Top news - SWI swissinfo.ch

Rex, Roxy, Royal (Sa, 21 Jan 2017)
Wann haben Sie sich das letzte Mal einen Film im Kino angesehen? Die Chance, in der Schweiz ein Lichtspieltheater ganz in Ihrer Nähe zu finden, ist gar nicht so klein. Es sind mehr als 270 Kinos, die wöchentlich ihre Programme zusammenstellen und auf Zuschauer hoffen. Das Buch "Rex, Roxy, Royal" präsentiert dem Leser 111 dieser Kinos, die durch ihre Geschichte, ihr Programm, ihre soziale Funktion oder Architektur herausragen und die einzigartige Vielfalt der Schweizer Kinokultur ausmachen. Sandra Walti ist Gestalterin und arbeitet seit vielen Jahren hinter den Kulissen für den Freien Film Aarau. Sie ist, zusammen mit Tina Schmid, eine der beiden Herausgeberinnen des Buchs. Die Idee dafür trug sie lange mit sich herum und dachte darüber nach, während sie Filme vorführte, das Programm des nächsten Monats mitgestaltete oder nach der Vorführung die Theke der Bar abwischte. Vor ziemlich genau einem Jahr war es dann soweit. Das Konzept der Publikation stand, die Auswahl der Filmtheater ...
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Poeten der Werbung (Fr, 20 Jan 2017)
Mit dem Grafiker Karl Gerstner ist der letzte der Gründer der Basler Werbeagentur GGK gestorben. Die GGK stieg zu Beginn der 1960er Jahren innert kürzester Zeit zu einer von Grossfirmen wie IBM, VW und Nestlé umworbenen Agentur auf und mit ihren populären Inseraten für die Fluggesellschaft Swissair prägte sie das Bild der Schweiz im Ausland über Jahrzehnte mit. Verantwortlich für ihren Erfolg war eine kompromisslose Mischung aus ausgefallenen Texten, konsequenter Schweizer Grafik und dem Willen, auch Konsumenten als Leser ernst zu nehmen: Ein Ausflug in die wilden Anfänge der Schweizer Kreativwirtschaft.  Am ersten Tag des Jahres 2017 ist der Schweizer Grafiker Karl Gerstner gestorben und mit ihm auch der letzte von drei grossen Buchstaben: Er war das einzig verbliebene G der GGK. Die Werbeagentur GGK war 1959 von Gerstner und dem Historiker und Schriftsteller Markus Kutter in Basel gegründet worden. 1963 kam mit Paul Gredinger ein weiteres G und ein Architekt hinzu, ...
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Winterspiele im Wallis: "Ein schlechtes Zeichen in einem schlechten Moment" (Fr, 20 Jan 2017)
Nach dem Scheitern von "Sion 2006" stürzt sich das Wallis erneut ins olympische Rennen. Am Freitag wurde eine Kandidatur von mehreren Westschweizer Kantonen lanciert. Christophe Clivaz, ein Walliser Umweltschützer und Experte für nachhaltigen Tourismus an der Universität Lausanne, ist von der Kandidatur wenig überzeugt. Der Traum von olympischen Spielen erhebt sich im Wallis wieder aus der Asche: Er heisst "Sion 2016". Die Kandidatur für die Winterspiele 2026 "im Herzen der Schweiz", an der vier Westschweizer Kantone und Sitten als Host-City beteiligt sind, ist am Freitag offiziell lanciert worden. Eine andere Kandidatur aus dem Kanton Graubünden sieht ebenfalls vor, die Spiele auf mehrere Kantone aufzuteilen, darunter Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen. Das Sportparlament von Swiss Olympic wird im April zwischen diesen beiden Optionen entscheiden, während das internationale Auswahlverfahren im Juni 2019 stattfinden wird. Christophe Clivaz, Professor ...
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Alexander Bez (Di, 17 Jan 2017)
Alexander Bez lebt seit bald 16 Jahren in Davos. Der Deutsche war stets in Hotels beschäftigt. Derzeit amtet er als Hotelier im "Dischma" und beherbergt während des WEF die Mitarbeiter von SRF. (Kristian Kapp, swissinfo.ch) "Ich kam zum Skifahren", sagt Alexander Bez. Das war 2001, und der Stuttgarter ist geblieben. Stets in Davoser Hotels angestellt, arbeitete der Deutsche als Küchenchef oder Sous-Chef. Schnell realisierte er, dass das WEF jeweils eine besondere Woche im Jahr ist, wenn man in einem jener Hotels arbeitet, die im engeren Sicherheitsbereich rund um das Kongresshaus situiert sind. "Die gelieferten Esswaren werden von der Polizei kontrolliert. Es gibt nur einen Eingang, kein Fremder darf ins Hotel." Probleme hatte Bez damit nie. "Ich fand das immer lustig. Es ist wirklich wie im Film." Als Küchenchef nahm er regelmässig Extrawünsche entgegen. "Der Präsident von Tansania zum Beispiel brachte eine eigene Köchin mit, die uns zeigte, was zu machen ist." Er habe stets ...
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Blick in die Zukunft (Fr, 20 Jan 2017)
Treffen Sie Sophia – einen Roboter, der alle möglichen menschlichen Gesichtsausdrücke nachmachen kann. Hat das die Besucher des WEF überrascht oder erschreckt? (Carlo Pisani, swissinfo.ch) Im "The Loft" war die vierte industrielle Revolution das Thema. Delegierte des WEF konnten einen Blick auf Technologien der Zukunft werfen. Der Roboter namens Sophia wurde von der Firma Hanson Robotics aus Hong Kong entwickelt. Es gibt auch drei kleinere Roboter, die in 20 bis 30 Minuten ein Portrait einer Person zeichnen können. Die Schweiz war mit Artmyn vertreten, einem Ableger der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL). Die Forscher haben einen 3D-Scanner entwickelt, um genaue digitale Informationen von visuellen Kunstwerken zu erfassen, die dann online mit naturgetreuen Visualisierungen auf einem simplen Webbrowser erlebt werden können.
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Trump oder der Interessenskonflikt in der modernen Demokratie (Fr, 20 Jan 2017)
Mit der Wahl des Milliardärs und Immobilien-Giganten Donald Trump zum US-Präsidenten ist das Thema "Interessenskonflikt" neu lanciert worden. Dies wird auch für die Schweiz eine grössere Bedeutung erhalten. Eine funktionierende Demokratie hängt ganz besonders davon ab, dass die Vertreter der Staatsmacht frei sind von Interessenskonflikten und so Ihr Amt ohne Konflikte mit persönlichen Zielen – finanzieller oder anderer Art – ausüben. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Es ist aber auch wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger diese Freiheit von Interessenskonflikten klar wahrnehmen. Die Staatsgewalt muss also frei sein von echten, aber auch von (möglicherweise falsch) wahrgenommen Interessenskonflikten. Mit der Wahl des Immobilien-Giganten Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten hat dieses Thema massiv an Bedeutung gewonnen. Der Schweiz ist das Thema Interessenskonflikt auch nicht fremd.
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Schweizer sind für schrittweisen Ausstieg aus Atomkraft (Do, 19 Jan 2017)
Drei Viertel aller Schweizerinnen und Schweizer wollen den fünf Atomkraftwerken im Land den Stecker ziehen. Trotzdem sagten in der Abstimmung vom 27. November letzten Jahres 54% Nein zu einem beschleunigten Ausstieg. Ein Widerspruch? Nein, sagen die Autoren der Abstimmungsanalyse VOTO, denn die Stimmbürger waren nicht einverstanden mit dem sportlichen Fahrplan, den die Initiative vorsah. Damit gibt die Analyse jenen Kommentatoren der Medien Recht, die das Verdikt des Schweizer Stimmvolkes ausdrücklich als Nein zum forschen Tempo des Ausstiegs interpretierten, den die Initiative der Schweizer Energiesektor diktiert hätte. Das Nein, so der Tenor in der Presse damals, sei keineswegs als Ja zur Weiterführung der Atomenergie zu werten. Laut der nun vorliegenden VOTO-Analyse begründeten 82% der Nein-Stimmenden ihren Entscheid mit den unrealistischen kurzen Fristen der Stilllegung. Auch unter jenen, die im November den Urnen ferngeblieben waren, befürwortet ...
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Karikatur der Woche (Fr, 28 Okt 2016)
Die Zeichnerin Marina Lutz wirft in ihrer wöchentlichen Karikatur auf swissinfo.ch einen Seitenblick auf ein aktuelles Thema. Sie arbeitet für verschiedene Schweizer Medien als Karikaturistin, darunter das führende Satiremagazin Nebelspalter. Darüber hinaus hat sie schon mehrere Preise gewonnen, etwa am internationalen Comix-Festival Fumetto in Luzern.
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Xi informiert in Genf über die globalen Verpflichtungen Chinas (Do, 19 Jan 2017)
Während Donald Trump kurz davor steht, Präsident der Weltmacht Nummer Eins zu werden, äussert sich Chinas Präsident Xi Jinping am Sitz der UNO in Genf zum internationalen Engagement der zweitgrössten Wirtschaftsmacht. Sein Besuch war geprägt von grossen Sicherheitsvorkehrungen. Genf ist den Wünschen Chinas gefolgt, um Xi Jinping am vierten und letzten Tag seines Aufenthalts in der Schweiz zu empfangen: Militär und Polizei sorgten auf den Strassen und in der Luft für Sicherheit während des Besuchs des chinesischen Staatsoberhauptes – was auch Freiheitsbeschränkungen mit sich brachte. In Bern war es Demonstranten vor der Ankunft des chinesischen Präsidenten im Bundeshaus erlaubt, zu protestieren. In Genf hingegen durften sie sich lediglich am Vortag seines Besuchs zu einer Kundgebung versammeln. Ein paar Mutige versuchten dennoch, auch am Mittwoch ein paar Spruchbänder auf dem Place des Nations zu errichten. Es ist eine Art Brauch, dass Demonstranten der ...
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Energiewende: Das Stimmvolk wird entscheiden (Do, 19 Jan 2017)
Die neue Energiestrategie 2050, die untere anderem das Ende des Atomzeitalters in der Schweiz vorsieht, kommt im Mai vors Stimmvolk. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hat am Donnerstag ihr Referendum gegen das letzten September im Parlament angenommene Projekt eingereicht. Es war kurz nach der Atomkatastrophe von Fukushima im Frühling 2011, als in der Schweiz die Energiestrategie 2050 lanciert wurde. Sie soll die Grundlage legen für eine breit angelegte Umwälzung des Schweizer Energiesystems. Die Strategie, entstanden in fünf Jahren Arbeit, sieht zuvorderst den Ausstieg aus der Atomenergie vor, also die schrittweise Abschaltung der fünf Schweizer Atomkraftwerke innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Zu den wichtigsten Zielen der Energiewende gehört die Reduktion des Energiekonsums bis 2035 um 43% gegenüber jenem des Jahres 2000. Mit dieser Energieeinsparung und der Förderung erneuerbarer Energien wollen Regierung und Parlament auch die CO2-Emissionen und den Import ...
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Trump legt Eid ab, LeVine sagt "Goodbye Bern!" (Do, 19 Jan 2017)
Suzan "Suzi" LeVine, US-Botschafterin in Bern, ist eine rege Nutzerin der sozialen Medien. Am Freitag verlässt sie ihr Büro der US-Botschaft in der Schweiz. Gleichentags tritt mit Donald Trump ein US-Präsident sein Amt an, der auch keine Berührungsängste mit den sozialen Medien kennt und seine Politik und Geschäfte mit eigenen Tweets gestaltet. Ihre Haltung zum Kurznachrichtendienst Twitter könnte unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite ist da der neu gewählte US-Präsident, der gerne auf Medien, Geheimdienste und Hillary Clinton schiesst und sich dabei Wörtern wie "verlogen", "widerlich" oder "verdammt schuldig" bedient. Dem gegenüber stehen die peppigen und optimistischen Tweets der abtretenden US-Botschafterin in der Schweiz: LeVines Nachrichten mit 140 Zeichen sind mehrheitlich aufstellend und beinhalten Wörter wie "inspirierend" und "beeindruckend und unglaublich". Sie brauche Twitter einerseits als Kommunikationsmittel, erklärt sie. Andererseits biete ...
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"Nicht jede Idee muss zu einem Film werden" (Do, 19 Jan 2017)
Die Direktorin der Solothurner Filmtage, Seraina Rohrer, ist überzeugt, dass der Schweizer Film selektiver sein sollte und gleichzeitig Talente stärker gefördert werden sollten. Im Interview mit swissinfo.ch verteidigt die energische und engagierte Festivalleiterin eine offene Schweiz, genauso wie ein Filmschaffen, das sich der Welt gegenüber öffnet. swissinfo.ch: Die Solothurner Filmtage stellen ein Schaufenster für den Schweizer Film dar. Und sie sind zugleich ein Spiegel der Gesellschaft. Was sagt die diesjährige Ausgabe über den Zustand unseres Landes und der Welt?  Seraina Rohrer Seraina Rohrer (39) wuchs im Kanton Zürich auf. Sie studierte Filmwissenschaft und Publizistik an der Universität Zürich. Mehrere Jahre war sie für ihre Doktorarbeit viel auf Reisen, vor allem in Mexiko und den USA. Sie verfasste eine Dissertation zum Thema "Transnationale Low-Budget-Produktionen". Sie leitete mehrere Jahre das Pressebüro des Filmfestivals von Locarno und koordinierte ...
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Martin Hänggi (Di, 17 Jan 2017)
Es gibt auch Davoser, die das WEF kritisch beäugen. Martin Hänggi, Besitzer des Bioladens, gehört dazu: "Ich sehe den Kreislauf und die Einnahmen, die das WEF hier vielen bringt. Trotzdem ist das WEF nicht nur ein Segen." (Kristian Kapp, swissinfo.ch) Martin Hänggi ist Idealist: Der Davoser ist mit 48 Jahren noch aktiver Eisschnellläufer, gibt im Eishockey den ganz Jungen Skatingtraining, führt ein Gym – und den Bioladen, der in Davos den Kontrast zum WEF bildet.  "Der Laden ist eine Oase. Er hilft mir, das Leben in Davos mitzugestalten", sagt Hänggi. "Finanziell bringt er mir aber wenig." Während des WEF bleibt die Kundschaft zudem grösstenteils aus: "Ich habe während des WEF keine Gelegenheitskunden und vor allem keine Gäste vom WEF, die bei mir einkaufen würden. Der Laden ist nicht auf der Promenade, ich bin wohl zu abgelegen." Vermutlich auch darum hat Hänggi noch nie ein Angebot erhalten, seinen Laden an eine Firma am WEF zu vermieten. "Ich würde es aber auch nicht tun.
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"Keine Allianz mit den Briten gegen die EU" (Mi, 18 Jan 2017)
Die Schweiz ist gut vorbereitet auf die Pläne Grossbritanniens, die Europäische Union (EU) zu verlassen. Das sagt Aussenminister Didier Burkhalter. Es gehe darum, möglichst rasch Rechtssicherheit zu schaffen. Der EU-Austritt Grossbritanniens ist für 2019 geplant. Im Interview mit mehreren Zeitungen sagte Burkhalter, die Regierung habe im vergangenen Juni einen Plan verabschiedet, um die bilateralen Beziehungen mit Grossbritannien nach dem Brexit regeln. Dies müsse schnell geschehen, man wolle kein Loch. Die Schweiz wolle die Beziehungen mit Grossbritannien in einigen Bereichen verbessern, so Burkhalter gegenüber "Der Bund" und "Tages Anzeiger". "Dass nicht mehr alles über die EU laufen muss, eröffnet auch Chancen". Ziel sei eine "gute, vielleicht sogar engere Beziehung zu Grossbritannien. Wir machen aber keine Allianz mit den Briten gegen die EU. Es gebe mehrere unbekannte Faktoren, sagte der Aussenminister. Aber die Schweizer Regierung werde in den nächsten Wochen ...
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Einblick in ein Leben auf der Flucht (Mi, 18 Jan 2017)
Etwa 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, im Ausland oder im eigenen, von Krieg gebeutelten Land. Kann man nachempfinden, was diese Leute durchmachen müssen? Das Weltwirtschaftsforum treibt Manager in einer Simulation in die Flucht. (Carlo Pisani, swissinfo.ch) Am World Economic Forum (WEF) wird nicht nur debattiert, sondern auch geschrien, geschossen und gestresst: swissinfo.ch durfte dabei sein, als Wirtschaftsführer und Managerinnen durch die Simulation von "Refugee Run" gehetzt wurden. Die Versuchsteilnehmer wollten einen Eindruck davon bekommen, wie das Leben ist, wenn man von einem Tag auf den andern sein daheim ohne Aussicht auf Rückkehr verlassen muss. Die Simulation wird in Davos jedes Jahr durchgeführt. Dahinter steht die Crossroads Foundation, eine humanitäre Nonprofit-Organisation aus Hongkong. Das Ziel ihrer Veranstaltung ist, Verständnis für die Situation von Flüchtlingen und mehr Engagement für deren Sache zu wecken. Dabei kommen keine ...
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Stroh für Schweizer Tanks (Mi, 18 Jan 2017)
Die EU will in den nächsten Jahren synthetische Biotreibstoffe in den Verkehr bringen, die solche auf Basis von Nahrungs- und Futtermitteln verdrängen. Auch in der Schweiz könnten Kraftstoffe aus Stroh und Holzresten aus Klimaschutzgründen mittelfristig das Rennen machen. "Es sieht fantastisch aus", freut sich Jeremy Luterbacher. Er meint eine Flüssigkeit mit der Farbe von Blutorangen, die in einem Reagenzglas in seinem Labor rotiert. Der Stoff, der den Chemieingenieur der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) so begeistert, heisst Lignin – ein zentraler Bestandteil vieler pflanzlicher Zellen und unverzichtbar für deren Stabilität und Festigkeit. Anders als andere Biomasse wie etwa Pflanzenöle, die als Basis von chemischen Produkten wie Biokraftstoffen dienen, wird Lignin trotz seiner hohen Energiedichte in der Industrie bisher nur als billiges Brennmaterial genutzt. Grund: Der Stoff ist äussert komplex. Luterbacher will das ändern. "Wir haben ...
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Maya Schmuker (Di, 17 Jan 2017)
Maya Schmuker beschert das WEF eine kleine Nebenarbeit. Die gebürtige Davoserin amtet während des Forums als Reiseleiterin für Angehörige der WEF-Teilnehmer. Sie bringt ihnen dabei Davos etwas näher. (Kristian Kapp, swissinfo.ch) "Ich bin dem WEF gegenüber sehr positiv eingestellt", sagt Maya Schmuker. Die 63-Jährige ist in Davos geboren, dort aufgewachsen und nach einem Abstecher nun seit 33 Jahren ununterbrochen dort wohnhaft. Sie arbeitet im Winter an der Kasse der Jakobshorn-Bergbahnen und im Sommer als Reiseleiterin. Letzteres beschert ihr seit Jahren ebenfalls einen Nebenjob am WEF, so auch 2017. Sie begleitet vorwiegend Ehefrauen und Partnerinnen von Teilnehmern des Forums. "Entweder zeige ich ihnen bei Fahrten in der Limousine die Stadt. Oder ich begleite ganze Gruppen von Frauen am jährlichen ‚Damenprogramm’." Dabei wird den aus aller Welt angereisten Frauen in einem Restaurant von einem Käser gezeigt, wie typisch Schweizer Käsefondue hergestellt wird. "Danach essen wir ...
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Schweizer Vermögen: Wer hat, dem wird gegeben (Di, 17 Jan 2017)
Weltweit besitzt eine Handvoll Menschen gleich viel Vermögen wie die ärmere Hälfte, besagt die neueste Studie der Hilfsorganisation Oxfam. Doch auch in der Schweiz ist das Vermögen stark ungleich verteilt – ein paar Superreiche teilen sich den Grossteil untereinander auf. Ob Bill Gates, Mark Zuckerberg oder Carlos Slim – sie alle gehören laut der zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums WEF publizierten Oxfam-Studie zu den acht reichsten Menschen der Welt. Die Daten der Oxfam-Studie vom 16. Januar 2017 beruhen auf dem Credit Suisse Global Wealth Databook 2016 und der aktuellen Forbes-Milliardärsliste. Zusammen besassen sie im vergangenen Jahr 426 Milliarden US-Dollar. Der Unterschied zur anderen Seite der Vermögensschere ist frappant: Rund 3,6 Milliarden Menschen kamen auf bloss 409 Milliarden US-Dollar. Doch auch in der Schweiz ist die ungleiche Verteilung der steuerpflichtigen Vermögen eklatant, wie ein Blick auf die Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung ...
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Andres Ambühl (Di, 17 Jan 2017)
Andres Ambühl ist als sechsfacher Landesmeister einer der erfolgreichsten Schweizer Eishockeyspieler. Er ist gebürtiger Davoser und Captain des Hockey Club Davos. Er kennt das WEF seit kleinauf. (Kristian Kapp, swissinfo.ch) Zwei Anlässe machen im Ausland Davos berühmt: Das WEF und der Spengler Cup. Letzteres ist das traditionsreichste Eishockey-Klubturnier der Welt, der Hockey Club Davos der Gastgeber. Der Verein ist mit 31 nationalen Titeln Schweizer Rekordmeister. Mit Andres Ambühl amtet ein echter Davoser als Captain. Er selbst wurde sechs Mal Champion und ist damit unter den noch Aktiven der erfolgreichste Schweizer Eishockeyspieler. In Davos geboren, hat Ambühl nur vier Saisons ausserhalb seines Heimatortes gespielt und das World Economic Forum entsprechend oft hautnah erlebt. Ambühl wuchs im Davoser Seitental Sertig auf und kam deshalb erst mit 12 Jahren erstmals richtig mit dem WEF in Kontakt. Er erinnert sich noch gut an diese Zeiten: "Die Kontrollen waren eher strenger ...
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10 Fakten über das WEF (Di, 17 Jan 2017)
Wieviel kostet es, Partner beim WEF zu werden? Und wieviel kostet die Teilnahme am Jahrestreffen? Wie viel gibt die Schweiz für die Sicherheit in Davos aus? Und warum wird das Forum regelmässig kritisiert? 1. Was ist das WEF? Das Weltwirtschaftsforum von Davos (WEF) ist eine private Stiftung mit Sitz in Genf. Es wird von internationalen Mitgliedern und Partnern unterstützt, die sich finanziell an der Organisation des Jahrestreffens beteiligen, wo sie ihre Erfahrungen und Meinungen über diverse Themen austauschen. Die zentrale Veranstaltung findet alljährlich im schweizerischen Davos statt. 2. Wer sind die Partner? Es handelt sich um eine Gruppe von 100 multinationalen Unternehmen wie ABB, Nestlé, Barclays, Credit Suisse, Deloitte, Deutsche Bank oder Google. Die Partner bestimmen die Agenda des WEF mit und beteiligen sich an dessen Finanzierung: Jeder steuert jährlich 115'000 Franken bei. 3. Wer sind die Mitglieder? Gemäss WEF gehören die tausend weltgrössten ...
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Sind die Eliten in Davos mit einer "Rebellion des Mittelstands" konfrontiert? (Di, 17 Jan 2017)
Es ist eine Zeit der Nervosität für die globalen Führungskräfte, die in Davos am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums zusammenkommen. Die Resultate von Urnengängen in Grossbritannien, den USA und Italien im vergangenen Jahr werden als Herausforderung der Mittelschicht an das politische Establishment interpretiert. In den Niederlanden, Deutschland und Frankreich stehen in diesem Jahr Wahlen an. Verschiedene globale Führungskräfte, darunter Frankreichs Präsident François Hollande, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kanadas Premierminister Justin Trudeau entschieden sich, nicht ans WEF zu reisen, sondern sich um Anliegen und Sorgen ihrer Wählerinnen und Wähler zu Hause zu kümmern. Auch die Schweiz, die als Bastion für komfortables Leben, Reichtum und betuliche Politik gilt, machte in jüngster Zeit Erfahrungen mit politischer Polarisierung und kontroversen Abstimmungen. Das World Economic Forum (WEF) ist entschlossen, sich dieser ...
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Thoba Grenville-Grey - ein neuer Nelson Mandela? (Di, 17 Jan 2017)
35 junge Menschen aus aller Welt, alle mit wachem Verstand und viel Engagement, reisen nach Zürich. Hier treffen sie auf ebenso viele, ebenso vife Altersgenossinnen und –genossen aus der Schweiz. Zusammen verabschieden sie eine Erklärung zu Gegenwart und Zukunft der Demokratie. Damit reisen sie weiter ans WEF nach Davos. Einer davon ist Thoba Grenville-Grey aus der fragilen Demokratie Südafrika. Die Rede ist vom 5. Treffen der so genannten Global Shapers, das vom 13. bis 15. Januar in Zürich stattfand. Es ist dies ein offizieller Vorgipfel zum 47. Weltwirtschafts-Forum Davos, das vom 17. bis 20. Januar dauert. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Höhepunkt ist die Teilnahme am WEF. In der tief verschneiten Bündner Bergwelt sollen Grenville-Grey & Co. die Global Leaders von heute mit ihren frischen Ideen konfrontieren. Dies die Idee der Initiative des in der Schweiz beheimateten WEF. Thabo Grenville-Grey ...
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Genfer Uhrensalon zum ersten Mal öffentlich (Mo, 16 Jan 2017)
Der Internationale Uhrensalon (SIHH) wird heute in Genf zum 27. Mal eröffnet. Ein Publikumstag macht den Anlass zum ersten Mal öffentlich. Keine schlechte Idee bei der schleppenden Konjunktur. Es sind keine leichten Zeiten für die Uhrenindustrie. Seit 17 Monaten nehmen die Exporte ab. Während sie im Jahr 2014 noch 22,2 Milliarden Franken betrugen, ist für das Jahr 2016 aufgrund einer Schätzung noch mit 19,5 Milliarden zu rechnen. Die Uhrenbranche hofft daher auf Impulse vom Uhrensalon. Vielleicht könnte auch folgendes Novum das Interesse an Uhren ankurbeln: Zum ersten Mal wird es am Salon einen Publikumstag geben. Bisher war der Uhrensalon für das allgemeine Publikum unzugänglich. Der Salon legte Wert auf ein exklusives Luxusambiente. Manche Vertreter der ausstellenden Uhrenmarken wünschten sich jedoch, dass auch der Normalverbraucher Einblick in die Ausstellungen erhält. Nun haben sie sich durchgesetzt: Am Freitag, 20. Januar 2017, öffnet der Salon ...
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Ex-Hotelier: "Ich belehre nicht, ich mache Menschen glücklich" (Mo, 16 Jan 2017)
Bill Clinton, Muhammad Ali, Angelina Jolie, Kofi Annan, Richard Gere, Angela Merkel: Die Liste liesse sich problemlos verlängern. Ernst Wyrsch hatte sie alle während des World Economic Forum (WEF) in seinem Steigenberger Grand Hotel Belvédère getroffen. Von 1996 bis 2011 leitete der Bündner Hotelier zusammen mit seiner Ehefrau das 5-Sterne-Hotel in Davos. Im Interview mit swissinfo.ch sprach er über die Bedeutung des WEF, über Staatsoberhäupter aus Ländern mit zweifelhaftem Ruf und die Abhängigkeit vom Profit. swissinfo.ch: Seit fünf Jahren sind Sie nicht mehr Direktor im Hotel Belvédère. Wie schauen Sie heute auf das WEF zurück? Ernst Wyrsch: Mit grosser Dankbarkeit und Stolz, 15 Jahre lang im Auge des Tornado mit dabei gewesen zu sein. Es ging oft drunter und drüber. Dankbar bin ich auch, dass die Schweiz, der Kanton Graubünden und Davos das WEF nie infrage stellten, sondern immer verstanden, dass es mehr bringt als es kostet. swissinfo.ch: Heute sind Sie ...
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Xi Jinping in der Schweiz (Mo, 16 Jan 2017)
Auf Einladung Berns weilt Chinas Präsident Xi Jinping auf einem zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz. Trotz Kritik von Demonstranten wurde der chinesische Staatspräsident freundlich empfangen. China und die Schweiz haben zehn Abkommen unterzeichnet. Dass die beiden Länder gute Beziehungen zueinander pflegen, wurde bereits bei der Begrüssung ersichtlich. China ist der drittgrösste Handelspartner der Schweiz. Anlässlich des Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jingping haben China und die Schweiz zehn Abkommen unterzeichnet. Damit soll die bilaterale Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und China verstärkt werden. Grosse Sicherheit beim Staatsempfang Der chinesische Staatsbesuch in der Schweiz findet unter grossem Sicherheitsdispositiv statt: Man will einen politischen Eklat wie beim letzten Schweiz-Besuch eines chinesischen Staatspräsidenten vor 18 Jahren verhindern. Damals empörte sich der damalige chinesische Staatspräsident ...
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Die vergessene Welt der Schweizer Bunker (So, 15 Jan 2017)
Die Schweizer Stadt Luzern war einst Heimat des grössten zivilen Bunkers der Welt. Die unterirdische Zivilschutzanlage wurde für 20'000 Personen gebaut, falls es zu einem Atomkrieg kommen sollte. Noch heute könnte sie bei einer Katastrophe benutzt werden – allerdings in reduzierter Form. Mitten in einem Quartier mit Wohnblocks, gleich neben einem Kinderspielplatz gelegen, kommt man durch eine unauffällige Tür in einer Betonwand in die Unterwelt. Hinter dieser Tür befinden sich 40 Jahre Geschichte – und ein in den Untergrund gebautes Gebäude. Zora Schelbert, die mich in den Bunker führt, stösst die schwere Eisentür auf. Lautstark schlägt diese hinter uns zu. Hier unten ist es kühl, und ein langer, grauer Tunnel führt uns stetig weiter hinab. Der Bunker war zur Zeit seiner Entstehung der grösste der Welt. Nach seiner Eröffnung 1976 sollte er im Falle eines Atomschlags 20'000 Personen Schutz bieten können. Seit 1963, als der Kalte Krieg auf seinem ...
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"Chinesisch-schweizerische Beziehungen entwickeln sich auf hohem Niveau" (Sa, 14 Jan 2017)
Die beiden Staaten lägen zwar weit auseinander, schreibt der Präsident der Volksrepublik China in seinem Gastbeitrag, aber die Schweiz sei der chinesischen Bevölkerung durchaus nicht fremd. Die Chinesen sähen die Schweiz nicht nur als "Dach Europas" mit einer herrlichen Landschaft, sondern auch als wissenschaftlich und technologisch innovatives Land mit einem "arbeitsamen Volk". Vertiefte Zusammenarbeit Wenn China und die Schweiz vor dem Hintergrund der komplizierten und wechselhaften internationalen Lage ihre innovative strategische Partnerschaft weiter festigen, wird dies zum Nutzen für die Völker beider Länder sein. Ich freue mich sehr darüber, dass mich meine erste Auslandsreise im Jahr 2017 in die schöne Schweiz führt. Dies ist mein erster Besuch in der Schweiz in meiner Eigenschaft als chinesischer Staatspräsident, es ist auch der erste Staatsbesuch eines Staatsoberhaupts Chinas in der Schweiz im neuen Jahrhundert. Der bekannte Schweizer Dichter ...
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Nostalgische Zeitreise ins Schneegestöber (Sa, 14 Jan 2017)
Die historischen Bilder der Braunwalder Fotografen Johann (1875-1954) und Hans Schönwetter (1906-1997), Vater und Sohn, stammen aus der privaten Sammlung von Fridolin Walcher, selber Fotograf im Glarnerland. Der grösste Teil des Nachlasses der beiden Fotografen ging an den Kanton Glarus. Er umfasst über eine halbe Million Diapositive, Negative, Glasplatten, Fotomontagen, Retouchen, Ansichtskarten, Abzüge auf Papier und Filme (ca. 50'000 Meter) in diversen Formaten. Das Bildmaterial ermöglicht eine einmalige Sicht auf eine verflossene Zeit und ist von hohem ästhetischen und historischen Wert. Bilder von Foto Schönwetter gelangten als Postkarten in die ganze Welt, wurden in vielen Publikationen verwendet und prägten so die Sicht auf das Glarnerland und seine Bewohner. Wir zeigen eine Auswahl von Bildern, die den Beginn der Mechanisierung des Wintersports dokumentieren: Die Braunwald Standseilbahn, die das Lithtal mit der Sonnenterasse von Braunwald verbindet, die 1901 errichtete ...
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Sollen die Schweizer Medien vom Staat gefördert werden? Ja, aber ... (Fr, 13 Jan 2017)
Die Etablierung des mobilen Internets stellt viele traditionelle Branchen vor grosse Herausforderungen – so auch die Medien in der Schweiz. Der Staat soll gestaltend eingreifen, empfiehlt eine neue Studie. Ist das sinnvoll? Ein kurzer Überblick zur Studie und die Reaktionen darauf von Medien-Start-Up-Gründer Constantin Seibt. Die direkte Demokratie bringt mit sich, dass die Bürgerinnen und Bürger zu vielen teils komplexen Themen Stellung beziehen können. Viele sind sich einig, dass für die Entscheidungsfindung die Informationen und Diskurse in den Medien wichtig sind. Darüber, wie die Medienvielfalt garantiert werden soll, gehen die Meinungen jedoch weit auseinander. Was früher oft nur durch Bezahlung zugänglich war, gibt es heute massenweise gratis im Netz: Informationen und öffentliche Debatten. Das klassische Business-Modell „Journalismus“ ist dadurch ins Wanken geraten. Es sind aber nicht nur die Nutzer, die ins Netz abwanderten, sondern auch die Werbeeinnahmen.
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China, der grosse Freund der Schweiz (Fr, 13 Jan 2017)
Ob in der Wirtschaft, in der Finanzbranche, in der Forschung, mit Blick auf die Umwelt und das Klima, die Kultur und nicht zuletzt die Menschenrechte: Es vergeht kaum ein Monat, ohne dass eine chinesische Delegation die Schweiz besucht. Die bilateralen Beziehungen der beiden Länder basieren auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen. "Menschenrechte nicht ignorieren!" Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet, dass bei den Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten die Menschenrechtsprobleme ignoriert werden. Sie ruft die Schweizer Regierung auf, sich nicht nur von Wirtschaftsinteressen leiten zu lassen. Im Freihandelsabkommen, das die Schweiz 2014 mit China in Kraft gesetzt habe, erscheine das Wort Menschenrechte kein einziges Mal. GfbV erwartet von den Verantwortlichen des WEF und der Landesregierung, den Umgang Chinas mit den Minderheiten mit Xi Jinping anzusprechen und Verbesserungen einzufordern.   Im April 2016 weilte der damalige Schweizer ...
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Mit Geschenken die Schweizer Lokaldemokratie retten? (Fr, 13 Jan 2017)
Gratis-Kehrichtsäcke, Grillwürste, kühles Bier und Gutscheine: Damit locken einige Gemeinden ihre Bürgerinnen und Bürger an die Gemeindeversammlung, dem Herzstück der Schweizer Lokaldemokratie. Doch: Braucht die direkte Demokratie Geschenke? Die Antwort fällt überraschend aus. Die direkte Demokratie krankt im Schweizerland. Das lassen zumindest die vielen leeren Stühle an den rund 4000 Gemeindeversammlungen vermuten, die jedes Jahr in rund 2000 Gemeinden Land auf Land ab stattfinden. An diesen meist abendlichen Versammlungen entscheidet das Volk per Handerheben beispielsweise darüber, wie viel Geld das Dorf ausgeben darf, ob ein neues Schulhaus gebaut wird oder die Steuern erhöht werden sollen. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Laut Daniel Kübler, Professor der Politikwissenschaft an der Universität Zürich und bis 2016 Direktor des Zentrums für Demokratie Aarau, verfügt man zwar nur über wenige Daten ...
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Xi Jinping, ein "verantwortungsvoller Führer" in der Schweiz (Do, 12 Jan 2017)
Auf Einladung Berns trifft Chinas Präsident am Sonntag zu einer Staatsvisite in der Schweiz ein. Neben der Hauptstadt Bern und dem WEF in Davos wird er den Europa-Sitz der UNO in Genf sowie das Internationale Olympische Komitee in Lausanne besuchen. Xi Jinping dürfte während seiner Visite sein Engagement für UNO und Freihandelsabkommen bekräftigen. "Allein die Tatsache, dass dieser Staatsbesuch stattfindet, ist ein Ereignis. Chinas Präsident ist einer der gefragtesten Männer der Welt. Diese Visite ist auf jeden Fall eine grosse Chance für die Schweiz", erklärt Blaise Godet, ehemaliger Schweizer Botschafter in China und Präsident der Westschweizer Sektion der Handelskammer Schweiz-China, mit Begeisterung. Klaus Schwab, der Chef des Weltwirtschaftsforums (WEF), das im Januar zu seinem grossen Jahrestreffen in Davos zusammenkommt – mit Xi Jinping als Stargast –, teilt diese Freude. Es ist in der Tat das erste Mal, dass ein chinesischer Präsident an dieser ...
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Trumps Medienkonferenz: "Schlechter Tag für die Demokratie" (Do, 12 Jan 2017)
Donald Trumps turbulente erste Medienkonferenz als gewählter Präsident und nicht bewiesene Anschuldigungen gegen ihn deuten an, dass seine Präsidentschaft einen schlechten Start haben könnte. Das ist das Fazit mehrere Kommentare in Schweizer Zeitungen. An der ersten Medienkonferenz seit den Wahlen vom 8. November 2016 und neun Tage vor seiner Vereidigung versuchte Trump, unbewiesene Geheimdienstberichte zu zerzausen, wonach Russland über kompromittierendes Material über den künftigen US-Präsidenten verfüge, das diesen für Erpressungen verletzlich mache. Trump wies die Vorwürfe mit aller Härte zurück, beschuldigte den amerikanischen Geheimdienst, für das Informationsleck verantwortlich zu sein, und verglich die Angelegenheit mit Zuständen im "Dritten Reich". "Die Lügen von der Wahrheit entwirren", titelt die Westschweizer Tageszeitung Le Temps in ihrem Kommentar. Sicher sei einzig, dass die Präsidentschaft von Donald Trump mit einem der schlechtesten Starts beginne.
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Wo die Schweiz wächst – und wo sie schrumpft (Do, 12 Jan 2017)

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Kein Schweizer Pass für Tierschützerin (Do, 12 Jan 2017)
Die Bürgerinnen und Bürger einer aargauischen Gemeinde haben einer Holländerin zwei Mal die Einbürgerung verweigert, weil sich die vegan ernährende Tierschützerin mit Protesten gegen Kuh- und Kirchenglocken, Zirkustiere und Rennpferde unbeliebt gemacht hat. Ist die direkte Demokratie das richtige Instrument für Einbürgerungen? Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Ein bisschen Holländerin ist Nancy Holten geblieben: Trotz Minustemperaturen und zentimeterhohem Schnee fährt sie für das Treffen mit swissinfo.ch mit dem eleganten Damenfahrrad von Gipf-Oberfrick in die Nachbargemeinde Frick zu ihrem Lieblingscafé. Ansonsten ist sie von einer Schweizerin nicht zu unterscheiden: Mit 8 Jahren zog sie mit der Mutter aus Rotterdam in den Kanton Zürich, sie spricht perfekt Schweizerdeutsch, hat drei Töchter mit Schweizer Pass und tritt als Model in Werbespots von Migros, der Schweizer Post, Rivella und anderen ...
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"Alle Schweizer sollten einmal im Leben auswandern" (Mi, 11 Jan 2017)
Die Schweiz muss sich für ihre Auswanderer interessieren, denn sie verfügen über ein riesiges Know-how und lokales Wissen, das die Schweizer Politik und die Wirtschaft nutzen könnten. Das sagt Professor Walter Leimgruber, Präsident der Migrationskommission, im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. NZZ: Herr Leimgruber, jedes Jahr wandern netto mehr Schweizerinnen und Schweizer aus. Warum? Walter Leimgruber: Früher wanderte man aus, weil man musste. Man war arm, die einzige Möglichkeit, sich ein Leben aufzubauen, war die Auswanderung. Das ist global gesehen noch heute der Hauptgrund für Migration. Aber es gab immer auch Menschen, die gingen, weil sie sich verliebt oder weil sie eine Herausforderung gesucht haben. Diese Menschen verstehen das Leben als Projekt. Und sie stellen fest: In der Schweiz kann man zwar viel machen, aber es gibt eine klare Grenze. Viele Auswanderer sind zwischen 20 und 35 Jahre alt und sehr gut ausgebildet. Sie sagen sich: Ich ...
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Schweizer Presse begrüsst Entscheid des Menschenrechts-Gerichtshofs (Mi, 11 Jan 2017)
Muslimische Schülerinnen dürfen sich nicht mehr auf die Religionsfreiheit berufen, um dem Schwimmunterricht fernzubleiben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat ein Urteil des Bundesgerichts bestätigt. Die Schweizer Zeitungen reagieren positiv auf den Entscheid. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) betrifft den Fall einer in Basel wohnhaften Familie. Die sieben und neun Jahre alten Mädchen besuchten dort im August 2008 eine Primarschule. Dem obligatorischen Schwimmunterricht blieben sie jedoch fern. Gespräche mit den Eltern, welche die Schweizer und die türkische Staatsbürgerschaft haben, fruchteten nicht. Das Erziehungsdepartement auferlegte den Eltern deshalb im Juli 2010 eine Geldbusse. Die schweizerischen Rekurs- und Beschwerdeinstanzen wiesen die dagegen eingelegten Rechtsmittel ab. So gelangten die Eltern an den EGMR. Dieser hält in seinem am Dienstag publizierten Urteil fest, dass das Interesse an ...
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Unverkäuflich: Freie Meinungsäusserung in Genf (Mi, 11 Jan 2017)
Als Stadt, die sich die Werbung vieler Schweizer Luxusmarken gewohnt ist und in der viele dieser Firmen beheimatet sind, bietet Genf kurzfristig eine alternative Lösung – das hausgemachte Plakat. Mit weissen Plakaten gibt die Stadt ihren Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, sich öffentlich auszudrucken. swissinfo.ch hat einige Beispiele der bemerkenswerteren Ergebnisse gesammelt (siehe unten). Seit Anfang Jahr hat die Westschweizer Stadt Genf rund 3000 dieser werbefreien Plakate aufhängen lassen. Das Experiment ist das Ergebnis eines Rechtsstreits über rund 3000 Werbeplakate. Nun haben zahlreiche Genferinnen und Genfer ihrer Kreativität freien Lauf gelassen, um sich künstlerisch oder politisch zu äussern und ihre Ideen mit einer grösseren Öffentlichkeit zu teilen.
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Prominente vergessen Geld auf Schweizer Konten (Mi, 11 Jan 2017)
Als einer der bekanntesten Kletterer seiner Zeit vertuschte Royal Robbins gerne sämtliche Spuren seiner Aufstiege. Bei einem Aufenthalt in der Schweiz aber hinterliess der Amerikaner etwas: ein vergessenes Bankkonto – eines von fast 4000 öffentlich gemachten sogenannten nachrichtenlosen Vermögen. Als nachrichtenlos gilt ein Konto auf einer Schweizer Bank, wenn der letzte Kundenkontakt mindestens 60 Jahre zurückliegt. Ausserdem muss der Wert des Vermögens mehr als 500 Schweizer Franken betragen oder unbekannt sein. Insgesamt belaufen sich diese nachrichtenlosen Vermögenswerte auf über 52 Millionen Schweizer Franken. Die Konto-Inhaber oder deren Nachkommen haben fünf Jahre Zeit, das Geld zurückzufordern. Ansonsten geht es an den Schweizer Staat. Royal Robbins bezwang als erster die Nordwestwand des Half Dome, einem 2693 Meter hohen Berg im Yosemite-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien. Er ist der Gründer eines erfolgreichen Unternehmens für Outdoor-Bekleidung, ...
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Schweiz führte vor zehn Jahren eingetragene Partnerschaft ein (Di, 10 Jan 2017)
Schwule und lesbische Paare können in der Schweiz seit 2007 ihre Partnerschaft offiziell eintragen lassen. Dies bestimmt ein damals neu eingeführtes Gesetz. Doch viele Homosexuelle hoffen, dass die Ehe für alle der nächste offizielle Schritt wird und das Stigma um die eingetragene Partnerschaft damit zu Ende ist. (RTS/swissinfo.ch) Florent Jouinot von der Waadtländer Vereinigung für homosexuelle Personen (VoGay) glaubt, die eingetragene Partnerschaft werde stigmatisiert, weil solche Paare nicht selber entscheiden können, ob ihr Zivilstand offengelegt wird oder nicht. "Wenn man auf Job- oder Wohnungssuche ist oder Steuern zahlt, muss man den Zivilstand angeben. Und da eingetragene Partnerschaften nur für Homosexuelle existieren, kann das zu Diskriminierung führen", sagt Bastian Baumann von Pink Cross, der Bürgerrechts- und Selbsthilfeorganisation von Schwulen in der Schweiz, gegenüber swissinfo.ch. "Es herrscht Diskriminierung in der Beziehung zwischen dem Staat und ...
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