SBB Cargo zieht im Herbst 2014 von Basel nach Olten

Neuer Hauptsitz für die Güterbahn

 

Der Mietvertrag von SBB Cargo in Basel läuft in zwei Jahren aus. Nach intensiver Suche in der näheren Umgebung hat das Unternehmen in Olten an zentraler Lage einen geeigneten Standort für seinen künftigen Hauptsitz gefunden. SBB Cargo kann sich ab November 2014 zu günstigeren Konditionen in einen Neubau in Bahnhofnähe einmieten.

Der CEO von SBB Cargo, Nicolas Perrin blickt in Richtung Olten     Foto: Marcel Manhart

 

SBB Cargo wird umziehen und im Herbst 2014 seinen Hauptsitz nach Olten verlegen. Das Unternehmen kann sich dort zu deutlichen tieferen Mietkosten in einen Neubau einmieten. Dadurch ergeben sich für SBB Cargo jährliche Einsparungen in Höhe von einer Million Franken.

 

Auslöser für den Umzug ist der auslaufende Mietvertrag am heutigen Standort im Elsässertor an der Centralbahnstrasse. SBB Cargo ist seit 2001 in Basel stationiert. Trotz intensiver Suche und Unterstützung durch die Basler Wirtschaftsförderung liess sich auf den erforderlichen Zeitpunkt 2014 in Basel kein passender Alternativstandort für die gut 500 Mitarbeitenden finden. Auch die Erneuerung des Mietvertrages im Elsässertor war geprüft worden, fiel jedoch aus Kostengründen und angesichts notwendiger Investitionen ausser Betracht. Deshalb erweiterte SBB Cargo die Standortsuche und fand in Olten an der Aarburgerstrasse unweit des Bahnhofs eine geeignete Liegenschaft. Mit dem Umzug bleibt SBB Cargo dank der zentralen Lage von Olten sowohl nahe beim wichtigen Logistikstandort Basel als auch bei den Logistikzentren im Schweizer Mittelland.

 

Für die Mitarbeitenden von SBB Cargo bedeutet der Umzug teilweise Veränderungen im Arbeitsweg. Rund die Hälfte der Mitarbeitenden muss eine längere Pendlerdistanz in Kauf nehmen, während die andere Hälfte bereits heute näher beim neuen Arbeitsort in Olten wohnt.

 

Der SEV erachtet den Umzug von SBB Cargo nach Olten als Chance für einen Neuanfang. Er warnt aber vor den damit verbundenen Risiken, insbesondere für die Mitarbeitenden, die mit den allzu vielen Standortwechseln stark belastet werden.

 

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV begrüsst grundsätzlich, dass die krisengeschüttelte SBB Cargo Einsparungen nicht nur auf Kosten des Personals und der Kundschaft vornimmt, sondern die zu teuren Räume in Basel aufgibt. Andererseits handelt es sich für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um den dritten Umzug innert zwölf Jahren (Bern, Freiburg, Basel, Olten), was zu hohen Kosten und sozialen Nachteilen führt. Der SEV fordert eine Vereinbarung, die den Betroffenen grosszügige Unterstützung beim erneuten Umzug bietet. Wo nötig müssen angemessene individuelle Lösungen gefunden werden.

 

«Wir erwarten, dass nach der Umsetzung der zahlreichen Reorganisations- und Abbauprojekte mit dem Wechsel an einen neuen Standort der Neustart gelingt», betont SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn, der für Cargo zuständig ist. «Cargo muss sich endlich wieder auf den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene konzentrieren, was eigentlich ihr Kernauftrag wäre!»

 

Der SEV erwartet zudem, dass die Räumlichkeiten am neuen Standort unter Mitwirkung der Personalkommission als Vertretung der Betroffenen nutzerorientiert eingerichtet werden. Die unzumutbaren Verhältnissen an Hitzetagen in Basel dürfen sich nicht wiederholen. Als selbstverständlich erachtet es der SEV, dass nun eine mehrjährige Phase der Konsolidierung eintritt, damit die zahlreichen Massnahmen ihre Wirkung überhaupt entfalten können und die Hektik der andauernden Reorganisation überwunden wird. «Mit den wiederholten Standortwechseln innert kürzester Zeit hat SBB Cargo Mittel verschleudert und das Personal überstrapaziert», stellt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone fest.

 

 

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