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22

Dez

2010

Die Rhätische Bahn läutet die 3. Etappe des Flottenkonzepts ein

7 Gliederzüge für die Albulastrecke
Am 20. Dezember 2010 wurde die Beschaffung von sieben Kompositionen für die Albulastrecke der Rhätischen Bahn (RhB) vertraglich besiegelt. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der RhB, Erwin Rutishauser, und der CEO der Stadler Rail AG, Peter Spuhler, unterzeichneten den 110-Millionen-Vertrag in Samedan anlässlich Rutishausers Abschiedsfahrt.

 

Die Beschaffung der neuen Gliederzugkompositionen für die Albulalinie bedeutet die Auslösung der wichtigen dritten Etappe im Rahmen der Flottenpolitik der RhB. Anlässlich der Abschiedsfahrt von Erwin Rutishauser stellte der ALLEGRA-Sonderzug mit 145 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Meterspur-Bahnen auf.

 

RhB Medienmitteilung

Ein ALLEGRA-Zug im Einsatz als RE Landquart-Davos                    Foto: Marcel Manhart

 

Dank an 1350 Mitarbeitenden
Das Führungsteam der RhB organisierte am 20. Dezember 2010 eine Abschiedsrundreise für ihren Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Erwin Rutishauser. Die Halte an verschiedenen Stationen benutzte Rutishauser denn auch um Abschied von seiner Mannschaft zu nehmen. «1350 topmotivierte Mitarbeitende sorgen bei jedem Wetter und an 365 Tagen, dass diese einzigartige Bahn unzählige Fahrgäste und Kunden begeistert», zollte der scheidende Chef seinem Team Respekt und Dank. Im Rahmen dieser internen Abschiedsfahrt verblüfften das Führungsteam und viele Mitarbeitende und Gäste Erwin Rutishauser mit geplanten und spontanen Auftritten und Erinnerungen an seine sechsjährige Amtszeit.

 

Rekordfahrt
So überraschten das Führungsteam, Techniker der RhB und der Stadler Rail mit CEO Peter Spuhler Erwin Rutishauser mit einem neuen Geschwindigkeitsrekord für Meterspur-Bahnen. Der ALLEGRA-Sonderzug erreichte auf der Südseite des Vereinatunnels 145 km/h und übertraf dabei die eigene bisherige Bestmarke vom 5. Dezember 2009 von 139 km/h.

 

Rutishausers letzte Unterschrift
In Samedan liess das Führungsteam eine weitere Katze, bzw. Überraschung aus dem Sack: Im Beisein von Stadler Rail CEO Peter Spuhler sowie Vertretern von Bund und Kanton wurden die Verträge für die kürzlich vom Verwaltungsrat verabschiedete Beschaffung von sieben Kompositionen für die Albulastrecke unterzeichnet. Für Erwin Rutishauser ein besonderer Moment und eine grosse Genugtuung, wurden doch bereits die ersten zwei Etappen der Flottenbeschaffung im Rahmen der Unternehmensstrategie Offensive 2012 unter seiner Leitung aufgegleist und umgesetzt. «Mit der Beschaffung der dritten Etappe setzt die RhB einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer modernen, leistungsfähigen Bahn» freut sich Rutishauser. Für ihn war die Unterschrift gleichzeitig auch letzter Akt als operativer Chef der RhB. Peter Spuhler dankte Erwin Rutishauser für die gute Zusammenarbeit: «Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren mehrere Projekte wie beispielsweise die Panoramawagen für die Bernina- und Glacier Expresszüge oder die Zweispannungstriebzüge erfolgreich durchgeführt. Mit dem heutigen Auftrag wird dieses Erfolgskapitel weiter geschrieben».

 

Modernes Rollmaterial für den modernen Fahrgast
Die vereinbarte Beschaffung von sieben sechsteiligen Kompositionen so genannter Gliederzüge im Rahmen der Etappe III für die Albulalinie bedeutet in der Tat einen weiteren Schritt in eine moderne Zukunft der RhB. Bereits ab 2013 werden die Fahrgäste Fahrten in den ersten ausgelieferten komfortablen und klimatisierten Erst- und Zweiklasswagen geniessen dürfen. Der Niederflurbereich ist mit einem rollstuhlgängigen WC sowie mit Rollstuhlplätzen ausgerüstet. Ein Familienabteil mit Kinderspielecke und sogar ein Panorama-Fotoabteil ergänzen das Angebot im modernen Gliedzug. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 110 Millionen Franken.

Etappen 1 und 2 im Plan
Die 15 dreiteiligen Zweispannungstriebzügen ALLEGRA aus der Etappe I im Wert von rund 150 Millionen Franken werden derzeit laufend ausgeliefert und sind grossteils bereits im Einsatz. 2011 werden alle diese Triebzüge auf den Linien Bernina, Arosa und Davos eingesetzt. Die Etappe II beinhaltet fünf vierteilige Einspannungstriebzüge für den Vorortsverkehr zwischen Schiers und Rhäzüns sowie zwischen Chur und Thusis. Diese Züge kosten rund 50 Millionen Franken und sind bereits bestellt. Sie werden anschliessend an die Zweispannungstriebzüge ausgeliefert und gelangen bis Mitte 2012 in den Einsatz.

RhB investiert 310 Millionen in neues Rollmaterial
Somit investiert die RhB im Rahmen der Etappen I bis III über 310 Millionen Franken in neues Rollmaterial. Zusätzlich hat die RhB in den letzten Jahren die ganze Bernina Expressflotte grundlegend erneuert und auch den Glacier Express – gemeinsam mit der Partnerbahn Matterhorn Gotthard Bahn MGBahn – mit komfortablen, modernen Panoramawagen und Servicewagen ausgerüstet.

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