Archiv der Beiträge vom November 2012

 

 

 

 

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30

Nov

2012

Ausbau der InterCity-Verbindungen Zürich–Chur ab Mitte 2014

Ab Mitte 2014 profitieren die Kunden von zusätzlichen InterCity - Verbindungen zwischen Zürich und Chur. Die fünf an der Strecke Zürich – Chur gelegenen Kantone haben zusammen mit den beteiligten Bahnen die offenen Punkte geklärt und damit die Voraussetzung für eine rasche Umsetzung geschaffen.

Zum stündlichen IC-Takt xx.09h ab Chur verkehren bereits heute einzelne zusätzliche Intercity, wie z.B. hier der IC 10788 um 16.39h nach Zürich         Foto: Marcel Manhart

 

Für die Optimierung des Bahnangebots im Korridor Zürich – Chur wurde 2009 die Planungsplattform „Angebotswerkstatt Zürich – Chur“ gegründet. Die Vertreter der Kantone Zürich, Schwyz, Glarus, St. Gallen und Graubünden sowie der SBB haben sich bereits im Frühjahr 2012 auf eine Stossrichtung für das Übergangskonzept 2014/15 geeinigt. Inzwischen konnten die offenen Punkte bereinigt werden. Am 22. November 2012 wurde die Stossrichtung definitiv bestätigt und das weitere Vorgehen verabschiedet. Die Umsetzung des Angebotsausbaus erfolgt in drei Etappen bis Ende 2015.

 

 

Neuer RegioExpress Zürich–Chur bereits ab Dezember 2013

 

Der InterRegio Zürich – Chur wird per Fahrplanwechsel im Dezember 2013 mit modernen Regio Doppelstockzügen und angepasster Haltepolitik geführt und damit zum RegioExpress. Neu sind die Halte in Siebnen-Wangen und Walenstadt. Der heutige Halt in Bad Ragaz muss wegen Trassierungskonflikten vorübergehend aufgehoben werden. Dafür wird der Regionalverkehr Chur – Sargans zum Halbstundentakt verdichtet und in den Knoten Sargans eingebunden. Für Maienfeld und Bad Ragaz werden dadurch attraktive Anschlüsse ins St.Galler Rheintal und auf die InterCity-Züge Richtung Zürich geschaffen. Der neue Halt des RegioExpress in Walenstadt ermöglicht die mit der Vorlage zur S-Bahn St.Gallen 2013 versprochene halbstündliche Anbindung der Region Walensee und eine Aufwertung der Tourismusregion Flumserberg, vorerst allerdings nur mit einer kombinierten Bahn/Bus-Lösung. Der Halt in Siebnen-Wangen ist Voraussetzung für eine halbstündliche Bahn-Erschliessung der oberen March. Verbunden mit dem Einsatz von Regio Doppelstockzügen ist der Bruch der heutigen Zugsläufe Basel – Chur in Zürich und die Aufhebung bestehender EuroCity- Verbindungen nach Chur.

 

 

Neuer March-Shuttle und Ausbau InterCity Zürich–Chur ab Juni 2014

 

Mit Umsetzung der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn per 15. Juni 2014 wird die obere March anstelle der S2 mit einem halbstündlichen Bahn-Shuttle zwischen Ziegelbrücke und Siebnen-Wangen erschlossen, welcher in Siebnen-Wangen Anschlüsse auf den neuen RegioExpress Zürich–Chur sowie den GlarnerSprinter erhält. Ebenfalls auf Mitte 2014 werden die heutigen Verdichtungs-InterCity Zürich–Chur zu einem Zweistundentakt inklusive Halt in Sargans ausgebaut. Mit guten Anschlüssen in Zürich sinken einige Reisezeiten nach Deutschland um fast 30 Minuten.

 

Die Rhätische Bahn wird das Angebot von Landquart nach Davos und St. Moritz (via Vereina) mit Anschluss an die Verdichtungs-InterCity ebenfalls auf Mitte 2014 ausbauen. Per Dezember 2014 bietet die RhB zudem neue Verbindungen von Chur nach Ilanz und Arosa an. Zudem wird das Angebot auf wichtigen Postauto-Zubringerlinien verdichtet. Damit ist die Tourismusregion Graubünden mit attraktiven Angeboten ans Fernverkehrsnetz der Schweiz angebunden.

 

 

ICE-Durchbindungen nach Chur ab Dezember 2015

 

Per Fahrplanwechsel Dezember 2015 verfolgt die SBB das Ziel, attraktive ICE-Verbindungen nach Chur anzubieten, um die per Dezember 2013 erforderliche Aufhebung bestehender EuroCity-Verbindungen zu kompensieren. Voraussetzung dafür ist die Entschärfung der Gleisbelegungs- und Durchbindungskonflikte im Knoten Zürich. Das ist erst mit der Eröffnung der Durchmesserlinie West-Ost per Dezember 2015 möglich.

 

Der schrittweise Ausbau des Fernverkehrsangebots in der Südostschweiz zu einem Halbstundentakt entspricht einem Marktbedürfnis. Bis 2025 soll die Strecke Zürich – Chur gemäss Vorschlag des Bundesrates im Rahmen von FABI für CHF 160 Mio. ausgebaut werden. Mit diesen Investitionen können der durchgehende InterCity- Halbstundentakt realisiert und die Kompromisse in der March und am Walensee, welche im Übergangskonzept 2014/15 erforderlich sind, korrigiert werden.

 

 

«Ein Meilenstein - für Graubünden und die RhB»

 

(RhB, 30.11.2012) Die im Rahmen der Planungsplattform «Angebotswerkstatt Zürich - Chur» am 22. November 2012 verabschiedete Stossrichtung zur Verdichtung des InterCity-Angebots Zürich – Chur wirkt sich auch auf das Bahn- und Busangebot in Graubünden positiv aus. Entsprechend freuen sich Exponenten der Politik sowie der Rhätischen Bahn (RhB) auf die schrittweise Einführung des Projekts Retica 30, 1. Etappe, ab 2014. Nicht zuletzt bedeutet der Entscheid dank zweistündigem Halbstundentakt auf der Achse Zürich – Landquart – Chur eine markante und berechtigte Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Verkehrs in der grössten touristischen Region der Schweiz.

 

Die durch Vertreter der Kantone Zürich, Schwyz, Glarus, St. Gallen und Graubünden, sowie der SBB gebildete Projektgruppe hat sich kürzlich auf eine Angebotsverbesserung im Korridor Zürich – Chur ab 2014 geeinigt. Für Graubünden besonders relevant stechen dabei die zusätzlich im Zweistundentakt verkehrenden InterCity-Züge zwischen Zürich und Chur hervor. Bereits für den Sommer 2014 sind zusätzliche Züge geplant.

 

 

Die RhB ist bereit

 

Diesen attraktiven Zweistundentakt mit zusätzlichen Intercity-Zügen der SBB deckt die Rhätischen Bahn mit entsprechenden Anschlüssen in Landquart und Chur ab. So wird die RhB das Angebot ab Juni 2014 von Landquart nach St. Moritz (via Vereina) sowie nach Davos ebenfalls schrittweise ausbauen. Ab Dezember 2014 werden zudem zusätzliche Angebote von Chur nach Ilanz und Arosa angeboten; nach Ilanz zu den Hauptverkehrszeiten und nach Arosa an saisonalen Spitzentagen.

 

RhB-Direktor Hans Amacker freut sich über das Resultat der «Angebotswerkstatt Zürich – Chur» und bezeichnet die Stossrichtung als einen «Meilenstein für Graubünden und die RhB». Damit könne die Rhätische Bahn ihre «zentrale Rolle zur attraktiven Erschliessung des Kantons Graubünden wahrnehmen», so Amacker. Damit sich die Transportkette auch in periphereren Regionen spürbar auswirkt, soll gemäss AEV das Angebot auch auf den wichtigsten Postauto-Zubringerlinien verdichtet werden.

 

 

Verbesserte Standortattraktivität Graubünden

 

Für den Bündner Regierungsrat und Vorsteher des Bau-, Verkehrs- und Forstdepartements, Mario Cavigelli, haben die Einführung des zweistündigen Halbstundentakts und der verbesserte Anschluss Graubündens an das (inter-) nationale Eisenbahnnetz eine prioritäre Bedeutung. Cavigelli: «Eine attraktive Anbindung Graubündens an das nationale bzw. internationale Eisenbahnnetz ist ein wesentlicher Faktor für die künftige wirtschaftliche und touristische Entwicklung unseres Kantons». Auch Cavigelli freut sich über das «Resultat der konstruktiven Zusammenarbeit der am Projekt beteiligten Kantone ».

 

In der Tat: Mit dem Ziel, ab Dezember 2015 ICE-Verbindungen von und nach Deutschland direkt nach Chur zu führen sowie mit modernem Rollmaterial wird die Qualität des öffentlichen Verkehrs weiter gesteigert. Zusammen mit der Angebotsverdichtung trägt die RhB gemeinsam mit den beteiligten öffentlichen Verkehrsunternehmungen wesentlich zur Attraktivität Graubündens als Tourismus-, Wirtschafts- und Wohnstandort bei.

 

Das ab 2014 verdichtete Angebot soll längerfristig sowohl auf dem Korridor Zürich – Chur wie auch bei der RhB ausgebaut werden, so dass zu einem späteren Zeitpunkt auf den verkehrsstarken Achsen der ganztägige Halbstundentakt eingeführt sein soll.

 

 

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Do

29

Nov

2012

Durchmesserlinie Appenzell - St. Gallen - Trogen: Der DML einen grossen Schritt näher gekommen

Die beiden Kantonsräte von Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen haben am 26. November 2012 den Beitrag zur Finanzierung der Infrastrukturausbauten auf dem Netz der Appenzeller Bahnen zum Bau der Durchmesserlinie (DML) angenommen. Die Verantwortlichen der Appenzeller Bahnen sind sehr erfreut über diese Zustimmung.

 

Medienmitteilung der Appenzeller Bahnen vom 26. November 2012

Der Bahnhof der Appenzeller Bahnen in St. Gallen                        Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Finanzierung der DML der Appenzeller Bahnen basiert auf dem Agglomerationsprogramm St.Gallen/Arbon-Rorschach. Der Bund trägt einen Anteil von rund 41 Millionen Franken. Die restlichen 49 Millionen Franken werden auf die drei beteiligten Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St.Gallen verteilt. Mit dem positiven Entscheid der beiden Parlamente in Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung der DML erreicht.

 

 

Viertelstundentakt in Reichweite

 

Die Durchmesserlinie ermöglicht den Appenzeller Bahnen, ihre Angebote in das S-Bahn Konzept St.Gallen einzufügen und den Viertelstundentakt zwischen Trogen und Gais umzusetzen. Damit können wesentliche Angebotsverbesserungen für Pendler und Touristen umgesetzt werden. Mit der DML können die AB die zwingend notwendige Modernisierung des Rollmaterials und der Infrastruktur optimal umsetzen. 2014 soll der Spatenstich erfolgen.

 

Der Kredit untersteht im Kanton St.Gallen dem fakultativen Referendum. Für den Beitrag des Kanton Appenzell Innerrhoden an die DML benötigen die AB noch die Zustimmung des Grossen Rates und der Landsgemeinde des Kantons Appenzell Innerrhoden. Am 28. April 2013 befindet das Innerrhoder Stimmvolk über den 7 Millionen Kredit.

 

 

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Mi

28

Nov

2012

Neuer Bahnhof St.Gallen kommt vors Volk

Der Hauptbahnhof in St.Gallen soll für 120 Millionen Franken umgebaut werden. Rund einen Drittel der Kosten trägt die Stadt St. Gallen. Das Stadtparlament hat am Dienstag eine entsprechende Kreditvorlage deutlich gutgeheissen. Das letzte Wort hat nun aber das Volk.

Das Stadtparlament  hat dem Kredit  für  die Neugestaltung  des Bahnhofs zugestimmt                                                                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

80'000 Reisende benutzen jeden Tag den Bahnhof St.Gallen. In 20 Jahren sollen es über 100'000 sein. SBB und Stadt wollen die grösste ÖV-Drehscheibe der Ostschweiz für die steigenden Benutzerzahlen fit machen. Die Stadt trägt Kosten von 37 Mio. Franken, die SBB 56 Mio. Franken sowie Bund und Kanton 23 Mio. Franken. Die Eröffnung ist auf 2018 geplant.

 

 

Zusätzliche Unterführung

 

Die Vorlage wurde zwar als kein grosser Wurf bezeichnet, sie erhielt aber trotzdem eine grosse Mehrheit im Rat. Zusätzlich wurde auch ein Kredit von 5,2 Mio. Franken für die Personenunterführung West gutgeheissen. 2013 wird das Volk über die Neugestaltung des Bahnhofplatzes abstimmen. Das Parlament stimmte einem Antrag der Baukommission zu, das Volk gleichzeitig auch über eine zusätzliche Personenunterführung bis zum Kornhausplatz für rund 12 Mio. Franken abstimmen zu lassen.

 

Eckpunkte des gemeinsamen Projekts von SBB und Stadt St.Gallen sind neue, breitere Personenunterführungen, eine neue Ankunftshalle und ein neu gestalteter Platz für Busse und Postautos. Der Bahnhof soll dank Rolltreppen, Liften, Wartehäuschen und -plätzen benutzerfreundlicher werden. Mit Einführung der S-Bahn baut die SBB ein viertes Perron auf der Nordseite des Bahnhofs.

 

Die Busse durchqueren den Bahnhofplatz fast ausschliesslich auf einer Nord-Ost-Achse. Die Wartedauer der Busse soll verkürzt werden. Die Zahl der Veloparkplätze wird verdoppelt. Der Autoverkehr wurde bereits Anfang Oktober auf die Nordseite verbannt.

 

 

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Di

27

Nov

2012

Regionalzüge zwischen Berlin und Potsdam fahren wieder

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 wird der direkte Regionalverkehr zwischen Berlin und Potsdam wieder aufgenommen. Im Fernverkehr wird Prenzlau ausserdem ICE-Bahnhof.

Die Bauarbeiten in Berlin-Charlottenburg sind beendet                 Foto: Marcel Manhart

 

Nach erfolgter Komplettsanierung von Brücken und Gleisen zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Wannsee steht eine leistungsfähige Infrastruktur zur Verfügung, auf der auch das Zugangebot erweitert wird. Zwischen Berlin Friedrichstraße und Potsdam Hauptbahnhof verkehren in der Woche zur Hauptverkehrszeit nun 4 Züge pro Stunde. Zusätzlich verkehrt die S-Bahn weiterhin im 10-Minuten-Takt.

 

Die Regionalexpresslinie RE 1 verkehrt wieder durchgehend zwischen Magdeburg – Brandenburg (Havel) – Berlin – Frankfurt (Oder). Der Umleitungsverkehr über Golm entfällt. Im Rahmen des neu vergebenen Verkehrsvertrages setzt DB Regio auf dieser Strecke die ersten erneuerten Doppelstockzüge und spurtstarke Neubaulokomotiven der Bauart Taurus ein.

 

Die Linien RB 21 und RB 22 fahren montags bis freitags zur Hauptverkehrszeit über ihren bisherigen Endpunkt Potsdam Griebnitzsee weiter nach Berlin Friedrichstraße und halten zusätzlich in Wannsee, Charlottenburg, Zoologischer Garten und Berlin Hauptbahnhof. Es werden neue klimatisierte Fahrzeuge des Typs Talent 2 eingesetzt.

 

Auch die Linie RE 7 fährt wieder durchgehend zwischen Dessau – Berlin – Flughafen Schönefeld und Wünsdorf Waldstadt. Die bisherigen Altbau-Doppelstockzüge werden ebenfalls durch Neubauzüge des Typs Talent 2 ersetzt.

 

Auf den Linien RE 2 (Wismar – Berlin – Cottbus) und RE 4 (Rathenow – Jüterbog) muss sich DB Regio von ihren Fahrgästen verabschieden. Im Rahmen der Neuausschreibung sind die Leistungen vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) an die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) vergeben worden. Da dem neuen Betreiber noch nicht ausreichend eigene Fahrzeuge zur Verfügung stehen, wird DB Regio im Rahmen kollegialer Zusammenarbeit vorübergehend mit zehn Doppelstockgarnituren samt Lokpersonal aushelfen.

 

Auf den Linien RE 6 (Wittenberge – Neuruppin – Berlin) und RB 13 (Wustermark – Berlin Spandau) wird das Angebot reduziert.  Die Verlängerung der RE 6 in den Hauptverkehrszeiten von Spandau nach Gesundbrunnen wird vom VBB nicht mehr bestellt. Aus gleichem Grund verkehrt die RB 13 nur noch in den Hauptverkehrszeiten. Die Züge der Regionalbahnlinie RB 66 von Berlin nach Stettin verkehren künftig nicht mehr über die Berliner Stadtbahn, sondern beginnen und enden in Gesundbrunnen.

Neue Angebote im Fernverkehr gibt es für Prenzlau und Königs Wusterhausen: Nach der Modernisierung der Bahnsteiganlagen wird Prenzlau ICE-Halt. Montags bis freitags um 8.33 Uhr fährt der ICE 1609 über Berlin und Leipzig Richtung München. Umgekehrt erreicht ICE 1606 Prenzlau täglich außer samstags um 19.30 Uhr. In Königs Wusterhausen hält künftig montags bis samstags der Intercity Cottbus – Berlin – Norddeich Mole. Abfahrt Richtung Norddeich Mole ist um 6.52 Uhr. Die Rückfahrt erreicht Königs Wusterhausen um 19.02 Uhr.

 

Eine zusätzliche ICE-Verbindung zwischen Berlin und der Ostseeinsel Rügen gibt es an den Samstagen vom 16. März bis 2. November 2013. Der Zug verkehrt von München über Nürnberg und Jena. Abfahrt in Berlin Hauptbahnhof ist um 11.07 Uhr. Ankunft im Ostseebad Binz um 14.43 Uhr. In der Gegenrichtung startet der Zug um 12.45 Uhr in Binz und erreicht Berlin Hauptbahnhof um 16.23 Uhr.

 

Zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen setzt die DB wegen gestiegener Nachfrage zusätzliche InterCity-Züge an verschiedenen Wochentagen ein, diese halten zum Beispiel in Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund und Hannover.

 

Ebenso ergänzt ein zusätzliches IC-Zugpaar zwischen Berlin und Dresden am Wochenende das EC/IC-Angebot. Der IC 1918 nach Dresden startet freitags um 17.59 Uhr in Berlin Hauptbahnhof, in der Gegenrichtung fährt IC 1919 sonntags in Dresden Hauptbahnhof um 12.38 Uhr ab.

 

Der Eurocity Wawel von Berlin nach Krakau endet und beginnt wegen Bauarbeiten der polnischen Eisenbahngesellschaft PKP bereits in Breslau.

 

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Mo

26

Nov

2012

Mit SBB RailAway für nur 49 Franken ins Tessin

Ein Ausflug ins Tessin wird so attraktiv wie nie: SBB RailAway und Ticino Turismo lancieren zusammen ein einmaliges Angebot. Zum fixen Preis von 49 Franken (2. Klasse mit Halbtaxabo) geht die Fahrt in den Süden – Inspirationen inklusive, denn die Zusatzleistungen (Eintritt, Bergbahnfahrt usw.) für diverse Tessin-Erlebnisse sind im Fixpreis inbegriffen. Die Aktion läuft vom 01. Dezember 2012 bis zum 23. März 2013. Neu gibt es den fixen Preis auch in der 1. Klasse.

 

Die Angebote können unter sbb.ch/erlebnis-tessin gekauft werden.

Die Sonnenstube der Schweiz lädt zum Ausflug ein                           Foto: SBB RailAway

 

Das milde Klima im Tessin hebt zu jeder Jahreszeit die Stimmung. Betörend leuchten die Kastanienhaine im Herbst; mild stimmt der Tessiner Winter, derweil in der übrigen Schweiz die Minusgrade kaum zum Verweilen anhalten. Und: Es gibt viel zu erleben dort. Bellinzona und die Burgen, FoxTown Factory Stores Mendrisio, das Infocentro AlpTransit Pollegio, das Lido Locarno, die Swissminiatur Melide, eine Fahrt mit der modernen Luftseilbahn hinauf zur Aussichtsplattform Cardada oder etwa ein Besuch des Marktes in Luino bzw. der Region Gambarogno und neu die Galleria Baumgartner – ein Muss für Modelleisenbahn-Liebhaber – zählen zu den Tessiner Höhepunkten. Die Zusatzleistungen und der Transfer zu diesen Erlebnissen sind im neuen Fixpreis-Ticket inbegriffen.

 

Den ganzen Winter hindurch reisen Kunden zum Pauschalpreis von 49 Franken (2. Klasse mit Halbtax) oder für 79 Franken (2. Klasse ohne Halbtax) bzw. 72 Franken (1. Klasse mit Halbtax) und 122 Franken (1. Klasse ohne Halbtax) ins Tessin. Die grosse Nachfrage nach dem Aktionskombi-Billett im Winter 2011/12 hat die Partner des öffentlichen Verkehrs und des Tourismus – namentlich SBB RailAway und Ticino Turismo – dazu bewogen, in diesem Jahr erneut ein attraktives Angebot zu präsentieren. Im letzten Winter reisten aufgrund dieser Aktion drei Mal mehr Deutschschweizer Richtung Tessin als üblich. Jede fünfte Person buchte überdies die Hotelübernachtung dazu.

 

Das Billett für die Hin- und Rückreise gilt drei Tage. Das eröffnet die Möglichkeit, spontan über Nacht im Süden zu weilen. Die Reisenden profitieren von 20 Prozent Rabatt pro Nacht in 20 ausgesuchten Tessiner Hotels. Oder aber sie buchen direkt eines der günstigen Pauschalangebote (2 Übernachtungen in Doppelzimmer inklusive Frühstück, Abendessen, Nutzung des Spa usw.), die neu dazu erhältlich sind.

 

Weitere Informationen zu der Tessiner Winterwonne finden Interessierte auch in der Aktions-Broschüre. Diese ist am Bahnhof erhältlich und kann bei SBB RailAway bestellt werden.

 

Alle Freizeitideen finden Sie auf der Website unter sbb.ch/railaway.

Alle SBB RailAway- Angebote sind an allen Bahnschaltern, beim Rail Service Tel.-Nr. 0900 300 300 (CHF 1.19/Min. vom Schweizer Festnetz) oder neu im Online Freizeitshop unter sbb.ch/freizeitshop erhältlich.

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So

25

Nov

2012

Fahrplanwechsel im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg am 9. Dezember 2012

Streckensperrung Berlin Wannsee – Berlin-Charlottenburg beendet – S-Bahn weiter mit eingeschränktem Angebot – Öfter und schneller nach Dessau – Inbetriebnahme der Station Ludwigsfelde-Struveshof – Fahrzeugersatzkonzept aufgrund fehlender Neubaufahrzeuge erforderlich

 

Für Berlin und Brandenburg gibt es im Liniennetz keine größeren Änderungen zum Fahrplanwechsel. Bei einigen Linien ergeben sich jedoch einzelne Änderungen bei den Abfahrtszeiten. Auch im Fahrplan 2013 wird teilweise das Angebot im Eisenbahn-Regionalverkehr ausgeweitet, allerdings werden auch schwach nachgefragte Bahnangebote reduziert. Bei der S-Bahn Berlin GmbH bestehen auch weiterhin Einschränkungen im Verkehrsangebot infolge von Fahrzeug- und Personalengpässen. Zwischen Frankfurt (Oder) und dem polnischen Slubice wird die erste regelmäßige grenzüberschreitende Stadtbuslinie im VBB den Betrieb aufnehmen.

 

Pressemitteilung Verkehrsverbund Berlin - Brandenburg VBB

S-Bahn und RB in Königs Wusterhausen                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: „Die Sperrung der Strecke durch den Grunewald für den Regionalverkehr und die damit verbundenen Beeinträchtigungen für die Fahrgäste hat endlich ein Ende. Wir möchten uns bei allen Fahrgästen für das entgegengebrachte Verständnis bedanken. Ich hoffe, dass die DB Netz AG die Sperrung Berlin – Rostock ebenso im Zeitrahmen bis Ende April beendet. Ganz besonders freue ich mich, dass wir ab dem 9. Dezember den ersten grenzüberschreitenden Stadtbus nach Polen in Betrieb nehmen können. Durch das Engagement und die gute Zusammenarbeit der beiden Oderstädte Frankfurt (Oder) und Slubice kann das grenzüberschreitenden Verkehrsangebot im Interesse der Bevölkerung wesentlich verbessert werden.“

 

 

Planmäßiger Abschluss von Bauarbeiten

 

Nach einjähriger Bauzeit und Streckensperrung können wieder Züge des Regionalverkehrs zwischen Potsdam bzw. Bad Belzig direkt nach Berlin fahren. Mit Abschluss der Modernisierungsarbeiten an der Gleisinfrastruktur zwischen den Bahnhöfen Berlin Wannsee und Berlin-Charlottenburg fahren die Linien RE7 und RE1 wieder durchgängig, damit verbundene Linienumleitungen und Unterbrechungen entfallen. Das Angebot im Regionalverkehr kann nun zwischen Potsdam und Berlin ausgeweitet werden. Es verkehren in der Hauptverkehrszeit Züge der Linien RB 21 und RB 22 zusätzlich bis Berlin Friedrichstraße.

 

 

Fortführung der Bauarbeiten Berlin – Rostock

 

Die Bauarbeiten auf der Strecke Berlin – Rostock werden planmäßig fortgeführt. Bis zum Ende der Streckensperrung am 26. April 2013 werden über den Fahrplanwechsel hinaus die Ersatzmaßnahmen auf den Linien RE5, RB12 und RB20 fortgesetzt.

 

 

Fahrzeugersatzkonzept aufgrund fehlender Neubaufahrzeuge

 

Aufgrund von Verzögerungen im Produktions- und Zulassungsprozess können auch ab dem Fahrplanwechsel noch nicht alle Neubaufahrzeuge vollständig zum Einsatz gebracht werden.

 

Die für die Betriebsaufnahme der ODEG auf den Linien RE2 und RE4 vorgesehenen 16 neuen ODEG-Züge (Fahrzeugtyp KISS) stehen nicht vollständig zur Verfügung. Auf der RE2 werden mit Unterstützung der DB Regio bis auf weiteres die bisher dort im Einsatz befindlichen Doppelstockwagen eingesetzt. Derzeit wird geprüft inwieweit der geplante Fahrplan auch mit den Ersatzfahrzeugen eingehalten werden kann. Sofern die neuen Züge vom Fahrzeugtyp KISS teilweise zur Auslieferung gelangen, verkehren diese dann auf der RE4 zwischen Jüterbog und Rathenow.

 

Der Einsatz der neuen Triebwagen vom Typ Talent 2 bei der DB Regio wird sukzessive fortgeführt, kann jedoch auch noch nicht vollständig zum Fahrplanwechsel erfolgen. Neu verkehrt die Linie RE7 mit den neuen elektrischen Triebwagen. Dadurch kann auch die Fahrzeit zwischen Dessau und Berlin um rund 15 min verkürzt werden. Je nach Verfügbarkeit werden die die neuen Fahrzeuge dann auch auf den Linien RB10, RB14, RE10, RE11 und RB 43 eingesetzt.

 

 

Nachfolgend die wichtigsten Neuerungen im Regionalverkehr:

RE1 Magdeburg Hbf – Berlin – Frankfurt (Oder) – Eisenhüttenstadt

 

Nach Abschluss der Bauarbeiten zwischen Berlin Wannsee und Berlin-Charlottenburg verkehrt die RE1 wieder durchgängig zwischen Magdeburg bzw. Brandenburg (Havel) und Berlin über die gewohnte Fahrstrecke. Im Abschnitt Berlin – Frankfurt (Oder) wird wieder der gewohnte Taktversatz eingerichtet. Neu verkehren die Züge nur noch in der Hauptverkehrszeit über Frankfurt (Oder) hinaus bis Eisenhüttenstadt. Neu werden drei Expresszüge je Richtung zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus eingerichtet, die nur in Eisenhüttenstadt und Guben halten und damit die Fahrzeit auf 55 Minuten verkürzen. Der RE1 hält neu auch in Berlin-Charlottenburg. Im Abschnitt Potsdam Hbf – Berlin-Friedrichstraße verkehren in der Hauptverkehrszeit zusätzlich Züge der Linien RB21 und RB22 und entlasten somit zusätzlich die RE1 in diesem Abschnitt.

 

 

RE2 Wismar – Wittenberge – Berlin Stadtbahn – Cottbus

 

Die Linie wird neu von der ODEG betrieben. Das bisherige Fahrplankonzept wird im Grundsatz fortgeführt. Bei einigen Fahrten erfolgen geringe Fahrplananpassungen. Für bessere Fahrmöglichkeiten von Cottbus nach Berlin verkehren frühmorgens der RE2 sowie der IC2432 Cottbus – Norddeich mit geänderten Abfahrtszeiten. Ein Zug der RE2 verkehrt von Cottbus nach Berlin deshalb taktabweichend bereits gegen 5.30 Uhr ab Cottbus. Gegen 6.00 Uhr verkehrt dann der IC2432, der zusätzlich in Königs Wusterhausen hält. Im IC2432 gilt der VBB-Tarif. Im Abendverkehr wird zwischen Wittenberge und Wismar ein zusätzliches Zugpaar eingesetzt. Die Linie verkehrt dann durchgehend zweistündlich bis Wismar bzw. Schwerin. Letzte Abfahrt in Berlin Hbf nach Schwerin ist neu gegen 21.25 Uhr.

 

 

RE4 Rathenow - Berlin Hbf (tief) – Ludwigsfelde (- Jüterbog)

 

Die Linie wird neu von der ODEG betrieben. Das bisherige Fahrplankonzept wird im Grundsatz fortgeführt. Bei einigen Fahrten erfolgen Fahrplananpassungen:

  • der Zug gegen 18.05 Uhr ab Berlin Hauptbahnhof verkehrt nur noch bis Ludwigsfelde
  • der Zug 4.30 Uhr ab Jüterbog verkehrt neu täglich, dafür entfällt die Fahrt am Sonntag gegen 1.00 Uhr von Jüterbog nach Berlin
  • neu verkehrt der Zug gegen 23.20 Uhr von Berlin Hbf nach Jüterbog täglich innerhalb der RE4 (bisher RE5). In Berlin Hbf besteht Anschluss von der RE5 aus Richtung Rostock (ab 27.4.2013)
  • frühmorgens verkehrt die zweite Abfahrt ab Jüterbog bis Berlin taktabweichend, neue Abfahrt dort um 5.30 Uhr.

 

 

RE5 Rostock/Stralsund – Berlin – Lutherstadt Wittenberg/Falkenberg

 

Der Fahrplan der RE5 ist auch über den Fahrplanwechsel hinaus von Bauarbeiten beeinträchtigt. Bis zum 26.04.2013 gilt weiterhin das derzeitige Ersatzangebot. Aufgrund der Bauarbeiten auf der Strecke Berlin – Rostock sowie der Kampfmittelberäumung im Bahnhof Oranienburg ist der Abschnitt Oranienburg – Neustrelitz bzw. Waren – Rostock für den Zugverkehr total gesperrt. Die RE5 verkehrt nur zwischen Berlin Hauptbahnhof und Falkenberg (Elster) bzw. Lutherstadt Wittenberg. Zwischen Berlin Hauptbahnhof und Birkenwerder pendelt die RE5. Ab Birkenwerder bzw. Oranienburg verkehren Busse im Ersatzverkehr. Ab dem 27.04.2013 verkehrt die RE5 wieder durchgängig in den Relationen Falkenberg (Elster) – Stralsund bzw. Lutherstadt Wittenberg – Rostock, aufgrund der weiterführenden Bauarbeiten auf der Strecke Berlin – Rostock mit abweichenden Fahrzeiten.

 

RE6 Berlin-Spandau – Neuruppin – Wittstock – Wittenberge

 

Das Fahrplankonzept auf dem Abschnitt Berlin-Spandau – Wittenberge wird im Grundsatz fortgeführt. Das Fahrtenangebot im Abschnitt Berlin-Spandau – Berlin Gesundbrunnen entfällt im Fahrplan 2013. Bei einigen Fahrten erfolgen weiter Anpassungen: Die beiden letzten Fahrten im Abschnitt Pritzwalk – Wittenberge, das erste Zugpaar am Wochenende im Abschnitt Wittenberge – Wittstock und zwei abendliche Fahrten zwischen Wittstock und Neuruppin Rheinsberger Tor entfallen.

 

 

RE7 Dessau - Berlin - Berlin-Schönefeld Flughafen – Wünsdorf

 

Nach Abschluss der Bauarbeiten zwischen Berlin Wannsee und Berlin-Charlottenburg verkehrt die RE7 wieder ab Fahrplanwechsel durchgängig zwischen Dessau bzw. Bad Belzig und der Berliner Stadtbahn. Der RE7 erhält im Abschnitt Dessau – Berlin einen neuen Fahrplan mit veränderten Abfahrtszeiten. Im Abschnitt Dessau – Bad Belzig bilden insgesamt zwölf zusätzliche Züge einen durchgehenden Stundentakt von Montag bis Freitag. Das Bedienangebot zwischen Berlin Ostbahnhof, dem Flughafen und Wünsdorf wird in den Tagesrandlagen ausgedehnt. In Seddin bestehen morgens Anschlüsse zur RB23 nach Potsdam Hbf, nachmittags in der Gegenrichtung. Insgesamt verkürzt sich die Gesamtfahrzeit zwischen Dessau und Berlin Hauptbahnhof um 15 Minuten auf rund 93 Minuten.

 

Ab Bad Belzig verkehrt weiterhin frühmorgens ein Entlastungszug Richtung Berlin. Der Zug beginnt um 6.02 Uhr in Bad Belzig, fährt nicht mehr über Potsdam Hbf sondern auf dem direkten Weg über Berlin bis Berlin-Schönefeld Flughafen.

 

 

RE11 Frankfurt (Oder) – Cottbus

 

Zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder) wird das Angebot durch zusätzliche Expresszüge ergänzt. Diese halten in der Regel nur in Guben und Eisenhüttenstadt und benötigen rund 55 min. Diese Züge verkehren als RE1 durchgehend bis bzw. ab Berlin. 

 

 

RB12 Berlin-Lichtenberg - Löwenberg – Templin

 

Der Fahrplan der RB12 ist analog der RE5 auch über den Fahrplanwechsel hinaus von Bauarbeiten beeinträchtigt. Bis zum 26.04.2013 gilt weiterhin das derzeitige Ersatzangebot. Aufgrund der Bauarbeiten auf der Strecke Berlin – Rostock sowie der Kampfmittelberäumung im Bahnhof Oranienburg ist der Abschnitt Oranienburg – Neustrelitz/Waren – Rostock für den Zugverkehr total gesperrt. Die RB12 verkehrt nur zwischen Berlin-Lichtenberg und Birkenwerder sowie zwischen Zehdenick und Templin. Zwischen Birkenwerder und Oranienburg verkehrt weiterhin die S-Bahn der Linie1. Ab Birkenwerder bzw. Oranienburg fahren Busse im Ersatzverkehr Richtung Löwenberg und Zehdenick. Ab dem 27.04.2013 soll die RB12 wieder durchgehend zwischen Templin und Berlin verkehren.

 

 

RB13 Wustermark – Berlin-Spandau

 

Das Fahrplankonzept aus 2012 wird im Grundsatz fortgeführt. Es entfallen jedoch die Fahrten Wustermark ab 9.53 Uhr, 10.53 Uhr, 12.01 Uhr, 13.04 Uhr sowie ab Spandau um 9.24 Uhr, 10.28 Uhr, 11.28 Uhr und 12.50 Uhr.

 

 

RB14 Senftenberg – Berlin-Schönefeld Flughafen – Nauen

 

Im Abschnitt Nauen – Berlin ändern sich die Abfahrtszeiten. Darüber hinaus entfallen in Tagesrandlage einzelne Fahrten in den Abschnitten zwischen Berlin-Schönefeld - Königs Wusterhausen und Cottbus – Lübbenau.

 

 

RB20 Potsdam Hbf - Hennigsdorf - Oranienburg

 

Die Linie verkehrt weiterhin baubedingt bzw. im Zusammenhang mit der Kampfmittelberäumung im Bahnhof Oranienburg nur bis bzw. ab Birkenwerder. Bis auf die Unterbrechung der Linie im Abschnitt Oranienburg – Birkenwerder bis zum 26.4.2013 bleibt das Fahrplanangebot unverändert. Zwischen Birkenwerder und Oranienburg verkehrt weiterhin die S-Bahn der Linie1.

 

 

RB21 (Berlin) - Griebnitzsee -  Potsdam Hbf - Golm – Wustermark

 

Mit Beendigung der Bauarbeiten im Abschnitt Wannsee – Charlottenburg  werden in den Hauptverkehrszeiten einige Züge der RB21 über Griebnitzsee hinaus bis Berlin Friedrichstraße verlängert. Die Züge in der Fahrtrichtung Berlin – Potsdam halten nicht in Griebnitzsee. Außerhalb der Hauptverkehrszeit enden und beginnen die Züge in Griebnitzsee bzw. Potsdam Hbf. Gleichzeitig entfällt auch die baubedingte Umleitung über Spandau nach Berlin Hbf (tief). Die Linie endet und beginnt wieder planmäßig mit allen Zügen in Wustermark und bietet dort wieder den gewohnten Anschluss zur RE4.

 

 

RB22 Flughafen  – Golm – Potsdam – Berlin Friedrichstraße

 

Mit Beendigung der Bauarbeiten im Abschnitt Wannsee – Charlottenburg  werden in den Hauptverkehrszeiten einige Züge der RB22 über Griebnitzsee hinaus bis Berlin Friedrichstraße verlängert. Die Züge in der Fahrtrichtung Berlin – Potsdam halten nicht in Griebnitzsee. Außerhalb der Hauptverkehrszeit beginnen und enden die Züge in Griebnitzsee bzw. Potsdam Hbf. Gleichzeitig bedient die Linie den neuen Haltepunkt Ludwigsfelde-Struveshof. Damit verbunden ist die Schließung des derzeitigen Bahnhofs Genshagener Heide.

 

 

RB23 Potsdam Hbf – Ferch – Michendorf

 

Die Abfahrtszeiten ändern sich geringfügig. Damit verbunden ist neu ein Anschluss in Seddin am Vormittag vom RE7 in Richtung Potsdam und am Nachmittag in der Relation Potsdam – Seddin - Bad Belzig.

 

 

RB25 Berlin-Lichtenberg - Werneuchen

 

Der Bahnfahrplan bleibt unverändert. Die Busfahrt frühmorgens von Werneuchen nach Ahrensfelde hält zusätzlich an der Haltestelle Kirchenallee in Ahrensfelde.

 

 

RB26 Berlin-Lichtenberg - Müncheberg - Küstrin-Kietz - Kostrzyn

 

Im Frühverkehr am Wochenende entfallen jeweils die ersten Fahrten zwischen Berlin-Lichtenberg und Kostrzyn. Im Bahnhof Rehfelde entfällt der Halt am Behelfsbahnsteig. Alle Züge beider Fahrtrichtungen halten wieder am Bahnsteig 1. Von Montag bis Freitag fährt um 8.02 Uhr ein zusätzlicher Zug von Strausberg nach Berlin-Lichtenberg.

 

 

RB27 Gesundbrunnen/Karow - Groß Schönebeck / Wensickendorf

 

Das Fahrplanangebot der NE27 bleibt unverändert. Das Zusatzangebot nach Berlin Gesundbrunnen wird auch im Fahrplan 2013 angeboten. Es entfällt vormittags die dritte Fahrt einschließlich der Rückfahrt nach Basdorf.

 

 

RB33 Berlin-Wannsee - Beelitz Stadt - Treuenbrietzen - Jüterbog

 

Das Fahrplankonzept aus 2012 wird im Grundsatz fortgeführt. Bei einigen Fahrten erfolgen Fahrplananpassungen. Im Zeitraum von ca. 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr Montag bis Freitag verkehren die Züge im Abschnitt Jüterbog – Beelitz Stadt alle zwei Stunden.

 

 

RB36 Frankfurt (Oder) – Königs Wusterhausen – Berlin-Lichtenberg

 

Die Linie verkehrt nach Abschluss der Bauarbeiten wieder durchgehend bis Frankfurt (Oder). Die Züge verkehren im Abschnitt Frankfurt (Oder) – Beeskow an Wochenenden ganzjährig im Zweistundentakt. Die Bedienung im Abschnitt von Berlin-Lichtenberg nach Königs Wusterhausen erfolgt nur noch von Montag bis Freitag. Am Wochenende beginnen und enden die Züge entsprechend in Königs Wusterhausen.

 

 

RB43 Cottbus – Falkenberg (Elster)

 

Es entfallen die Zugfahrten Cottbus ab 10.02 Uhr und Falkenberg ab 10.55 Uhr. Sonst bleibt das Fahrplanangebot unverändert.

 

 

RB51 Brandenburg Hbf – Rathenow

 

Das Fahrplankonzept bleibt unverändert. Einige Anpassungen werden im Bereich des Fahrtenangebotes vorgenommen. Am Wochenende verkehren die Züge erst ab ca. 13.00 Uhr im Stundentakt. Montag bis Freitag bleibt das Fahrplanangebot unverändert.

 

 

RB54 (Berlin) - Neuruppin – Rheinsberg

 

Im Zusammenhang mit der Streckensperrung Oranienburg – Neustrelitz bzw. den Einschränkungen, bedingt durch die Eingleisigkeiten ab dem 27.4.2013 erfolgt auch im Fahrplan 2013 eine Änderung der Linienführung. Die Linie verkehrt abweichend zwischen Neuruppin und Rheinsberg. Der Saisonverkehr beginnt am 29.3.2013 und endet mit dem Ende der Herbstferien am 13.10.2013

 

 

RB55 Hennigsdorf – Velten - Kremmen

 

Zusammen mit dem RE6 wird neu zwischen 5 Uhr und 8 Uhr sowie 16 und 18 Uhr ein 20-Minuten-Takt zwischen Hennigsdorf und Velten angeboten.

 

 

RB66 (Berlin) - Angermünde – Tantow – Stettin

 

Von Stettin nach Berlin gibt es ein paar Änderungen. Der Frühzug um 4:30 Uhr von Stettin nach Angermünde entfällt. Dafür wird die derzeit vorhandene Taktlücke zwischen 12 und 16 Uhr geschlossen. Es fährt neu täglich ein Zug um 14.30 Uhr von Stettin nach Angermünde mit Anschluss nach Berlin. Entsprechend des Nachfrageverhaltens und zur Verbesserung des Anschlusses aus Danzig wird der durchgehende Abendzug von Stettin nach Berlin um eine Stunde auf 19.50 Uhr vorverlegt. Darüber hinaus fahren die Direktzüge Berlin-Stettin jetzt einheitlich auf der direkten Strecke von und zum Bahnhof Berlin Gesundbrunnen.

 

 

RB73 Neustadt (Dosse) – Pritzwalk

 

Die Linie wird von der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) betrieben. Das Angebot sieht zwischen Kyritz und Neustadt wochentags eine Verbindung im Stundentakt und an Wochenenden alle zwei Stunden vor. Zwischen Kyritz und Pritzwalk werden auf die Verkehrsbedürfnisse abgestimmte Einzelfahrten angeboten.

 

 

RB74 Pritzwalk – Meyenburg

 

Die Linie wird von der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) betrieben. Es verbleiben wochentags zehn Zugfahrten, die an Schultagen bis Pritzwalk West verlängert werden. Durch die Anbindung des Haltepunktes Pritzwalk West wird es weiterhin auf der hauptsächlich von Schülern genutzten umsteigefreie Fahrtmöglichkeiten geben.

 

 

S-Bahn:

 

Das bisherige Fahrplanangebot wird in seinen Grundzügen fortgeführt, es gibt nur kleinere Änderungen. Aufgrund der noch immer bestehenden Fahrzeug- und Personalengpässe ist das Verkehrsangebot auch weiterhin eingeschränkt. Der von der S-Bahn Berlin GmbH bisher zum Jahresende 2012 angekündigte Linieneinsatz von 546 Viertelzügen (entspricht dem Niveau vor Beginn der S-Bahn-Krise im Jahr 2009) wird nicht erreicht werden.

 

 

Änderungen im Einzelnen:

 

 

S75

 

Der bisher nur in den Hauptverkehrszeiten zwischen Ostbahnhof und Westkreuz angebotene 10-min-Takt wird nun auch auf die dazwischen liegende Zeit ausgedehnt. Damit wird die bisher bestehende 8-min-Taktlücke im Bereich der Stadtbahn geschlossen. 

 

 

S8

 

Die Anbindung von Zeuthen während der Hauptverkehrszeiten wird mit einigen zusätzlichen Fahrten zeitlich etwas ausgeweitet.

 

 

S85

 

Im Fahrplan ist die Wiedereinführung dieser seit 2009 nicht mehr eingesetzten Linie planerisch vorbereitet. Die S-Bahn Berlin GmbH kann derzeit noch keine verbindliche Aussage darüber treffen, inwieweit es ihr gelingen wird, eine ausreichende Anzahl an Fahrzeugen und Triebfahrzeugführern bereitzustellen, um diese Züge tatsächlich ab Fahrplanwechsel einzusetzen.

 

 

Busverkehr:

 

Wie jedes Jahr werden stellenweise die Fahrpläne der Busse an die Fahrzeiten der Bahnlinien angepasst.

 

Bei der BVG wird es nur kleinere Änderungen geben. Es gibt einige Neuordnungen von Buslinien im Raum Tegel sowie im Südwesten Berlins. Außerdem fährt künftig die Buslinie 184 von Lichterfelde nach Teltow anstatt der Linie 117.

 

Die Buslinie 743 der RVS von Großziethen zur Berliner Nahariyastraße fährt künftig durch bis zum S-Bahnhof Lichtenrade. Somit müssen Fahrgäste nach Lichtenrade und darüber hinaus einmal weniger umsteigen.

 

Zwischen S Teltow – Großbeeren Industriegebiet – Großbeeren – Mahlow wird eine neue Buslinie 600 eingerichtet, die nach Eröffnung des Flughafens BER bis zum S Waßmannsdorf verlängert werden soll. Die Linie übernimmt die Funktion einer Querverbindung der im südlichen Umland immer stärker werdenden Aufkommensschwerpunkte Wohnen und Gewerbe.

 

Mit Inbetriebnahme des Haltepunktes Ludwigsfelde Struveshof (RB22) wird es Anpassungen im Busverkehr in Ludwigsfelde geben, die allerdings vom Baufortschritt des Haltepunktes abhängen.

 

Falkensee: Durch Fahrplanänderungen bei RB10 und RB14 wird es Anpassungen im Busnetz in Falkensee geben, um die Anschlüsse zur Bahn herstellen zu können. Aus demselben Grund gibt es auch Anpassungen ab Nauen in Richtung Friesack.

 

Bad Belzig: Durch Fahrplanänderungen beim RE7 in Bad Belzig ergeben sich umfangreiche Anpassungen im Stadtverkehr. Für die Stadtbuslinie 590 wird ein Halbstundentakt eingeführt. In diesem Zusammenhang ergeben sich auch Änderungen für andere Buslinien von und nach Bad Belzig.  

 

In Müncheberg und Buckow wird ein Patientenbus als neue Angebotsform eingeführt. Es gibt mehrere Routen, die die umliegenden Ortsteile mit dem Kern von Müncheberg und Buckow, speziell mit Arztpraxen, verbinden. Der Patientenbus ist eine Kooperation der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, dem Landkreis MOL, der Busgesellschaft BMO und dem VBB. Es gilt der VBB-Tarif.

 

Frankfurt (Oder) – Slubice: Für den Fahrplanwechsel am 9.12. ist die Aufnahme der Busverbindung Frankfurt (Oder) – Slubice geplant. Die Buslinie 983 wird Montag bis Freitag in den Morgenstunden den Bahnhof und das Zentrum von Frankfurt (Oder) mit dem Stadtzentrum von Slubice im 30 Minuten-Takt verbinden, vom frühen Vormittag bis zum Abend jede Stunde.

 

Samstag und Sonntag wird ein Stundentakt angeboten.

 

In der Uckermark wurde bereits im August der „UckerTakt“ eingeführt, der zwischen den Zentren der Uckermark ein Angebot im Ein- bzw. Zwei-Stunden-Takt vorsieht. Im Dezember 2012 werden flächendeckend Knotenpunkte eingeführt, an denen sich die Buslinien treffen und die Kunden Anschluss an die anderen Linien zu Ihrem Ziel haben.

Im Landkreis Elbe-Elster wird der seit 2006 bestehende Ersatzverkehr für den ehemaligen Regionalexpress RE3 im Abschnitt Finsterwalde – Wormlage (-Großräschen) ab 09.12.2012 beendet.

 

Cottbus: Nach Beendigung der Bauarbeiten in der Bahnhofstraße wird die Straßenbahnlinie 1 über Marienstr./Busbahnhof und Stadtpromenade geführt, die Linien 2 und 5 in beiden Richtungen über die Bahnhofstraße.

 

 

Die aktuellen Fahrpläne fast aller Regionalzüge, S-, U-, Straßenbahnen und Busse sowie Verbindungsauskünfte sind bereits auf den Internetseiten der Verkehrsunternehmen und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg abrufbar.

 

Persönliche Auskünfte erteilt das VBB-InfoCenter unter der Telefonnummer:  030 / 25 41 41 41.

 

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Sa

24

Nov

2012

Der Bahnhof Schladming ist fit für die FIS Alpine-Ski-WM 2013

Mehr Komfort für Reisende, barrierefreie Wege zu den Bahnsteigen und beim Ein- und Ausstieg in die Züge, ein modernes Design am Bahnsteig und ein neu gestalteter Vorplatz. Dies sind nur einige der Umbaumassnahmen, die den Bahnhof Schladming bis zur FIS Alpine-Ski-WM 2013 so richtig WM-fit machen werden. Die Arbeiten sind "auf Kurs" und per Ende Jahr grösstenteils abgeschlossen.

Der Bahnhof Schladming am 24. November 2012                           Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Verkehrsstation am Fusse der Planai wird bis Ende 2012 auch für den Besucheransturm bei der WM gerüstet sein. Den Startschuss für die Modernisierung gaben Bundesministerin Doris Bures, LH Franz Voves, ÖSV Präsident Peter Schröcksnadel, ÖBB-Holding-Vorstand Franz Seiser und der Schladminger Bürgermeister Jürgen Winter im Mai 2011 gemeinsam bei einem grossen Festakt. Nun steht das 23-Millionen-Projekt kurz vor der Fertigstellung.

 

 

Vom Personentunnel bis zu modernen Bahnsteigdächern

 

In weniger als zwei Jahren Bauzeit hat der Bahnhof Schladming ein nagelneues Outfit bekommen. Der Personentunnel wurde nicht nur verbreitert, sondern natürlich auch mit Liften ausgestattet, um einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen zu ermöglichen. Die Bahnsteige selbst wurden ebenfalls neu errichtet bzw. auf die Höhe von 55 Zentimetern ab Schienenoberkante angehoben. Dadurch ist ein niveaufreies Ein- und Aussteigen in Nahverkehrszüge garantiert. Zusätzlich wurden die Bahnsteige mit modernen Dächern, Wartekojen, neuen Sitzmöglichkeiten sowie einem Wegeleitsystem ausgestattet. Auch der Bahnhofvorplatz wurde neu gestaltet und eine Park&Ride-Anlage für 100 Pkw errichtet, ebenso eine Bike&Ride- Anlage für 30 Fahrräder. Der Busterminal am Vorplatz wurde neu gestaltet und optimal mit der Bahn verknüpft.

 

 

Zwei Eisenbahnkreuzungen weniger

 

Im Zuge der Modernisierungsarbeiten können auch zwei Eisenbahnkreuzungen aufgelassen werden. Das Bundesland Steiermark errichtet im Gegenzug eine Ersatzstrasse. Ebenfalls investiert wird in den Schutz der Anrainer durch den Bau von 1,3 Kilometern Lärmschutzwände. Erneuert wurden schlussendlich auch die Gleise und die Sicherungsanlagen wurden entsprechend adaptiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

 

 

ÖBB bieten zur Ski-WM ein weltmeisterliches Angebot

 

Rechtzeitig vor der Ski-WM im Februar 2013 wird der Bahnhof also völlig runderneuert sein. "Ohne Bahn und Bus wäre die WM verkehrstechnisch nicht machbar. Wir sind ein wesentlicher Partner für den ÖSV", bestätigt ÖBB-Holdingvorstand Franz Seiser.


"Es wird einen Zugshuttle-Verkehr nach Schladming von frühmorgens bis spätabends geben, täglich also 44 zusätzliche Verbindungen von Selzthal respektive Bischofshofen." Die bessere Infrastruktur lobt auch Bürgermeister Jürgen Winter, "die Bahn stellt eine Lebensader für unsere Region dar". Erfreut über die Investition zeigte sich Landeshauptmann Franz Voves: "Jeder investierte Euro schafft und sichert Arbeitsplätze für hunderte Steirer und Steirerinnen."

 

Dass die Bahn ein wesentlicher Partner für die WM ist, versicherte auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. "Bei allen grossen Ski-Events wie Kitzbühel, St. Moritz oder auch beim Nightrace Schladming hat man gesehen, dass tausende Fans auf die Bahn als umweltfreundliches Verkehrsmittel gesetzt haben."

 

Infrastrukturministerin Doris Bures sprach die die massiven Investitionen des Bundes in die umweltfreundliche Schiene an. So ist der Bahnhof in Schladming mit 23,3 Mio. Euro von Grund auf neu gestaltet worden, im Ennstal werden zudem 99 km Bahnstrecke modernisiert, steiermarkweit investiert der Bund über den ÖBB-Rahmenplan bis 2016 2,3 Mrd. Euro. Davon sind 500 Mio. Euro für die Modernisierung von 14 Bahnhöfen vorgesehen. "Wir investieren in umweltfreundlichen Verkehr", so die Ministerin, "denn wir wissen, es wird in Zukunft noch mehr Aufkommen geben, sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr.  Heute müssen wir die Weichen stellen, dass dieser Verkehr in umweltfreundlichen Bahnen verläuft."

 

 

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Do

22

Nov

2012

SBB baut Zugbeeinflussungssystem ETCS weiter aus

Dank des European Train Control Systems (ETCS) profitieren die Kundinnen und Kunden von mehr Sicherheit, Kapazität und weniger Verspätungsminuten.

480 der rund 1700 SBB-Fahrzeuge sind bereits mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS ausgerüstet, nun folgen zusätzlich 230 Fahrzeuge. Die SBB hat am 21. November 2012 die Vergabe des Auftrags an Siemens auf simap.ch publiziert.

Öffentliche Vergabe an Siemens                                                      Foto: Marcel Manhart

 

Das European Train Control Systems ETCS sorgt auf dem dichtbefahrensten Netz der Welt für mehr Sicherheit, Kapazität und weniger Verspätungsminuten. Dank des modernen, standardisierten Zugbeeinflussungssystems können Züge dicht nacheinander fahren und das bei maximaler Sicherheit. Heute verfügen bereits die Fernverkehrszüge und ein Teil der Cargo-Fahrzeuge über ETCS-Systeme der Anbieter Alstom, Siemens und Bombardier. Insgesamt sind 480 der rund 1700 Fahrzeuge damit ausgerüstet. Die Regionalverkehrsfahrzeuge hingegen – sie verkehren nicht über die Schweizer Hochgeschwindigkeitsstrecken – sind noch mit den Zugbeeinflussungssystemen «SIGNUM» und «ZUB» unterwegs. Da diese Fahrzeuge ab Mitte 2015 auf Strecken mit Führerstandsignalisierung verkehren werden, hat die SBB die Ausrüstung von zusätzlich 230 Fahrzeugen des Personenverkehrs, von SBB Cargo, Infrastruktur, RegionAlps und Ferrovienord/TILO öffentlich ausgeschrieben. Dies auch im Hinblick darauf, dass gemäss der Strategie des Bundesamts für Verkehr (BAV) ab 2025 alle Fahrzeuge mit ETCS ausgerüstet sein müssen.

 

 

Siemens mit wirtschaftlichstem und technisch innovativstem Konzept

 
«Siemens hat uns das wirtschaftlichste und technisch innovativste Konzept vorgelegt», sagt Thomas Brandt, Leiter SBB Personenverkehr Operating. Das Unternehmen erhält den Auftrag, für einen zweistelligen Millionenbetrag ETCS in die SBB-Flotte einzubauen. In einer dritten Welle wird ab 2018 ETCS für die restlichen 1000 Fahrzeuge ausgeschrieben. Dank ETCS wird die heutige Systemvielfalt und -Komplexität reduziert. Das bildet die Grundlage für den freien Personen- und Warentransport innerhalb Europa. Die SBB nimmt hier seit Jahren eine Vorreiterrolle ein: Bereits im Jahr 2000 hat das BAV die Grundsätze der Strategie zu ETCS in der Schweiz festgelegt und die SBB in diesem Bereich mit der Systemführerschaft beauftragt. Ab 1. Juli 2014 muss grundsätzlich jedes Fahrzeug, das neu in Betrieb genommen wird, auch mit ETCS ausgerüstet oder mindestens so vorbereitet sein, dass nachträglich ein einfacher Einbau möglich ist. Auch in der Europäischen Union ist ETCS die gesetzliche Vorgabe und wird entsprechend gefördert.

 

Um diese Fahrzeuge geht es:

 

Los 1:

 

  • 38 Triebzüge FLIRT TILO (Option: +22 Triebzüge FLIRT TILO)
  • 25 Triebzüge FLIRT CH (Option: +10 Triebzüge FLIRT CH)
  • 24 Triebzüge DOSTO Regio (optional)

 

Los 2:

  • 12 Lokomotiven Re 420 (Option: + 27 Lokomotiven Re 420)
  • 51 Baustellenfahrzeuge Tm 234 (optional)
  • 26 DOMINO-Triebwagen (Option: +22 DOMINO-Triebwagen)
  • 26 DOMINO-Steuerwagen (Option: +22 DOMINO-Steuerwagen)

 

Los 3:

  • 4 Triebzüge NINA (optional),
  • 10 Lokomotiven Am 843 (Option: +26 Lokomotiven Am 843)
  • 3 Lösch- und Rettungszüge (optional)

 

Die Aufstellung umfasst alle in der Ausschreibung publizierten Fahrzeuge, inklusive aller möglichen Optionen.

 

 

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Mi

21

Nov

2012

Wiener Strassenbahnlinie 71 - Das bewegte Leben der Friedhofsbahn

Ab Dezember wird die Wiener Strassenbahnlinie 71 verlängert. Der 71er ist eine der berühmtesten Linien der Stadt, seine Fangemeinde hat eine geplante Umbenennung erfolgreich verhindert, seine Strecke ist legendär.


Von Duygu Özkan  - Die Presse

Der 71-er bei der Haltestelle "Zentralfriedhof 3. Tor"                    Foto: Marcel Manhart

 

Wenn es etwas gibt, das die Wiener Straßenbahnlinie 71 von den anderen Straßenbahnlinien unterscheidet, dann wohl die Tatsache, dass man mit dem 71er auch dann fahren kann, wenn man tot ist. Für den geübten Wiener nämlich ist der Satz „Er ist tot“ viel zu kunstlos, stattdessen wird der Verlust mit „Er ist mit dem 71er gefahren“ beschrieben. Kein reiner Fantasiesatz, denn der 71er tuckert an vier Toren des Zentralfriedhofs vorbei, jenem morbiden Stolz der Stadt, dem nachgesagt wird, „halb so groß wie Zürich, aber doppelt so lustig“ zu sein.

 

Der 71er also. Sein Machtbereich erstreckt sich vom Schwarzenbergplatz bis nach Kaiserebersdorf, 25 Stationen, 35 Minuten pro Strecke – im Idealfall. Der 71er ist ein verkehrstechnischer Evergreen, der Refrain der Wiener Linien, ein Klassiker eben. Er ist nicht nur Friedhofszubringer, sondern auch identitätsstiftend für die Simmeringer, bei denen sich die Straßenbahn bei ihren täglichen Touren am längsten aufhält. Ab dem 9.Dezember wird die 71er-Strecke in der Inneren Stadt verlängert, vom Schwarzenbergplatz bis zur Börse, wie die Wiener Linien jüngst bekannt gaben. Die Kaiserebersdorfer Strecke des 71er übernimmt dann die Linie 6.

 

Die Planung der neuen Linienführung ging nicht ohne Proteste über die Bühne: die Simmeringer fürchten, dass die Intervalle länger werden. Und – fast noch skandalöser für Simmeringer Seelen – der 71er hätte umbenannt werden sollen in Linie 4. Zumindest das konnte verhindert werden. Wer möchte schon mit einer Nummer 4 zum Zentralfriedhof, klingt viel zu jung, da passt die 71 schon eher.



Striche statt Nummer

 

Alt ist die Linie wirklich. Bereits 1873 führten Gleise über den Rennweg bis knapp vor Simmering, ein Jahr später fuhr die Bahn bis zum zweiten Tor des Zentralfriedhofs. Wobei „fuhr“ auch nicht wirklich zutrifft, damals wurde die Straßenbahn von Pferden gezogen und „Tramway“ genannt. Im selben Jahr entstanden in der Simmeringer Hauptstraße zwei große Remisen mit Wohnhäusern für die Schaffner (Kondukteure) und Stallungen für die Pferde. 71 hieß die Straßenbahn damals noch nicht, stattdessen wurden die drei Linien, die vom Schwarzenbergplatz abfuhren, mit runden weißen Tafeln und einem roten Strich ausgestattet (Endstation Rennweg) – oder zwei roten Strichen (Zentralfriedhof) und zwei blauen Strichen (Zentralfriedhof über Landstraßer Hauptstraße).

 

Die Tramway musste 1901 für die elektrische Bahn, inhaltsreich „Elektrische“ genannt, den Weg räumen. Die Pferde wurden entlassen – eine der Remisen verwitterte, die andere diente als Bahnhof –, und sechs Jahre später wurde jene Linie, die über die Simmeringer Hauptstraße geführt wurde, 71 getauft. Ganz ausgedient hatten die Pferde im Wiener Verkehr freilich nicht, denn die Toten haben sie nach wie vor zum Zentralfriedhof gefahren. Erst mit Ende des Ersten Weltkrieges wurde auch der Leichentransport mit der Elektrischen durchgeführt, später mit eigenen Leichenwägen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schließlich wurden die Toten nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert.

 

Die heutige Strecke des 71ers wurde 1969 eingeführt und Mitte der 90er-Jahre vom Zentralfriedhof bis Kaiserebersdorf verlängert, dadurch konnten auch die Bewohner der neuen Wohnsiedlungen am Leberberg an die Stadt angebunden werden. Ebenfalls in den 90er-Jahren war der 71er gleich in zwei große Unfälle verwickelt – beide Male an der Stelle Simmeringer Straße/Gottschalkgasse und in beiden Fällen sogar mit derselben Garnitur. 1993 entgleiste der Zug und knallte in ein Geschäft, getötet wurde niemand – im Gegensatz zum Jahr 1998. Damals wurden im Wiener Netz noch rund 40 Weichen mit der Hand verstellt, unter anderem jene am Unfallort, die allerdings falsch. Die Straßenbahn entgleiste, ein Waggon wurde in eine Bankfiliale geschleudert und klemmte einen 19-jährigen Angestellten am Schreibtisch ein. Er war sofort tot, weitere 37 Personen wurden verletzt.

Verletzt wurde zumindest vor zwei Jahren niemand, als ein augenscheinlich bekiffter Straßenbahnfahrer den 71er „lenkte“. Laut Augenzeugenberichten schaffte er es nicht, bei der Haltestelle anzuhalten, blieb dafür aber irgendwo auf der Strecke stehen. Nach einer recht holprigen Fahrt haben Passagiere die Polizei alarmiert, ein Alkoholtest verlief negativ, ein Drogentest positiv. Im Polizeibericht wurde festgehalten, dass der Fahrer „schläfrig“ gewirkt habe.

 

 

U3 fast als Konkurrenz

 

Mit dem (Aus-)Bau der U-Bahn-Linie 3 kamen dem 71er die Kunden abhanden. Wobei: die Endstation der U3 heißt Simmering, und hier ist weit und breit kein Zentralfriedhof in Sicht. Friedhofsbesucher müssen also auf die 71er-„Bim“ – wie die Wiener Straßenbahn jugendlich genannt wird – ausweichen. Mit seiner Funktion als Friedhofsbahn hat es der 71er weit über die Landesgrenzen hinaus geschafft. In einem Erfahrungsbericht in der deutschen „Zeit“ wird zum Beispiel darauf hingewiesen, dass es im 71er stinkt. Nach Schweiß, der selbst im Jänner „in jeder gewünschten Menge vorzufinden“ sei. Nur zwischendurch werde der unangenehme Geruch durch Lavendel und Kölnischwasser aufgelockert, und zwar dann, wenn sich die Witwen der Stadt auf den Weg zum Friedhof machen.

 

Touristen sind im 71er ebenfalls verlässlich anzutreffen. Sie sind nicht irrtümlich hier gelandet, vielmehr hat ihnen ihr Reiseführer die Bim-Fahrt vorgeschrieben, und zwar zum Zentralfriedhof. Wohin sonst? Abgesehen vom Schwarzenbergplatz und der kurzen Strecke auf dem Rennweg (äußere Belvedere-Wand, das ein oder andere schmucke Haus) gibt es während der Fahrt nämlich nicht viel zu bestaunen.

 

Die meiste Arbeit hat der 71er freilich zu Allerheiligen. Bilder aus der Zeit der Jahrhundertwende zeigen einen regelrechten Ansturm auf die Elektrische, ein Meer an schwarz gekleideten Menschen, allesamt mit Hut. An diesen Tagen wurde auch das sonst ausgelaufene Pferdewagen-Modell aktiviert, um den Andrang in den Griff zu bekommen. Heute besuchen zu Allerheiligen bis zu 300.000 Wiener den Friedhof (der „Zeit“-Autor sollte an diesem Tag einmal fahren). Die Intervalle auf dieser Strecke werden dann verkürzt – die moderne Antwort auf den Pferdewagen also. Bis vor zehn Jahren wurde als Verstärkung für den 71er die Allerheiligen-Linie 35 eingesetzt.

 

Einige Jahre lang hatte der 71er auch einen kleinen Bruder, den 72er (1991–2000). Die Linie wurde von der Schlachthausgasse zum Rennweg geführt – und von dort zurück zum Zentralfriedhof. Seit dem Bau der U3 hatte der 72er eine wichtige Funktion als Zubringer zu den U-Bahn-Stationen, mit der U3-Verlängerung nach Simmering wurde die Linie allerdings eingestellt. Ein Schicksal, das dem 71er (vorerst) erspart bleiben wird. Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder hat er nämlich alles: ein Streckenmonopol, eine treue Kundschaft, Kultstatus und sogar seine eigene Todesdrohung: „I schick di mit'm 71er ham.“

 

Die Linie 71

 

1873 wurde eine Pferde-Tramway zwischen Schwarzenbergplatz und St. Marx eingerichtet

 

Ab 1901 wurde die Linie elektrisch geführt und sukzessive verlängert.

 

1907 erhielt die bisher namenlose Linie die Kennung 71.

 

Bis 1945 wurden mit der Straßenbahn auch Leichen zum Zentralfriedhof transportiert.

 

1993 und 1998 ereigneten sich Unfälle mit dem 71er,

beide Male an der Ecke Simmeringer Hauptstraße/Gottschalkgasse.

 

Ab 09. Dezember 2012 fährt der 71er ab der Börse über den Schwarzenbergplatz zur neuen Endstelle Zentralfriedhof.

 

 

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Di

20

Nov

2012

Tag der offenen Baustelle am Wiener Hauptbahnhof

Am 9. Dezember 2012 nimmt der Wiener Hauptbahnhof den Teilbetrieb auf.

Wer sich schon vorher ein Bild machen möchte, kann dies am kommenden Freitag,

23. November 2012 beim Tag der offenen Baustelle machen.

Am 23. November 2012  lädt der Wiener Hauptbahnhof zum Tag der offenen Baustelle                                                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 werden die ersten Züge in der neuen zentralen Station – am Areal des ehemaligen Süd- und Ostbahnhofs – einfahren und halten. Mit der Teilöffnung kommen als Erste Reisende des Ostbahn-Nahverkehrs in den Genuss des Hauptbahnhofs. Vier Gleise mit Bahnsteigen und ein Durchfahrtsgleis werden ab dann genutzt. Zwei Jahre später, im Dezember 2014, wird die gesamte Verkehrsstation eröffnet.

 

 

Züge fahren am Wiener Hauptbahnhof

 

Schon in drei Wochen wird die Schnellbahnlinie S80 ausgehend von Hirschstetten via Hauptbahnhof über die Pottendorfer Linie bis Wiener Neustadt durchfahren – also durchgebunden werden, wie es im Fachjargon heißt. Die S60 verkehrt dann von Bruck an der Leitha ebenfalls direkt via Hauptbahnhof bis nach Hütteldorf und weiter. Diese Linien endeten bisher am provisorischen Ostbahnhof, der nun geschlossen wird. Durch die neuen Verbindungen entfällt das bisher notwendige Umsteigen an diesem Bahnhof. Auch die Regionalexpresszüge ab Bratislava bis Deutschkreutz werden künftig in der zentralen Station halten.

 

 

Bauarbeiten gehen nach Teileröffnung weiter

 

Parallel dazu gehen die Bauarbeiten am Hauptbahnhof weiter: In den kommenden zwei Jahren werden die nördliche Halle und weitere sechs Bahnsteige in Richtung Südtiroler Platz bzw. Gürtel errichtet. Auch das Einkaufszentrum wird in diesem Zeitraum fertiggestellt. Bereits im September 2014, drei Monate vor der Eröffnung der gesamten Verkehrsstation, sollen die rund 100 Shops auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern ihre Pforten öffnen.

 

Im darauffolgenden Dezember werden dann auch Fernzüge in der zentralen Station halten. Ein Jahr später, 2015, sollen die Arbeiten am gesamten Bahn-Infrastrukturprojekt beendet sein. Züge werden dann in allen Richtungen abfahren bzw. aus allen Richtungen ankommen.

 

 

Prestigeprojekt der ÖBB

 

Der Wiener Hauptbahnhof gilt als Prestigebauprojekt der ÖBB und ist ein Durchzugsbahnhof. Die Verkehrsstation samt Einkaufszentrum wird auch als “BahnhofCity” bezeichnet. Rund um das Areal entsteht zudem ein neues Stadtviertel mit Büro- und Wohnkomplexen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund vier Milliarden Euro. Dabei fallen für den Bahnbau ungefähr 987 Millionen Euro an. Der Rest teilt sich größtenteils auf private Investitionen für Wohnungen und Büros auf. Die Stadt Wien investiert rund 500 Millionen Euro.

 

 

Tag des offenen Baustelle

 

Der Tag der offenen Baustelle findet am 23. November 2012 von 9.30 Uhr bis 18 Uhr statt. Es wird unter anderem durch die Fotoausstellung “Die Menschen auf der Baustelle” ein spannender Einblick in die Baustellenentwicklung geboten. Außerdem gibt es detaillierte Informationen zum Stadtentwicklungsgebiet und den Investoren am Areal. Gratis-Lifttickets für die bahnorama-Aussichtsplattform werden an die Besucher ausgegeben.

 

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Mo

19

Nov

2012

Vom Glück, den letzten SBB Zug-Anschluss zu verpassen

Die SBB müssen für Passagiere sorgen, die es wegen verspäteter Züge abends nicht mehr nach Hause schaffen. Sie zahlen das Taxi bis vor die Haustür.

 

Von Mario Stäuble - Bericht im Tages Anzeiger vom 16. November 2012

Ist der letzte Zug weg organisiert die SBB einen Taxi                    Foto: Marcel Manhart

 

 

John Doe* und seine Freunde rechneten nach dem Kurztrip nach Mailand mit einer langen Nacht. 15 Minuten war ihr Interregio verspätet, mit welchem sie von Chiasso aus nordwärts reisten. Für den letzten Anschluss nach Zürich würde es in Arth-Goldau nicht mehr reichen. Dennoch blieb der munteren Clique aus Baden eine Übernachtung im kalten Wartehäuschen erspart: Die SBB hatten vorgesorgt. Der Kondukteur wies sie an, eine S-Bahn nach Zug zu nehmen, von wo aus sie ein Interregio nach Zürich brachte. Um 0.30 Uhr kamen sie am HB an. Es fuhren zwar keine Züge mehr nach Baden – aber beim Gleis 18 warteten bereits zwei Taxis, welche die SBB bestellt und bezahlt hatten. «Sie brachten uns bis zur Tür unseres Wohnhauses», sagt der Kanadier, der bei einem Elektrokonzern arbeitet.

 

Spätabends gestrandete Passagiere sind am HB keine Seltenheit. «Manchmal kommt nur einer, manchmal sind es auch fünfzig. Dann reichen unsere Taxis nicht aus», sagt ein Taxifahrer, der nachts regelmässig am Taxistand gegenüber dem Landesmuseum auf Kunden wartet. Für ihn sind die SBB ein guter Auftraggeber, mehrmals pro Woche fährt er deren Passagiere nach Hause.

 

 

Maximal 150 Franken pro Kopf

 

Die SBB haben den Umgang mit gestrandeten Fahrgästen genau geregelt: Die Kondukteure schreiben sich jeweils die Ziele der Reisenden auf und informieren die Betriebszentrale. Diese bestellt daraufhin Taxis, die Passagiere erhalten Bons für die Fahrt – oder, je nach Umständen, auch Übernachtungsgutscheine. 150 Franken bezahlen die SBB maximal pro Gast. Wer sich selbstständig eine Übernachtung organisiert, erhält gegen Vorweisen der Quittung sein Geld von den SBB zurück. Das geschieht nicht freiwillig: In der Schweiz sind Transportunternehmen laut Personenbeförderungsgesetz verpflichtet, «Gestrandeten» eine Übernachtungsmöglichkeit zu bieten. «Wir haben aber festgestellt, dass die Reisenden oft lieber mit dem Taxi nach Hause reisen, als im Hotel zu übernachten», sagt SBB-Sprecherin Lea Meyer.

 

 

15 Fahrgäste pro Tag bleiben stecken


Täglich bleiben im Schnitt 10 bis 15 Fahrgäste stecken, insgesamt 600'000 Franken haben die SBB 2011 dafür ausgegeben. Die Hauptschuld daran tragen die Cisalpino-Züge der älteren Generation, die zwischen der Schweiz und Italien verkehren und pannenanfällig sind. Per Ende 2014 will die SBB diese Züge aus dem Verkehr gezogen haben.

Als John Doe in Baden ankam, zeigte das Taxameter 135 Franken an. Doe hatte also doppelt Glück im Unglück: Die SBB musste die ganze Rechnung übernehmen – «und ich bin sogar früher zu Hause gewesen als geplant».

 

* Name geändert

 

 

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So

18

Nov

2012

Wiens Verkehrsstadträtin Vassilakou kündigt S-Bahn Ausbau an

Wegen des Parkpickerls sind einige Pendler auf Züge umgestiegen. Die Finanzierungs- Verhandlungen der Stadt mit den ÖBB befinde sich im Finale.


Die Ausweitung des Parkpickerls in Wien hat eine Reihe von Pendlern aus dem Umland auf Züge umsteigen lassen. Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) kündigte nun einen Ausbau im städtischen S-Bahn-Netz an. Die Verhandlungen mit den ÖBB über den neuen "Verkehrsdienstevertrag" sind im Finale. Dieser werde "vieles an Verbesserungen" beinhalten. "Es geht hier um Verlängerungen von Linien auf dem bestehenden Schienennetz", sagte Vassilakou im APA-Interview.

Die S-Bahn Stammstrecke ist bereits jetzt voll ausgelastet           Foto: Marcel Manhart

 

Auf Details wollte sich die Ressortchefin noch nicht einlassen. Hier müsse man noch warten, "bis alles fixiert ist". Die ÖBB wollen die neuen Fahrpläne für Wien, Niederösterreich und das Burgenland am kommenden Montag der Öffentlichkeit präsentieren. Dichtere Frequenzen dürften sich in der Bundeshauptstadt allerdings in Grenzen halten. "Da innerhalb Wiens die Stammstrecke bereits überlastet ist, gibt es kaum noch Potenziale für Taktverdichtungen", gab Vassilakou zu bedenken.

 

Für Pendler will die Verkehrsstadträtin auch Kapazitäten in Parkgaragen bei Öffi-Stationen freischaufeln. Diese würden derzeit oft von Anrainern verstellt, da diese "draufgekommen sind, dass der Monatspreis für einen Abstellplatz in einer P&R-Anlage wesentlich günstiger ist als alles andere, was in der Stadt angeboten wird. Das hat die P&R-Anlagen von jenem Zweck entfremdet, für den sie errichtet wurden."

 

Man arbeite hier gerade an einer Lösung. Außerdem will die Stadt "kurzfristig Areale ausfindig machen, die Pendler für das Abstellen von Autos nutzen können" und die mittelfristig auch mit Parkdecks überbaut werden könnten.

 

Neuigkeiten soll es bald auch in Bezug auf ein neues Parkraumbewirtschaftungsmodell geben. Dieses wird derzeit von Experten erarbeitet, die Wiener sollen im Frühjahr bei der Volksbefragung darüber abstimmen. Vassilakou rechnet mit einer "ersten Rohfassung" noch im heurigen Jahr: "Wir haben noch zwei Sitzungen zu bestreiten, dann werden wir mit den Inhalten durch sein."

 

Ob es beim künftigen Pickerl oder Parkschein auf eine Preisstaffelung - also je näher zum Zentrum, desto teurer - hinauslaufe, wollte die Ressortchefin nicht bestätigen. Nur soviel: "Zonenmodelle sind sehr wohl Thema. Ideen dazu sind von mehreren Seiten eingebracht worden - von den Grünen, der SPÖ, dem ÖAMTC und den Verkehrsexperten." Sie wolle aber nichts vorwegnehmen.

 

 

Parkpickerl-Forderung für 13., 18. und 19. Bezirk

 

Nach wie vor akuten Handlungsbedarf ortet Vassilakou indes in jenen ÖVP-geführten Bezirken entlang des West-Gürtels, die noch kein Parkpickerl haben. "Meine Haltung hat sich nicht geändert: Ich meine, dass wir die entstandene Verdrängung am Besten in den Griff kriegen, wen wir die Bewirtschaftung auf den 18. und auf Teile des 13. und 19. Bezirks ausweiten." Das geht freilich nur mit Zustimmung der Bezirke.

 

Die drei Bezirkschefs haben für den heutigen Freitag ein Treffen mit Vassilakou vereinbart. Dort sollen Argumente ausgetauscht werden. Besonders unter Druck steht Währing, wo sich Vorsteher Karl Homole (ÖVP) weiter gegen ein Pickerl wehrt - wenn auch nicht mehr ganz so vehement. Er kann sich mittlerweile vorstellen, unter Umständen eine weitere Anrainerbefragung durchzuführen.

Theoretisch könnten SPÖ und Grüne bereits Mitte Dezember im Bezirksparlament dank gemeinsamer Mandatsmehrheit die Einführung von Parkgebühren beschließen und Homole so überstimmen. Ob sie für eine derartige Vorgangsweise plädiere, wollte Vassilakou nicht kommentieren. "Das Allerletzte, was ich tue, ist, mich in irgendwelche Bezirkskompetenzen einzumischen. " Die aktuelle Situation im 18. Bezirk verlange nach der Einführung des Pickerls - jedoch: "Ob man sich dem anschließt oder nicht, muss jeder Bezirksrat für sich entscheiden."

 

 

Anträge für zweite Ausweitung möglich

 

Für die mit Jahresbeginn 2013 erweiterten Kurzparkzonen in Penzing, Ottakring und Hernals können die Anrainer können ab sofort das Parkpickerl, also die Ausnahmegenehmigung für eine dauerhafte Abstellmöglichkeit, beantragen. Die Bestellung ist im Internet oder persönlich im jeweiligen Bezirksamt möglich.

Bewohner, die bereits ein Pickerl für die betroffenen Bezirke beantragt haben, brauchen um keine neue Ausnahmebewilligung mehr ansuchen, teilte Parkpickerlkoordinator Leopold Bubak am Freitag in einer Aussendung mit.

 

 

Autoverkehr zurückgegangen

 

Tatsächlich ist der Verkehr auf den Autobahnen rund um Wien zurückgegangen. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) legte am Freitag eine Studie vor, wonach sich der Autoverkehr nach Wien durch die Ausweitung der Parkgebührenzonen etwas verringert habe. Laut VCÖ-Statistik waren beispielsweise auf der A2 (Südostautobahn) im heurigen Oktober mit 148.112 Pkw um knapp 5.700 Autos pro Werktag weniger unterwegs als im Vergleichsmonat 2011 (153.805).


Auf der A1 (Westautobahn) sank die Anzahl der Fahrzeuge von 28.989 um 672 auf nun 28.317 Autos. Auf der A23 (Südosttangente) zählte der Verkehrsclub im vergangenen Monat um gut 900 Pkw weniger als im Oktober 2011 - nämlich 63.612 Autos.

 

(APA)

 

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Sa

17

Nov

2012

Webkartenportal von “Trafimage”: Individuell skalierbare Bahnkarten der Schweiz

Seit November 2012 ist die Netzkarte der SBB und weiterer Bahnen über map.trafimage.ch online abrufbar. Die frei zugänglichen Karten lassen sich zoomen, es sind Bahnhofpläne und Informationen der wichtigsten Schweizer Bahnhöfe ersichtlich. Zudem können auch Tarifverbundsgrenzen und touristische Linien abgerufen werden. Das Angebot wird laufend ergänzt.

Die Webkarten sind online zugänglich                                 Bild: SBB map.trafimage.ch

 

«Trafimage»-Karten visualisieren das gesamte Streckennetz des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz. Neu sind die bisher als PDF-Dokumente abrufbaren Karten auch skalierbar. Das Angebot an elektronisch zugänglichen Karten wird laufend ausgebaut. Unter map.trafimage.ch können über eine geografische Suche neu auch Bahnhofpläne, Tarifverbundsgrenzen und die Panoramastrecken der Schweiz abgerufen werden. Zur Verfügung steht das gesamte Streckennetz und Kunden erhalten mit einem Klick weiterführende Informationen zu wichtigen Bahnhöfen. So können sich beispielsweise Reisende über die Zugänge und Ausrüstungen in einem Bahnhof informieren, die Öffnungszeiten des Schalters ausfindig machen oder auf den Bahnhofplänen aufrufen, welche Einkaufsmöglichkeiten in einem RailCity-Bahnhof vorhanden sind. Das Webkartenportal wird künftig funktional und inhaltlich laufend erweitert. Ziel ist die Schaffung eines grossen Schweizer öV-Atlas. Der Zugriff über mobile Endgeräte ist in Planung.

 

Der Name «Trafimage» setzt sich zusammen aus «trafic» (Verkehr) und «image» (Bild). «Trafimage» bildet Themen und Angebote rund um den öffentlichen Verkehr ab und ist für beinahe alle Massstäbe und Formate verfügbar. Vor zehn Jahren gründete SBB Infrastruktur «Trafimage». Sie führten die Unmengen an Karten in einem einheitlichen Design zusammen. Das Kartenbild ist ein fester Bestandteil des Auftritts von öV Schweiz und der SBB. Bekannt sind die Karten bisher als Printprodukt, unter anderem als Geltungsbereichskarten für Abonnemente, im Kursbuch sowie in Informationsstelen an den Bahnhöfen. Seit vergangenem Frühling stehen die Kartenthemen Bahnhofpläne, Tarifverbunde und Panoramastrecken auch online als Webkarten zur Verfügung. Bereits vorher konnten Nutzer auf www.trafimage.ch PDF-Karten herunterladen und ausdrucken. Vorteil der Webkarten ist jedoch das individuelle Zusammenstellen von Informationen sowie die Zoomfunktion auf eine gewünschte Region.

 

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Fr

16

Nov

2012

Gotthard-Linie bei Gurtnellen: Voraussichtliche Betriebsaufnahme in der Nacht von Sonntag auf Montag

Die am 14. November 2012, um 16:30 Uhr unterbrochene Gotthard-Bahnlinie wird voraussichtlich in der Nacht auf Montag, 19. November 2012 wieder eingleisig in Betrieb genommen werden können. Die Arbeiten zur Hangsicherung wurden am Morgen des 15. November 2012 aufgenommen. Bis und mit Wochenende reisen die Kunden von und nach dem Tessin auf der Strecke Flüelen-Göschenen mit Bahnersatzbussen. Güterzüge werden über die Lötschberg- und Simplonlinie umgeleitet.

Bis und mit  Wochenende  heisst  es  in Flüelen  auf die Bahnersatzbusse umzusteigen                                                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

Die Sperrung der Gotthard-Strecke aufgrund des Felsabbruchs vom Mittwoch bei Gurtnellen dauert voraussichtlich bis zum kommenden Sonntagabend. Die Arbeiten zur Hangsicherung wurden am Morgen des 15. November 2012 bereits aufgenommen. In einer zweiten Phase werden die Felsbrocken von den Geleisen geräumt und anschliessend die Instandhaltung der Geleise in Angriff genommen. Die SBB setzt alles daran, um die Strecke für den Güterverkehr bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag wieder eingleisig zu öffnen. Der Reiseverkehr soll ab Montagmorgen wieder in Betrieb genommen werden können.

 

Für Reisen von und nach dem Süden muss bis mit einer rund 60 Minuten längeren Reisezeit gerechnet werden. Kunden aus dem Grossraum Basel, Olten, Aarau und Bern wird empfohlen, für Reisen nach Italien auf die Lötschberg–Simplon-Achse auszuweichen. Für Reisende aus der Region Zürich, Luzern stehen zwischen Flüelen und Göschenen 16 Ersatzbusse im Einsatz. Die Reisenden werden an den Umsteigeorten von Kundenbetreuern der SBB unterstützt und in die Ersatzbusse eingewiesen. Aufgrund der eingeschränkten Kapazitäten können Fahrräder während der Zeit des Unterbruchs auf dieser Strecke nicht transportiert werden. Die SBB hat unter der Nummer 0800 99 66 33 eine Gratis-Hotline aufgeschaltet, die bis heute Mittag von den Kunden stark frequentiert wurde.

 

Güterzüge werden grossräumig via Lötschberg-Simplon umgeleitet. In enger Kooperation mit den Güterbahnen strebt die SBB an, trotz eingeschränkter Kapazität möglichst viele Güterzüge auf der Nord-Süd-Achse verkehren zu lassen. Zur Abwicklung des Güterverkehrs wurden unter anderem die Kapazitäten in Domodossola erhöht und geplante Bauarbeiten auf der Simplonstrecke verschoben.

 

Ein Felsblock in der Grösse von rund 70-80 Kubikmeter hat am Nachmittag des 14. November 2012 um ca. 16:30 Uhr die Gotthard-Bahnstrecke bei Gurtnellen beschädigt und den Zugsverkehr auf dieser Nord-Süd-Achse blockiert. Die im Hang installierten Sensoren haben einwandfrei funktioniert und rechtzeitig Alarm ausgelöst. Die Züge konnten umgehend gestoppt werden. Der Felsabbruch ereignete sich nahe jener Stelle, wo bereits im Juni ein Felssturz niederging.

 

SBB Bahnverkehrsinformation


  • Die internationalen Züge  EC  Zürich HB – Milano Centrale fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen aus.
  • Die Fernverkehrszüge  ICN  Zürich HB / Basel SBB – Lugano fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen aus.
  • Die Fernverkehrszüge  IR  Zürich HB / Basel SBB – Locarno fallen zwischen Erstfeld und Göschenen aus.

 

Es verkehren Ersatzbusse Flüelen – Göschenen (nonstop). Der Transport von Fahrrädern ist ausgeschlossen.

Reisende von …

  • … Arth-Goldau nach Göschenen steigen in Flüelen um.
  • … Zürich HB und Luzern nach Milano Centrale oder umgekehrt reisen via Arth-Goldau – Flüelen – Göschenen.
  • … Basel SBB, Aarau, Olten nach Milano Centrale oder umgekehrt reisen via Bern – Brig –   Domodossola.
  • … Erstfeld nach Göschenen oder umgekehrt reisen via Auto AG Uri.

 

Bitte rechnen Sie mehr Reisezeit ein.

 

Dauer der Störung bis Sonntag, 18. November 2012, Betriebsschluss

 

 

 

 

Bericht SF Tagesschau vom 15. November 2012

 

 

 

 

Bericht SF "Schweiz aktuell" vom 15. November 2012

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Do

15

Nov

2012

Taufe der neuen AlpTransit-Lok SBB Re 460 107-6

Eröffnung des Gotthard-Basistunnels rückt näher

Der Urner Landammann Josef Dittli hat am Donnerstag, 15. November 2012, auf Einladung der AlpTransit Gotthard AG die Funktion als Taufpate für die neu gestaltete AlpTransit Gotthard-Lokomotive übernommen. Bis zur Eröffnung des längsten Tunnels der Welt im Jahre 2016 wird die Lokomotive Re460 107-6 auf dem Schienennetz der Schweiz viele Tausend Kilometer zurücklegen und den Bau der ersten Flachbahn durch die Alpen in der Öffentlichkeit weiter bekannt machen.

 

Medienmitteilung AlpTransit Gotthard AG vom 15. November 2012

Die neue ATG-Werbelok beim Portal des neuen GBT bei Erstfeld      Foto: Benjamin Keil

 

Mit dem Beginn der bahntechnischen Ausrüstung ist der Bau des Gotthard-Basistunnels in eine neue Phase getreten. Erst nach dem Einbau der Bahntechnik können im längsten Tunnel der Welt ab 2016 Züge verkehren. Die AlpTransit Gotthard AG habe deshalb das Design der AlpTransit-Lok, die seit einigen Jahren im Einsatz steht, dem Stand des Projektes angepasst, erklärt ATG-Chef Renzo Simoni: "Die Vision wird immer mehr zur Realität. Dies ist nun auch auf der neu gestalteten Re460 zu sehen. Die Botschaft "Flachbahn durch die Alpen" weist darauf hin, dass der Gotthard-Basistunnel nicht nur der längste Tunnel der Welt, sondern zusammen mit dem Ceneri-Basistunnel auch die erste Flachbahn durch die Alpen sein wird."

Getauft wurde die neue AlpTransit-Lok am 15. November 2012. So wie in ein paar Jahren, wenn der Gotthard-Basistunnel in Betrieb ist, rollte die neue AlpTransit-Lok durch das Nordportal des Basistunnels in Erstfeld. Taufpate Josef Dittli, Urner Landammann und Finanzdirektor, wünschte der neuen ATG-Lok auf ihrem künftigen Weg gute Fahrt: "Ich hoffe, dass auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Bauherrin ATG und dem Kanton Uri bestehen bleibt und wir 2016 gemeinsam die Eröffnung dieses Jahrhundertbauwerks feiern können."

 

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Mi

14

Nov

2012

Felsabbruch bei Gurtnellen - Gotthardlinie für mehrere Tage unterbrochen

Die Gotthard-Bahnlinie ist seit Mittwoch, 14. November 2012 ca. 16.30 Uhr als Folge eines Felsabbruchs bei Gurtnellen für den Zugverkehr unterbrochen. Die Sperrung dauert voraussichtlich mehrere Tage. Der Felsabbruch ereignete sich nahe jener Stelle, wo bereits im Juni ein Felssturz niederging. Die neu installierte Anlage zur Überwachung des Geländes hat einwandfrei funktioniert und Alarm ausgelöst. Für Reisen von und nach dem Süden muss mehr Reisezeit eingerechnet werden. Kunden aus dem Grossraum Basel, Olten, Aarau und Bern werden auf die Lötschberg–Simplon-Achse gelenkt. Für Reisende aus der Region Zürich, Luzern stehen zwischen Flüelen und Göschenen Ersatzbusse im Einsatz. Die SBB hat unter der Nummer 0800 99 66 33 eine Gratis-Hotline aufgeschaltet.

 

Gotthard-Bahnlinie bei Gurtnellen                                        Archiv-Foto: Marcel Manhart

 

Am Mittwoch, 14. November 2012 kurz nach 16.30 Uhr ereignete sich bei Gurtnellen ein Felsabbruch von ca. 150 Kubikmeter, wovon ein Teil die Geleise der Gotthard-Bahnlinie verschüttete. Zum Zeitpunkt des Felsabbruchs befanden sich weder Züge im betroffenen Abschnitt, noch wurden nach aktuellem Kenntnisstand Personen verletzt. Die im Hang installierten Sensoren haben ordnungsgemäss Alarm ausgelöst und der Zugsverkehr konnte umgehend gestoppt werden.

 

Geologen werden im Verlauf des Donnerstages, 15. November 2012 eine erste Einschätzung der Situation vornehmen, es muss mit einem Unterbruch von mehreren Tagen gerechnet werden. Der Umfang der Beschädigungen an den Bahnanlagen sind derzeit noch nicht bekannt.


Reisenden aus den Räumen Basel, Olten, Aarau und Bern wird empfohlen, für Fahrten von und nach dem Süden die Lötschberg–Simplon-Achse zu benützen. Kundinnen und Kunden aus den Räumen Zürich und Luzern steigen zwischen Flüelen und Erstfeld auf im Einsatz stehenden Ersatzbusse um – sie müssen mit einer Reisezeitverlängerung von rund 60 Minuten rechnen. Für Reisende ist ab sofort eine kostenlose SBB-Hotline unter der Nummer 0800 99 66 33 aufgeschaltet.

 

Bericht SF "Schweiz Aktuell" vom 14. November 2012

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Di

13

Nov

2012

SBB Cargo tauft die sechste Hybridlok Eem 923 in Langenthal

SBB Cargo hat am Montag, 12. November 2012 die sechste von 30 bestellten Hybridloks getauft und in Betrieb genommen. Sie ermöglicht einen ökonomischeren und ökologischeren Wagenladungsverkehr. Als modernste Lokomotive auf dem Markt kommt sie sowohl auf den Strecken wie auch im Rangierbetrieb zum Einsatz.

Langenthal's  Stadtpräsident  Thomas  Rufener   enthüllt   die  Anschrift  auf  der  Lok anlässlich  der  Taufe  auf  den  Namen  "Schoren"                      Foto: Marcel Manhart

 

 

«Ich freue mich, dass unser Rangierteam in Langenthal künftig die rund jährlich 13‘000 Wagen mit der modernsten und innovativsten Rangierlokomotive transportieren wird. Mit der neuen Hybridlok Eem 923 können wir eine schwere Diesellokomotive ersetzen und sparen so CO2», sagte Ruedi Büchi am 12. November 2012 am Standort Langenthal. Zusammen mit Thomas Rufener, dem Stadtpräsidenten von Langenthal taufte er die sechste Hybridlok des Typs Eem 923 auf den Namen «Schoren». Die weiteren der insgesamt 30 bestellten Fahrzeuge liefert die Stadler Winterthur AG laufend bis Ende 2013. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt 88 Millionen Franken, inklusive Ersatzteilpaket.

 

 

Mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

 

Mit der neuen Hybridlok lassen sich die Bedürfnisse der Kunden optimal bedienen. Denn die Eem 923 verbindet Effizienz und Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit. Dank der Neubeschaffung kann SBB Cargo die Fahrzeugvielfalt weiter reduzieren, was einen ökonomischeren Betrieb und Unterhalt der gesamten Flotte ermöglicht.

 

Die neue Hybridlok wird auch den ökologischen Ansprüchen von SBB Cargo gerecht: Dank der hohen Leistung von 1500 Kilowatt eignet sie sich sowohl für den Strecken- als auch für den Rangierbetrieb. Damit gewinnt SBB Cargo in der Produktion an Flexibilität. Die Lokführer können rasch zwischen Elektro- und Diesel-Hilfsantrieb umschalten. Das spart Zeit und Kosten, da keine aufwändigen Lokwechsel mehr notwendig sind, um die nicht elektrifizierten Anschlussgleise der letzten Meile zu befahren. Auch die Betriebs- und Unterhaltskosten der Hybridlok liegen merklich unter jenen der alten Rangierflotte – Gleichzeitig erwartet SBB Cargo eine deutlich höhere Fahrzeugverfügbarkeit.

 

Die Hybridlok Eem 923 wird voraussichtlich zu über 90 Prozent elektrisch verkehren. Nur auf den Anschlussgleisen ohne Fahrleitung kommt der Diesel-Hilfsmotor zum Zug. Dadurch kann SBB Cargo im Vergleich zu heute eine jährliche CO2-Reduktion von mehr als 4000 Tonnen pro Jahr bewirken. SBB Cargo hat sich bewusst für ein zukunftsweisendes Fahrzeug entschieden, das nachhaltige ökonomische und ökologische Vorteile verbindet.

Die  Mitarbeiter  vom  Regionalen Cargo Produktionsteam Langenthal  freuen sich über ihr neues "Arbeitsgerät" und durften auch den Namen wählen      Foto: Marcel Manhart

 

 

Namensgebung: Regionale Hausberge als Symbol für Nachhaltigkeit

 

Nicht nur mit der Hybridlok selber, auch bei der Namensgebung beschreitet SBB Cargo neue Wege: Da die Loks an regionalen Standorten zum Einsatz kommen, erhalten sie die Namen örtlicher Hausberge. Sie symbolisieren die nachhaltige, regionale und ökologische Verankerung. Den Namen wählt das jeweilige Cargo-Produktionsteam vor Ort aus. Im Fall des RCP-Teams Langenthal, unter der Leitung von Hans Schütz, entschied sich die Mehrheit für den örtlichen Hausberg «Schoren».

 

 

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Mo

12

Nov

2012

Schweizer Kursbuch 2013 ab heute im Internet verfügbar

Der Online-Fahrplan 2013 der SBB ist bereits seit Mittwoch, 24. Oktober 2012 verfügbar, der erste Verkaufstag des Kursbuches wird dann der Samstag, 24. November 2012 sein. Bereits ab heute Montag, 12. November 2012 ist jedoch der gesamte Kursbuchinhalt in elektronischer Form auf dem Internet verfügbar. 

 

Auf der Website von www.fahrplanfelder.ch ist ab heute der gesamte Kursbuchinhalt in elektronischer Form verfügbar. Die gedruckte Ausgabe des offizielle Kursbuches wird dann ab Samstag, 24. November 2012 an den Bahnhöfen zu kaufen sein. Der Fahrplan 2013 ist gültig vom 09. Dezember 2012 bis 14. Dezember 2013.

 

Über die wichtigsten Änderungen zum kommenden Fahrplanwechsel informierte die SBB vergangene Woche. Die SBB bietet ihren Kunden unter anderem im nationalen und im regionalen Verkehr mehr Zugsverbindungen und mehr Sitzplätze an. Schwerpunkte sind eine deutliche Verbesserung in der Westschweiz mit der Einführung des „Horaire Romandie 2013“, der Halbstundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich sowie die Aufnahme von neuen internationalen Verbindungen nach Frankreich und Österreich. 

 

Die bedeutendste Verbesserung in der Westschweiz ist die Einführung des «Horaire Romandie 2013» (das neue Fahrplankonzept für die Westschweiz). Die RegioExpress-Züge zwischen Genf und Lausanne fahren neu im Halbstundentakt, alternierend bis nach Palézieux – Romont oder nach Vevey. Ab dem Fahrplanwechsel sind insgesamt 13 neue Doppelstockzüge des Typs Regio Dosto im Einsatz. Damit kann die SBB das Sitzplatzangebot auf dieser stark frequentierten Strecke um rund 33 Prozent erhöhen. Zwischen dem Wallis und Genf führen zudem zusätzliche Fernverkehrszüge in den Hauptverkehrszeiten zu einem Fahrzeitgewinn von bis zu 11 Minuten. In der Westschweiz bietet die RER Fribourg zudem einen Stundentakt zwischen Bern, Romont und Bulle an.

 

In der Nordostschweiz führt die SBB auf der Strecke Schaffhausen – Zürich einen Halbstundentakt ein. Die bisher stündliche Verbindung mit  InterCity / InterRegio  wird durch den neuen Regio Express, welcher mit Regio Dosto-Kompositionen geführt wird, zu einem Halbstundentakt mit Halten in Zürich Oerlikon und Bülach ergänzt. Dieser markante Schritt wurde mit dem Ausbau zur Doppelspur ermöglicht. Zwischen Winterthur und Zürich verkehren ab Fahrplanwechsel in der Hauptverkehrszeit am Morgen zwei zusätzliche Züge.

 

Die SBB baut aber auch im internationalen Personenverkehr das Angebot sukzessive aus. Auf der Linie Zürich – Österreich wird in enger Zusammenarbeit mit der Partnerbahn ÖBB neu ein zusätzliches sechstes ZugpaarRailjet eingesetzt. Die Reisezeit ab Zürich nach Wien verkürzt sich zudem auf allen Verbindungen um rund 20 Minuten.

 

TGV Lyria, eine gemeinsame Tochtergesellschaft von SNCF und SBB, verstärkt das Angebot im Reiseverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich. So verkehrt der  TGV  Paris – Bern täglich bis Interlaken Ost und am Wochenende bereits ab Interlaken Ost nach Paris. Mit dem direkten Zugang ins Berner Oberland bietet TGV Lyria unter anderem für Wintersportler eine attraktive und komfortable Reisemöglichkeit. Zudem übernimmt TGV Lyria die bestehenden Linien Genf – Marseille – Nizza sowie Genf – Montpellier mit täglich drei Verbindungen ab der Schweiz nach Südfrankreich und zurück.

 

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So

11

Nov

2012

Seit dem Unglück von Kaprun sind heute 12 Jahre vergangen

In Kaprun im österreichischen Bundesland Salzburg findet im Gedenken an die Opfer des Seilbahnunglücks vom 11. November 2000 heute Sonntag, 11. November 2012 um 09.00 Uhr eine ökumenische Feier bei der Gedenkstätte an der Talstation der Gletscherbahn statt. Die Gedenkfeier findet im Freien statt.

Gedenkstätte 11.11.2000 bei der Gletscherbahn Kaprun                Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun am 11. November 2000, bei der insgesamt 155 Menschen ums Leben kamen, ist bis dato die grösste Katastrophe der 2. Republik. In Gedenken an die Opfer wurde diese Gedenkstätte errichtet, an deren Einweihung gegenüber der Talstation am 11. November 2004 rund 300 Angehörige teilnahmen.

 

                                                                                                        Quelle: Salzburg WIKI

 

Die Gedenkstätte


Kernstück des grossen, zeitlosen Baus aus schlichtem Beton sind 155 verschiedenfarbige vertikale Glaslamellen. Jede trägt Namen und Geburtsdatum eines Opfers. Die Farbe der Lamellen ergab sich nach dem Prinzip des Feng Shui (chinesische Harmonielehre). Feng Shui steht mit den Energien der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser in Beziehung. Kapruns Bürgermeister Norbert Karlsböck: "Nach dem chinesischen Horoskop wird jedem Geburtsjahr ein Element zugewiesen. Aus dem Geburtsdatum der einzelnen Opfer ergab sich die Zuweisung der jeweiligen Farbe." 

Die Planung stammt vom Architekten Anton Michael aus Rimsting im Chiemgau. Seine Idee wurde in einem langen Entscheidungsprozess von einer Arbeitsgruppe aus 25 Vorschlägen herausgefiltert. Zehn Entwürfe blieben übrig, daraus wurden fünf Projekte entwickelt. 400 Hinterbliebene aus acht Nationen nahmen schließlich an einer aufwändigen Abstimmung per Internet teil. Karlsböck: "85,6 Prozent stimmten für das Projekt von Anton Michael." 

Die Schmalseite im Westen birgt eine kleine Fensteröffnung, welche einen Sichtbezug aus dem Gebäude zur Rampe und Tunneleinfahrt der Unglücksstelle herstellt. Der einfache, schmale Kubus steht auf einem durch niedrige Sitzmauern eingefassten Vorplatz. 

Anton Michael über sein Projekt der Gedenkstätte in Kaprun: "Das Gebäude ist so konzipiert, dass es sich ohne wesentliche Veränderung der Topographie in das Hanggrundstück einfügt und eine barrierefreie Erschließung gesichert ist. Der Entwurf ist zeitlos streng, mit den Mitteln des Minimalismus angedacht, um einen Ort der inneren Einkehr zu schaffen. Der Raum schöpft seine Kraft aus der Reduktion. Auf eine Dachform wird bewusst verzichtet, um das Gebäude von der bekannten Formensprache der Skihütten, Schneebars und Bahnstationen abzugrenzen."

 

 

 

Das Wort zum Sonntag vom 10. November 2012 auf SF 1

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Sa

10

Nov

2012

Neuer KitzSki Zug präsentiert sich auf dem S-Bahn Netz in Wien

Bis Ende November 2012 ist der neue KitzSki Zug, eine moderne Talent Nahverkehrsgarnitur im Look der Bergbahn AG Kitzbühel als Botschafter für nachhaltige und umweltfreundliche Wintersport-Mobilitätskooperation

auf dem S-Bahn Netz im Grossraum Wien unterwegs.

 

Gemeinsam mit der Bergbahn AG Kitzbühel bringen die ÖBB in der kommenden Wintersaison erstmals den neuen KitzSki Zug auf Schiene. Ab 29. Dezember 2012 verkehrt der Direktzug für die Wintersportlerinnen und Wintersportler jedes Wochenende von Rosenheim nach Kitzbühel und wieder retour.

Josef Burger, Vorstand Bergbahn AG Kitzbühel und Klaus Garstenauer, Leiter Nah- und Regionalverkehr  ÖBB-Personenverkehr AG  bei der Taufe des neuen KitzSki Zuges am Bahnhof Wien Praterstern                                                                               Foto: © ÖBB

 

 

Bahnkunden aus dem Grossraum Wien können den neuen KitzSki Zug bereits jetzt testen und dabei gleichzeitig das unvergleichliche Flair der Skiregion zwischen dem Hahnenkamm und dem Kitzbüheler Horn, eines der modernsten Skigebiete im österreichischen Alpenraum, spüren. Im Rahmen einer feierlichen Zugtaufe am Wiener Praterstern wurde die neue Mobilitätskooperation am 09. November 2012 von den beiden Taufpaten Josef Burger, Vorstand Bergbahn AG Kitzbühel und Klaus Garstenauer, Leiter Nah- und Regionalverkehr der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Vier Wochen ist der KitzSki Zug auf dem S-Bahn Netz der Bundeshauptstadt unterwegs. Die im Design der Bergbahn AG Kitzbühel gebrandete, 69 Meter lange Talent- Nahverkehrsgarnitur hat eine Kapazität von 199 Sitzplätzen. Die praktischen Niederflureinstiege ermöglichen ein barrierefreies, bequemes Ein- und Aussteigen. Klimaanlage, bequeme Sitze, Luftfederung und Geräuschisolation machen so die Fahrt zu einem komfortablen Reiseerlebnis.

 

 

Mit dem KitzSki Zug direkt heinein ins Skivergnügen

 

Wer Lust verspürt, die Vorzüge des tollen Rundumservices des KitzSki Zuges im Wintersporteinsatz in Kitzbühel selbst zu erleben, kann dies ab Ende Dezember tun. Von 29. Dezember 2012 bis 3. März 2013 fährt der Direktzug jeweils Samstag und Sonntag für die KitzSki-Fans aus dem Grossraum Rosenheim – via Kufstein und Wörgl – bequem, stressfrei, rasch und umweltfreundlich nach Kitzbühel und wieder zurück.

 

„Damit die Wintersportfans ihren Skitag richtig auskosten können, gibt es das Bahn- und Skiticket als besonderen Service gleich im Zug. In Kitzbühel-Hahnenkamm angekommen, geht es ohne Stau, Parkplatzsuchen und ohne Warten an der Kasse direkt hinein ins Skivergnügen“, so Klaus Garstenauer, Leiter Nah- und Regionalverkehr.

 

„Weil KitzSki und die ÖBB Nachhaltigkeit ernst meinen, haben wir diese besondere Mobilitätsvariante für die KitzSki Gäste ins Leben gerufen. Wir bieten damit nicht nur einen besonderen Service, sondern leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz“, so Josef Burger, Vorstand Bergbahn AG Kitzbühel.

 

Anreise KitzSki Zug                                     Samstag                                Sonntag


Rosenheim                                                     7.20 Uhr                                  7.20 Uhr

Kufstein                                                          8.02 Uhr                                 7.46 Uhr

Wörgl                                                             8.26 Uhr                                  8.08 Uhr

Kitzbühel-Hahnenkamm                                   8.58 Uhr                                  8.40 Uhr

 

 

Rückreise KitzSki Zug                        Samstag & Sonntag


Kitzbühel-Hahnenkamm                                   17.19 Uhr       

Wörgl                                                             18.00 Uhr

Kufstein                                                          18.14 Uhr

Rosenheim                                                      18.40 Uhr

 

 

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Fr

09

Nov

2012

SBB Fahrplan 2013: Angebotsausbau in der Romandie, in der Nordostschweiz und im internationalen Verkehr

Ab dem kommenden Fahrplanwechsel am 09. Dezember 2012 bietet die SBB ihren Kunden im nationalen und im regionalen Verkehr mehr Zugsverbindungen und mehr Sitzplätze an. Schwerpunkte sind eine deutliche Verbesserung in der Westschweiz mit der Einführung des„Horaire Romandie 2013“, der Halbstundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich sowie die Aufnahme von neuen internationalen Verbindungen nach Frankreich und Österreich. Die SBB optimiert zudem die Benutzerfreundlichkeit der elektronischen Verkaufskanäle.

Am  08. November 2012,  dem nationalen Zukunftstag,  präsentiert  die Leiterin vom SBB-Personenverkehr, Jeannine Pilloud zusammen mit den Kids den neuen Fahrplan                                                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Zunahme der Mobilität in der ganzen Schweiz führt insbesondere in urbanen Regionen immer mehr zu Engpässen. Die prognostizierte Zunahme bis 2030 beträgt bis zu 50%, das Wachstum in städtischen Ballungsräumen gar bis zu 100%. Die SBB trägt diesen Entwicklungen Rechnung und baut ihr Angebot sowohl im Regionalverkehr als auch national weiter aus.

 

 

Mehr Züge auf den Linien Genf – Lausanne und Schaffhausen – Zürich

 
Die bedeutendste Verbesserung in der Westschweiz ist die Einführung des «Horaire Romandie 2013» (das neue Fahrplankonzept für die Westschweiz). Die  RegioExpress -Züge zwischen Genf und Lausanne fahren neu im Halbstundentakt, alternierend bis nach Palézieux – Romont oder nach Vevey. Ab dem Fahrplanwechsel sind insgesamt 13 neue Doppelstockzüge des Typs Regio Dosto im Einsatz. Damit kann die SBB das Sitzplatzangebot auf dieser stark frequentierten Strecke um rund 33 Prozent erhöhen. Zwischen dem Wallis und Genf führen zudem zusätzliche Fernverkehrszüge in den Hauptverkehrszeiten zu einem Fahrzeitgewinn von bis zu 11 Minuten. In der Westschweiz bietet die RER Fribourg I Freiburg zudem einen Stundentakt zwischen Bern, Romont und Bulle an.

 

In der Nordostschweiz führt die SBB auf der Strecke Schaffhausen – Zürich einen Halbstundentakt ein. Die bisher stündliche Verbindung mit  InterCity / InterRegio  wird durch den neuen  RegioExpress , welcher mit Regio Dosto-Kompositionen geführt wird, zu einem Halbstundentakt mit Halten in Oerlikon und Bülach ergänzt. Dieser markante Schritt wurde mit dem Ausbau zur Doppelspur ermöglicht. Zwischen Winterthur und Zürich verkehren ab Fahrplanwechsel in der Hauptverkehrszeit am Morgen zwei zusätzliche Züge.

 

 

Internationaler Verkehr – Besseres Angebot nach Österreich und Frankreich

 
Die SBB baut auch im internationalen Personenverkehr das Angebot sukzessive aus. Auf der Linie Zürich – Österreich wird in enger Zusammenarbeit mit der Partnerbahn ÖBB neu ein zusätzliches sechstes ZugpaarRailjet eingesetzt. Die Reisezeit ab Zürich nach Wien verkürzt sich zudem auf allen Verbindungen um rund 20 Minuten.

TGV Lyria, eine gemeinsame Tochtergesellschaft von SNCF und SBB, verstärkt das Angebot im Reiseverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich. So verkehrt der  TGV  Paris – Bern täglich bis Interlaken Ost und am Wochenende bereits ab Interlaken Ost nach Paris. Mit dem direkten Zugang ins Berner Oberland bietet TGV Lyria unter anderem für Wintersportler eine attraktive und komfortable Reisemöglichkeit. Zudem übernimmt TGV Lyria die bestehenden Linien Genf – Marseille – Nizza sowie Genf – Montpellier mit täglich drei Verbindungen ab der Schweiz nach Südfrankreich und zurück.

 

 

Fahrplanoptimierungen und Investitionen im Regionalverkehr

 
Im Regionalverkehr ist die SBB insbesondere im weiteren Ausbau der S-Bahn gefordert. Mit dem Fahrplanwechsel profitieren die Kunden auf verschiedenen Linien von einem Angebotsausbau und von neuem Rollmaterial. Die Änderungen im Überblick:

 

 

Zürich/Ostschweiz

  • Zwischen Winterthur und Zürich verkehren in der Hauptverkehrszeit am Morgen zwei zusätzliche Züge der Linie S12.
  • Auf der Strecke Baden – Otelfingen und umgekehrt verkehrt die S6 am Abend mit zwei zusätzlichen Verbindungen, das ergibt neu einen Halbstundentakt bis 22 Uhr.
  • Die neue Haltestelle „Steinhausen Rigiblick“ der S9 wird in Betrieb genommen. Die Haltestelle Sihlbrugg der S21 wird hingegen aufgehoben.
  • Zwischen Rotkreuz und Lenzburg verkehrt täglich ein zusätzlicher Zug mit Abfahrt in Rotkreuz um 23.52 Uhr.

 

Nordwestschweiz/Luzern

  • Von Aarau nach Turgi verkehrt ein zusätzlicher Zug mit Abfahrt in Aarau um 15.58 Uhr.
  • Auf der Strecke Olten – Solothurn verkehren auch werktags bis Langendorf neue FLIRT-Züge.

 

Westschweiz

  • RER Fribourg | Freiburg, eine Kooperation von SBB und TPF, bietet neu einen integralen Stundentakt zwischen Bern und Bulle an.

 

Tessin

  • Der ICN mit Abfahrt in Chiasso um 07.45 Uhr hält zusätzlich in Mendrisio. Für Reisende ab Mendrisio wird damit in der Spitzenzeit am Morgen eine zusätzliche Verbindung nach Lugano und Bellinzona angeboten.
  • Die täglichen Verbindungen ab dem Tessin nach Mailand Centrale werden ab dem Fahrplanwechsel verdoppelt. Neu verkehren täglich fünf Züge ab Biasca via Bellinzona und Lugano bis nach Mailand und sechs Züge ab Mailand zurück bis nach Biasca.

 

In rund einem Jahr wird in der Ostschweiz die S-Bahn St. Gallen in Betrieb genommen, und mit der Eröffnung der Durchmesserlinie Nord-Süd im Jahr 2014 wird eine weitere wichtige Etappe im Ausbau der S-Bahn Zürich vollendet. Die Region Tessin wird ab 2015 vom S-Bahnsystem Tessin/Como – Mendrisio – Varese – Malpensa (Anschluss internationaler Flughafen Mailand) profitieren. Ab Fahrplanwechsel 2015 erfolgt zudem die 2. Etappe der S-Bahn Zürich mit der Durchmesserlinie Ost-West und dem Ausbau Oerlikon sowie die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels.

 

Noch einfacher zum elektronischen Ticket


Die Kundinnen und Kunden nutzen die Selbstbedienungskanäle der SBB so intensiv wie noch nie. 2011 wurden 60.6 Millionen Billette am Automaten, online oder mobile gekauft. Das entspricht einer Selbstbedienungsquote von 70.7%. Der Anteil wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Die SBB verbessert deshalb die Benutzerfreundlichkeit der elektronischen Verkaufskanäle. Am Automaten leitet ein neuer Bedienablauf die Kunden mit Fokus auf Eingabe des Fahrziels schneller zum gewünschten Angebot. Eine Automatenhotline ist seit Sommer 2012 im Raum Zürich erfolgreich in Betrieb. Im SBB Ticket Shop auf sbb.ch wurden verschiedene Verbesserungen im Kaufprozess vorgenommen, wie Datumsauswahl mit Anzeige des Wochentages, klarere Informationen zu ermässigten Billetten oder prominentere Preisanzeige der Sparbillette. Eine neu überarbeitete Startseite leitet die Kunden direkt zu den aktuellsten und wichtigsten Angeboten im SBB Ticket Shop. Zudem wurde das Login vereinfacht. Im online Fahrplan auf sbb.ch können die Kunden neu direkt eine Verspätungsbestätigung ausdrucken und erhalten ausführlichere Informationen zum Reisen mit Behinderung.

 

Neue SBB App im Web 2.0 Format

 

Mit rund 2,5 Millionen Downloads gehört «SBB Mobile» zu den meist verbreitetsten Apps in der Schweiz. SBB Mobile hat per Herbst 2012 neu Informationen rund um den Bahnhof integriert und einige Neuerungen für eine erleichterte Bedienbarkeit vorgenommen. Verbesserungen sind u.a. die Integration von Zonenplänen bei Verbundbilletten, Kontaktimport für den Billetkauf von Mitreisenden, Umbenennung von Favoriten nach individuellen Bedürfnissen, detaillierterer Checkout-Screen und automatische E-Mail Bestätigung des Kaufes.

 

Im Dezember 2012 lanciert die SBB mit der neuen App «SBB.Connect» zusätzlich ein eigenes Social Media-Netzwerk. Durch die Vernetzung über Facebook und Twitter wird zum Beispiel ermöglicht Informationen zu erhalten, welche Freunde auf welchen Routen unterwegs sind und Verabredung zu vereinbaren.

 

In den nächsten Monaten können Kunden auch aktuelle Informationen über Grossstörungen, Verspätungen und Gleiswechsel auf bis zu 20 verschiedenen Strecken als individualisierte Push-Nachricht abonnieren. Dieser Service wird den bisherigen SMS-Alarm ersetzen.

 


 

Ab 9. Dezember gilt in der Westschweiz der „Horaire Romandie“, was bedeutet, dass dort wesentlich mehr Züge mit einem Drittel mehr Plätzen unterwegs sein werden. Auch in anderen Regionen sind Verbesserungen zu verzeichnen, was von Pro Bahn Schweiz, der Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs begrüsst wird.

 

Gutes Angebot bringt gute Bahnzukunft

 
Am heutigen Zukunftstag waren auch Kinder und Jugendliche an die Fahrplan-Pressekonferenz der SBB eingeladen. Ein sympathischer Schritt, denn damit ist heute den künftigen Kundinnen und Kunden eine attraktive Bahnzukunft aufgezeigt worden. So werden zwischen  Genf und Lausanne ab 9. Dezember RegioExpress- Züge im Halbstundentakt angeboten, die durch weitere Zusatzzüge ergänzt werden, welche zwi-schen Genf und Lausanne nicht anhalten. Ebenso lassen sich Fahrzeitverkürzungen realisieren, indem die IR Luzern – Genève in Romont und Palézieux  durchfahren. Dank neuer Regio Express Züge gilt auf der Strecke Zürich Schaffhausen bis 21.05 h ein schneller Halbstundentakt.  Auch in andern Landesteilen sind punktuelle Verbesserungen zu verzeichnen.

 


Wermutstropfen

 
Sie können an einer Hand abgezählt werden. Die neu vorgesehene Durchfahrt der IR in Romont und Palézieux sowie in Morges und Nyon wird in den betroffenen Gemeinden keine Begeisterungsstürme auslösen. Diese Mängel in der Westschweiz werden aber durch Entlastungs- oder Zusatzzüge kompensiert. Die positive Nachricht des schnellen Halbstundentakts zwischen Zürich und Schaffhausen wird herabgemindert, weil nach 21.05 dieser Zug nicht mehr fährt. 

 
Nach wie vor kann das Bündnerland als einzige grosse Tourismusregion vom Flughafen Zürich aus nicht umsteigefrei erreicht werden, ein Wermutstropfen, der eher ins Gewicht fällt. 

 

Elektronisches Ticket lösen wird einfacher


Kundenreaktionen haben aufgezeigt, dass dieser Vorgang nicht immer einfach zu be-werkstelligen ist. Die Benutzerfreundlichkeit der elektronischen Verkaufskanäle wird deshalb verbessert und vereinfacht. Pro Bahn Schweiz steht diesen Neuerungen positiv gegenüber, gibt aber zu bedenken, dass diese Neuerung als Ergänzung und nicht als Ersatz der bedienten Bahnschalter zu betrachten ist.


 

Siehe auch Beitrag vom 29. Mai 2012:
Ausblick auf den neuen SBB Fahrplan 2013
 

 

 

Siehe auch RTSR-Bericht vom 08. November 2012

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Do

08

Nov

2012

Nationaler Zukunftstag: 700 Kinder schnuppern bei der SBB

Guter Nachwuchs – und vor allem viel davon: Das ist in den kommenden Jahrzehnten entscheidend für die SBB. Am nationalen Zukunftstag vom 08. November 2012 will sich die SBB rund 700 potenziellen Mitarbeitenden der nächsten Generation im besten Licht präsentieren. Auch die Konzernleitungsmitglieder Andreas Meyer, Jeannine Pilloud und Markus Jordi lassen es sich nicht nehmen, den Nachwuchs persönlich zu begrüssen.

Auch der CEO von TGV Lyria, Alain Barbey begrüsst den Nachwuchs vor "seinem Zug" in Lausanne                                                                                     Foto: Marcel Manhart

 

Rund 700 Mädchen und Buben begleiteten am Donnerstagmorgen, 8. November 2012 ihre Väter und Mütter zur Arbeit. Am Nachmittag brachte ihnen die SBB Bahnberufe näher – vor allem solche, in denen das weibliche oder männliche Geschlecht untervertreten ist. In Basel begrüsste CEO Andreas Meyer persönlich die teilnehmenden Kinder und trat mit den Mädchen ins Gespräch zum Thema «Beruf CEO». Der Personalchef Markus Jordi begrüsste die Kinder in Thun, Personenverkehrschefin Jeannine Pilloud suchte den Kontakt mit den Jungen und Mädchen in Bern. In Basel, Bellinzona, Bern, Lausanne oder Zürich lernten Mädchen an Simulatoren den Beruf der Lokführerin kennen oder folgten einer Architektin in Zürich auf «ihre» Baustelle. Buben wiederum gingen in Lausanne hinter den Billettschalter oder erhielten in Bern und Bellinzona Einblick in den Beruf des Reiseverkäufers im SBB Reisebüro – beides Tätigkeiten mit hohem Frauenanteil. «Knaben und Mädchen sollen in ein paar Jahren bei der Berufswahl an die SBB denken und sich auf offene Stellen bewerben – zum Beispiel im Vertrieb, Zugverkehr oder in naturwissenschaftlichen Berufen», umreisst Markus Jordi, Leiter HR das Engagement der SBB.

 

Der Personalchef stellt auch bei der SBB fest, dass die Berufswahl immer noch stark nach Geschlechterstereotypen verläuft. Das verschärft den Nachwuchsmangel in einigen Berufen, in denen die SBB schon heute einen hohen Rekrutierungsbedarf hat. Während die Zahl der Nachrückenden abnimmt, steigt die Zahl jener, die aus dem Berufsleben austreten.

 

Bei der SBB werden von 2022 bis 2037 rund 15 000 der insgesamt 28 500 Mitarbeitenden pensioniert. Der nationale Zukunftstag ist darum eine interessante Plattform für die viertgrösste Arbeitgeberin der Schweiz, sich auf den Generationenwechsel vorzubereiten. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Jahrgang 2000 und 2001 und will frühzeitig die Gleichstellung von Frau und Mann bei der späteren Berufswahl und bei der Lebensplanung fördern.

 

Bereits seit elf Jahren beteiligt sich die SBB am Zukunftstag, dem früheren Tochtertag und brachte dem Nachwuchs so einen Teil der rund 150 Berufe bei der SBB näher. Das sei nicht nur für die Kinder ein Erlebnis. «Auch die Mitarbeitenden schätzen es, ihre Kinder ihre Berufswelt entdecken zu lassen», unterstreicht Markus Jordi.

 

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Mi

07

Nov

2012

Spatenstich im Klettgau für Doppelspurausbau und Elektrifizierung der Strecke Erzingen (Baden) - Schaffhausen

Am Montag, 05. November 2012 haben in Wilchingen-Hallau Reto Dubach, Regierungsrat Kanton Schaffhausen, Hansruedi Schuler, Gemeindepräsident Beringen, Jürgen Lange, Beauftragter für die deutschen Eisenbahnstrecken auf Schweizer Gebiet und Rainer Hartmann, Projektleiter DB ProjektBau GmbH, symbolisch den ersten Oberleitungsmast aufgestellt und damit den Startschuss für die Elektrifizierung der Strecke Erzingen (Baden)–Schaffhausen gegeben.

 

Kanton Schaffhausen News vom 05. November 2012

Derzeit noch mit Diesel unterwegs: DB-Zug in Schaffhausen         Foto: Marcel Manhart

 

In den nächsten Monaten wird die DB Netz AG die Strecke zwischen Erzingen (Baden) und Schaffhausen auf einer Länge von 12,5 Kilometer zweigleisig ausbauen und zugleich die Oberleitung für den elektrischen Zugbetrieb errichten.

 

Neu hinzu kommt noch der Haltepunkt Beringerfeld mit zwei barrierefrei erreichbaren Bahnsteigen.

 

Der Ausbau der Strecke trägt zur nachhaltigen Entwicklung der Infrastrukturanbindung des Klettgaus an die Schweizer Ballungszentren bei und ist zugleich eine Aufwertung der Anliegergemeinden im Rahmen des Agglomerationsprogramms des Kantons Schaffhausen. So werden die Kernpunkte des neuen Bahn- und Buskonzepts für den Kanton wie die Einführung des Halbstundentakts auf allen kantonalen Bahnlinien und Bahnstationen sowie die Einführung des Rendez-vous-Prinzips im Bahnhof Schaffhausen zum Anschluss an alle übrigen Bahnlinien durch diesen Streckenausbau sichergestellt.

Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Ende 2013 geplant. Insgesamt werden über 100 Millionen Schweizer Franken in diese Massnahme investiert.

 


Massnahmen


Doppelspurausbau zwischen Erzingen (Baden) und Beringen Bad Bf 


- Länge: 12,5 km
- Gleisschotter: 63.000 Tonnen 
- Betonschwellen: 27.500 
- Schienen: 31.360 Meter

- Elektrifizierung der Strecke zwischen Erzingen ( Baden ) und Schaffhausen  
- Länge: 18 Kilometer

- Oberleitungsmasten: 900 
- Oberleitung: 48 Kilometer

 

- Barrierefreier Ausbau der Bahnhöfe Trasadingen, Wilchingen, Neunkirch und Beringen Bad Bf,

   neuer südlicher Bahnsteigzugang in Beringen Bad Bf

- Neuer Haltepunkt Beringerfeld 2 stufenfreie Bahnsteige mit Zugangsrampen

- Anpassung der Signalanlagen

- Neubau von 7 Brückenbauwerken

- Rückbau von einem Brückenbauwerk

- Anpassung der verbleibenden 6 Bahnübergänge

 

Aus Sicherheitsgründen ist ein Grossteil der Bauarbeiten am und im Gleis nur bei Vollsperrung der Strecke zwischen dem Bahnhof Erzingen ( Baden ) und dem Bahnhof Schaffhausen möglich. Über die Sperrungen informiert die Deutsche Bahn rechtzeitig.

 

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Di

06

Nov

2012

Bahnhof Thun: Polizist durch Steinwürfe am Kopf verletzt

Am Sonntagnachmittag ist ein Zürcher Stadtpolizist am Bahnhof Thun im Anschluss des Fussballspiels zwischen dem FC Thun und dem FC Zürich durch gezielte Steinwürfe verletzt worden. Er musste sich in Spitalpflege begeben. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeugen.

 

Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich vom 05. November 2012

Der FCZ Fan-Extrazug kurz vor der Abfahrt in Thun                      Foto: Marcel Manhart

 

Am Sonntagnachmittag ist ein Zürcher Stadtpolizist am Bahnhof Thun im Anschluss an das Fussballspiel zwischen dem FC Thun und dem FC Zürich durch gezielte Steinwürfe verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, 04. November 2012, gegen 16:15 Uhr am Bahnhof Thun. Ein Polizist der Stadtpolizei Zürich, welcher anlässlich des Fussballspiels FC Thun gegen den FC Zürich als Szenenkenner im Einsatz stand, befand sich nach Spielende in der Nähe des Extrazuges im Bahnhof Thun. Unvermittelt verliessen mehrere vermummte Anhänger des FC Zürich den Extrazug , behändigten Schottersteine und bewarfen in der Folge den Polizisten gezielt. Dieser wurde beim Angriff am Kopf verletzt und musste mit der Ambulanz zur medizinischen Versorgung ins Spital gefahren werden. Er konnte das Spital gleichentags wieder verlassen.

 

Die Kantonspolizei Bern hat in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Zürich und unter Leitung der Staatsanwaltschaft Oberland Ermittlungen zu den Hintergründen und der Täterschaft aufgenommen.

 

Personen, die Angaben zum Vorfall machen können, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich, Telefonnummer 0 444 117 117 oder bei der Kantonspolizei Bern, Telefonnummer 033 227 61 11, zu melden.

 

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Mo

05

Nov

2012

ÖBB Chef Christian Kern rechtfertig Bahnhofsschliessungen im Güterverkehr

ÖBB-Chef Christian Kern hat heute Montag bei der Bahnhofseröffnung in Leibnitz Stellung zu den geplanten Schließungen von sechs Güterbahnhöfen genommen: Er verstehe die Kritik, sei aber der Wirtschaftlichkeit verpflichtet.

 

Bericht ORF Steiermark vom 05. November 2012

 


Das von der ÖBB-Gütersparte Rail Cargo Austria (RCA) geplante Aus für die Güterbahnhöfe in Rohrbach-Vorau, Eisenerz, Hieflau, Groß- und Kleinreifling sowie Weißenbach sorgte für einen Aufschrei in den Regionen. 

--> mehr dazu in LWK kritisiert Schliessungspläne der RCA (31. Oktober 2012).

Christian Kern rechtfertig die Bahnhofsschliessungen                    Foto: Marcel Manhart

 

ÖBB sei der Wirtschaftlichkeit verpflichtet

ÖBB-Chef Christian Kern sagte heute Montag bei der Bahnhofseröffnung in Leibnitz, er könne diese Kritik verstehen, doch die ÖBB sei der Wirtschaftlichkeit verpflichtet: „Mit diesen Verladebahnhöfen, die wir zusperren, machen wir bei einem Euro Umsatz 92 Cent Verluste. Das ist am Ende dem Steuerzahler nicht zu erklären, weil die Strukturen sind nur dann zu erhalten, wenn noch mehr Steuergeld investiert wird, und ich denke, das wäre an anderen Stellen besser aufgehoben. Vor allem steht es uns aber auch gar nicht zur Verfügung“, so Kern.

 

Bahnhof in Leibnitz früher eröffnet

Den Leibnitzer Bahnhöf eröffnete man ein halbes Jahr früher als geplant: Mit 80 Millionen Euro wurde der Bahnhof umgebaut und barrierefrei gemacht, zusätzlich sollen 420 neue Parkplätze zum Umstieg von Pkw auf Bahn einladen.

 

Für den ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Kern hat der Bahnhof Leibnitz als Drehscheibe für die Pyhrn-Achse eine große Bedeutung: „Es ist unglaublich wichtig, weil wir einen neuen Impuls für unsere Kunden und die ganze Region rund um Leibnitz bieten. Es ist nicht nur ein Bahnhof, sondern eine richtige Verkehrsdrehscheibe, wo wir mit Bus, Bahn und Park & Ride-Möglichkeiten verbinden. Früher hat es geheißen: Westbahn und die Restbahn - und mit der Restbahn war der benachteiligte Süden gemeint. Heute unternehmen wir enorme Anstrengungen, damit der Süden floriert, damit wir dort mehr Bahn haben, und die Kunden danken uns das“.

 

„Golden Eye“ noch im November fertig

Voran gehen auch die Arbeiten am Grazer Hauptbahnhof - Ende November wird eine weitere Bauphase abgeschlossen. Beim überdachten Rondeau, dem sogenannten „Golden Eye“, wird die Nahverkehrsdrehscheibe samt Unterführung für die Straßenbahn eröffnet.

 

„Ende November wird der Vorplatz vom Grazer Hauptbahnhof fertig sein. Damit wird ein wesentlicher Teil des Projekts abgeschlossen werden. Bus, Straßenbahn und die Bahn selbst werden neu verbunden werden, und wir erwarten uns dadurch einen deutlich Zuwachs an Fahrgästen“, so Kern.

 

Insgesamt investieren die ÖBB zurzeit 440 Millionen Euro in den Umbau steirischer Bahnhöfe.

 

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So

04

Nov

2012

Jahrhundertprojekt Hauptbahnhof Wien: Eine Investition in die Zukunft

Replik der ÖBB. "Die Presse" berichtet von einer Verdopplung der Kosten des Wiener Zentralbahnhofs. Richtig - nur ist auch das Projekt stetig gewachsen.

 

Gastkommentar von Georg-Michael Vavrovsky - Die Presse

Einfahrt in den neuen Wiener Hauptbahnhof                                  Foto: Marcel Manhart

 

Das erste Konzept für einen neuen zentralen Bahnhof in Wien wurde im Jahr 2004 mit rund 420 Millionen Euro veranschlagt. Dieses Vorprojekt ist mit dem heutigen Großprojekt nicht annähernd vergleichbar, es hätte Dimensionen ähnlich dem heutigen Bahnhof Meidling gehabt. Diese erste Projektkostenschätzung war ein Masterplan ohne Detailplanungen für eine konkrete Bauphase und für ein signifikant kleineres Projekt, für das es nie einen Baubeschluss gab.

 

Es stimmt, dass das Projekt bis 2007 sinnvoll erweitert und überarbeitet wurde. Wien sollte einen Hauptbahnhof erhalten, der eine internationale Drehscheibenfunktion übernimmt, ein attraktives Tor zur Stadt ist, moderne Reisebedürfnisse abdeckt und leistungsfähige Infrastruktur für den Nah- und Regionalverkehr darstellt. Weiters wurde beschlossen, ein neues Stadtgebiet mit 5000 Wohnungen, Büroflächen und Einkaufsmöglichkeiten für Wien zu schaffen. Aus einem einfachen Bahnhofsgebäude ohne Untergeschoße wurde eine kundenfreundliche Verkehrsstation mit 20.000 Quadratmeter Einkaufszentrum und einer Tiefgarage mit über 600 Auto- und 1150 Fahrrad-Stellplätzen.

Erst damit war der heutige Hauptbahnhof geboren. Valorisiert man nun die ursprünglichen 420 Mio. Euro, kommt man auf 441 Mio. Euro, zu denen man nun noch die Erweiterungskosten in Höhe von 343 Mio. Euro addieren muss. Und das ergibt – wiederum valorisiert – genau die Kosten von 886 Mio. Euro, mit denen das Projekt 2007 von der Bundesregierung beschlossen wurde. Darauf beruht auch der Baubeschluss. Damals wurde auch auf vorausvalorisierte Projektkosten im Rahmenplan umgestellt. Das ist die einzig richtige Vergleichsbasis zu den heutigen Projektkosten.

 

Die Erweiterungen des Hauptbahnhofs umfassen auch Bereiche, die auf den ersten Blick Mehrkosten sind, langfristig betrachtet aber wesentlich zur Umsetzung unter wirtschaftlichen Aspekten beitragen. Dazu zählen eine verkürzte Bauzeit inkl. Sperre des Südbahnhofes, der Bau des Provisoriums Ostbahnhof, aber auch die Standortkonzentration am Hightech-Stützpunkt Matzleinsdorf, die den ÖBB auf Lebenszeit gerechnet Kosteneinsparungen in der Höhe von 235 Mio. Euro bringt.

 

 

Änderungen für die Bürger

 

Der Rahmenplan, der im Herbst 2012 beschlossen wurde, sieht nun Gesamtbaukosten von 1012 Mio. Euro vor. Die Kostenerhöhung zu 2007 von 125 Mio. Euro entfällt hauptsächlich auf Wertanpassungen durch den erhöhten Baukostenindex von 2008 bis 2010. Zusätzlich errichten die ÖBB im Sinne der Anrainerlebensqualität bauliche Maßnahmen wie z.B. Lärmschutzwände. Ja, das ist eine nachträgliche Planänderung, die höhere Kosten als 2007 zur Folge hat, aber auf lange Sicht eine richtige Entscheidung für die Bürger. Die ÖBB wurden übrigens für den engen Bürgerkontakt erst letzte Woche mit dem deutschen PR-Preis für Anrainerkommunikation ausgezeichnet.

 

Die Bauprojekte der ÖBB weisen bei genauer Betrachtung eine sehr hohe Kostenstabilität aus, die auch einem internationalen Vergleich standhält. Bei allen Infrastrukturprojekten seit 2004, mit einem Volumen von mehr als 15 Mrd. Euro, konnte die ÖBB-Infrastruktur AG sogar eine valorisierungsbereinigte Kostenstabilität von unter ein Prozent erreichen.

Was wir – bei allen Infrastrukturgroßprojekten – brauchen, ist eine rationale Debatte, nicht absurde Vorwürfe, die Umsatzsteuer „vergessen“ zu haben. Die für die Errichtung zuständige ÖBB Infrastruktur AG ist vorsteuerabzugsberechtigt, natürlich auch beim Projekt Hauptbahnhof. Das gilt auch für das angebliche Vergessen der Inflationsrate bei den Baukosten, die seit 2007 bei allen Projekten mit durchschnittlich 2,5% Vorausvalorisierung berücksichtigt wird.

Der Hauptbahnhof Wien ist ein Jahrhundertprojekt, von dem Generationen profitieren werden. Diese Investition für die Zukunft und den Standort sollte nicht leichtfertig zum Spielball gemacht werden – die Fakten zeigen, dass das Projekt wirtschaftlich vernünftig geplant und umgesetzt wurde.

 

Zur Person

 

Georg-Michael Vavrovsky ist Leiter des Projektmanagements der ÖBB Infrastruktur AG. Der diplomierte Bauingenieur und Montanist kam über den Tunnelbau zu den Bundesbahnen. Von 1989 bis 2004 war er Vorstand der Eisenbahn HL AG, mittlerweile fungiert er auch als Vorstand der Infrastrukturtochter der ÖBB.

 

 

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Sa

03

Nov

2012

Mehr Kapazität für den Nord-Süd-Verkehr mit der zweiten Rheinbrücke in Basel

Um das politisch breit abgestützte verkehrspolitische Ziel zu erreichen, den alpenquerenden Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern, setzt sich das Bundesamt für Verkehr (BAV) für leistungsfähige Güterverkehrskorridore vom Norden Europas durch die Schweiz in Richtung Süden ein. In der Schweiz wie auch in den Nachbarländern werden schrittweise Fortschritte erzielt. Dazu zählt auch die zweite Eisenbahnbrücke über den Rhein, die im letzten Monat in Basel eingeweiht wurde. Sie erleichtert den Verkehrsfluss am wichtigsten Übergang zwischen der Schweiz und Deutschland und verbessert die Zufahrt zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT).


Bundesamt für Verkehr - BAV Medieninformation

Die neue Rheinbrücke in Basel                                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

Die stählerne Eisenbahnbrücke, die unterdessen 140 Jahre alt ist, hat eine Schwester aus Beton bekommen. Die Kosten für das zweigleisige Bauwerk, das in drei Jahren erstellt wurde, belaufen sich auf 57 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB finanziert. Dank der fast 240 Meter langen zweiten Rheinbrücke können Personen- und Güterzüge zukünftig besser voneinander getrennt werden.

 

Die Fertigstellung der Brücke stellt einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau der Zubringerstrecken zu den NEAT-Basistunnels am Lötschberg und Gotthard/Ceneri dar, wie BAV-Direktor Peter Füglistaler anlässlich der offizielle Einweihung am 22. Oktober 2012 unterstrich. Gleichzeitig zeigte er sich erfreut über die Fortschritte auf deutschem Boden und wies dabei insbesondere auf die Verdoppelung der Bahngleise am Oberrhein zwischen Karlsruhe und Basel hin. Zudem soll auch der Katzenbergtunnel in Kürze dem Verkehr übergeben werden. Wo bislang noch Unsicherheiten herrschten, zeichnen sich Finanzierungslösungen ab, und Widerstände werden zunehmend ausgeräumt (dies insbesondere in Bezug auf die Güterumfahrung von Freiburg im Breisgau und den Rastatter Tunnel).

 

Die nächste Konferenz zum Güterbahnkorridor Zeebrugge-Antwerpen/Rotterdam-Basel-Genua (Korridor 1/A)  findet in diesem Jahr ebenfalls in Deutschland statt. Sie befasst sich mit den Perspektiven für die Wirtschaft und wird vom BAV und der Schweizer Botschaft in Berlin organisiert. Nachdem diese Konferenz 2011 in Rotterdam durchgeführt wurde, findet die zweite Ausgabe am 15. November 2012 in Köln statt. Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter der Politik und der Gütertransportbranche aus der Schweiz, Deutschland und den Benelux-Ländern.

 

Das Thema NEAT und Nord-Süd-Korridore beschäftigt auch die Schweizer Botschaft in Rom, da Italien ebenfalls zu den wichtigen Gesprächspartnern des Bundes in diesem Bereich gehört. So gab die Botschaft eine Studie zu den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen des Korridors 1 in Auftrag, die am 23. Oktober in Anwesenheit von Peter Füglistaler in Genua vorgestellt wurde. Dieser wies in seiner Rede darauf hin, wie wichtig es ist, dass den Transporteuren auch in Italien ausreichende Kapazitäten und Infrastrukturen zur Verfügung stehen, die sich für Sattelauflieger mit 4 Metern Eckhöhe eignen.

 

Die Schweiz bereitet sich momentan darauf vor, die Gotthard-Achse an die neuen Gegebenheiten anzupassen (Vorlage 4-Meter-Korridor). Der Bundesrat erklärte sich im Übrigen bereit, die entsprechenden Arbeiten auf der italienischen Seite vorzufinanzieren. Ein diesbezügliches Memorandum of Understanding zwischen Schweiz und Italien sollte in den nächsten Monaten auf Ministerebene unterschrieben werden.

 

 

Unverzichtbare Zusammenarbeit

 

Eine gute Infrastruktur alleine  garantiert jedoch noch nicht den Erfolg der internationalen Güterverkehrs­korridore. Damit diese Einrichtungen auch tatsächlich optimal genutzt werden, müssen zudem günstige Betriebsbedingungen geschaffen werden, und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren des Marktes (Infrastrukturbetreiber, nationale Trassenvergabestellen, Eisenbahngesellschaften, Operateure) muss verstärkt werden. In diesem Sinne ist ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen den Ländern, die direkt von den Korridoren 1/A und 2/C (Rotterdam-Antwerpen-Luxemburg-Lyon/Basel) betroffen sind, geplant. Es soll Rahmenbedingungen für die Trassenzuteilung auf diesen beiden Achsen skizzieren.

Ein solches MoU liegt auch im Interesse der EU, die Korridore für den Güterverkehr entwickeln will. Zu diesem Zweck ist namentlich vorgesehen, für jeden Korridor eine «einzige Anlaufstelle» für die Vergabe der notwendigen Trassen an Güterzüge zu schaffen, die mindestens ein Mal über den Korridor 1 oder 2 die Grenze zwischen zwei Ländern überqueren.

Zudem spielt die Harmonisierung der Bahnsysteme in den verschiedenen Ländern ("Interoperabilität") eine wichtige Rolle. Um einen sicheren und durchgehenden grenzüberschreitenden Zugsverkehr zu gewährleisten ist die Schweiz daran, Ihr Recht anzupassen. Die Revision soll im Juli 2013 in Kraft treten.

 

 

 

Siehe auch Beitag vom 22. Oktober 2012

2. Rheinbrücke Basel: Ein wichtiger Brückenschlag am Rheinknie

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Fr

02

Nov

2012

LITRA-Verkehrszahlen 2012 - Der öffentliche Verkehr in Zahlen

Wie viele Personen benützen den öV, wie viele Güter durchqueren die Alpen auf der Schiene und wer zahlt für die Mobilität? Die Antworten auf diese und weitere Fragen sind in der Broschüre «Verkehrszahlen Ausgabe 2012» der LITRA zusammengestellt.

 

LITRA - News vom 02. November 2012

ÖBB Railjet und SBB Intercity / Interregio in Sargans                    Foto: Marcel Manhart

 

 

Die LITRA-Verkehrszahlen bieten eine solide Informationsbasis rund um den öffentlichen Verkehr und die Mobilität im Allgemeinen. Die Datenauswahl ist vielfältig.

 

Zusammengestellt sind Datenreihen und Grafiken aus den Themengebieten «Mobilitätsentwicklung», «Finanzierung», «Energie und Ökologie» und «Mobilität in Europa».

 

 

Einige Zahlen in Kürze:

  • Die 412 Unternehmen des öffentlichen Verkehrs beschäftigen 91‘563 Mitarbeitenden. Sie transportierten 2010 auf einem Netz von 27‘304 Kilometer Länge (ohne Luftfahrt) rund 2 Milliarden Reisende und 79 Millionen Tonnen Güter.
  • Im Personenverkehr fahren rund 25% der Reisenden mit dem öffentlichen Verkehr, gegen 75% setzen auf den Individualverkehr.
  • Im Güterverkehr behält die Schweiz ihre Spitzenposition: rund 67% der Güter (Tonnenkilometer) durchqueren die Alpen im Transit mit der Schiene.
  • 2010 setzte der öffentliche Verkehr 1’035 Lokomotiven, 1598 Triebwagen/Triebwagenzüge, 3‘867 Personenwagen, 9‘827 Güterwagen, 602 Trams, 5‘263 Busse/Trolleybusse, 155 Schiffe und 84 Flugzeuge ein.
  • Der öffentliche Verkehr finanziert sich zu rund 50% aus Kundenerträgen, zu 37.1% aus allgemeinen Mitteln von Bund, Kantonen und Gemeinden und zu 12.6% aus Steuern.
  • Die Schweiz investierte 2010 481 Franken pro Kopf für die Infrastrukturen auf der Schiene und 582 Franken für die Strassen.
  • Herr und Frau Schweizer setzen 10.8% ihrer Gesamtausgaben für die Mobilität ein. Davon entfallen 85.5% auf den Individualverkehr, 17.4% auf den öffentlichen Verkehr und 5% Prozent auf den Luftverkehr.
  • Der Verkehr verbraucht 37.1% der Schweizer Gesamtenergie. 77% davon konsumiert der Strassen-, 19% der Luft- und 4% der Schienenverkehr.

 

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Do

01

Nov

2012

Rail Cargo Austria stellt Rola von Szeged nach Wels und von Regensburg nach Trento ein

Rail Cargo Austria (RCA), die Gütersparte der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), stellt aus wirtschaftlichen Gründen zum  Fahrplanwechsel im Dezember 2012 zwei Rollende Landstrassen (Rola) ein. Es betrifft die Rola von Regensburg nach Trento sowie aus dem ungarischen Szeged nach Wels.

 

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Ein Rola-Zug Szeged-Wels in Wien Hütteldorf                                 Foto: Marcel Manhart

 

Rail Cargo Austria (RCA), die Gütersparte der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), stellt aus wirtschaftlichen Gründen mit Wirkung zum  09. Dezember 2012 zwei Rollende Landstrassen (Rola) ein. Dies betrifft die Rola von Regensburg nach Trento sowie aus dem ungarischen Szeged nach Wels. Die Entscheidung dazu fiel bei der jüngsten Aufsichtsratssitzung von RCA am Dienstag in Wien. Beide Relationen werden derzeit mit drei beziehungsweise zwei Zugpaaren täglich befahren.

 

Künftig bietet Ökombi als Operator der Rola nur noch vier Relationen, nämlich: Wörgl–Trento, Wörgl–Brennersee, Wels–Maribor und Salzburg–Triest. Dabei wurde auch die Schließung von 41 Verladestellen von insgesamt 584 in ganz Österreich beschlossen. Passieren soll das bis spätestens Ende März 2013, wobei bis dahin mit den Bahnkunden „individuelle tragfähige Lösungen“ entwickelt werden sollen. Der Bahn ist bewusst, dass durch die Schliessung der Bedienstellen Transporte auf die Straße wandern. Dadurch werden täglich 94 LKW mehr auf den Strassen erfahren, bei 886.000 LKW-Fahrten pro Tag in ganz Österreich ein relativ kleiner Teil, betont RCA.

 

Wie es mit dem defizitären Stückgutverkehr, der unter dem Markennamen Bahn-Express verkauft wird, weitergeht, ist noch offen. Derzeit verhandelt RCA mit privaten Logistikunternehmen über die Gründung eines Joint-Ventures mit der Möglichkeit, mehr als 900 Mitarbeiter von der RCA-Lohnliste zu entfernen und in die neue Gesellschaft einzubringen. Im Dezember soll zu diesem Thema entschieden werden, wie die VerkehrsRundschau nach der Sitzung erfahren hat.

 

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