Regierungsräte besuchten SOB-Grossbaustelle Schachen West

Vertretungen der Kantone Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen besuchten heute die SOB-Grossbaustelle „Neubau Doppelspur Schachen West“. Marianne Koller-Bohl und Benedikt Würth liessen sich über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren.

Die Regierungsräte auf der Baustelle Schachen West                 Foto: Südostbahn - SOB

 

Das Projekt «Neubau Doppelspur Schachen West» kombiniert zwei öV-Konzepte: Neue Eisenbahnalpentransversale (NEAT) und «S-Bahn St.Gallen 2013». Mit dem Ausbau auf Doppelspur wird die Grundvoraussetzung für den Betrieb der S-Bahn St.Gallen zwischen Herisau und Degersheim (Halbstunden-Takt) geschaffen. Darüber hinaus realisiert die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) einen weiteren Schritt für die Anbindung der Ostschweiz an die Gotthard-Achse der NEAT. Das Projekt «Neubau Doppelspur Schachen West» bringt als Bestandteil der «S-Bahn St.Gallen 2013» zugleich ein verbessertes Angebot, beschleunigt den Voralpen-Express auf der Strecke St. Gallen – Luzern, erhöht die Fahrplanstabilität und schafft neue Möglichkeiten für Zugsüberholungen und -kreuzungen bei Betriebsstörungen. Schlanke Anschlüsse und bessere Verbindungen in höherer Frequenz, davon ist Thomas Küchler, CEO der SOB, überzeugt, bringen zufriedenere Kundinnen und Kunden.

 

Projektumfang

Der Neubau der zwei Kilometer langen Doppelspur erfordert, wie Markus Barth, Leiter Infrastruktur der SOB, erläuterte, den Ersatz von zwei Strassenüberführungen, die Erweiterung einer Kantonsstrassen-Überführung, einen zusätzlichen Viadukt über das Kirchtobel, diverse Stützmauern sowie verschiedene Einschnitt- und Dammschüttungsarbeiten. Das Entwässerungssystem muss erweitert und erneuert werden, ebenso die Gleis- und Bahntechnikanlagen (inkl. Stellwerk). Zusätzlich werden die Publikumsanlagen am Bahnhof Schachen auf den neusten Stand gebracht und behindertengerecht ausgerüstet.

 

Neues Kirchtobelviadukt

Herzstück dieses Grossprojektes ist der neue Kirchtobelviadukt. Marianne Koller-Bohl und Benedikt Würth verfolgten von der Besucherplattform aus die zurzeit laufenden Vorarbeiten für das Betonieren der Brückenplatte – ein Meilenstein, der in der zweiten Septemberhälfte erreicht wird.

 

Das Projekt in Kürze


Baubeginn: 2. November 2011


Fertigstellung: Dezember 15. Dezember 2013


Kosten: 47.60 Mio. CHF (Preisbasis Okt. 2010)


Finanzierung: NEAT-Modul 17 (Finöv-Fonds) 22.54 Mio. CHF


Anteil Kanton SG: 6.27 Mio. CHF


Anteil Kanton AR: 0.23 Mio. CHF


Anteil SOB: 18.56 Mio. CHF

 

 

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