Archiv der Beiträge vom Juni 2012

 

 

 

 

Sa

30

Jun

2012

Die S-Bahn FL.A.CH von Feldkirch nach Buchs nimmt Form an

Nach dem Planungsbeginn im Jahr 2009 konnten am Donnerstag die fertigen Projektunterlagen des länderübergreifenden S-Bahn-Projekts FL.A.CH an den Liechtensteiner Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer übergeben werden.

 

Bericht Vorarlberg Online vom 29. Juni 2012

Aus S-Bahn Vorarlberg soll S-Bahn FL.A.CH werden                        Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Verkehrsdienstbericht 2012 der Liechtensteiner Regierung ist festgeschrieben, dass aufgrund des ausgearbeiteten Mobilitätskonzeptes „Mobiles Liechtenstein 2015“ neben dem Busbetrieb auch die S-Bahn FL.A.CH bis 2015 umgesetzt werden soll.

 

 

S-Bahn mit Bus takten

 

Dazu ist bekanntlich der zweigleisige Ausbau der Bahnlinie Feldkirch-Buchs von Tisis bis zur neuen Haltestelle Nendeln notwendig. Mit der Einrichtung der S-Bahn FL.A.CH (Liechtenstein, Österreich und die Schweiz), wie auch mit der Anpassung des Busbetriebes an den Bahnbetrieb soll zum einen der Raum Vorarlberg wie auch Liechtenstein und das Schweizer Rheintal zu einem Ganzen, sprich mit einem Taktverkehr vereinigt werden.

 

 

Start der Planung 2009

 

Nachdem der Liechtensteiner Landtag im Oktober 2008 die Mitfinanzierung von Planungsleistungen zum Ausbau der Eisenbahnstrecke Feldkirch-Buchs SG für eine S-Bahn FL.A.CH genehmigt hatte, konnten ab 2009 die Planungen für dieses Projekt aufgenommen werden. Das Projektteam hat in der Folge unter Beizug eines interdisziplinär zusammengesetzten Planungsteams und unter Einbezug der Gemeinden und der Öffentlichkeit das Projekt ausgearbeitet.

 

Am 28. Juni 2012 übergaben Karl Hartleitner, Projektleiter der ÖBB-Infrastruktur AG, und Markus Biedermann, Abteilungsleiter Verkehr im Tiefbauamt und Projektverantwortlicher Seitens des Landes Liechtenstein, Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer die fertigen Projektunterlagen. Die vorliegenden Unterlagen beinhalten die Einreichplanung Verkehr und Technik, die Einreichplanung Umwelt und Raum sowie den Antrag auf Durchführung der Behördenverfahren.

 

 

Behördenverfahren im Gange

 

Aufgrund der abgeschlossenen Planungsarbeiten können nun die erforderlichen Behördenverfahren gestartet werden. Diese beinhalten die Umweltverträglichkeitsprüfung, die eisenbahnrechtliche Baugenehmigung sowie weitere gesetzlich vorgeschriebene Genehmigungsverfahren. “Mit dem Abschluss der Planungsarbeiten haben wir einen wichtigen Meilenstein im Projekt S-Bahn FL.A.CH erreicht, welches ein zentrales Element der Verkehrspolitik mit grossem Chancen und Potenzial für den Lebens- und Wirtschaftsraum Liechtenstein darstellt”, betont Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer.

 

Gemeinsame Finanzierung für FL.A.CH

 

Im weiteren Vorgehen wird parallel zur Durchführung der Behördenverfahren die Finanzierung zwischen Liechtenstein, Österreich und der ÖBB-Infrastruktur AG verhandelt und der erforderliche Landerwerb vorbereitet. “Damit können sich Regierung und Landtag nach Abschluss der Behördenverfahren mit einem entscheidungsreifen Projekt befassen, welches vermutlich dann auch dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden wird.” , so Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer.

 

 

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Fr

29

Jun

2012

Neue Park+Rail Anlage in Sargans offizeill eröffnet

Heute fand am Bahnhof Sargans die offizielle Eröffnung der neuen Park+Rail Anlage statt und ab Montag, 02. Juli 2012 steht diese dann auch den Reisenden mit über 240 Parkplätzen zur Verfügung. Damit hat die SBB auf ein wichtiges Kundenbedürfnis in Sargans reagiert und ihr Angebot an kombinierter Mobilität weiter ausgebaut.

Der  Sarganser  Gemeinderat  Ueli Lippuner  durchschneidet  das Band und erklärt die Anlage als eröffnet                                                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

SBB Immobilien optimiert das Dienstleistungs- und Serviceangebot an den Bahnhöfen laufend – so auch beim Bahnhof Sargans. Nach der Einweihung heute eröffnet am 02. Juli  auf der Nordseite des Bahnhofs im Tiefriet eine neue moderne P+Rail-Anlage mit 246 Parkplätzen. Die Anlage bietet den Reisenden dank der Erweiterung der Personenunterführung einen direkten und schnellen Zugang zur Bahn. Die zentralen Parkuhren sind direkt beim Zugang zur Personenunterführung platziert. Zudem stehen sechs neue Mobility-Parkplätze zur Verfügung. Die Parkgebühren belaufen sich auf 6 Franken pro Tag, 60 Franken pro Monat und 600 Franken pro Jahr.

 

Die neue P+Rail-Anlage wurde teilweise als Ersatz für die durch den Busbahnhof wegfallenden Parkplätze erstellt. Die provisorische Parkplatzanlage auf der Südseite der Gleisanlagen wird am 02. Juli 2012 geschlossen.

 

Die Bauarbeiten dauerten etwa 15 Monate. Die SBB investierte rund 1,6 Millionen Franken in das Projekt. Die Gemeinde Sargans beteiligte sich mit rund 800‘000 Franken an den Kosten.

 

 

Der Zeitplan

 

- August 2009 Genehmigung Bauprojekt SBB

- Juni 2009 Erteilung der Baubewilligung PGV

- April 2011 Baubeginn

- 29. Juni 2012 Inbetriebnahme

- 02. Juli 2012 Offen für die Öffentlichkeit

 

 

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Do

28

Jun

2012

50 Jahre Heeressport - ÖBB-Bundesheer-Lok in Wien getauft

Speziell designte Taurus-Lok wirbt ab sofort in ganz Österreich für Leistungen der Heeres-Sportler

Anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Heeressport" haben heute, Donnerstag, Verkehrsministerin Doris Bures, Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos und ÖBB-Holding AG-Vorstand Franz Seiser eine speziell gebrandete ÖBB-Taurus-Lokomotive getauft. Die Seiten der Lok zieren stilisierte Heeres-Sportler verschiedener Disziplinen und das Hoheitszeichen des Österreichischen Bundesheeres. Sie ist ab sofort in ganz Österreich im täglichen Fahrbetrieb im Einsatz.

Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos,  Verkehrsministerin Doris Bures, Vorstand  der   ÖBB - Holding  AG   Franz  Seiser,   General   Edmund   Entacher   und Bundesheersportler bei der Taufe der "Heeressport"-Lok               Foto: ÖBB/Zenger

 

 

"Mit den ÖBB haben wir starke Partner, die uns bei der Förderung des Sports in Österreich tatkräftig unterstützen. Die Leistungen des Heeres-Sportzentrums und unserer Sportlerinnen und Sportler können wir jetzt darstellen - verbildlicht im Sujet, das die Taurus-Lokomotive ziert", so Norbert Darabos, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport.

Verkehrsministerin Doris Bures lobt die hervorragende Zusammenarbeit von ÖBB und Bundesheer. So transportiert die Bahn das Material des Bundesheers für Hochwasser- und Katastropheneinsätze. Umgekehrt unterstützt das Bundesheer die Bahn, wenn es wie vergangenen Winter Probleme mit den großen Neuschneemengen gibt. "Und speziell auf sportlicher Ebene profitiert das Land von der engen Zusammenarbeit zwischen ÖBB und Bundesheer - denn ohne diese beiden Institutionen wären viele Sport-Großereignisse in Österreich nicht denkbar", so Bures.

"Die gebrandete Lok unterstreicht die seit Jahren enge Partnerschaft zwischen den ÖBB und dem Österreichisches Bundesheer. In Krisensituationen wie etwa im letzten Winter mit arktischer Kälte und Unmengen an Schnee in Westösterreich hat uns das Bundesheer rasch, effizient und tatkräftig unterstützt. Im Gesundheitsmanagement kooperieren wir bereits seit fast einem Jahrzehnt mit den Sportprofis des Bundesheers. Mit gemeinsamen Projekten steigern wir so Wohlbefinden und die Motivation unserer Mitarbeiter", so Franz Seiser, Vorstand ÖBB-Holding AG.

 

 

Bundesheer fördert Leistungssport

Den österreichischen Leistungssport unterstützt das Bundesheer schon seit Jahrzehnten und bietet im Heeressportzentrum jährlich rund 300 Sportlerinnen und Sportlern eine soziale sowie finanzielle Basis für ihre sportliche und berufliche Karriere.

 

 

Erfolgreiche Zusammenarbeit im Gesundheitsmanagement

Die ÖBB-Technische Services GmbH und das Österreichische Bundesheer arbeiten bereits seit 2003 eng zusammen. Als Grundlage für diese Partnerschaft zwischen ÖBB und dem Heeres-Sportzentrum gilt das schon bewährte Gesundheitsprojekt "FIT4YOU". Ziel dieses Projekts ist es, unter den ÖBB-MitarbeiterInnen das Bewusstsein für Gesundheit, Ernährung, körperliches Training und Wohlbefinden zu steigern, um Motivation und Leistungsfähigkeit zu erhöhen.


Nach wie vor stehen die gegenseitige Unterstützung bei Projekten und der Austausch von Know-How im Vordergrund. In der "train the trainer"-Ausbildung der ÖBB, im ÖBB-Gesundheitsförderungsprogramm "Rücken-Fit" und bei zahlreichen gemeinsamen Sportveranstaltungen, wie beispielsweise Skiwochenenden oder der TS-Mitarbeiterolympiade, zeigt sich die gute Zusammenarbeit und die Professionalität der Mitarbeiter vom Heeressportzentrum in Sachen Sport und Gesundheitsförderung.

 

Enge Kundenbeziehungen zwischen Railcargo und Bundesheer

Zahlreiche Militärtransporte, allein 52 im letzten Jahr, wurden von der RCA für das Bundesheer durchgeführt. Der Militärverkehr bildet eine eigene Sparte bei den Spezialtransporten. Durch die Entwicklung neuer, innovativer Ideen versucht die RCA dem speziellen Anforderungsprofil des Bundesheeres gerecht zu werden. Derzeit läuft beispielweise die Entwicklung eines speziellen Transportwagens für Panzerverladungen. Bei Hochwasser- und Katastropheneinsätzen des Bundesheeres steht die RCA als kompetenter Logistikpartner zur Verfügung.

 

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Mi

27

Jun

2012

Höhepunkt der Festivalsaison am Wochenende: Grosseinsatz auch für die SBB mit über 100 Extrazügen

In den nächsten Tagen gleicht die Schweiz einer einzigen Festhütte. An allen Ecken und Enden des Landes finden Grossveranstaltungen statt. Die SBB sorgt mit zusätzlichem Personal und über 100 Extrazügen für eine sichere und bequeme An- und Abreise von Hunderttausenden Besuchern.

Die SBB rüstet sich für den Grosseinsatz                                         Foto: Marcel Manhart

 

In der Ostschweiz finden mit dem traditionellen Openair St. Gallen und dem Albanifest

in Winterthur gleich zwei Grossveranstaltungen mit über 100‘000 Besuchern

statt. Bereits am Donnerstag verkehren die ersten Extrazüge nach St. Gallen und

Winterthur. Für das Montreux Jazz Festival am Genfersee setzt die SBB ab Freitag

zusätzlich Extrazüge nach Genf ein.

 

Eine besondere logistische Herausforderung für dieses Wochenende ist für die SBB

der sportliche Grossanlass Swiss Olympic Gigathlon rund um Olten. Die SBB als

Presenting Partner von Swiss Olympic stellt für diesen Anlass insgesamt 58 Extrazüge

zur Verfügung. Die Logistik des Gigathlons wird somit zum ersten Mal für Athleten

und Supporter mit der Bahn durchgeführt.

 

In der Zentralschweiz wird das Angebot für das Luzernfest und das Zuger Seefest

verstärkt: Rund 20 zusätzliche Züge werden für die Besucher dieser Zentralschweizer

Sommerveranstaltungen zur Verfügung gestellt.

 

Der Monat Juni gilt zugleich auch als klassischer Schulreisemonat. Insgesamt begrüsste

die SBB während der Schulreisesaison über 25‘000 Gruppen mit über

600‘000 Schülerinnen und Schülern auf ihren Zügen. Jährlich nutzen rund 2,3 Mio

Reisende die Gruppenreiseangebote der SBB.

 

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Di

26

Jun

2012

Yvonne Dünser wird neue Mediensprecherin der Rhätischen Bahn

Yvonne Dünser (46) wird neue Leiterin Unternehmenskommunikation und Mediensprecherin der Rhätischen Bahn (RhB). Dünser verfügt über langjährige Erfahrung im Journalismus. Sie wird Nachfolgerin von Peider Härtli (62), der per Ende Februar 2013 nach 24 Jahren bei der RhB in den Ruhestand treten wird.

Yvonne Dünser zusammen mit Peider Härtli                                  Foto: Marcel Manhart

 

Yvonne Dünser, neue Leiterin Unternehmenskommunikation und Mediensprecherin der RhB, begann ihre journalistische Karriere 1990 bei Radio Grischa in Chur. Dort war sie während zwölf Jahren als Moderatorin und Redaktorin sowie als Leiterin der Ressorts Kultur, Sport und Musik tätig. Seit 2002 moderierte sie bei Schweizer Radio DRS 1 in Zürich. Die Bündnerin war zudem redaktionell verantwortlich für die Sendung «Denk an mich». Im April 2012 wechselte sie als Moderatorin zur DRS Musikwelle.

 

Yvonne Dünser ist im Kanton Graubünden sehr gut vernetzt. Neben ihrer Muttersprache deutsch spricht sie auch romanisch, italienisch und englisch. Sie ist in Chur aufgewachsen und Mutter von zwei Kindern.

 

Ihre neue Tätigkeit bei der RhB tritt Yvonne Dünser am 1. November 2012 an. Nach einer Einarbeitungsphase wird sie ab 1. März 2013 als Nachfolgerin von Peider Härtli die Leitung der Unternehmenskommunikation übernehmen. «Es ist eine tolle Herausforderung, künftig der gut positionierten RhB mit meiner Person eine Stimme und ein Gesicht geben zu dürfen», freut sich Yvonne Dünser auf ihre neue Tätigkeit.

 

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Di

26

Jun

2012

Längere Perrondächer bringen mehr Komfort im Bahnhof Visp

Die SBB haben die Arbeiten zur Verlängerung der Perrondächer im Bahnhof Visp in Angriff genommen. Dank der ausladenderen Perrondächer steigt der Komfort für die Reisenden. Ausserdem verteilen sich die Reisenden dadurch besser auf dem Perron, was den Fahrgastwechsel beschleunigt und der Pünktlichkeit der Züge zugute kommt.

Die derzeit doch recht kurzen Perrondächer am Bahnhof Visp       Foto: Marcel Manhart

 

Im Bahnhof Visp haben die Arbeiten zur Verlängerung der bestehenden Perrondächer begonnen. Die heutigen Anlagen verleiten die Reisenden, alle in der Mitte des Perrons auf die haltenden Züge zu warten. Ein länger andauernder Fahrgastwechsel ist das Ergebnis dieser Konzentration.

 

Die Verlängerung der Perrondächer bietet nicht nur den Kundinnen und Kunden mehr Komfort, sondern führt auch zu einer besseren Verteilung der wartenden Reisenden über das gesamte Perron. Die SBB verspricht sich davon einen wesentlichen Beitrag zur Fahrplanstabilität und damit der Pünktlichkeit. Die Dächer werden in Richtung Westen um 50 und in Richtung Osten um 80 Meter verlängert. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 4 Millionen Franken.

 

Bereits vorgenommen wurden die Vorbereitungsarbeiten; die Bauarbeiten erstrecken sich bis zum Dezember 2012. Die Mehrheit der Arbeiten wird nachtsüber ausgeführt. Während einzelner Bauetappen kann es gegen Betriebsschluss hin zu Einschränkungen im Bahnverkehr kommen.

 

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Mo

25

Jun

2012

Probesitzen am Bellevue: Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich suchen den neuen Tramsitz

Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2016 werden die ersten Fahrzeuge der neuen Tramgeneration auf dem VBZ-Liniennetz im Einsatz sein. Die VBZ evaluieren im Moment, welche Sitze sich am besten für das neue Tram eignen. Für Holzsitze hat man sich bereits im Jahr 2011 entschieden. Jetzt geht es darum, die Ergonomie auszuwählen. Am Bellevue findet ab morgen während zwei Tagen ein öffentliches Probesitzen statt, damit auch die Kundenmeinungen in die Entscheidung einfliessen können.

Stoffsitze, wie hier im Tram 2000, sind out                                     Foto: Marcel Manhart

 

Bei einer von den VBZ und dem Tages-Anzeiger Online durchgeführten Umfrage im Frühling 2011 haben sich die knapp 10’000 Teilnehmenden mit fast 90% für Holzsitze entschieden. Nun zeigen die VBZ den Fahrgästen drei Muster-Sitze, damit sie die Ergonomie testen und mittels eines Fragebogens bewerten können. Damit haben die Fahrgäste die Möglichkeit, ihren Wunschsitz zu bestimmen.

 

Testen und bewerten Sie den neuen Zürcher Tramsitz

Am Dienstag 26. Juni und am Mittwoch 27. Juni 2012 findet jeweils von morgens um 7.30 Uhr bis abends um 20.00 Uhr das Testsitzen am Bellevue statt. Die Umfrage-Teilnehmenden können drei verschiedene Sitze testen und einen Fragebogen dazu ausfüllen. Es handelt sich dabei um drei Prototypen, die weiss lackiert sind und deshalb alle sehr ähnlich aussehen. Die Umfrage behandelt lediglich die Ergonomie der Sitze.

 

Und wann kommt das neue Tram?

Die VBZ beschaffen in einem ersten Schritt voraussichtlich 30 Fahrzeuge, die im Jahr 2016 die erste Serie Tram 2000 ersetzen. Wann die zweite und dritte Serie Tram 2000 ersetzt werden, ist momentan noch in Abklärung. Die Beschaffung erfolgt zweistufig im selektiven Verfahren gemäss Submissionsrecht. Die Präqualifikation ist bereits abgeschlossen. Alle Anbieter, welche die in der Präqualifikation verlangten Eignungskriterien erfüllt haben, erhalten im Sommer dieses Jahres die zweite Ausschreibung.

 

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So

24

Jun

2012

Bald eine neue P+Rail-Anlage am Bahnhof Sargans

Ab Montag, 02. Juli 2012, steht den Reisenden am Bahnhof Sargans neu eine P+Rail-Anlage mit über 240 Parkplätzen zur Verfügung. Damit hat die SBB auf ein wichtiges Kundenbedürfnis in Sargans reagiert und ihr Angebot an kombinierter Mobilität weiter ausgebaut.

Die neue P+R-Anlage ist ab 2. Juli 2012 in Betrieb                         Foto: Marcel Manhart

 

SBB Immobilien optimiert das Dienstleistungs- und Serviceangebot an den Bahnhöfen laufend – so auch beim Bahnhof Sargans. Am 2. Juli eröffnet auf der Nordseite des Bahnhofs im Tiefriet eine neue moderne P+Rail-Anlage mit 246 Parkplätzen. Die Anlage bietet den Reisenden dank der Erweiterung der Personenunterführung einen direkten und schnellen Zugang zur Bahn. Die zentralen Parkuhren sind direkt beim Zugang zur Personenunterführung platziert. Zudem stehen sechs neue Mobility-Parkplätze zur Verfügung. Die Parkgebühren belaufen sich auf 6 Franken pro Tag, 60 Franken pro Monat und 600 Franken pro Jahr.

 

Die neue P+Rail-Anlage wurde teilweise als Ersatz für die durch den Busbahnhof wegfallenden Parkplätze erstellt. Die provisorische Parkplatzanlage auf der Südseite der Gleisanlagen wird am 02. Juli 2012 geschlossen.

 

Die Bauarbeiten dauerten etwa 15 Monate. Die SBB investierte rund 1,6 Millionen Franken in das Projekt. Die Gemeinde Sargans beteiligte sich mit rund 800‘000 Franken an den Kosten.

 

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Sa

23

Jun

2012

Perronverlängerung im Bahnhof Belp für den BLS Doppelstöcker

Ab Dezember 2013 fahren die neuen BLS Doppelstockzüge teilweise auch in Doppeltraktion. Damit diese Züge in Belp das Gleis 1 nutzen können, müssen das Gleis sowie der Perron verlängert werden. Gleichzeitig modernisiert die BLS den bestehenden Lift beim Bahnhofgebäude und entfernt zu Gunsten besserer Platzverhältnisse den Stellwerkvorbau. Insgesamt investiert die BLS CHF 2,41 Mio.

BLS Doppelstöcker auf Testfahrt in der Ostschweiz                        Foto: Marcel Manhart

 

Aktuell weist der Perron 1 des Bahnhofes Belp eine Länge von 145 Meter auf. Damit ist der Perron zu kurz, wenn ab Fahrplanwechsel im Dezember 2013 die neuen BLS-Doppelstock-Züge regelmässig in Doppeltraktion von und nach Belp fahren. Diese Züge sind bei zwei Einheiten insgesamt 210 Meter lang. Die BLS verlängert deshalb das bestehende Gleis 1 um 13 Meter sowie den Perron um 79 Meter in Richtung Süden. Gleichzeitig modernisiert die BLS den bestehenden, in die Jahre gekommenen Lift beim Bahnhofgebäude. Die neue, vergrösserte Kabine entspricht den Vorgaben aus dem Behindertengleichstellungsgesetz.


Zur Verbesserung der Platzverhältnisse auf dem Perron 1 entfernt die BLS im Zuge der Umbauarbeiten auch die heute nicht mehr benutzte Stellwerkkabine. Die Gesamtkosten belaufen sich auch CHF 2,41 Mio.

 

Die BLS hat die Pläne Ende Januar 2012 dem Bundesamt für Verkehr zur Genehmigung eingereicht. Der Baubeginn ist für April 2013 geplant, so dass das neue Gleis 1 und der Perron zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 in Betrieb genommen werden können.

 

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Fr

22

Jun

2012

ÖBB feiern 175 Jahre Eisenbahn mit neun Bahnhofsfesten

Die Eisenbahn in Österreich feiert heuer ihren 175. Geburtstag. Um dieses Jubiläum gebührend mit allen Österreicherinnen und Österreichern zu feiern werden neun grosse Bahnhofsfeste in allen Landeshauptstädten veranstaltet. Mit den Veranstaltungen bedanken sich die Österreichischen Bundesbahnen bei ihren täglich 1,2 Millionen Kunden und präsentieren sich als modernes Unternehmen mit Tradition und hohem Zukunftspotential. Die Besucher können vor Ort einen Blick hinter die Kulissen der Eisenbahn werfen und haben dabei die Möglichkeit die Eisenbahn interaktiv und spielerisch z.B. an einem Loksimulator zu erleben. Darüber hinaus wird ein umfangreiches Show- und Unterhaltungsprogramm geboten. Das erste Bahnhofsfest findet am 23. Juni 2012 am Linzer Hauptbahnhof statt, inklusive einem spannenden Tag der offenen Werkstätte. Die weiteren Bundesländer folgen bis Anfang Oktober 2012.

Der Jubiläumszug begleitet die Tour                                               Foto: Marcel Manhart

 

 

175 Jahre Eisenbahn zum Angreifen

 

Die Bahnhofsfeste finden in den Bereichen des Bahnhofvorplatzes, der Bahnhofshalle und der Bahnsteige statt. Highlight aller Bahnhofsfeste ist der Jubiläumszug, eine im Österreich-Look gebrandete railjet-Garnitur mit über 200 Meter Länge, der sich wie ein rot-weiß-roter Faden durch alle Veranstaltungen zieht. Neben einem Festzelt mit Catering gibt es für die Besucher vor Ort ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Live-Musik, Glücksrad, und Reiseshow. In Klagenfurt und Wien können sich die Zuschauer zusätzlich über eine Kabarettshow mit Ciro De Luca und Christoph Fälbl freuen. In der "rail-experience-world" sorgen unter anderem ein Taurus-Lokfahrsimulator sowie eine Modellbahnanlage für spannende Erlebnisse. Auch Kinder kommen nicht zu kurz: eine eigene Kinderwelt mit Timi-Taurus Hüpfzug sowie eine umfangreiche Schienenfahrzeugausstellung werden Alt- und Jung erfreuen.

 

 

Die Stationen der Bahnhofsfeste

 

23. Juni 2012 in Linz Hbf.

30. Juni 2012 in Klagenfurt Hbf.

13. Juli 2012 in Salzburg Hbf.

25. August 2012 im Bahnhof Wien Praterstern

01. September 2012 im Bahnhof Bregenz

15. September 2012 im Bahnhof Eisenstadt

22. September 2012 in Graz Hbf.

29. September 2012 in Innsbruck Hbf.

06. Oktober 2012 in St. Pölten Hbf.

 

Jeweils von 10 - 18 Uhr

 

 

175 Jahre Eisenbahn - der Fahrplan im Jubiläumsjahr

Aus Anlass des 175-Jahre-Jubiläums veranstalten die ÖBB im heurigen Jahr eine Reihe von Aktivitäten, in der die bewegte Geschichte der Eisenbahn beleuchtet wird, in denen der Fokus aber vor allem auch auf die immer größere und stetig wachsende Bedeutung der Bahn in der Gegenwart und insbesondere in der Zukunft gerichtet wird.

 

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Do

21

Jun

2012

ÖBB verkaufen Railjet-Bistro-Garnituren für "Licht ins Dunkel"

Auf der Webplattform der ÖBB-Infrastruktur "infra:fundus" können Museen, Eisenbahnvereine, Bahninteressierte, Liebhaber und Fans im Internet ein Stück Eisenbahngeschichte erwerben - zur Erhaltung von Anlagen für die Nachwelt oder einfach als Einrichtungselement oder Zierde für das eigene Heim.

 

Bericht "derStandard.at" vom 19. Juni 2012 

Bistros des Railjets werden in Restaurants umgebaut                    Foto: Marcel Manhart

 

 

Auf der intra:fundus-Plattform stehen zurzeit 220 Anlagen wie z.B. Stromagreggate, Gleise, Signale und verschiedene Fahrzeuge wie Wohn- oder Kesselwagen zum Verkauf. Ab sofort werden moderne railjet-Bistro-Möbel auch online verkauft, da der railjet neue Restaurants erhält. Ab Anfang Juli ist auch geplant, Fundgegenstände, die nach der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist nicht abgeholt wurden, über infra:fundus anzubieten.

 

Neuer Zweck für alte Dinge

Durch den Verkauf erfüllen alte Triebwagen, antiquarische Fundstücke aber auch Notstromaggregate einem neuen Zwecke. So sind zum Beispiel zwei ÖBB-Dieselaggregate umgezogen, eines sorgt nun für Wärme in einer Almhütte, das andere für die Kühlung von Milch bei einem Bauern. Eingesetzt waren die Notstromaggregate auf Stellwerken, die beim viergleisigen Ausbau der Westbahn durch elektronische Stellwerke ersetzt wurden. Der einzige Fahrkartendrucker Österreichs aus 1938 hat noch keinen neuen Besitzer gefunden, aber eine über 100 Jahre alte Schmalspurlokomotive wird dank infra:fundus bereits sinnvoll genützt. Unter einigen internationalen Kundenanfragen ging der Zuschlag nach Deutschland, wo die Lokomotive restauriert und wieder in Betrieb gesetzt wird.

Erlös aus Railjet-Bistro-Garnituren für "Licht ins Dunkel"

Die Bistros in den Railjets werden bis Ende des Jahres in Restaurants umgebaut. Die bisherige Einrichtung kann nicht anderweitig eingesetzt werden und wird nun zu Gunsten "Licht ins Dunkel" über die infra:fundus-Plattform in der Rubrik "Raritäten" verkauft. Es handelt sich um 30 Bistro-Einrichtungen, bestehend aus Steh- und Esstischen, Sitzbänken, Glastrennwänden und Anlehnpolter, die nach und nach ausgebaut werden. Auf der Verkaufsplattform warten neun Garnituren mit Fotos und Kurzinfos auf Angebote.

 

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Mi

20

Jun

2012

Arbeiten in Gurtnellen verlaufen nach Plan - Teure Bergstrecke

Auch zwei Tage nach der Sprengung in Gurtnellen sind die Aufräumarbeiten noch immer im Gang. Felssicherungsarbeiten und Fangnetze haben derzeit erste Priorität. Erst danach folgen die Arbeiten am Bahntrasse.

Felssicherungsarbeiten in Gurtnellen                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

Laut SBB-Sprecher Christian Ginsig gab es durch die Sprengung keine weiteren Schäden an der Bahninfrastruktur. Dafür sorgten spezielle Schutzvorrichtungen, die die herabstürzenden Brocken auffingen.

 

Die SBB geht darum weiterhin davon aus, die Gotthard-Bahnlinie am Abend des 2. Juli wieder in Betrieb nehmen zu können. Die Details der Planung sollen am Dienstagabend festgelegt werden.
 

 

Hohe Kosten

Noch weit weniger klar als der Fahrplan sind die Kosten, die der SBB durch den Felssturz vom 5. Juni entstehen. Das Bahnunternehmen geht laut Ginsig derzeit von einem «zweistelligen Millionenbetrag» aus. Darin enthalten sind die Kosten für die Arbeiten am Fels, die Reparatur des Bahntrassees, die Ausfälle im Güterverkehr und die Umleitungen. Noch offen ist die Frage, ob die SBB ihren Kunden gegenüber für Verspätungen oder zusätzliche Kosten haftet.

Die Ausfälle sind beträchtlich. Von den 120 Güterzügen, die normalerweise pro Tag über die Gotthard-Achse rollen, können nur 45 über die Lötschberg-Simplon-Achse geführt werden. Die Zusammenarbeit mit den übrigen Bahntransportunternehmen schätzt Ginsig aber als gut ein. Die zusätzlichen Kapazitäten am Simplon seien entsprechen dem Verkehrsaufkommen am Gotthard verteilt worden.

 

Teure Bergstrecke 

Kosten in zweistelliger Millionenhöhe: Dies ist das Ausmass der infrastrukturellen und wirtschaftlichen Schäden, welche der Felssturz verursacht hat. Obwohl die Naturgefahren wegen der Klimaerwärmung laut Experten tendenziell zunehmen und die Kosten für Sicherungsmassnahmen hoch sind, wollen die SBB am Weiterbetrieb der Bergstrecke festhalten. Auch wenn 2016 der Gotthard-Basistunnel eröffnet wird. Drei Viertel der insgesamt 4000 Schutzbauten auf dem Schienennetz der SBB befinden sich auf der Gotthardstrecke. Insgesamt verschlingen die Sicherungsmassnahmen 20 bis 30 Millionen Franken pro Jahr.

 

Mehr Zwischenfälle wegen Klimaerwärmung

Immer wieder kommt es auf der Gotthard-Bergstrecke zu gravierenden Schadensfällen wie 1987, als in Gurtnellen die Geleise durch ein Hochwasser weggespült wurden. Oder 2009, als durch Steinschlag ein Intercity entgleiste und schliesslich vor zwei Wochen, als ein Arbeiter bei Sicherungsarbeiten bei einem Felssturz ums Leben kam.

Laut dem auf Naturgefahren spezialisierten Luzerner Geologen Beat Keller werden solche Schadensereignisse in Zukunft zunehmen. «Wegen der Klimaerwärmung dürfte es zu mehr Erdrutschen, Mauergängen und Überschwemmungen kommen, weil es künftig mehr Extremniederschläge gibt», sagte er in «Schweiz aktuell».

Züge auf der Bergstrecke auch nach 2016

Der jüngste Vorfall allein verursacht laut SBB Kosten in zweistelliger Millionenhöhe. Auf den Weiterbetrieb der Bergstrecke wollen die SBB dennoch nicht verzichten, auch wenn ab 2016 mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels eine weitaus sicherere Route zur Verfügung steht.

«Die Bedeutung der Bergstrecke als regionaler Zubringer für Tourismusgebiete aber auch als Ausweichvariante bei einer Überlastung des Basistunnels ist nicht zu vernachlässigen», betont SBB-Mediensprecher Christian Ginsig. Deshalb werde auch nach 2016 der Bahnbetrieb via Göschenen-Airolo aufrechterhalten.

Über das genaue Konzept verhandelt der Bund zurzeit noch mit den Kanton Uri und Tessin. Je nachdem, wie viele Personen – und Güterzüge künftig über die Bergstrecke fahren, wird schliesslich auch entschieden, ob die Linie weiterhin durchgehend doppelspurig betrieben wird oder nicht.

 

Lastwagenlawine bleibt aus

Trotz der Sperrung kam es bislang nicht zum befürchteten LKW-Kollaps auf der Strasse. Rund 200 zusätzliche Camions fahren täglich durch den Strassentunnel am Gotthard. Engpässe gibt es aber beim Transport von Gefahrgut.

Diese dürfen nicht durch den Gotthard-Strassentunnel transportiert werden, wie Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra) sagte. Über den Pass können Sattelschlepper nicht fahren.

Ein Problem stellt laut Rohrbach etwa die Versorgung der Tessiner Spitäler mit Sauerstoff dar. Das Astra suche derzeit nach Lösungen, sagte der Sprecher. Eine Möglichkeit, die geprüft wird, ist die nächtliche Schliessung des Gotthard-Strassentunnels für den normalen Verkehr, um einen begleiteten Konvoi mit Gefahrgut passieren zu lassen.

 

 

 

 

 

Bericht SF "Schweiz aktuell" vom 19. Juni 2012

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Di

19

Jun

2012

Virtuelle Zugfahrt: Berner Alterszentrum baut für die Bewohner ein Eisenbahnabteil nach

Das Berner Alterszentrum Bethlehemacker hat für seine Bewohner mit Demenz ein Eisenbahnabteil nachgebaut: Das Fenster ist ein Bildschirm, auf dem die Eisenbahnfahrt Bern-Brig mit Originalton läuft. Die Idee des Heims ist unter Experten umstritten.

 

Von Georg Humbel - Bericht SF "10vor10"

Eisenbahnabteil im Alterszentrum Bethlehemacker                           Bild: SF "10vor10"

 

 

Das Alterszentrum Bethlehemacker will seinen Bewohnern virtuelle Zugfahrten ermöglichen: Dafür hat die Heimleitung vier Original-Erstklasssitze einbauen lassen. Im Monitor-Zugfenster läuft in einer Endlosschleife die Zugfahrt Bern-Brig. Eine akustische Tonspur steuert die typischen Zuggeräusche bei. Dies berichtet «10vor10».

 

Leiter Edgar Studer erklärt seine ungewöhnliche Idee: «Wir wollen bei unseren Bewohnern positive Emotionen wecken.» Die virtuelle Zugfahrt soll die Bewohner mit Demenz an schöne Reisen in der Kindheit erinnern.


Kritische Expertin

Die Demenz-Expertin Irene Leu kritisiert das Angebot: «Wir wissen nie, wie viel Menschen mit Demenz realisieren», so die Expertin der Stiftung Wirrgarten aus Basel. Es sei für sie sehr fragwürdig, den dementen Menschen im Heim eine Zugfahrt virtuell «vorzugaukeln». Heimleiter Studer entgegnet: «Die Emotionen, die unsere Bewohner im Zugsabteil erleben, sind real.» Sie würden das Abteil mit einem zufriedenen Lächeln verlassen.

 

Immer mehr Demente 

Als stark alternde Gesellschaft nimmt die Zahl der Dementen in der Schweiz stark zu. Es gibt mittlerweile über 100'000 Betroffene. Die Berner Domicil-Gruppe, zu der auch das Alterszentrum Bethlehemacker gehört, hat heute in Bern ihr neues Kompetenzzentrum Demenz vorgestellt. Das Projekt im Bethlehemacker habe Pioniercharakter, so die Gruppe.

 

 

 

 

 

Bericht SF "10vor10" vom 19. Juni 2012

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Mo

18

Jun

2012

2000 Kubikmeter Gestein bei Gurtnellen erfolgreich gesprengt

Heute um 12.30 Uhr hat die SBB oberhalb der gesperrten Gotthard-Bahnlinie rund 2000 Kubikmeter Fels gesprengt. Die Experten zeigten sich nach einer ersten Beurteilung sehr zufrieden mit der Sprengung. Nun beginnen die eigentlichen Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten. Die SBB setzt alles daran, den Betrieb über die Gotthardachse so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können. Voraussichtlich am 2. Juli 2012 soll die Strecke wieder dem Betrieb übergeben werden.

Der Hang nach der erfolgreichen Sprengung                               Foto: Marcel Manhart

 

Weil weiterhin loses Gestein abzustürzen drohte und die weiteren Aufräumarbeiten blockierte, hat die SBB heute über Mittag im Felssturzgebiet bei Gurtnellen rund 2000 Kubikmeter Fels weggesprengt. Geologen und weitere Fachspezialisten stuften die besagte Felspartie als absturzgefährdet ein.

Die SBB nahm bei der Festlegung des Sprengtermins auf die Bedürfnisse der Autofahrer, des Lastwagenverkehrs und der zwischen Flüelen und Göschenen verkehrenden Bahnersatz-Busse Rücksicht. Während der Strassenverkehr am Vormittag via Autobahn und Kantonsstrasse problemlos das Gebiet Gurtnellen passieren konnten, wurden für die Sprengung beide Verkehrswege sowie das Sprenggelände weiträumig abgesperrt.

Erfolgreiche Sprengung

Punkt 12.30 Uhr erfolgte die Sprengung mittels rund 300 Kilo Sprengstoff, der in 25 Sprenglöchern im Fels angebracht wurde. Unmittelbar danach haben Geologen die Lage im Felssturzgebiet bei einem Helikopterflug aus der Luft beurteilt. «Wir sind sehr zufrieden mit der Sprengung. Die Felspartie ist so abgebrochen, wie wir es geplant haben», erklärte Marc Hauser, Geologe der SBB. Erfreut zeigte sich auch Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur und Mitglied der Konzernleitung: «In den letzten zwei Wochen haben viele Mitarbeitende der SBB und von Partnerfirmen die Sprengung unter Einhalt höchster Sicherheitsvorkehrungen optimal vorbereitet. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz, damit wir diese wichtige Transitachse für die Schweiz und Europa so rasch als möglich wieder in Betrieb nehmen können».

Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten
Im Anschluss an die Sprengung können nun die umfangreichen Aufräum- und Reparaturarbeiten in Angriff genommen werden. Der Hang muss dafür erneut inspiziert werden. Erst wenn Geologen den Hang als sicher freigeben, können die Aufräumarbeiten starten. Im Anschluss daran können die Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an Fahrbahn, Fahrleitung und Stützmauer beginnen.

Die SBB setzt alles daran, den Betrieb auf der Gotthardlinie so rasch als möglich wieder aufnehmen und den Transport von Gütern und Reisenden wieder im gewohnten Rahmen sicherstellen zu können. Die SBB geht aktuell davon aus, dass die Züge ab Montag, 2. Juli 2012, wieder über die beiden Gleise dieser wichtigen Transitroute verkehren können.

 

 

 

Bericht SF "Schweiz aktuell" vom 18. Juni 2012

 

 

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So

17

Jun

2012

RhB und Bevölkerung waren am Wochenende in Feierstimmung und feierten 100 Jahre Chur - Disentis/Mustér

Die Rhätische Bahn (RhB) blickt auf ein erfolgreiches Jubiläumswochenende zurück. Bei herrlichem Wetter genossen über 15 000 begeisterte Besucherinnen und Besucher die stimmungsvollen Festplätze auf den Unterwegsbahnhöfen zwischen Chur und Disentis/Mustér. Zum Erfolg hat nicht nur das schöne Wetter beigetragen - die bewährte Einbindung der ganzen Region in die Planung und Umsetzung der Jubiläumsfeier wirkte sich positiv auf die Themeninhalte und Angebote der einzelnen Festplätze aus. Das attraktive Fahrplanangebot mit historischen, modernen oder gar mit «Openairzügen» lockte unzählige Gäste von einem Ort zum anderen.

Eine  der  Attraktionen war auch  der  Historische  Zug  mit  der  legendären  Krokodil-Lokomotive  und  den  grünen  Drittklasswagen                            Foto: Marcel Manhart

 

 

Ein Fest für alle 

 

Über 15 000 Besucherinnen und Besucher genossen am Wochenende bei herrlichem Sommerwetter die zahlreichen Attraktionen auf der 60 Kilometer langen «Festhütte» zwischen Chur und Disentis/Mustér. Wer nach dem Besuch am Churer Bahnhoffest, welches am selben Wochenende «über die Bühne» ging, in die Ruinaulta eintauchte und die Fahrt weiter Richtung Ilanz – Disentis fortsetzte, fand sich buchstäblich in einer anderen Welt wieder. Der Charme der einzelnen Festplätze war überall spür- riech und fühlbar. Auch Direktor Hans Amacker liess sich von der Feststimmung anstecken: «Wie bei früheren Jubiläumsfeiern haben wir auch auf dieser Strecke die Orte von Anfang an einbezogen und dieses Konzept hat sich einmal mehr bewährt»

 

 

Einfach für Retour und Fahrten a discrétion

 

Bewährt hat sich auch das Angebot der RhB «Einfach für Retour» in Bezug auf die An- und Rückfahrten zu den Ausgangspunkten der Jubiläumslinie sowie die günstigen «Generalabos» für die freie Benützung aller Regionalzüge und aller angebotenen Erlebnis- und Regelzügen, welche die Gäste jeweils von einem Ort zum anderen führten. Besonders gross war natürlich der Ansturm auf die «Cabrios», die beliebten offenen Wagen der RhB. Dies führte dazu, dass viele Besucher das attraktive Fahrplanangebot rege nutzten und die Programmpunkte an den einzelnen Orten mit dem im ausführlichen Festprogramm veröffentlichten Fahrplan abstimmten.

 

 

Höhepunkte…

 

Nebst den vielen Darbietungen auf den Unterwegsstationen mit Festwirtschaften mit lokalen Spezialitäten wohnten in Beisein von Gemeindepräsident Donat Nay, RhB-Direktor Hans Amacker und weiteren Persönlichkeiten aus der Region über 300 Besucher der Taufe des ALLEGRA-Triebzuges 3515 Alois Carigiet am Samstag in Trun bei. Als Taufpatin konnte die Tochter des Künstlers, Domenica Carigiet, gewonnen werden. Das kleine aber feine Fest wurde von einer Schellenursli-Gruppe der 2. Klasse Trun sowie von der RhB-Blasmusik umrahmt.

 

Gross war der Ansturm bei den Auftritten der Lokalmatadorin Marie Louise Werth mit ihren 17 Musikern an den Bahnhöfen Disentis/Mustér, Rabius-Surrein, Trun, Ilanz, Trin und Chur. Einmalig für die Formation der «Rolling Mountain Swing Big Band» sowie für die RhB dürften die Auftritte auf der «rollenden Konzertbühne» gewesen sein.

 

 

Einmalig war auch die bengalische Beleuchtung der Ruinaulta bei Versam am Samstagabend. Unzählige Besucher fanden den Weg per Bahn durch die Rheinschlucht oder per Shuttle ab der Aussichtsplattform zum Bahnhof Versam-Safien und wohnten den spektakulären «Lichtspielen» von Pyroküstler Thomas Heim bei.

 

 

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Sa

16

Jun

2012

ALLEGRA-Triebzug 3515 auf den Namen Alois Carigiet getauft

An dem Heimatort von Alois Carigiet in Trun wurde heute Vormittag der ALLEGRA-Triebzug 3515 der Rhätischen Bahn auf seinen Namen getauft. Die Taufe fand anlässlich der Feierlichkeiten zum 100 Jahr Jubiläum der Surselva-Linie Chur - Disentis/Mustér statt. Die Taufpaten waren die Tochter des Künstlers, Domenica Carigiet und der RhB Direktor Hans Amacker. Damit sind nun alle 15 ALLEGRA-Triebzüge der ersten Serie getauft worden.

Domenica Carigiet und Hans Amacker taufen den Zug                    Foto: Marcel Manhart

 

In Trun, dem Heimatort von Alois Carigiet wurde heute Vormittag der ALLEGRA-Triebzug 3515 der Rhätischen Bahn auf seinen Namen getauft. Die Taufe fand anlässlich der Feierlichkeiten zum 100 Jahr Jubiläum der Surselva-Linie Chur - Disentis/Mustér statt. Die Taufpaten waren Carigiet's Tochter und der RhB Direktor Hans Amacker. Mit dem heutigen Tag sind nun alle 15 ALLEGRA-Triebzüge der ersten Serie getauft worden. Auf den ALLEGRA-Triebzügen verdienen sich Persönlichkeiten einen Ehrenplatz, welche die Geschichte Graubündens und der RhB besonders geprägt haben.

 

Alois Carigiet war der ältere Bruder des späteren Schauspielers Zarli Carigiet. Er kam 1902 in Trun GR zur Welt. 1911 siedelte seine Familie nach Chur über. Dort besuchte er die Primar- und Sekundarschule sowie das Gymnasium, welches er 1918 nach 3 Jahren zugunsten einer Lehre als Dekorationsmaler abbrach. Parallel zur Lehre zeichnete er Landschaften, urbane Sujets, Tiere und Portraits. 1927 gründete Alois Carigiet ein eigenes grafisches Atelier. Dort erstellte er unter anderem zahlreiche kommerzielle und politische Poster sowie Dekorationen, Illustrationen, satirische Karikaturen und Titelbilder für Illustrierte her. Mit der Zeit fokussierte Alois Carigiet stärker auf Alltagsmotive aus seinem Heimatkanton sowie aus Reisen ins Ausland.

 

Im Jahr 1942 heiratete Alois Carigiet und 1944 wurde seine erste Tochter geboren, die zweite Tochter im Jahr 1945. Im selben Jahr wurde das erste der sechs Kinderbüchern "Uorsin" (Schellen-Ursli) der bekannten Reihe veröffentlicht. Auf dem heute getauften ALLEGRA-Triebzug der Rhätischen Bahn wurde auf jeder Seite des Zuges auch ein Bild von Alois Carigiet enthüllt.

 

 

Nachfolgend ein Überblick aller 15 getauften ALLEGRA-Triebzüge:

 

 

Zug 3501 Willem Jan Holsboer, 1834 - 1898 Gründer der RhB
Der niederländische Kapitän und Kaufmann übersiedelte 1867 mit seiner lungenkranken Frau nach Davos. Er wurde zu einer prägenden Persönlichkeit beim Aufbau des dortigen Kur- und Fremdenverkehrszentrums. Unter anderem stiess er den Bau der Eisenbahnlinie Landquart - Davos und damit die Gründung der Rhätischen Bahn an. 

 

Zug 3502 Friedrich Hennings, 1838 - 1922 Erbauer der Albulabahn
Der deutsche Bauingenieur war am Bau verschiedener Bahnlinien in der Schweiz beteiligt, unter anderem der Gotthardbahn. Seine Projekte zeichneten sich durch eine sehr genaue Auseinandersetzung mit den natürlichen Verhältnissen der Landschaft aus. Als Oberingenieur war er 1898 - 1905 für den Bau der Albulabahn verantwortlich.

 

Zug 3503 Carlo Janka, 1986* Olympiasieger
Der in Obersaxen aufgewachsene Carlo Janka ist einer der besten Skirennfahrer weltweit. 2009 wurde er Weltmeister im Riesenslalom und 2010 Olympiasieger in derselben Disziplin. Ausserdem gewann er den Gesamtweltcup der Saison 2009/10.

 

Zug 3504 Dario Cologna, 1986* Olympiasieger
Der im Val Müstair aufgewachsene Dario Cologna ist der beste Schweizer Langläufer aller Zeiten. Er gewann 2009 als erster Schweizer sowohl die Tour de Ski als auch den Gesamtweltcup. 2010 wurde Cologna in Vancouver Olympiasieger über 15 km Freistil.

 

Zug 3505 Giovanni Segantini, 1858 - 1899 Maler
Der staatenlose, in Mailand ausgebildete Maler liess sich 1886 mit seiner Familie zunächst in Savognin, dann in Maloja und Soglio / Bergell nieder. Durch das klare Licht in den Bergen fand der Künstler zu einer neuen Bildsprache. Er gilt neben Ferdinand Hodler als Erneuerer der Alpenmalerei.

 

Zug 3506 Anna von Planta, 1858 – 1934

Mitbegründerin des Kantonsspitals Graubünden
Die vielgereiste Schweizerin Anna von Planta liess 1900 in der väterlichen Villa in Chur ein Erholungsheim für Kinder aus armen Verhältnissen einrichten. 1916 schenkte sie die Gebäude dem Kanton zur Errichtung einer Gebäranstalt und Frauenklinik. Dies legte einen Grundstein für das heutige Kantonsspital Graubünden.

 

Zug 3507 Benedetg Fontana, ca. 1450 – 1499 Held der Calvenschlacht 
Der politische Vermittler und Schweizer Hauptmann auf der Fürstenburg im Vinschgau tat sich im Schwabenkrieg 1499 heldenhaft hervor. In der Schlacht an der Calven im Val Müstair soll er, tödlich verletzt, die Mitkämpfer angefeuert haben: «Heute Bündner und Bünde* oder nie mehr.» (*Kanton Graubünden)

 

Zug 3508 Richard Coray, 1869 – 1946 Zimmermann 
Der Zimmermann aus dem Bündner Oberland erstellte die Lehrgerüste der bedeutendsten Schweizer Brückenbauten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei verband er technische Kühnheit mit hohem handwerklichem Können.

 

Zug 3509 Placidus Spescha, 1752 – 1833 Pater und Naturforscher 
Placidus Spescha trat 1774 in die Benediktinerabtei Disentis ein. Als Alpinist und Naturforscher gelangen ihm mehrere Erstbesteigungen, so etwa 1789 das Rheinwaldhorn. Er war der humanistisch-barocken Geistigkeit verpflichtet und gilt als ein bedeutender Aufklärer der Schweiz.

 

Zug 3510 Alberto Giacometti, 1901 – 1966 Bildhauer und Maler 
Der Bergeller Alberto Giacometti lebte und wirkte vor allem in Paris. Sein Werk beschäftigte sich hauptsächlich mit der Darstellung des Menschen in seiner existentiellen Bedrohung. Er gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts.

 

Zug 3511 Otto Barblan, 1860 – 1943, Komponist 
Der in S-chanf geborene Komponist und Organist war ab 1887 vor allem in Genf tätig. Dort prägte er jahrzehntelang das Musikleben, unter anderem durch Uraufführungen von Chorwerken von Händel, Mozart, Beethoven oder Brahms. In seinem Werk verband er oft spätromantische Harmonik mit rätoromanischem Liedgut.

 

Zug 3512 Jörg Jenatsch, 1596 – 1639 Pfarrer und Politiker 
Der Bündner Pfarrer gestaltete den Ausgang des Dreissigjährigen Krieges für Graubünden aktiv mit; unter anderem durch geschickte Vermittlung oder die Ermordung des Parteiführers Pompejus Planta auf Schloss Rietberg. Dank dem für die Bündner glücklichen Kriegsausgang wurde er zum Helden stilisiert.

 

Zug 3513 Simeon Bavier, 1825 – 1896 Ingenieur und Politiker
Der Churer Tiefbauingenieur wirkte beim Bau verschiedener Bündner Passstrassen mit. Später wandte er sich im In- und Ausland vermehrt dem Eisenbahnbau zu. Er war der erste Schweizer Bundesrat aus dem Kanton Graubünden (von 1878 bis 1883).

 

Zug 3514 Steivan Brunies, 1877 – 1953, Mitbegründer des Schweizer Nationalparks 
Der in S-chanf geborene Biologe tat sich als Pionier im schweizerischen Naturschutz hervor. Der Jugend die Natur näher zu bringen, blieb ihm nicht nur als Lehrer stets ein Anliegen. 1914 war er Mitbegründer des Schweizerischen Nationalparks im Kanton Graubünden.

 

Zug 3515 Alois Carigiet,  1902 – 1985, Dekorationsmaler und Grafikdesigner

Der in Trun geborene Künstler machte einer Lehre als Dekorationsmaler und zeichnete Parallel zur Lehre schon Landschaften, urbane Sujets, Tiere und Portraits. 1927 gründete er ein eigenes grafisches Atelier. Mit der Zeit fokussierte er sich stärker auf Alltagsmotive aus seinem Heimatkanton sowie aus Reisen ins Ausland.

 

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Fr

15

Jun

2012

Ab 2. Juli 2012 gibt es bei den ÖBB eine neue Tarifgestaltung

Indexanpassung des ÖBB-Haustarifs um durchschnittlich 8 % Preisreduktion für Vielfahrer: Jahreskarte "ÖSTERREICHcard" um weniger als Euro 4,50 pro Tag

 

Ab 2. Juli 2012 gelten bei den ÖBB neue Tarife. Die Tariflandschaft wird in vier wesentlichen Bereichen neu gestaltet: 

 

1. Reduktion von 118 auf 61 ÖBB-Tarife
2. Indexanpassung des ÖBB-Haustarifs um durchschnittlich 8 % -  

    Pendler nicht betroffen
3. Vielfahrerbonus: Verbilligung der ÖBB- Jahreskarte "ÖSTERREICHcard"
4. VORTEILScard- und SparSchiene-Preise bleiben unverändert 

Für   einen   besseren   Durchblick   vereinfachen   die   ÖBB   ihre   Tariflandschaft                                                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

Erstmals seit drei Jahren führen die ÖBB eine Indexanpassung ihrer Tarife durch. Ab 2. Juli 2012 gelten bei den ÖBB neue Tarife. Die Tariflandschaft wird in diesen vier wesentlichen Bereichen neu gestaltet:


- Reduktion von 118 auf 61 ÖBB-Tarife
- Indexanpassung des ÖBB-Haustarifs um durchschnittlich 8 % - Pendler nicht betroffen
- Vielfahrerbonus: Verbilligung der ÖBB-Jahreskarte "ÖSTERREICHcard"
- VORTEILScard- und SparSchiene-Preise bleiben unverändert

Trotz steigender externer Kosten für den Konzern, wie Energie- und Lieferantenkosten und einer Steigerung des Großhandelspreisindex um 13 % seit 2009, beträgt die Indexanpassung durchschnittlich nur rund 8 %. Gleichzeitig verbilligen die ÖBB ihr Angebot für Vielfahrer. Diese profitieren von einer Preisreduktion der ÖSTERREICHcard, mit der Jugendliche um weniger als 2,80 Euro pro Tag und Erwachsene um weniger als 4,50 Euro pro Tag das gesamte ÖBB-Bahnangebot in Österreich nutzen können. Die Tickets der Verkehrsverbünde sind von der ÖBB-Tarifgestaltung nicht betroffen. Pendler nützen weiterhin mit ihren Zeitkarten zu den Verbund-Preisen das Angebot der ÖBB (60 % der ÖBB-Kunden besitzen Verbundkarten).

Eine wesentliche Erleichterung für den Kunden bringt die Vereinfachung der komplexen Tariflandschaft: Die Anzahl der Tarife wird auf 61 fast halbiert. Ähnliche Tarifmodelle werden zu einem Modell zusammengeführt, komplizierte Gruppentarife vereinfacht und Doppel-Rabatte abgeschafft. Der Preis der von mehr als 1,6 Mio. Kunden genutzen VORTEILScard, mit der man bis zu 50 % Ermäßigung auf ÖBB-Standardtickets und durch RAILPLUS 25 % Ermäßigung bei grenzüberschreitenden internationalen Bahnreisen hat, bleibt unverändert. Auch das Produkt "SparSchiene", mit dem man ab 9,- Euro durch ganz Österreich reisen kann, wird ohne Preisanpassung weitergeführt.

Ganz Österreich zum fairen Preis - Vielfahrer profitieren ab 11 km täglich

In Zeiten steigender Treibstoffpreise bieten die ÖBB mit günstigen Produkten Anreize zum Umstieg von der Straße auf die Schiene. Immer mehr Menschen entdecken die Bahn als Alternative zum Auto und nutzen das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn. Wer mehr als 11 km täglich mit dem Auto fährt, ist mit einer - jetzt noch günstigeren - ÖSTERREICHcard bereits billiger unterwegs.

ÖBB vereinfachen Tariflandschaft

Die Bahn-Tariflandschaft in Österreich ist - bedingt durch vielfältige Strukturen auf Landes- und Bundesebene - sehr komplex. Die ÖBB kommen jetzt einem vielfachen Kundenwunsch entgegen und gestalten die Inlands-Tarife in ihrem eigenen Wirkungsbereich übersichtlicher. Bisher gab es im ÖBB-Haustarif 118 unterschiedliche Tarifvarianten. Diese werden nun auf 61 Tarife reduziert und damit fast halbiert. "Wir setzen mit der Tarifvereinfachung einen wichtigen Schritt um Bahnfahren noch einfacher zu machen. Unsere Kunden profitieren von mehr Übersicht und Transparenz", so Birgit Wagner, Vorstandsdirektorin der ÖBB‑Personenverkehr AG. Die bisherigen Tarife Minimax und Minimax VC werden durch ein einfacheres Preismodell ersetzt. Zudem bietet die SparSchiene Österreich eine gute Alternative, mit der Reisende auch ohne Gruppenticket sehr günstig unterwegs sein können. Unverändert bleiben die internationalen Tarife, die von den Partnerbahnen entwickelt werden. Auch die Tarife der acht österreichischen Verkehrsverbünde sind von der ÖBB-Tarifgestaltung nicht betroffen. Bis einschließlich 1. Juli können ÖBB-Kunden ihre Tickets (z.B. für den Sommerurlaub) noch zum bestehenden Preis über alle Vertriebskanäle buchen.

ÖBB setzen Qualitätsverbesserungen konsequent um

Die ÖBB setzen seit zwei Jahren konsequent ihr Sanierungsprogramm um. Dazu gehören interne Produktivitätssteigerungen und Kostenoptimierungen, aber auch wesentliche Angebots- und Qualitätsverbesserungen, von denen ÖBB-Kunden bereits profitieren: Die Pünktlichkeit lag im Jahr 2011 mit rund 97 % auf höchstem Niveau. Bis Mitte Juli 2012 sind auch alle 51 railjets in Österreich unterwegs. Alle Fernverkehrsverbindungen auf der Südbahnstrecke werden dann mit dem Premium-Zug der ÖBB gefahren. Seit 2009 wurde die Zugflotte um mehr als 600 Mio. modernisiert. Bis Ende 2012 wird auch die Ausstattung aller railjets mit WLAN abgeschlossen sein. Neben Investitionen in den Umbau der railjet-Restaurants wurde auch das Catering in ÖBB-Zügen auf neue Beine gestellt: Seit April 2012 setzt DO & CO kontinuierlich den Catering-Stufenplan um.

Die Verkürzung der Fahrzeiten durch die Eröffnung der Neubaustrecke Tullnerfeld (Wien - Salzburg in 2:22 Std. mit Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h) wird ab Dezember 2012 noch mehr Menschen von den Vorzügen des Bahnfahrens überzeugen.

 

Die wichtigsten Vereinfachungen im Überblick

 


Familien und Kinder gewinnen

Alle Kleinkinder (bis einen Tag vor dem 6. Geburtstag) fahren ab 2. Juli gratis. Außerdem können künftig bereits ein Erwachsener und ein Kind gemeinsam ein Gruppenticket lösen. Bisher begann der Gruppenreisetarif erst ab 6 Personen. Gleichzeitig erhalten Kinder bei einem Gruppenticket zusätzlich zur Gruppenermäßigung den Halbpreis. Beim bestehenden "Minimax"- und "Minimax VC-Ticket" zahlten Kinder bisher den Vollpreis. Darüber hinaus ist künftig eine Sitzplatzreservierung auch für Kleinkinder möglich.

Auch für InhaberInnen einer VORTEILScard Familie wird Reisen noch einfacher:
Mit der VORTEILScard Familie erhalten Eltern für alle ihre Kinder (bis einen Tag vor dem 15. Geburtstag) eine Gratis-Sitzplatzreservierung und die Kinder fahren in Begleitung ihrer Eltern gratis.

Vereinheitlichung der Gruppentarife

Je mehr Personen miteinander reisen, desto günstiger wird es. Die ÖBB haben sich dazu entschlossen, ein einheitliches Rabattausmaß für Gruppen einzuführen. Die Vergünstigung beginnt mit 5 % ab zwei Personen und geht bis 30 % ab zehn Personen. Kinder zahlen jeweils die Hälfte des vergünstigten Preises. Durch diese Vereinheitlichung ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Gruppentarifen im ÖBB-Fernverkehr nicht mehr nötig. Es gibt nur mehr ein System, das bereits ab zwei Reisenden Vergünstigungen bietet.

Der bisher günstigste Gruppentarif Minimax und Minimax VC wurde durch die günstigere SparSchiene Österreich ersetzt. Das hat den Vorteil, dass Individualreisende auch die Chance haben in den Genuss von besonders günstigen Preisen zu kommen. Das beliebte "Einfach-Raus-Ticket", die Tagesnetzkarte für 2 bis 5 Personen im ÖBB-Nahverkehr, bleibt weiterhin im Angebot. Der Preis wird von 28,- auf 32,- Euro angepasst und der des "Einfach-Raus-Radtickets" von 35,- auf 39,- Euro.

Vereinheitlichung der Kinderaltersgrenze

Im ÖBB-Haustarif fahren Kleinkinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (bis einen Tag vor dem 6. Geburtstag) in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos. Neu ist, dass auch für sie eine Sitzplatzreservierung durchgeführt werden kann. Zusätzlich wurde die Einschränkung der kostenlosen Kleinkindermitnahme pro Erwachsenen (bisher maximal zwei Kinder pro Erwachsenen) aufgelöst. Es können beliebig viele Kleinkinder kostenlos pro Erwachsenen mitgenommen werden.

Ab dem 6. Geburtstag bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres (bis einen Tag vor dem 15. Geburtstag) gelten Reisende als Kinder und bezahlen für ihre Tickets den halben Vollpreis. Alle Reisenden ab dem 15. Geburtstag gelten als Erwachsene und zahlen die entsprechenden Tarife. In einigen Verkehrsverbünden gelten andere Altersgrenzen. Diese bleiben unverändert bestehen.

Vereinheitlichung Reservierung

Die Reservierungsregelungen wurden auf ein sehr einfaches, transparentes und nachvollziehbares Prinzip harmonisiert: Kinder, die ihre Eltern mit der VORTEILScard Familie begleiten, bekommen ihre Reservierung immer gratis. Alle anderen Reisenden zahlen für ihre Reservierung. Fahren Reisende innerhalb von Österreich und müssen umsteigen, zahlen sie nur eine Reservierung, alle - Anschlussreservierungen im Inland sind gratis.

 

Neue Erstattungsbestimmungen

Bisher gab es für Standardtickets je Vertriebskanal (Personenkasse, Fahrkartenautomat etc.) eigene Erstattungsbestimmungen. Auch hier wurde das System vereinfacht: Vor dem ersten Geltungstag erhalten KundInnen den Kaufpreis abzüglich einer Gebühr von Euro 3 zurückerstattet. Ab dem ersten Geltungstag bis maximal 6 Monate nach Ablauf der Geltungsdauer des Fahrausweises beträgt die Erstattungsgebühr 50 % des Fahrpreises, mindestens jedoch Euro 15 Euro. 

Für Online-Tickets, internationale Tickets und Spezialprodukte, wie z.B. SparSchiene oder InterRail-Pässe, bleiben die bestehenden Bestimmungen aufrecht. 

 

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Do

14

Jun

2012

Unterbruch der Bahnlinie am Gotthard: Güterverkehrs-Akteure spannen zusammen

Bern/Olten/Chiasso, 13.06.2012    Die Anbieter des Schienengüterverkehrs via Schweiz können einen grossen Teil der Transit-Nachfrage durch Umleitungen via Lötschberg/Simplon abdecken. Möglich macht es die enge, konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure.

 

HUPAC Medienmitteilung vom 13. Juni 2012

HUPAC Sitz in Chiasso                                                                      Foto: Marcel Manhart

 

„Aus wenig mach mehr“ – nach diesem Motto hat die Schweiz zusätzliche Kapazitäten für den Schienengüterverkehr freigeschaufelt, nachdem die Gotthardlinie wegen eines Felssturzes für mehrere Wochen gesperrt werden musste. Eine Anpassung des Fahrplans hat die Kapazität via Lötschberg/Simplon erhöht. Die verfügbaren Transportkapazitäten müssen optimal ausgenutzt werden. Kombi-Operateure und Bahnunternehmen poolen daher ihre Volumen und Ressourcen.

 

Die Rola-Betreiberin RAlpin reduziert ihr bestehendes Angebot über die Lötschberg-Achse, damit mehr Züge für unbegleitete Sendungen fahren können. Diese Sendungen sind zwingend auf den Schienentransport angewiesen. BLS Cargo stellt im Auftrag der Infrastrukturbetreiber SBB/BLS allen Bahnunternehmen Schiebedienste auf den Bergstrecken zur Verfügung. An den Grenzen setzt SBB Cargo International zusätzliche Rangierteams ein. Hupac steuert das Verkehrsvolumen so, dass eine maximale Auslastung der Züge erreicht wird. Auf der Rola werden Gefahrguttransporte priorisiert, um die Zunahme von Gefahrgutsendungen im Strassentransit einzuschränken.

 

Die Zusammenarbeit mit den Bahnen im Ausland läuft intensiv. Alle Trassen via Lötschberg / Simplon müssen in Deutschland und Italien einen Anschluss finden, sonst bleiben sie ungenutzt. Einen Engpass bildet die internationale Schnittstelle der Bahnsysteme in Domodossola. Unter der Regie des italienischen Infrastrukturbetreibers RFI wurde ein Pool von Loks und Lokführern für die Rangierarbeiten zur Überwindung der kritischen Stelle gebildet. Auch die Zollbehörden haben ihre Tätigkeit der gesteigerten Nachfrage auf der Lötschberg/Simplon-Achse angepasst und sind rund um die Uhr im Einsatz.

 

Der Unterbruch der Gotthardstrecke verursacht enorm hohe Kosten für alle Beteiligten der intermodalen Transportkette. Die Unternehmen der Bahnbranche rechnen mit Schäden in Millionenhöhe. Wesentlich höher sind jedoch die indirekten Kosten eines Vertrauensverlustes seitens der Kunden und einer möglichen Rückverlagerung auf die Strasse. Um so wichtiger ist die enge, konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure auf dem gesamten Verkehrskorridor in den kommenden Wochen.

 

Der Streckenunterbruch am Gotthard hat es gezeigt: Das Bahnsystem braucht ausreichend Reserven und Redundanzen, damit es im Notfall funktionsfähig bleibt. Der Güterverkehr muss zumindest in Teilen von einer Strecke auf eine andere ausweichen können. Ausreichende Reserven gewährleisten die Stabilität des Gesamtsystems. Insofern hat sich die Ausrichtung der NEAT auf zwei Achsen (Gotthard und Lötschberg) als richtig erwiesen. Der Ausbau und die Kapazitätserhöhung aller drei Transitachsen durch die Schweiz, namentlich der Lötschberg-, Luino- und Chiasso-Achse, ist ein Muss für die Verkehrsverlagerung.

 

Handlungsbedarf sehen die Operateure des Schienengüterverkehrs auch im Baustellenmanagement. Eine internationale Baustellenkoordination muss alle Alpenübergänge berücksichtigen mit dem Ziel, bei unvorhersehbaren Ereignissen ausreichend Transportkapazitäten aufrecht zu erhalten. Zeitgleiche Bauarbeiten an mehreren zentralen Transitachsen, wie z.B. diesen Sommer mit teilweisen Vollsperren der Simplon- und Brennerstrecken, sind ein untragbares Risiko, wie sich nun gezeigt hat. Für den Notfall muss die Verschiebungen der Bauarbeiten eine Option sein.

Und schliesslich führt der Unterbruch der Gotthardstrecke die Notwendigkeit eines international koordinierten Infrastrukturmanagements vor Augen, insbesondere im sensiblen Alpenraum. So liessen sich die verschiedenen Anforderungen der nationalen Netze bestmöglich harmonisieren. Auch die Interoperabilität ist weiterhin ein Thema. Unterschiedliche Streckenprofile, Strom- und Zugsicherungssysteme erschweren ungemein die Substitution der Verkehre von einer Achse auf die andere.

 

Das Vertrauen der Kunden des Schienengüterverkehrs muss jeden Tag neu gewonnen werden. SBB Cargo International, BLS Cargo, Hupac und RAlpin danken allen Partnern der Transportkette für das Engagement zur Überwindung des gegenwärtigen Notfalls. Die Mitarbeiter der Infrastrukturbetreiber, der Bahnen, Terminals und Behörden leisten Unglaubliches, um den Verkehr zumindest eingeschränkt am Rollen zu halten.

 

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Mi

13

Jun

2012

Die RhB feiert zusammen mit der Bevölkerung auf der Surselva-Linie 100 Jahre Chur - Disentis/Mustér

Die Rhätische Bahn (RhB) und mit ihr alle Gemeinden entlang der Strecke feiern am 16. und 17. Junin 2012 das 100-jährige Bestehen «ihrer» Strecke. Von Chur bis Disentis trifft man sich an diesem Wochenende auf den Unterwegsbahnhöfen zu originellen und kreativen Partys. Kunterbunte Extrazüge aus allen Epochen der RhB entführen Gäste und Einheimische von einem Ort zum nächsten. Sogar die wildromantische Rheinschlucht wird zu Ehren der 100-jährigen Surselvalinie am Samstagabend in ein besonderes Licht getaucht. In Trun wird am Samstagvormittag der ALLEGRA-Triebzug 3515 getauft und Marie Luise Werth gastiert mit ihrer Formation auf der «rollenden Bühne» an verschiedenen Bahnhöfen.

Mit einer Jubiläums-Lok lädt die RhB zum Fest ein                         Foto: Marcel Manhart

 

La fiasta – das Fest

Die Jubiläumsfeier am Wochenende vom 16. und 17. Juni 2012 wurde von der RhB gemeinsam mit den Gemeinden entlang der Strecke geplant und umgesetzt. So überraschen die örtlichen Organisationskomitees mit viel Charme und Kreativität die Besucher an vielen Unterwegsstationen mit speziellen Programmen und kulinarischen Genüssen sowie mit Unterhaltung für Jung und Alt. Sogar die RhB-Blasmusik wird an verschieden Bahnhöfen ihr Ständchen geben. Ganz spezielle Beachtung wird die rollende Konzertbühne mit Marie Louise Werth and the Rolling Mountain Swing Big Band in Disentis, Rabius, Trun, Ilanz, Trin und Chur ernten. Nicht minder auf Interesse wird Samstagabend die einmalige Abendbeleuchtung der Ruinaulta stossen. Ebenfalls am Samstag, um 10.30 Uhr, findet am Bahnhof Trun die Taufe des letzten noch namenlosen ALLEGRA-Zweispannungstriebzuges 3515 mit speziellen Taufpaten statt.

Einfach für Retour und Extrazüge

An den Festtagen gilt das Motto «Einfach für Retour» auf dem ganzen Netz der RhB nach Chur oder Reichenau-Tamins sowie auf dem ganzen Netz der MGBahn nach Disentis und auf den PostAutolinien der Surselva. Mit dem Kauf eines einfachen Billetts ist die Rückfahrt während der Festtage gratis. Für unbeschränkte Fahrten auf allen Relgelzügen sowie auf den exklusiven Extrazügen (Alpine Classic Pullman Express, historischer Zug mit Krokodillok, offener Railriderzug, ALLEGRA-Triebzug) zwischen Chur und Disentis/Mustér bietet die RhB das Jubiläumsbillett zu 10 Franken (Basis Halbtaxabo) respektive 20 Franken an. GA-Inhaber sowie Kinder bis 16 Jahre mit Juniorkarte und in Begleitung eines Elternteils fahren sogar an beiden Tagen gratis mit!

Genau vor 100 Jahren…,
…1912 eröffnete die RhB die Strecke Ilanz – Disentis/Mustér und erschloss damit der Surselva die Verbindung durch die Ruinaulta nach Chur und weiter in die «grosse weite Welt». Ein Blick ins Archiv unterstreicht die Bedeutung dieser Linie: Als die Rhätische Bahn im Jahre 1903 ihre sogenannten Prioritätslinien (Chur – Celerina/St. Moritz und Reichenau – Ilanz) eröffnete, wurden als nächste Ziele der bündnerischen Eisenbahnbestrebungen der Bau der Linien Davos – Filisur, Ilanz – Disentis und Bever – Scuol genannt. Neun Jahre später wurde mit der Anbindung des Bündner Oberlandes ans Netz der RhB ein weiterer Meilenstein in der Bündner Bahngeschichte gesetzt.

Doch bis es soweit war, mussten noch einige Hürden genommen werden. Für die Verwirklichung der Bahnlinie war entsprechendes Baukapital erforderlich. Nach bündnerischem Eisenbahngesetz war die Hälfte in Aktien aufzubringen. Die Bündner Regierung gelangte mit einem Gesuch zur finanziellen Unterstützung an den Bundesrat. Die Bundesversammlung gab grünes Licht und gleich nach der Zusicherung der Bundessubvention hatten die Direktion und der Ausschuss des Verwaltungsrates die nötigen Schritte für die Vornahme der Terrainaufnahmen und die Ausarbeitung des definitiven Bahnprojektes eingeleitet.

Heute: Touristen, Einheimische und Güter

Seit 1930 fährt auch ein berühmter Zug durch diese grossartige Landschaft: Der Glacier Express! Die grandiose Rheinschlucht – ganz unbescheiden auch Grand Canyon der Schweiz genannt – gehört heute zusammen mit der Fahrt durch das Albulatal auf der UNESCO Welterbestrecke und über den Landwasserviadukt zu den Höhepunkten, welche die jährlich rund 250 000 Fahrgäste aus der ganzen Welt auf ihrer Fahrt von St. Moritz nach Zermatt geniessen.

Nebst den Glacier Express-Fahrgästen benützen heute jährlich weit über 400 000 Pendlerinnen und Pendler sowie Ausflügler im Stundentakt die Regio-Expresszüge zwischen Chur und Disentis/Mustér. Damit unterstreicht diese Strecke auch ihre grosse regionale Bedeutung. Während den Hauptverkehrszeiten morgens und abends stehen den Pendlerinnen und Pendlern sogar zusätzliche Züge zur Verfügung. Ein Blick in die Zukunft verspricht ab 2014 noch attraktivere Verbindungen zwischen Chur und Ilanz!

Ganz erheblich sind die Gütermengen, die per Bahn den Weg durch die Ruinaulta finden. Insgesamt transportiert die RhB über 200 000 Tonnen von und nach der Surselva. Wichtig sind dabei insbesondere die Mineralwassertransporte per Bahn, welche die Flimserstrasse um weit über 10 000 Lastwagenfahrten entlasten und die bahnseitige Versorgung der NEAT-Alptransit Baustelle in Sedrun.

 

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Di

12

Jun

2012

Roll-out des ersten GTW für Vechtdallijnen in den Niederlanden

Arriva und Stadler Rail feierten heute gemeinsam den Roll-out des ersten elektrischen Gelenktriebwagens (EMU-GTW) für die niederländischen Provinzen Overijssel und Drenthe. Arriva Niederlande hat Mitte 2010 bei Stadler 14 EMU-GTW für die Konzession „Vechtdallijnen (NL)“ bestellt. Die Fahrzeuge wurden gegenüber den bereits erfolgreich im Einsatz stehenden GTW der Arriva in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt.

Stadler GTW für Vechtdallijnen / Niederlande                            Foto: Stadler Rail Group

 

Arriva ist einer der grössten Dienstleister im Markt für öffentlichen Verkehr in Europa. Ihre Busse und Bahnen befördern pro Jahr mehr als 1,5 Milliarde Fahrgäste in 12 Ländern. Im August 2010 wurde das Unternehmen von der Deutschen Bahn übernommen. Arriva Niederlande hat im Juni 2010 insgesamt 38 Gelenktriebwagen GTW bei Stadler Rail bestellt, darunter die 24 für die Provinz Gelderland, 14 weitere für die Provinzen Overijssel und Drenthe. Insgesamt hat Arriva damit seit 2005 bereits 99 GTW für den Einsatz in verschiedenen Regionen der Niederlande bei Stadler Rail bestellt.

Christian König, Leiter Verkauf Schweiz und Niederlande der Stadler Rail Group, freut sich über die erfolgreiche Abwicklung: „Wir sind stolz, dass in zwei weiteren Provinzen in den Niederlanden moderne Niederflur-Fahrzeuge aus dem Hause Stadler zum Einsatz gelangen. Auch diesen Auftrag konnte Stadler in kurzer Zeit abwickeln. Dies war nur dank des grossen Einsatzes und Engagements aller Beteiligten möglich. Ihnen gilt mein besonderer Dank.“

Anne Hettinga, Director Arriva Netherlands: „Dieser Auftrag ist ein Meilenstein für unser Unternehmen. Mit dem Roll-out können wir unseren Kunden zeigen, dass wir mit der Fahrzeugbeschaffung auf Kurs sind. Die Provinzen als unsere Kunden werden erkennen, dass diese Fahrzeuge sogar weit über die gestellten Anforderungen hinaus reichen.“

Die Fahrzeuge basieren grundsätzlich auf den verschiedenen seit 2005 an Arriva ausgelieferten EMU-GTW. Die Züge sind klimatisiert und verfügen über einen Niederfluranteil von 75%. Der Sitzabstand ist in allen Abteilen sehr grosszügig. Bis zu vier Züge können gemeinsam in Vielfachsteuerung verkehren. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt. Die Fahrzeuge verfügen über Public WLAN, fünf TFT-Monitore pro Wagen, ein Ruheabteil und ein Arbeitsabteil. Zudem sind die Züge nach der TSI-Norm für behindertengerechtes Design konzipiert.

 

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Mo

11

Jun

2012

Die SBB stellt auf rein erneuerbaren Bahnstrom um

Die Züge der SBB fahren spätestens ab 2025 mit Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt. Heute beträgt der Anteil nachhaltig produzierter Energie bereits 75 Prozent. Den aktuellen Anteil an Kernenergie wird die SBB mit einer Reihe von Energiesparmassnahmen einsparen, den Ausbau ihres Angebotes deckt sie ausschliesslich mit nachhaltig produzierter Energie. Die SBB wird ihre Wasserkraftwerke ausbauen, zusätzlichen Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen und ihr Stromnetz optimieren.

SBB-Züge sollen spätestens 2025 nur noch mit Strom aus erneuerbaren Quellen fahren                                                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

Der Verwaltungsrat der SBB hat beschlossen, dass die SBB-Züge spätestens 2025 nur noch mit Strom aus erneuerbaren Quellen fahren. Die Strategie, welche den vollständigen Umstieg auf nachhaltig produzierte Energie möglich machen soll, sieht eine Reihe von Massnahmen in verschiedenen Bereichen vor. Die SBB intensiviert ein bereits seit 2008 laufendes Energiesparprogramm, mit dem der Energie- und Leistungsbedarf bis 2025 gegenüber dem prognostizierten Verbrauch um je 20 Prozent (entspricht 600 GWh) gesenkt werden soll. Mit diesen Einsparungen, die in etwa dem Stromverbrauch der Stadt Winterthur entsprechen, kann der heutige Anteil an Kernenergie am Bahnstrom von 25 Prozent kompensiert werden. Heute stammen bereits 75 Prozent des Bahnstroms aus Wasserkraft, ab 2013 werden es 80 Prozent sein.

Kernkraft wegsparen und erneuerbare Energien ausbauen
Den Mehrbedarf an Strom, der durch den Ausbau des Bahnangebotes in den nächsten Jahren entsteht, wird die SBB mit erneuerbarer Energie decken. Dazu beschafft sie Strom aus sicheren und wirtschaftlich sinnvollen Projekten mit Wind- und Wasserkraft. Parallel dazu erneuert die SBB ihre Wasserkraftwerke, baut ihre Kapazität aus und schliesst diese ans 50 Hz-Netz („Haushaltstrom“) an. So kann der Strom sowohl für die Bahnstromversorgung als auch für die 50 Hz-Versorgung erzeugt und gespeichert werden. Zudem wird das Bahnstromnetz stärker mit dem 50 Hz-Netz gekoppelt. Die Versorgungssicherheit wird damit erhöht und die Flexibilität der Bahnstromversorgung der stark schwankenden Windkraftproduktion angepasst.

Die SBB prüft bei bestehenden Dachflächen wie auch bei allen Neubauten, ob sich diese mit Photovoltaik-Anlagen ausrüsten lassen. Bis Ende 2014 entstehen unter anderem auf dem Dach des neuen SBB-Hauptsitzes in Bern-Wankdorf und der neuen Unterhaltsanlage in Zürich-Herdern zwei grossflächige Solaranlagen.

 

Wichtiger Beitrag an die Energiestrategie des Bundes
Mit diesen Massnahmen unterstützt die SBB die Energiestrategie 2050 des Bundes, indem sie ihre Energieeffizienz erhöht, durch den Ausbau der Wasserkraftwerke die Versorgungssicherheit des Landes verbessert und den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Mit dem Ausbau des energieeffizienten Bahnangebotes reduziert sie zudem den CO2-Ausstoss und den Energieverbrauch der Schweiz. Wer mit der Bahn statt mit dem Auto fährt, verbraucht vier Mal weniger Energie und stösst 20 Mal weniger CO2 aus. Mit lediglich 4 Prozent Anteil am Energieverbrauch des Verkehrs transportiert die SBB 17 Prozent der Menschen und 38 Prozent der Güter in unserem Land.

 

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So

10

Jun

2012

ÖBB-Chef Kern: WESTbahn brachte Vorteile für ÖBB-Kunden

Der ÖBB-Chef Christian Kern lobt den privaten Konkurrenten. Das Bewusstsein für das Bahnfahren sei gestiegen und der Wettbewerb sei positiv für die Bahnkunden.

 

Ein halbes Jahr nach dem Start der mehrheitlich privaten WESTbahn und zwei Jahre nach seinem eigenen Antritt an der ÖBB-Spitze (am 07. Juni 2010) zieht ÖBB-Chef Christian Kern im APA-Gespräch eine Zwischenbilanz: Durch den Markteintritt der zwischen Wien und Salzburg fahrenden WESTbahn habe die ÖBB zwar auf dieser Strecke Kunden verloren, insgesamt sei das Bewusstsein fürs Bahnfahren aber gestiegen und der Wettbewerb habe bei den ÖBB Verbesserungen für ihre Bahnkunden vorangetrieben.

Der ÖBB-Chef Christian Kern im Interview                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

"Westbahn ernstzunehmender Konkurrent"

"Die Westbahn ist gut gemacht und wird ihre Anfangsschwierigkeiten überwinden, deshalb bleibt sie für die ÖBB ein ernstzunehmender Konkurrent", resümiert Kern. Auf der Strecke Wien-Salzburg habe die Bundesbahn zwar Kunden verloren, da das Zug-Angebot insgesamt um ein Drittel gestiegen sei. Einen guten Teil des Passagierverlusts konnten die ÖBB aber über neue Angebote wieder kompensieren. Für beide Bahnbetreiber sei es schwierig, auf der Westbahnstrecke nachhaltig Gewinne zu schreiben.

Obwohl die Westbahn gegen die Billigangebote der Bundesbahn vorgeht, verteidigt Kern den Preiswettbewerb über die ÖBB-Sparschiene: Dadurch würden - analog zur Luftfahrt - niedrige Preise zu wenig frequentierten Zeiten angeboten. Während die ÖBB ein differenziertes Preismodell anböten, habe die Westbahn ein pauschales Billigpreismodell mit 9 Euro - "das kostet die Westbahn selber viel Geld".

 


"Westbahn ist Subventionsbezieher"

Das Match laufe nämlich nicht "subventionierte Staatsbahn gegen marktwirtschaftlich agierende Privatbahn", betont Kern, denn auch die mehrheitlich private Westbahn werde staatlich unterstützt: Da das Infrastruktur-Benutzungsentgelt (IBE), das die Westbahn zahle, nur zu etwa einem Drittel kostendeckend sei, werde die Westbahn jährlich mit rund 20 Mio. Euro subventioniert: "Die Westbahn ist Subventionsbezieher".

Die Westbahn steht im Eigentum der französischen Staatsbahn SNCF, des Bauindustriellen Hans Peter Haselsteiner und einer Schweizer Investoren-Holding, vertreten durch Erhard Grossnigg. Die Anteile des überraschend vor einigen Tagen ausgeschiedenen Mitgründers und Geschäftsführers Stefan Wehinger sollen von den anderen Eigentümern übernommen werden. Im Mai hatte Wehinger eingeräumt, dass der Westbahn-Umsatz 20 Prozent unter Plan liege.

 

 

"2013 überholt die Bahn das Auto"


Durch den Infrastrukturausbau werde die Bahnfahrt auf der Westbahnstrecke noch schneller: "2013 überholt die Bahn das Auto". Dann werde die Strecke Wien-Salzburg in 2 Stunden 22 Minuten im Zug zu bewältigen sein, zwischen Wien und St. Pölten vergehen dann nur mehr 25 Minuten. Vom staatlich finanzierten Infrastrukturausbau profitiere auch die Westbahn, doch "unser wichtigster Wettbewerber auf dieser Strecke ist die Westautobahn": Durch die Beschleunigung würden mehr Kunden vom Auto auf die Bahn umsteigen, ist Kern überzeugt.

Statt einem direkten Match ÖBB-Westbahn sieht der Bundesbahn-Chef den Wettbewerb im europäischen Rahmen: Die zwei größten Bahnblöcke in Europa, die Deutsche Bahn und die französische Staatsbahn SNCF, stecken im Zuge der EU-Fernverkehrs-Öffnung ihre Claims ab. "Die Franzosen spielen das Match gegen die Deutsche Bahn aus ihrem sicheren Heimmarkt heraus", meint Kern: Der österreichische Bahnmarkt sei da nur "ein kleiner Mosaikstein". Während die SNCF bei ihrem Investment in Italien richtig Geld in die Hand nehmen musste, sei ihr in Österreich die Beteiligung an der Westbahn als "Schnäppchenkauf" gelungen. Das Ziel der Großen: Über den Netzwerkbau Kontrolle am europäischen Bahnmarkt zu erreichen.

 

Beschleunigung der Qualitätsverbesserung

Der neue Konkurrent habe sicherlich zur Beschleunigung der Qualitätsverbesserung bei den ÖBB beigetragen, konstatiert Kern, und das nicht nur auf der Westbahnstrecke: "Die Kunden haben profitiert". Das WLan-Angebot wurde beschleunigt und soll nun ab Ende 2012 in allen Railjets verfügbar sein. Der Wechsel beim Catering zu Do & Co werde ab 1. Juli durch neues Speisenangebot in den Zügen sichtbar. Der Railjet werde ab Mitte Juli flächendeckend auf der Südstrecke unterwegs sein - damit könne zwar wegen der Streckengegebenheiten keine Fahrzeit verkürzt werden, doch der Komfort für die Fahrgäste werde durch das moderne Zugmaterial erhöht. Einen Trend zum Zug ortet der ÖBB-Chef auch angesichts steigender Verkäufe der Interrail-Tickets - mit 79 Prozent Jugendanteil (2011) noch immer Urlaubsprogramm auf der Schiene quer durch Europa. Von 2010 auf 2011 wurden rund 7 Prozent mehr InterRail-Pässe verkauft.

Die ÖBB seien in den letzten Jahren bei ihren Reformbemühungen ein gutes Stück vorangekommen, aber noch längst nicht am Ziel, resümiert Kern. Die Erneuerung müsse in vielen einzelnen Schritten vorangehen, gemeinsam mit den Kunden und Mitarbeitern. "Der Umbau der ÖBB ist ein Zehn-Jahres-Projekt". Sein eigener Vorstandsvertrag läuft noch drei Jahre.

 

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Sa

09

Jun

2012

SBB Cargo zieht Abbau beim Wagenladungsverkehr durch

Mit grossem Bedauern nimmt die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, der SEV zur Kenntnis, dass sich SBB Cargo nicht vollständig vom Abbau beim Wagenladungsverkehr hat abbringen lassen. Immerhin konnte die Verlagerung auf die Strasse reduziert werden. Nun ist eine Grundsatzdiskussion zum Güterverkehr in der Schweiz nötig.

 

SEV Medienmitteilung vom 06. Juni 2012

Dunkle Wolken hängen über SBB Cargo                                          Foto: Marcel Manhart

 

«Dieser Entscheid ist unbefriedigend», kommentiert SEV-Gewerkschaftssekretär und Nationalrat Philipp Hadorn die Ankündigung von SBB Cargo, über 120 Zustellpunkte des Wagenladungsverkehrs zu schliessen. Er kommt aber zum Schluss: «Unser Druck war nicht vergebens, SBB Cargo hat das ursprüngliche Projekt noch spürbar entschärft.» Doch auch eine Verlagerung von zwei Prozent des Güterverkehrs von der Schiene auf die Strasse sei ein falsches Signal, betont Hadorn, der weiterhin von SBB Cargo eine aktive Verkaufsstrategie einfordert.

Sorgen macht der Gewerkschaft des Verkehrspersonals auch der Stellenabbau. «SBB Cargo verharmlost die Situation: Für jeden Einzelnen ist ein Stellenverlust ein persönliches Drama, auch wenn er dank dem Gesamtarbeitsvertrag nicht gekündigt werden kann», stellt Hadorn klar. Der SEV steht seinen Mitgliedern beratend zur Seite; er fordert die SBB auf, für jeden Betroffenen individuell passende Lösungen zu finden.

Der SEV hatte zusammen mit der breit abgestützten Koalition Pro Cargo eine Petition lanciert, um den Kahlschlag im Güterverkehr zu verhindern. Für sie ist mit dem Entscheid von SBB Cargo das Thema nicht abgeschlossen. «Das ist nicht das Ende der Diskussion, sondern erst der Anfang», hält SEV-Präsident Giorgio Tuti klar fest: «Die Koalition wird zusammen mit allen interessierten Kreisen den Druck auf die politischen Behörden aufrecht erhalten, um eine klare politische Basis für den Schienengüterverkehr in der Schweiz zu erhalten!»

Im Herbst wird der Bundesrat einen Bericht vorlegen, in dem er die Zukunft des Inlandgüterverkehrs darlegen wird. Das Parlament hat diesen Bericht verlangt, um den Schienengüterverkehr auch im Binnenverkehr zu stärken. In der entsprechenden Motion (10.3881) steht klar: Der Bundesrat schlägt in diesem Rahmen Massnahmen vor, wie der Schienenanteil am Gesamtaufkommen des Güterverkehrs gehalten bzw. vergrössert werden kann und wie Anreize für Innovationen geschaffen werden können. Dabei ist den besonderen Bedürfnissen des Schienengüterverkehrs in der Fläche Rechnung zu tragen.

«Wir werden darauf achten. dass der Bundesrat diesem Auftrag des Parlaments nachkommt, und wir zählen darauf, dass das Parlament seinen eigenen Auftrag in Handlungen umsetzen wird», hält Tuti fest. Der Schienengüterverkehr wird die Schweizer Politik weiter beschäftigen.

 

Stellungnahme Pro Bahn Schweiz:
Kein Stopp beim Abbau des Wagenladungsverkehrs der SBB


SBB Cargo will den Abbau im Wagenladungsverkehr zwar abfedern, was gleichwohl bedeutet, dass 128 anstatt wie vorgesehen 155 Güterverladepunkte nicht mehr angefahren werden. Rund 18 % der von der Streichung bedrohten Verladestellen bleiben erhalten. Das ist wenig.

Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs anerkennt, dass SBB Cargo auf verschiedene Kundenwünsche eingegangen ist, ebenso nimmt Pro Bahn zur Kenntnis, dass mit diesen Massnahmen 98 % des Güterverkehrs auf der Schiene verbleiben, sich der Verlust also in Grenzen hält. Trotzdem: Es sind dies 2 % zu viel, und es gilt sicherzustellen, dass die verlorenen 2 % kompensiert oder übertroffen werden.

Immerhin gilt die von Pro Bahn Schweiz geforderte Kreativität wenigstens bei acht weiteren Bedienpunkten, wo die Lösung mit Ganzzügen gefunden werden konnte. Auch wird die kommerzielle Begründung verstanden, wonach die wenigen Grosskunden nicht bereit sind über den Frachtpreis die unrentablen Verladepunkte zu sanieren. Trotzdem: Insbesondere Anschlussgeleise sollen wenn immer möglich gerettet werden. Kommt dazu, dass der Bundesrat in diesem Herbst dem Parlament einen Bericht vorlegen soll, wie der Binnengüterverkehr in der Schweiz gestärkt werden soll. Diese Aussagen und die daraus folgenden Beschlüsse müssen zumindest abgewartet werden, bevor weitergehende Massnahmen getroffen werden, denn jede Umstellung von der Schiene auf die Strasse ist in aller Regel unwiderruflich.

Gerade weil es gilt, die politische Entwicklung abzuwarten, und erst dann definitive Schlüsse zu ziehen, steht Pro Bahn Schweiz weiterhin hinter der Petition „Stopp dem Kahlschlag beim Wagenladungsverkehr“.

 

Stellungnahme VSLF:
Geplante Streichung unwirtschaftlicher Bedienpunkte durch SBB Cargo


Seit längerer Zeit ist bekannt, dass SBB Cargo ihre Zustellpunkte im Projekt „Netz“ überprüft. Anfang 2012 sind Aufgrund dieser Überprüfung 155 Bedienpunkte eruiert worden, welche nicht kostendeckend betrieben werden können. Zwischenzeitlich haben Gespräche mit den betroffenen Kunden, Gemeinden, Kantonen und Interesseverbänden stattgefunden. Aufgrund dieser Gespräche konnten verschiedene Lösungen angegangen werden. Es verbleiben jedoch weiterhin 128 Bedienpunkte, welche nicht eigenwirtschaftlich zu betreiben sind und als Konsequenz ab Dezember 2012 nicht mehr angeboten werden sollen.

Der VSLF begrüsst, dass sich SBB Cargo aktiv darum bemüht die Zukunft der Unternehmung zu sichern. Wir erachten es als unabdingbar, dass sich Unternehmen nach ökonomischen Grundsätzen ihr Geschäftsfeld untersuchen und entsprechende Massnahmen zur Sicherung der Zukunft in die Wege leiten. Trotzdem darf die Güterverlagerung nicht aus den Augen verloren werden und SBB Cargo ist aufgefordert alles zu unternehmen um auch zusätzliche, innovative Verkehre akquirieren zu können. Die Bahn ist ein sicheres Verkehrsmittel und für den umweltfreundliche Transport von grossen Lasten und Gefahrengut prädestiniert. Diese Stärke muss ausgespielt werden.

Mit dem Projekt „Netz“ werden voraussichtlich erneut Arbeitsplätze an der Basis verloren gehen. Zwar kann ein nicht kleiner Teil natürlich aufgefangen werden, es werden dennoch Mitarbeiter vieler Berufskategorien betroffen sein. Hier fordert der VSLF SBB Cargo unmissverständlich auf, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen und die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen. Der VSLF wird seine sozialen und sozialpartnerschaftlichen Verpflichtungen wahrnehmen.

Zum Projekt „Netz“ sind viele Fakten im Umlauf. Eine Zusammenfassung:


- 155 Bedienpunkte (von total 500) erbringen weniger als 2% des Verkehrs von SBB Cargo
- Dieser Verkehr generiert Einnahmen von 7 Mio. CHF
- Diesen Einnahmen von 7 Mio. CHF stehen Kosten in Höhe von 35 Mio. CHF gegenüber
- 155 Bedienpunkte generieren einen jährlichen Verlust von 28 Mio. CHF
- Der Abbau von aktuell 128 Bedienpunkten bedingt eine Reduktion von ca. 200 Stellen
- Mindestens 50 Stellen sind bereits heute nicht besetzt
- Vorzeitige Pensionierungen sind in Abklärung
- Innerhalb SBB Cargo und SBB AG sind gewisse Alternativen vorhanden
- SBB Cargo rechnet aktuell mit maximal 100 betroffenen Personen

Die PeKo und die Sozialpartner sind bei der Umsetzung von allfälligen Stellenabbauten involviert und werden genausten darauf achten, dass die Umsetzung korrekt und möglichst sozialverträglich erfolgt.

 

 

 

SF Rundschau vom 06. Juni 2012

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Fr

08

Jun

2012

Ein Tram für St.Gallen bleibt eine Option für die Zukunft

2010 hat der Stadtrat von St.Gallen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben „um die längerfristige Option für ein schienengebundenes ÖV-System“, wie es im Richtplan vorgesehen ist, zu prüfen. Die Studie kommt zum Schluss; dass ein St.Galler Tram machbar ist, die Investitionskosten aber hoch sind. Als Generationenprojekt bleibt das St.Galler Tram eine Option für die Zukunft.

Vorläufig werden noch einige Zeit die Busse den St. Galler Bahnhofplatz dominieren....                                                                                                           Foto: Marcel Manhart

 

Ein St.Galler Tram ist technisch machbar. Lösbare Knackpunkte bestehen im Bereich Brühltor, Bahnhofplatz und Kreuzbleiche. Für die Infrastruktur eines St.Galler Trams sind Investitionskosten von knapp CHF 500 Mio. zu erwarten; zusätzlich müsste Rollmaterial für rund CHF 100 Mio. beschafft werden. Für die Realisierung eines St.Galler Trams wären grössere Beiträge von Bund und Kanton notwendig. Aufgrund der Erfahrung mit anderen Städten wäre für die Stadt jedoch mit einer Beteiligung an den Investitionskosten in der Grössenordnung von CHF 100 Mio. zu rechnen.

Dringender Handlungsbedarf für ein St.Galler Tram besteht derzeit nicht. Der nächste grosse Systementscheid bei den VBSG steht in etwa fünf bis sieben Jahren an. Bis dann können die VBSG ihre Kapazitäten mit der Beschaffung und dem Einsatz von weiteren Doppelgelenkbussen punktuell ausbauen; zum andern ist eine Taktverdichtung auf den Hauptlinien verkehrlich noch vertretbar. Für die Zukunft sollen aber alle Möglichkeiten offen gehalten werden.

In einer nächsten Phase wird es darum gehen, die nötigen Areale für Depot und Wendebereiche sowie die Flächen für Eigentrassierungen zu sichern. Parallel dazu gilt es nun den politischen Findungsprozess mit allen Beteiligten voran zu treiben.

 

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Do

07

Jun

2012

Die Weltrekord-Lok aus Bussnang von Stadler Rail für Brasilien

Die brasilianische MRS Logística und Stadler Rail feierten am 06. Juni 2012 gemeinsam die Enthüllung der mit Abstand grössten und stärksten Zahnradlok, die weltweit je gebaut wurde.

 

Für die Güterstrecke von São Paulo zum Hafen von Santos hat MRS bei Stadler sieben dieser Lokomotiven im Wert von rund CHF 60 Mio. (inkl. Reservematerial) bestellt. Die ersten zwei Fahrzeuge werden in den nächsten Wochen via Basel und Antwerpen nach Brasilien transportiert. Mit diesem Auftrag konnte Stadler Rail erneut ihre hohe Innovationskraft und ihre weltweit führende Stellung beim Bau von Zahnradfahrzeugen unter Beweis stellen.

Stolz nimmt  die MRS Delegation die Lok in Empfang                      Foto: Marcel Manhart                         

Die Delegation von MRS Logistica SA v.l.n.r. - from the left to the right:

Ronaldo José Costa - Locomotives Maintenance General Manager 

Manuel Neto - Electric Locomotives Maintenance Manager

Alessandro Nasser - Gerente Geral de Infraestrutura 

Mario Eiras Filho - Locomotives Project Coordinator

Ivo Antoniolli - Electric Locomotives Maintenance Coordinator

Mauricio Medaets - Locomotives Engineering Specialist

Marcio de Souza - Locomotives Maintenance Specialist

Thiago Cerucci - Rack and Rail Operations Coordinator 

                                                                                                        

 

Die sieben starken Zahnrad-Güterzugslokomotiven werden von der grossen brasilianischen Cargo-Unternehmung MRS Logística S.A. hauptsächlich für schwere Eisenerzzüge benötigt. Bei der Güterstrecke von Sao Paulo zum Hafen von Santos handelt es sich um eine 1600mm-Breitspurstrecke, die eine ca. 10 km lange, mit Zahnstangen (System Abt) ausgestattete Rampe aufweist. Mit 5’000 kW Leistung, 760 kN Anfahrzugkraft und einer Länge von fast 19 m pro Lok sind es die grössten und leistungsfähigsten Zahnradlokomotiven, die es je gegeben hat. Zwei dieser Loks in Doppeltraktion werden eine Anhängelast von max. 850 t auf den 104‰-Rampen befördern können, womit sie um 50% leistungsfähiger sind als die bisher eingesetzten Lokomotiven.

Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group, freut sich sehr über den erfolgreichen Bau dieser bisher einzigartigen Lokomotive: „Wir sind stolz darauf, die stärkste Zahnradlok der Welt gebaut zu haben. Dank unseres erfahrenen Engineering-Teams sind wir in der Lage, jedem Kunden massgeschneiderte Lösungen anzubieten“.

Die vierachsigen Lokomotiven besitzen zwei Drehgestelle. Diese verfügen über je zwei Zahnradgetriebeanlagen, welche auf die 3-lammellige Abt-Zahnstange eingreifen. Zur Unterstützung sind zwei separate Adhäsionsantriebe vorhanden, welche in der Steigung ca. 25% der Traktionskraft erbringen. Auf der mit 3kVDC elektrifizierten Strecke wird die moderne Traktionsausrüstung dank ihrer Rekuperationsfähigkeit auch eine massive Energieeinsparung ermöglichen.

 

 

World record locomotive from Stadler Rail Bussnang for Brazil

 

On 6 June 2012 Stadler Rail and the Brazilian company MRS Logística celebrate the unveiling of by far the largest and most powerful rack-and-pinion locomotive ever built. MRS ordered seven of these locomotives with a total value of around CHF 60 million (including reserve materials) from Stadler for the freight line from São Paulo to the Port of Santos. The first two vehicles will be transported to Brazil via Basel and Antwerp over the next few weeks. With this order, Stadler Rail has been able to demonstrate its innovative power and its leading global position in the construction of rack-and-pinion rail vehicles. 

The seven powerful rack-and-pinion freight locomotives are needed by the large Brazilian cargo company MRS Logística S.A. primarily for heavy iron ore trains. The freight line from Sao Paulo to the Port of Santos is a 1,600-millimetre broad-gauge track with an approximately 10-kilometre long ramp, which is fitted with the Abt rack system. With a power of 5,000 kW, 760 kN tractive force at starting and a length of almost 19 metres per locomotive, these are the largest and most powerful rack-and-pinion locomotives ever built. Two of these locomotives in double traction will have a towing capacity of maximum 850 tonnes on the 104‰ ramps, making them 50% more powerful than those currently in use.

Peter Spuhler, owner and CEO of Stadler Rail Group, is delighted with the successful construction of these unique locomotives: “We are proud to have built the world’s most powerful rack-and-pinion locomotive. Thanks to our experienced engineering team, we are in a position to offer every customer tailor-made solutions.”

The four-axle locomotives have two bogies, which in turn each have two pinion transmission systems engaging with the triple-lamella Abt rack. Support is provided by two separate adhesion transmission systems, which contribute about 25% of the traction as the train goes uphill. The regenerative ability of modern traction equipment also enables massive energy savings to be made on the 3 kV DC line.

 

 

 

 

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Mi

06

Jun

2012

Das Bahnmuseum Albula in Bergün ist jetzt geöffnet

Das Bahnmuseum Albula ist ein Ort für Familien und Bahnliebhaber. Es bietet sowohl Vermittlung und Information als auch Erlebnisse und Aktivitäten. Anhand multimedial inszenierter Räume, interaktiver Installationen, Klangräumen und Simulatoren sowie originaler Exponate vermittelt das Museum historische, kulturelle, wirtschaftliche und aktuelle Aspekte der spektakulärsten aller Schweizer Bahnstrecken, die Teil des UNESCO Welterbes ist.

Am 2. Juni 2012 war es soweit: Das Bahnmuseum Albula in Bergün öffnete seine Türen                                                                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Albulabahn: so aktuell wie eh und je

 

Die Albulabahn fasziniert nicht nur Bahnfreunde, sondern ist auch ein Paradebeispiel für technische und gesellschaftliche Entwicklungen. Diese Vorgänge und Zusammenhänge stellt die Dauerausstellung dar. Das beginnt bei der Alpenüberquerung – für Graubünden als Transitregion hatte der Reiseverkehr schon seit Jahrhunderten eine grosse Bedeutung. Bis die Albulabahn gebaut wurde, galt es viele Schwierigkeiten zu überwinden: die Auswirkungen der Eröffnung der Alpentransversalen in Österreich, Italien/Frankreich und des Gotthardtunnels, die Finanzierung, die Streckenführung in der alpinen Landschaft. Die Technik des Bahnbaus ist exemplarisch für die Errungenschaften vor über hundert Jahren: Tunnel- und Brückenbau, Geologie, Elektrifizierung.

 

Die Bahn wurde als eine Art «Gesamtkunstwerk» gebaut, von der Streckenführung über die Architektur der Stationsgebäude bis zu den Lawinenverbauungen. Unterhalt, Renovierung und Erneuerung stehen in engem Zusammenhang mit der Aufnahme der Bahnstrecke ins UNESCO Welterbe. Die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte sind auch heute noch ein Teil der Bahn: die Entwicklung des Fremdenverkehrs und der Hotellerie früher und heute. Die neuen Entwicklung im Verhalten der Feriengäste, in der Landwirtschaft, in der Politik und in der Finanzwirtschaft haben ihre Auswirkungen auf die Entwicklungen in den Regionen.

 

 

Ein Zeichen für Bergün und das obere Albulatal



Das Bahnmuseum Albula ist für den Ort Bergün und die Umgebung mit ihrem familienfreundlichen Tourismus ein Projekt mit Ausstrahlung. Andreas Dürst, Projektleiter und VRP der Bahnmuseum Albula AG: «Es hat unternehmerischen Mut gebraucht, das Projekt Bahnmuseum Albula anzugehen, denn die Investitionen belaufen sich immerhin auf knapp CHF 7 Mio. Heute sind wir sehr froh, dass wir diesen Mut aufgebracht haben. Dank grosszügigen Spenden von Privaten und Institutionen konnten wir in der strukturschwachen Region des oberen Albulatals Zeichen setzen: Bereits der Bau des Museums hat wichtige Mittel in die Region gebracht, denn, wo möglich, haben wir Aufträge an das lokale Gewerbe vergeben. Nun, da das Museum in Betrieb geht, wird es der Region, die bis zu 70 Prozent ihrer Wertschöpfung aus dem Tourismus generiert, helfen, die Prosperität nachhaltig zu steigern.»

 

 

Sammeln, Bewahren und Vermitteln



Das Bahnmuseum im ehemaligen Zeughaus beim Bahnhof Bergün bietet mit seinen multimedialen, illustrativen Inszenierungen und Animationen eine Vielzahl von Erlebnissen für Interessierte aller Art und jeden Alters. Pius Tschumi, Ausstellungsmacher der Firma Kunstumsetzung GmBh: «Ich vergleiche das Bahnmuseum etwa mit einem Volg-Laden: Es hat für jeden etwas – für den eiligen Besucher sind es die atmosphärischen Raumbilder der Dauerausstellung und die flüchtigen Bilder der Wechselausstellung, und für den Interessierten und langsamen Besucher hat es Material, um sich in die Materie zu vertiefen und sich einen ganzen Tag lang im Museum aufzuhalten. Es ist ein echtes Museum, das dem Sammeln, dem Bewahren und dem Vermitteln verpflichtet ist!»

Vom Bahnfan bis zur Schulklasse, im Bahnmuseum Albula finden die verschiedensten Interessens- und Altersgruppen ein spannendes Angebot.

 

Ein Museum voller Erlebnisse! - Highlights aus dem Bahnmuseum

 

Im Zentrum des Museums steht die Bahn. Unter anderem mit folgenden Inszenierungen:

- Das Rhätische Krokodil mit Fahrsimulator: Besucher können im Führerstand der historischen Lok

  mittels originaler Schalter und Hebel virtuell durch das Albulatal steuern.


- Bernhard Tarnutzers Bahnmodell als offene Werkstatt: Die Anlage in Spur 0 (Massstab 1:45)

  zeigt die Gebäude entlang der Albulalinie im Zustand der 1950er und 1960er Jahre. Tarnutzer ist

  häufig in einer offenen Werkstatt anzutreffen, wo er gerne Auskunft über den Bau der Anlage

  gibt.


- Der Topografiesimulator: Überlegungen zu Streckendistanz, Höhendistanz,

  Gesteinsbeschaffenheit, Lawinengefahr, Mindestradien in den Kurven, benötigte Leistung des

  Rollmaterials und Baukosten und so weiter werden anschaulich erläutert.


- Das Schaudepot: Das Schaudepot mit seinen über 600 Objekten ist sowohl Lager als auch

  Werkstatt und beinhaltet Sammlungsgut aus Rollmaterial, Gleisbau und Kommunikationstechnik –

  und ist ein Standort für Basteltreffs, Seminare und Workshops.

 

Stichworte zum Gesamtkonzept

 

Das Bahnmuseum vermittelt mit einem ganzheitlichen Ansatz auch die ganze Komplexität der Bahn, zum Beispiel:


- Geschichte: Graubünden als Transitregion, die Eröffnung der Alpentransversalen in Österreich,

  Frankreich und Italien sowie des Gotthardtunnels, das Ringen um eine Bündner Transitbahn


- Technik: Technischer Fortschritt, Elektrifizierung, Techniken des Tunnelbaus


- Gesellschaft: Die Fremdarbeiter im Tal, die Auswirkungen der Bahn auf die Wirtschaft


- Tourismus: Errungenschaften und Auswüchse des Fremdenverkehrs


- Kultur: Die Architektur der Stationsgebäude, die Entwicklung des Reisens in der Schweiz


- Moderne Entwicklungen: Tourismus, Entschleunigung, Landwirtschaft, Arbeitsplätze, regionale

  Urbanisierung.

 

Angebot für Kinder und Schulklassen


Für Kinder bietet das Museum eine spezielle Reise mit Erlebnispotenzial. Kinder können sich auf eine eigene Tour begeben – wenn sie wollen, in eigens für sie geschneiderten Bahnuniformen und mit Bähnlertasche. Spezielle Billettentwerter weisen ihnen den Weg. Sie erfahren zum Beispiel auf spielerische Weise, warum ein Viaduktbogen aus Stein elastisch ist und dadurch das Gewicht einer ganzen Eisenbahn tragen kann. Oder sie können testen, wie geschickt sie sind, wenn sie virtuell einen Zug bremsen. Ein weiteres Thema ist die Komplexität des Kursbuches und die Kinder können eine ganze Bahnfahrt planen.

Für Kinder und Schulklassen gibt es spezielle Führungen durch die Dauerausstellung. Je nach Schulprogramm wird der Fokus einer Führung durch fachkundige Begleiter anders gelegt, zum Beispiel wird ausführlich über die Elektrifizierung der Schweiz, welche von Hotelpionieren vorangetrieben wurde, berichtet. Für Schulklassen besteht zusätzlich die Möglichkeit von Workshops in Ateliersituation.

 

 

Kalka Shimla, die erste Wechselausstellung


Die erste Wechselausstellung im Bahnmuseum Albula stellt die Kalka Shimla Bergbahn in Nordindien vor. Diese Bergbahn ist auf vielen Ebenen vergleichbar mit der Albula- und Bernina-Strecke. Beide Bahnen wurden im Jahr 2008 als UNESCO Welterbe ausgezeichnet, beide überwinden auf spektakuläre Art Bergstrecken und werden als Alltagsbahnen von der Bevölkerung benutzt. Die Videokünstlerin Sonja Feldmeier war im Auftrag des Bahnmuseums in Indien unterwegs. Gemeinsam mit dem Fotografen Mark Niedermann hat sie zwischen Kalka und Shimla gefilmt und dabei viele Augenblicke, Stillleben und Aperçu festgehalten: Eine Affenfamilie die über den Bahnsteig zieht, ein alter Ballonverkäufer mit seiner bunten Ware, ein Bahnangestellter, der mit dem Pinsel pralle Jutesäcke beschriftet… Wie in einem Puzzle fügt Sonja Feldmeier verschiedene Videosequenzen zu einem Gesamtbild zusammen.

Bergün – ein idealer Standort für Ferien und Ausflüge


Das Bündnerdorf Bergün liegt nicht nur an der UNESCO-Bahnlinie, sondern auch am Weitwanderweg von Thusis nach Tirano, und am Bahnlehrpfad von Bergün nach Preda. Darüber hinaus bietet auch die unmittelbare Umgebung von Bergün eine Vielzahl von Naturerlebnissen. Mit dem Bahnmuseum erhält Bergün eine zusätzliche Attraktion, die sich ganz besonders auch als Schlechtwetteralternative und für Tagesausflüge anbietet. Stündliche Zugverbinden aus dem Unterland, von Davos und dem Oberengadin machen Bergün zu einem gut erreichbaren Ziel, und das Museum präsentiert das ganze Bahnuniversum im Kleinen – für Gross und Klein.

 

 

 

 

Bernhard Tarnutzer gibt gerne Auskunft über den Bau der Anlage Foto: Marcel Manhart

 

Bernhard Tarnutzer vor dem Original  "seiner Albulabahn"           Foto: Marcel Manhart

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Di

05

Jun

2012

Gotthardlinie nach Felssturz bei Gurtnellen mindestens 3 Tage unterbrochen

Wegen des neuerlichen Felssturzes heute Morgen kurz vor 9 Uhr bei Gurtnellen bleibt die Gotthard-Bahnlinie voraussichtlich während der nächsten drei Tage gesperrt. Drei Mitarbeitende einer privaten Firma wurden dabei verschüttet – zwei von ihnen sind verletzt, ein dritter wird noch vermisst. Für Reisen von und nach dem Süden muss mehr Zeit eingerechnet werden. Kunden aus den Räumen Basel, Olten, Aarau, Bern werden auf die Lötschberg–Simplon-Achse gelenkt; für Reisende aus den Räumen Zürich, Luzern stehen zwischen Flüelen und Göschenen Ersatzbusse im Einsatz. Die SBB hat unter der Nummer 0800 99 66 33 eine Gratis-Hotline aufgeschaltet.

Die Absturzstelle bei Gurtnellen                                              Foto: André Niederberger

 

Wegen des Felssturzes von heute Morgen bei Gurtnellen bleibt die Gotthardstrecke voraussichtlich mindestens drei Tage gesperrt. Das zwischen Gurtnellen und Zgraggen, unterhalb von “Heimigen” in der Gemeinde Gurtnellen, zu Tale gestürzte Felsmaterial im Umfang von mehreren Tausend Kubikmetern beeinträchtigte an der Absturzstelle die Gleisgeometrie, beschädigte mehrere Fahrleitungsmasten sowie eine Stützmauer. Drei Mitarbeiter einer Drittfirma, die im Absturzgebiet mit geologischen Arbeiten beauftragt war, wurden verschüttet. Zwei Mitarbeiter wurden dabei verletzt, ein dritter wird noch vermisst. Weitere Personen, Reisende oder SBB Mitarbeitende, wurden nicht verletzt.

Im Bereich der Absturzstelle waren zum Zeitpunkt des Felssturzes Bauarbeiten zur Felssicherung im Gange. Hinsichtlich der Sicherheit für die Bergungsmannschaften laufen zurzeit geologische Abklärungen. Im Einsatz stehen neben der Kantonspolizei Uri die Feuerwehr Gurtnellen, die Schadenwehr Gotthard, zwei Ambulanzen, ein Care-Team und die Rega.

 

Die Absturzstelle liegt am gleichen Ort, wo es bereits am 07. März 2012 einen Felssturz gegeben hat und anschliessend Sicherheitssprengungen durchgeführt wurden.

   
Reisenden aus den Räumen Basel, Olten, Aarau und Bern wird empfohlen, für Fahrten von und nach dem Süden die Lötschberg–Simplon-Achse zu benützen. Kundinnen und Kunden aus den Räumen Zürich und Luzern steigen zwischen Flüelen und Erstfeld auf die rund 15 im Einsatz stehenden Ersatzbusse um – sie müssen mit einer Reisezeitverlängerung von 60 bis 90 Minuten rechnen. Der Güterverkehr wird zurückgestellt und grossräumig umgeleitet.

Seit 9.45 Uhr hat die SBB eine Gratis-Hotline unter der Nummer 0800 99 66 33 aufgeschaltet. Auf allen grösseren Bahnhöfen der Nord–Süd-Achse sowie in Zürich und Luzern stehen Kundenbetreuer der SBB im Einsatz.

 

UPDATE von 14.30 Uhr

 

Kurz vor 9 Uhr stürzten heute Morgen 2000 bis 3000 Kubimeter Gestein und Geröll zu Tale. Der Felssturz von heute Morgen bei Gurtnellen ist grösser als derjenige vom 07. März dieses Jahres an der gleichen Stelle der Gotthard-Bahnlinie. Die heute abgebrochene Hangpartie liegt neben dem Abbruchhang vom März und ist rund 50 bis 70 Meter breit und etwa 80 Meter hoch.

 

Nach dem neuerlichen Felssturz bleibt die Gotthardstrecke mehrere Tage gesperrt. Voraussichtlich ab heute Abend wird der betroffene Hang mittels Geo-Radar überwacht, da der Abbruch von weiterem Erdreich droht. Erst wenn die Sicherheit vollständig gewährleistet ist, können die Bergungs- und Instandstellungsarbeiten in Angriff genommen werden. Beim Felssturz von heute Morgen wurden drei Mitarbeiter einer mit geologischen Arbeiten beauftragten Drittfirma verschüttet. Zwei Mitarbeiter wurden verletzt, ein dritter wird noch vermisst. Reisende oder SBB Mitarbeitende kamen nicht zu Schaden.

 

Beim Felssturz handelt es sich um ein Naturereignis, das nicht vorhersehbar war. Zu Tale stürzte jene Hangpartie, die an jenen Hang grenzt, bei dem im März dieses Jahres bereits mehrere Hundert Kubikmeter Fels abgebrochen waren. In der Folge wurden in diesem Hang kontrollierte Sprengungen vorgenommen und das lose Gestein entfernt.

 

 

Die aktuelle SBB-Bahnverkehrsinformation:



- Die Züge EC Zürich HB – Milano Centrale fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen aus
- Die Züge ICN Zürich HB – Lugano – Chiasso fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen aus.
- Die Züge ICN Basel SBB – Lugano fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen aus
- Die Züge IR Zürich HB/Basel SBB – Locarno fallen zwischen Erstfeld und Göschenen aus
- Die Züge S3 Luzern – Brunnen verkehren ausserordentlich bis Flüelen

   -   Es verkehren non-stop Ersatzbusse Flüelen – Göschenen

   -   Der Transport von Fahrrädern ist ausgeschlossen


- Reisende aus EC / ICN (Arth-Goldau) nach Flüelen – (Bellinzona – Milano Centrale)

  oder umgekehrt reisen via IR
- Reisende von Erstfeld nach Göschenen oder umgekehrt reisen via Auto AG Uri.
- Reisende von Basel SBB/Aarau/Olten nach Milano Centrale oder umgekehrt reisen via Bern –

  Brig – Simplon. Die Gesamtreisezeit verlängert sich um 60-90 Minuten.

 

 

 

 

Bericht SF Tagesschau vom 05. Juni 2012

 

 

Bericht SF "Schweiz aktuell" vom 05. Juni 2012

 

 

Berichte SF "10vor10" vom 05. Juni 2012

 

 

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Mo

04

Jun

2012

Stefan Wehinger verlässt die WESTbahn GmbH

Stefan Wehinger, der Chef der WESTbahn GmbH geht und gibt auch seine Beteiligung ab, es habe Auffassungsunterschiede mit Haselsteiner gegeben.

 

Bericht derStandard.at vom 04. Juni 2012 

Stefahn Wehinger in seiner WESTbahn                                          Foto: Marcel Manhart

 

Die Westbahn ist noch nicht in den Zielbahnhof eingefahren, für Stefan Wehinger ist die Reise dennoch zu Ende. Ende Juni wird er den ÖBB-Konkurrenten verlassen, den er mit Hans-Peter Haselsteiner als Financier aufgebaut hat. Auch seine knapp 26 Prozent ausmachende Beteiligung an der Westbahn wird Wehinger abstoßen. Insider rechnen damit, dass neben der Haselsteiner-Stiftung die französischen Staatsbahnen SNCF und die Augusta Holding Schweizer Investoren den Anteil aufgreifen werden.

Obwohl die Partner mit dem im Dezember erfolgten Markteintritt auf der Strecke Wien- Salzburg grosso modo zufrieden sein sollen, sei es in letzter Zeit häufig zu Diskrepanzen mit Wehinger gekommen. Vor allem dessen harte Gangart gegenüber der ÖBB, häufig vor Gericht ausgetragen, soll von Haselsteiner nicht goutiert worden sein.

Zu aggressiv

Wehinger sei "zu aggressiv" unterwegs gewesen, ist aus dem Aufsichtsrat der Westbahn-Mutter Rail Holding zu hören. Zudem soll der Baulöwe Schwierigkeiten damit gehabt haben, dass sich Wehinger als Koaktionär und somit als gleichwertiger Partner gesehen habe. HPH, wie Haselsteiner intern genannt wird, habe dabei gern auf die von ihm bereitgestellte Finanzkraft verwiesen.

Mit der ÖBB hat Wehinger tatsächlich einige Sträusse ausgefochten. So wurden die Staatsbahn vom privaten Kontrahenten wegen angeblicher Dumpingpreise geklagt. Die seien schliesslich auch die Ursache dafür, dass die Umsätze bisher 20 Prozent unter Plan, die Passagierzahlen hingegen über Budget lägen, wie es aus dem Unternehmen heißt.

Expandiert ist die Gruppe zuletzt im Busbereich, in dem man ein Gemeinschaftsunternehmen mit Blaguss betreibt. Nach Strecken innerhalb Österreichs wurden kürzlich Linien von Wien nach Prag, Bratislava, Budapest und Zagreb angekündigt.

Ein Sprecher der WESTbahn weiss übrigens nach eigenen Angaben nichts vom nahenden Abgang seines Chefs. Auch über eine kolportierte Eigenkapitalspritze sei ihm nichts bekannt.

 

(as, DER STANDARD, 5.6.2012) 

 

 

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So

03

Jun

2012

Rollen Fahrzeuge bald gratis durch den Vereinatunnel?

Das Nationalstrassennetz soll grösser werden und auch die Strecke des Autoverlads Vereina soll zu den Nationalstrassen zählen. Das zumindest will der Nationalrat und hat am vergangenen Donnerstag einen Antrag des CVP-Parlamentariers Martin Candinas mit 91:74 Stimmen gutgeheissen. Damit hat der Nationalrat hat entschieden, die Vereinalinie auf die Liste der Nationalstrassen zu setzen. Die Tunnelfahrt ins Unterengadin wird damit kostenlos – sofern auch der Ständerat noch grünes Licht gibt könnten Autofahrer mit einer gültigen Autovignette künftig den Tunnel gratis passieren.   

 

Bericht Südostschweiz vom 02. Juni 2012

RhB Autoverlad am Vereina in Klosters/Selfranga                        Foto: Marcel Manhart

 

 

Das Nationalstrassennetz wird um 376 Kilometer grösser. Der Nationalrat hat den Vorschlägen des Bundesrats ohne Abstriche zugestimmt und zusätzlich – unter anderem – den Autoverlad am Vereina berücksichtigt. Verkehrsministerin Doris Leuthard hatte sich gegen dieses Ansinnen gewehrt.

Die Koalition aus links-grünen Parlamentariern und Vertretern aus der betroffenen Bergregion setzte sich jedoch nach einem Antrag des Bündner CVP-Nationalrats Martin Candinas mit 91:74 Stimmen durch. Alle übrigen Anträge, das Nationalstrassennetz zu erweitern, hatten keine Chancen. Das Geschäft geht nun an den Ständerat.

Entlastung für RhB

Candinas, der sich durch den Entscheid eine finanzielle Entlastung der Rhätischen Bahn erhofft, begründete seinen Minderheitsantrag damit, dass bereits die Zufahrt zum Vereinatunnel, die Prättigauerstrasse, Teil des Nationalstrassennetzes sei: «Auf dem Weg ins Engadin gibt es keine ÖV-Schnellstrecke als Alternative. Einheimische und Touristen sind, vor allem im Winter, auf eine Strassenanbindung angewiesen.»

Letztlich gehe es um die Anbindung einer der wichtigsten touristischen Regionen der Schweiz ans Nationalstrassennetz: «Ohne diese Ergänzung ist der nordöstliche Teil des Kantons, das Engadin, bald der grösste weisse Fleck auf der Landkarte des Nationalstrassennetzes», sagte der CVP-Abgeordnete im Parlament. Der Autoverlad am Vereina sei von nationaler Bedeutung, gehöre das Engadin doch zu den national und international bekanntesten Tourismusdestinationen.

 

Erfreut über klares Ergebnis

Candinas zeigte sich erfreut über die Zustimmung des Rats und vor allem auch über das klare Ergebnis. Er hofft, dass nun auch der Ständerat seinem Anliegen zustimmt. Dann wäre neu der Bund für die Finanzierung des Autoverlads zuständig, und dies würde die Rhätische Bahn unter dem Strich entlasten, zumal in absehbarer Zeit verschiedene Investitionen ins Rollmaterial anstehen, wie das «Bündner Tagblatt» in seiner Ausgabe vom Freitag berichtete.

 

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Sa

02

Jun

2012

Charter- und Erlebnisfahrten: SBB Historic lässt den legendären TEE neu aufleben

Für viele Bahnkenner ist es der Traumzug schlechthin, und wer ihn sieht, gerät ins Schwärmen. Der elegante Trans-Europ-Express – kurz TEE – stand ab den frühen 1960er Jahren im internationalen Einsatz und verkörperte Reiselust und Luxus wie kaum je ein anderes Verkehrsmittel. SBB Historic hat den Elektrotriebzug für 1,5 Millionen Franken überholen lassen. Jetzt steht der TEE wieder für Charter- und Erlebnisfahrten zur Verfügung.

Der TEE II RAe 1053 ist bereit für Charterfahrten                          Foto: Marcel Manhart

 

Heute führte HAG-Reisen seine alljährliche HAG-Exklusivfahrt mit dem SBB Historic TEE RAe TEE II 1053 von St. Gallen via Bern nach Vevey und zurück via Biel durch. Die Teilnehmer unternahmen von Vevey aus einen Ausflug zur Chemin de Fer-Musée Blonay-Chamby.

 

Wegen technischer Probleme hatte der TEE im März 2010 aus dem Verkehr genommen werden müssen – fast fünfzig Jahre nach der Inbetriebnahme des ersten Elektrotriebzugs der entsprechenden Baureihe SBB RAe TEE II. Die elektrische Traktionsausrüstung des Maschinenwagens musste grundlegend überholt werden. Gleichzeitig wurden alle zwölf Drehgestelle der Zugkomposition mit Ultraschall auf ihren Zustand überprüft und revidiert. Die Zeit der technischen Arbeiten wurde aber auch genutzt, um das stilvolle Interieur des legendären TEE aufzufrischen. Nach Abschluss der Arbeiten im Umfang von insgesamt 1,5 Mio. Franken – sie wurden im Auftrag von SBB Historic durch die Schweizerische Südostbahn AG und die Stadler Rail AG ausgeführt – vereint der Luxuszug heute die klassische Technik aus den sechziger Jahren mit neuester elektronischer Technologie und verbindet Nostalgie mit nachhaltiger Zuverlässigkeit im Betrieb.

TEE setzte europaweit neue Massstäbe

Die ab 1961 im internationalen Personenverkehr eingesetzten TEE-Züge setzten Massstäbe bezüglich Technik und Komfort. Sie waren für vier Stromsysteme ausgelegt, was sie universell in Europa einsetzbar machte. So war es möglich, im internationalen Verkehr ohne grössere Umstände und ohne jeweiligem Wechsel der Lokomotive Landesgrenzen zu passieren und entsprechend die Reisezeiten zu verkürzen. Insgesamt verkehrten fünf TEE-Kompositionen der Baureihe SBB RAe TEE II auf dem europäischen Schienennetz. Die Züge standen während fast vierzig Jahren im fahrplanmässigen Einsatz – ab 1988 fuhren sie in veränderter Aufmachung als EuroCity –, bis sie 1999 aus dem fahrplanmässigen Verkehr gezogen wurden.

SBB Historic übernahm darauf die am besten erhaltene Komposition – den RAe TEE II 1053 – und setzte den Zug im Freizeitverkehr ein.

 

Charter- und Erlebnisfahrten
Nach Abschluss der Revisionsarbeiten im Mai 2012 steht das Paradeexemplar aller historischen Schweizer Züge jetzt wieder bereit, um auf Charter- und Erlebnisfahrten die Fahrgäste mit Luxus zu verwöhnen: Die insgesamt 210 Sitzplätze der 1. Klasse – eine andere gibt es nicht in diesem Zug – sind äusserst grosszügig bemessen und bequem. Der Speisewagen ist bestens ausgerüstet für die anspruchsvolle Kundschaft, und auch die stilvolle Bar oder der mit einem Piano versehene Wagen vermögen höchsten Erwartungen zu genügen. Früher wie auch heute spricht der TEE Technikbegeisterte ebenso an wie Lebenskünstler, Reiselustige ebenso wie Nostalgiker, erlebnishungrige Junge ebenso wie bestandene ältere Semester, die in Erinnerung schwelgen. Gesellschaften, Firmen und Vereine können den TEE bei SBB Historic für eine Erlebnisfahrt mieten und sich das passende Reiseprogramm individuell zusammenstellen lassen.

SBB Historic: Stiftung Historisches Erbe der SBB
SBB Historic arbeitet seit 2001 im Auftrag der SBB und ist verantwortlich für das historische Erbe der Schweizer Bahn. Zweck der Stiftung ist das Sammeln, Erhalten, Konservieren, Dokumentieren und Archivieren von Zeitzeugen der Schweizer Bahngeschichte. SBB Historic umfasst die drei Bereiche Archive, Sammlungen/Bibliothek und Rollmaterial. Eine wesentliche Aufgabe der Stiftung ist es, die wertvollen Zeugnisse der Schweizer Bahn-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Bevölkerung und der Wissenschaft zugänglich zu machen.

 

Film von Romain Bezençon:

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Fr

01

Jun

2012

Die neue Brücke über den Rhein bei Lustenau nimmt Gestalt an

Die neue ÖBB-Brücke über den Rhein zwischen Lustenau und St. Margrethen lässt inzwischen ihre endgültige Gestalt erahnen. Während der vergangenen Tage wurde das Gerüst für die eleganten Brückenbogen aufgerichtet. Die neue Strecke zwischen St. Margrethen und Lauterach soll bis in etwa einem Jahr für die Züge befahrbar sein.

 

Bericht auf Vorarlberg Online 

Die sich im Bau befindende Brücke                                               Foto: David Schiesser

 

Die Brückenbauspezialisten sind derzeit wieder besonders aktiv. Die 102m lange Bogenbrücke wird zwischen den beiden eingehausten Teilen über dem Rheinvorland aufgerichtet. Die durchdachte Konstruktion soll laut Angaben der ÖBB den Anrainern künftig optimalen Lärm- und Erschütterungsschutz bieten. Die Brückenkonstruktion in Trogbauweise mit dem Einbau von Unterschottermatten und Lärmschutzelementen verringert die Erschütterungs- und Lärmbelastung enorm.

Mit dem Brückenbau wurde im November 2010 begonnen, in einem Jahr soll die Strecke fertiggestellt sein. Zusätzlich zur Rheinbrücke sind auf Vorarlberger und Schweizer Seite weitere sieben Brückenbauwerke erforderlich. Unter anderem wird derzeit an der neuen Brücke über die Schweizer Autobahn bei St. Margrethen gebaut.

Ökologische Begleitmassnahmen
Die ÖBB setzen bei dem umfangreichen Projekt auch ökologische Begleitmaßnahmen um. So werden Störfallbecken errichtet. Sie sollen verschmutztes Oberflächenwasser aufnehmen. Anden Bahndämmen entlang des Rheins wird auf speziellen Substratmischungen eine Magerrasenmischung ausgesät. Beim Rheintalbinnenkanal nehmen die Bauarbeiten Rücksicht auf die Laichzeit der Äschen. Zudem erfolgt die Gestaltung der Brücken-Unterkonstruktion so, dass sich auch Feldermäuse dort wohlfühlen können.

 

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