Di

14

Mai

2013

Die Rhätische Bahn hat 2012 das Optimum herausgeholt

Die Rhätische Bahn AG (RhB) hat das Geschäftsjahr 2012 in einem schwierigen Marktumfeld gut gemeistert. Sie weist mit 155 000 Franken einen geringfügig höheren Gewinn aus als im Vorjahr (2011: 52 000 Franken). Auch der Ertrag aus dem Personenverkehr konnte mit 93 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Die Bahn ist solide finanziert und damit in der Lage, weiterhin umfangreiche Investitionen – allein im 2012 waren es über 170 Millionen Franken – vorzunehmen.

Auch im 2012 war die Rhätische Bahn erfolgreich unterwegs         Foto: Marcel Manhart

 

 

Jahresabschluss 2012: Erwartungen erfüllt

 

Das vergangene Geschäftsjahr der RhB war von einem anspruchsvollen Marktumfeld insbesondere im touristischen Verkehr geprägt. Dank einer vorausschauenden Planung und kostenbewusstem Handeln konnte ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden, welches die Erwartungen erfüllt.

 

Mit 125 Millionen Franken wurde ein insgesamt fast gleich hoher Verkehrsertrag wie im Vorjahr erwirtschaftet, wobei die Erträge aus dem Personenverkehr und dem Autoreiseverkehr gesteigert werden konnten, der Güterverkehr jedoch wegen der Reduktion des Verkehrs der NEAT-Baustelle Sedrun hinter dem Vorjahreswert zurück blieb.

 

Andere betriebliche Erträge und Eigenleistungen brachten 51 Millionen Franken. Zusammen mit den Leistungsabgeltungen von Bund und Kanton ergab sich ein Betriebsertrag von 336 Millionen Franken (Vorjahr 329 Millionen Franken). Bei ähnlich hohen Aufwänden verblieb ein Betriebsergebnis von 217 000 Franken (Vorjahr 3,2 Millionen Franken). Nach Finanzerträgen und -aufwänden, Steuern und ausserordentlichen Positionen resultierte als Jahresergebnis ein Gewinn von 155 000 Franken (Vorjahr 52 000 Franken).

 

 

Verbesserte Transparenz und solide Bilanzstruktur

 

Die RhB untersteht den neuen Rechnungslegungsvorschriften für konzessionierte Unternehmen des öffentlichen Verkehrs. Die Überprüfung der Rückstellungen sowie die Bereinigung der à fonds perdu finanzierten Sachanlagen wie zum Beispiel der Vereinatunnel führten zu einer Anpassung der Bilanzstruktur und zur Verbesserung der Transparenz. Der Wert sämtlicher Sachanlagen inklusive aller Tunnels, Brücken, Fahrleitungen, Trassees, Lokomotiven, Wagen usw. ist nun vollständig offengelegt. Er beträgt 2,1 Milliarden Franken. Dem steht ein Fremdkapital von 1,6 Milliarden Franken gegenüber; zu einem grossen Teil bedingt rückzahlbare Darlehen der öffentlichen Hand. Zusammen mit der nicht rückzahlbaren Finanzierung durch den Staat ergibt sich ein Eigenkapitalanteil von soliden 37,5 Prozent.

 

 

Weiterhin starke Investitionstätigkeit

 

Die Investitionstätigkeit war mit über 170 Millionen Franken erneut hoch und umfasste vor allem den Erhalt der Infrastruktur. Zu den grössten Bauvorhaben im 2012 zählten die Stationsumbauten in Davos Platz, Samedan und Campocologno im Puschlav. Auch im laufenden Jahr wird mit hoher Intensität an diversen Projekten gearbeitet. Geplant sind umfangreiche Investitionen an der Prättigauer Linie mit einer Kreuzungsstelle oberhalb von Küblis, der Doppelspur bei Klosters sowie dem Umbau der Gleisanlage beim Bahnhof in Küblis. Weitere Stationsumbauten sind vorgesehen für Arosa und St. Moritz, wo voraussichtlich im November an einer kommunalen Urnenabstimmung über die dazugehörige Zonenplanung entschieden wird. Der Erneuerungsbedarf ist auch beim Rollmaterial hoch. Zurzeit werden die neuen Stammnetztriebzüge in Betrieb genommen. An der Konzeption der künftigen Flotte wird intensiv gearbeitet.

 

Im 2013 trotz Naturgewalten auf Kurs

 

Im laufenden Jahr ist die RhB mit dem Murgang zwischen Chur und Domat/Ems nach den Steinschlägen bei Brusio und Lüen bereits zum dritten Mal von Naturgewalten betroffen. Trotz entsprechenden Streckensperrungen lagen die Frequenzen im Personenverkehr nur leicht unter dem Vorjahr. Für 2013 erwartet die RhB einen ähnlich hohen Verkehrsertrag wie im letzten Jahr. Damit kann erneut ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden.

 

 

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