So

06

Nov

2011

SBB verdoppelt Beratungszuschlag für internationale Billette

Wer künftig ein internationales Bahnbillett am SBB-Schalter oder via Railservice (Tel. 0900 300 300) kauft, zahlt neu 10 Franken Zuschlag. Bisher verlangten die SBB eine Gebühr von 5 Franken. Das Bahnunternehmen begründet den Preisanstieg mit den immer höheren Kosten, die durch die Beratung entstünden.

Der Beratungszuschlag wird von heute Fr. 5.-- per 11.12.2011 auf Fr. 10..-- verdoppelt                                                                                                      Bildscan: Marcel Manhart

 

Die Änderung wird mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 eingeführt, wie SBB-Sprecher Reto Kormann am vergangenen Mittwoch sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der Pendlerzeitung «20 Minuten». Der Zuschlag wird pro Person und Reise erhoben. Wer also beispielsweise gleichzeitig eine Reise nach Rom und eine Reise nach Brüssel bucht, zahlt zwei Mal 10 Franken.

Die SBB verlangen seit Dezember 2009 im internationalen Geschäft eine Auftragspauschale von 5 Franken. Dieser Betrag decke die Beratungskosten nach wie vor nicht, sagte SBB-Sprecher Kormann. Oft sei es sehr aufwendig, für einen Kunden die optimalen internationalen Verbindungen herauszusuchen. Die SBB verlangen im Vergleich zu Reisebüros immer noch einen sehr moderaten Zuschlag.

Wer die 10 Franken sparen möchte, kann auf das Online-Angebot der SBB ausweichen – jedoch nicht bei allen Destinationen. Gemäss Kormann können Bahnreisende über die SBB-Webseite nur für Deutschland und Österreich das volle Zugangebot buchen.

Für Frankreich sind vor allem die TGV-Angebote online erhältlich. «Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Online-Service für möglichst viele Länder Europas bereitzustellen», sagte Kormann.

Auch wer im Voraus ganz genau weiss, was er möchte und sei dies beispielsweise auch nur ein einfaches Billett nach Landeck-Zams zahlt beim Kauf an einem SBB-Billettschalter künftig einen "Beratungs..."-Zuschlag von 10 Franken. Bestellt man dasselbe Ticket via den SBB Railservice (Tel. 0900 300 300) wird nebst den Kosten für das Telefongespräch von immerhin CHF 1.19/Min. (vom Festnetz) der Beratungszuschlag von 10 Franken ebenfalls verrechnet.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    M.Huonder (Donnerstag, 28 August 2014 00:06)

    Unglaublich wie hier abgezwackt wird. Selbst wenn der Kunde ein ganz einfaches Billett z.Bsp Zürich-Stuttgart kauft, kein Reservierung, keine Fahrplanauskunft wünscht werden 10 CHF pro Person fällig. Verlangt der Kunde aber eine zetilich sehr aufwendige Preis und Fahrplanberatung z.Bsp Schweiz nach La Coruna (Spanien) usw kostet dieser Aufwand dann nichts. Der Bahn Mitarbeiter ist dann aber für die nächste halbe Stunde damit beschäftigt, da die Preisgestaltung äusserst komplex ist. Aber es gibt noch einige wenige Privat Bahnen welche auf den Beratungszuschlag verzichten und somit ihre Kunden behalten.
    Mittlerweile ist aber die Bus Konkurrenz stark angewachsen und dort wird beim Ticket Verkauf insins Ausland niemals ein Beratungzuschlag erhoben.
    Einmal im Tarifsystem verankert, bleibt es so auf unbestimmte Zeit.