Mo

29

Apr

2013

Netzzustandsbericht 2012 bestätigt guten Zustand der SBB Anlagen

Die SBB schafft erneut Transparenz über ihre Infrastrukturanlagen, welche 2012 einen geschätzten Wiederbeschaffungswert von CHF 84, 1 Mrd. aufweisen. Gemäss dem heute publizierten, jährlich erscheinenden Netzzustandsbericht befindet sich das Netz der SBB insgesamt in einem guten Zustand. Die Sicherheit und Verfügbarkeit konnte 2012 gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Der Netzzustandsbericht zeigt zudem, dass der Nachholbedarf stabil ist. Der grösste Handlungsbedarf besteht weiterhin beim Bahnzugang. Um den benötigten Mittelbedarf in diesem Bereich zu erheben, hat die SBB ein externes Gutachten in Auftrag gegeben. Ein weiteres Gutachten wird für den Nachholbedarf bei der Fahrbahn eingeholt. Die Ergebnisse werden im Netzzustandsbericht 2013 berücksichtigt.

Das SBB-Netz befindet sich insgesamt in einem guten Zustand     Foto: Marcel Manhart

 

 

Mit dem Netzzustandsbericht gibt die SBB Auskunft über die Entwicklung des Zustands ihrer Infrastrukturanlagen (Bahn-, Energie- und Telecomnetz) und den künftigen Mittelbedarf für die Substanzerhaltung. Die Bestandsaufnahme per Ende 2012 fällt positiv aus: 77,9 Prozent der Anlagen sind in einem sehr guten oder guten Zustand (Vorjahr: 73,9 Prozent), bei 18,2 Prozent wird der Zustand als mittel bewertet (Vorjahr: 20,3 Prozent). Lediglich 3,9 Prozent der 1,5 Millionen analysierten Objekte befinden sich in einem schlechten oder unbefriedigenden Zustand (Vorjahr: 5,8 Prozent), wobei die meisten dieser Anlagen das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Die Schritte, um Zustände mit ungenügender Benotung zu beheben, sind eingeleitet und werden planmässig umgesetzt. So konnten im Jahr 2012 bereits einige Anlagen saniert und die Sicherheit und Verfügbarkeit des Netzes gesteigert werden. Dabei wirken sich insbesondere die Verbesserungen im Bereich Fahrbahn aus, wo die SBB 76 Millionen Franken mehr in den Unterhalt investiert hat, als ursprünglich budgetiert war. Die SBB ergreift 2013 und in den folgenden Jahren zusätzliche Massnahmen, um den Zustand und die Sicherheit der Fahrbahn weiter zu steigern.

 

 

Schrittweiser Abbau des Nachholbedarfs bis 2032

 
Der so genannte Nachholbedarf ist stabil geblieben. Nachholbedarf entsteht, wenn Anlagen über ihre wirtschaftlich und betrieblich sinnvolle Nutzungsdauer hinaus genutzt werden. Der Netzzustandsbericht 2012 weist 1,815 Milliarden Franken Nachholbedarf aus (Vorjahr: CHF 1,78 Mia.). Dies entspricht weiterhin rund zwei Prozent des Wiederbeschaffungswerts aller SBB Anlagen von 84,1 Milliarden Franken (Vorjahr: CHF 80,2 Mrd.). Durch die Leistungsvereinbarung 2013-2016 mit dem Bund, den höheren Trassenpreisen und den internen Effizienzsteigerungen stehen in den kommenden Jahren mehr finanzielle Mittel für die Substanzerhaltung zur Verfügung. Dadurch kann der Zustand der Anlagen weiter stabil gehalten werden. Der Nachholbedarf wird voraussichtlich bis 2032 schrittweise abgebaut. Dies soll möglichst mit finanziellen Mitteln aus dem Bahninfrastrukturfonds (FABI-Vorlage des Bundesrates) erfolgen.

 

 

Bahnzugang bleibt grösstes Handlungsfeld der nächsten Jahre


Wie bereits im letztjährigen Netzzustandsbericht dargestellt, besteht im Bereich Bahnzugang in den nächsten Jahren der grösste Handlungsbedarf. Die wachsende Anzahl Reisende stellt die SBB bei der Fahrplanstabilität, bei der Sicherheit aber auch beim Abwickeln der Personenströme vor grosse Herausforderungen. Nach wie vor trifft dies vor allem bei den zwölf Bahnhöfen Lenzburg, Glanzenberg, Zürich Hardbrücke, Rolle, Basel SBB, Zürich Altstetten, Olten, Bellinzona, Morges, Zürich Stadelhofen, Zürich HB Museumstrasse und Stettbach zu. Aufgrund eines unabhängigen Gutachtens wird die SBB bis Ende 2013 den benötigten Mittelbedarf und die erforderlichen Massnahmen bestimmen. Mit einem weiteren Gutachten wird zudem die Entwicklung des Nachholbedarfs bei der Fahrbahn überprüft. Die Ergebnisse der Expertisen fliessen in den Netzzustandsbericht 2013 ein.

 

 

Transparenz über Netzzustand dank Bericht

 
Seit dem externen Netzaudit im Jahr 2009 rapportiert die SBB jährlich mit dem Netzzustandsbericht über Zustand und Entwicklung der Anlagen ihres Bahn-, Energie- und Telecomnetzes. Dabei werden die Substanz, die Sicherheit und die Verfügbarkeit beurteilt. Zusätzlich zu dieser Bewertung weist die SBB im Netzzustandsbericht den zukünftigen Mittelbedarf für die Substanzerhaltung sowie weitere finanzielle Kennzahlen aus.

 

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