Tausende Besucher beim ÖBB Erlebnistag in Salzburg

Die Eisenbahn in Österreich feiert in diesem Jahr ihren 175. Geburtstag. Für die ÖBB in Salzburg die ideale Gelegenheit um beim Erlebnistag am vergangenen Wochenenende den kleinen und grossen Eisenbahnfreunden einen Blick hinter die Kulissen der Faszination Bahn zu geben.

Die 52.1227 war eine der "Stars" in Salzburg                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Für die harmonische musikalische Begleitung beim Eisenbahnerlebnistag sorgte die österreichweit einzigartige Lokführerkapelle Salzburg. Zu sehen gab es am Standort der Lokführer verschiedenste alte Fahrzeuge wie u.a. die Dampflok der Reihe 52, die ebenso bestaunt werden konnte wie die modernen 10.000 PS starken Tauruslokomotiven im besonderen Design. Eröffnet und gleichzeitig präsentiert wurde ein moderner Lokservicestand bei dem auf fünf Ebenen die Wartung der Loks durch die ÖBB-Facharbeiter durchgeführt wird. Begeisterung war auch bei den Modellbahnern des Eisenbahnmodellbahnclubs Salzburg zu spüren. Sie zeigten die begehrten Kleinbahnloks und ermöglichten den Kindern selbst beim Basteln handanzulegen.

 

 

Fahrsimulator für kleine Lokführer

 

Am Fahrsimulator zeigten die echten ÖBB Lokführer den Zuschauern wie man eine Lok steuert und so konnten sich viele Kinder und Erwachsene am virtuellen Führerstand einmal selbst als Triebfahrzeugführer versuchen. Viel Information zur Technik, Zugsteuerung, Fahrzeugwartung und auch dem Ticketkauf am Automaten sowie zum Thema Lehre bei den ÖBB gab es an den verschiedenen Ständen. Im eigenen Postwaggon wurde ein Sonderstempel zur Veranstaltung angeboten und für Bahnliebhaber war auch ein Eisenbahn-Raritätenmarkt vertreten. Action und Spannung zeigten die Mitarbeiter der ÖBB Infrastruktur und wechselten bei einer Schauvorführung mehrere Schienen im Schnellgang aus. Imposant dabei die großen und vielseitigen Bahnbaumaschinen vom Stopfexpress über den Schienenkran bis zum Zweiwegebagger der sowohl im Gelände als auch auf Schienen fahren kann.

 

 

Blick in die Betriebsführungs-Zentrale (BFZ)

 

Zahlreiche Technikinteressierte nutzten den Erlebnistag auch um einen Blick in die Betriebsführungszentrale am Salzburger Hbf. zu werfen, wo Fahrdienstleiter die Weichen per Mausklick umstellen und über 500 Zugfahrten pro Tag sicher abwickeln. Anziehungspunkt zum Staunen waren auch diesmal die verschiedenen Busse der ÖBB-Postbus GmbH, die von Nostalgie bis zur Moderne alles zeigten. Ein ÖBB Shuttlebus sorgte für einfache und bequeme Mobilität zwischen dem Hauptbahnhof und den beiden Veranstaltungsorten in der Bahnhofstraße. Das Eisenbahn begeistert zeigte auch der Besuch vom Bundesminister für Soziales, Arbeit und Konsumentenschutz, Rudolf Hundstorfer. Er wurde von ÖBB-Infrastruktur Vorstand Georg-Michael Vavrovsky sowie den regionalen Führungskräften der ÖBB und AK-Vizepräsident Walter Androschin herzlich begrüßt.

 

175 Jahre Eisenbahn

 

Die Eisenbahn begeistert und bewegt die Menschen in Österreich seit 175 Jahren und am Erlebnistag konnten die vielen Facetten der Bahn in Salzburg hautnah erlebt und ausprobiert werden. Mit dem Erlebnistag wollen sich die ÖBB auch bei ihren täglich 1,2 Millionen Kunden bedanken und präsentieren sich gleichzeitig als modernes Unternehmen mit Tradition und hohem Zukunftspotential. Am Sonntag gab es dann  in der Bahnhofstraße 2 noch einen Frühschoppen mit der Lokführerkapelle sowie von 10 – 14 Uhr nochmals viel Programm für Jung und Alt.

 

 

Eisenbahn im Jahr 2025

 

Die Bahn ist das Verkehrsmittel der Zukunft. Auf einer Distanz bis zu 500 Kilometer ist die Bahn bereits jetzt unschlagbar. Sie ist beim Transport von Personen und Gütern absolut staufrei und umweltschonend. Mit einem Ausbauprogramm der Bahninfrastruktur von historischer Dimension wird eine neue Zeitrechnung eingeleitet. Ziele sind höhere Kapazitäten im Zugbetrieb und damit kürzere Fahrzeiten sowie mehr Komfort für die Bahnreisenden. Mehr Tempo auf den Bahnstrecken heißt natürlich auch eine Verkürzung der Reisezeiten. Im Dezember 2012 geht die neue Strecke Wien–St. Pölten über das Tullner Feld in Betrieb, 15 Minuten Zeitersparnis sind die positive Folge. 2025 werden Wien–Salzburg in 2 Stunden und 15 Minuten (heute 2 Stunden 45 Minuten) und Wien–Klagenfurt in 2 Stunden 40 Minuten (heute 3 Stunden 50 Minuten) Realität sein.

 

Mit dem „Zielnetz 2025+“ werden heute die Weichen für die Bahn von morgen gestellt: Neue Züge, moderne Bahnhöfe, schnellere Verbindungen und eine sichere Infrastruktur machen die Bahn noch attraktiver. Mit dem der Ausbau der großen Achsen auf der Westbahn und auf der Südbahn sowie dem Bau des Wiener Hauptbahnhofs wird Österreich ein Knotenpunkt im transeuropäischen Schienenverkehr und eine wichtige Drehscheibe für den internationalen und nationalen Personenverkehr. Die Bahn-Offensive dient zugleich auch der Vorbereitung auf die Bevölkerungsentwicklung der Zukunft. Bereits in 20 Jahren werden 60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher in fünf bis sieben Ballungsräumen leben und arbeiten.

 

Um ihren Kunden das Reisen mit der Bahn so angenehm wie möglich zu machen, haben die ÖBB bereits vor über zehn Jahren die „Bahnhofsoffensive“ gestartet. Seitdem werden die frequenzstärksten Bahnhöfe und Haltestellen renoviert, modernisiert und auf höchste Standards in Sachen Kundenfreundlichkeit, Service und Sicherheit gebracht. Aktuell und in den kommenden Jahren werden in ganz Österreich rund 100 Bahnhöfe und Haltestellen runderneuert. Die Bahnhöfe der Zukunft sind aber nicht nur für den Zugverkehr von Relevanz, sondern sie sind auch Hot Spots der Stadt. Zu den neuen BahnhofCitys der ÖBB gehören Handels-und Dienstleistungsbetriebe, Gastronomieangebote, Büros, Tiefgaragen und Hotels.  Der Wiener Westbahnhof mit der BahnhofCity Wien West ist seit November 2011 ein Beispiel für einen modernen Bahnhof. Der Wiener Hauptbahnhof wird ab Ende 2014 dem Prädikat „Mehr als ein Bahnhof“ gerecht.

 

Moderne Infrastruktur ist die Voraussetzung für mehr und schnelleren Bahnverkehr. Die Leistungsfähigkeit der Bahn soll dadurch um 30 Prozent steigen. Im Jahr 2025 wird es um 42 Prozent mehr Güterverkehr und um 17 Prozent mehr Personenverkehr geben. Das Bahnnetz der Zukunft entsteht jetzt, für die nächsten 100 Jahre.

 

 

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