Mi

15

Sep

2010

Die verborgenen Schätze der SBB

Die Schweizerischen Bundesbahnen wollen Geld für ihre Pensionskasse. Dabei sitzen sie auf massenweise Immobilien und Grundstücken. «ECO»-Recherchen zeigen: Experten schätzen deren Wert weitaus höher, als die SBB angibt.

 

Bruno Bonometti und Richard Müller - Schweizer Fernsehen

 

Die SBB erhöht ihre Ticketpreise, will viel Geld vom Bund für den Bahnbetrieb und über eine Milliarde Franken zur Sanierung ihrer maroden Pensionskasse. Gleichzeitig gehört die SBB zu den reichsten Immobilienbesitzern der Schweiz.

RailCity Zürich Hauptbahnhof: Zu jeder Zeit "gut bevölkert"         Foto: Marcel Manhart

 

«Sehr hohe stille Reserven»
Für den freisinnigen Zürcher Nationalrat Markus Hutter ist klar: «In diesen Immobilien liegen sehr hohe stille Reserven.» Reserven, die zur Sanierung der Pensionskasse verkauft werden könnten. Die SBB besitzt Dutzende von brachliegenden Arealen. Ihre Grundstücke bewertet die SBB mit 1,2 Milliarden Franken. Wie Recherchen des Wirtschaftsmagazins «ECO» ergeben, dürften allein diese Landreserven 200 bis 300 Millionen Franken mehr wert sein.

 

Bahnhöfe: 1,7 Milliarden mehr wert als angegeben
Ebenfalls sehr konservativ bewertet sind laut Meinung von Immobilienexperte Donato Scognamiglio die 800 Bahnhöfe der SBB: «Vier bis sechs Milliarden Franken könnte man erzielen, wenn man die Bahnhöfe versilbern würde.» Das sind bis zu 1,7 Milliarden Franken mehr, als die SBB angibt.

Immobilien-Portfolio der SBB

Das gesamte Immobilien-Portfolio der SBB hat einen Gesamtwert von 7,1 Milliarden Schweizer Franken. In den vergangenen 5 Jahren hat der Marktwert aller Immobilien um rund 20% oder um 1,1 Milliarden Franken zugenommen. Das Portfolio setzt sich zusammen aus Bahnhöfen (60,56%), Anlageobjekten (16,9%) sowie der Bahnproduktion (22,54%). Der Bereich Bahnproduktion beinhaltet jene Liegenschaften, die für die Leistungserbringung im Schienenverkehr notwendig sind (Büro- und Verwaltungsgebäude, Werkstätten sowie Unterhaltsanlagen). Quelle: SBB

 

Bericht SF ECO vom 13. September 2010

Kommentar schreiben

Kommentare: 0