Archiv der Beiträge vom Juli 2013

 

 

 

 

So

28

Jul

2013

PKW-Rückgang in Wien - Autofahren kostet 15-mal mehr

Bei der Wahl des Verkehrsmittels spielt neben einem guten Angebot vor allem der Preis eine wichtige Rolle. Während Jahreskartenbesitzer um nur 1 Euro pro Tag in Wien unterwegs sind, schlägt ein durchschnittlicher PKW bei einer jährlichen Fahrtleistung von 10.000 km und einem Verbrauch von rund 5 Liter pro 100 km inklusive aller weiteren Kosten und Abgaben (Wertverlust, Versicherung, Wartung und Parkpickerl) pro Jahr mit rund 5.400 Euro zu Buche. Damit kostet das Auto täglich 15 Mal mehr als die Jahreskarte der Wiener Linien.

Öffi-Nutzer sparen rund 5.000 Euro pro Jahr                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

Aber nicht nur für den Einzelnen lohnt sich der Umstieg auf die Öffis: Selbst eine vierköpfige Familie spart sich viel Geld, wenn das Auto gegen U-Bahn, Bim und Bus getauscht wird. Denn mit zwei Jahreskarten und zwei Top-Jugendtickets bleiben der Familie pro Jahr rund 4.500 Euro mehr im Geldbörserl.

 

 

Rückgang bei PKW-Besitz, Öffis profitieren

 

In Wien werden immer weniger Wege mit dem Auto zurückgelegt und auch die Anzahl der PKW in der Stadt ist rückläufig. Laut Statistik Austria kommen in Wien auf 1.000 Einwohner durchschnittlich 506 Kraftfahrzeuge – in 16 der 23 Wiener Bezirke liegt die Zahl sogar unter 400 PKW. „Immer mehr Menschen entscheiden sich für die Öffis. 538.000 Jahreskartenbesitzer zählen mittlerweile auf die sichere, schnelle und günstige Art der Fortbewegung in Wien“, sieht Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer die Öffentlichen Verkehrsmittel klar im Vorteil. Binnen eines Jahres konnten die Wiener Linien rund 150.000 Jahreskarten-Neukunden begrüssen.

 

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Sa

27

Jul

2013

Der Verband öffentlicher Verkehr skizziert die Zukunft des regionalen Personenverkehrs in der Schweiz

Der regionale Personenverkehr ist eine Erfolgsgeschichte. Alleine mit ihm unternehmen die Passagiere täglich zwei Millionen Fahrten. Tendenz stark steigend. Das ist mehr als erfreulich, bringt aber eine ganze Reihe von Herausforderungen mit sich. Daher zeigt der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) in einem Positionspapier auf, wie und durch wen diese zu meistern sind.

Regionalzug und Regionalbusse in Pfäffikon SZ                              Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Transportunternehmen müssen ihr Angebot laufend ausbauen, um die steigende Nachfrage bewältigen zu können. Jeder Ausbau des Angebotes bringt Mehrkosten mit sich. Und diese können die Transportunternehmen nicht gänzlich durch Effizienzsteigerungen auffangen.

 

Das VöV-Positionspapier zur Zukunft des regionalen Personenverkehrs zeigt auf, dass die Transportunternehmen als verlässliche Partner für einen kundenorientierten, nachhaltig finanzierbaren Regionalverkehr einstehen und dafür ihr Geschäft laufend weiter optimieren.

Die Transportunternehmen benötigen aber auch einen stringent geführten und abgestimmten Finanzplan- und Bestellprozess und sind darauf angewiesen, dass die Besteller den aus Investitions- und Betriebsfolgekosten resultierenden Abgeltungsbedarf frühzeitig anerkennen und in ihre Finanzplanung aufnehmen.

 

Die Herausforderungen im Regionalverkehr sind nur zu bewältigen, wenn das Bundesamt für Verkehr, die Kantone und die öV-Branche gemeinsam nach Lösungen suchen und auch solche finden. Der VöV und die TU sind zu dieser Zusammenarbeit bereit und stellen sich dabei eine eigentliche «Task Force» aus den Beteiligten vor, welche die anstehenden Herausforderungen zügig angeht.

 

Die Zukunft des regionalen Personenverkehrs
Regionaler_Personenverkehr_07_2013_d.pdf
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Fr

26

Jul

2013

Nordrampe der Tauernbahn wird zwei Wochen gesperrt

Wegen der Bauarbeiten zur Modernisierung der Tauernbahn wird die Nordrampe der Eisenbahnstrecke im Pongau von 04. August 2013 bis und mit 18. August 2013 zwischen Böckstein und Schwarzach-St. Veit für den Zugverkehr gesperrt. Wie die ÖBB heute informierten, wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Es kommt zu umfangreichen Fahrplanabweichungen im Fernreiseverkehr.

Bad Gastein an der Tauernbahn Nordrampe                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

Der zweigleisige Vollausbau der Tauernbahn-Südrampe wurde vor vier Jahren fertiggestellt. Nun werden in den nächsten Monaten rund 15,5 Millionen Euro  in die Modernisierung der Nordrampe investiert. Die Arbeiten im Gasteinertal laufen im August 2013 auf Hochtouren: Der Bahnhof Bad Gastein bekommt ein neues, elektronisches Stellwerk. Bei Klammstein wird das 110 Jahre alte Brückentragewerk abgetragen und die rund 140 Tonnen schwere, neue Stahlbrücke am 06. August 2013 eingebaut. Zudem werden zwischen Bad Gastein und Böckstein "die Gleise umfangreich verbessert", schilderte Regionalleiter Helmut Windhager von der ÖBB-Infrastruktur AG.

 

 

Zehn Stellen gleichzeitig modernisiert

 

"Während der Sperre wird an insgesamt zehn Stellen gleichzeitig gearbeitet", sagte Windhager. Es werden auch Stützmauern saniert und für den Lärmschutz vorbereitet, der für 2014 geplant ist.

 

Die zwei Wochen dauernde Sperre wirkt sich auf den Zugverkehr aus. Laut den ÖBB fahren alle Fernreiszüge von Klagenfurt in Richtung Salzburg um bis zu 17 Minuten früher ab als sonst. Deshalb könnten die regionale Anschlüsse vor allem in Klagenfurt und Villach nicht garantiert werden.

 

Alle Nachtreisezüge werden über das Selzthal umgeleitet, dabei ist mit einer Verspätung von rund 120 Minuten zu rechnen. An einzelnen Tagen werden die Nachtreisezüge von bzw. nach Graz/Beograd zusätzlich über Salzburg und Deutschland nach Innsbruck umgeleitet. Eine Folge daraus ist, dass die Halte zwischen Bischofshofen und Wörgl via Zell am See entfallen. Die ÖBB bitten die Fahrgäste um Verständnis.

 

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Do

25

Jul

2013

SBB-Pannenserie: Bund prüft nun Passagier-Entschädigung

In der EU sind die Bahnen per Gesetz verpflichtet, ihren Passagieren bei grossen Störungen im Netz bis zur Hälfte des Billettpreises zurück zu erstatten. Das Bundesamt für Verkehr prüft nun, ob dieses System in der Schweiz auch eingeführt werden soll.

 

Bericht in der Aargauer Zeitung vom 24. Juli 2013

Nicht  nur  die  Fallblattanzeigen  sind  in  Zürich  etwas  durcheinander  geraten,  der Fahrplan  ebenfalls....                                                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

Wenn in einem der Eu-Länder grössere Pannen im Bahnnetz Störungen verursachen, sind die Bahnbetreiber verpflichtet bis zur Hälfte der Reisekosten zurückzuzahlen.

 

Das ist bei der SBB nicht der Fall. Passagiere, die letzte Woche mehr als eineinhalb Stunden in einem Bahntunnel ohne Strom ausharren mussten, wurden mit einem 5-Franken-Gutschein abgespeist. Das Bundesamt für Verkehr prüft nun, ob das EU-Entschädigungs-System auch in der Schweiz eingeführt werden soll. Das berichtet die TV-Sendung «10vor10».

 

 

SBB gesteht Fehler ein

 

Ein Unfall mit einem Schienenkran, Kabelbrände letzte Woche, eine grosse Betriebsstörung auch am Montag. Die Pannenserie bei der SBB scheint nicht aufzuhören.

 

Letzten Donnerstag mussten die Passagiere einer S-Bahn im Zürichbergtunnel eineinhalb Stunden ohne Strom ausharren, bis der Zug schliesslich abgeschleppt wurde.

 

Als Trost verteilten Kundenbetreuer 5-Franken-Gutscheine, einlösbar nur bei der SBB. «Da waren wir sicher zu knausrig», gesteht SBB-Sprecherin Lea Meyer gegenüber «10vor10» nun ein. «Wir müssen noch einmal über die Bücher gehen und anschauen, wie wir auch Leute, die mehrmals von einer Störung betroffen sind, entschädigen können».

 

 

Pro Bahn: «Wirklich mickrig»

 

Die Bahnkundenorganisation Pro Bahn fordert nun angemessene Entschädigungen, auch im Regionalverkehr. «5 Franken genügen wirklich nicht», empört sich Kurt Schreiber, Präsident von Pro Bahn. «Das ist wirklich mickrig, es müsste mindestens 20 Franken geben».

 

 

Strenge Regeln in der EU

 

In den EU-Ländern sind die Bahnunternehmen per Gesetz verpflichtet, Entschädigungen an ihre Passagiere zu bezahlen, und zwar in bar. Ab einer Stunde Verspätung gibt es mindestens einen Viertel des Ticketpreises zurück. Ab zwei Stunden Verspätung müssen die Bahnunternehmen mindestens die Hälfe zurückerstatten.

 

In vielen EU-Ländern gibt es darüber hinaus auch im Nahverkehr Entschädigungen. Im regionalen Nachtverkehr zum Beispiel bezahlt die Deutsche Bahn ab einer Stunde Verspätung bis zu 80 Euro.

 

 

BAV prüft Anpassung an EU

 

Das Bundesamt für Verkehr will bis im Oktober nun prüfen, ob die EU-Richtlinien auch auf Schweizer Bahnunternehmen angewendet werden sollen.

 

«Es ist klar, dass Bahnpassagiere, die eineinhalb Stunden lang in einem Tunnel stehen, den Anspruch und das Gefühl haben, sie müssten entschädigt werden», sagt BAV-Sprecher Andreas Windlinger. «Wir prüfen jetzt, in welcher Form die Fahrgastrecht-Vorschriften der EU ins Schweizerische Recht übernommen werden könnten».

 

Die SBB macht's mit Gutscheinen

 

Die SBB betont, man zeige sich schon heute kulant, obwohl es keine rechtlichen Grundlagen für Entschädigungen von Bahnpassagieren gibt. Im Fernverkehr würden bei über einer Stunde Verspätung 10-Franken-Gutscheine verteilt, in der ersten Klasse 15-Franken-Gutscheine.

 

Anders im Regionalverkehr. «Es ist schwierig, herauszufinden, welche Leute auf dem Zug waren, weil wir keine Zugbegleiter haben». Bei grösseren Pannen würden die Fahrgastinformations-Beauftragten mit 5-Franken-Gutscheinen «aufmunitioniert» und diese Gutscheine würden grosszügig verteilt.

 

Für Pro Bahn reicht das bei weitem nicht. Der Kunde dürfte eine richtige Entschädigung erwarten, gleich ob Nah- oder Fernverkehr. «Ob ich jetzt von Dübendorf nach Zürich oder bis Genf fahre - ich habe Anrecht auf die gleiche Behandlung», fordert Pro Bahn-Präsident Schreiber.

 

 

 

 

Bericht SRF "10vor10" vom 24. Juli 2013

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Mi

24

Jul

2013

ÖBB: Seit 2006 um 27 Prozent weniger CO2 Emissionen

• Schienenverkehrsleistungen sparen im Jahr rund 3 Mio. Tonnen CO2 ein
• Umweltbundesamt belegt: Bahn klimafreundlichstes Verkehrsmittel

 

Die neuesten Berechnungen des Umweltbundesamtes belegen klar:

Die Bahn ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel Österreichs, und sie baut diese Position Jahr für Jahr aus: 2012 sind im Vergleich zum Jahr davor die gesamten Treibhaus- gasemissionen des ÖBB-Verkehrssektors um weitere 4,2 Prozent auf 387.405 Tonnen – gesunken. Im Vergleich zu 2006 haben die ÖBB im vergangenen Jahr 21 Millionen Fahrgäste mehr befördert und trotzdem ihre Treibhausgas- emissionen um 27 Prozent – oder rund 148.000 Tonnen CO2 – reduziert. Dieses Volumen entspricht einwohnerbezogen grob dem derzeit jährlichen CO2-Ausstoß des gesamten ersten Wiener Gemeindebezirks. Diese Einsparung ist unter anderem aufgrund von Effizienzsteigerungen, dem Einsatz klimafreundlicher Techniken (z.B. Rückspeisebremse bei der „Taurus“-Lok und beim Triebwagen „Talent“) sowie energie- bzw. spritsparender Fahrweise der ÖBB-Lokführer und Postbuslenker möglich.

Die Bahn ist das klimafreundlichste Verkehrsmittel                        Foto: Marcel Manhart

 

 

„Würden unsere Verkehrsleistungen, die wir im Personen- und Güterverkehr erbringen, ersatzweise auf der Straße durchgeführt, würde das für Österreich pro Jahr rund 3 Millionen Tonnen an zusätzlichen CO2-Emissionen bedeuten“, so Franz Seiser, Vorstand ÖBB-Holding AG.

 

Umgerechnet ersparen die Schienenverkehrsleistungen der ÖBB den Menschen in Österreich eine zusätzliche Straßenverkehrsbelastung von rund 191 Millionen PKW-Fahrten und rund 2,2 Millionen LKW-Fahrten pro Jahr1. Die ÖBB leisten damit einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz in unserem Land.

 

 

Bahn 12mal klimafreundlicher als PKW, 15mal klimafreundlicher als Flugzeug

 

„Nur wenn die Menschen gut informiert sind, können sie bewusst aus den unterschiedlichen Verkehrsmitteln wählen. Wer klimafreundlich und zeitsparend unterwegs sein möchte, fährt mit der Bahn“, so Herbert Minarik, ÖBB-Nachhaltigkeitskoordinator.

 

Die Treibhausgasberechnungen des Umweltbundesamtes für 2012 ergeben weiterhin große CO2-Vorteile der ÖBB gegenüber anderen Verkehrsmitteln (berechnet wurden durchschnittliche Auslastungen):


• Im Personenverkehr auf der Schiene emittieren die ÖBB im Durchschnitt bezogen auf den Personenkilometer um rund 12mal weniger CO2-Emissionen als ein PKW und um rund 15mal weniger als ein Flugzeug.


• Auch die CO2-Vorteile der ÖBB-Postbusflotte können sich sehen lassen. Der CO2-Vergleichsfaktor gegenüber dem PKW liegt hier bei 1:2,3. Das heißt, ein durchschnittlicher PKW verursacht je Personenkilometer etwas mehr als das Doppelte an CO2-Emissionen als ein ÖBB-Postbus.

 

• Der CO2-Unterschied im Güterverkehr ist noch höher. Jede Tonne, die mit dem ÖBB-Güterverkehr auf der Schiene transportiert wird, emittiert um rd. 18mal weniger CO2-Emissionen als der Gütertransport mit einem durchschnittlichen LKW.

 

 

92 Prozent des Fahrstroms aus erneuerbaren Energieträgern

 

Hauptsächlich ausschlaggebend für die CO2-Vorteile des ÖBB Schienenverkehrs ist der eingesetzte Strommix für den Betrieb der Züge:

 

„Die ÖBB liegen mit ihrem hohen Anteil an erneuerbarer Energie im Spitzenfeld der europäischen Bahnen. Rund 92 Prozent des Fahrstroms unserer Züge stammen aus erneuerbaren Energieträgern“, bekräftigt Vorstand Franz Seiser.

 

Etwa 90 Prozent werden aus Wasserkraft, 2 Prozent aus sonstigen erneuerbaren Energieträgern erzeugt. Zusätzlich wurden 2012 noch 8 Prozent des Traktionsstrombedarfs aus Erdgas produziert.

 

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Mo

22

Jul

2013

Alle 40 SBB-Familienwagen sind umgebaut: Jetzt sind die Kinder am Zug

Ab heute findet bei der SBB eine Kinderwoche statt. 40 Intercity-Doppelstockwagen wurden mit dem Familienabteil «Ticki Park» ausgerüstet. Zum Anlass wurden von Kindern Bahnhofschilder umgestaltet und Zugsdurchsagen neu aufgenommen. In den fünf Bahnhöfen Zürich, Basel, Luzern, Chur und Lausanne findet am Mittwoch, 24. Juli 2013 ein Spielnachmittag für Kinder statt.

 

Autorinnen sind Lea Röthlisberger (13) und Lena Berchtold (12), beide sind Mitglieder des SBB-Kinderclubs Magic Ticket.

Die  Intercity-Doppelstockwagen  sind  von  aussen gut  als Familenwagen  erkennbar                                                                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

Das Motto ab heute lautet: «Jetzt sind die Kinder am Zug.» Die SBB lässt für eine Woche die Kinder sprechen. Sie sind die Kundinnen und Kunden von morgen. Zugdurchsagen werden auf den Strecken St. Gallen–Genf und Basel–Chur von Kindern gesprochen. In Zürich, Bern, Genf, Lausanne, Chur, St. Gallen, Basel, Brig, Luzern und Lugano sind die Bahnhofsschilder mit Kinderzeichnungen überklebt. Am Spielnachmittag am 24. Juli können Kinder aus der ganzen Schweiz viele tolle Sachen machen. Es stehen eine grosse Hüpfburg, ein lebensgrosses Leiterlispiel, eine grosse Malfläche zum Bemalen bereit. Die Spielnachmittage dauern von 13.00 bis 16.30 Uhr. Alle Interessierten können vorbeikommen, eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

 

Familienwagen in neuem Kleid

 

Seit 2010 wurden 40 Familienwagen im SBB-Industriewerk Olten umgebaut. Zur Feier des Abschlusses der Arbeiten lässt die SBB diese Woche Kinder sprechen. Der Familienwagen hat im oberen Teil ein Spielplatz im Dschungellook mit lustigen Spielgeräten wie Rutschbahn, Hängebrücke und einem Boot sowie Höhlen zum Verstecken. Er verkehrt zwischen Genf–St.Gallen, Basel–Chur, Basel–Interlaken Ost, Basel–Brig und Romanshorn–Brig.

 

 

Zehn neue Familienangebote

 

Noch bis am 18. August 2013 bietet die SBB 50 Prozent Rabatt auf zehn ausgewählte Ausflüge – zum Beispiel in die Wellness-Welt Sole Uno in Rheinfelden, ins Verkehrshaus der Schweiz in Luzern oder ins Papiliorama in Kerzers. Diese Angebote mit 50 Prozent Rabatt sind nur online erhältlich.

 

 

Magic Ticket – der Kinderclub der SBB

 

Magic Ticket ist der Kinderclub der SBB für alle zwischen 6 und 12 Jahren. Bei Magic Ticket gibt es Ausflugstipps, bevorstehende Abenteuer, Bahngeschichten, Musik, Rezepte, Online-Games und Wettbewerbe.

 

Zugdurchsage IC St. Gallen - Genève-Aéroport
A_SG_zue.mp3
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So

21

Jul

2013

Test: Wiener Linien schicken Energiespar-Tram auf die Strecke

Prototyp zur Energieeinsparung bei Straßenbahnen im Einsatz

 

Die Wiener Linien schicken nach ersten Testphasen im Klima-Wind-Kanal von RTA Rail Tec Arsenal und im Fahrgastbetrieb nun einen Test-Prototyp im Rahmen des „EcoTram“-Projekts erneut auf die Strecke, um die bereits gewonnenen Erkenntnisse weiter zu verfeinern. Die Strassenbahn ist vorerst auf der Linie 62 bis ca. Ende März 2014 im Einsatz und durch die Seitenbeklebung „EcoTram“ auch sichtbar für die Fahrgäste auf der Strecke unterwegs.

EcoTram im Klima-Wind-Kanal                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

Seit 2009 arbeiten die Wiener Linien gemeinsam mit zahlreichen Partnerunternehmen an dem vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekt „EcoTram“, um Sparpotenziale bei Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen von Niederflurstraßenbahnen festzustellen. Dabei soll Energiesparen und Komfortsteigerung für Fahrgäste miteinander verbunden werden.

 

In der ersten Projektphase wurde eine ULF-Straßenbahn mit zahlreichen Sensoren ausgestattet und im Klima-Wind-Kanal und anschließend im Linienbetrieb unter verschiedenen Bedingungen getestet, um so wichtige Daten hinsichtlich des Energieverbrauchs zu sammeln. Anschließend wurden Maßnahmen zur Effizienz- und Komfortsteigerung entwickelt und nun in einem Prototyp eingebaut. Diese Maßnahmen wurden in den vergangenen Wochen im Klima-Wind-Kanal getestet und sollen nun auch erstmals im Fahrgastbetrieb zum Einsatz kommen.

 

 

Massnahmenpaket zu Tests im Fahrgastbetrieb

 

Bei der Test-Bim kommt nun eine Wärmepumpe zum Einsatz, die durch die Nutzung der Umgebungswärme und -kälte energiesparendes Heizen und Kühlen ermöglichen soll. Ein eingebautes System lässt die Straßenbahn zudem vorausschauend handeln. Mittels bereits gesammelter Erfahrungswerte aus den vorangegangenen Tests kühlt und heizt das System das Fahrzeug nun vorsorglich hinsichtlich der zu erwartenden Anzahl an Fahrgästen sowie der Umweltgegebenheiten. Eine spezielle Beklebung der Seitenscheiben vermindert zudem die Sonneneinstrahlung und bringt auch für die Fahrgäste eine spürbare Verbesserung im Fahrzeuginneren. Auch ein neues System zur Frischluftzufuhr soll sowohl mögliche Energiesparpotenziale, als auch Verbesserungen des Fahrgastkomforts mit sich bringen. Spezielle Sensoren im Inneren der Bim messen dabei die Personenanzahl und die dafür optimale Frischluftzufuhr. Die Klimaanlage des Straßenbahn-Prototyps wurde dahingehend adaptiert, als dass nun ein stufenloser, intelligenter Übergang zwischen den einzelnen Stufen für ein angenehmeres Klima im Fahrzeug sorgen soll.

 

Nach dem Abschluss der Testphase werden die nun gesammelten Daten erneut ausgewertet und das System einer Prüfung auf einen möglichen breiten Einsatz unterzogen.

 

Nr. 57 mit Seitenbeklebung „EcoTram"                          Foto: © Wiener Linien / Jantzen

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Fr

19

Jul

2013

Bequem und unkompliziert zu den besten Wiener Ausflugszielen

Der Wiener Sommer ist ohne Öffis nicht denkbar. Das Auto für die Freizeitgestaltung zu Hause zu lassen, spart neben Geld auch Nerven im Stadtverkehr und bei der Parkplatzsuche. Mit U-Bahn, Strassenbahn und Bus lassen sich die beliebtesten Badeplätze stress- und sorgenfrei erreichen. Wien bei Sonnenschein bietet aber noch viel mehr als den Sprung in die Donau oder der Besuch der zahlreichen Freibäder: Vom Hochseilgarten bis zum Naturerlebnis sind alle Sommer-Ausflugsziele in Wien mit den Öffis bestens erreichbar.

Zu den Sommer Freizeit-Highlights der Stadt mit den Öffis            Foto: Marcel Manhart

 

 

Ruhe von der Alltagshektik findet man im Lainzer Tiergarten. Von der U4 Station „Hütteldorf“ aus sind es bis zum Nikolaitor nur mehr wenige Gehminuten. In dem Naturschutzgebiet finden Greifvögel, Salamander, Fledermäuse und andere heimische Tierarten Unterschlupf und Interessierte können auf den Waldlehrpfaden mehr über die Tier- und Pflanzenwelt erfahren. Ein weiteres Juwel des Parks ist die kaiserliche Hermesvilla, die Kaiserin Elisabeth einst als „Schloss der Träume“ bezeichnete. Ausstellungen in der Villa geben einen Einblick in die Welt der Kaiserin.

 

 

Sommer-Action mitten in der Stadt Mehr

 

Action gibt es beim Wakeboardlift auf der Donauinsel. Direkt gegenüber der U2-Station „Donaustadtbrücke“ stellen Wakeboard- und Wasserskifans ihr Können unter Beweis und Anfänger wagen die ersten „Schritte“. Urlaubsfeeling kommt in der Strandbar nebenan auf. Bei Sonnenschein und einem kühlen Getränk kann man die Wassersportler gelassen beobachten.

 

 

Wiener Berge bieten zahlreiche Freizeitaktivitäten

 

Ein Spaziergang zum Wilhelminenberg lohnt sich. Wer an der U3-Endstation „Ottakring“ startet, passiert den Ottakringer Friedhof und gelangt in rund 30 Minuten zum Schloss Wilhelminenberg. Alternativ fährt die Linie 46B auch direkt zum Schloss. Neben einem Restaurant findet sich hier eine Minigolf-Anlage und auf dem Gipfel des Berges bietet die Jubiläumswarte mit ihrer Aussichtsterrasse einen eindrucksvollen Ausblick, der weit über Wien hinausreicht.

 

Der Kahlenberg ist einer der beliebtesten Wiener Berge und mit der Linie 38A von der U4 Station „Heiligenstadt“ aus erreichbar. Nicht weit von der Station „Krapfenwaldgasse“ befindet sich das Krapfenwaldlbad, das mit wunderschöner Aussicht über Wien besticht. Besonders Wagemutige können mit dem 38A bis zur Haltestelle „Elisabeth Wiese“ weiterfahren und testen, wie schwindelfrei sie sind: Einer der größten Waldseilparks Österreichs sorgt für den Adrenalin-Kick. Am besten lässt man den ereignisreichen Tag bei einem der unzähligen Heurigen am Kahlenberg oder am Weg zurück in die Stadt ausklingen.

 

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Do

18

Jul

2013

ÖBB passt den Zugfahrplan für Bregenzer Festspiele an

Längere Aufführungsdauer macht kurzfristige Änderung des Fahrplanes notwendig:

Mehr Sitzplätze und kundenfreundliche Anpassung des S-Bahn Fahrplanes ab Bregenz

 

Die Zauberflöte als Festspielereignis am Bodensee ist mit der Premiere erfolgreich angelaufen. Nachdem sich nun zeigte, dass die Aufführungsdauer um bis zu 12 Minuten länger ist als im Vorjahr konnten von den Festspielgästen einzelne S-Bahn Züge der ÖBB ab Bregenz für die gemütliche Heimreise nicht mehr erreicht werden. „In Absprache mit den Bregenzer Festspielen werden wir ab sofort den Fahrplan der letzten Züge anpassen und zudem die Zuggarnitur verdoppeln“, so ÖBB Regionalleiter Gerhard Mayer.

Auch der "KitzSki"-Zug  ist  derzeit  in  Vorarlberg  im  Einsatz,  hier im Bild als S1 von Bregenz nach Bludenz bei der Haltestelle Feldkirch Amberg         Foto: Marcel Manhart

 

 

Konkret wird der letzte Zug ab Bregenz (bisher 23:45 Uhr) nach Lindau (für Deutsche Festspielgäste) um 10 Minuten später (neue Abfahrt Bregenz 23:55 Uhr) erfolgen und mit 400 Sitzplätzen geführt. Genau dasselbe gilt für den S-Bahn Zug ab Bregenz mit allen Halten bis Bludenz – der wird statt bisher um 00:14 Uhr um bis zu 10 Minuten später abfahren und ebenfalls mit doppelter Sitzplatzanzahl (400 statt 200 Plätze) im Einsatz sein. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei den ÖBB für die rasche Reaktion auf diesen Kundenwunsch und freuen uns wenn viele Zuschauer auf die Bahn für die An- und Abreise setzen“, so Michael Diem, der kaufmännische Direktor der Bregenzer Festspiele.

 

Dieser Sonderfahrplan gilt bis Ende Juli, ab Anfang August ist der Beginn der Aufführung um 15 Minuten früher geplant (Beginn dann 21 Uhr) und so können die Kunde auch den Regionalexpresszug ab Bregenz um 23:44 Uhr (mit Halt in Dornbirn, Hohenems, Götzis, Rankweil, Feldkirch) bequem erreichen.

 

 

Bregenzer Festspiele Fahrplan NEU (bis Ende Juli):

 

S-Bahn ab Bregenz NEU ab um 23:55 Uhr (statt 23:45 Uhr) nach Lindau

S-Bahn ab Bregenz statt 00:14 Uhr NEU um ca. 10min später nach Bludenz (mit allen Halten)

Beide Züge mit 400 Sitzplätzen, statt bisher 200

 

 

Ab August gilt wieder der normale Fahrplan (weil früherer Beginn der Aufführung):

 

Bregenz ab 23:44 Uhr – REX Zug mit Halt in den größeren Bahnhöfen bis Feldkirch

Bregenz ab 23:45 Uhr nach Lindau

Bregenz ab 00:14 Uhr nach Bludenz – mit Halt in allen Bahnhöfen und Haltestellen

 

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Mi

17

Jul

2013

Weiterer Auftrag aus Norwegen für Stadler - Neue Straßenbahnen für Bergen und Verlängerung des Wartungsvertrages bis 2026

  • Stadler übernimmt weiterhin für Bybanen die Wartung der Straßenbahnflotte bis ins Jahr 2026
  • Die Lieferung von 8 weiteren Straßenbahnen vom Typ Variobahn für Bybanen wurde unterschrieben

Eines der bisher im Einsatz stehenden 5-teiligen Fahrzeuge               Foto: Stadler Rail

 

Alle Unterschriften für das weitere Engagement von Stadler für den norwegischen Kunden Bybanen in Bergen wurden in den vergangenen Tagen geleistet: Aus einem bestehenden Vertrag wurden damit weitere Optionen eingelöst. Stadler wird bis 2017 weitere acht 7-teilige Straßenbahnen des Typs Variobahn nach Bergen liefern sowie die Bestandsflotte von 20 Fahrzeugen von 5- auf 7-Teiler verlängern. Wichtiger Bestandteil Vertrages ist die Fortsetzung des Wartungsvertrages bis zum Jahr 2026. Das gesamte Auftragsvolumen beläuft sich auf mehr als 100 Mio. Euro.

 

„Die Verfügbarkeit unserer Flotte von mehr als 99 Prozent wurde erst kürzlich vom Kunden öffentlich gelobt. Das ist für uns ein Zeichen für die gute Qualität unserer Fahrzeuge sowie unseres engagierten Wartungsteams, welches seit 2009 bereits vor Ort ist“, so Michael Daum, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH; „gemeinsam mit unseren Vertragspartnern haben wir das Straßenbahndepot aufgebaut und den Wartungsstandort errichtet.“ Der Full-Service-Wartungsauftrag bis 2026 umfasst sowohl die präventive als auch die korrektive Wartung und garantiert eine tägliche Mindestverfügbarkeit der Fahrzeuge. „Die Wartung von Fahrzeugen gewinnt eine immer höhere Bedeutung in der Bahnbranche“, so Michael Daum weiter „die Gewährleistung einer hohen Verfügbarkeit ist für den Betreiber von großem wirtschaftlichem Interesse. Diese Erfahrung haben wir sowohl im Straßenbahnsektor als auch im Vollbahnenbereich bei unseren Fahrzeugtypen FLIRT und KISS feststellen dürfen, auch hier haben wir Vertragsabschlüsse über die Wartung der Fahrzeuge.“

 

Um die Phase 3 im Streckenausbau zwischen der Stadt Bergen und dem um ein weiteres Terminal erweiterten Flughafen zu bedienen, werden weitere Straßenbahnen benötigt. Da entlang der Strecke Einrichtungen wie ein Gesundheitszentrum, eine Universitätsniederlassung sowie neue Einkaufsgelegenheiten gebaut werden, wird sich die Fahrgastzahl von derzeit täglich 25.000 bis 30.000 weiter erhöhen. Auf Grund der großen Auslastung der Straßenbahnen hat Bybanen sich entschieden, die vorhandenen Fahrzeuge um 2 Module zu verlängern und bei der Neubestellung gleich auf 7-teilige Straßenbahnen zu setzen. Die 7-teiligen Variobahnen sind 42,14 m lang und verfügen über 5 Türen auf jeder Seite. In den Straßenbahnen finden 280 Fahrgäste Platz – aufgeteilt auf 98 Sitzplätze (inkl. Klappsitze) und 182 Stehplätze. Die Innenraumgestaltung wird unverändert zu den bisherigen Fahrzeugen umgesetzt.

 

Stadler Rail Group

 

Stadler Rail Group, der Systemanbieter von kundenspezifischen Lösungen im Schienenfahrzeugbau, umfasst Standorte in der Schweiz (Altenrhein, Bussnang und Winterthur), in Deutschland (Berlin-Pankow, Berlin-Hohenschönhausen, Berlin-Reinickendorf und Velten), in Polen (Siedlce), in Ungarn (Budapest, Pusztaszabolcs und Szolnok), Tschechien (Prag), Italien (Meran) sowie in Algerien (Algier). Gruppenweit werden rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die bekanntesten Fahrzeugfamilien der Stadler Rail Group sind der Gelenktriebwagen GTW (563 verkaufte Züge), der Regio Shuttle RS1 (497 verkaufte Züge), der FLIRT (910 verkaufte Züge) und der Doppelstockzug KISS (171 verkaufte Züge) im Segment der Vollbahnen und die Variobahn (320 verkaufte Fahrzeuge) sowie der neu entwickelte Tango (120 verkaufte Fahrzeuge) im Segment der Straßenbahnen. Das Segment des Stadtbahnverkehrs wird durch die Metro ergänzt (2+34 verkaufte Fahrzeuge). Des Weiteren stellt Stadler Rail Reisezugwagen und Lokomotiven her und ist weltweit der führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.

 

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Di

16

Jul

2013

Wirtschaftliche Bedeutung des öffentlichen Verkehrs für den Werkplatz Schweiz

Ob Züge, Busse, Schienen oder Strassen:

Der öV-Werkplatz sorgt mit Industrie und Bau dafür, dass die Schweiz mobil bleibt. 

Mit einer Studie wird erstmals seine volkswirtschaftliche Bedeutung ausgewiesen: Mit 38‘000 Arbeitsplätzen erwirtschaftete der Werkplatz 2011 einen Umsatz von rund 8.4 Milliarden Franken und eine direkte Wertschöpfung von rund 4.4 Milliarden Franken. Damit steuern Industrie und Bau einen gewichtigen Anteil zur Wertschöpfungskette des öffentlichen Verkehrs bei.

 

Fachverband Infra: Der öV-Werkplatz ist ein Wirtschaftsmotor

SBB Industriewerk Yverdon-les-Bains                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Schweizerinnen und Schweizer sind Weltmeister des öffentlichen Verkehrs. Gerne geht dabei vergessen, dass dafür nicht nur ein gutes Verkehrsangebot notwendig ist, sondern auch Technik und Innovation. Der öV-Werkplatz mit Industrie und Bau schaffen mit ihren Zügen, Bussen, Trams, Schienen und Strassen die Voraussetzung, dass die Schweiz rollt. Erst mit einer Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette von der Infrastruktur über das Transportmittel bis hin zur eigentlichen Transportleistung wird man der öffentlichen Mobilität und ihrer Relevanz für die Gesellschaft und Wirtschaft gerecht. Flury&Giuliani hat deshalb im Auftrag von LITRA, SWISSRAIL und dem Fachverband Infra die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs für die Wertschöpfung und Beschäftigung auf dem Werkplatz Schweiz untersucht und damit eine Lücke von bestehenden Wertschöpfungsstudien geschlossen.

 

Die Ergebnisse zeigen, dass der öV-Werkplatz mit seiner Innovationskraft und seinen qualitativ hochwertigen Leistungen die stetige Weiterentwicklung und die nötige Steigerung der Effizienz unserer Verkehrssysteme tatkräftig unterstützt.

 

Der öV Werkplatz ist ein wichtiger Motor für die Schweizer Volkswirtschaft und für die Beschäftigung in diesem Land. So generieren die privaten Unternehmen des Werkplatzes mit ihren annähernd 30‘000 Arbeitsplätzen einen jährlichen Umsatz von 8.4 Milliarden Franken und eine direkte Wertschöpfung von 3.2 Milliarden Franken. Ein gesunder Heimmarkt ist zudem Voraussetzung für die globale Tätigkeit. Mit 1.4 Milliarden Franken Wertschöpfung und mit 11‘400 Schweizer Arbeitsplätzen steuert der Export einen beträchtlichen Teil bei. Rechnet man die industriellen Eigenleistungen mit ein, welche die Transportunternehmen mit ihren Industriewerken und Bauteams erbringen, so erhöht sich die Wertschöpfung auf 4.4 Milliarden bei 38‘000 Arbeitsplätzen.

 

Mit diesen Resultaten lässt sich erstmals die Bedeutung der gesamten Wertschöpfungskette des öffentlichen Verkehrs – vom Produkt bis hin zur eigentlichen Transportleistung – abschätzen. Mit einer direkten Wertschöpfung von rund 10.4 Milliarden Franken und gegen 100‘000 Arbeitsplätzen ist der öV-Sektor unverzichtbar für die Schweizer Volkswirtschaft.

 

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Mo

15

Jul

2013

Rege Bautätigkeit bei der Schweizerischen Südostbahn

Vom 22. Juli 2013 bis und mit 11. August 2013 wird der Zugbetrieb zwischen Wädenswil und Samstagern eingestellt. Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) führt Bauarbeiten an den Bahnhöfen Burghalden und Samstagern aus. Anstelle der S13 verkehren Bahnersatzbusse zwischen Wädenswil und Biberbrugg. Dazu sanieren die SBB auch noch den Rickentunnel, dieser ist bereits seit dem  08. Juli 2013 und noch bis am 08. August 2013 gesperrt.

Nicht  nur  Bahnreisende  sind  von der Sperre des Rickentunnels betroffen, selbst der Voralpen-Express muss  um  in  die  Unterhaltsanlage nach Herisau zu gelangen einen Umweg entlang des Walensee's machen.                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Sperrung Rickentunnel:

Bahnersatzbus Wattwil–Uznach–Wattwil 08. Juli 2013 –09. August 2013, 04.53 Uhr

 

Die SBB sanieren den Rickentunnel. Dazu ist er bereits seit dem 08. Juli 2013 und noch bis am 08. August 2013 gesperrt. Während des Streckenunterbruchs kommen Bahnersatzbusse auf der Strecke Wattwil–Uznach–Wattwil zum Einsatz. S-Bahn-Ersatzbusse halten in Kaltbrunn Dorf. Sämtliche Busse aus Richtung Wattwil nach Uznach halten bei Verlangen an der offiziellen Haltestelle Gommiswald, Post zum Aussteigen.

 

 

Umbau Bahnhöfe Burghalden und Samstagern

 

Aber auch die Schweizerische S€üdostbahn AG nutzt die verkehräsrmere Sommerzeit, um Bauarbeiten am Bahnhof Burghalden in Richterswil sowie am Bahnhof Samstagern auszufü€hren. Sie stellt vom 22. Juli bis und mit 11. August 2013 den Zugbetrieb der S13 zwischen Wädenswil und Samstagern ein. Während dieser Totalsperre verkehren Ersatzbusse zwischen Wldenswil – Samstagern – Biberbrugg. Deshalb empfiehlt die SOB, mehr Reisezeit einzuplanen. Zu den Hauptverkehrszeiten verkehrt auch ein Bus zwischen Schindellegi – Wädenswil – Schindellegi, und zwar vor der fahrplanmässigen Zeit, damit die Anschl€üsse in Wädenswil erreicht werden kƒönnen. Der Fahrplan ist online verfü€gbar.

 

 

Umbau Bahnhof Burghalden in Richterswil

 

Die Perronanlagen des Bahnhofs Burghalden in Richterswil entsprechen nicht den behindertengerechten Baustandards. Sie mü€ssen angepasst werden. In Burghalden bietet sich die Möƒglichkeit anstelle der €üblichen Perronerhƒöhung das Gleis um 13 cm abzusenken, um auf die erforderliche Höƒhe von 55 cm zu kommen. Zudem bedarf die Gleisanlage aus Altergr€ünden einer umfassenden Sanierung. Auf einer Strecke von 450 Metern ersetzt die SOB Gleise, Weichen, Schienen, Schwellen und Schotter und erneuert die Entwässerung. Abtransport und Anlieferung des gesamten Baumaterials erfolgt mit Lastwagen ü€ber das Strassennetz. Teilweise werden die Kundenanlagen erneuert und in Absprache mit der Gemeinde die Beleuchtung am Bahnhof angepasst. Die Baukosten fü€r den Umbau Bahnhof Burghalden belaufen sich auf rund 3,8 Mio. CHF. Das Bahnreisezentrum Burghalden inkl. Post- und Bankagentur hat auch während der Totalsperre geöƒffnet.

 

 

Intensive Bautätigkeit

 

Während der Totalsperre vom 22. Juli bis und mit 11. August arbeiten die Baufirmen durchgehend von 04.30 Uhr bis 22.00 Uhr. Dies bedeutet eine Hƒöchstbelastung fü€r die Bauarbeiter und die beteiligten Firmen, aber auch speziell üf€r die Anwohnerinnen und Anwohner. Bauarbeiten verursachen Lärm, der zwar, soweit möƒglich, reduziert wird, aber leider nicht vermieden werden kann. Abgestimmt auf die Streckensperrung werden in Burghalden gleichzeitig an der ܄berf€ührung Bergstrasse, an der Br€ücke €ber die A3 und am Durchlass Sagenbach in Samstagern Sanierungsarbeiten vorgenommen

 

Umbau Bahnhof Samstagern

 

Die Vorbereitungen f€ür den Umbau am Bahnhof Samstagern haben im Mai begonnen. Sie werden im Frü€hjahr 2014 abgeschlossen sein. In den Sommerwochen werden sechs Weichen sowie die Entwässerung erneuert und der Zwischenperron auf Gleis 2/3 auf einer Länge von 190 Metern auf 55 cm erhöƒht, um einen barrierefreien Zugang zu den Z€ügen zu ermƒöglichen. Zudem wird die Zugsicherung modernisiert. Nicht nur logistisch, sondern auch betrieblich stellt dies eine grosse Herausforderung dar, denn die Zü€ge von und nach Rapperswil fahren während dieser Zeit. Die Kosten f€ür das Gesamtprojekt betragen ca. 7,5 Mio. CHF. Darin enthalten sind auch die neue Vorplatzgestaltung beim Bahnhof, neue Kundenanlagen und eine Passerelle. „Über diese werden die Reisenden während dreier Monate ü€ber das Betriebsgleis 2 gefü€hrt, um die Tiefbau- und Gleisarbeiten voranzutreiben. Die Umbauarbeiten tangieren die Dienstleistungen am Bahnhofschalter Samstagern nicht. Sie sind verfü€gbar.

 

 

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So

14

Jul

2013

Vierte Garnitur der Himmelstreppe bei der Mariazellerbahn eingetroffen

Am 12. Juli 2013 ist die vierte Himmelstreppe am Bahnhof Ober-Grafendorf angekommen. „Wir freuen uns auch über unseren vierten Ankömmling noch genauso wie über den ersten. Die Ankunft dieser Garnitur macht die moderne Zukunft der Mariazellerbahn greifbar. Wir setzen grosse Erwartungen in die Himmelstreppe, denn mit ihr machen wir die Mariazellerbahn zu einem modernen Verkehrsmittel für Pendler und Touristen", erklärt Verkehrslandesrat Karl Wilfing.

Die  Himmelstreppe  im  Juni  2013   in  der  Werkhalle  von  Stadler  Rail  in Bussnang                                                                                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

„Das behördliche Genehmigungsverfahren für die Triebwägen läuft wie geplant. Unser Ziel ist es, den Betrieb auf der Mariazellerbahn mit Anfang November 2013 vollständig auf die Himmelstreppe auszurichten. Aus heutiger Sicht kann es sogar sein, dass die neuen Garnituren davor schrittweise zum Einsatz kommen", informiert NÖVOG Geschäftsführer Gerhard Stindl.

 

„Neun Himmelstreppen und vier Panoramawaggons werden auf der Mariazellerbahn verkehren. Letztere werden rechtzeitig zur Sommersaison 2014 auf der Strecke in Betrieb gehen", so Stindl. „Die Panoramawaggons sind für den touristischen Einsatz der Himmelstreppe von grosser Bedeutung und sollen auch im Zuge der Landesausstellung 2015 ein Publikumsmagnet werden", ergänzt Wilfing.

 

„Die Herstellerfirma Stadler Rail AG liefert pro Monat eine weitere Garnitur. Derzeit schulen wir gerade weitere Lokführer auf die Himmelstreppe ein", so Stindl abschliessend.

 

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Sa

13

Jul

2013

Deutsche RheinCargo mit Neuverkehren in der Schweiz

Die RheinCargo GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Häfen und Güterverkehr Köln AG mit der Neuss - Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG.

Ab kommenden Montag, 15. Juli 2013 fährt das deutsche Eisenbahnverkehrs-unternehmen zwei Mal pro Woche direkt von Frechen im Rheinland über Basel nach Zizers im Schweizer Kanton Graubünden. Mit dem neu konzipierten Braunkohleverkehr unternimmt das Neusser Unternehmen rund ein Jahr nach seiner Gründung erste Schritte zum Aufbau eines eigenen Verkehrsnetzes im südlichen Nachbarland. RheinCargo ist der zweitgrösste Binnenhafenbetreiber Deutschlands und das grösste private Eisenbahngüter-Verkehrsunternehmen in Deutschland.

 

Lok BR 185 588-1 mit ihrem Güterzug bei Sargans                         Foto: Marcel Manhart

 

 

Schon seit Juli 2005 fahren RheinCargo und deren Vorgängerunternehmen Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) Braunkohlestaub aus den Abbaugebieten in der Kölner Bucht nach Süden. Gemeinsam mit der Tochter Rheinland Cargo Schweiz sowie mit streckenkundigen Lokomotivführern des Bahndienstleisters MEV Schweiz aus Basel wird RheinCargo diese Züge ab dem 15. Juli 2013 erstmals unter eigener Lizenz bis direkt in die Zementfabrik nach Untervaz führen. Durch den Einsatz einer eigenen Mehrsystemlokomotive der Baureihe 185 entfällt der Lokwechsel an der Grenze. Die Züge bestehen aus bis zu zwanzig Vierachswagen mit einer maximalen Bruttotonnage von 1620 Tonnen. Bei zwei Fahrten pro Woche ergibt das ein jährliches Volumen von etwa 60.000 Tonnen.

 

Für den RheinCargo-Verbund bedeutet dieser Auftrag einen ersten Schritt zum Ausbau des eigenen Verkehrsnetzes von Köln aus in Richtung Süden: „Wir haben in der Vergangenheit sehr gut mit unseren Partnern in der Schweiz kooperiert. Diese Zusammenarbeit wollen wir fortsetzen“, sagt Unternehmenssprecher Jan Zeese und ergänzt: „Wenn wir aber in Einzelfällen wie hier eine gleichbleibende Leistung komplett aus eigener Hand erbringen können, nutzen wir die Chance.“

 

 

Der Fahrplan auf dem Schweizer Streckenabschnitt
Basel ab 00:47h – Zizers an 04:33h / Zizers ab 17:25h – Basel an ca. 21:15h

 

 

Für Bahnfreunde zum fotografieren geeignet ist eigentlich nur die Rückfahrt, deshalb der Fahrplan hier etwas detaillierter. Aber ACHTUNG! Bekannterweise können bei Güterzügen die tatsächlichen Verkehrszeiten vom Fahrplan beträchtlich abweichen, der Zug kann auch vorzeitig verkehren!

 

Zug 48682 jeweils Montags und Freitags:

 

Zizers

Landquart        

Sargans          

Ziegelbrücke   

Pfäffikon (SZ)  

Wädenswil       

Thalwil 

Zürich Vorbahnhof          

Zürich Altstetten         

Dietikon         

RBL    

Killwagen-Spreitenbach         

Baden  

Brugg   

Stein-Säckingen           

Rheinfelden     

Pratteln           

Basel RB         

            17:25

            17:29  

            17:42/47         

            18:16

            18:37  

            18:49

            19:02

            19:13/20         

            19:24

            19:33

            19:34/20.16

            20:23  

            20:27  

            20:35  

            20:57

            21:07

            21:13  

            21:15


 

 

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Fr

12

Jul

2013

Diverse Bauarbeiten bei den Österreichischen Bundesbahnen im Sommer 2013

Aufgrund von Bauarbeiten ist in Wien die S-Bahn-Stammstrecke von Montag, 15. Juli 2013 (01.30 Uhr), bis Montag, 12. August 2013 (04.15 Uhr) zwischen Wien Matzleinsdorfer Platz und Wien Quartier Belvedere nur eingleisig befahrbar, da die Weichen auf den Zulaufstrecken zum neuen Wiener Hauptbahnhof verlegt werden. Durchgehende Verbindungen zwischen Wien Meidling und Wien Floridsdorf werden alle zwölf bis 15 Minuten angeboten. Die Reisenden werden gebeten hier etwa 5 Minuten mehr Fahrzeit einzuplanen. Aber auch auf anderen Streckenabschnitten in Österreich wird im Sommer 2013 gebaut.

Auf  den  Zulaufstrecken  zum  neuen  Wiener Hauptbahnhof  werden Weichen verlegt                                                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

Damit die Reisenden  trotz der Baumasnahmen möglichst rasch und reibungslos an ihr Ziel kommen, haben die ÖBB einen umfangreichen Ersatzfahrplan erstellt:

 

 

  •  S-Bahnen aus Richtung Hollabrunn, Absdorf-Hippersdorf und Stockerau enden in Wien Praterstern (xx.22, xx.52), wenden und fahren von dort wieder zurück (xx.35; xx.05).
  • S-Bahnen aus Richtung Wolkersdorf und/ oder Wien Floridsdorf nach Mödling und/ oder Wiener Neustadt enden in Wien Mitte (xx.20; xx.50), wenden und fahren wieder zurück (xx.34; xx.04).
  • S-Bahnen aus Wiener Neustadt und/ oder Mödling nach Wien Floridsdorf und/ oder Wolkersdorf enden in Wien Meidling (xx.19; xx.49), wenden und fahren wieder zurück (xx.07; xx.37).
  • S-Bahnen aus Mistelbach und/ oder Wolkersdorf Richtung Wien Meidling enden in Wien Quartier Belvedere (xx.17; xx.47), wenden und fahren wieder zurück (xx.09; xx.39)
  • In der S-Bahn-Station Wien Hauptbahnhof (Bahnsteig 1/2) ist nur Bahnsteig 2 in Betrieb. Züge, die über Wien Hauptbahnhof fahren (Bahnsteig 9-12) sind von den Änderungen nicht betroffen.
  • Von 27. Juli (01.30 Uhr), bis 12. August (04.15 Uhr) kommt es in Wien Meidling wegen der Gleissperren außerdem vermehrt zu Bahnsteigänderungen.

 

 

Auf diesen Streckenabschnitten wird im Sommer 2013 ebenfalls gebaut:

 

 

Modernisierung der Ennstalbahn von 6. Juli 2013 bis 31. Juli 2013

 

Zwischen Bischofshofen und Stainach-Irding kommt es ab dem 6. Juli zu Bauarbeiten. Aufgrund umfangreicher Bauarbeiten im Bereich Hüttau, Öblarn und Radstadt ist eine Sperre unausweichlich. Die Strecke zwischen Bischofshofen und Stainach-Irdning wird mittels Schienenersatzverkehr bis zum 31. Juli bedient werden.

 

 

Sperre Wechsel- und Thermenbahn von 6. Juli 2013 bis 1. September 2013

Zusätzlich zum Bahnhofsumbau in Hartberg wird die Bahnstrecke zwischen Aspang und Sebersdorf bzw. Fürstenfeld modernisiert. Es kommt daher auf der Strecke Aspang-Sebersdorf vom 6. Juli bis zum 1. September zu einer Sperre. Die Streckensperre Sebersdorf-Fürstenfeld wird vom 26. Juli bis zum 12. August andauern. Sämtliche Züge werden während dieser Tage durch Busse im Schienenersatzverkehr geführt.

 

Baumaßnahmen auf der Pressburger Bahn von 1. Juli 2013 bis 26. Juli 2013

 

Im Juli werden umfangreiche Bauarbeiten auf der Pressburger Bahn durchgeführt. Die Arbeiten betreffen die Strecke zwischen Petronell-Carnuntum und Wolfsthal, diese ist seit 1. Juli gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.
Darüber hinaus wird es durch die Erneuerung der Fahrbahn bei den Bahnübergängen der Eisenbahnkreuzungen Krücklstraße und Thebnerstraße in der Zeit von 23. bis 26. Juli 2013 wechselweise zu Sperren kommen.

 

 

Gleisarbeiten Donauuferbahn von 6. Juli 2013 bis 8. September 2013

 

Aufgrund von geplanten Arbeiten an den Gleisen der Donauuferbahn im Abschnitt zwischen Perg und Sarmingstein sowie St. Valentin/Enns und Sarmingstein werden die Züge des Nah- und Regionalverkehrs im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt.

 

-Abschnitt Perg–Sarmingstein, von 6. bis 21. Juli 2013 sowie von 5. August bis 8. September 2013
-Abschnitt St. Valentin/Enns – Sarmingstein, von 22. Juli 2013 bis 4. August 2013

 

 

 

Gleisarbeiten Summerauerbahn von 8. Juli 2013 bis 18. August 2013

 

Aufgrund von geplanten Arbeiten an den Gleisen der Summerauerbahn im Abschnitt zwischen St. Georgen an der Gusen und Kefermarkt sowie Pregarten und Linz werden die Züge des Nah- und Regionalverkehrs im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt.

 

-Abschnitt St. Georgen an der Gusen – Kefermarkt, von 8. bis 28. Juli
-Abschnitt Pregarten – Linz, von 29. Juli bis 18. August 2013

 

 

 

Gleisarbeiten Weststrecke Abschnitt Linz – Wels

 

Aufgrund von geplanten Arbeiten an den Gleisen der Weststrecke im Abschnitt zwischen Linz und Wels werden von Samstag, den 6.7. von 00:00 Uhr bis Montag, den 8.7.2013, 5:00 Uhr die Züge des Nah- und Regionalverkehrs über Traun umgeleitet sowie ein Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt.


Während der Bauarbeiten steht im betroffenen Abschnitt der Weststrecke ein Gleis zur Verfügung. Auf diesem Gleis werden die Züge des Fernverkehrs fahrplanmäßig geführt. Es kommt daher zu keinen Auswirkungen für die Züge des Fernverkehrs.

 

 

Weitere geplante Sperren auf der Weststrecke im Juli 2013 aufgrund von Bauarbeiten im Überblick – Züge des Fernverkehr sind davon nicht betroffen


Bei den weiteren geplanten Sperren werden ebenso Umleitungsverkehre über Traun und Schienenersatzverkehre mit Bussen geführt. Davon betroffen sind die Züge des Nah- und Regionalverkehrs. Die Züge des Fernverkehrs fahren planmäßig auf der Weststrecke.

 

Abschnitt Wels – Linz, Sperre von 20.7.2013, 00:00 Uhr bis 22.7.2013, 5:00 Uhr
Abschnitt Wels – Linz, Sperre von 26.7.2013, 14:00 Uhr bis 29.7.2013, 5:00 Uhr

 

 

 

Umfangreiche Baumaßnahmen auf der Franz-Josefs-Bahn zwischen Klosterneuburg und Kritzendorf von 29. Juni 2013 bis 23. August 2013

 

Von Samstag, 29. Juni, bis Freitag, 23. August, besteht ein Schienenersatzverkehr zwischen Klosterneuburg-Weidling und Tulln bzw. bis Tulln Stadt in beide Reiserichtungen jeweils an den Werktagen für die SB-Züge S40 und einzelne Regionalzüge. An Sonntagen  und  am Feiertag, 15. August 2013, wird mit den SB-Zügen durchgefahren! Es kann zu Verspätungen einzelner SB-Züge von bis zu 10 Minuten kommen.

 

 

Umstellung auf Zugleitbetrieb von Traisen bis Hainfeld von 01. Juli 2013 bis 11. August 2013

Aufgrund der notwendigen Streckensperre werden alle Züge zwischen Traisen und Hainfeld vom 01.07. bis 11.08.2013 im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt.  Mit Verspätungen im Ausmaß von bis zu 5 Minuten ist zu rechnen. In Traisen warten die Züge auf die Busse des Schienenersatzverkehrs. Die Busse sind mit der Aufschrift „Schienenersatzverkehr“ gekennzeichnet und halten an folgenden Stellen:
Reisende mit Fahrrädern können die Busse des Schienenersatzverkehrs aus beförderungstechnischen Gründen nicht benützen.

 

Streckensperre Karwendelbahn: Innsbruck – Seefeld – Scharnitz

Aufgrund von Bauarbeiten ist die Mittenwaldbahn zwischen Innsbruck Hötting und Scharnitz vom 03.08. bis 26.08.2013 gesperrt. Es wird ein Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Postbussen für alle Züge eingerichtet.


Aufgrund von Bauarbeiten werden jeweils an ihren Verkehrstagen
von 03.08.2013 bis 25.08.2013
die Züge 5404, 5408, 5412, 5416, 5420, 5424, 5428, 5432, 5403, 5405, 5409, 5413, 5417, 5421, 5427, 5425, 5433, 5440, 5442, 5450, 5452, 5454, 5458, 5460, 5462, 5466, 5436, 5401, 5407, 5443, 5445, 5453, 5455, 5457, 5461, 5463, 5465, 5435, 5444, 5446, 5448, 5456, 5464, 5447, 5449, 5451, 5459 und 5467 bzw.
von 04.08.2013 bis 26.08.2013 der Zug 5437 im Schienenersatzverkehr mit Autobussen geführt.

 

 

Streckensperre Außerfernbahn: Reutte – Ehrwald – Garmisch (DB)

Aufgrund von Bauarbeiten ist die Außerfernerbahn zwischen Reutte in Tirol und Garmisch vom 02.08. bis 26.08.2013 gesperrt. Es wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

 

 

Streckensperre Tauernbahn: Schwarzach/St. Veit – Böckstein

Aufgrund von Bauarbeiten ist die Tauernbahn zwischen Schwarzach/St. Veit (Salzburg) und Böckstein (Kärnten) vom 04.08. bis 18.08.2013 gesperrt. Für die Reisenden wird ein Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Postbussen eingerichtet.

 

 

Alle Informationen im Überblick

Die ÖBB bitten um Verständnis für etwaige längere Fahrzeiten und Zusatzumstiege!
Die Änderungen im Zugverkehr können in der Fahrplanauskunft Scotty unter oebb.at abgerufen werden. Mit Beginn der Bauarbeiten werden in den Stationen zudem Sonderfahrpläne mit den geänderten Fahrzeiten und Routen ausgehängt. Darüber hinaus informieren die ÖBB mit Durchsagen in den Zügen und an den Bahnhöfen.

 

 

Alle Infos zu den Bauarbeiten finden Sie in der Streckeninformation unter streckeninfo.oebb.at.

Der ÖBB Kundenservice steht unter der Telefonnummer  05-1717 gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

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Do

11

Jul

2013

Auf den Wiener Linien unterwegs mit Steffen Hofmann

Wer in Wien viel auf der U-Bahn Linie U4 unterwegs ist, ist ihm möglicherweise schon begegnet. Steffen Hofmann, Fussballer bei SK-Rapid und bekennender Öffi-Fahrer. Warum er lieber öffentlich unterwegs ist, wann er die Treppe benutzt, wie er sich die Zeit unterwegs vertreibt und vieles mehr zeigt der Beitrag im Wiener Linien Blog.

 

Wiener Linien Blog: Wie ein Elfmeter ohne gegnerischen Torhüter

Ein Zug der U4 "am Ziel" in Wien Hütteldorf                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

Steffen, du fährst oft mit den Öffis zum Training. Warum verzichtest du aufs Auto?
Weil es ganz einfach viele Vorteile bringt! Ich kann die Zeit für An- und Abreise exakt einplanen und brauche keinerlei Sorge vor Staus oder Baustellen zu haben. Zudem wohne ich sehr zentral in unmittelbarer Nähe zu einer U-Bahn-Station und auch unsere Trainings finden direkt an einer Ausstiegsstelle statt.

 

 

Hast du eine Lieblingslinie?
Diese Frage ist leicht zu beantworten. Selbstverständlich die U4, mit der Farbe Grün und der Endstation Hütteldorf ist die Antwort dieser Frage wie ein Elfmeter ohne gegnerischen Torhüter!

 

 

Wie alt ist das Foto auf deiner Jahreskarte? Noch aus deinen Zeiten beim Nachwuchs von Bayern München?
Nein, das Bild ist recht aktuell und bei einer Kontrolle ist kaum ein Unterschied zwischen Foto und meinem aktuellen Erscheinungsbild zu erkennen. Da die Zeit beim FC Bayern doch schon mehr als ein Jahrzehnt her ist, könnte es sonst zu Erklärungsbedarf kommen.

 

 

Hand aufs Herz. Bist du schon einmal schwarz gefahren?
Wieder eine leichte Antwort! Nein, da ich Jahreskartenbesitzer bin, ist das nicht notwendig. Im Übrigen finde ich es ganz toll, dass die Jahreskarte seit gut einem Jahr viel günstiger geworden ist, aus vielen Gesprächen weiß ich, dass das viel dazu beigetragen hat, dass zahlreiche Leute vom Auto auf die Öffis umgestiegen sind!

 

 

Wie oft wirst du in den Öffis angesprochen? Ist das nicht nervig?
In Wien habe ich in der Tat einen gewissen Bekanntheitsgrad, aber das ist natürlich auch eine Auszeichnung. Gerade bei jungen Fans mache ich diesen sehr gerne die Freude und bin immer gerne auf einem gemeinsamem Foto dabei oder gebe natürlich auch Autogramme.

 

 

Was machst du während der Fahrt? Bist du der Lese-Typ, der Musikhörer oder schaust du aus dem Fenster ?
Ich nutze die Zeit in der U-Bahn sehr gerne zum Lesen. Auf der Strecke von Mariahilf zum Happel-Stadion bleibt Zeit für Zeitungslektüre, gerne checke ich auch auf dem Smartphone meine Mails und die letzten Nachrichten. Noch öfter aber plaudere ich mit meinem Mitfahrer, denn normalerweise sitze ich mit meinem Teamkollegen Harry Pichler im Zug. Gerade bei der U2 schau ich lieber nicht so oft aus dem Fenster raus, denn in den Stationen ist eine Farbe sehr dominant, die einem als Rapidler einfach nicht gefallen kann (lacht!).

 

 

Gehst du als Sportler eigentlich immer über die Stiegen in der U-Bahn-Station oder fährst du manchmal mit der Rolltreppe?
Nach meiner Verletzung im Frühjahr bin ich viel mit der Rolltreppe unterwegs gewesen, ansonsten bevorzuge ich die Treppe.

 

 

Schlusspfiff für das Interview – Leiberltausch! Tauscht du ein Dress von dir gegen eines unserer Shirts? Es ist Grün und drauf steht „U Hütteldorf“.
Aber klar, das ist Ehrensache. Ich werde eines meiner Shirts aus dem Trainingslager mitnehmen und mit Unterschrift zur Verfügung stellen. Das ist übrigens ebenso grün wie das U-Hütteldorf-Shirt. Einen Tausch mit einem violetten “U Stadion” Shirt hätte ich leider nicht zustimmen können!

 

 

Vielen Dank für das Gespräch!

Das T-Shirt von Steffen Hofmann wird demnächst verlost.

 

 

Das Gerhard Hanappi Stadion des SK Rapid  liegt direkt neben dem Bahnhof Hütteldorf

                                                                                                          Foto: Marcel Manhart

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Mi

10

Jul

2013

Modernisierung SBB Re 460 - Die rote Lok wird modernisiert

Seit 20 Jahren ist die rote Lokomotive des Typs Re 460, auch als "Lok 2000" bekannt, das Rückgrat der SBB-Fernverkehrsflotte . Gemeinsam umrunden die 119 Loks täglich 2.5 Mal die Erde. Ab kommendem Jahr wird die Flotte nun im Industriewerk Yverdon-les-Bains für 230 Millionen Franken modernisiert, danach fahren die Loks stromsparender weitere 20 Jahre.

Die Re 460 053-2 mit neuem, gänzend rotem Anstrich als Test im SBB Industriewerk in Yverdon-les-Bains                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die SBB modernisiert ihr Rollmaterial selber

 

Heute erbringen die SBB Re 460 Lokomotiven 8 Prozent der Personenverkehrsleistung in der Schweiz, beanspruchen aber bloss 0.8 Prozent der dazu notwendigen Energie. Dank der Lokmodernisierung sind die Bahnkunden in Zukunft noch energieeffizienter und umweltfreundlicher unterwegs. Die Modernisierung der Re 460 unterstützt massgeblich die Energiesparziele der SBB und zeigt, dass die SBB ihren Beitrag zur Energiewende und der Energiestrategie 2050 des Bundes leistet. Die Lokomotiven werden durch die SBB selber modernisiert, im Industriewerk in Yverdon-les-Bains sind damit für die nächsten 9 Jahre 60 Mitarbeitende beschöftigt. In diesem Werk wurden die Re 460 auch für V max. 200 km/h fit gemacht.

 

 

Design von Pininfarina

 

Das Zugpferd ist nicht nur zuverlässig, sondern auch schön, das Design von Pininfarina ist zeitlos. Eine Designikone für die einen, ein Symbol für Bahn 2000 für die anderen: Die Kundinnen und Kunden mögen die rote Lokomotive Re 460. Seit 20 Jahren steht sie im Dienst der SBB. Gemeinsam umrunden die 119 Re 460-er Loks pro Tag 2.5 mal die Erde und legen dabei rund 104‘000 km zurück. In den angehängten Wagen einer Standardkomposition gibt es Sitzplätze für jeweils knapp 700 Passagiere. Da sie die einzige Lokomotive in der Flotte der SBB ist, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h fahren darf, war sie ein wichtiges Element bei der Einführung von Bahn 2000 und ermöglichte unter anderem, die Verbindung Bern-Zürich in unter einer Stunde zurückzulegen.

 

 

Jährlicher Stromverbrauch aller Oltener Haushalte eingespart

 

Nun werden die 119 Lokomotiven bis 2022 im Industriewerk Yverdon-les-Bains modernisiert: Für die Kundinnen und Kunden sichtbar wird ein neuer, glänzend roter Anstrich, das Lokpersonal bekommt einen verbesserten Arbeitsplatz. Die SBB investiert 230 Millionen Franken in diese Modernisierungen. Eingebaut werden auch neue Umrichter, welche die Fahrmotoren mit Strom speisen und damit Bremsenergie zurückgewinnen. Dank den neuen Umrichtern spart die SBB jedes Jahr 27 Gigawattstunden Energie. Dies entspricht der Menge, welche 6750 Haushalte im Schnitt pro Jahr verbrauchen – vergleichbar also mit dem jährlichen Verbrauch der Stadt Olten. Zudem werden die Kühlsysteme der Umrichter in den modernisierten Loks zukünftig mit Wasser statt Öl betrieben werden. Auch dies führt zu einem umweltfreundlicheren Betrieb.

 

 

Re 460 bleibt weitere 20 Jahre das Rückgrat der Fernverkehrsflotte

 

In den Neubeschaffungen setzt die SBB konsequent auf Triebzüge. Langfristig (> 20 Jahre) wird die SBB deshalb keine Lokomotiven als Traktionsmittel mehr benötigen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden jedoch die 119 modernisierten Re 460 weiterhin das Rückgrat der Fernverkehrsflotte bilden. Alternativ wurden zwar auch Neubeschaffungen geprüft, die Modernisierung der Re 460 ist jedoch deutlich wirtschaftlicher.

 

 

Erster kompletter Prototyp Ende 2015 fertig

 

Im Industriewerk Yverdon-les-Bains laufen bereits die Vorbereitungsarbeiten: „Ich freue mich, dass ein erfahrenes Team dafür sorgen wird, dass die Lokomotiven für weitere 20 Jahre im Einsatz stehen werden“, so Charles Runge, Leiter Industriewerk Yverdon-les-Bains. Der erste Prototyp der modernisierten Lok wird voraussichtlich Ende 2015 fertig sein. „Wir zeigen damit auch, dass die SBB ihre Flotte eigenständig modernisieren kann und unsere Kunden in Zukunft noch energieeffizienter unterwegs sind“, sagt Ferruccio Bianchi, Leiter Maintenance bei SBB Personenverkehr.

 

 

Seit 20 Jahren im Dienst der SBB

 

Das wird modernisiert:

 

  • Neue Umrichter (IGBT) ermöglichen Energieeinsparung von 27 GWh/Jahr
  • Ersatz des Kompressors
  • Modernisierung Bordnetzumrichter (BUR)
  • Sanierung Fahrzeugkasten und neuer Aussenanstrich, rot glänzend
  • Sicherheitsmassnahmen:
    • Neue Brandmeldeanlage
    • Tür-Innenschloss
    • Spion auf Maschinenraumtüre
  • Lokführerpulte und Sitze
  • Neue Scheibenwischanlage
  • Vorbereitung für Ferndiagnose
  • Haupttransformator
  • Pneumatische Komponenten
  • Elektrische Verkabelung
  • Tiefenreinigung
  • Lichtwellenleiter

 

 

 

 

Faktenblatt: Modernisierung SBB Re 460
130709_Factsheet_Re460_de.pdf
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Mo

08

Jul

2013

Vergleichsstudie zu der Fahrkostenentwicklung im Strassen- und Schienenverkehr seit 1990

Eine Untersuchung des Preisüberwachers zeigt, dass der öffentliche Verkehr seit 1990 gegenüber dem Privatverkehr in preislicher Hinsicht an Boden verloren hat. Die Kosten auf ausgewählten repräsentativen Reisestrecken sind für Bahnreisende im Vergleich zu Autofahrern und -fahrerinnen deutlich stärker gestiegen.

Die Preissteigerung beim Privatverkehr beträgt in dieser Zeitperiode rund 30 Prozent, bei den Retourbilletten beim Bahnverkehr hingegen fast 80 Prozent.

Ein ICN Zürich - Lugano beim Bahnhof Ambri-Piotta                       Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Rahmen einer Vergleichsstudie hat die Preisüberwachung die Entwicklung der Fahrkosten im Strassen- und Schienenverkehr seit 1990 analysiert. Es ging darum, die Kosten aus Sicht der einzelnen Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinnen zu analysieren. Das heisst, es wurden in dieser Studie die Kosten untersucht, welche den Verkehrsteilnehmern und -teilnehmerinnen beim Benutzen eines Autos beziehungsweise der Bahn anfallen, also ausschliesslich die direkten, primären Kosten. Während das beim Strassenverkehr eine Vielzahl von Faktoren betrifft, welche in die Fahrkosten miteinfliessen, so sind dies beim Schienenverkehr lediglich die Billetkosten.

 

Um die Entwicklung bei den beiden alternativen Reisemöglichkeiten zu vergleichen, wurden fünf repräsentative Strecken in der Schweiz ausgewählt und die Kosten, welche beim Befahren dieser Strecke, entweder mit dem Auto oder der Bahn, entstehen, verglichen. Die fünf Strecken wurden aufgrund der beimVerband öffentlicher Verkehr (VöV) vorhandenen Daten zur Entwicklung im Schienenverkehr bestimmt. Dabei wurde darauf geachtet, dass möglichst Strecken aus allen Landesteilen miteinbezogen wurden. Zudem wurden die Paradestrecken zwischen Zürich und Bern bzw. Lausanne und Genf ausgewählt.

 

Die Fahrkosten beim Schienenverkehr wurden aufgrund der Tarifkilometer sowie des Normaltarifs T 600 des VöV, welcher die Preise für Billette ohne Ermässigungen angibt, ermittelt. Der Fokus lag dabei auf der Entwicklung der Einzelfahrtentarife in der 2. Klasse ohne zusätzliche Ermässigung, da der Einbezug weiterer Faktoren wie zum Beispiel Klassenwechsel oder Halbtaxermässigung den Rahmen dieser Analyse gesprengt hätte. Die Daten zu den Tarifkilometern sowie den Einzeltarifen wurden vom VöV bezogen.

 

Die Fahrkosten beim Strassenverkehr wurden aufgrund des Kilometerkosten-Index des Touring Club Schweiz (tcs) bestimmt. Dieser Index wird vom tcs seit 1990 berechnet und gibt Auskunft über die durchschnittlichen Betriebskosten eines Autos in der Schweiz. Deshalb wurden als Zeitraum für die Betrachtung der Fahrkostenentwicklung die Jahre 1990 bis 2013 gewählt.

 

 

Untersuchungsergebnis


Die Entwicklung der Fahrkosten scheint beim Strassenverkehr stärker durch den Markt beeinflusst zu sein und folgt daher tendenziell der allgemeinen Teuerung in der Schweiz. So haben sich die Betriebskosten eines Autos seit 1990 ähnlich wie die Teuerung um ca. 30% erhöht. Einzig im Jahr 1999 liess sich ein leichter Einbruch der Betriebskosten im Strassenverkehr feststellen. Die Fahrkosten bei der Bahn werden neben der allgemeinen Teuerung vor allem auch durch politische Entscheide sowie angebotsbezogene Entwicklungen beeinflusst. Dies betrifft den Normaltarif, zum Beispiel durch die Abschaffung des Retourtarifs aber auch durch alternative beziehungsweise ergänzende Fahrkarten wie zum Beispiel das Generalabonnement (GA) oder das Halbtaxabonnement (HTA), welche vergünstigte Fahrten im Schienenverkehr ermöglichen.

 

Die Tarife beim Schienenverkehr werden unter anderem durch die Tarifkilometer bestimmt. Das heisst, die tatsächlichen Kilometer werden über sog. Distanzzuschläge künstlich verlängert. Dies wirkt sich merklich auf die Entwicklung der Fahrpreise aus. Deutlich wurde dies im Fall der Strecke Bern – Zürich, bei welchem sich die Tarifkilometerzahl stetig erhöht hat, was eine zusätzliche Verteuerung der Billette zur Folge hatte. Dies führte schlussendlich zu einer Tariferhöhung des Einzelbillets für die Strecke Bern – Zürich zwischen 1990 und 2013 um fast 58%, was fast dem doppelten Wert der Teuerung in diesem Zeitraum entspricht. Bei der Retourfahrt betrug die Tariferhöhung für diese Strecke sogar nahezu 100%. Dies hat mit der erwähnten Abschaffung des Retourrabatts im Jahr 2004 zu tun. Diese Massnahme lässt sich bei der Preisentwicklung zwischen 2001 und 2004 erkennen. Die Tarife für Retourfahrten stiegen auf das Jahr 2004 hin merklich an. Die Tarife für Einzelfahrten hingegen wurden zum Ausgleich leicht gesenkt (mit Ausnahme bei kürzeren Strecken). Aufgrund der in dieser Studie betrachteten Strecken und der entsprechenden Tarifentwicklung, liess sich eine überdurchschnittliche Fahrkostenerhöhung beim Schienenverkehr feststellen, welche einer eher moderaten Fahrkostenentwicklung im Strassenverkehr gegenübersteht.

 

 

Fazit des Preisüberwachers


Die vergleichsweise stark ansteigende Fahrkostenentwicklung im Schienenverkehr während den letzten zwanzig Jahren muss mit kritischem Blick betrachtet werden. Aus finanzieller Sicht hat der Schienenverkehr gegenüber dem Strassenverkehr seit 1990 klar an Boden und somit an Attraktivität verloren. Dem gegenüber steht mehrheitlich eine Verbesserung des Angebots im öffentlichen Verkehr und damit lässt sich wohl zu einem Grossteil die, trotz der stark angestiegenen Tarife, wachsende Passagierzahl im öffentlichen Verkehr erklären. Ob die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs, insbesondere dessen Tarife, zu überdenken und allenfalls neu zu gestalten ist, ist schliesslich eine politische Frage.

Ebenfalls zu beobachten ist in den nächsten Jahren die Entwicklung im öffentlichen Regionalverkehr in der Schweiz. Der in den letzten Jahren stattfindende Systemwechsel von Streckenfahrkarten hin zu Zonenbilletten hat in vielen Fällen zu starken tariflichen Veränderungen geführt und bei der Bevölkerung vielerorts für wachsende Unzufriedenheit mit dem öffentlichen Verkehr gesorgt. Hinzu kommt, dass die Zonentarife auf einen immer grösseren Raum angewendet werden und somit stetig an Bedeutung gewinnen. Wenn auch der – profitable – Fernverkehr mit in die Zonen hineinspielt, könnte dies über Zeit problematisch werden.

 

Im Rahmen der einvernehmlichen Regelung im Jahr 2012 zwischen der Preisüberwachung und dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) wurde vereinbart, dass es auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2013 hin zu keinen weiteren Tarifmassnahmen kommen wird. Dieser Verzicht auf eine Erhöhung wurde aufgrund der Verhandlungen zwischen VöV und Preisüberwacher vertraglich festgehalten. Dass diesem Vertrag nun nachgelebt wird, erachtet der Preisüberwacher als normal. Zusätzlich wurde in der einvernehmlichen Regelung die Ausarbeitung neuer Angebote im öffentlichen Verkehr vereinbart, welche zu einer verbesserten Auslastung ausserhalb der Stosszeiten führen sollen. Solche Angebote sind nötig, um eine besser verteilte Auslastung und somit eine bessere Kostendeckung zu erreichen. Damit soll ein allfälliger künftiger Preiserhöhungsbedarf zumindest verringert und die Attraktivität im öffentlichen Verkehr gesteigert werden. Der Preisüberwacher erwartet, dass auch dieser Teil der ein-vernehmlichen Regelung eingehalten wird.

 

 

Stellungnahme Pro Bahn Schweiz: Augenmass erst recht!


Jetzt wissen wir es: die Preise der öffentlichen Verkehrsmittel sind seit 1990 überproportional gestiegen. Die Benutzerinnen und Benutzer von Bahn, Tram, Schiff und Bus sind also durchaus bereit, für verbesserte Angebote den Preis zu bezahlen. Dies sei vor allem denjenigen in Erinnerung gerufen, welche nicht müde werden, sich über die sogenannt tiefen Preise für die Billette auszulassen und einen immer noch höheren Beitrag – lies Preiserhöhungen – von den Passagieren an die Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels zu fordern.


Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs ist froh darüber, dass mit der Studie des Preisüberwachers die Verhältnisse endlich einmal ins rechte Licht gerückt werden. Nicht nur haben die Bahnbenützer und –benützerinnen die höheren Preise auf sich genommen, sie nehmen auch wesentlich mehr Zeit für ihre Reisen in Kauf, sie können nicht mehr damit rechnen, über einen Sitzplatz zu verfügen, in der 1. Klasse ist im Regionalverkehr ein Komfortverlust bei gleichen Preisen eingetreten und sogar bei Zügen über grössere Strecken müssen sie auf eine Zugsbegleitung verzichten. Auf der andern Seite – auch das sei ausdrücklich anerkannt – ist das Angebot massiv ausgebaut und das Rollmaterial modernisiert worden (war ja auch an der Zeit!), was durch höhere Passagierzahlen belohnt worden ist.

 

Die Gestaltung der Automobilsteuern und damit verbunden eines Teils der Kosten für das Auto unterstehen in den meisten Kantonen der Volksabstimmung. In aller Regel werden solche Erhöhungen gleich mehrmals abgelehnt. Bei den Billetpreisen hat das Volk nichts zu sagen. Wetten, dass die Billetpreise wesentlich moderater – wenn überhaupt – angestiegen wären, wenn diese Frage der Volksabstimmung unterstellt würde.

 

Pro Bahn Schweiz ist nach wie vor der Ansicht, dass die Fahrgäste ihren Anteil an den Kosten des öffentlichen Verkehrs entrichten sollen. Preiserhöhungen in der Grössenordnung von 30 % sind aber unter Berücksichtigung der in den letzten 20 Jahren fast verdoppelten Fahrpreise vom Tisch. Vielmehr ist hier einmal mehr Augenmass angesagt. Preiserhöhungen, wenn schon, allerhöchstens unter der Teuerung!

 

 

 

Bericht SRF "10vor10" vom 02. Juli 2013

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Fr

05

Jul

2013

SBB DPZplus - Rollendes Kunstwerk der Zürcher Kantonalbank auf ZVV-Streckennetz

Am Vormittag des 04. Juli 2013 hat die Zürcher Kantonalbank im Hauptbahnhof Zürich „ein Kunstwerk auf Schienen“ präsentiert. Ab sofort verkehrt eine in ihrem Auftrag kunstvoll gestaltete Zugskomposition von hundert Metern Länge auf dem Streckennetz der Zürcher S-Bahn. Die Kunstaktion ist eine Gegenleistung für das langjährige Engagement der Zürcher Kantonalbank für das ZVV-Nachtnetz.

Der ZKB-Zug mit der Re 450 016 unterwegs auf der S2 in Bilten     Foto: Marcel Manhart

 

 

Auf einer Doppelstockzugskomposition bestehend aus einer Lokomotive und drei Wagen hat die mehrfach ausgezeichnete Zürcher Grafikerin Nadine Geissbühler im Auftrag der Zürcher Kantonalbank ein grossflächiges Kunstwerk „Tradition in Fahrt“ im Scherenschnitt-Sujet gestaltet. Die Scherenschnittkunst von erheblicher Dimension nimmt in den typisch in einem Stück realisierten schwarzen Bildern auf weissem Untergrund verschiedenste Facetten des Lebens im Kanton Zürich auf. Die Gestaltung des Zugs überrascht durch ihre kreative Verbindung von Moderne und Tradition, Stadt und Land sowie Natur und Technik. Die Zugreisenden und Menschen entlang der Bahnstrecken werden auf der DPZPlus-Zugskomposition bestehende aus den Fahrzeugen Re 450 016, NDW 50 85 26-73 036, AB 50 85 36-33 112 und Bt 50 85 86-33 112 immer wieder Verblüffendes und Neues entdecken. Mit dem Motiv beweist die Zürcher Kantonalbank ihre Nähe zur Zürcher Bevölkerung und ihre Verbundenheit mit dem Kanton und seiner Geschichte: Die schweizerische Scherenschnitt-Volkskunst hat ihren Ursprung im Kanton Zürich im Jahre 1696.

 

 

Ab sofort auf den Schienen

 

Das „rollende Kunstwerk“ der Zürcher Kantonalbank fährt seit dem 4. Juli 2013, rechtzeitig zum Züri-Fäscht, auf den Schienen des SBB-Betriebsnetzes im Zürcher Verkehrsverbund. Der erste kommerzielle Einsatz erfolgte auf der S2 . Die Komposition wird freizügig auf allen mit DPZ betriebenen S-Bahnlinien eingesetzt. Möglich wurde das riesige Kunstwerk dank langjähriger Partnerschaft mit dem ZVV. Mit ihrem Engagement trägt die Zürcher Kantonalbank seit 11 Jahren massgeblich zum Aufbau und Erfolg des ZVV-Nachtnetzes bei. Die kunstvolle Zugskomposition wird mindestens zwei Jahre im ganzen Kanton Zürich im Einsatz sein und in dieser Zeit Tausende von Kilometern zurücklegen. Bereits 2008 war eine von der Zürcher Kantonalbank gestaltete Zugskomposition mit Fledermäusen als Symbol für das von ihr unterstützte ZVV-Nachnetz im Grossraum Zürich unterwegs.

 

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Do

04

Jul

2013

ÖBB unter den TOP 10 der wertvollsten Marken Österreichs

Zum zehnten Mal wurden vom European Brand Institute 180 österreichische Marken in 16 Branchen zu Markenstärke, Trendentwicklung, Umsatz und Markenpotential untersucht. Die ÖBB konnten ihre Position vom Vorjahr weiter ausbauen und platzierten sich erneut unter den TOP 10 der österreichischen Markenunternehmen.

ÖBB zählt zu den wertvollsten Marken Österreichs                          Foto: Marcel Manhart

 

 

Mit dem achten Platz und einem Markenwert von € 1,67 Mrd. zählt die Marke ÖBB zu den wertvollsten Marken in Österreich und ist klarer Branchenleader im Segment Travel & Tourism. Bereits zum dritten Mal in Folge sind die ÖBB mit + 10% (€ 152 Mio.) an relativem Markenwertzuwachs Wachstumssieger und übertrafen damit knapp die wertvollste Marke Österreichs, Red Bull (Markenwert € 15,28 Mrd.), die um + 9,7% zulegen konnte. Damit konnten die ÖBB seit 2010 ihren Markenwert bereits um 30% (+ € 412 Mio.) steigern.

"Transparenz und offener Dialog als Grundprinzip der Kommunikationsstrategie zahlen sich aus. Dabei punkten innovative Wege, wie Social-Media-Kommunikation bei der Kundenansprache und engagierte Anrainerkommunikation ganz besonders", so Kristin Hanusch-Linser, Leiterin ÖBB-Konzernkommunikation.



ÖBB bewegen mit innovativer Kommunikationsstrategie

Die ÖBB konnten ihre Marktpräsenz mit rund 18.000 Werbeflächen, dem größten Station Branding Österreichs am Wiener Westbahnhof, der erfolgreichen Testimonialkampagne sowie der impactstärksten TV-Werbekampagne 2012 weiter stärken. Auf den Social Media-Kanälen lieferten die ÖBB ebenfalls eine starke Performance ab und platzierten sich österreichweit unter denTop 3 bei Twitter, Top 5 bei YouTube und Top 6 bei facebook.

Durch die Verbindung von hochwertiger Verkehrsleistung und gezielten Kommunikationsmaßnahmen konnten sich die ÖBB als Mobilitätspartner von großen Events und Sportveranstaltungen profilieren. Mit siebenfacher Beförderungskapazität wurden z.B. mehr als 370.000 skibegeisterte Österreicher bei der SKI WM in Schladming mit Bahn und Bus mitten ins Geschehen gebracht.

Zahlreiche Auszeichnungen wie z.B. EFFIE, Marketer des Jahres, Internationaler Deutscher PR-Preis für "bahnorama", Deutscher Preis für Online-Kommunikation, Gallup Top Ten, Digital Communication Award und Econ Award unterstreichen die erfolgreiche Kommunikationsstrategie.



Rund 40.000 Mitarbeiter und 464 Millionen Kunden als Markenbotschafter

Mit 464 Mio. jährlichen Kundenkontakten ist Markenstärkung an allen Kontaktpunkten der Mobilitätskette zum täglichen Geschäft geworden. Der Dialog mit den Fahrgästen im persönlichen Gespräch am Schalter und im Kundenservice trägt ebenso bei wie der Kundenkontakt über Social Media-Kanäle.

Mit 4,2 Mio. Zugriffen monatlich ist die ÖBB-Website eine der meist besuchten in ganz Österreich. Die Facebook-Präsenz mit mehr als 33.000 "Fans" trägt stark zum erfolgreichen Kundenkontakt bei. Die Markenwahrnehmung findet somit täglich im öffentlichen als auch im virtuellen Raum statt.


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Mi

03

Jul

2013

Züri Fäscht 2013: S-Bahn, Tram und Bus verkehren rund um die Uhr - ZVV verzichtet in beiden Nächten auf die Erhebung des Nachtzuschlags

Damit hunderttausende von Festbesucherinnen und Festbesuchern vom 5. bis 7. Juli 2013 am Züri Fäscht ausgelassen feiern können, leistet der öffentliche Verkehr im Zürcher Verkehrsverbund ZVV Überstunden. Über 450 S-Bahn- Extrazüge und weit über 1000 zusätzliche Tram- und Busverbindungen bringen die Fahrgäste zu jeder Tages- und Nachtzeit bequem in die Stadt und wieder nach Hause. Der ZVV verzichtet am Züri Fäscht auf die Erhebung des Nachtzuschlags.

S-Bahnen verkehren am Züri Fäscht rund um die Uhr                    Foto: Marcel Manhart

 

 

Während der Festnächte von Freitag und Samstag gilt ein Spezialfahrplan im ZVV: Die meisten Linien der Zürcher S-Bahn sowie der VBZ verkehren durchgehend wie im Tagesnetz. Ausserdem ergänzen zusätzliche S-Bahnen nach den Feuerwerken ab 23.00 Uhr bis 3 Uhr das Angebot ab Zürich Stadelhofen und Hauptbahnhof. So fahren die meisten Linien während dieser Zeit im Viertelstundentakt.

 

Damit die Heimreise nicht am Bahnhof endet, sind auch die Regionalbusse dauernd im Einsatz und bringen die Fahrgäste sicher nach Hause. Es gelten jedoch nicht die regulären Nachtnetz-Fahrpläne, sondern Spezialfahrpläne. Der ZVV verzichtet in beiden Nächten auf die Erhebung des Nachtzuschlags.

 

 

Feuerwerk von oben bestaunen


Spektakuläre Aussicht auf die Feuerwerke des Züri Fäschts und die Stadt Zürich geniesst man unter anderem vom Uetliberg aus. Daher verkehren die S-Bahn-Züge der SZU zum und vom Uetliberg ebenfalls rund um die Uhr. Die Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg fährt alle 15 Minuten, die letzte Talfahrt ist um 0.05 Uhr.

 

 

Nachtangebot des Fernverkehrs und Thurbo


Auch über das Gebiet des ZVV hinaus bestehen während der ganzen Nacht Spätverbindungen. Die SBB führen Extrazüge nach Olten – Bern, Lenzburg – Aarau, Luzern, Basel, St. Gallen und Chur [Fahrpläne]. Ab Winterthur fahren die Nachtzüge von Thurbo in die Ostschweiz. Die Züge des nationalen Fernverkehrs fahren ab Zürich HB. Am einfachsten ist der Hauptbahnhof vom Festgelände zu Fuss erreichbar (ca. 20 Minuten ab Seebecken).

 

 

Tipp: Ticket für die Rückfahrt schon auf dem Hinweg lösen


Erfahrungen aus den Vorjahren zeigen, dass sich vor allem nach den Feuerwerken lange Warteschlangen vor den Ticketautomaten bilden. Daher empfiehlt es sich unbedingt, schon auf der Hinreise ein gültiges Rückreiseticket zu lösen. Innerhalb des ZVV ist dies eine ZVV-Tageskarte oder der ZVV-9-Uhr-Tagespass.

 

Bewohner aus den umliegenden Verbunden lösen mit Vorteil eine Z-Pass-Tageskarte. Ausserhalb des Z-Pass-Gebietes ist das Züri Fäscht-City Ticket die beste Wahl. Neben der An- und Rückreise ist die freie Nutzung des gesamten öffentlichen Verkehrs in der Stadt Zürich (ZVV Zone 110) inbegriffen.

 

Die Tickets sind an allen Ticketautomaten, an jeder ZVV-Verkaufsstelle und über den SBB-Ticketshop www.sbb.ch/ticketshop erhältlich.

 

 

Ticketkontrollen am Züri Fäscht


Für das umfangreiche zusätzliche Angebot und den massiven Personaleinsatz im öffentlichen Verkehr am Züri Fäscht rund um die Uhr ist der ZVV auf die Ticketeinnahmen der Nutzerinnen und Nutzer angewiesen. Aus diesem Grund führen die Verkehrsunternehmen auch während des Züri Fäschts Ticketkontrollen durch.

 

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Di

02

Jul

2013

Die Schweizer Rheinhäfen: Wo Intermodalität Alltag ist

LITRA Artikelserie «Der Güterverkehr auf dem Weg in die Zukunft» (2/4)

 

Die Schweizer Rheinhäfen sind ein Musterbeispiel für gelebte Intermodalität. Da der Rhein oberhalb von Basel nicht schiffbar ist, müssen alle auf dem Wasserweg ankommenden Güter auf die Schiene oder Strasse umgeladen werden. Dies führt zu einer regen Aktivität mit entsprechenden Infrastrukturen und anspruchsvoller Organisation. Verschiedene Projekte zur Steigerung der Intermodalität sind im Gang.

 

Von Sylvain Meillasson

Güterzug auf der Rheinbrücke in Basel                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Hafenaktivitäten für den Güterumschlag in Basel sind bedeutend für die nationale Wirtschaft. Zugegeben: Die Strasse befördert rund zwei Drittel der Importe und drei Viertel der Exporte, die Schiene im Vergleich dazu nur zwanzig beziehungsweise fünfzehn Prozent. Der Anteil der Flussschiffahrt am Güterverkehr beläuft sich auf rund zehn Prozent bei den Importen und etwas weniger als fünf Prozent bei den Exporten. Das entspricht 6,2 Mio. Tonnen im Eingang und eine Million Tonnen im Ausgang im Jahr 2012. Der Transit hingegen spielt nur eine untergeordnete Rolle für die Schweizer Rheinhäfen: fünf Prozent aller Güter oder 0,3 Millionen Tonnen im Jahr 2010.

 

Seit 2008 gibt es die Schweizer Rheinhäfen, die aus der Fusion der Rheinschifffahrtdirektion des Kantons Basel Stadt und den Rheinhäfen Basel Landschaft entstanden sind. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Birsfelden. Es betreibt drei Anlagen: Kleinhüningen, Birsfelden und den Auhafen Muttenz. Ein vierter Hafen, der bereits 1906 in St. Johann seinen Dienst aufnahm und damit der älteste und der einzige in Grossbasel war, stellte seine Aktivitäten im 2010 ein. Der Komplex von Kleinhüningen setzt sich aus dem Nordhafen mit zwei Becken und einem Kai zusammen; diese sind im Betrieb seit 1919 und 1936. Birsfelden und der Auhafen Muttenz werden als die südlichen Häfen bezeichnet und wurden in den Jahren 1937-40 und 1950-54 erstellt. Kleinhüningen ist dabei der «Generalist» während Birsfelden und der Auhafen spezialisierte Aufgaben übernehmen.

 

Kleinhüningen ist seit 1924 über den Badischen Bahnhof ans Schienennetz angeschlossen, jene von Birsfelden und dem Auhafen seit 1940 über den Rangierbahnhof von Muttenz. Die Hafenbahn Schweiz, Tochtergesellschaft der Schweizer Rheinhäfen und aus den beiden kantonalen Hafenbahnen im Jahr 2011 entstanden, führt ein Netz von rund achtzig Schienenkilometern, ein Teil davon elektrifiziert und im offenen Netzzugang für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen zugänglich. Diese Verbindung von den Häfen zum Schweizer Schienennetz ermöglichte es im Jahr 2010 59 Prozent der 4‘782‘213 auf dem Wasserweg angelandeten Gütertonnen über die Schiene zu importieren.

 

Die erwartete Steigerung des Handelsaustausches mit dem Ausland (34 Prozent zwischen 2010 und 2020, darüber hinaus bis 2030 weitere zwölf Prozent), wird nicht ohne Auswirkungen auf die Wasserstrasse sein, die eine wichtige Rolle im Transport von Massengütern spielt und auch bei maritimen Verkehren ihre Stärken hat. Die widersprüchlichen Entwicklungen im ersten Quartal 2013 – Rückgang der Gesamttonnage von 16,3 Prozent zur gleichen Periode im Vorjahr gegenüber einem Plus bei den Containern von 10,6 Prozent – beweisen dies trotz einer schwachen Konjunktur. In diesem Umfeld wurde ein Entwicklungsplan mit Horizont 2020 gestartet. Die Südhäfen von Basel sollen ab 2014 von einer besseren Zugänglichkeit auf dem Wasser profitieren (grösserer Tiefgang und Zulassung von Schiffen bis zu einer Länge von 135 Meter), die Bahnanschlüsse in den Jahren 2014-2015 angepasst werden. Der Auhafen wird durch neue Gleise mit dem Rangierbahnhof von Muttenz verbunden wie auch mit der Industriezone von Schweizerhalle. Der Basler Nordhafen seinerseits sollte zwischen 2016-19 ein drittes Becken erhalten, das einen neuen trimodalen Terminal (Wasser, Schiene, Strasse) bedient. Dieses umfassende Projekt mit einer Umschlagskapazität von mehr als 200‘000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) pro Jahr ist teuer: Die Schweizer Rheinhäfen, die SBB und die Eidgenossenschaft rechnen mit Kosten von rund 200 Millionen Schweizer Franken. Es steht im Einklang mit dem geplanten Gateway Limmattal von SBB und Bund. Die Inbetriebnahme eines dritten Hafenbeckens in Kleinhüningen dürfte erst in einer zweiten Etappe nach 2019 realisiert werden. Zuvor – wahrscheinlich ab 2016 – nimmt die neue intermodale Umschlaganlage ihre Tätigkeit auf; sie wird jedoch vorerst nur bi-modal zwischen Strasse und Schiene funktionieren und vorerst nur 20 Prozent der anvisierten Leistungen erbringen.

Am Rande des einstigen badischen Rangierbahnhofs gelegen – das Gelände ist bereits im Besitz der SBB – wird der Terminal Basel Nord dem Import- und Exportverkehr auf der Schiene dienen. Die Versorgung der Nordwestschweiz wird direkt von hier erfolgen dank den bestehenden Anlagen (Becken Nummer 2 und Birsfelden), einerseits über die Schiene über den Swiss Split und den Rangierbahnhof von Muttenz, anderseits angesichts der kurzen Distanzen in grösserem Ausmass über die Strasse. Ein wichtiger Punkt: Das Projekt konzentriert sich auf meergängige Container und schliesst Wechselbrücken und Sattelauflieger aus, die in anderen Terminals wie in Weil am Rhein umgeschlagen werden. Nicht betroffen ist ebenfalls die Rollende Autobahn der RAlpin.

 

Die Befürworter des Konzepts erinnern an die wachsende Rolle der Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen (ARA) auf Kosten des Hafens von Hamburg. Daraus ergibt sich ein Vorteil für den Hinterlandverkehr auf den Flüssen und somit für die Schweizer Rheinhäfen. Sie unterstreichen ebenfalls, dass der durch die Schweizer Terminal laufende Import- und Exportverkehr (rund 280‘000 TEU) zu 85 Prozent aus den Nordhäfen stammen (148‘000 TEU aus den ARA-Häfen und 91‘000 TEU aus den deutschen Häfen) gegenüber fünfzehn Prozent für die Festlandwarenflüsse. Sie streben die Ablösung der dezentralen Struktur der Schweizer Terminallandschaft an, die heute über vierzig Anlagen mit unterschiedlichen Aufgaben umfasst, darunter sieben Terminals, die zwischen 50‘000 bis 70‘000 TEU umschlagen und auch die Funktion von Gateways übernehmen. Diese sollten effizienter arbeiten und das erwartete Wachstum im Import- und Exportverkehr auffangen.

 

Die gemeinsame Kapazität des Terminals Basel Nord und des Gateways Limmattal sollte im Jahr 2020 somit 539'000 TEU (davon 202'500 für Basel) betragen und zehn Jahre später 675'000 TEU (249'000 für Basel) erreichen. Es wird Aufgabe des Gateways Limmattal sein, die aus Basel Nord und durch Direktzüge aus dem Ausland ankommenden Sendungen an die Terminals in der übrigen Schweiz weiterzuleiten (mit Ausnahme jener im Nordwesten des Landes) und zwar weitgehend auf der Schiene dank dem System Swiss Split und dem Rangierbahnhof Limmattal. Der Anteil am Strassentransport sollte dabei zwanzig Prozent nicht überschreiten. Diese positiven Aspekte, gefördert von der SBB, der Eidgenossenschaft und den Schweizer Rheinhäfen bleiben nicht ohne Widerspruch. Die Kritik zielt auf die Beschränkung auf die maritimen Verkehre und die allzu starke Förderung einzelner Akteure. Die Produktivität des Systems wird auch in Frage gestellt und es gibt eine starke Opposition rund um den geplanten Gateway Limmattal durch Politik und Bevölkerung. Das Bundesamt für Verkehr hat eine Mediation eingeleitet.

 

Die Entwicklung der Schweizer Rheinhäfen hat Auswirkungen auf die Infrastruktur der anderen Transportmittel, allen voran der Eisenbahn. Angesichts des erwarteten starken Wachstums des Containerverkehrs könnte dieser von der Fertigstellung der Neuen Alpentransversalen profitieren, vor allem Richtung Mittelmeer. Er könnte aber auch mit dem Wachstum des bestehenden Transitverkehrs auf der Schiene in Konflikt kommen. Aus diesem Grund ist der Bau eines dritten Juradurchstichs mit hoher Kapazität für die Schweizer Rheinhäfen von strategischer Bedeutung. Bei der Zusammenarbeit mit den Häfen von Weil am Rhein und Mülhausen im Rahmen der Vereinigung „Rheinports“ (gemeinsam 10,6 Millionen Tonnen pro Jahr), zeigen sich die Schweizer Rheinhäfen angetan vom Vorschlag des Hafens von Strasbourg, bei Niedrigwasser Pendelzüge auf der Schiene verkehren zu lassen.

 

Bahnanschluss und weitere Daten

 

Das Schienennetz der Hafenbahn Schweiz AG erlaubt es, die Schweiz hauptsächlich über die Schiene zu versorgen (mit Ausnahme der Nordwestschweiz, welche dreissig Prozent der Importe erhält und diese zu 69 Prozent auf der Strasse abwickelt). Das Mitteland (24 Prozent aller Importe) wird mit 64 Prozent per Bahn bedient, 73 Prozent die Ostschweiz (13 Prozent), 89 Prozent Zürich (11 Prozent), 61 Prozent die Zentralschweiz (elf Prozent), siebzig Prozent die Genferseeregion (sechs Prozent) und 93 Prozent für das Tessin (fünf Prozent). Bezüglich der in Basel angelandeten Sendungen (6‘199‘795t auf ein Total von 7‘210‘548t) im 2012, 25,9 Prozent liefen über Kleinhüningen, 32,6 Prozent über Birsfelden und 35,7 Prozent über den Auhafen. Kleinhüningen schlägt Container und Stückgüter um, während Birsfelden und der Auhafen sich in erster Linie auf Massengüter wie Stahl und Metall (in geringerem Ausmass auch zur Hälfte mit Lastwagen zugeführte Container sowie Mineralöl) spezialisieren, und in zweiter Linie auch Speiseöle, Dünger, Tonerde und Brennstoffe. Stahl und Metalle über Birsfelden sind rückläufig -3,86 Prozent bei den Importen (1‘040‘010t davon ein Teil im Transit durch die Schweiz nach Italien) und -56,57% im Export (14‘723t als Resultat des Niedergangs der metallverarbeitenden Industrie in der Schweiz) im ersten Quartal 2013. Die Container-Tätigkeiten in den Schweizer Rheinhäfen erreichte 30’645 TEU im Import, 31‘021 TEU im Export und 40’574 TEU in Form von leeren Containern im 2012. 

 

Die Artikelserie «Der Güterverkehr auf dem Weg in die Zukunft» beleuchtet in vier Teilen unterschiedliche Aspekte des heutigen Güterverkehrs auf Schiene, Strasse und Wasser. Die Serie ist eine Zusammenarbeit der LITRA und der BAHNJOURNALISTEN SCHWEIZ.

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