Di

20

Apr

2010

Neue Kampagne der St.Galler Polizei gegen die zunehmende Gewalt - auch auf Bahnhöfen und in den Zügen

Fresse polieren – Zukunft riskieren 

Mit diesem jungen und neuen Plakattitel machen die Stadt- und Kantonspolizei St. Gallen auf Gewalt unter jungen Menschen aufmerksam.

Der Untertitel lautet:

Keine Toleranz für Schläger.

 

Übergriffe und Vandalismus haben in den letzten Jahren zugenommen. Von diesem Trend werden auch die Bahnen nicht verschont. Bahnhöfe und Züge sind vermehrt Schauplätze von strafbaren Handlungen. Diese Situation wird durch die Anonymisierung der Gesellschaft, durch mangelnde Zivilcourage und auch durch übermässigen Alkoholkonsum begünstigt. Gezielte Weiterbildung für das Bahnpersonal sowie Präsenz von Bahnpolizei und die Nachbetreuung durch Fachpersonen bei Belästigungen und Übergriffen sollen dazu beitragen, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

 

Das Plakat wird bewegen, zu Diskussionen führen, missfallen, Fragen auslösen, Antworten suchen - es soll auseinandersetzen mit dem klaren Relikt – ohne Gewalt zu leben. Es soll Täter und deren Umfeld auf die verwerflichen Handlungen hinweisen und eine unmissverständliche Stellungnahme der Polizei vermitteln. Weiter kann es durch Fachpersonen als Arbeitsmittel für Diskussionen genutzt werden. Mit dem Plakat kann beispielsweise in einer Oberstufe oder in einer Berufsschule "Gewalt" thematisiert werden. Es eignet sich nicht für Unterstufen und weniger auch für Mittelstufen.

Die gewählten Ausdrücke auf dem Plakat sind auf der "Gasse" entstanden. Sie wurden mit Jugendlichen besprochen – das Plakat ist gemeinsam gewachsen bis es in dieser Form entstand. Bewusst wurden "Schläger" und "Opfer" in derselben Person dargestellt werden. Auch ein Schläger kann Opfer werden. 

Wir hoffen auch mit dieser Form, dass gewaltbereite Personen von ihrer Tat ablassen. Jedes verhinderte Gewaltdelikt ist ein Erfolg für unsere Gesellschaft.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0