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17

Aug

2012

Konzerngewinn von Caterer Do & Co einen Drittel höher

Der börsenotierte österreichische Cateringkonzern Do & Co hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 2012/13 (also von April bis Juni 2012) den Nettogewinn um 32,6 Prozent auf 5,7 Mio. Euro gesteigert. Do & Co ist heuer im April auch ins Bahn-Catering eingestiegen und seither Speisewagenbetreiber bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes stammen vom Airlinecatering, u.a. mit der AUA (Austrian Airlines). Auch hier konnten laut Konzern Sparmassnahmen einiger Grosskunden durch Neugeschäft mehr als kompensiert werden. 

Attila Dogudan, CEO Do & Co (links)  und  Christian Kern, CEO ÖBB  freuen sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit                                                          Foto: Marcel Manhart

 

Internationale Sportereignisse, namentlich die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine, haben dem börsenotierten österreichischen Cateringkonzern Do & Co unter Attila Dogudan im Frühjahr zu kräftigen Zuwächsen verholfen. Ein Neuerwerb in der Ukraine wurde erstmals dazubilanziert. Vergrößert hat sich Do & Co zudem mit der Übernahme des Speisewagenbetriebs der Bundesbahnen (ÖBB). Im Auftaktquartal hat das Unternehmen somit Sparmaßnahmen einiger großer Airline-Kunden - darunter der AUA (Austrian Airlines) - locker weggesteckt.

Zudem gab es auch als Bordverpfleger an großen Airports wichtige Neukunden, darunter China Southern Airlines in London-Heathrow sowie Asiana und Egypt Air in New York JFK. Ab September kommt auch British Airways auf New-York-Flügen dazu. Do & Co hat gerade einen umfassenden Konzern-Umbau im Laufen, der auch mehr Vorstände umfasst. Einen Ergebnisausblick für 2012 gab es heute nicht.

Der in Wien und Istanbul börsenotierte Konzern hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2012/13 (also von April bis Juni 2012) den Nettogewinn um 32,6 Prozent auf 5,7 Mio. Euro gesteigert und den Betriebsgewinn EBIT um 36,7 Prozent auf 9,28 Millionen. Der Gewinn je Aktie lag im Startquartal bei 59 Cent, nach 44 Cent.

Auch der Umsatz ging zweistellig nach oben: Die Gruppe setzte im Auftaktquartal 151,5 Mio. Euro um, um 29,6 Prozent mehr als im Jahr davor.

92,8 Mio. Euro setzte Do & Co im Erstquartal mit Airline-Catering um, ein Plus von 8,4 Prozent. Das waren 61 Prozent vom Konzernumsatz. Ein Jahr davor waren es 73 Prozent gewesen. Beim Betriebsergebnis (EBIT) gab es im Quartal in dieser Sparte ein Plus von 16 Prozent auf 5,26 Mio. Euro.

Dogudan will sich, wie er mehrfach erklärt hat, bis auf weiteres unabhängiger machen von der immer wieder krisenanfälligen Airline-Sparte - wenngleich ihm schon wieder großes Expansionsinteresse in diese Richtung nachgesagt wird. Sollte die Lufthansa ihre Bordverpflegungstochter LSG Sky Chefs verkaufen, wäre Do & Co wohl einer der ersten, der dafür aufzeigen würde, heißt es.

Mit einem neuen Bordverpflegungsmodell hat Do & Co vor wenigen Wochen bei der AUA seinen neuen langjährigen Vertrag fixiert. AUA-Passagiere in der Economy-Klasse ab Wien können seither wieder warm essen an Bord, unabhängig wie lang der Flug dauert. Die derzeit angebotenen neun verschiedenen warmen 3-Gänge-Menüs sind kostenpflichtig und müssen vorbestellt werden, längstens eine Stunde vor dem Abflug. Do & Co sprach heute von einem erfolgreichen Start.

Im Ausblick hält der Caterer fest, dass die Entwicklung der Bordverpflegungssparte unverändert von hoher Volatilität und Dynamik des Marktgeschehens gekennzeichnet sei. Dennoch sehe man hier weiter gute Wachstumschancen. Stabil sollte sich das Geschäft beim Eventcatering weiterentwickeln.

Seit Juni 2012 konsolidiert die Gruppe die neue Ukraine-Mehrheitstochter Kyiv Catering LLC dazu. Sie ist mit 500 Mitarbeitern in diesem Land ebenfalls Nummer eins beim Airline-Catering. Die Neuerwerbung war aber schon hilfreich beim Riesen-Auftrag zur Fußball-EM im Juni.

Die Division "International Event Catering" hat im ersten Quartal 2012 den Umsatz von 15,3 auf 33 Mio. Euro mehr als verdoppelt, ebenso den Spartengewinn (EBIT) von 1,33 auf 2,9 Millionen. Der Anteil am Konzernumsatz stieg von 13 auf 21,8 Prozent. Neben der "Euro 2012" verpflegte Do & Co unter anderem die VIP-Gäste bei den Formel-1-Grand-Prix in Shanghai, Bahrain, Barcelona, Monaco, Montreal und Valencia sowie beim ATP Tennisturnier in Madrid.

Auf 17 (Vorjahr: 13,7) Prozent Umsatzanteil kam im Quartal die Sparte "Restaurants, Lounges und Hotels" mit 25,7 (16) Millionen Erlös. Das EBIT lag hier nur bei 1,11 (0,9) Mio. Euro. Dem Segment wird die neu hinzugekommene ÖBB-Zugsbordverpflegung zugerechnet. Dieser Neuzugang kommt in mehreren Phasen zum Laufen.

 

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