münchenbuchsee starten die beiden ersten Teilprojekte des 30-Millionen-Franken-Gesamtprojekts «Perronausbauten S-Bahn Bern». Dank den Perronverlängerungen kann die BLS künftig in Zeiten mit grosser Nachfrage zwei aneinander gekoppelte BLS-Doppelstockzüge MUTZ mit insgesamt 770 Sitzplätzen einsetzen, ohne wegen kurzen Perrons einzelne Türen abschliessen zu müssen. So können die Kundinnen und Kunden komfortabler und rascher ein- und aussteigen, was wiederum der Pünktlichkeit dient.

 

Im Dezember 2013 beginnen die Arbeiten für die Perronverlängerungen in Schüpfen. 2014 folgen Bern Bümpliz Süd, Kiesen, Flamatt, Wünnewil, Suberg-Grossaffoltern, Wichtrach, Düdingen, Oberwangen und Studen BE, 2015 Thörishaus Dorf. Im Bahnhof Thun verlängert die SBB zudem für die BLS-Doppelstockzüge MUTZ ein Gleis in der Abstellgleisanlage von 140 auf 320 Meter.

 

Die Gesamtkosten für die Ausbauten belaufen sich auf rund 30 Millionen Franken. Der Kanton Bern beteiligt sich mit 12,1 Millionen Franken, der Kanton Freiburg mit 2,6 Millionen Franken. Die restlichen Kosten übernimmt der Bund.

 

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Mi

02

Okt

2013

InnoTrans Berlin 2014 mit positiver Halbzeitbilanz

Mit grossen Schritten nähert sich die InnoTrans 2014 – und wirft bereits ihre Schatten voraus: Mehr als 90 Prozent der Ausstellungsfläche der vergangenen Veranstaltung sind schon gebucht und auch die internationale Ausstellerbeteiligung liegt mit etwa 50 Prozent auf hohem Niveau. Die internationale Fachmesse für Verkehrstechnik, innovative Komponenten, Fahrzeuge und Systeme findet vom 23. - 26. September 2014 in Berlin statt.

Nach 2012 ist es dann 2014 wieder soweit: InnoTrans Berlin         Foto: Marcel Manhart

 

 

Mehr als 90 Prozent der Ausstellungsfläche der vergangenen InnoTrans 2012 sind schon gebucht und auch die internationale Ausstellerbeteiligung liegt mit etwa 50 Prozent auf hohem Niveau. Beispielsweise organisiert die US-amerikanische Railway Engineering-Maintenance Suppliers Association (REMSA) zum zweiten Mal einen Gemeinschaftsstand, diesmal allerdings mit doppelt so großer Ausstellungsfläche. Auch die Japan Overseas Rolling Stock Association (JORSA) ist wieder mit einem Gemeinschaftsstand dabei – erneut belegt Japan eine ganze Messehalle.

 

Mit der Tengiz Trans Group wird erstmals ein kasachisches Unternehmen seine Visitenkarte auf dem Branchenevent in Berlin abgeben. Laut eigenen Angaben ist der Aussteller das größte unabhängige Leasingunternehmen für rollendes Material in Kasachstan. Neu auf der InnoTrans 2014 ist auch der südafrikanische Hersteller von Schienenfahrzeugen DCD. Und wenn die InnoTrans als internationale Leitmesse für Schienenverkehrstechnik am 23. September des nächsten Jahres startet, dann stehen an den vier Messetagen vor allem die Produktneuheiten der globalen Bahnindustrie im Zentrum der Aufmerksamkeit.

 

 

Erste Weltpremiere angekündigt

 

Insgesamt 104 Weltpremieren haben die Unternehmen der globalen Bahnindustrie im letzten Jahr vorgestellt. Mit dem deutschen Startup-Unternehmen BGM GmbH Badische Gleisbaumaschinen hat nun bereits der erste Aussteller eine Weltpremiere für die InnoTrans 2014 angekündigt: „Wir werden auf der InnoTrans in Berlin erstmals die Prototypen unserer neu entwickelten und patentrechtlich geschützten Materialtransportwagen MT 100 dem Fachpublikum präsentieren", erläutert Andreas Vonhoff, Geschäftsleiter der BGM GmbH.

 

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Di

01

Okt

2013

Österreich Schienen-Control: Geplanter Tempo-Zuschlag ab 160 km/h kommt nicht

Die ÖBB Infrastruktur AG wollte ab dem Winterfahrplan im Dezember einen Geschwindigkeitszuschlag ab 160 km/h von 0,5638 Euro pro Kilometer von allen Bahnunternehmen einheben. Der Zuschlag wurde mit höheren Errichtungs- und Abnutzungskosten von Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken begründet.

Kein Geschwindigkeitszuschlag für WESTbahn und ÖBB                 Foto: Marcel Manhart

 

 

In einem Entscheid vom 27. September 2013 erklärte der Österreichische Bahnregulierer Schienen-Control den geplanten Geschwindigkeitszuschlag nun für unwirksam.

 

 

“Marktadäquat und fair”

 

Die ÖBB Infrastruktur AG wird den Geschwindigkeitszuschlag nicht einheben, bestätigte ÖBB-Sprecher Michael Braun auf APA-Anfrage. Die weitere Vorgehensweise sei offen, eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof möglich. Die geplanten Erlöse hätten sich auf rund 4 Mio. Euro belaufen, davon rund 3 Mio. Euro von der ÖBB Personenverkehr und 1 Mio. Euro von der Westbahn. Ein Zuschlag für Geschwindigkeiten über 160 km/h sei “marktadäquat und fair”, betonte Braun. Hochgeschwindigkeit-Zuschläge gebe es auch in anderen Ländern – etwa in Deutschland und Frankreich.

 

 

Keine Erklärung zur Berechnung

 

Der Regulierer hatte im März 2012 von Amts wegen ein wettbewerbsaufsichtsbehördliches Verfahren eingeleitet. Die ÖBB habe trotz mehrmaliger Auskunftsersuchen der Schienen-Control Kommission in mehreren Stellungnahmen nicht erklärt, wie sie den Zuschlag anhand Paragraf 67 des Eisenbahngesetzes ermittelt habe. “Das kann nur dahingehend gewürdigt werden, dass sie den Zuschlag nicht gesetzeskonform ermittelt hat”, heißt es im aktuellen Bescheid. Innerhalb von fünf Tagen nach Zustellung des Bescheids muss die ÖBB Infrastruktur AG nun den Zuschlag aus den Schienennetz-Nutzungsbedingungen 2014 und dem Produktkatalog entfernen.

 

 

WESTbahn über Entscheid erfreut

 

Die mehrheitlich private WESTbahn zeigte sich über den Entscheid der Schienen-Control Kommission erfreut. “Der Bescheid ist jedoch nicht endgültig”, warnte WESTbahn-Geschäftsführer Erich Forster am Dienstag in einer Aussendung. Die Erhöhungen des Infrastruktur-Benützungsentgelts dürften nur in Höhe der Inflationsrate erfolgen, fordert der WESTbahn-Chef.

 

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